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Hausverbot bei VW für nicht VW Fahrer


idontknow

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Geschrieben
Ist bei einem bestimmten deutschen Reifenhersteller ähnlich. Da kommt kein LKW auf das Firmengelände, der nicht die Reifen des "Kunden" hat. X-)

Stell ich mir bei Conti am Werkstor sehr amüsant vor, wenn ich grad den Erstazreifen drauf hab, und der zufällig von Dunlop ist:D

Ob mir der Werkschutz dann hilft, den Platten wieder draufzuziehen??!:-o:D

In Kassel scheint man ja, jedenfalls vorerst, doch noch zur Vernunft gekommen sein. Interessant ist der Passus, "es wird eine praktikable Lösung erarbeitet". Bin gespannt, wie diese aussehen wird.

Ob die beschäftigten Dienstleister jetzt Kopien der Papiere aus Ihren Fuhrparks bei der Werksleitung abgeben dürfen und davon die Auftragsvergabe abhängig gemacht wird?!:) Es bleibt also spannend...

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Geschrieben

Ich will's mal so sagen: Wenn ich in meinem Job einen Stahlbauer, mit dem ich recht gut auskomme, gut mit Arbeit eindecke, und dieser dann,

wenn er nun seinerseits einen Anbau seiner Betriebsgebäude vornimmt, nicht mich vorrangig mit den Planungsaufgaben betraut, dann schneidet der sich ins eigene Fleisch.

Eine Hand wäscht die andere, ist nun mal so. Warum sollte das bei Großkonzernen anders sein?

Jeder von euch, der sich über diese Praktik mokiert, wäre doch selbst schon dann beleidigt, wenn er im Freundeskreis in vergleichbarer Situation nicht bevorzugt würde.

Das ganze hat auch was mit Sitte und Anstand seinem Auftraggeber gegenüber zu tun.

Ich käme gar nicht auf den Gedanken mit 'nem Benz bei VW vorzufahren.

Man fährt als Handwerker auch nicht mit 'nem Raudi-Audi-Kombi zum Ford-Händler, um da nach der Heizung zu schauen. Das gehört sich einfach nicht.

Das hat was mit Taktgefühl zu tun. Oder in schönstem Neusprech:"Political correctness".

Grüsse

Wolfgang

Geschrieben

Viele große Zuliefererfirmen haben selbst gar keine festen Firmenwagen mehr. Ich hab schon selbst diverse Praktika bei Automobilzulieferern gemacht, bzw kenne etliche Leute die da arbeiten.

Da steht eine Mietwagenflotte auf dem Parkplatz. Wer eine Dienstreise machen muss, trägt sich in ne Liste ein, kriegt nen Schlüssel und fährt los. Dabei sind Peugeot, Ford, Opel... alles in allem sind es recht "günstige" Wagen.

Dabei kommt es doch vor, das sie gewisse Kunden (BMW, Mercedes, Audi, VW) während eines Projektes sehr regelmäßig Besuchen. Würde mich jedenfalls als Dienstreisender tierisch ankotzen, wenn ich da plötzlich keine Zufahrt mehr kriege... zumal ich schlichtweg keinen Einfluss auf den Wagen hab, mit dem ich komme. Bei großen Firmen, die wirklich viele Kunden haben dürfte das auch durchaus ein logistisches Problem sein, das gerade immer der richtige Wagen da ist... Wieviele Firmen beliefert zb. Bosch oder Siemens?

Es gibt ja so Zulieferbetriebe, die fast ausschließlich für einen Kunden produzieren, da könnte ich es gerade noch verstehen. Wobei bei den deutschen Premiummarken die Kosten solcher Dienstwagen wirklich ein Faktor sind. Oder würdest du als Chef deinen Handwerkern unbedingt ein extra teures Auto mitgeben wollen...

Geschrieben
Ich käme gar nicht auf den Gedanken mit 'nem Benz bei VW vorzufahren.

Man fährt als Handwerker auch nicht mit 'nem Raudi-Audi-Kombi zum Ford-Händler, um da nach der Heizung zu schauen. Das gehört sich einfach nicht.

Das hat was mit Taktgefühl zu tun. Oder in schönstem Neusprech:"Political correctness".

Wolfgang,

das hat Null mit Political correctness zu tun, sag mir doch wieviele Heizungsbetriebe es gibt die 5 Autos unterschiedlicher Marken haben und dann noch in der Arbeitsplanung berücksichtigen können wer mit welcher Karre wo hin muss. Das ist schon ziemlich blauäugig.

Bei uns im Tal hat es einen Ford-Händler, praktisch alle Handwerker fahren darum einen, soll ich nun einem den Zutritt zu meinem Haus verweigern weil ich Ford scheisse finde?

Geschrieben

Das ganze hat auch was mit Sitte und Anstand seinem Auftraggeber gegenüber zu tun.

