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Lehrer werden...


Felix

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Geschrieben
Dennoch hatten ausnahmslos alle in irgendeinem Detail einen an der Klatsche.

Sind wir nicht alle etwas BLUNAO:-)

So viel Phlegma kann niemand haben, damit es für ein ganzes Lehrer-Berufsleben reicht.

Aber vielleicht Engagement?

...daß es auch genauso viele Leute gibt, die sich sicher sind, ich hätte einen an der Klatsche ...

Das stand hier ebensowenig zur Diskussion wie in Zweifel!O:-):-))!O:-):-))!:D:lol:X-):-))!:-o:D

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Geschrieben
Ja, letztlich kommt man immer wieder aufs klassische Familienmodell zurück.

Man kann dies anführen und das und warum es heute nicht mehr so läuft wie früher - aber es gibt einfach nichts besseres.

Das ist meine feste Überzeugung.

Gruß,

Markus

Ich bin mir da nicht so sicher, Ganztagsschulen und andere Betreuungsmöglichkeiten müssten aber da sein. In anderen Ländern funktioniert es ja auch (z.B. Skandinavien)

Bei einigen Familien ist es vielleicht auch gar nicht so schlecht wenn sie länger in der Schule sind als Zuhause X-)

Ganz nebenbei haben wir den Thread gekapert, ich glaube das war nicht im Sinne des Threaderstellers :D

Edit: Etwas blöd formuliert, ich bin mir aber klar, dass Skandinavien kein Land ist :-)

Geschrieben
Ganztagsschulen und andere Betreuungsmöglichkeiten müssten aber da sein.

Ich bin jedenfalls froh, dass ich da als Kind nicht hin musste.

Gruß,

Markus

Geschrieben
Ich bin jedenfalls froh, dass ich da als Kind nicht hin musste.

Gruß,

Markus

Welche Alternativen gibt es denn da? Man muss ja auch bedenken, dass es sich nicht alle Familien leisten können, nur mit einem Teil arbeiten zu gehen.

Geschrieben

Sorry, wer den Beruf des Lehrers nur auf Vorraussetzungen, Dauer, Kosten, Gehalt und Rente umlegt, der hat den Beruf Lehrer einfach nicht verstanden und sollte diesen auch nicht ausüben! :evil:

Geschrieben

Ich weiß nicht, welche Alternativen es gibt. Jeder muss sich halt das raussuchen, was ihm persönlich am geeignetsten erscheint.

Alle über einen Kamm zu scheren finde ich jedenfalls grundsätzlich schlecht.

Also zu sagen: Ihr MÜSST jetzt alle in die Ganztagsschule und ihr MÜSST alle in die Gesamtschule. Bin ich dagegen.

Was mich selbst angeht, versuche ich einfach, so viel Geld zu verdienen, dass es für die Familie reicht. Wie es früher auch selbstverständlich war. Mag natürlich mal besser klappen, mal schlechter.

Aber früher flog der "Normalbürger" eben auch nicht mehrmals im Jahr in Urlaub oder ging dauernd in Restaurants. Und hatte auch nicht mehrere Autos. Manchmal sogar kein einziges.

Gruß,

Markus

Geschrieben
Ich weiß nicht, welche Alternativen es gibt. Jeder muss sich halt das raussuchen, was ihm persönlich am geeignetsten erscheint.

Alle über einen Kamm zu scheren finde ich jedenfalls grundsätzlich schlecht.

Also zu sagen: Ihr MÜSST jetzt alle in die Ganztagsschule und ihr MÜSST alle in die Gesamtschule. Bin ich dagegen.

Was mich selbst angeht, versuche ich einfach, so viel Geld zu verdienen, dass es für die Familie reicht. Wie es früher auch selbstverständlich war. Mag natürlich mal besser klappen, mal schlechter.

Aber früher flog der "Normalbürger" eben auch nicht mehrmals im Jahr in Urlaub oder ging dauernd in Restaurants. Und hatte auch nicht mehrere Autos. Manchmal sogar kein einziges.

Gruß,

Markus

Nur Leben wir halt im heute und die "guten" alten Zeiten sind vorbei.

Geschrieben

Ich denke, man sollte die Diskussion etwas versachlichen (in so einem Leher-Thread fange ich jetzt tatsächlich mit der Groß- und Kleinschreibung an!!!), als mittelmäßiger Schüler an einer zwar renommierten aber nicht wirklich guten Schule habe ich extrem schlechte Erfahrungen, insbesondere mit jüngeren Lehrern, gemacht, die dann auch noch großen Wert darauf legten, daß ihre Schüler sie dutzten.

