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Wie muss man als Unternehmer "ticken"?


Astra_GT

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Geschrieben

Hallo,

nach dem Studium wollen meine Freundin und ich uns in 2-4 Jahren selbstständig machen (übrigens in Asien), wir schreiben bereits zwei Businesspläne (wir haben zwei für uns vielversprechende Ideen).

Was braucht man, um erfolgreich selbstständig sein zu können?

- Gute Geschäftsidee (immer geheim und daher hier nicht Thema!)

- Qualifikation (Fachwissen, Allgemeinwissen, Kaufmannswissen)

- Glück (können selbst erfahrene Könner immer gebrauchen)

- Kapital (entweder man hat es, oder nicht?)

- die richtige Persönlichkeit mit Unternehmergeist

Über den letzten Punkt würde ich gerne diskutieren. Wie sollte die Persönlichkeit des Unternehmers aussehen?

Kann man "Unternehmer sein" lernen? Oder ist man es oder einfach nicht?

An die Unternehmer hier im Forum: Wie habt ihr für Euch erkannt, dass ihr als Unternehmer taugt?

Lieber einfach tun/machen (dann wäre dieser Post bereits der falsche Anfang :???: ) oder lieber mit aller Vorsicht an die Sache heran gehen?

Lieber eine große Idee schnell umsetzen (bevor es andere tun) oder lieber klein anfangen und über die Jahre überschaubar wachsen?

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Geschrieben

Nichts überstürzt tun...aber tun. Ich bin selbst bisher kein Unternehmer, vom Geist her wäre ich das aber wohl. Bei meiner letzten Idee die ich vor 3 Jahren ca. hatte fehlte mir schlicht und einfach das Kapital sie umzusetzen...das hat jemand anders gemacht und sie läuft jetzt im Internet und nennt sich http://diplodocs.de...

Ich glaube aber es gibt verschiedene Typen innerhalb der Unternehmer, würde ich so sagen anhand derer die ich kenne.

Manche sind eher, ich nenne es mal, "stille" Unternehmer. Die haben ihre Idee, machen eine Firma draus aber sind nicht so die Verkäufertypen die es verstehen sich in Szene zu setzen, ins Gespräch zu bringen und sich gut zu verkaufen. Die verkaufen eher über das Produkt nehme ich an.

Gibt noch andere Typen die offensiv werben, gut reden können und dir auch in der Wüste Sand verkaufen könnten. Ich nehme an zweitere sind auch eher der "hau ruck" typ während ersterer eher langsam macht.

Grundsätzlich sind aber auch Unternehmer nur Menschen und jeder ist da anders.

Ich an deiner Stelle würde genau überlegen ob die Idee einen Markt hat und ob du selbst der Idee Erfolg zutraust oder ihn dir nur erhoffst. Und dann langsam loslegen, aber machen!

Das Wort Unternehmer beinhaltet ja schon, dass man etwas unternehmen muss. Vom abwarten und Tee trinken oder Träumen kommt leider kein Erfolg.

Ist nat. auch immer die Frage wie schnell man eine Idee umsetzen kann. Manchmal fehlen einfach die Mittel um sie schnellstmöglich umzusetzen, man muss viel selbst machen und dann zieht es sich etwas.

Geschrieben

Setzen wir mal Geschäftsidee, Fachwissen für Deinen gewählten Bereich und entsprechende Kapitalausstattung voraus, dann brauchst Du noch ein paar Dinge mehr:

1. Fachwissen im Bereich Buchhaltung, Steuern und wenn Du Mitarbeiter hast Personalwesen

2. Fachwissen im gesamten Bereich sonstige Behörden, die mit Deiner Selbständigkeit zu tun haben.

3. Fragen der Haftung und Rechtsform Deines Unternehmens heute und in Zukunft.

4. Juristische Grundkenntnisse in vielen Bereichen, wie z.B. Teledienstgesetz wenn Du im Internet verkaufst, BGB (Fernabsatzgesetz) natürlich ebenfalls.

5. Nicht zu vergessen, die komplette juristische Grundlage für Dein Gewerbe überhaupt, wie Vertragswesen Abwicklung etc.

6. Ausgeprägte Sozialkompetenz (Stichwort Mitarbeiterführung)

Natürlich kannst Du Dir viele Dinge einkaufen wenn Du keine Ahnung hast, jedoch halte ich es für unbedingt nötig in allen Bereichen im Kern selbst das Wissen zu haben weil Du ja auch die handelnden Personen wie z.B. den Steuerberater überprüfen möchtest oder ggf. strategische Entscheidungen selber treffen möchtest und nicht immer einen Ansprechpartner hast. Von den Kosten für externe Berater mal ganz abgesehen.

Fazit: Ich bin seit 1993 selbständig und muss leider feststellen, dass über die Jahre die Bürokratischen Hürden und die vom Staat auferlegte Selbstverwaltung extrem zugenommen hat (besonders wenn Du Personal beschäftigst) und daher würde ich mir heute die Entscheidung zweimal überlegen ob ich mich in Deutschland derzeit noch mal selbständig machen würde. P.S. Bereut habe ich es bisher trotzdem nicht, was allerdings auch daran liegt, dass ich durch eine Bankausbildung und anschließende Betriebswirtausbildung sowie Berufserfahrung viele der o.a. Punkte bereits mitgebracht habe und dadurch von Anfang an in vielen Bereich recht hohe Sicherheit für mich hatte.

