Jump to content
EUROPAS GROßE
SPORTWAGEN COMMUNITY

Umgang mit Selbstmord von Freundin...


Jonny

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Nachdem eine langjährige Freundin von mir die mittlerweile woanders lebt sich das Leben genommen hat und ich heute von ihrer Schwester davon erfahren habe, weiß ich grad nicht wie ich damit umgehen soll. Am Anfang war das ganze noch relativ nüchtern betrachtet und ich war überrascht wie trocken ich das aufgenommen hab, aber seitdem wirds irgendwie eher schlimmer.

Vielleicht hat hier mal jemand Erfahrung mit so einer Situation gesammelt, die in meinen Augen anders als ein Tod durch Unfall oder ähnliches ist und hat einen guten Tipp oder sowas auf Lager.

Ich will die Angehörigen nicht nach dem "warum" fragen bzw. nach dem "wie", aber irgendwie ist das ja etwas was beschäftigt...

Beerdigung ist erst am Donnerstag in München, ich muss vorher aber irgendwie einigermaßen den Kopf freihalten weil ich ihn zum arbeiten brauch, was gerade aber nicht denkbar ist.

Ich stell die Frage hier und nicht bei mir im Facebookprofil oder sonstwo, weil ich denke, dass hier am ehesten Leute dabei sind die solche Situationen aufgrund des Alters/Erfahrung schon mal hatten und damit auch klarkommen mussten. Zudem hat CP schon oft gute hilfreiche Meinungen gehabt...insofern nicht wundern bitte.

Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
Geschrieben

Schwierige Situation...

Grundlegend sollte man m.M.n. versuchen mit der Beerdigung auch irgendwo Abschied zu nehmen und zumindest teilweise damit abzuschließen.

Mir geht es im Regelfall auch so. Zuerst wird eine schlechte Nachricht relativ trocken "angenommen". Aber sobald man dann mal Zeit hat darüber intensiver nachzudenken geht es einem doch schon ein gutes (!) Stück näher. Verdrängen o.Ä. wie es manche andere machen bringt auch recht wenig... Das kommt immer wieder hoch!

Versuche dich irgendwie zu verabschieden und nimm es als gegeben hin. Ändern kann man es leider sowieso nichtmehr! :(

Was letztendlich passiert ist und wieso wirst du früher oder später eh erfahren. So etwas spricht sich immer rum...

Wie du dir jetzt deinen Kopf freihalten kannst weiss ich auch nicht... Versuch dich im Zweifelsfall irgendwie abzulenken. Egal wie...

Mein herzliches Beileid! Meld dich ruhig mal...

Geschrieben

egal auf welche Art ein geliebter Mensch aus dem Leben geschieden ist, das Ergebnis bleibt gleich: zuersteinmal hinterlässt er eine klaffende Lücke, die die Betroffenen zu schließen versuchen. Du denkst daran was du mit der Person noch alles erlebt hättest, machen wolltest, stellst dir Fragen ob du durch mehr Aufmerksamkeit irgendetwas am Endergebnis hättest ändern können.

Lass dich nicht von dem Umstand das es ein Suizid runterziehen, das war die Entscheidung deiner Freundin, und die musst du akzeptieren. Genauso wie du Entscheidungen in der Vergangenheit von ihr akzeptiert hast.

Eine Patentlösung zur Umgang mit deiner Trauer wird dir hier auch niemand liefern können. Such dir jemanden zu Reden, lass es deine Kollegen / Mitarbeiter wissen.

Dann werden sie auch verstehen das du die nächste Zeit etwas neben dir stehst.

Such dir ein paar Bilder, Erinnerungen etc, heul dich aus, denk an die schöne, gemeinsam verbrachte Zeit. Zeit! Zeit ist nichts beständiges! Nutze deine Zeit, und schließe die aufgerissene Lücke in dem du Zeit mit anderen lieben Menschen, Familie, Freunden verbringst!

Lass die Finger von Alkohol oder ähnlichen Stimmungsverstärkern. Arbeite deine Gefühle auf und spüle sie nicht weg, so viel muss dir deine Freundin wert sein.

Arbeite nicht dagegen, arbeite mit deiner Trauer, behalte sie solange wie nötig im Hinterkopf. Willst du sie nur verdrängen, wirst du deine ganze Kraft mit dem Verdrängen aufwenden; ...und dann klappts weder mit Arbeit, noch mit Schlaf noch mit sontwas.