Diese Erfahrungen setzten sich dann fort mit den Mitschülern, die dann Lehrer wurden, vorwiegend wegen der vielen Ferien und dem, Zitat eines Mitschülers, "lauen Lenz". Der Typ ist natürlich Studienrat geworden, hat einen Toyota Schlagmichtot und einen Wohnwagen. Jedem das seine, aber den Kindern bitte nicht solche Pauker.

Da waren mir die (wenigen) alten Lehrer, die ich hatte und die besonderen Wert auf Disziplin und Leistung legten, sehr viel lieber.

Das ist sicher das Problem am Lehrerberuf:

In den seltensten Fällen fühlt sich heutzutage jemand dazu berufen, Lehrer, ein guter womöglich noch dazu, zu werden, sondern - wie bei meiner geschiedenen Schwägerin - ergreift diesen Beruf wegen der vielfältigen, hier bereits diskutierten, vermeintlichen, Vorteile.

Eigentlich müßten die klügsten, fähigsten und besten eines Jahrgangs Lehrer werden, stattdessen werden es heute nur die unentschlossensten und zögerlichsten.

Ich bin mir ziemlich sicher, daß mein alter Latein- und Philosophielehrer hier nicht mitliest, aber ihm würde ich schon gerne einmal Danke sagen, aber eigentlich nur ihm.

Gruß, hs.

Geschrieben
Nur Leben wir halt im heute und die "guten" alten Zeiten sind vorbei.

Dann musst Du halt auch irgendwie sehen, wie Du heute zurechtkommst.

Ich sage nur, dass es nicht das Patentrezept für alle gibt.

Gruß,

Markus

Geschrieben
Eigentlich müßten die klügsten, fähigsten und besten eines Jahrgangs Lehrer werden,

Das liegt meiner Meinung nach zum einen daran, dass man anderswo mehr verdienen kann (wenn auch deutsche Lehrer im internationalen Vergleich noch ziemlich gut da stehen, als Beamte ohnehin) und zum anderen am mangelnden Ansehen des Berufs. Und da glaube ich halt, dass die Haltung der 68er in der Tat viel kaputtgemacht hat.

Natürlich war früher nicht alles toll und es gab auch Auswüchse in die eine oder andere Richtung. Aber das Sozialprestige eines Lehrers zumindest in unserer ländlichen Gegend war doch höher, glaube ich.

Man hatte zwar nicht viel Geld, war aber doch irgendwie noch eine Respektsperson.

Gruß,

Markus

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo Felix,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben
[viel Text]

Eigentlich müßten die klügsten, fähigsten und besten eines Jahrgangs Lehrer werden, stattdessen werden es heute nur die unentschlossensten und zögerlichsten.

Ohne die anderen Posts gelesen zu haben, muss ich sagen, auch wenn ich jetzt nach einigen Jahren zurück auf meinen Abijahrgang schaue, du sprichst mir aus der Seele !

Geschrieben
Was mich selbst angeht, versuche ich einfach, so viel Geld zu verdienen, dass es für die Familie reicht. Wie es früher auch selbstverständlich war. Mag natürlich mal besser klappen, mal schlechter.

Aber früher flog der "Normalbürger" eben auch nicht mehrmals im Jahr in Urlaub oder ging dauernd in Restaurants. Und hatte auch nicht mehrere Autos. Manchmal sogar kein einziges.

Dies findet zu 100% meine Zustimmung, für mich kommen eigene Kinder auch nur in Frage, wenn dieses konservative Weltbild absolut sicher gestellt ist.

Nur Leben wir halt im heute und die "guten" alten Zeiten sind vorbei.

Eben, der Umkehrschluss bedeutet halt: keine Kinder. Ich möchte meine eigenen Kinder mehrheitlich selber prägen und erziehen, das Risiko diese Verantwortung an sogenannte Pädagogen zu delegieren, um ein höheres Familieneinkommen zu erzielen, würde ich niemals eingehen.

In meinem Umfeld gibt es sehr viele ehemalige Internats-Schüler, diese weg-geschickten Kinder haben das größtenteils negativ in Erinnerung, so was würde ich meinen Kindern nicht antun wollen.

