Jump to content
EUROPAS GROßE
SPORTWAGEN COMMUNITY
Saphir

Erfahrungen mit Audi Sport Quattro

Empfohlene Beiträge

Saphir
Erster Beitrag:
Letzter Beitrag:

moin jungs! (hallo mädels ???)

wer von euch hat schonmal einen sportquattro gefahren oder besitzt gar einen? und wer hat schonmal einen S1 (also die rennversion des sport quattro's) in aktion gesehn?

also ich kann nur sagen, wer dieses mon´ster mal miterlebt hat vergisst jeden porsche, bmw oder ähnliches ganz schnell! auf der youngtimer rally köln-ahrweiler fuhr einer als vorwagen in den letzten 3 jahren mit und es war der absolute hammer! leider war im ersten jahr nach wp1 schluß, im 2. jahr sassen 2 graupen im cockpit und letztes jahr, wo mit gassner (glaub ich) endlich mal ein aktueller deutscher rallyprofi am werk war, war ich in indonesien praktikum machen! na toll! :smile: :smile:

aber wer mal sieht wie die karre abgeht!!! da hört mans nur noch krachen und pfeifen... :cool:

Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
HAPE
Geschrieben

Hallo

Ich persönlich, wurde vom Audi-Sport-Club-Schweiz im Oktober 2000 zu einem sehr, sehr selten und tollen Treffen eingeladen.

Einem Treffen, das vom Sport-Quattro Club initiiert wurde.

Das Treffen fand am 29.Oktober in Anneau du Rhin, auf der Rennstrecke statt.

Ein sehr grosser und ausführlicher Bericht zu dem Treffen:

 

Bin dort mit 2 SQ´s mitgefahren und dem Rallye Ur-Quattro A2 (10V Turbo mit 500PS). :grin: :grin:

Auch mit Alfons Hohenester bin ich ne Runde mit seinem sehr, sehr schnellen 400PS TT über die Strecke geflogen! :razz:

Es war ein unvergesslicher Tag, wir waren den ganzen Tag auf der Rennstrecke.

Danach, mussten die Bremse vorne/hinten und meine 4 Reifen erneuert werden :sad:

Steff
Geschrieben

Wir haben uns gestern mit Freunden die Jännerrallye in Österreich gegeben! Da sind (zumindest bis wir aufgrund der Kälte wieder abhauten) 2 Sportquattros (einer in der Rallyeversion) mitgefahren! Der Sound ist legendär. Wenn die Schalten zuckst du zusammen.

Die Kurve, in der wir standen wurde von jedem quer genommen :cool:

Da ist übrigens ein umgebauter Mini mitgefahren mit ca. 200PS bei ungefähr 600kg! Der ging ab .... :smile:

Ciao

Eye
Geschrieben

Hat zwar nichts mit dem Thema zu zum aber...

ss gibt doch auch diesen Rally Wagen, ich glaube das ich ein Lancia Delta :???::???::???: der auch Hammermäßig sein muß...

PS ohne ende... Ich meine der hat 2 Kompressoren und einen BiTurbo. Ich bitte um entschuldigung wenn ich mich vertan haben :mad:

The Doc
Geschrieben

Hab leider noch nie einen Sport Quattro oder gar einen S1 in freier Wildbahn gesehen oder besser gesagt gehört.

Kenne den Sound aber von vielen Video, einfach nur geil !!!!

HAPE
Geschrieben

@ The Doc:

Das wird auch schwer nen SQ zu treffen. Bei uns im kleinen Saarland hat nur der Herr Grossklos (grösster VW/AUDI-Händler im Saarland) einen, in ROT.

Früher als man noch in Saarbrücken durch die Bahnhofstrasse fahren durfte, sah man ihn öfter Samstags oder Sonntags, durchbrettern :grin: :grin:

Der fährt einen KKK28!! Gute 400PS :eek: :eek: :eek: :eek: .

Den S1 wirst auf der Strasse wohl nie sehen.... ist ein reines Rallyefahrzeug, das allerdings Strassenzulassung hat :razz: :razz:

CountachQV
Geschrieben

@Hape

mein Kollege Urs aus Zürich hat einen weissen Sport, er ist damals ins Kiesbett geflogen.

Ein heisses Auto und sehr sehr selten, da würde ich jeden Porsche dafür stehen lassen.

Ich muss mal mit ihm einen Termin ausmachen und mitfahren.

Raymond

HAPE
Geschrieben

Kann ich Dir nur empfehlen @ Raymond.... iss ein Erlebnis.

Für den würde ich auch nen Porsche stehen lassen!!

 

Viel Spass

Gruss Harry

Saphir
Geschrieben

ich finde besonders der sound ist erste klasse: der 5 zylinder turbo im S1 macht bei vollgas ein solches gebrüll und gekrache, es ist die helle freude!

wie steff wahrhaftig richtig beschreibt, zuckt man richtig zusammen, wenn der mal zeigt wo der barthel den most holt! tja, so siehddas aus ne :smile:

HAPE
Geschrieben

Hallo

Hier könnt Ihr Mal den Unterschied zwischen den einzelnen Varianten der Audi Quattro´s hören.

1. Der UR-Quattro

2. Der Sport-Quattro

3. Der S1

Viel Spass beim HÖREN

 

Gruss Harry

Audi80.ch
Geschrieben

@Eye

stimmt nicht ganz, also das wäre ein Lancia Delta S4, der hat für untenrum einen Kompressor und einen Biiig Turbo für Obenrum. Müssten 550-600 PS sein. Es fährt ein Schweizer gennat Raketen Bruno, der schlägt an Bergrennen alle Rekorde. Hab ihn leider noch nie in Action gesehen, wohnt aber in meiner Nähe.

@Harry

DAs hat sicher Spass gemacht, Tots hats mir ja erzählt und die Bilder und Videos auf seiner Page :smile:

taunus
Geschrieben

Den Raketenbruno kenne ich auch. Der fährt jedes Jahr bei uns unser Bergrennen mit. Die Kiste geht mordsmässig ab. Allein auf der Startgeraden (~600-700 m) nimmt er mit seinem Lancia einem Ex-DTM 190 Benz locker 2 Sekunden ab :eek: !

CountachQV
Geschrieben

Den Bruno kenn ich gut, sein S4 ist ein ehemaliges Strassenauto (Bordeaux-rot) dass er nach und nach zum reinen Rennwagen umgebaut hat.

Vor ca. 5 Jahren ist er in Les Rangiers sogar noch mit der Strassenautonummer während des Trainings herumgebolzt.

Beckers
Geschrieben

Es ist schön anzusehen welche Begeisterung ein Sport-Quattro noch aus üb. Ich bin im Vorstand des inter.Sport-Quattro-Clubs und suche ständig neue Fahrzeuge. Wir kennen ca.40 SQ´s und 3 private S1. Am besten schaut ihr mal auf unserer Homepage rein. Sehen könnt Ihr ca. 10-15 SQ`s im Sept.02 bei der Limes Rally nähe Altenstatt oberhalb von Frankfurt. Für spezielle Fragen e-mail an uns. Viel Spaß noch. Lothar

Gast HdR
Geschrieben

Ich hab einen gefunden!

