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MarioRoman

Böser RS5, blöder Vulkan, toter Vogel …. ein kleiner Reisebericht

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MarioRoman
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Wenn in Hamburg die Sonne scheint – noch dazu ohne Wolken – ist das ein seltenes Phänomen. Steht dazu noch ein Roadster mit 300 Pferden in der Garage, wurmt es mich zudem ungemein wenn ich genau dann zwei lange Tange von meinem kleinen Schwarzen weg muss. Aber ehrlich gesagt, ist die Aussicht auf zwei sonnige Tage im spanischen Marbella durchaus ein kleines Trostpflaster. Kommt dazu ein knackiger V8 in Form des Audi RS5, ist es noch leichter zu verschmerzen. Geht es dann auch noch auf meine Lieblingsrennstrecke, dem privaten Ascari Race Ressort, dann bleibt nur eins zu sagen: Who cares about the little roadster?

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Am Flughafen treffe ich die liebreizende Simone mit neuer „Fluffi Frisur“, die mich wie immer als charmante Fotoassistentin begleitet. Es geht auf nach München, wo auch der Rest der geladenen Journalisten nach und nach am Gate für den Audi Charter eintrudelt. Während ich fasziniert zuschaue wie Kollege Reinhold seine Weißwurst “bearbeitet“, bekomme ich einen Anruf aus Hamburg. „Roman, die machen gerade alle Flughäfen dicht, da ist ein Vulkan in Island ausgebrochen.“ Auch Simone tippt gerade eifrig mit einer Verwandten hin und her, die in Großbritannien fest steckt. Macht nichts, wir dürfen trotzdem weiter Richtung Spanien.

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In Málaga angekommen, geht es mit einem Shuttle direkt zum Marbella Club Hotel Spa & Ressort, wo die Mannschaft von Audi uns herzlich willkommen heißt. Im Hintergrund steht schon eine Armada von polierten RS5 für uns bereit. Schnell sichern wir uns die blaue Variante und knurren jeden böse an, der ebenfalls auf den Gedanken kommen wollte. Das Gepäck unterm Netz verstaut, die Mone verpflanzt und den Knopf gedrückt. Der V8 grummelt jedes Nackenhaar lässig gen Himmel, die Fahrt kann beginnen.

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Die kleine Kennenlernroute lässt uns nicht viel Zeit, denn die Sonne droht schon langsam hinter dem Horizont zu verschwinden. Schnell geht es eh nicht voran weil ein Kollege vor uns es eher gemütlicher angehen lässt. Um schon mal ein Gefühl für das Auto zu bekommen, starten wir ein kleines Shooting, nicht wissend dass dies auch unser einziges Shooting mit dem RS5 sein wird. Und dann passiert es auf einmal. Plumps! Vogel nimmt Kontakt mit der Erde auf –leider zu seinen Ungunsten. Während sich Mone trauernd um den sterbenden Flattermann „Birdy“ kümmert, frage ich mich, ob es wohl ein gutes Omen ist, wenn ein Vulkan ausbricht und die Vögel am gleichen Tag vom Himmel fallen.

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Als ich am nächsten Tag die ersten Regentropfen gegen das Fenster klatschen höre, schwant mir schon Übles. Nein, nein nach Fotowetter sieht das wahrhaftig nicht aus. Und auch ein schneller Blick ins Internet, lässt die Mundwinkel nach unten fallen. Nach und nach wird in Deutschland ein Flughafen nach dem anderen gesperrt. Auch München droht geschlossen zu werden. In mir keimt ein Hoffnungsschimmer auf. Lass München gesperrt sein, lass München gesperrt sein. Ein paar Bonus-Tage in Marbella mit dem RS5 wären durchaus entspannend für mich.