Unternehmer sein kann man bedingt lernen, wobei der fachliche Prozess schon sehr komplex ist aber auch Dauer sicher zu erlernen ist. Was man wohl nicht lernen kann ist die richtige Nase und das richtige Bauchgefühl für Geschäfte, Kunden und Geschäftspartner. Wer hier richtig tickt und die richtigen Anlagen mitbringt, der ist sichrlich klar im Vorteil.

Geschrieben

Idee ist da, Qualifikation auch, aber Kapital bräuchten wir schon so 200 000 Euro und wir stehen nackt da :-(((°

Das ist aber eine andere Baustelle.

Es gibt entweder den technisch gut ausgebildeten Fachmann (Handwerker, Mechaniker, Ingenieur), dem es dann aber an kaufmännischen Knowhow und bestimmt oft auch an Einarbeitungslust fehlen dürfte, auf der anderen Seite dann den ausgebildeten Kaufmann (Bankkaufmann, Betriebswirt), welcher dann über kein technisches Fachwissen verfügt und sich eigentlich nur als Berater für Kaufmannsangelegenheiten eignet.

Irgendwas fehlt ja immer :lol: Aber das ist zumindest bei mir nicht das Problem (ich verfüge über technische als auch kaufmännische Ausbildungen).

Es geht eher um die Menschenkenntnis, die ein Unternehmer braucht. Um kommunikative Fähigkeiten, um Selbstbewusstsein, selbstbewusstes Auftreten, um Selbstsicherheit (mit 200 000 Euro Schulden hätten meine Eltern wöchtentliche Angstattacken), Zielstrebigkeit, Ideenreichtum und und und....

Nur ein Mensch kann ja nicht alles haben. Und ich analysiere schon meine Defizite. Wenn eine Rechnung reinflattert, bezahle ich sie fast sofort, aber den richtigen Ordner raus zu kramen und die Rechnung ordentlich wegheften, daran scheitere ich oft... fehlt die nötige Disziplin? Kann ich das lernen? Oder muss ich schonmal eine Buchhaltungsassistenz einkalkulieren? Fragen über Fragen...

Geschrieben

Ich glaube als Sicherheitsmensch für den sicherer Job, sicheres Leben, alles 1000 % sicher und planbar ist wird man kein Unternehmer.

Ich werde ja schon dauernd komisch angeschaut wenn ich sage ich hab meine Ausbildung abgebrochen weil ich auf den Scheiss keine Lust mehr hatte und hab mein Hobby zum Beruf gemacht. Dauernd fragen: "Hast du da keine Angst das du mal nichts hast" bla bla bla...

Im Endeffekt nehmen doch einige Leute ne Menge Schulden für ein Haus auf. Warum also nicht für etwas, was die Existenz sichern kann und wirklich Geld einbringen kann.

Ich würde aber von mir aus keine Schulden aufnehmen wollen. Das Unternehmen sollte sich größtenteils selbst finanzieren bis zum Break Even Point.

Geschrieben

Ich glaube da gibt es kein Patentrezept. Die einen haben es über eine tolle Idee schnell geschafft, andere über eine tolle Idee langsam wieder andere hartnäckig und zäh. Neben der guten Vorbereitung gehört da auch das Bauchgefühl und vor allem der unbedingte Wille zum Erfolg dazu.

Ich z.B. habe mich vor 10 Jahren im Alter von 40 selbständig gemacht, und bin einen Weg gegangen, mit dem ich schon immer geliebäugelt habe. (Hatte bereist ´ne kleine Handelsfirma während meines Studiums).

Mein Problem war, dass ich als Diplom Kaufmann und Marketingfuzzi eigentlich nichts kann, sprich ich kann nichts konstuieren, fertigen oder entwickeln. Daher hat es halt einige Jahre gedauert, bis ich die passende Geschäftsidee hatte: Gründung einer Marketing und PR-Agentur. Die Basis war eine Management-buy-out bei meinem damaligen Arbeitgeber, einem DAX Konzern.

Die Erfahrung im Vergleich zum Angestelltendasein war sehr tiefgreifend und emotional .

Du mußt wissen, Dass Du immer in Unsicherheit lebst, nicht immer weißt was morgen kommt. Das mußt Du lieben!

Aber ich wollte das immer!

Fazit nach 10 Jahren Selbständigkeit:

- viel,viel Arbeit auch zu ungewöhnlichen Tages- und Nachtzeiten

- viele schlaflose Nächte! Bekommen wir den Auftrag? Verlieren wir den

Kunden? Wie dann die Kosten decken? etc., etc.

aber auch:

- viele Freiheitsgrade

- eine sehr hohe Befriedigung, mit dem was man tut

- ein gutes Gefühl für die Verantwortung, die man für Mitarbeiter und Kunden

übernimmt.

Würde ich es wieder machen?

Ja, ohne Einschränkung.

Also, wenn Du es willst, mach es. Wenn Du schon die Geschäftsidee hast, und der Businessplan gut aussieht. Mach es.