Geschrieben

ging's jetzt um "Wie wird man Lehrer, was kost des, ..." (siehe TE-Post) oder

"meine schlimmste/schoenste Lehrererinnerung"? *duck*

Geschrieben

Es geht einzig und alleine darum Felix diesen Blödsinn auszureden... X-)O:-)

Geschrieben
Wie kann man nur auf so eine Idee kommen... :crazy:

Ich finde den Beruf objektiv sogar ziemlich ansprechend:

– der Arbeitsmarkt ist sehr, sehr gut

– der Beruf ist krisensicher

– man verdient akzeptabel

– man hat geregelte Arbeitszeiten

– kaum Stress (damit meine ich Termindruck etc.), keine plötzlichen Probleme

– man hat viel Freizeit

– der Beruf ist »sinnvoll« und gesellschaftlich relevant

Jetzt mal im Ernst – das klingt doch gar nicht so schlecht.

Negativ ist sicherlich das schlechte Image und die fehlenden Aufstiegschancen – aber schließlich ist auch nicht jeder der »Karriere-Typ«.

Geschrieben

Wie gesagt, ich hatte ja genug Lehrer in der Familie. Und denke daher, einen gewissen Einblick zu haben.

Wieviel Freizeit als Lehrer man hat, hängt einfach auch davon ab, wie ernst man den Beruf nimmt. Manche meinen, wenn um 14 Uhr die Schule aus ist, hat der Lehrer Feierabend. Er muss aber auch den Unterricht vorbereiten, Hefte korrigieren nach Klassenarbeiten usw.

Nur gibt es halt keine Vorgabe dafür, wieviel Zeit man damit verbringen sollte.

Ich kann mich jedenfalls noch erinnern, dass mein Vater manchmal bis tief in die Nacht mit solchen Dingen beschäftigt war.

Gruß,

Markus

Geschrieben

Ui, wir beide hatten ja schon ewig keine sozial-gesellschaftliche Diskussion mehr, wundern tut mich Deine Aussage indes natürlich nicht... O:-)

Wie bei allem im Leben -> Angebot und Nachfrage. Das Angebot (Arbeitsbedingungen/Entlohnung) muß so gestaltet sein, daß ausreichend Nachfrage vorhanden ist, um den Markt zu sättigen. Offensichtlich gibt es genug Interessenten, die darauf reinfallen, insofern ist doch alles in Ordnung. :wink:

Ich persönlich finde das von Dir beschriebene Angebot bei weitem nicht gut genug, um darauf anzuspringen. 8)

Geschrieben

Immerhin kommt es auch darauf an, an welcher Schule man unterrichtet und in welchem Fach. Ich habe mein Abitur an einer Wirtschaftsschule gemacht. Mit dem "normalen" Abitur konnte ich nichts anfangen, da ich zuviel in die Wirtschaft interessiert war.

Mein erster Klassenlehrer war mal komplett auf unserer Wellenlänge. Ein total cooler Typ (anfang 40)....bei jedem Schüler beliebt. Als er uns aus beruflichen Gründen verlassen musste, lud er die Klasse in seine vier Wände ein.....das werde ich nie vergessen. Er trichterte uns ein, dass man sein Geld für sich arbeiten lassen soll.....und nicht immer für das Geld arbeiten soll. :-))!

Seine Nachfolgerin (mitte 30) war eine ehemalige Unternehmensberaterin, die plötzlich gemerkt hat, dass die H-Milch im Kühlschrank schlecht geworden ist, während sie durch die Gegend reiste. Und da sie eine Familie wollte, wechselte sie eben. Auch sie hat den Lehrstoff praxisnah und einfach sehr gut vermittelt.....es machte viel Spaß. Kurz vorm Abi wurde sie dann schwanger. Als ich an die Uni kam, waren die dort aktuellen Themen für mich schon lange Geschichte......

Der Bruder von einem sehr guten Freund von mir ist seit kurzem auch Lehrer (Mathe) an einer Berufsschule. Er ist jetzt 38 Jahr alt und sofort Beamter auf Lebenszeit geworden. Da er seit knapp 4 Jahren aus finanziellen Gründen (ehemaliger Daytrader) nicht mehr arbeiten muss, musste nun eine sinnvolle Beschäftigung her. Jeden Tag Golfen, 6 mal im Jahr auf den Malediven Tauchen, viele Segeltouren oder mehrmonatige Weltreisen haben Spuren hinterlassen. Und damit er seine Mathefähigkeiten weitergeben kann, wurde er jetzt Lehrer. Und ich sage euch.....er wird ein verdammt cooler Lehrer sein. :D