Auf diesem Weg mein aufrichtiges Beileid

Viele Grüße

Dino

Geschrieben

Meine Tante hatte sich vor einem Jahr auch das Leben genommen. Worauf ich zuerst auch sehr kalt reagierte. Ich hab mir gedacht es war ihr Wunsch und nun hat sie ihre Ruhre. Nimm in Ruhe Abschied von ihr. Denk dir das Leben geht weiter du kannst nichts mehr an ihrer Entscheidung ändern es war ihr Wille...mein herzliches Beileid zu dem Verlust..

Geschrieben

Scheinbar lag Dir an der Freundin mehr, als Du Dir damals und womöglich auch heute noch eingestehst.

Die Gefühle eines anderen Menschen zu begreifen ist schier unmöglich und äußerst schwierig, da zu viele verschiedene Faktoren, die Andere nicht wissen können, eine Rolle spielen.

Dennoch spreche ich mein Beileid aus, und wünsche Dir, bei diesem schmerzlichen Verlust, die notwendige Ruhe und Sachlichkeit, diesen zu überwinden.

Das ist sicherlich leichter gesagt als getan.

Ich empfehle Dir die Gründe des Suizid nicht zu ergründen, denn das verleitet u.U. zu möglichen Selbstvorwürfen und od. Schuldgefühlen, auch wenn die Situation nicht unbedingt etwas mit Dir zu tun hatte.

Außerdem wird er Schmerz dadurch nicht geringer, sondern vertieft sich noch mehr.

So schwer es fällt, nimm es als Tatsache hin, und sehe es mit dem Lauf des Lebens, in dem es auch den Tod gibt, ändern kannst Du nichts mehr.

Nur sollte es auch nicht soweit kommen, daß Deine gegenwärtige Arbeit und weiteres Leben darunter leidet.

Versuch Dich, wie bereits schon empfohlen Dich mit schönen Dingen des Lebens abzulenken, die Zeit heilt dann tatsächlich die Wunden.

Ich würde, wenn ich bessere Worte und hilfreichere Ratschläge zur Hand hätte, gerne diese aussprechen, aber das wird wohl niemand so richtig können.

Mehr als verbale Trostzuwendungen die ehrlich gemeint sind, kann ich Dir leider nicht geben.

In diesem Sinne wünsche ich Dir innerliche Kraft und Energie, diesen Dir scheinbar schmerzlichen Verlust zu überwinden.

Geschrieben

Ich finde es gut, dass du hier schreibst!

Ich kenne dieses traurige Thema leider aus der eigenen Familie.

Ablenkung ist ok, wenn man allerdings an nichts anderes mehr

denken kann lässt sich das allerdings nicht erzwingen.

Trauer ist m.M. nach ein Berg der abgetragen werden muß und kann!

Die Frage nach dem warum und wie würde ich nicht tabuisieren, das gehört

zum Verarbeiten dazu und die Angehörigen reden i.d. Regel auch "gerne"

darüber.

Aus meinen Erfahrungen konnte ich denoch etwas positives mitnehmen.

Gegenüber Menschen die mir am Herzen liege bin ich ehrlich, offen und

tolerant.

Den Tod meines Vaters, zudem ich ein tolles Verhältnis hatte, war viel

leichter zu ertragen als ich erwartet habe. Es gab keine offenen Themen,

Differenzen oder ähnliches.

Ich wünsche dir die nächsten Tage alles Gute, Trauer einfach und nütze

die Beerdigung als Abschied!

Geschrieben

Ich finde Verdrängen und Ablenken grundsätzlich nicht gut, das rächt sich früher oder später.

Ist mir außerdem zu oberflächlich.

Einfach mal ein paar Tage weinen und seine Gefühlen freien Lauf lassen ist besser.

Gruß,

Markus

Geschrieben

Ich hab mit 19 meinen besten Freund zu Grabe getragen.

Alleine bei der Erinnerung bekomm ich schon wieder das Heulen...

Er hat sich nach "schluss-machen" seitens seiner eigentlich ersten Freundin das Leben genommen.

Davor (auch vor dieser Freundin) war er der absolute "Sunny-Boy" der ganzen Stufe, Clique und

ueberhaupt. Es hat absolut NIEMAND verstanden, wieso genau "so einer" nun von heute auf nacher

meint, dass ein Abgasschlauch ins Wagen-Innere ueberhaupt irgendetwas in Ordnung bringt.