Sport Quattro pur! :-))!

 

So ein Hammerteil! :-o

 

Bitte auf den Turbolader achten, da ist nur das Bypassventil schon größer als der gesamte Lader der heutigen Autochen! :wink:

Das ist noch ein wahres "Männerauto" und der Wagen hat in 25 Jahren quasi keinen Pfennig/Cent Wertverlust gehabt! :sensationell:

Ist das ne geile Kiste, ich hab schon wieder ne fette Entenpelle, wenn ich nur an den Klang des 5 Zyli. Motors und das

Gepfeiffe des Bypassventils denke, vom Fahrgefühl mit diesem Prachtauto mal ganz zu schweigen!! :-))!

Audi Sport Quattro, was sonst?

:D

Forex
Geschrieben

Ich durfte vor ein paar Jahren mal mit einem von Sportec getunten roten Exemplar mitgefahren. Die Leistung liegt bei 450 PS. Der erste Spurt im 2. Gang beeindruckte mich so stark, dass ich runterschauen musste, ob nicht doch der erste Gang eingelegt sei. Das Ding schob wie die Sau und röhrte dabei mit seinem unvergleichlichen 5-Zylinder-Sound, dass es die reinste Freude war! Jedem Schaltvorgang folgte ein Zischen, dann ein Brabbeln, danach ein Wimpernschlag lang ein Leistungsloch und wieder der berüchtigte Tritt in den Hintern! Ahh, wie ich das liebe!! :-o:-))!

Für mich als Verehrer der alten Turbotechnik ein Erlebnis allererster Güte mit einem Fahrzeug, welches sehr tiefe Spuren in der Automobilgeschichte hinterlassen hat!! Erst kürzlich durfte ich beim Bergrennen in Altbüron wieder eines bestaunen und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass mir nicht das Herz aufging! :-))!

patsnaso
Geschrieben

 

FerraristiV12
Geschrieben

Schreibe eine Antwort

Du kannst jetzt einen Beitrag schreiben und dich dann später registrieren. Wenn du bereits einen Account hast, kannst du dich hier anmelden, um einen Beitrag zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Restore formatting

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorhergehender Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.


  • Ähnliche Themen

    • URicken
      Hallo werte CP-Gemeinde,
      nun ist es fast einen Monat her, dass ich meinen R8 habe und möchte allen Interessierten mal meine ersten Eindrücke - Pro und Contra - mitteilen. Ich bin kein Techniker und kann auch niicht unbedingt mit Zahlen und Fakten aufwarten - aber das sollte hoffentlich nicht stören 😉
       
      Aussen
      Den R8 mit dem 630i zu vergleichen, wäre Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Liegen doch unterschiedliche Antriebs und "Beförderungs-"konzepte vor.
      Dennoch finde ich die Formensprache des R8 einfach gelungener als die des BMW. Der R8 verspricht von aussen eindeutig, was er hält, während der BMW von aussen sportlicher scheint, als er dann tatsächlich war.
      Mir gefallen beim R8 - entgegen meinen ersten Befürchtungen - gerade die Sideblades in eissilber ganz extrem. Sie geben dem Fahrzeug eine klare und saubere Trennung.
      Der unverbaute Blick von aussen auf den wunderbaren Motorraum trägt sein Übriges dazu bei, dem Auto mit seiner Formensprache eine Bestnote zu geben.
      Was mir überhaupt nicht gefällt, ist der schwer zu schließende Kofferraum. Es ist nicht möglich, den Kofferraum durch einfaches "Fallenlassen" des Deckels zu schließen - Du bist immer gezwungen, nach dem Einrasten manuell durch leichten Druck nachzuhelfen. Gerade bei mir als Ringträger - meine Frau würde mich töten, wenn nicht - ist da immer die Gefahr, dass ich mir Kratzer im Kofferraumdeckel einhandel.
      Ein weiteres "Manko" sind die Felgen, deren Felgenhorn weiter aussteht als die Reifen selbst. Dadurch habe ich mir gleich am ersten Tag die ersten Kratzer in der rechten vorderen Felge eingeheimst - ist zwar nicht tragisch aber ärgerlich!
      Der Sound der Auspuffanlage ist super - schön wären ein paar Dezibel mehr. Aber da möchte ich mich zum Wohle meiner Nachbarn nicht zu sehr beklagen. Die sind schon durch den Ferrari gestraft 😉
       
      Innenraum
      Der Innenraum ist - wie von Audi gewohnt - sehr aufgeräumt und solide. Die Sitze sind straff aber ich weiß schon jetzt, dass die Sportsitze sehr beim Ein- und Aussteigen leiden. Gerade beim Aussteigen mußt Du immer über die Seitenführung steigen und dabei quetscht Du natürlich die Seitenwangen. Ich bin mal gespannt, wann die ersten "Ermüdungserscheinungen" auftregen.
      Was mir - im Gegensatz zu BMW - überhaupt nicht gefällt, ist die Tatsache, dass der Schaltknauf des MMI vorne unmittelbar unter dem Bildschirm ist. Dadurch bist Du gezwungen, jedesmal die Sitzposition zu verändern, wenn Du irgendwelche Einstellungen vornehmen möchtest. Das war bei BMW eindeutig besser gelöst, da bei BMW das Funktionsrad immer so angebracht war, dass Du auch bei aufgelegtem Arm sofort einen Zugriff hattest.
      AUDI jedoch hat es super verstanden, die Menüführung so einfach wie möglich zu gestalten. Unter dem MMI hast Du 8 "Hauptmenüs". Sobald Du einen Menüpunkt aktiviert hast, hast Du an den vier Ecken jeweils Untefunktionen, die durch vier Schaltflächen, die um das Funktionsrad angebracht sind, sofort aktivieren kannst. Bei BMW mußtest Du gerade in der Anfangszeit mehr raten als benutzen.
       
      Bordcomputer
      Der Bordcomputer ist eine Schande für eine Marke, die suggeriert, Vorsprung durch Technik zu besitzen. Da ist BMW einfach super gewesen. Ich kann nicht verstehen, warum es AUDI nicht fertig bringt, die gesamte Funktionalität des Bordcomputers ebenfalls auf den Monitor des MMI zu bringen. Stattdessen werden alle relevanten Informationen über drei Wege in die Anzeige zwischen Drehzahlmesser und Tacho gebracht ;-(.
      Ausserdem ist der Abruf des Boardcomputers ein Witz. Ein kleines verstecktes Knöpfchen am Scheibenwischerhebel - und eine winzig kleine Wippe am Ende des Gleichen. Was soll denn dieser Blödsinn. Ich habe mich unsagbar geärgert, dass da mal wieder Ingenieure ohne Hirn und Verstand gearbeitet haben. Dämlicher kann es wohl nicht gehen. Statdessen verfrachtet man die Information über den Softwarestand des Fahrzeuges in einen weiteren Menüpunkt - SCHWACHSINN HOCH 3! Zum Kotzen!
       
