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Mr.Toretto

Erfahrungen mit Leasingtime.de / Leasingübernahme

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Mr.Toretto
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Hallo zusammen,

ich habe gerade etwas bei leasingtime.de rumgeschaut und muss sagen, da gibt es durchaus einige Interessante Angebote und Konditionen.

Nun meine Frage, hat jemand Erfahrung mit Leasingübernahme und Co?

Auf was sollte man achten? Wo können Fallstricke lauern?

Abgesehen von den offensichtlichen Dingen, wie keine Restkilometer, überhöhter Restwert etc.

Und allgemein, was denkt ihr, wie wird sich der Leasingmarkt im nächsten Jahr entwickeln? Werden die Raten noch weiter sinken oder werden die Hersteller aufgrund der derzeitigen Erfahrungen eher die Preisschraube nach oben drehen, um ihr Risiko zu minimieren?

Wer hat Erfahrungen mit Leasingtime?

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chip
Geschrieben

Und allgemein, was denkt ihr, wie wird sich der Leasingmarkt im nächsten Jahr entwickeln? Werden die Raten noch weiter sinken oder werden die Hersteller aufgrund der derzeitigen Erfahrungen eher die Preisschraube nach oben drehen, um ihr Risiko zu minimieren?

Schwere Frage, ich denke, dass die kurzfristigen Refinanzierungskosten im Bereich bis hin zu 3 Jahren mit der Zeit schon steigen werden und dadurch das ein oder andere Leasingangebot auf mitlere Sicht doch eher einen Tick teurer wird. Insgesamt ist das Thema Leasing im Vergleich der unterschiedlichen Anbietern mit den ganzen Vertragsextras und Abrechnungsmodellen nicht unbedingt so einfach zu vergleichen wie man es sich gerne wünschen würde. Dazu kommt noch, dass Restwertkalkulationen schnell mal von Gesellschaft A zu B anders ausfallen und natürlich hausintern bei den Herstellerbanken noch subventioniert wird.

LittlePorker-Fan
Geschrieben

Ein paar mir bekannte Fallstricke:

  • Bearbeitungsgebühren der Leasing-Bank bei Übertrag/Umschreibung des Leasingvertrags. Wer übernimmt diese? Wie hoch sind diese, falls man sie selber tragen muss? Usw. Gibts öfter Unklarheit.
  • Echte vertragliche Laufleistung, Laufzeit und Leasingsumme.
    Kommt öfter vor, dass der Anbieter schätzt, weil der ausscheidende Geschäftführer/Geschäftspartner etc. den Wagen noch fährt (meist der Grund warum Vertrag/Wagen weg muss).
    Bitter wenn alles abgewickelt ist etc. und man stellt zuhause fest, dass es ein 12.500 km/p.a.-Vertrag ist und kein 15.000er ... oder wenn man 150 Kilometer zurück legt um den Wagen anzusehen/Probe zu fahren und die Kiste hat 10tsd Kilometer mehr auf dem Tacho ...
  • Vollständiges Zubehör lt. Leasingvertrag - Dachboxen, zusätzliche Navi-DVD´s, Winter/Sommerreifen, zusätzliche Schlüssel usw. Heutzutage kann man ja alles (mit)leasen. Wenn was abgeht, wird bei Rückgabe/Leasing-Ende gerne der Neupreis als Ersatz berechnet (zumindest bei Schlüssel, selber schon erlebt).
  • Vorbeschädigungen, Ausbesserung dieser Beschädigungen, Tachowechsel - und weiß die Leasingbank auch davon?
Chief-Master
Geschrieben

Aktuell sind wir gerade vor der Entscheidung, welches Auto wir für meine Frau holen.

 

Jetzt habe ich natürlich auch bei Leasingtime geschaut und muss ehrlich sagen, dass bei manchen Angeboten es sich wirklich nicht rentiert, ein Auto zu kaufen bzw. zu finanzieren.

 

Konnte jemand von Euch schon Erfahrungen mit Leasingtime machen?

 

Parallel habe ich auch bei gute-rate.de geschaut. Gibt es da einen Haken?

matelko
Geschrieben
Am ‎31‎.‎01‎.‎2017 um 10:08 schrieb Chief-Master:

dass bei manchen Angeboten es sich wirklich nicht rentiert, ein Auto zu kaufen bzw. zu finanzieren.