Zur "Bewaeltigung" dieser .... Situation.. wo alle eigentlich als steinharte Metaller und was weiss

ich unterwegs sein wollten.. wir sind uns *reihenweise* in Traenen in Armen gelegen.

Auch der "haerteste" war nur noch ein Wrack und komplett geschockt.

Das gesagt.. nutzt speziell die Beerdigung fuer einen "egal was Trauer" - ich will die Liter an Traenen nicht

zaehlen, die absolut "harte Hunde" derzeit vergossen haben". Ich stell derweil mal ein paar

mililiter wieder mal bei. Jedes Mal, wenn ich an das erinnert werde, bekommt mich das.

Es ist 20 Jahre her und es beruehrt mich jedes Mal noch zu Traenen.

Ich weiss nicht, wie nahe Du der Frau standest, aber wenn's wirklich nahe war, dann laesst Dich das sowieso NIE mehr los.

Evtl bin ich ja ein "Weichei", aber fuer den Post brauchte ich ungrad 20 Minuten, weil

ich erst mal wieder das Heulen aufwischen musste.

Jeder, der meint, dass Selbstmord eine "Loesung" ist, sollte sich erstmal ueber die nachdenken, die damit weiterleben. :cry:

So.. das hat mich jetzt final in die Depression geschoben :-(((°:-(((°

Geschrieben

Mir sind aus dem näheren Bekanntenkreis mehrere solcher Fälle bekannt. Man kann sich nicht vorstellen was in einem Menschen vor sich geht, der sich zu so einem Schritt entschliesst. Da kommen mehrere Sachen zusammen und derjenige fällt in eine tiefe Depression, anders lassen sich solche Suizide nicht erklären. Besonders getroffen hat mich vor ein paar Jahren ein Fall, bei dem sich eine Junge Mutter mit Ihren beiden Kindern (neun und elf) mit dem Auto in den Wald gefahren ist und sich dort vergast hat. Grund: Verlust des Sorgerechts. Der neun jährige Sohn war mit meiner Tochter in einer Schulklasse. Wir haben damals die Einzelheiten mitbekommen, d.h. tagelang wurde nach den "vermissten" gesucht, als man dann das Auto im Wald gefunden hat. Mich hat das emotional sehr mitgenommen. Mach dir keine Vorwürfe, du kannst die Zeit nicht zurückdrehen. Vertraue dich deinem Partner oder dir nahestehenden an. Weglaufen kann man nicht und einen "Plan" für solche Fälle hat das Leben auch nicht. Es bringt einen nur immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und wie unwichtig materielle Dinge im Prinzip sind! Leider vergessen wir das allzu oft weil uns der Alltag auffrist.

Geschrieben

Danke für die Beiträge. Habe jetzt,bestärkt durch die Beiträge hier, zu ihrem Freund Kontakt aufgenommen und werde mich mit ihm treffen...

Ich bin normal niemand der sich schnell von irgendwas umhauen lässt...bei Personen bei denen es absehbar war das sowas passiert wäre das mit Sicherheit auch anders. Aber eine Powerfrau mit Ehrgeiz, Ansporn, gutem familiären, finanziellen etc. Hintergrund wo alle Probleme lösbar sind...ich verstehe einfach nicht was sie so aus der Bahn geworfen hat.

Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo Jonny,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

  • Gefällt Carpassion.com 1
Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
Geschrieben

Was soll ich jetzt sagen...

Mein Vater hat sich Ende Juli das Leben genommen. Er hat mit einer Vielzahl von schlimmen Krankheiten praktisch den letzten selbstbestimmten Ausweg genommen, um nicht eine vermeintliche Last für die Angehörigen zu werden.

Diese Situation als Sohn zu verstehen und zu ertragen, ist extrem hart und lässt mich bis heute einschl. Schuldgefühlen nicht los. Ich hatte aber zumindest das Glück, dass ich noch vor der Beerdigung am offenen Sarg Abschied nehmen konnte. Das macht die Sache realer und hat zumindest mir unglaublich geholfen.

So, jetzt ist es raus.

Mein aufrichtiges Beileid.

Geschrieben

Ich verstehe das sehr gut.