Ach Du meinst die Art von Sitte und Anstand die der Auftraggeber auch bei der Vergabe des Auftrags an den Tag gelegt hat? Sorry, aber Du weißt nicht wovon Du sprichst. Das wirkliche Geschäftsleben ist einfach anders.

Es gibt schlicht und einfach keinen Spielraum mehr zwischen Kunde und Lieferanten um solche Stilblüten abzubilden.

Dein Beispiel mit dem Handwerker ist ja noch haarstreubender. Hat Dein Heizungsmonteuer für jedes Autohaus der Stadt ein eigenes Auto?

Unglaubliches Posting...:-o

Geschrieben
Ach Du meinst die Art von Sitte und Anstand die der Auftraggeber auch bei der Vergabe des Auftrags an den Tag gelegt hat? Sorry, aber Du weißt nicht wovon Du sprichst. Das wirkliche Geschäftsleben ist einfach anders.

Es gibt schlicht und einfach keinen Spielraum mehr zwischen Kunde und Lieferanten um solche Stilblüten abzubilden.

Dein Beispiel mit dem Handwerker ist ja noch haarstreubender. Hat Dein Heizungsmonteuer für jedes Autohaus der Stadt ein eigenes Auto?

Unglaubliches Posting...:-o

Um mal beim Heizungsmonteur zu bleiben:

Ich denke nicht, das der Betrieb, der gestern einen Ford gekauft hat, bei uns ums Eck von der Benz Niederlassung mit einem Auftrag bedacht wird.

Glaub mal bloß, das da sehr_genau hingeschaut wird.

Zu deiner Aussage, das ich nicht weiß, wovon ich spreche, möchte ich nur sagen, das ich mich seit 25 Jahren in der Selbständigkeit befinde.

Ein ganz klein wenig Einblick in Geschäftspraktiken habe ich schon bekommen.

Und das es hie und da auch Ausnahmen gibt, erlebe ich auch schon mal.

Grüße

Wolfgang

Geschrieben

«Wer einmalig bei uns vorbeikommt, wird nur freundlich darauf hingewiesen. Aber von ständigen Partnern erwarten wir, dass er sich kooperativ zeigt und unsere Autos fährt», sagte der Sprecher. «Wen wir beschäftigen, der soll auch uns beschäftigen.»

und

Wie die «Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen» berichtete, hatte ein Handwerker von einem Volkswagen auf einen Opel umsteigen wollen. Der Werksschutz habe ihn darauf aufmerksam gemacht, dass er dann nicht mehr auf das Werksgelände fahren dürfe, selbst wenn er schwere Teile habe. «Das ist bei großen Firmen ganz normal», sagte der VW-Sprecher. «Viele Zulieferer wie Bosch oder Conti haben unterschiedliche Fahrzeugflotten, mit denen sie die verschiedenen Kunden anfahren.» Damit werde Nähe aufgebaut und um Aufträge geworben. «Wir sehen darin kein Problem und unsere Partner eigentlich auch nicht.»

und

Ein Hausverbot für Fremdmarken hätten bislang alle Werksdirektoren gewollt, aber nie richtig durchgesetzt. «Der jetzige Chef Hans-Helmut Becker ist da konsequenter. Es ist doch ganz normal, dass wir mit denen Geschäfte machen wollen, die auch mit uns Geschäfte machen wollen.» Lieferanten und Handwerker seien Partner, denen man gern helfe, von denen aber auch Hilfe erwartet werde.

und

Der Betriebsrat des VW-Werkes distanzierte sich hingegen von der Politik des eigenen Hauses: «Wir leben in einem freien Land. Wir halten nichts von einem repressiven Vorgehen, das Menschen zwingt, ein bestimmtes Fahrzeug zu kaufen», sagte Betriebsratschef Jürgen Stumpf. Der Betriebsrat sei zwar von den Produkten der Konzernfahrzeugflotte überzeugt. «Dabei überzeugen aber unsere Produkte - nicht Zwänge und Restriktionen!»

Der BR schreibt, in diesem Fall zumindest, noch das beste Statement dazu! Meine Meinung dazu: Ignoranz gepaart mit Arroganz, schlimme Paarung! Oder ist das noch der Gründergeist aus Wolfsburg?

mecki

Geschrieben

Ich finde die ganze Debatte total lächerlich und super peinlich. Auf der einen Seite wird versucht Vorurteile abzubauen (Antidiskriminierungsgesetz) und auf der anderen Seite werden nach Gutsherrenart Menschen gegängelt und bevormundet.

Ein Weltunternehmen wie VW sollte das lieber als Anlaß nehmen sich zu fragen warum fährt der Handwerker kein Auto unserer Marke ? Das ist dann Ansporn in Zukunft noch besser zu werden und das Produkt, den Preis, den Service etc. zu optimieren, so dass niemand merh an dem Produkt VW vorbeikommt.

