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RS6 von 2004 aus erster (Geschaeftsfuehrer) Hand - Worauf achten?


Walter Sobchak

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Hallo zusammen,

Beim Gebrauchtwagen-Haendler hier um die Ecke ist letzte Woche ein RS6 Avant aus Berlin auf den Hof gefahren. Rein interessehalber bin ich mal hingegangen und habe mich erkundigt ob sie den auch verkaufen, weil noch keine Preisauszeichnung dran war. Erste Worte des Haendlers: "Der hat 450 PS, das wissen Sie?" mit einem Grinsen. Er merkte schnell, dass ich mich ein bisschen mit dem Auto auskenne (langer Traum und Kaufwunsch bei mir) und so kamen wir ins Gespraech.

Der Wagen haette 132tsd km drauf, waere aus erster Hand von einem Geschaeftsfuehrer (wie der wohl die Turbos behandelt hatte?), Zahnriehmen neu (Wasserpumpe weiss ich nicht, muss ich fragen), gelochte Bremsen (wobei er behauptet Ceramic, 900 Euro das Stueck weil er Beziehungen habe) und dieses Luftfahrwerk. Und dann begannen auch schon die Probleme. Das wuerde er jetzt erstmal von Audi reparieren lassen, da sie dazu selber keine Werkzeuge haetten. Dann verriet er mir noch, dass im rechten Teil der Auspuffanlage ein klappern innen zu hoeren sei. Das muesste auch noch gemacht werden. Ausserdem sei etwas Rost an der linken Auspuffendkappe fuer mich sah es aber einfach wie durch die Abgashitze entstandene Verfaerbungen aus.

Ansonsten aussen wie innen sieht der Wagen top gepflegt aus. Im Motorraum ueberall Carbon (wers braucht) und am Lenkrad "F1"-Schaltung, die ich nicht brauche, aber der Haendler gerne erwaehnte. Er entschuldigte, dass er das Auto noch nicht habe reinigen koennen, es war fuer meinen Geschmack aber schon sehr sauber. Auf der Fahrerseite an der Tuerverglasung klebte noch ein Barcode Aufkleber (was hat das zu bedeuten?).

Der Vorbesitzer liebte das Understatement wohl sehr und hatte am Heck das A6 Typenschild angebracht. Sind auch nicht sonst die Bremssattel des RS6 rot mit weisser RS6 Schrift? Bei dem Auto sind sie alle schwarz lackiert.

Kaufpreis 21.000 Euro.

Als ich am Abend nochmal vorbeiging war sein Bruder dann da und gab etwas traurig zu, dass sie das Auto eigentlich garnicht direkt weiterverkaufen wollten, sondern er es eigentlich erstmal selber fahren wollte. Aber da sein Bruder nun schon das "Angebot" gemacht hatte. Das kann natuerlich auch ne Masche sein.

Ich hatte jedoch erstmal den Eindruck, dass mir der Haendler nichts verschweigen wollte. Er hat ja sogar die problematische Auspuffanlage erwaehnt und die selber zu reparieren kann teuer werden (6000 Euro).

Jetzt muss ich noch herausbekommen ob mit den Turbos schon etwas gemacht wurde. Nur ist das natuerlich schwer herauszufinden. Ich kann auch die Unterlagen des Wagens beim Haendler einsehen und eine Probefahrt ist auch kein Problem.

Bevor ich mich ueberhaupt weiter damit befasse, wollte ich mal hier die (schon RS6 fahrenden) fragen:

1. Generell Finger weg von so einem alten (Sport-)Auto? Ich fahre selten mehr als 10.000km im Jahr.

2. die ueblichen A6 Maengel: anbackender Heckscheibenwischer (wie teste ich das), Rost an der Dachkante (nix gesehen), undichte Klimaschleuche und was sollte ich noch ueberpruefen?

3. Der Preis scheint mir etwas zu billig zu sein.

4. Ne Gebrauchtwagen-Garantie wird es wohl nicht geben, habe ich aber noch nicht gefragt.

5. Worauf sollte ich beim durchsehen der Unterlagen achten? Ich denke es war kein Leasingfahrzeug, koennte man das aber in den Unterlagen auch sehen?

6. Ich wollte den Wagen zur Dekra fahren und durchchecken lassen, wenn es der Haendler zulaesst, ansonsten im Rahmen der Probefahrt. Wie lange dauert das?