Viel Erfolg,

Dreas

Geschrieben

Ganz wichtig ist, daß man lernt wie Asiaten ticken!

Mit den bei uns gebräuchlichen Umgangsformen läufst Du in Asien vor die Pumpe und bekommst kein Bein auf den Boden!

Deine Idee kann super toll sein, Dein Fachwissen und alle anderen Voraussetzungen können passen, aber die Umgangsformen können Dir alles zu Nichte machen!

Gruß Manni308

Geschrieben

Schon mal Danke für alle Antworten.

Auch wenn man nichts von dem selber umsetzen kann (weil andere Lebensläufe nunmal nicht auf den eigenen passen), ist es schon sehr interessant, was andere dazu zu sagen haben.

Ganz wichtig ist, daß man lernt wie Asiaten ticken!

Mit den bei uns gebräuchlichen Umgangsformen läufst Du in Asien vor die Pumpe und bekommst kein Bein auf den Boden!

Deine Idee kann super toll sein, Dein Fachwissen und alle anderen Voraussetzungen können passen, aber die Umgangsformen können Dir alles zu Nichte machen!

Ja, da hast du vollkommen recht.

Aber ich bereite mich darauf vor. Meine Freundin ist Chinesin (spricht fließend Deutsch und hat einen deutschen Uni-Abschluss), ihre Mutterprache ist Chinesisch.

Ich lerne seit 5 Jahren Chinesisch und seit 2 Jahren Japanisch. China habe ich ein paar mal besucht, ich plane im übernächsten Semester ein Auslandspraktikum in Japan.

Vorbereitung für Asien könnte kaum größer sein...

Geschrieben

Ein gaaaanz wichtige Hinweis von Manni! Ich habe mal vor Jahren bei der Europazentrale eines großen japanischen Unternehmens gearbeitet und direkt an einen Japaner berichtet. Ich bin ein ziemlich offener Typ, und sage gerne auch meine Meinung, in Meetings aber auch (damals) gegenüber Vorgesetzten.

- Es war eine spannende Probezeit!

Mein Fazit danach: Mit meiner Mentalität komme ich mit Asiaten (geschäftlich)

nicht klar.

Grüße,

Dreas

Geschrieben
Schon mal Danke für alle Antworten.

Auch wenn man nichts von dem selber umsetzen kann (weil andere Lebensläufe nunmal nicht auf den eigenen passen), ist es schon sehr interessant, was andere dazu zu sagen haben.

Ja, da hast du vollkommen recht.

Aber ich bereite mich darauf vor. Meine Freundin ist Chinesin (spricht fließend Deutsch und hat einen deutschen Uni-Abschluss), ihre Mutterprache ist Chinesisch.

Ich lerne seit 5 Jahren Chinesisch und seit 2 Jahren Japanisch. China habe ich ein paar mal besucht, ich plane im übernächsten Semester ein Auslandspraktikum in Japan.

Vorbereitung für Asien könnte kaum größer sein...

Ich denke, dass sind excellente Voraussetzungen! Und die Zukunft liegt eh in Asien. Da wir Unternehmertum auch noch ganz anders geschätzt als vielfach hier.

Grüße,

Dreas

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo Astra_GT,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

Ein sehr langes und schwieriges Thema, was man wohl nie in Gänze und auch nie pauschal erklären kann... :(

Ich war von 1991 bis 1995 während der Schulzeit selbstständig, habe dort schon meine Defizite erkannt, daher nach meinem Abi eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten gemacht und bin nun seit 2001 wieder selbstständig. Dieser Werdegang war für mich optimal, speziell während meiner Ausbildung habe ich viele Unternehmer kennen lernen dürfen und diese ganz gezielt auch studiert, weil mich Deine Fragestellung auch durchaus beschäftigt hat.

Es gibt wirklich viele Unternehmer, die sehr gute Leistung erbringen, aber eben nicht vom Fleck kommen, weil sie das Organisatorische nicht in den Griff bekommen. Meine Erkenntnis war tatsächlich, daß ich die organisatorischen Fehler studieren muß, alleine nur wenn man diese Fehler vermeidet, ist man zu 90% ein gemachter Unternehmer. In dem Zusammenhang bin ich mir auch ziemlich sicher das man "Unternehmer" nicht erlernen kann, entweder man hat das im Blut und verbessert sich kontinuierlich oder man hat das entsprechende Gespür eben nicht.

Übrigens sehe ich das Problem ähnlich, wie Chip, die administrativen Tätigkeiten haben in den letzten 20 Jahren dramatisch zugenommen und nehmen heute einen nicht unerheblichen Zeitaufwand ein, ohne Umsatz zu bringen. Das ist heute echt extrem, da will man z.B. die Löhne machen und stellt dann erst mal fest, daß das Finanzamt mal wieder eine neue Schnittstelle hat. Bis das entsprechende Update gemacht ist, die Einstellungen angepaßt sind und alles wieder läuft sind schnell 4 Stunden vergangen. Sowas in der Art passiert nicht 2-3 mal im Jahr, sondern eher 2-3 mal im Monat... :evil:

Neben der Administrative darf man nicht im geringsten arbeitsscheu sein. Es gibt da den blöden Spruch "Selbstständig bedeutet selbst und das ständig", auf der einen Seite ist dieser Spruch abgedroschen, auf der anderen Seite muß gerade ein Unternehmer in der Startphase (in meinem Fall waren es die ersten 8 Jahre) gewillt sein im Minimum 300 Stunden im Monat zu arbeiten, das bedeutet kein Wochenende zu haben und mindestens 330 Tage im Jahr durch zu arbeiten. Wenn dem nicht so ist, könnte das schon der Anfang vom Ende sein (Fehler im Konzept?)