      Soundsystem
      Das Bose-System ist der Hammer. Obwohl man ja in einem Auto nicht den Klangkörper eines Konzertsaals erwarten darf, zeigt Bose und auch die Toningenieure, dass es auch auf kleinstem Raum möglich ist, dem Fahrer das Gefühl zu geben, in einer Disco oder in einem Konzertsaal zu sitzen.
      Schade nur, dass AUDI nicht auch noch Klangmodelle wie BMW integriert hat. Das hat mir beim BMW sehr gut gefallen. Ob Konzertsaal oder Club. für drei Klangbilder gab es fest eingebaute Equalizer-Einstellungen. So etwas gibt es im R8 leider nicht. Stellt man sich jedoch realistisch dem Konzept des R8 wird einem auch sehr schnell klar, warum das da nicht hingehört 😉
       
      Wirkung
      Der R8 fällt unzweifelhaft auf. Ich fahre seit 1998 einen Ferrari aber was ich in der kurzen Zeit mit dem R8 erfahren habe, werde ich wohl mit der Diva aus Maranello so schnell nicht erleben.
      Gleich am ersten Tag - Auto mußte vollgetankt werden - kam die nette Dame aus dem Verkauf der Tankstelle heraus, um sich das Auto anzuschauen. Die ersten Worte waren: "Unglaublich, ist das etwa ein R8? Darf ich mir den mal anschauen?" Während der teuere Sprit in den Tank floss, habe ich der Dame das Fahrzeug gezeigt. Schade nur, dass sich diese Wirkung nicht im Preis für das Benzin widerspiegelte 😉
      Ein paar Tage später dann eine Menschentraube (Kids zwischen 14 und 19) vor unserem Haus um mal einen Blick auf das Auto zu werfen. Nachbarn, die staunend vor dem Auto stehen und zum Kauf gratulierten.
      Einmal ist auf der Landstrasse ein Päärchen in einem alten Opel Kadett hinter mir gefahren und hat wie wild Fotos von dem Auto geschossen. Und das obwohl die Windschutzscheibe eher wie Rauchglas von den Zigaretten aussah, die die beiden "verputzt" hatten.
      Gestern noch das Auto gewaschen und ein freundlicher Benzfahrer hat gesagt, dass er so ein Fahrzeug noch nie gesehen hat.
      Kinder, die sich gerne nur mal reinsetzen wollen
      Gerade vor dem Haus ein alter A6 mit einem jüngeren Fahrer, der im Schrittempo vorbeifährt und nur das Auto anschaut.
      Passanten auf Parkplätzen, die einfach nur so gratulierten und Aussagen wie:
      endlich mal ein richter Sportwagen  was ist das den für ein Auto. Habe ich noch nie gesehen  schöner als ein Ferrrari... usw. Der "Auffallfaktor" dieses Autos ist unglaublich - fast schon peinlich. Das können auch Wolfgang und Dieter so bestätigen (wenn Ihr euch noch an die freundliche Dame erinnert, die uns vor dem Hotel entgegen gekommen ist). Ich muss ehrlich sagen, dass ich so etwas mit dem Ferrari nur ganz selten erfahren habe.
       
      Verbrauch
      Wenn ich das Auto nicht so toll fände, würde ich AUDI tatsächlich wegen ihres "Normverbrauchs" verklagen. Wer sich tatsächlich auf so was verläßt, der ist verlassen. Den angegebenen Durchschnittsverbrauch schaffe ich selbst bei optimiertem Fahrverhalten NIE! Im Schnitt hat sich der Verbrauch bis jetzt auf ca. 16 L Super Plus eingependelt. Ich versichere, dass ich hier nicht mit 300 über die Autobahn jage oder mit Kavalierstart versuche, junge willige Dinger von mir zu begeistern - aus dem Alter bin ich übrigens auch aufgrund einer glücklichen Ehe schon längst hinaus. Selbst bei längeren Autobahnfahrten bin ich doch immer wieder entsetzt, wie schnell sich die Tanknadel (bei eimem 90 Liter Tank!) der Reserve zuwendet. Ich glaube fast, die beiden sind ein Paar und wollen nich lange so weit auseinanderstehen 😉
       
      Magnetic Ride
      Ich hatte mir eventuell mehr darunter vorgestellt bin aber dennoch begeistert, wie wenig Schwankungen das Auto bei Querbeschleunigung aufweist. James Bond könnte bei aktivierten Sportmodus ohne Probleme mit der einen Hand das Auto lenken während die andere den Martini hält. Es würde nichts verschüttet. Das Auto hält stabil die Waagerechte - UNGLAUBLICH!
       
      R-Tronic
      Es gibt hier Puristen, die einen Schalter jederzeit vorziehen. Ich definitiv nicht. Ich hatte auch schon im BMW das SMG und wußte genau, auf was ich mich da einlasse. Ich LIEBE die R-Tronic wenn sie auch bei einem Kick Down den klassischen Kopfwackler erzeugt - was soll's, da merkst Du halt, dass das Auto 420 PS hat. Die müssen ja irgendwie auf die Strasse gebracht werden. Da verrichten die unsichtbaren Helferlein für meinen Geschmack perfekt ihre Arbeit. Für mich war ein wichtiger Faktor, dass ich das Auto im Stadtbetrieb OHNE Rührstab wesentlich entspannter fahren kann.
      Wenn ich den Wunsch verspüre, das Auto manuell zu seinen Höchstgrenzen zu prügeln, steht mir WAHLWEISE die Schaltwippen oder der sehr gut in der Hand liegende Schaltknauf aus Edelstahl in der Hand. Wichtig dabei im Gegensatz zum Schalter - ICH KANN WÄHLEN!!!
      Meine Frau hat dieses Auto mittlerweile auch "lieb gewonnen". So viel PS, die so kultiviert auf die Strasse gebracht werden können, hat meine Frau nicht erwartet, als sie das Auto zum ersten Mal selbst gefahren ist. Es freut mich sehr, dass gerade meine Frau - die nun überhaupt nichts von Autos hält - so begeistert von diesem tollen Schmuckstück ist.
       