Ein solches Geschäftsmodell basiert darauf, daß sich der Kunde sehr langfristig binden soll, möglichst über den aktuellen Leasingzeitraum hinaus. Zum Beispiel und unter anderem indem man für Leasingkunden (v.a. für gewerbliche Leasingnehmer) gleich eine äußerst günstige Versicherung und/oder die regulären Inspektionskosten inkludiert. Die dicke Überraschung und der Ärger kommen dann, wenn nach Ablauf der vereinbarten Leasingtime kein neues Auto mehr vom selben Anbieter geleast werden soll, dann wird beim zurück gegebenen Fahrzeug nicht mehr großzügig über "Kleinigkeiten" hinweg gesehen.

 

Davon abgesehen, Leasingübernahmen bzw. vorzeitige Ablösungen (Vertragsbeendigungen) sind immer teuer. Sehr teuer. Das ist doch nachvollziehbar, oder? Dazu bedarf es m.E. nicht viel Erfahrung.

Gast
Geschrieben
Am 31.1.2017 um 10:08 schrieb Chief-Master:

Gibt es da einen Haken?

Gegenüber dem (Eigen-) Kauf ergibt eine simple Plausibilitätsbetrachtung jedenfalls Anlaß zur Vermutung.

 

Den Liquiditätsvorteil des Kunden muss die Leasinggesellschaft schlucken oder finanzieren. Möglicherweise haben die bessere Konditionen, als Einzelkunden einer Bank. Zudem, das ist völlig legitim, verdienen sich Inhaber und Mitarbeiter von Leasingfirmen mit dem Biz. nicht nur ihre Brötchen, sondern möglichst auch ein bissl Wurst darauf.

 

Irgendwo muss dieses Geld herkommen, sicher nicht von Banken. Bei der Gesamtbetrachtung muss daher eine Art Mischkalkulation enthalten sein, wobei am langen Ende natürlich der Kunde letztlich für Brötchen und Wurst (sowie Liquiditätsvorteil) dann doch bezahlt und besser gekauft hätte (vorausgesetzt das Geld dafür liegt ansonsten nutzlos herum :D).

Ultimatum
Geschrieben
Am 21.3.2017 um 15:38 schrieb Jarama:

Irgendwo muss dieses Geld herkommen, sicher nicht von Banken.

die leasingunternehmen refinanzieren die einzelnen leasingverträge über banken. 

hugoservatius
Geschrieben

Leasing?

Nur etwas für Leute ohne ausreichende Liquidität.

Geborgter Wohlstand eben.

 

Kopfschüttelnde Grüße, Hugo.

Gast Move
Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb hugoservatius:

Leasing?

Nur etwas für Leute ohne ausreichende Liquidität.

Geborgter Wohlstand eben.

 

Kopfschüttelnde Grüße, Hugo.

Von Hugo zu Hugo quasi.

Das sehe ich nicht so.

Es gibt halt auch Leute, Firmen, die die Flotte in regelmäßigen Abständen austauschen.

Du verlierst innerhalb von 3 Jahren ungefähr zwischen 45 und 55% an Wert. Der BLP bei meinen Fahrzeugen beträgt in der Regel um die 90-95 T€.

Danach musst Du die Mühle mit der hohen Laufleistung auch wieder loswerden. Nicht ganz einfach, also zahle ich beispielsweise lieber etwas mehr durch die Leasingrate und bin den ganzen Ärger los.

Ein nach 5 Jahren abgeschriebenes Fahrzeug macht auch nicht mehr viel Spaß. Den will häufig keiner fahren. In der heutigen Zeit eh nicht. Heute fahren die 25 jährigen bereits 330/A4 oder 5er. Mit einem 5 Jahre alten Dienstwagen holst Du dir keinen neuen MA mehr ins Unternehmen.

Ich muss allerdings dazusagen, ich fahre meine Wagen alle im Schnitt um die 55 Tsd. KM. Lease mal 2 oder auch 4 Jahre.

Liquidität ist nur ein Vorteil.

