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Bugatti 37


Graunase

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Vor einiger Zeit hatte ich auf einem Oldtimertreffen die Gelegenheit dieses faszinierende Gefährt zu bewundern. Wenig restauriert und durchaus artgerecht im Einsatz, wie ich auf einer aufregenden Mitfahrt, die mir der nette Besitzer anbot, feststellen konnte. Ich finde es sehr schön, daß an diesem Auto die Patina gelassen wird. Der leicht ölige Charme und entsprechende Duft sind unbeschreiblich. Es handelt sich um einen Typ 37a Kompressor von 1926 (so der Besitzer).

Ich habe einige Bilder geschossen - allerdings leider ohne besondere Ansprüche erfüllen zu können. Leider.

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Danke für die Bilder!

Ein sehr schönes und exclusives Fahrzeug. Da wird man richtig neidisch auf deine Mitfahrt.

Empfehlen kann ich in dem Zusammenhang das Buch von Nick Mason "Bis ans Limit" da gibt es nicht nur was zu Lesen, sondern auch etwas für die Ohren. Es jedoch der Typ 35 der im Buch beschrieben wird.

Gruß

Sven

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Ja, das ist sein Auto. Wohnt also gleich im nächsten Ort von mir aus - und ich wußte nix davon. Ist ein super netter Typ.

Ja kommen sie mit. Stellen sie erstmal den rechten Fuß möglichst weit auf der Querstrebe nach rechts. Aber bitte nur auf der Strebe stehen. Halten Sie sich hinten fest und ziehen das andere Bein nach. Nun setzen sie sich einfach hin. Festhalten lieber vorne - auf keinen Fall nach hinten greifen, denn da rotiert das Rad - nicht so gut da reinzufassen. So - und da mir momentan die Zündkerzen vom vielen Rumstehen verrußen, muß ich ein wenig Gas geben. Brrrrumm, weg waren wir.

So bin ich durch unsere 30-Zone noch nicht gebrettert - und das in einem Lufkurort in dem bis 1995 noch Autoverbot herrschte :D

Autofahren in seiner schönsten Ausprägung. Urtümlich, und dennoch erstaunlich schnell, ja rasant. Die ca. 165km/h Höchstgeschwindigkeit möchte ich in der Kanone nicht erleben.

Vor allem in den Rechtskurven hat man als Beifahrer permanent Angst rauszufallen und von einem der schmalen Speichräder förmlich zerschnitten zu werden. Links lieber nicht festhalten (Achtung Rad!), Rechts aber ist der Fahrer, dem man auch lieber nicht in die Quere kommen möchte. Also stößt man sich mit Gewalt in den Boden und klammert nach vorne. Eine recht ungemütliche Sitzposition - und man genießt dennoch jeden Meter. Während der Fahrt auch lieber nicht daran denken,daß man mit dem Rücken nicht an eine Lehne lehnt, sondern gegen das Behältnis in welchem ein ebenso beeindruckender wie beängstigender Benzinvorrates schwappt...

Während der Fahrt verstellt der Fahrer permanent den Zündzeitpunkt.

Es ist schlicht beeindruckend, wie allumfassend man letztlich in so einem uralt Auto beschäftigt ist. Bremsen aus er Steinzeit (seilzugbetriebene Trommelbremse), Schaltung (oder eher Krachung?!) dito. Zündzeitpunkt manuell verstellen, die erstaunlich guter, aber dennoch trickreiche Straßenlage beachten - nur die Fahrleistungen ganz aus dem hier und jetzt. Phänomenal!

Hier noch ein Bild vom Heck, mit dem Rohr welches sich Auspuff schimpft...

20111012-161235-739.jpg

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Klasse Bericht 8)

Übrigens in der Tschechei werden die Typen 35 und 37 wieder produziert:

http://www.rallylife.cz/3x-od-pasu-ing-ladislav-samohyl

:oops:

Leider reicht mein nicht vorhandenes Tschechisch nicht wirklich um diesen Artikel zu verstehen.

Ich nehme an, es handelt sich um perfekte Repliken? Gehen diese bis in letzte Detail, wie z.B. den Motor? Aber dann bekommt man die Kiste ja wohl nicht so ohne weiteres angemeldet. Ich finde es jedenfalls eratunlich, wie viele Rohkarossen da auf den Bildern zu sehen sind - scheint ja eine ganze Febrik auszulasten.

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Ich bin begeistert - sowohl vom bugatti als auch von der Art der "sanften Restaurierung". Und in der Tat muß eine Oldtimer-Restaurierung nicht zu einem "besser als neu" führen, sondern gerade das Zeitgenössische und die "Spuren der Zeit" können dezent sichtbar bleiben. Ich beneide Dich geradezu um die Gelegenheit des Mitfahrens!

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Ich bin begeistert - sowohl vom bugatti als auch von der Art der "sanften Restaurierung". Und in der Tat muß eine Oldtimer-Restaurierung nicht zu einem "besser als neu" führen, sondern gerade das Zeitgenössische und die "Spuren der Zeit" können dezent sichtbar bleiben. Ich beneide Dich geradezu um die Gelegenheit des Mitfahrens!

Ja, absolut, das war die beeindruckendste Fahrt, die ich je gemacht habe. Es ist jene betörende Mischung aus Tradition, Urtümlichkeit und einem Schuß Modernität und Waghalsigkeit,die es für mich so besonders machte. Und: Wann kann man mal in einem "Monposto" legal fahren?!

Vom Heck habe ich noch ein letztes Bild, da sieht man wieder schön, den Zahn der Zeit:

20111013-085709-491.jpg

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