      Besonderheiten
      Ein paar Besonderheiten hat das Auto, die ich mir nicht erklären kann. Obwohl in der Betriebsanleitung steht, dass die SD Karten für MP3 bis zu max 4GB SD HC Karten verkraften, reicht es bei meinem Auto leider nur zu 2 GB SD Karten. Ich habe mir also eine 4 GB Karte "for nothing" gekauft.
      Nach der Fahrt durch die Waschanlage (die Puristen bitte nicht aufregen - es ist doch nur ein Auto!) ist mir aufgefallen, dass der Teppich über dem CD Wechsler komplett NASS war! Ich habe das gestern auch noch mal überprüft, da war aber alles wieder ok ;-(. Sehr seltsam
      Nach der Fahrt durch die Waschanlage bist Du auf Aussenspiegel angewiesen. Der Blick durch den Rückspiegel zeigt ein Dampfbad. Du kannst NICHTS mehr sehen. Auch die Heckheizung verschafft NULL Sicht. Erst das penible Abwischen mit einem Leder bringt wieder klare Sicht - SCHADE!!!
       
      Fazit - vorsicht: EMOTIONAL!
      Ich bereue es NICHT! Ich bin wie verrückt nach diesem Auto und es ist einfach nur geil, morgens um 4:30 Uhr aufzustehen und sich darauf zu freuen, dass Du gleich in dieses Geschoss steigst, um MIT FREUDE Deiner Arbeit nachzugehen. Wenn Du den Motor startest und der Sound von 8 Zylindern die Nachbarn aus den Betten scheucht; wenn Du auf der Autobahn mit 140 km/H fährst und ein plötzlich ein Mittelklassesportler hinter Dir dicht auffährt, gibst Du nur Gas und binnen Sekunden wird aus dem Auffahrenden nur noch ein kleiner Lichtpunkt der irgendwann mal verschwindet. Das macht süchtig ohne Ende und...
       
      ich kann dieses Gefühl jeden Tag auf's neue genießen.
      Der R8 ist die ideale Kombination zwischen Alltagssportler und "dem Besonderen". Er schafft es ohne Probleme, den Fahrer, Beifahrer und die Aussenstehenden, binnen Sekunden von sich zu überzeugen. Es ist immer wieder toll, mal einen vorsichtigen Blick an der Ampel auf die Insassen der Fahrzeuge zu werfen, die um Dich herum stehen. Unglaubliche Blicke von Kindern, neidische Blicke von den Vätern und bewundernde - auch ablehnende - Blicke von den Passanten.
       
      Ich danke dem Schicksal, dass es mir ermöglicht hat, so etwas erleben zu dürfen. Momentan macht die Arbeit Spass, weil ich weiß, dass sie es ist, die es mir ermöglicht, so was erleben zu dürfen. Einer meiner Antriebe für mein tägliches Schaffen steht nun vor meinen Haus und es dient jeden Tag auf's neue als Motivation für meine zukünftigen Pläne. Wann kann man das schon von mal von einem Automobil sagen 😉
      PS: Schöne Bilder habe ich leider immer noch nicht geschossen - mir fehlt einfach die Motivation, das Können und die Zeit dazu. Ich hoffe sehr, dass die Hoffotografen von CP in Salem dabei sein werden. Man sollte es den Profis überlassen, ein so schönes Auto geschickt in Szene zu setzen.
      Euch allen eine schöne und - vor allen Dingen - unfallfreie Zeit.
      Bis zum nächsten Mal...
    • Ultimatum
      der neue huracan evo löst je nach sprachregelung den nicht mehr gebauten performante ab. was kann er, was kann er eventuell besser, wie sind optik, performance, aerodynamic und interior, vor allem aber, wie fährt er sich?!
       
      ich hatte gelegenheit, diesen fragen bei ausgiebigen und freien runden auf dem red bull ring nach zu gehen. 
       
      bleibt dran, ich berichte in kürze. 
      hier schon einmal einige fotos. 





    • Andreas.
      Hallo zusammen,
      vielleicht gibt es hier am Board Langzeitnutzer des 550 Maranello und kann hier seine Erfahrungen teilen?
      Insbesondere, die sich beim mittlerweile 20-jährigen Klassiker gezeigten Schwachstellen, die realistischen Wartungsintervalle - z.B. Zahnriemen, Getriebeölwechsel - und welche Kilometerstände "bemerkenswert" waren hinsichtlich notwendigem Verschleißtausch, z.B. Federn/Dämpfer, Kupplung und wie hoch in etwa die Kosten hierfür waren/sind.
       
      Mir ist bewusst, dass Verschleiß stark nutzungsabhängig ist, aber der eine oder andere Hinweis könnte mir helfen. Vielen Dank in die Runde!
    • 806
      Vom 27.08.2009 (Datum der Einzelabnahme TÜV Nord) über den 03.11.2009 (Kaufdatum) bis heute sind 100.000 Kilometer an Straßen aller Qualität und auch unbefestigten Wegen „unter der 806 durchgekommen“. Am 7. April 2019 war’s so weit. 100.000 km.
       
       

       
       
      Sind manche mit Wiesmännern gefahren, ich aber mit einem. Manche haben auch viele Wiesmänner gefahren. Ich nur einen. Meinen. Deswegen trägt er auch meinen Namen statt "Wiesmann" auf dem Kofferraumdeckel. Er ist meine Idee eines Roadsters für alle Zwecke, bei der die Basis aus der Manufaktur in Dülmen stammt.
       
       

       


      Zeit, ein Resümee abzuliefern. Nicht das übliche Schwärmerische, sondern vor allem in Anbetracht der nurmehr als Gebrauchtwagen erhältlichen Fahrzeuge etwas in Richtung „und wie hat er’s ausgehalten?“ kombiniert mit „wie hast Du’s ausgehalten?“.

       
      Los geht’s!

      Das Lackkleid wird vor allem bei auch etwas schnellerem Einsatz allerorten leiden. Vorne besonders, aber auch an den Kotflügelverbreiterungen hinten. Steinschlag en Masse. Kein Wunder - der Lack ist nur quasi luftgetrocknet, das verhindert schon Widerstandsfähigkeit. Die netten „Schutzfolien“ sind zu klein, die Vorderräder schießen bis zur oberen Kotflügelkante den Straßensplitt hoch.

      Waschkratzer ist man selber schuld, Waschanlage habe ich einmal ausprobiert. Kann man machen, ist dann aber Mist, denn für Walzen und rotierende Bürsten oder Schleppvorhänge ist die Form schlicht ungeeignet.

      Um das Thema „Steinschlag“ abzuschließen: Die Frontscheibe ist spätestens bei 60.000 km fertig. Da sie sehr aufrecht steht, ist sie extrem anfällig. Da sie selten ist, ist sie extrem teuer. Und Werkstätten, die sie richtig einsetzen können und nicht mit dem Abschlußgummi hadern oder den Scheibenkleber eher grobschlächtig verschmieren darf man sich auch suchen … über weiteres schweigt des Sängers Höflichkeit.

      Das GFK der Karosserie ist extrem dick und damit auch erstaunlich robust. Wo andere Karossen Dellen im Blech bekommen, passiert eigentlich nichts. Man muß schon große Kräfte walten lassen, damit was bricht. Als „Preis, den man dafür zu zahlen hat“ sind die Spaltmasse selbst aus dem Weltraum noch zu sehen, denn zum einen ist die handwerkliche Fertigung nicht präzise genug und zum anderen bewirkt Temperaturänderung auch Größenänderung in einem Maße, das man von Blechautos nicht kennt. Seit der Sprühfolierung ist das nicht mehr so stark merkbar, vorher mußte man bei solchen Gegebenheiten öfter die Türscharniere nachziehen. Am MF3 ist das eine einfache Übung, alles gut zugänglich!