Schau´ Dir doch diese bekloppte Dieseldebatte an. Schlimmer gehts nicht mehr. Wer einen Diesel vor Jahren ins Unternehmen gekauft hat und den jetzt verkaufen will, legt richtig drauf.

Beim Kilometerleasing hätte er jetzt weniger Probleme und 10 Scheine mehr auf dem Konto.

 

Meine Meinung zum Thema.

Hugo

erictrav
Geschrieben

Barkauf? 

Nur was für Leute die nicht rechnen können. :lol:

Lrasingtime ist nur ein Marktplatz,  die verleasen nicht selbst. Vor etlichen Jahren hatte ich da einen Porsche gefunden. Der Anbieter hatte ihn vom PZ Mainz. Den Vertrag und den Eimer habe ich dort übernommen. Das Auto würde geprüft, alles o.k.

Mach 14 Monaten hab ich ihn wieder ib Mainz abgegeben, keine Probleme.

So billig bin ich noch nie Porsche gefahren.

Da ich nicht mehr selbstständig bin, lease ich auch nicht mehr.

 

Bei Rückgabe gab es immer nur Probleme bei Audi/VW. Das ist bei denen Geschäftsprinzip.

Auch meine jetzigen Dienstwagen sind ja immer geleast, auch da merk ich das immer wieder.

 

Leasing kann sich lohnen  muss es aber nicht. Aber immer dran denken  Liquidität geht vor Rentabilität.

BE2014
Geschrieben
Am 1.5.2018 um 00:29 schrieb hugoservatius:

Leasing?

Nur etwas für Leute ohne ausreichende Liquidität.

Geborgter Wohlstand eben.

 

Kopfschüttelnde Grüße, Hugo.

Ich betrachte Leasing eher als verschwenderische Bequemlichkeit.

Barkauf ohne Finanzierung findet ja praktisch schon über 20k kaum noch statt, ab da beginnen die unterschiedlichen Finanzierungsformen.

Da unterscheide ich: 

Will man das Auto >3-4 Jahre fahren - dann macht Leasing eigentlich keinen Sinn, dann sollte man es normal finanzieren

Will man alle 3-4 Jahre ein neues Auto - dann macht Leasing ja durchaus Sinn.

Da wohl keiner mehr für sein Kfz ausgibt, als Leasingnehmer, könnte man in gewisser Weise meinen, dort sitzt das Geld am lockersten für Luxus. Und wieviel Vernunft sein muss, darüber lässt sich ja streiten.

 

Wolfgang1974
Geschrieben

Wir haben vor einigen Wochen dort ein Fahrzeug reserviert. Nach zigmal hinterher Telefonieren, hat uns ein Autohaus in Nürnberg endlich einen Leasingvertrag zum unterschreiben geschickt. Nach weiteren zigmal hinterher Telefonieren, hat uns das Autohaus mitgeteilt, dass der Leasingvertrag fehlerhaft war und uns einen neuen zum unterschreiben geschickt.  Nun sind wieder vier Wochen vergangen und wir haben immer noch keine Rückmeldung, ob der Vertrag nun in Bearbeitung ist oder nicht. Telefonische Rückrufbitten und schriftliche Anfragen (per Mail) werden bis dato ignoriert. Von Leasingtime selbst nimmt das Autohaus natürlich in Schutz und verweist ausdrücklich darauf, dass man ausschließlich für die Vermittlung des Leasingvertrages verantwortlich sei und für alles weitere der Händler verantwortlich ist. Unsere Bewertung: In der Schule würde der Lehrer den Fall sicherlich mit ungenügend Bewerten🤮

master_p
Geschrieben

Na der Stachel muss ja tief sitzen, wenn Du Dich extra dafür angemeldet hast, um in einem ein Jahre alten Thread einen Kommentar zu hinterlassen.

Leasingtime hat aber nunmal Recht, sie sind lediglich die Plattform, auf die Händler ihre Verträge einstellen können. Was soll Leasingtime machen bzw. welche Handhabe hätte Leasingtime ggü. dem Händler? Deine Erfahrung würde mich in erstmal nicht an Leasingtime zweifeln lassen, sondern würde mich dankbar zurücklassen, dass man schon im Vorfeld merkt, das ein Händler nicht sauber arbeitet. Andererseits muss man eben auch daran denken, dass in Leasingtime die Dinge drinstehen, die sich vor Ort nicht verkaufen lassen. Ergo ist die Priorität eine andere, als wenn jemand vor Ort einen Neuwagen leasen will. Dazu kommt, dass die Händler - wenn nicht der Käufer am selben Ort wohnt - nur den Vertrag abschließen und keinerlei Einnahmen über die Werkstatt generieren. Das ist nochmal weniger interessant für Händler mit angeschlossener Werkstatt.