Denn wenn man so schon weiß, dass sowieso nichts mehr besser wird, sondern alles immer nur noch schlimmer, dann muss man für sich selber auch schon einen triftigen Grund finden, warum man noch weiterleben soll.

Streng genommen ist das sogar eine Frage, die sich jeder Mensch stellen sollte: Warum soll ich überhaupt leben? Endet doch sowieso mit Krankheit und Tod, warum also die ganze Mühe.

Gruß,

Markus

Geschrieben

Vor einigen Jahren hat sich einer meiner besten Freunde das Leben genommen. Niemals hätte das jemand von ihm gedacht, niemand kannte diese Seite an ihm, er war immer jemand der stets gut gelaunt war. Aber in Wirklichkeit hatte er noch eine andere "Persönlichkeit" die so nicht bekannt war.

Mir hat es damals geholfen, mit gemeinsamen Freunden was zu unternehmen, auch mit seinem Bruder, es tat gut darüber zu reden (auch seinem Bruder hat es sehr geholfen denke ich) und es tat auch gut zu sehen, dass die anderen Freunde noch da sind.

Von dem her finde ich es auch gut, dass du dich mit dem Freund triffst... ich denke das wird euch beiden gut tun.

Erstaunlich finde ich, dass es fast jedem so geht einen Freund oder nahen Bekannten durch Selbstmord verloren zu haben. Und meistens sind es die, von denen man es am wenigsten erwartet.

Geschrieben

Auch mein beileid an dich.

Um so laenger mann jemand kennt,

Umso schwerer ist das abschied nehmen.

Gehoert sicher auch zu Lebenserfahrung

Das absolut nichts Ewig ist !,deswegen lache ich viel und

Geniesse schoene augenblicke intensiver als so manch einer den ich kenne.

Aus meinem naeheren umfeld kenne ich auch beide seiten.unter anderem war ich 7 Jahre unheilbar Krank,und biss mitte dieses Jahres dachte ich auch das ich Ende des Jahres nicht mehr erlebe.

das ganze wusste kaum jemand, habe mich immer mehr zusammen gerissen als alle anderen,so das jeder denken musste,das mir die Sonne aus dem a scheint,die schlimmen Stunden hab ich mir so gut es geht mit Surven in Youtube

Vertrieben,schmerzen auf phisischer und psychischer ebene gleichzeitig sind auf dauer schwer zu nehmen,mach dich nicht selber fertig wenn du jetzt nicht jeden Tag der coole und selbstbewuste Typ bist.

Du hast einen schock und das ist ok so.

es ist ok so sonst waerest du schon

Lebendig Tod.

Ich bin kein psychologe aber die meisten brauchen selber einen sind aber gut wenn du Beruflich nicht mit den kollegen reden kannst weil eventuell der job auf dem Spiel steht.

Mach Sport,geh raus,verbring nicht viel Zeit alleine sonst ist wegen dem schock schneller ein burnout da !.

Trink besser keinen Alc oder sonstiges es dauert dann extrem lange oder du kommst nicht mehr in einen guten

lebensrythmus zurueck.

Und verdammt noch mal das Leben ist schoen

also lass dich nicht in diesen Kanal reinziehen.

Es kommt

Licht am ende vom Tunnel,

Ich weiss das.

Sportliche Gruesse

Patrick

Sprech mit jedem darueber und sehe deine freunde schwinden weil kaum jemand sich wirklich damit auseinander setzen will,das beste du hast die chance auf eine neue perspektive und vieleicht ein parr neue Freunde.

Mein Mittel durch die ganzen Tiefen

Meditation,sehr viel Sport soweit das der aktuelle zustand zugelassen hat.

Geschrieben

Mein Beileid.

Gestern jährte sich der Tag, an dem sich ein Freund von mir das Leben genommen hat, ich habe lange gebraucht, damit fertig zu werden, daß ich ihm nicht helfen konnte, er war depressiv und hatte sich in eine Situation hineinlaviert, aus der er nicht mehr heraus kam.

Mir hat es geholfen, mich mit anderen Freunden von ihm auszutauschen.

Vielleicht kannst Du das ja auch versuchen.

H.

Geschrieben

Leute, denkt bitte an den Werther-Effekt und daran, dass hier auch jüngere Teilnehmer im Forum vertreten sind!