      Innen hat die 806 das „Serien-Standardleder“ in schwarz. Geschont wurde sie nicht, sie hat brütende Sonne in den Pyrenäen und auf Korsika, Dreck in Schottland, extrem viel Gepäck bis Portugal und viele Ausfahrten anstandslos ertragen. Alle Nähte sitzen, so gut wie nichts ist abgeschubbert (der weiße Keder seitlich an der Rückenlehne leidet an der Gurtdurchführung), nichts ist gebrochen.
       
       

       
       
      Tadellos. Dazu bis heute weich anzufassen und elastisch. Pflege? NIE mit „Lederpflege“, denn: Da ist kein Leder zu pflegen. Schwarzes Kuhleder gibt es nicht, die Haut ist gefärbt, die Oberfläche mit Kunststoff versiegelt. Daher: penibles Säubern - bei langen Ausfahrten im Zweifel täglich - vermeidet die Beschädigung der Beschichtung und erhält den Neuwagenlook. Alles andere ist teures Beruhigen der Nerven ohne sittlichen Nährwert. Lieber täglich mit einem sehr stark verdünnten „AllPurposeCleaner“ als quartalsweise mit Geschmier und „Ledergeruch“. Der bleibt nämlich bis heute auch so! Dem Lenkrad sieht man die Laufleistung an, das Leder ist glatt gegriffen. Weniger Kurvenfahrt mag da helfen …

      Die Abdichtgummis entlang des Schwellers überstehen unbeholfene Ein- und Ausstiegsmanöver dauerhaft nicht gut. Sie lassen sich zwar wieder in die Führung drücken, aber das Gezerre längt sie und sie werden immer leichter herausgerissen.

      Die Vorwerk-Teppichausstattung ist bestens in Form, selbst die arg strapazierte Fahrerfußmatte hat nur im Fersenbereich unterm Gasfuß an Profil ihrer Gummiauflage verloren. Halten locker nochmal 100.000 km. Kofferraum? Dasselbe - tadellos in Schuß. Dazu kommt, daß der Flor sich wunderbar saugen läßt. Wer einmal mit Nadelfilz rang, weiß das zu schätzen!

      Nicht alles Textile übersteht die Zeit so gut. Das Verdeck leidet. Stark und sichtbar. Mit weiter nachgebendem Gestänge läßt es sich immer „dichter“ zusammenlegen und das tut ihm nicht gut. Schabestellen und durchgedrücktes Material sind die Folge. Auch die vorderen Dichtgummis als Abschluß am Scheibenrahmen sind nicht dauerhaft, da ist nach zehn Jahren erkennbar aus optischen Gründen Ersatz gefordert. Dicht ist es bis heute. Der einfachen ungepolsterten Ausführung wegen nicht teuer ausnahmsweise, mein Sattler des Vertrauens schätzte ca. 1.500 €. Die Reißverschlüsse der Heckscheibe funktionieren nach wie vor und sind dicht.
       
       

       
       

       


      Und wieder ein Pflegemythos zerstört: Der Verdeckstoff ist so gut gefertigt, daß er keine „Verdeckimprägnierung“ braucht. Kein Ausblassen, kein Vergrauen. Das ganze Chemiezeugs kostet nur Geld und macht Arbeit - beim Auftragen und bei der späteren Pflege, weil der darin verklebte Dreck mühsam wieder ausgebürstet werden muß. Die 806 hat penible Reinigung mit extra beschaffter weicher Massagebürste (sonst sind die Borsten zu straff) und häufigstes Absaugen erlebt, außer den Schadstellen nichts. Der Heckscheibe hilft regelmäßiges Behandeln mit Sprühwachs - trotz sehr häufiger Öffnung ist sie klar und nur sehr leicht verkratzt.

      Die Instrumente tun ihren Dienst. Nicht immer genau, aber immerhin! Kühlmitteltemperatur wird ungeschickt am Zylinderkopfausgang statt Kühlereingang  gemessen, der Wert ist also etwas zu hoch im Vergleich zu üblichen Verfahren. 100° hat er selbst am Stilfser Joch nicht überschritten. Motoröl liegt jetzt auch bei schneller Fahrt nicht über 110°, da wirkt die von mir entworfene Unterbodenverkleidung zusammen mit dem größeren Ölkühler Wunder.
       
      Der unsäglichen Tachovoreilung (240 waren etwa 217 „echt“, jetzt sind’s laut Navi 232) habe ich abgeholfen durch richtige Übersetzung der Hinterachse (dazu komme ich noch) und die Wahl von größtmöglichen Rädern.  Nicht in der Breite (alles über 255 mm liegt nicht auf der Straße auf und ist nur fürs optische Beeindrucken gut, dafür rubbelt sich dann der Reifen innen viel schneller ab als außen), sondern im Durchmesser. 255/35 R 19 sind hinten drauf und 225/40 R 19 vorne. Again what learned: Die Hinterradgrößen von 275/30 R 19 oder gar 285/25 R 20 sind selten wie eine Blaue Mauritius und im falschen Moment einer Reifenpanne im Ausland tagelang nicht lieferbar. Die jetzigen Größen sind für die stark motorisierten BMW 3er/Audi A4/Mercedes C flott beschaffbar und bieten auch eine größere Auswahl an Marken.

      Mir gefallen die Dunlop SP Sport Maxx RT2 sehr gut, die Michelin Pilot SuperSport sind bei kühlerer Witterung sehr schnell sehr kalt im leichten Wiesmann und dann wird mir sehr schnell sehr warm, wenn sie nicht gut haften. Ist für Sommer-Gelegenheitsfahrer wurscht, aber wer weite und weiteste Touren in Europa fährt, sollte das bedenken. Auch naß sind sie nicht so der Hit, da sind die weniger spitz auf trockene sportliche Fahrt entwickelten Dunlops universeller und sicherer.

      Apropos: Die Reifen halten vorne quasi ewig, hinten je nach Schwere des Gasfußes. Ich erreiche hinten etwa 20.000 km, vorne wechsle ich nach der zweiten verschlissenen Hinterreifengarnitur. Sonst spinnt das ESP, weil die Abrollumfänge nicht mehr im Toleranzbereich liegen. Gefahren wird im Alltag mit einmal gedrückter Sport-Taste, sonst regelt das System schon bei einfachen Rechtskurven und greift ein. Der Sensor vorne rechts ist ungeschickt plaziert und schuld dran. Auch ohne ESP ist der MF3 verständig gefahren sehr gut beherrschbar (nach den Fahrwerksänderungen), paßaufwärts ist das meine bevorzugte Stellung. Natürlich ist er im Grenzbereich zickig: leicht, kurzer Radstand und wegen der Basis BMW E36/Z3 (!!) eigentlich vorsintlflutlich und veraltet, da "geht was", wenn was geht!