In Eurem speziellen Fall sehe ich zwei Probleme:

1. Die Administrative im Ausland (speziell Asien) ist zwar einfacher als in Deutschland, dafür gibt es aber erstens keine Rechtssicherheit und zweitens werdet Ihr Euch an den Gedanken von Bestechnungsgeldern zwangsweise gewöhnen müssen. Ohne läuft da gar nichts.

2. Das benötigte Eigenkapital müßt ich selbst ansparen oder in der Familie suchen. Eine deutsche Bank wird das Risiko in Asien nicht eingehen und eine asiatische Bank wird einem Ausländer ohne Sicherheiten gar nichts geben.

Die sprachlichen Vorraussetzungen sind schon mal super und eine sehr positive Grundlage.

Was ich eben über Asien sagte trifft auf Japan nicht ganz zu, dort ist die Administrative wieder auf einem ähnlichen Niveau, wie in Deutschland, dafür das Bestechnungsproblem aber auch niedriger als im Rest von Asien. Also mit unserer Heimat durchaus vergleichbar.

Geschrieben

@Marc W.:

Ich kenne auch einige Chinesen selber. Ich habe viele wahre Stories aus China mitbekommen und unser Partner in Hongkong erzählt uns auch sehr krasse Stories über China.

Wer wissen möchte wie Raubtierkapitalismus mit allen dazugehörigen Facetten der Korruption, Bestechung, Beamten-verbrechersyndikate und völliges Ausbeuten von Menschen sehen möchte mit einer PC-mässigen menschlichen Wärme wird in China es finden können. Das Geschäft dort drüben ist einfach nur hat. Bisschen chinesisch: damit sehe ich recht wenig Chancen. Man braucht Geld, Kontakte zu den Behörden!! (unglaublich wichtig, da Kommunalverwaltung nicht das gleiche möchte wie die Zentralregierung), Gerissenheit und auch ein bisschen Unmenschlichkeit.

Damit zeichnen sich viele chinesische Unternehmen aus.

Wer wissen möchte, wie man ein Vorbildlicher Unternehmer sein kann, sollte sich diese Reportage zu Wolfgang Grupp und der TRIGEMA ansehen.

Ich kann nur sagen: EIn Vorbild für die Gesellschaft.

Er hat zwar seine Eigenarten aber 100% soziales Engagement und 100% Eigenkapital!

http://www.youtube.com/watch?v=ZGZ968iuGFY 1 von 5.

Geschrieben

1. Die Administrative im Ausland (speziell Asien) ist zwar einfacher als in Deutschland, dafür gibt es aber erstens keine Rechtssicherheit und zweitens werdet Ihr Euch an den Gedanken von Bestechnungsgeldern zwangsweise gewöhnen müssen. Ohne läuft da gar nichts.

Naja, ganz so krass wird es vielleicht nicht. Außerdem sieht man es dort nicht als "Bestechung", sondern als "Geschenk" haha.

Ostasiaten leben in der reinsten Schleimergesellschaft. Muss man durch. Soll hier aber nicht das Thema werden.

2. Das benötigte Eigenkapital müßt ich selbst ansparen oder in der Familie suchen. Eine deutsche Bank wird das Risiko in Asien nicht eingehen und eine asiatische Bank wird einem Ausländer ohne Sicherheiten gar nichts geben.

Ja leider. Ich setze da mehr auf Venture Capital aus Asien.

Was ich eben über Asien sagte trifft auf Japan nicht ganz zu, dort ist die Administrative wieder auf einem ähnlichen Niveau, wie in Deutschland, dafür das Bestechnungsproblem aber auch niedriger als im Rest von Asien. Also mit unserer Heimat durchaus vergleichbar.

Japan ist da nicht viel anders. Dort sind "Geschenke" auch ganz normal, alles läuft über Beziehungen, Arbeiter werden mit geringen Löhnen abgespeist usw.

Geschrieben

Wer wissen möchte wie Raubtierkapitalismus mit allen dazugehörigen Facetten der Korruption, Bestechung, Beamten-verbrechersyndikate und völliges Ausbeuten von Menschen sehen möchte mit einer PC-mässigen menschlichen Wärme wird in China es finden können. Das Geschäft dort drüben ist einfach nur hat. Bisschen chinesisch: damit sehe ich recht wenig Chancen. Man braucht Geld, Kontakte zu den Behörden!! (unglaublich wichtig, da Kommunalverwaltung nicht das gleiche möchte wie die Zentralregierung), Gerissenheit und auch ein bisschen Unmenschlichkeit.

Damit zeichnen sich viele chinesische Unternehmen aus.