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      7. Qualität (Innenraum, Geräusche, Verarbeitung, etc.): Keine Probleme. Selbst nach 6000 km klappert nichts im Innenraum obwohl ich immer im Corsa Modus fahre und das Fahrwerk entsprechend hart ist.
       
      8. Fahrwerk: Da ich vornehmlich im Corsa Modus fahre, befindet sich das Fahrwerk immer im sportlichsten Modus. Ja, es ist schon sehr hart aber ich liebe es. Genau so. Es dürfte weder härter noch weicher sein, meiner Ansicht nach ist die Härte perfekt, da auch auf schlechten Straßen das Auto in der Regel nicht springt bzw. aus der Spur gerät. Der Performante fährt sich wie auf den sprichwörtlichen Schienen, es ist einfach nur ein Vergnügen dieses Fahrzeug zu fahren, vor allem auf Landstraßen oder auf engen Passstraßen. Auf der Autobahn kann es schon mal mitunter vorkommen, dass das Fahrzeug bei einer größeren Bodenwelle "springt" aber die Lenkung fängt das ab, man spürt es kaum und es kommt auch nicht zum Versetzen oder irgendwelchen anderen unangenehmen Fahrreaktionen. Bei Tacho 290 fuhr ich mal über eine Bodenwelle und das Fahrzeug sprang richtig aber in der Lenkung spürte ich faktisch nichts, das Fahrzeug setzte wieder problemlos auf und folgte weiter brav der Straße. Kein Stress, wirklich gutmütiges Fahrverhalten. Nur mit dem Reifendruck muss man aufpassen, ist er zu niedrig kann man nicht zu schnell fahren (die Angaben im Bordbuch zum Vmax Luftdruck sind leider etwas schwammig) und ist er zu hoch, dann ist das Kurvenverhalten nicht so der Hit und die Reifentemperatur steigt deutlich über 70°C an, vor allem bei hohen Außentemperaturen. 
       
      9. Lenkung: Im Corsa Modus sehr direkt, angenehm schwergängig und mit einer messerscharfen Präzision. Da ich vornehmlich im Corsa Modus fahre, stört mich die dynamische Lenkung überhaupt nicht. Stöße von schlechten Straßen werden kaum in die Lenkung übertragen, was erstaunlich ist. Sehr gute Abstimmung.
       
      10. Reifen: Die serienmäßigen Pirelli PZero Corsa sind wirklich nicht übel, sie bieten vor allem bereits ab 30°C Reifentemperatur einen guten Grip. Ab 50°C legt der Grip nochmals deutlich zu, allerdings muss man auf öffentlichen Straßen immer bedenken, dass die Reifen nicht viel wert sind, wenn die Asphaltqualität nicht passt. Bei hohen Asphalttemperaturen kann es schon mal sein, dass der Asphalt etwas schmierig wird und die Reifen trotz hoher Temperaturen leichter Grip verlieren. Hier ist Vorsicht angebracht! Auch bei Nässe sind die Corsa nicht immer vertrauenswürdig. Wenn die Straße nass ist aber sich noch kein richtiger Wasserfilm gebildet hat, dann leisten die Corsa Reifen eigentlich eine ordentliche Arbeit bei Nässe. Wehe aber, wenn das Wasser steht. Dann fühlen sich die Corsa Reifen bereits bei 110-120 km/h schon unsicher an. In dieser Hinsicht sollte man auch mit dem Strada Automatikmodus und dem Kickdown aufpassen: Ich habe bei Nässe und etwa 100 km/h mal Vollgas (Kickdown) gegeben, auf gerader(!) Strecke und das Heck wollte partout ausbrechen, konnte es gerade noch einfangen. Wohlgemerkt: Im Strada Automatikmodus auf gerader(!) Strecke. Das ist mir bisher noch mit keinem Allradler passiert. Die optionalen Trofeo R Reifen wären, meiner Ansicht nach, für den öffentlichen Straßenbetrieb viel zu gefährlich und auch unsinnig.
       