Ich habe noch nie einen Gebrauchten gekauft, und schon garnicht von solch einem Kaliber. Etwas riskant scheint mir die Sache schon zu sein. Aber einen RS6 war schon immer mein Traum, und lange wird es diesen Bi-Turbo ja nicht mehr geben und wenn, dann mit noch deutlich hoeherer Laufleistung.

Vielen Dank fuer Eure Hilfe!

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Geschrieben

1. Solltest finanziell schon ordentlich aufgstellt sein, RS6 ist aber meistens keine große Zicke, bei 10tkm wird Dich auch der Realverbrauch von 16-20 Litern nicht stören.

2. Die üblichen A6-Macken und deren Beseitigung sollten dich nicht weiter stören, peanuts.

3. Der Preis ist so naja, für 20k bekommst du schon RS6 unter 100tkm.

4. Vielleicht will sich der Händler vor seiner Gewährleistung drücken und "im Auftrag" verkaufen, wird aber nichts, da Vorbesitzer kein Privatmann. Gewährleistung/Garantieversicherung mußt du halt verhandeln.

5. Wo ist das Problem beim Leasingfahrzeug? Viel wichtiger sind die Audi-Kundendienste im Scheckheft. Lückenlos.

6. Kannst natürlich zur Dekra, TÜV, Gutachter oder auch zu Audi selber fahren und den Wagen durchchecken lassen. Ich würde Audi empfehlen, die können auch die Reparaturhistorie auslesen, wenn du ganz lieb BITTE sagst. Der Verkäufer wird gegen einen solchen Check nichts einzuwenden haben, wenn er nichts zu verbergen hat.

Natürlich ist die Sache riskanter als ein Polo TDI mit 4-Jahresgarantie, aber schon ein Riesenspass.

Fahrwerk (Dynamic Ride funktioniert mit Öl nicht Luft) würde ich übrigens explizit NICHT bei Audi reparieren lassen, sondern gleich bei MTM ein Ersatz-Gewindefahrwerk -speziell für den RS6 entwickelt- einbauen lassen. Sonst ewige Baustelle. Und wenn du schon da bist, lass dir den hauseigenen Klappen-Auspuff drunterbauen, ist auch nicht teurer als das Audi-Orignalteil. Klingt aber viel besser. Nämlich so:

:-))!:-))!:-))!

Geschrieben

Der RS6 hat drei größere Probleme. Und wenn man sich etwas damit auseinandersetzt, hat man das Gefühl, die Frage ist nicht ob, sondern wann sie auftreten.

1. Die Turbos

Ist soweit ja eigentlich kein Problem, die Turbos halten nun mal nicht ewig. Es kommt, wie du schon sagst, darauf an, wie der Vorbesitzer damit umgegangen ist. Wenn es noch die ersten sind, würde ich sagen, dass er schon halbwegs vernünftig gewesen ist.

Das Traurige ist ja, dass der Austausch sehr arbeitsintensiv ist ...

2. Das Fahrwerk

Auch bei kleineren Lecks ist man sehr schnell im vierstelligen Bereich. Wenn man Pech hat, kann man eine Dauerbaustelle erwischen. Die beste Alternative wäre, wie schon erwähnt, wohl ein Gewindefahrwerk (2500-3000 + Einbau).

3. Das Getriebe

Das Getriebe ist leider etwas unterdimensioniert. Zudem werden die Autos ja gerne gechipt, oft ohne die Getriebesoftware anzupassen.

In einschlägigen Foren gibt es genug Threads zum Thema: „Wie lange hat dein Getriebe gehalten?“.

Kenner schwören darauf, dass das Getriebeöl unbedingt regelmäßig gewechselt werden muss. Leider hat es kaum einer gemacht, da es nicht vorgeschrieben war, bei anderen Modellen mit demselben (na gut, sind schon paar zusätzliche Lamellen drin) Getriebe (W12) hingegen schon.

Bei einer Probefahrt würde ich darauf achten, ob die Gänge beim Herunterschalten bzw. Ausrollen kräftiger reingehauen werden. Das scheint eins der Symptome zu sein.

Ansonsten ein tolles Auto :wink:

Und natürlich kann man auch ein problemfreies Exemplar erwischen.

PS: Wenn du privat kauft, hast du die Gewährleistung sowieso, ob der Händler es will oder nicht ...

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