Sag doch gleich man benötigt dafür eine Portion kriminelle Energie, darauf läuft es nämlich hinaus... :D

Im Bezug auf Japan kenne ich mich ziemlich gut aus. Ich habe Verwandte, die seit 40 Jahren mehr oder weniger regelmäßig im diplomatischen Dienst in Japan tätig sind. Das kommt Deutschland schon sehr viel näher, als der Rest Asiens... :wink:

Geschrieben

Im Bezug auf Japan kenne ich mich ziemlich gut aus. Ich habe Verwandte, die seit 40 Jahren mehr oder weniger regelmäßig im diplomatischen Dienst in Japan tätig sind. Das kommt Deutschland schon sehr viel näher, als der Rest Asiens... :wink:

Ja das stimmt. Die Infrastruktur, Wohlstand und auch das Rechtssystem sind in Japan am besten entwickelt im Vergleich zum Rest Ostasiens und am ehesten mit Deutschland vergleichbar. Die Menschen ticken aber schon noch wie Ostasiaten :)

Der Nachteil an Japan: Dort ist alles schon so gut entwickelt, es gibt wenig Nischen, die Lebenshaltungskosten und Gründungskosten sind zu hoch.

Japan will ich unbedingt drin haben in meinem Erfahrungskatalog, aber meine Gründung wird sich wohl in China abspielen.

Naja, ich werde mehr sagen können, wenn ich ein Praktikum dort gemacht habe (dann wird sich mein Japanisch hoffentlich auch wirklich brauchbar verbessern :wink:).

Ich suche ein Praktikum im Bereich Technologiemanagement, Logistik, Einkauf, auch Konstruktion und Software-Entwicklung wären interessant. Ort möglichst in Tokyo oder Osaka. Falls jemand Adressen/Tipps hat, her damit :D

Jetzt bin ich in meinem eigenen Thread aber schon offtopic :oops:

Geschrieben

...nach dem Studium wollen meine Freundin und ich uns in 2-4 Jahren selbstständig machen (übrigens in Asien)...

Ich lerne seit 5 Jahren Chinesisch und seit 2 Jahren Japanisch. China habe ich ein paar mal besucht, ich plane im übernächsten Semester ein Auslandspraktikum in Japan.

Vorbereitung für Asien könnte kaum größer sein...

Das hört sich soweit ja ganz gut an, aber aus eigenen Erfahrungen mit speziell China hätte ich schon große Bedenken!

Einerseits die Wirtschaftskrise, es kann gut möglich sein dass in 2 bis 4 Jahren in China wirtschaftlich einfach tote Hose ist. Bisher läufts drüber ja noch einigermaßen, dass das Kartenhaus aber zusammenstürzt ist nicht ausgeschlossen. Ich weiß nicht wie gut ihr am "Puls" drüber dran seid, aber es wäre schon ratsam sich verlässliche Quellen zu suchen.

Zudem wäre ich in dem Land eh sehr vorsichtig, selbst mit einem starken europäischen Mutterkonzern im Rücken kenn ich viele Geschäftsleute in China die sich mit unvorstellbaren Problemen rumschlagen müssen. Korruption, Erpressung, Sabotage. Wer vor Ort keine Beziehungen hat dem kanns schnell sehr schlecht gehen! Meine eigenen Pläne selbst nach China zu gehen habe ich inzwischen alle über Bord geworfen.

Deine Besuche in China waren sicher sehr spannend, aber hast Du auch mal in einer chinesischen Firma mit Chinesen gearbeitet? Japan OK, aber in China sieht die Geschäftspraxis nochmal anders aus.

Zhōumò Hǎo,

Thomas O:-)

Geschrieben
Sag doch gleich man benötigt dafür eine Portion kriminelle Energie, darauf läuft es nämlich hinaus... :D

Im Bezug auf Japan kenne ich mich ziemlich gut aus. Ich habe Verwandte, die seit 40 Jahren mehr oder weniger regelmäßig im diplomatischen Dienst in Japan tätig sind. Das kommt Deutschland schon sehr viel näher, als der Rest Asiens... :wink:

Unser Partner in HK wirkt für mich nach 2 längeren Treffen wie jemand von der Triade. Sein Temperament, seine Ausdrucksweise und Verhalten stelle ich mir so jemand von der Triade im unteren/ mittleren Management/Hierarchiestufe vor;).

Asien ist ein Geschäftsfeld dass IMO recht wenig für einen Venture Capitalisten bietet. Dafür umsomehr für den Importeur oder denjenigen, der eine günstige Produktion sucht. Evlt sind auch Serviceleistungen von dort lohnenswert wie z.B. Botfarmen in Onlinerollenspielen.

An sich läuft es in Ostasien nicht anders als in Deutschland, nur dass es dort noch viel schwieriger ist, ohne Geld und Kontakte.=)

Japan ist ne Welt für sich. Sehr schwer den Eingang zu finden und auch wenn man dort 30 Jahre lebt, kann man sich kaum integrieren bzw. für ganz genommen werden. Japan hat einen der stärksten Binnenmärkte und die kaufen wohl am nationalsten von allen Ländern. Da muss man schon mit mehr als Preis/ Leistung kommen um eine lange Kundenbeziehung zu kippen.