      Nur kurz gestreift: Die 806 ist ein 5-Gang-Handschalter. Das Differential habe ich gegen eine Drexler-Sperre getauscht, ich hatte nur die Serienausstattung mit 25 % Sperrwert anfangs und das ist bei forciertem Fahren nicht genug. Auch die werkseitig falsch übersetzte Hinterachse (eingebaut 3,46:1 - warum auch immer, in der Konfiguration nicht gewünscht und nicht enthalten) hat nun die passende längstmögliche Übersetzung von 3,23:1. Getriebe und Kupplung erfreuen sich bester Gesundheit, das Bedienen ist nach wie vor ein besonderer Quell der Freude. „Save the manuals!“

      Damit ist ja das nächste Thema berührt: Der Motor. Ein Trumm, sauschwer wegen Graugußblocks (selbst der Zwölfzylinder im 750i war leichter!). Ein Langhuber, der dennoch dreht wie verrückt für seine Zeit. Von Wiesmann künstlich gekappt, weil alle MF3 mit Ausnahme der CSLs nur das Mapping vom alten BMW Z3 M aufgespielt erhielten und deshalb zuverlässig um die 321-323 PS auf den Motorenprüfständen ablieferten. Jetzt nach Änderungen ein Dampfhammer, der ab 2000/min loslegt, ab 2500/min hart hinfaßt und in seiner jetzigen Abstimmung dennoch schon bei knapp 7000/min 350 PS liefert. Höher drehe ich eigentlich nie, dafür genieße ich die wunderbare Leistungsentfaltung, die keine Müdigkeit erkennen läßt. Pleuellager kamen neu nach 90.000 km vorsichtshalber (und unnötigerweise), die waren nicht angegriffen, die Tragschicht noch vollständig intakt.

      Mit der nachgerüsteten Airbox und optimiertem Mapping erreichte Markus Schmickler in der Spitze 365 PS bei 8080/min und ein Drehmoment von 366 Nm bei 4495/min. Das Drehmoment lag gleichmäßig über 320 Nm ab 2500 und bis 8000/min an statt vorher von 3500 bis 6500/min. Mit der hohen Maximaldrehzahl und der damit möglichen Verschleißerhöhung war ich noch nicht ganz zufrieden, die Leistungsentfaltung war schon unglaublich viel besser und die Fahrbarkeit durch das sattere Drehmoment deutlich verbessert.
       
       

       

      Bei der Firma Henni ließ ich weitere Optimierungen programmieren mit dem Ziel einer weiteren Verbesserung des Drehmoments bei Schonung im Spitzenbereich. Die Höchstleistung beträgt nun 359 PS bei 7700/min, das höchste Drehmoment aber 374 Nm bei 4600/min. Damit ist die Gesamtkurve wieder etwas gemäßigter und die Spitzenbelastungen bei Ausreizen der Verstellmöglichkeiten im VANOS sind gemindert. Das Ansprechverhalten ist beim Fahren gleich, nur ab etwa 7000/min fällt das Drehmoment nun stärker ab, so daß bei „Weiterorgeln“ über 7000/min keine wirklichen Leistungszuwächse mehr kommen. Diese Höchstdrehzahlen sind auch Höchststreß für alle drehenden Teile, von einer Absenkung auf sinnvoll zu fahrende 7000/min ergibt sich eine erhebliche Verringerung der mechanischen Beanspruchung.
       
       

       

      Warmfahren und Kaltfahren hilft der armen Zylinderkopfdichtung, die die unterschiedliche Ausdehnung von Graugußblock und Aluminiumkopf sonst nur unter Aufopferung ihrer selbst kompensieren kann. Sie hat bei sehr geringem Zylinderabstand nur ganz wenig Steg und wird dort deshalb besonders beansprucht. Durchs Zündkerzenloch endoskopiert: alles bene.

      Ölverbrauch? Zwischen den Wechseln keiner meßbar. Sprit? Zwischen 8,5 und 20 L/100 km ist alles drin. Normalerweise sind’s um die 10,5 bis 11 L/100 km. Stadt ist Gift, da fängt er das Saufen an. Dafür nehme ich ihn aber nicht, der Stadtanteil beträgt sicher weniger als 5 % der Gesamtlaufstrecke.

      Dem funzeligen Licht der kleinen Serienscheinwerfer versuchte ich, mit LED-Leuchtmitteln aufzuhelfen. Hell wird’s damit. Überall. Da der Reflektor nicht mehr zum Abstrahlverhalten der Leuchtmittel paßt - unkontrolliert und für Vorherfahrende mehr als störend. Bei Ausfahrten durfte ich mir ganz schön was anhören deswegen! Nicht umsonst ohne Zulassung. Wie alle Vielfahrer der MF3 es tun Abhilfe also durch H4-Leuchtmittel mit besserem Wirkungsgrad und mehr Lichtausbeute. Bosch und Philipps sind da gute Adressen und der Effekt ist schon deutlich merkbar. Die Rückleuchten sind mit LEDs erstarkt. Im heutzutage üblichen Lichtermeer an modernen Heckansichten mit Laufblinkern und sonstigem Unsinn geht man im kleinen MF3 sonst förmlich unter!

      Die Umbauten an der Karosserie mit Änderung der Stromversorgung auf LiFePO-Leichtbau-Batterien, die gescheiterten Versuche einer Klebefolierung (stattdessen jetzt satt sitzend und nahtfrei in originalem Farbton sprühfoliert), die Verkleidung des Motorraums und des Heckbereichs von unten, die dem BMW-Standard passend zum Motor entsprechende Aufrüstung der Kühlung sowohl für Wasser (mit stufenweise gesteuertem Elektrolüfter) wie Motoröl (mit fast viermal so großem Ölkühler statt des ab werk verbauten vom 286 PS-M3 ...) sowie die umfangreichen Modifizierungen des Fahrwerks bis zu komplett neuen Federbeinen vorne und die preiswerte Nachrüstung eines Tempomaten habe ich hier im Forum ja schon geschildert. Alles über zig-tausende Kilometer praxisbewährt, alles gut. Und die wesentlichen Schwächen des Autos sind gemindert oder abgestellt.

      Die sehr harte Fahrwerksabstimmung fordert bei flotterem Fahren auf nicht immer glattem Geläuf ihren Tribut: Die Fahrwerksteile verschleißen relativ schnell. Die Vorderachsträger (diese bananenförmigen großen Träger) sind Original-BMW-Teile und sehr günstig bei Lemförder zu beziehen. Bevor man sich an einem Traggelenk und dessen Ausbau lange versucht: Gleich ganz neu!