      11. Navigations- und Unterhaltungssystem: Mittelprächtig. Das Navi funktioniert gut, besser als erwartet (auch im Vergleich zu dem modernen System im E63 S). Allerdings kann man keine eigenen POIs setzen (beim Audi R8 ist das möglich), leider. Die Bedienung ist mittelprächtig und wenn man im Corsa Modus einen Anruf bekommt oder auch nur mal kurz die Modi im System umschalten will, dann geht das leider nicht. Man muss hierzu immer auf den Sport oder Strada Modus umschalten, was ein wenig unverständlich ist. Das serienmäßige Soundsystem klingt gut und somit besser als gedacht aber selbst im Strada Modus ist das Geräuschniveau so hoch (Reifen, Wind), dass ein angenehmer Musikgenuss fast unmöglich ist. Wenn man die Anlage laut genug dreht, ist der Klang jedoch akzeptabel. Ich denke aber mal, dass man sich Sensonum ruhig sparen kann, da ich nicht sehe, wie der Sound aufgrund der Geräuschkulisse wirklich deutlich verbessert werden kann. Oder um es kurz zu machen: Das Navi macht Sinn, alles andere (bis vielleicht auf den Verkehrsfunk) eher nicht. Hätte ich nochmals die Wahl hätte ich allerdings sowohl auf Navi wie auch auf alles andere verzichtet. Man kann ein mobiles Navi installieren, das oft auch moderner ist und selbst Blitzerdaten bietet.
       
      12. "Neuralgische Punkte" am Fahrzeug: Die niedrige Fahrzeughöhe ist definitiv ein Problem. Wer sein Fahrzeug liebt, der sollte es auf keinen Fall tieferlegen. Der Lift ist ein Muss, ein Huracan Performante ohne Lift ist meiner Ansicht nach im öffentlichen Straßenverkehr nicht zu fahren. In Italien musste ich mehrmals während der Fahrt(!) den Lift aktivieren, da auf vielen Straßen künstliche "Bodenwellen" installiert worden waren. Ohne Lift hätte ich ein sehr großes Problem gehabt. Der Lift ist ein absolutes Muss!!! Auch bei Tankstellenausfahrten ist die Ausfahrt oft abgesenkt, so dass ich ohne Lift aufsetzen würde. Mir ist das ein einziges Mal passiert, es war kaum absehbar und dabei habe ich mir wohl die Gummilippe vorne etwas zusammengestaucht. Keine Ahnung was das Ding kostet und keine Ahnung, ob man das überhaupt wechseln muss aber es ist ärgerlich. Ein weiteres Problem sind die Felgen und der niedrige Querschnitt der Reifen. Man muss bei Bordsteinen aber auch bei kleinen Straßenschäden oder auch etwas abgesetzten Kanaldeckeln höllisch aufpassen. Eine Beschädigung kann teuer werden. Ansonsten ist der Performante wirklich alltagstauglich, die Übersicht ist gut und im Strada Automatikmodus kann man entspannt mit dem übrigen Verkehr mitschwimmen, wenn man denn mag.
       
      13. Öffentliche Wahrnehmung: Wesentlich positiver als ich dachte. Überall sehe ich nur Daumen hoch oder lächelnde Gesichter. Bisher habe ich in Deutschland(!) keine negative Erfahrungen gemacht, selbst nicht mit der lieben Polizei, die mich bereits zwei Mal angehalten hat (angeblich Lautstärke, beide Male). Dagegen war meine Erfahrung in Italien eher durchwachsen, entweder sind alle Italiener Ferrari Fans oder sie sind zu stolz. Einige Italiener taten ihre Begeisterung durch "Bella Macchina" und "Lamborghini" kund, andere fühlten sich offenbar eher provoziert und reagierten mit teilweise abenteuerlichen Fahrmanövern um mich zu überholen. Was ich in dieser Hinsicht erlebt habe, würde man in Deutschland wohl als kriminell bezeichnen aber egal, so ist das nun mal. Die größte Begeisterung kam von Touristen in Italien, vornehmlich Deutsche oder Skandinavier. Kleiner Tipp: Als Single kann man schnell sehr viele weibliche Freundschaften mit so einem Auto schliessen, meine Frau war da nicht so begeistert, meine Tochter schrie sogar einmal aus dem Fenster "er ist verheiratet", nachdem eine junge Blondine, die mit ihren Freundinnen über einen Zebrastreifen lief, die Bluse hoch nahm. 😂 Man hat auf jeden Fall viel (positiven) Spaß in diesem Auto, solange man kein Arsch ist und andere Leute provoziert. Wer natürlich an der Ampel mit dem Gas spielt oder mit 100 Sachen durch kleine Ortschaften rast, der darf keine Begeisterung erwarten. Ich habe auch absichtlich immer sehr viel Rücksicht auf Radfahrer und Fussgänger genommen, was offenbar gut angekommen ist. Irgendeiner muss ja Markenbotschafter spielen. 😉
       