Geschrieben

An sich läuft es in Ostasien nicht anders als in Deutschland, nur dass es dort noch viel schwieriger ist, ohne Geld und Kontakte.=)

Das glaube ich nicht unbedingt. Besonders nicht, wenn man (wie ich über meine Freundin) gute Beziehung zu Chinesen hat und auch einigermaßen die Sprache kann.

Als Deutscher hat man in Ostasien einen sehr guten Ruf, der einem nicht alle, aber schon viele Türen öffnet. Gerade jetzt, wo das Qualitätsbewusstsein in China steigt, sind Deutsche Produkte (und seien sie noch so überteuert) der letzte Schrei.

Japan ist ne Welt für sich. Sehr schwer den Eingang zu finden und auch wenn man dort 30 Jahre lebt, kann man sich kaum integrieren bzw. für ganz genommen werden. Japan hat einen der stärksten Binnenmärkte und die kaufen wohl am nationalsten von allen Ländern. Da muss man schon mit mehr als Preis/ Leistung kommen um eine lange Kundenbeziehung zu kippen.

Dem kann ich nur zustimmen. Wie gesagt, Japan wird eine tolle Erfahrung für mich (und macht sich auch sehr gut im Lebenslauf), aber Selbstständigkeit dort schließe ich für mich ziemlich aus.

Geschrieben

Ich suche ein Praktikum im Bereich Technologiemanagement, Logistik, Einkauf, auch Konstruktion und Software-Entwicklung wären interessant. Ort möglichst in Tokyo oder Osaka. Falls jemand Adressen/Tipps hat, her damit :D

Du bekommst gleich eine PN von mir... :wink:

Geschrieben
Hallo,

nach dem Studium wollen meine Freundin und ich uns in 2-4 Jahren selbstständig machen (übrigens in Asien), wir schreiben bereits zwei Businesspläne (wir haben zwei für uns vielversprechende Ideen).

Ganz wichtig: Zielvorgaben mit dem Partner machen und regelmäßig überprüfen. Wenn´s nämlich den Bach runtergeht, ist immer der andere Schuld. Ich würde mich niemals mit einem Partner selbständig machen, aktuell hat meine Frau mit meiner Firma nichts zu tun, obwohl sie sehr tief involviert ist.

Wenn es mit dem Kapital eng werden sollte, Venture-Capital-Firmen ansprechen und evtl die Businesspläne überarbeiten.

Was braucht man, um erfolgreich selbstständig sein zu können?

- Gute Geschäftsidee (immer geheim und daher hier nicht Thema!)

- Qualifikation (Fachwissen, Allgemeinwissen, Kaufmannswissen)

- Glück (können selbst erfahrene Könner immer gebrauchen)

- Kapital (entweder man hat es, oder nicht?)

- Die beste Geschäftsidee nützt nichts, wenn es vom Kunden nicht akzeptiert wird. Gerade bei großvolumigen Startups muß hierauf allerhöchste Priorität gesetzt werden.

- Eine entsprechende Qualifikation ist nicht immer Voraussetzung, es sei denn, Du möchtest Dich in Deutschland als Handwerker mit Meisterbrief niederlassen.

- Glück gebührt dem Tüchtigen

- Am Kapital scheitern viele Selbständigkeiten, hier alle Möglichkeiten ausloten.

- die richtige Persönlichkeit mit Unternehmergeist

Über den letzten Punkt würde ich gerne diskutieren. Wie sollte die Persönlichkeit des Unternehmers aussehen?

Kann man "Unternehmer sein" lernen? Oder ist man es oder einfach nicht?

An die Unternehmer hier im Forum: Wie habt ihr für Euch erkannt, dass ihr als Unternehmer taugt?

Lieber einfach tun/machen (dann wäre dieser Post bereits der falsche Anfang :???: ) oder lieber mit aller Vorsicht an die Sache heran gehen?

Lieber eine große Idee schnell umsetzen (bevor es andere tun) oder lieber klein anfangen und über die Jahre überschaubar wachsen?

Was man als Unternehmer tun muß kann man ja bereits dem Namen entnehmen: Man muß etwas unternehmen, sprich machen!

- Es gibt Macher und es gibt Manager.

Lernen tut man übrigens sein ganzes Leben. Und es bestimmt nicht falsch, manche Schritte zu überdenken, als später Schiffsbruch zu erleiden. Einen "Plan-B" in der Tasche haben, kann oftmals nicht schaden.

Wenn Du Deine Businnespläne schreibst, wirst Du ja relativ am Anfang über Marktchancen und Markteintrittsbarrieren sowie Wettbewerber Auskunft geben. Diese Punkte solltest Du sehr selbstkritisch angehen.

Das wichtigste am Unternehmertum ist allerdings der eigene Wille. Es gibt genügend Menschen, die "schlau" genug waren, sich verbeamten zu lassen. Dieses Sicherheitsdenken sollte bei einem Unternehmer an allerletzter Stelle seiner Wunschliste stehen.

Geschrieben

Dann gebe ich auch noch meinen Senf dazu,

beruflich bedingt kann ich Dir ein paar Anregungen geben.