Geschrieben

Ich habe seit 1993 in der Erwachsenenbildung Vollzeit als Dozent gearbeitet was ich allerdings vor 2 Jahren deutlich reduziert habe und einen anderen Job aufgebaut habe. Natürlich nur indirekt mit einem Lehrer vergleichbar, jedoch war einer der Hauptgründe eine total angegriffene Stimme. Wenn man den Job ernst nimmt, mit Feuer und Flamme dabei ist und andere motivieren möchte, dann hat man den ganzen Tag viel zu sprechen. Dann hier noch ein großer Raum mit ein wenig Unruhe, Straßenlärm PC Lüftern und schon hat man gewaltig gegen viele Störgeräusche anzusprechen. Das muss man auch erstmal langfristig aushalten...

Unabhängig davon denke ich, dass das Umfeld und der Grad der Motivation der Schüler eine große Rolle spielt. Wenn man neben dem Stoff noch permanent die Aufgabe hat eine total fehlgeschlagenen Erziehung oder mangelnde soziale Kompetenzen aufzufangen, dann ist das auf Dauer extrem belastend und führt schnell zu Resignation.

Wer dann noch dazu neigt, die Fehler bzw. die Schuld bei sich selbst zu suchen, der landet dann ganz schnell in der Klapsmühle.

Geschrieben

Sehr interessanter Thread. :-))!

Meine Frau ist Studienrätin am Gymnasium, ich bin Ingenieur im Vertrieb bei einem Automobilzulieferer. Nun ratet mal wer mehr Freizeit hat. :wink:

Kleiner Tip: Ich arbeite so gut wie nie an Wochenenden und wenn ich abends Feierabend habe, dann habe ich wirklich Feierabend. In Sachen Urlaub bin ich viel flexibler. Ich möchte nicht mit ihr tauschen.

Geschrieben

Entschuldigung das ich erst jetzt antworte, hab grad einen langen Arbeitstag im Nebenjob ohne Internet hinter mir. Klasse finde ich, dass hier weitestgehend über den Beruf im Allgemeinen diskutiert wurde. War echt sehr interessant die letzten fünf Seiten zu lesen.

Wie anfangs erwähnt bin ich gelernter Kaufmann, um genau zu seien lernte ich bis 2004 als Automobil-Kaufmann bei einen großen Mercedes Vertragspartner. Ich bin der Überzeugung, dass ich dort eine sehr gute und gründliche Ausbildung genossen habe. Zudem sind/waren meine Eltern ebenfalls selbständige Kaufleute, damals im Lebensmittel Einzelhandel.

Das prägt sicher meine Herangehensweise an unterschiedlichste Themen oder Entscheidungen die ich für mich treffe. Dabei bin ich sehr gründlich, vor allem wenn es um so weitreichende Entscheidungen geht wie die, Lehrer zu werden. Ich werde der erste in unserer Familie sein. So hielt ich es für (aus meiner Sicht) klug, zunächst einmal die Fakten: Dauer, Kosten usw. zu klären um dann über Pro, Contra, Eignung usw. zu sprechen.

Ich möchte hier nochmal klar stellen, das ich so eine Entscheidung natürlich nicht kurzfristig, mal eben, treffe. Es werden mir sicher viele zustimmen, dass man einen Beruf vorher erstmal gründlich ausprobieren sollte, bevor man sich für diesen entscheidet. Dies ist in meinem Fall erfolgt, ich hatte Glück den Job vielfältig zu testen, auf diesen praktischen und vielfältigen Unterrichtserfahrungen (als Lehrender) beruhen meine Entscheidungen.

Nur wie kommt man als Kaufmann bzw. gut ausgebildeter Autoverkäufer auf die Idee zu Studieren (hat keine Tradition bei uns in der Familie) und dann auch noch Lehrer zu werden?

Ich mach mal kurz Pause, schick den Text ab, ess schnell was und schreibe dann weiter. Hoffe das ist okay? Die Geschichte lässt sich halt nicht so flott erzählen.

Geschrieben

War lecker, ich mache mal flott weiter. Leider schreibt es sich nicht so schnell wie andere lesen können.