      An der Hinterachse ist die Erreichbarkeit mancher Verschraubungen unterirdisch. Durch das Gewirr an Lenkern und Streben erreicht man z.B. die Domlagerschrauben schier nicht und wenn, lassen sich die Schrauben nur mir Achtelumdrehungen lösen. Geduld und Spucke sind nötig!

      Die beteiligten Werkstätten kann ich hier auch zusammen auflisten:

      Fahrwerk/Bremsen: www.Rennfeder.de aus Helsa bei Kassel
      Motormapping: Markus Schmickler, Bad Neuenahr und www.henni-performance.de in Wernau
      Auspuffanlage: Stüber Auspufftechnik, Overath
      Sprühfolierung: www.cardip.de in Heilbronn
      Pleuellagerwechsel: Ralf Mork www.mw-perfomance.com in Rockenhausen (Pfalz)
      alles andere: mein Oldieschrauber des langjährigen Vertrauens aus Mutterstadt - im Vergleich zu "Fachwerkstätten" mit unbezahlbarem Wissen um Auto, Motor und Sport ...

      Eine teure Erfahrung: Winterfahrten sind wunderbar mit offenem Dach bei Schnee. Es ist eine Illusion, daß da nichts passieren könne von wegen „GFK-Karosse auf feuerverzinktem Rahmen“. Dieses Tun kostet ein korrodiertes Fahrwerk und eine ruinierte Bremsanlage! Diese Teile sind nach wie vor aus Stahl. Wie lernte man in Chemie? „Das Unedle opfert sich für das Edle.“ Stahl ist unedel, feuerverzinkt ist edel. Tolle Wurst! Achsträger, Wasserabweisbleche, Führungshülsen der Radbremszylinder - alles verrostet. Alles neu. Dabei flog die eigentlich sehr überzeugende MovIt-Anlage auch wieder raus. Lohnt nicht, weil’s fast denselben Effekt der besseren Reaktion und Dosierbarkeit durch viel billigere (und ich meine VIEL billiger) Maßnahmen erreicht wird: Zimmermann Rennbremsen, Seriensättel und Ferodo DS-Beläge bei Stahlflex-Bremsleitungen, dazu ATE-Rennflüssigkeit und alles ist gut. Sind sogar preiswerter zu haben als Ersatz der Serienteile. Verschleiß ist wegen des geringen Wagengewichts übrigens unglaublich gering auch bei flotterem Fahrprofil. Scheiben vorne können gut und gerne 100.000 km halten, Beläge ebenso.

      Ach ja - zu guter Letzt die Wartung.
       
      Ein sehr leidiges Kapitel, da sind manche Sünden unterwegs. Was da für teures Geld in „Fach“Werkstätten des In- und Auslands nicht oder falsch oder zu spät gemacht wird, ist teilweise ein Graus. Pannen bei "top-Werkstatt-scheckheft-gepflegten" Wagen wegen gravierendster Wartungsmängel sind erschütternd. Ich hielt mich an „wer gut schmiert, der gut fährt“ und veränderte die Arbeiten mit folgendem Schema:

      Motoröl neu alle 7.500 km oder jährlich, 5W40 Motul 300V jetzt, vorher Mobil 1 0W40, davor Mobil 1 5W50, das unsägliche alte Gebräu (Rezept aus den frühen 90igern ist sicher nicht mehr zeitgemäß) „Castrol 10 W 60“ nur anfangs. Ölfilter spätestens bei 15.000 km neu. IMMER den BMW-Originalfilter nehmen, kein Nachbau von Mann oder Hengst! Nur der Originalfilter hat eine Manschette ums Filterpapier, die Auseinanderdrücken der Lamellen verhindert und den Filtereinsatz damit druckfester macht.

      Getriebeöl alle 60.000 km neu (keine besonderen Anforderungen), Differentialöl alle 30.000 km. Das Differential wird sauheiß, da es nicht gut im Kühlluftstrom hängt und auch noch vom Auspuff gegrillt wird; deshalb das beste erhältliche von Castrol (heißt heute Syntrax) 75W140. Je öfter schnelle und lange Autobahnetappen anstehen, desto häufiger wechseln!

      Zündkerzen alle 40.000 km neu - NGK oder Bosch. Sind bei BMW sauteuer, im freien Handel für weniger als 40 € für den Satz (statt 120 € bei BMW) zu haben. Dabei gleich die Einzelzündspulen auf Korrosionsspuren an der Kontaktfläche prüfen - sonst funkt's trotz neuer Kerze nicht richtig!

      Kühlmittel und Bremsflüssigkeit alle zwei Jahre neu. Dabei auch Luftfiltereinsätze reinigen (Plattenfilter von K&N in der Airbox).

      Einriemen mit Riemenspanner und Umlenkrollen alle 50.000 km neu, die Spannrollen leiden immer und „sicher ist sicher“. Kostet nicht die Welt, beruhigt aber.

      Servolenkungsöl und Kupplungsflüssigkeit alle sieben oder acht Jahre neu. Ölist neu rot, nicht schwarz! Kostet um die 50 € mit Arbeit - die Servopumpe kommt auf 600 € plus Arbeit! Kupplungsflüssigkeit ist wie Bremsflüssigkeit, nur verträgt sie längere Betriebszeiten. Wasser ist Quell des Rostes und kostet Kupplungszylinder auf die Dauer.

      Ventilspiel ließ ich anfangs nach der Einlaufzeit kontrollieren und dann bei 50.000 und beim Pleuellagerwechsel nach 90.000 km. Unverändert. Ein Zeichen, daß Fahrweise und Wartung trotz allem materialschonend sind - ich vermeide aber auch das nach der Umprogrammierung unnötige volle Ausdrehen bis 8000/min. Maximal sind’s selten 7000/min, normal maximal 6000/min. Spitzenbelastung bringt nicht so viel mehr wie sie schädigt.

      Fahrwerksvermessung immer beim TÜV-Termin. Kostet nicht viel, dafür ist dann der Geradeauslauf immer untadelig und der Reifenverschleiß gleichmäßig. Wer’s beim Reifendienst machen lassen will: Die Werte entsprechen dem meist gespeicherten „BMW Z3 tief“. 100 € maximal.

      Was ging  kaputt?

      Eigentlich ehrlich gesagt fast nichts. Die Frontscheibe wegen Steinschlags. Kann das Auto grundsätzlich ja nix dafür. Der Auspuff war nach 50.000 km leergebrannt und fing an unerträglich zu dröhnen. Bei 3000/min fielen einem unterm geschlossenen Verdeck die Ohren ab. Durch neue Endrohre mit Schalldämpfern (individuell nach meinen Anforderungen gebaut) ersetzt, bei Konstantfahrt durch Totschallkammern etwas leiser als Serie und die Körper etwas verkleinert, so daß sie nicht mehr so oft aufsetzen.
       