Überlegt eich gut ob eure Partnerschaft einen gemeinsamen Betrieb verträgt, habe einige Beziehungen gesehen die den Druck iun schlechten und vorallem sehr schlechten Zeiten nicht stand gehalten haben.

Finanzierungen in Asien als Europäer, bei so kleinen Summen zu bekommen ist defakto unmöglich andersrum Finanzierungen aus Europa für Asien zubekommen ist ein höheres Risiko für Dich und auch nicht wirklich leichter.

Rechne in jeden Plan immer eine hohe Cash Reserve ein der Excel Plan geht nie auf.

Hinterfrage deine Idee objektiv, wenn nur Du davon überzeugt bist und Leute die die gleiche Einstellung haben rettet das Dich nicht.

Geschrieben
Ja das stimmt. Die Infrastruktur, Wohlstand und auch das Rechtssystem sind in Japan am besten entwickelt im Vergleich zum Rest Ostasiens und am ehesten mit Deutschland vergleichbar. Die Menschen ticken aber schon noch wie Ostasiaten :)

Das japanische Rechtssystem ist auch deswegen gut mit Deutschland vergleichbar, weil Japan teilweise das BGB und andere Gesetzbücher bei Reformen übernommen bzw. als Vorbild verwendet hat. Das nur als Anekdote am Rand.

In China würde ich persönlich das Risiko niemals eingehen wollen, für diesen Markt gebe ich zu wäre ich einfach zu feige und ich denke auch zu menschlich. Das solltest du dir vielleicht wirklich mal davor vor Ort ansehn. Und zwar nicht nur bei ner 3 Wochen Studiosus Schluchten-Staudamm-Tour sondern so wie du es auch jetzt in Japan machst, dass du wirklich hingehst, dort lebst, arbeitest etc. Dann kannst du das wirklich beurteilen und dann seh ich in dem Punkt "Asien" auch fast keine Probleme mehr für deine Unternehmensgründung.

Ich wünsche dir jedenfalls jetzt schon viel Erfolg!! :-))!

Geschrieben

Ich muß gestehen, daß ich ziemlich intensiv über Deine gewünschte Selbstständigkeit in China nachdenke, weil ich es in der Theorie ziemlich interessant finde. Allerdings gehen 90% der Szenarien mit absoluter Sicherheit in Rauch auf und das trotz Deiner grundsätzlich guten Vorraussetungen. Das Problem ist, daß ich diese Vorraussetzungen trotzdem nicht als ausreichend erachte.

Ein Grundstein, um das Risiko in halbwegs erträgliche Dimensionen zu führen wäre z.B. wenn die Familie Deiner Lebensgefährtin wohlhabend/einflussreich ist und Dich akzeptieren/unterstützen würde. Aber auch dann hast Du das Risiko, daß im Hintergrund jemand anders die Strippen zieht und Du nur das Aushängeschild bist.

Dann kommt es noch auf die Branche, bzw. Deine Idee an. Eine Chance sehe ich in Dingen, die typisch deutsch sind. Metzger, Bäcker, Gastronomie, Mercedes-Werkstatt, hier verbindet der Chinese das Produkt mit einem Deutschen, das ist sehr wichtig und vereinfacht die Situation erheblich. In den meisten anderen Branchen sehe ich null-Komma-null Überlebenschancen, entsprechend könnte ich Deinen Eltern auch nur abraten Dich finanziell zu unterstützen, es sei denn sie haben das Geld wirklich übrig.

Das mit der kriminellen Energie war übrigens kein Spruch, sondern ernst gemeint, ich weiß, sowas lernt man nicht an der Uni. Das Thema "gleiches Recht für alle" in Verbindung mit Rechtsstaatlichkeit kannst Du komplett abhaken. Wenn Du das nicht akzeptierst und zumindest gleich ziehst, werden die Chinesen Dich einfach auslutschen und entsorgen sobal Du leer bist. :(

Geschrieben

@janimass und hohenb: Danke für Eure Mühe, ich nehme die Kritik/Anregungen hier echt ernst.

Habe meine Frage auch ganz bewusst in dieses Forum gesetzt, da hier eher die vernünftigen User sind, die eine überlegte Antwort geben :-))!

Das japanische Rechtssystem ist auch deswegen gut mit Deutschland vergleichbar, weil Japan teilweise das BGB und andere Gesetzbücher bei Reformen übernommen bzw. als Vorbild verwendet hat. Das nur als Anekdote am Rand.

Ja ich weiß, aus der Meiji-Zeit.

Ich will mich wirklich nicht Aufspielen, "klugscheissen" oder so, aber ich habe schon nicht wenig Hintergrundwissen über China und Japan, da ich mich schon ewig für beide Länder interessiere.

In China würde ich persönlich das Risiko niemals eingehen wollen, für diesen Markt gebe ich zu wäre ich einfach zu feige und ich denke auch zu menschlich. Das solltest du dir vielleicht wirklich mal davor vor Ort ansehn. Und zwar nicht nur bei ner 3 Wochen Studiosus Schluchten-Staudamm-Tour sondern so wie du es auch jetzt in Japan machst, dass du wirklich hingehst, dort lebst, arbeitest etc. Dann kannst du das wirklich beurteilen und dann seh ich in dem Punkt "Asien" auch fast keine Probleme mehr für deine Unternehmensgründung.