      14. Kritikpunkte: Mir fallen eigentlich nur die Blinker sowie die Fensterheber ein. Keine Ahnung, wie man das Problem mit den Blinkern (am Lenkrad) lösen könnte, vor allem bei der Ausfahrt aus dem Kreisverkehr nerven die Dinger ungemein. Bei den Fensterhebern wäre das Problem leicht lösbar aber offenbar ist es Tradition, dass die Fenster beim Runterdrücken(!) hochfahren. Auch wäre ein digitaler Ölstandanzeiger wünschenswert, wie beim R8. Man muss beim Performante ja fast schon raten, wann aufgefüllt werden muss. 
      Die schwarz glänzenden Aussenspiegel lenken ein wenig beim Fahren ab, weil sich die Fahrtbewegung in ihren glänzenden schwarzen Rahmen spiegelt, so dass man aus den Augenwinkeln heraus manchmal den Eindruck hat, es würde sich etwas im Spiegel bewegen. Nicht wirklich ein Problem und ich habe mich daran gewöhnt aber vielleicht doch interessant.
       
      Fazit: Der Huracan Performante ist ein Traum. Ohne Wenn und Aber. Wer Sportwagen liebt, der wird dieses Auto vergöttern. Man kann es kaum besser machen. Selbst im Leistungsbereich würde ich mir nicht mehr wünschen, weil so eine Mehrleistung vermutlich nicht wirklich im Alltagsbetrieb besser fahrbar wäre. Der V10 Saugmotor ist einfach nur fantastisch, die Gasannahme perfekt und die Drehfreude jenseits von Gut und Böse. Vom Klang will ich erst gar nicht anfangen, hier fehlen einem die passenden Worte. Erneut muss ich das Wort infernalisch benutzen, mehr braucht man nicht sagen. Das ESP im Corsa Modus ist perfekt abgestimmt, bisher habe ich keinen Moment erlebt, in dem mich das ESP zurückhalten wollte. Wunderbare Abstimmung!
       
      Falls ihr irgendwelche Fragen zum Performante habt, meldet euch. Inzwischen, so glaube ich, kenne ich dieses Fahrzeug ganz gut. 





    • Andreas.
      Hallo zusammen,
      vielleicht gibt es hier an Board Langzeitnutzer des 550 Maranello und kann hier seine Erfahrungen eines Langzeittest teilen?
      Insbesondere, die sich beim mittlerweile 20-jährigen Klassiker gezeigten Schwachstellen, die realistischen Wartungsintervalle - z.B. Zahnriemen, Getriebeölwechsel - und welche Kilometerstände "bemerkenswert" waren hinsichtlich notwendigem Verschleißtausch, z.B. Federn/Dämpfer, Kupplung und wie hoch in etwa die Kosten hierfür waren/sind.
       
      Mir ist bewusst, dass Verschleiß stark nutzungsabhängig ist, aber der eine oder andere Hinweis könnte mir helfen. Vielen Dank in die Runde!
    • nero_daytona
      Ich habe vor ca. 1h meinen 992 Testwagen (S Cabrio) zurückgegeben, dem ich dieses Wochenende ca. 400 km die Sporen gegeben habe und habe eben meinen 991 wieder zu Hause geparkt.
       