      Die zweite Wasserpumpe ist immer noch spielfrei (sie muß nach meinem Umbau ja keinen am S54-Motor von BMW nicht vorgesehenen Viscolüfter zusätzlich bewegen, sondern einfach nur Wasser pumpen), Kupplung mit immer gleichem Druckpunkt, Getriebe leise und nach wie vor sehr fein zu schalten. Bremse spricht gut an, Verzögerung sehr gleichmäßig bei gleichmäßig steigender Pedalkraft. Abbremsung 55 %! Korrosion bin ich selber schuld, sie betraf die Fahrwerksträger vorne, die Verschraubungen hinten, die Verkabelung an der Batterie, die Bremsanlage und die Leitungen zum Lenkungskühler.

      Die Sitzheizung quittierte spektakulär ihren Dienst. Sie schaltete sich selber ein - natürlich sommers und bei großer per se herrschender Wärme. Sicherung gezogen und „Thema erledigt“ gedacht. Bis Markus Schmickler mich verzweifelt anruft und mitteilt, daß die 806 schier nicht sinnvoll abzustimmen sei auf dem Prüfstand, weil sie immer wieder völlig unplausible Werte zeige. Ob ich was an der Elektrik geändert hätte?? „Ich bin schon froh, wenn ich was mit Strom fehlerfrei schreibe!“ wollte ich antworten. Bis mir die Sitzheizung wieder einfiel. Lösung: Die ach so tolle selbstgefertigte Verkabelung der Manufaktur ist nicht so der Hit. Sie ist nicht sauber ausgeführt, teilweise werden nicht zulässige Lüsterklemmen (!!) verwendet. Direkt neben leistungsführenden Kabeln der Sitzheizung liegen haarfeinste Drähtchen für die Signale der Motorsteuerung. Als die Sitzheizung ihren Elektrogremlin entwickelte, indem sie einfach sanft anschmorte, ist der Kabelsatz der Steuerung angegriffen worden. In der Werkstatt fachgerecht korrigiert - Fehler weg. Sitzheizungen auch. Brauchen eh nur Weicheier.

      Zum Kapitel schlechte Ausführung der Kabel gehört auch, daß ich mich anfangs von der Motorkontrolle foppen ließ. Etwa alle 10.000 km reklamiert sie, daß ein Fehler vorliege. Manchmal auch öfter. Ausgelesen über OBD: „Fehler Heizung Lambda-Sonde Bank 2“. Immer. Immer wieder. Abhilfe 1: Sonde ersetzen. Teurer Spaß, habe ich zweimal gemacht. Nützt nur nichts. Fehler taucht wieder auf! Abhilfe 2: ignorieren. Schadet nichts, Motor startet und läuft wie immer.

      Erfahrung dazu: Scheint ein Fehler der Verkabelung zu sein. wenn’s feucht ist (oder ich den Krümmer ansprühe), ist der Fehler weg. Wundersame Heilung? Nein - die Autodoktoren bei Vox würden wieder sagen „Glaubste dat? DREI Lambdasonden für nix , dabei war et nur ein Fehler im Kabel!“ Leider ist die Verlegung auch nicht leicht zu erreichen, also lebe ich damit. Der TÜV mißt ja eh im Endrohr und da kommt nur Gutes heraus. Selbst jetzt  noch erreicht der Katalysator im Leerlauf ein CO von 0,2 % bei zulässigen 0,9. Lohnt sich, daß der teure M-Metallkat verbaut ist.

      In den letzten zehn Jahren und 100.000 km hat der MF3 an Reiz nichts verloren. Man ist vertraut, „anziehen wie einen Handschuh“ und los geht’s - auch auf weiteste Touren. Die konstruktiven Mängel habe ich für mich bestmöglich mit sinnvollem Aufwand abgestellt, sonst ist er im Allgemeinen grundsolide und erstaunlich haltbar. Das sorgt dann für Betriebskosten, die kein anderer Sportwagen dieser Leistungsklasse liefern kann.

      Wertverlust denken manche, komplett durch Wertgewinn ersetzen zu können - zu Mondpreisen kauft nur keiner einen MF3. Neupreis 120 k€ und nach acht Jahren 150 k€ verlangen - das ist Illusion. Dennoch ist für die Wagenklasse der Verlust sehr gering - was kein Wunder ist, denn er ist in der äußerst kompakten Form einzigartig und wie belegt haltbar, gebrauchstauglich selbst für Fernreisen und belastbar.

      So eine Wiesmann-Kappe mit bestimmt 70.000 "offen gefahrenen Kilometern" muß man sich erdienen!

       

       
       
       
      Markus
    • Pentium
      Hier starte ich ein Tagebuch meines frisch erworbenen SRTs.  Alle Höhen und Tiefen werde ich erbarmungslos offenlegen. Wer sich auch einen zulegen möchte, kann sich hier anfixen oder abschrecken lassen ….. auf geht’s:
       
      Es war einmal … quatsch - spontan hab ich mich am Samstagvormittag zu einem Wechsel von 3.0 CRD auf 6.1 HEMI entschlossen (danke DUH!), nun muss es aber schnell gehen, sonst zuckt der Schließmuskel und es wird wieder mal verschoben.
       
      Der nächstgelegen Interessante, der sich auch noch meinem Diesel annehmen möchte, steht bei einem Händler in gut 800km Entfernung ….. hmmmm … um 12:00 Uhr vollgetankt auf die AB - 800 km Richtung Norden  …..   so eine Geschichte darf nicht besonnen und gut überlegt starten….
      …. und um 20:30 Uhr schon wieder mit breitem Grinsen auf der Heimfahrt. Wie vom Verkäufer vorher gesagt, geht nach gut 200km die Motorkontrollleuchte an, den HEMI interessiert dies aber nicht im Geringsten, er marschiert tapfer brüllend über die A7….
       
      Nach weiteren  problemlosen 800 km Fahrt bringe ich ihn um 04:30 Uhr in die Halle. Den Durchschnittsverbrauch konnte ich zeitweise bei einem Schnitt von 120km/h von 17,5 auf 16,5 ltr. drosseln… Spaß geht anders…..
       
      Ein Auslesen gestern wies den Fehler P0430 „Katalysatoreffizienz (Bank 2)“ aus, einen Neuen gibt es von Magna schon um die 900€, verschieben wir auf den nächsten TÜV in 07/2020…..
       
      Viel schlimmer sind die Abrollgeräusche der abgefahrenen Winterreifen. Dafür gibt es am Montag neue Pirellis mit anschließender Fahrwerksvermessung.
       
      Am Dienstag wird dann noch das scheußliche ALPINE Doppel-DIN gegen ein Pioneer Z810 getauscht.
       
      Am Mittwoch darf der Dicke dann mit uns in den ersten gemeinsamen Urlaub in die Pfalz…
       
      Ein paar kosmetische Veränderungen stehen noch an, die Liste der gespeicherten Fehler muss noch reduziert werden….. ich werde be(r)ichten
       
       


×
×
  • Neu erstellen...