Hm, also ich plane das eigentlich so:

Ich habe noch drei Semester vor mit (ein Fachsemester -> Praktikum in Japan -> Abschlussarbeit). Danach werde ich 1-2 Jahre in China arbeiten (bevorzugt Raum Shanghai - Hangzhou) und Erfahrung in China sammeln [deswegen wird das mit der Selbstständigkeit wie im ersten Post verraten erst in 2-4 Jahren was] und etwas Geld sammeln.

Bis zum Abschluss des Studiums sollte sich mein Chinesisch ein gutes Stück verbessert haben, China werde ich noch 1-2 mal mehr besucht haben und kann mit Arbeitserfahrung in Japan glänzen (zudem sollte ich dann brauchbares [aber nicht perfektes] Japanisch sprechen können, JLPT2 ist das Ziel (für die Insider)).

Das Praktikum in Japan will ich um jeden Preis, die Erfahrung ist mir einiges Wert.

Wenn ich 1-2 Jahre in China gearbeitet habe, dann rechne ich damit, dass mein Chinesisch recht fließend sein wird und ich keinen Chinesen mehr mit meiner Mentalität verschrecke.

Dann kann es los gehen.

Ich wünsche dir jedenfalls jetzt schon viel Erfolg!! :-))!

Wunderbar, danke! O:-)

Ich muß gestehen, daß ich ziemlich intensiv über Deine gewünschte Selbstständigkeit in China nachdenke, weil ich es in der Theorie ziemlich interessant finde.

Wie gesagt, dieses Forum hat seine Qualitäten, welche von den Usern ausgeht :D

Ich meine es 100%ig ernst mit meinem Vorhaben und will möglichst früh meine Defizite entdecken und bis zum Start ausgebügelt bekommen.

Allerdings gehen 90% der Szenarien mit absoluter Sicherheit in Rauch auf und das trotz Deiner grundsätzlich guten Vorraussetungen. Das Problem ist, daß ich diese Vorraussetzungen trotzdem nicht als ausreichend erachte.

Ein Grundstein, um das Risiko in halbwegs erträgliche Dimensionen zu führen wäre z.B. wenn die Familie Deiner Lebensgefährtin wohlhabend/einflussreich ist und Dich akzeptieren/unterstützen würde. Aber auch dann hast Du das Risiko, daß im Hintergrund jemand anders die Strippen zieht und Du nur das Aushängeschild bist.

Ihre Eltern (ihr Vater ist Professor an einer Uni) sind mittelmäßig einflussreich. In China ist es üblich, die Familie komplett zu unterstützen und Mundpropaganda eine Selbstverständlichkeit.

Meine Lebensgefährtin wird dann auch meine Ehefrau sein (das aber vor allem aus Liebe, nicht speziell wegen dem Unternehmen).

Ich habe aber tatsächlich ein bisschen Sorgen, dass ich die Kontrolle über das Unternehmen verliere, weil meine neue Familie dann die Fäden in den Händen halten wollen.... Da müsste ich dann im Vorfeld ein klärendes Gespräch suchen. Denn eigentlich habe nur ich richtig Plan von der Idee und wie man es machen müsste.

Zwar kennen sie die Chinesen und ihre Denkweise eher, aber von dem anzubietenden Produkt haben sie trotzdem wenig Ahnung (meine Freundin schon eher, aber ihr fehlt die Erfahrung damit).

Dann kommt es noch auf die Branche, bzw. Deine Idee an. Eine Chance sehe ich in Dingen, die typisch deutsch sind. Metzger, Bäcker, Gastronomie, Mercedes-Werkstatt, hier verbindet der Chinese das Produkt mit einem Deutschen, das ist sehr wichtig und vereinfacht die Situation erheblich.

Genau so siehts aus. Ich könnte niemals so billig anbieten, wie Chinesen in China. Es muss etwas sein, wofür es sich lohnt, gute Qualität zu kaufen und dafür einen Mehrpreis zu zahlen.

Das mit der kriminellen Energie war übrigens kein Spruch, sondern ernst gemeint, ich weiß, sowas lernt man nicht an der Uni. Das Thema "gleiches Recht für alle" in Verbindung mit Rechtsstaatlichkeit kannst Du komplett abhaken. Wenn Du das nicht akzeptierst und zumindest gleich ziehst, werden die Chinesen Dich einfach auslutschen und entsorgen sobal Du leer bist. :(

Ich weiß, glaube ich, wie krass Chinesen drauf sind. Aber ganz ehrlich. Wenn ich Chinese wäre, würde ich gar nicht in China arbeiten wollen. Nein, ich gehe dort hin, weil ich Deutscher bin und weil Chinesen mich als Deutschen sehen.

Chinesen sind nochmal weit rassitischer als wir, wenn man sich als Deutscher dort nicht dumm anstellt, dann hat man meiner Ansicht nach einen großen Startvorteil, wenn man sich auf Deutsche Produkte/Dienstleistungen konzentriert.

Das kann man denke ich schon mit Dubai vergleichen (von Dubai habe ich aber sonst keine Ahnung).

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