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Nach einem kurzen Briefing geht es gleich los in Richtung Ronda. Erst rasant, dann fix, dann schnell und dann quälen wir den RS5 aufgrund des strömenden Regens, fast schon mit dem erlaubten Tempolimit. Aber auch dafür haben die PR-Leute von Audi einen grinsenden Konter auf Lager. „Na das ist doch fantastisch, dann sehen Sie mal wie gut der quattro Antrieb arbeitet.“ „Witzig!“ grummel ich entgegen und setze mir schon mal den Helm auf.

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Auch bei strömendem Regen, gibt das Ascari Race Ressort ein ganz besonderes Feeling wieder. Diese exklusive Rennstrecke ist für Normalsterbliche nicht zu erreichen. Und bei einer Aufnahmegebühr von geschmeidigen 150.000 nebst 10.000 Club-Beitrag im Jahr, darf man sich sicher sein, dass dieses Ressort ein exklusives Mekka für Liebhaber und Eigner exotischer Sportwagen bleibt.

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Dennoch habe ich nach Ausflügen mit dem M3 Coupé oder dem Audi R8 V10 wiederholt das Glück, diese Rennstrecke ohne die Aufnahmegebühr erleben zu dürfen. Das gibt einem ein wenig das Gefühl von schnorrender Hartz IV Empfängnis – aber wen juckt es? Die Strecke selbst ist gut ausgebaut und wartet mit Eigeninterpretationen der berühmtesten Rennstrecken der Welt auf. Multimillionär Klaas Zwart hat hier eine Art Disney World für gut betuchte Erwachsene aufgestellt. Für die liebe Mone war es übrigens das erste Mal überhaupt auf einer Rennstrecke. Wie sie sich dabei angestellt hat siehe hier:

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Nach nur sechs Runden auf der feuchten Strecke, heißt es schnell ab zum Flughafen. Audi hat es wirklich noch geschafft für seinen Charter ein früheres Zeitfenster zu bekommen. Also mit Vollgas ab zum Flughafen…. Leider! Dort angekommen bekommen wir die Tickets schon eiligst in die Hand gedrückt. Wenn das Einchecken doch immer so fix gehen würde. Keine zehn Minuten später sitzen wir schon im Flieger nach München.

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Dort angekommen wartet bereits ein Chauffeur mit dem Auftrag, uns nach Hamburg zu bringen. Als Gefährt steht uns ein Audi A8 3.0 TDI in der Lang-Version zur Verfügung. Es gibt durchaus Schlimmeres. Im Inneren verwöhnt uns das Interieur mit feinsten Materialien und hohem Luxuskomfort. Der V6 Diesel ist uns beiden ja schon von unserem Audi Mileage Marthon Trip im Q5 und A4 bekannt. Die Laufruhe wurde hier, dank der exzellenten Abdämmung, noch mal auf Perfektion getrimmt.

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Unser Chauffeur Norbert könnte eine Art bayerischer Jason Statham sein. Mit seinen stahlblauen Augen, markantem Gesicht und stämmiger Figur, würde er auch locker als VIP-Bodyguard durchkommen. Ein wenig Promi-Feeling strahlt uns auch entgegen, denn fast jeder riskiert einen Blick in den Fond der Limousine. Und zwar immer mit dem gleichen Prozedere. Erst ein kurzer „Checker-Blick“, dann wenn festgestellt wurde, dass da vorne ein echter Chauffeur sitzt, ein zweiter Blick in den Fond.

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Könnten ja Promis sein. Genauso witzig waren die Blicke beim Vorfahren auf dem McDonalds Parkplatz. Nach knapp acht Stunden und nur einer Tankfüllung kommen wir gerädert in Hamburg an. Nach so einer langen Zeit wird es selbst in einer Luxuslimo irgendwann einfach langweilig und ungemütlich. Immerhin wird zwei Tage später in den Nachrichten unsere Kanzlerin Merkel im Audi A8 gezeigt, die zusammen mit ihrer Delegation von Italien nach Berlin fuhr. Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Euer marioroman

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