Geschrieben
Leute, denkt bitte an den Werther-Effekt und daran, dass hier auch jüngere Teilnehmer im Forum vertreten sind!

Mein Gott, das ist wohl nicht dein Ernst.

Hier wird sachlich das traurige Ereignis eines Mitglieds diskutiert.

Mehr nicht.

Was dies mit dem Werther-Effekt zu tun hat weißt wohl nur du.

Geschrieben

herzliches Beileid ! Ich kann deine Situation verstehen: ein Freund von mir hat sich vor 5 Wochen das Leben genommen: alles war in Ordnung, das Leben war schön, keine Sorgen welcher Art auch immer: bis auf dass er seine Firma verkauft hat und er natuerlich nicht mehr soviel zu einzubringen hatte wie vorher, das hat Ihn sehr depressiv gemacht und er hat keinen Ausweg mehr gesehen :cry:

Es hat mir geholfen mit anderen, vor allem unsere Rotarier Freunde, darueber zu reden, die schoene Worte seiner Frau & Kinder anzuhoeren und, wie immer, positiv zu denken: Verstehen werde ich es wohl nie....

OT: Werther-Effekt hat nichts mit diesem Topic zu tun: die Tat wird hier nicht verherrlicht und es werden keine Gründe aufgelistet warum, wieso und weshalb man das tun sollte (siehe Goethe).

Geschrieben

Hallo,

auch wenn es abgedroschen klingt: auch von mir ganz herzliches Beileid an Dich, Jonnychoceur, und auch an Dich, PoxiPower:(

Mir fehlen die Worte, um auszudrücken, wie sehr ich mit Euch fühle :(

Euer

Philipp alias Ferrarinarr

Geschrieben

Der Tod eines Menschen lässt einen nie unberührt. Gezielte Trauerarbeit ist wohl der beste Weg damit langfristig gut umgehen zu können. Gespräche mit Freunden, Familie, aber auch mit Menschen, die die Person nicht kannten (also z.B. das Forum hier) sind sicher der richtige Weg. Man braucht einfach Zeit, Gespräche und meistens gar keine Antworten sondern jemanden der nur einmal richtig zuhört. Ich wünsche dir und allen Angehörigen, dass ihr den richtigen Weg findet mit der Situation umzugehen, dass ihr euch die Zeit nehmt, die notwendig ist und dass ihr einen vertrauten Menschen in guter Erinnerung behaltet.

Ich kann dir nur mein herzliches Beileid aussprechen und möchte von der Trauerkarte meines Uropas zitieren:

"Mit dem Tod eines Menschen verliert man Vieles, niemals aber die gemeinsam verbrachte Zeit."

OT

OT: Werther-Effekt hat nichts mit diesem Topic zu tun: die Tat wird hier nicht verherrlicht und es werden keine Gründe aufgelistet warum, wieso und weshalb man das tun sollte (siehe Goethe).

Der Werther Effekt beschreibt neutral die erhöhte Suizidrate nachdem eine mediale Berichterstattung (es genügt bereits die reine Erwähnung, dass ein Suizid stattfand) über einen Suizid erfolgte. Es geht nicht um Verherrlichung, Erklärung o.ä.! Alleine die Berichterstattung darüber bringt manche Menschen auf falsche Gedanken bzw. ermutigt sie ebenfalls diesen Schritt zu gehen.

Geschrieben

Den Begriff "Trauerarbeit leisten" finde ich persönlich ganz schrecklich.

Es hört sich so an, als wolle man auch noch diesen Lebensaspekt einer ökonomischen Betrachtungsweise anheimstellen und als zu erledigende und anschließend abzuhakende Aufgabe darstellen, nach der man dann wieder zum sonstigen Alltag zurückkehren sollte.

Gruß,

Markus

Geschrieben

Hab das Treffen jetzt hinter mir...hat sehr geholfen einiges zu verstehen und ich denke auch für ihn war das ganze gut...

Danke für den Tipp dazu...hätte mich das sonst nicht getraut aus Rücksicht auf die Familie/Angehörigen...

Ich finde Trauerarbeit leisten richtig als Begriff. Man muss das verarbeiten denke ich und dann muss es irgendwann weitergehen.

Archiviert

Dieses Thema ist archiviert und für weitere Antworten gesperrt. Erstelle doch dein eigenes Thema im passenden Forum.


×
×
  • Neu erstellen...