In voller Hoffnung meine Berufschancen in der Autobranche durch ein Studium (Bachelor Wirtschaft) zu steigern, begann ich nach der Ausbildung Mitte 2005 meine Studium. Also vor Krisenzeiten und mit festen Absichten. Sehr zum Zorn meines Vaters, O-Ton: "Warum willst du Studieren, es gibt doch schon genug arbeitslose Akademiker" Harter Spruch, und bis heute haben wir ein sehr gespanntes Verhältnis. Ich denke das trifft allerdings auf viele Familien zu, wo man der erste ist, welcher studiert. Ich kann meinen Vater (geboren 1945) auch irgendwo nachvollziehen, in meinem Alter (27) hatte er schon eigene Firma, Frau, Kinder usw. In seinen Augen habe ich es bisher noch zu nichts gebracht und noch nie "richtiges" Geld verdient. Meine Erfahrungen und erworbene Bildung haben für Ihn als Kaufmann alter Schule keinen Wert.

Ich glaube das an dieser Stelle ein ganz großes Problem unserer Gesellschaft liegt. Bildung ist kein Statussymbol und auch nichts erstrebenswertes. Im Gegenteil, oft ein eher notwendiges Übel.

Das mein Vater ein sehr wohlhabender, fleißiger und guter Kaufmann ist möchte ich keineswegs bestreiten. Da ihm aber materielle Werte über familiären standen, ist er heute trotz großem Vermögen ein sehr armer Mann. Frau und vier Kinder wendeten sich vor einigen Jahren von ihm ab, da es sich alles immer nur um die Vermehrung des Geldes und Geschäfts drehte.

Markus, Kai und Marc sprachen das Thema bereits an. "Zeit" für Frau/Familie zu haben, ist in Geld nicht zu messen. Ich persönlich musste es leider auf die harte Tour erfahren.

Mit der Entscheidung (nach ausgiebiger Probe) Lehrer zu werden, bietet dieser Job uns die "Zeit" und zudem die Sicherheit das unsere Kids auch von uns persönlich gefördert werden können und deren bestmögliche Bildung nicht am Geld scheitern soll. Uns scheint das wichtiger als andere Besitztümer zu sein.

Leider komme ich grad nicht mehr dazu, meine Geschichte zuende zu erzählen. Vor allem warum, und durch wen sich der Denkwandel eingestellt hat. Hole ich ich aber morgen nach, bitte um Verständnis.

Geschrieben

Erstmal danke für deine offenen Worte, mal schauen wie es weitergeht:-))!

Gruss, Andreas

Geschrieben

Wie bei allem im Leben -> Angebot und Nachfrage. Das Angebot (Arbeitsbedingungen/Entlohnung) muß so gestaltet sein, daß ausreichend Nachfrage vorhanden ist, um den Markt zu sättigen. Offensichtlich gibt es genug Interessenten, die darauf reinfallen, insofern ist doch alles in Ordnung. :wink:

Ich persönlich finde das von Dir beschriebene Angebot bei weitem nicht gut genug, um darauf anzuspringen. 8)

Ich persönlich würde es auch nicht machen –*ich mag meine Karrierechancen und ich fände es wenig erfüllend, 40 Jahre lang das gleiche zu machen.

Wer allerdings einen soliden, sicheren und stressfreien Beruf möchte, der trifft mit »Lehrer« bestimmt keine falsche Wahl. Es kommt vielleicht – wie so oft im Leben – auf die Prioritäten an. Nicht jeder findet seine Erfüllung im beruflichen Weiterkommen – sondern vielleicht eher in einem soliden Familienleben.

Geschrieben

Wie kommst Du darauf, dass Lehrer ein stressfreier Beruf ist? :)

Es kommt immer darauf an, was man selbst als Stress empfindet. Für mich wäre Lehrer sein ZUVIEL Stress, darum mache ich es nicht.

Aber für einen anderen mag es zuviel Stress sein, was ich mache.

Auch wird hier von einigen so getan, als würde man mit dem Beruf ohne Not auf das große Geld verzichten usw.

Wer so argumentiert, hat m.E. ein bisschen den Blick für die Realität verloren.

Sicher kann man anderswo deutlich mehr verdienen - theoretisch. Denn wie viele das dann wirklich auch schaffen, steht auf einem anderen Blatt.

Wer ein Beamtengehalt A 14 (Oberstudienrat) oder A 15 (Studiendirektor) bezieht, ist vielleicht nicht gerade, was man als reich bezeichnet. Aber so schlecht ist das auch nicht, immer noch deutlich über Durchschnitt.

Ich kenne nicht wenige Akademiker in anderen Bereichen, die wären froh, wenn sie so ein Gehalt hätten.

Gruß,

Markus

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