      Was soll man sagen: Porsche hat es wieder mal geschafft - der 992 ist schneller, moderner, liegt satter auf der Straße, ist verwindungssteifer und das neue Navi ist eine Wonne. Aber der Reihe nach. Erstmal ein paar Minuten Rätseln: Ein Schlüsselloch gibt`s nicht mehr - wie startet der 992 bloß? Aah, links vom Lenkrad ist ein Drehschalter, der zum Start nach rechts gedreht werden will. Qualitätsanmutung im Innenraum: Hoch. Leder, ein gut aussehendes und sich gut anfühlendes, perforiertes Material das ich nicht einordnen und - billiges Plastik. Auch noch direkt auf dem Lenkrad. Gegen sows bin ich ja in einem Auto dieser Preiskategorie allergisch. Das Navi auf dem neuen Riesenbildschirm (Hallo Portofino!) lässt sich super einfach dirigieren, passt. Was ich noch nicht verstehe: Was ist der Unterschied zwischen der Sport-Einstellung im Bordmenü und der Sport-Taste? Machen die dasselbe? Jedenfalls wurde das Tastenmeer des 991 in der Mittelkonsole entschlackt. Ein Plus an Übersichtlichkeit. Geschätzt habe ich bestimmt die Hälfte der Tasten im 991 auch noch nie benutzt. Etwas Eingewöhnung braucht der neue Fahrmodi-Hebel, der nach oben und unten in 2 Stufen bewegt werden kann. Ich weiß bis jetzt nicht, warum das Auto manchmal den manuelen Modus beibehält und dann wieder auf Automatik steht, wenn man vorher den Rückwärtsgang betätigt hat.
       
      Sei`s drum: Los geht`s, erste Kilometer in der Stadt: Die Trambahnschienen, bei denen es mich im 991 jedes Mal gefühlt aushebt, schluckt der 992 als wären sie gar nicht da  Die Schaltpaddles drehen wieder mit - schade. Das Dach öffnet sich schneller aber auch viel abgehackter, ruckliger und rabiater als im 991. Ob das so auf lange Sicht hält? Egal, jetzt geht`s erstmal auf die BAB: Vorne frei also mal auf die Tube drücken: Die Turbos pfeifen - fast mühelos sprintet der 992 auf 270 Sachen und liegt dabei stets wie ein Brett auf dem Asphalt, wo im 991 doch die ein oder andere Bewegung der Karrosserie zu spüren ist.  Die kolportierten 3,7s auf 100 würde ich dennoch mit zumindest einem Fragezeichen versehen. Der 992 ist schnell, aber so schnell? Auch 450 PS können nicht hexen.
       
      Auf der Landstraße angekommen, erfeut weiterhin die unfassbar satte Straßenlage. Mühelos dirigiere ich den offenen 992er auch bis zu 200 km/h durch den Taunus und es ist kein unpassendes Karrosserie-Geräusch im Innenraum zu vernehmen.  Der 992 klebt auf der Straße wie Pattex und lässt sich durch bösartige Bodenwellen überhaupt nicht aus dem Konzept bringen. Die Lenkung ist so direkt, da kann man fast schon von Perfektion sprechen, toll!
       
      Kommen wir nun aber zum großen Manko: Dem Sound. OK, ja Turbo. Aber ich hätte dennoch nicht erwartet, dass man dem 992 so alles aberzieht was im 991 (dem Sauger natürlich) stets ein breites Grinsen auslöst. Die Performance wird schon fast mit McLaren-hafter Nüchternheit dargeboten. Bis 50 km/h tut sich da noch am meisten, aber dann: Kein Backfire wie im 991, keine Boxer-Drehorgie. Am deutlichsten merkt man es im Tunnel. Derselbe Tunnel mit 992 und 991 durchfahren - ein Unterschied wie Tag und Nacht. Der 991 macht da schon fast Spektakel wie der Ferrari 458 (nein, natürlich nicht, das ist nochmal eine andere Liga!). Ja und der 992 ist halt einfach schnell.
       
      Jeder kann das natürlich für sich bewerten aber für mich wiegt das Thema Sound so schwer, das es alles was der 992 sonst besser macht als der 991 (und das ist ja im Endeffekt fast alles) konterkariert. Ich würde Stand jetzt nicht wechseln.
       
       


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