Geschrieben

Der BR schreibt, in diesem Fall zumindest, noch das beste Statement dazu! Meine Meinung dazu: Ignoranz gepaart mit Arroganz, schlimme Paarung! Oder ist das noch der Gründergeist aus Wolfsburg?

mecki

Ja, so sieht es aus.

Oder darf ich in Zukunft als Lieferanat nicht mehr für Bosch arbeiten, weil meine Heizung von Vaillant ist?

Darf ich in Zukunft als Lieferant zukünftig nur noch für die Porsche AG arbeiten, wenn meine Armbanduhr, das Handy und der Trolley von Porsche-Design ist?

Darf ich in Zukunft als Lieferant für Samsung nur noch arbeiten, wenn Fernseher, LCD-TV, Handy und der Farblaser von Samsung ist?

Dann darf ich wohl auch in Zukunft als Liefernat nicht mehr für Siemens arbeiten, weil meine Espresso-Maschine von Krups und der Fön von Braun ist, oder?

Das alles ist für mich der größte Schwachsinn und ist an eigener Überheblichkeit und Arroganz nicht mehr zu überbieten.

Würde mich ja mal interessieren, ob die VW-Oberen auch nur Ärzte oder Zahlärzte konsultieren, die dienstlich und privat VW fahren. Oder ob die Herren von Porsche nur in Hotels übernachten, wo die Fahrzeugflotte aus 11ern besteht?

Die Automobilhersteller pressen und verhandeln schon seit Jahren (zu Gunsten der eigenen extensiven Gewinnmaximierung!) mit den Zulieferern und legen in den Ausschreibungen ein Geschäftsgebaren an den Tag, welches ich nicht mehr als kaufmännisch seriös bezeichnen möchte. Wenn die Konzerne als Auftraggeber kulant wären, wären es auch die Lieferanten. Und wenn dann die Konzerne mit dem Lieferanten genauso umgehen würden, wenn er nämlich in der Werkstatt als Kunde auftritt, wäre es ja auch noch ok. Aber da ist dann von "günstigen Einkaufspreisen" und Loyalität plötzlich nichts mehr zu hören. Nein, liebe BMW, Porsche und VW - ihr könnt Euch eben nicht nur die Rosinen rauspicken und nur die eigenen Vorteile haben wollen. Der Lieferant ist a) Liefernat und dann auch B) Kunde. Die Konzerne wollen aber auf beiden Seiten das Geld abgreifen - und das ist Lichtjahre weg, von fairem partnerschaftlichen und kaufmöännischem Geschäftsgebaren.

Da hat Porsche mal etwas Gegenwind und Herrn Wideking fällt in der Bilanz-PK nichts anderes ein, als "....im Einkauf Kostenpotentiale zu heben...."

Was für ein Armeutszeugnis - nach Jahren der Milliardengewinne.

Mal sehen, wie es dann zuküftig aussehen wird, wenn viele Zulieferer in die Insolvenz gehen und die zwei drei großen der jeweiligen Branche alles aufkaufen und dann die neue Macht ggb. den Konzernen ausspielen.

Die Stahlproduzenten aus Indien geben hierfür schon mal einen Vorgeschmack.

Und wenn die Konzerne immer mehr Risiken auf die Lieferanten verlagern und mit imensen Haftungsstrafen drohen, dann wird es eben zukünftig für einen Lieferenten besser und billiger sein, einen Vertrag ggf. nicht zu erfüllen und in die ordentliche Insolvenz zu gehen. Und dann? Wem ist dann geholfen? Dann kann sich nämlich auch der Kozern die Strafzahlung in die Haare schmieren und wird prozentual aus der Konkursmasse befriedigt. Aber die Produktion steht still und es muß ggf. beim Wettbewerber (und dann teuer) eingekauft werden.

Alles mehr als Kurzsichtig.

Adios

Geschrieben

@ToniTanti:

schön geschrieben, ich bin genau deiner Meinung :-))!

Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo idontknow,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

Da hat Porsche mal etwas Gegenwind und Herrn Wideking fällt in der Bilanz-PK nichts anderes ein, als "....im Einkauf Kostenpotentiale zu heben...."

Was für ein Armeutszeugnis - nach Jahren der Milliardengewinne.

Dann geh' ich heute Nachmittag mal bei ALDI Heucheln, oder bei Saturn, oder bei Promarkt, oder bei..........

Ich persönlich kenne nicht_einen_Menschen, der keine Preisvergleiche anstellt und darüber hinaus noch versucht zu Handeln.

Das, was wir innerhalb unseres persönlichen Lebensumfeldes tun, können wir doch nicht so einfach ausblenden, wenn es ums Geschäft geht.

Viele von uns sind nicht nur Kunden und Lieferanten, sie sind auch "Shareholder".

Und wie man an der Börse so schön sehen kann, sind sie sehr schnell unzufrieden.

Es nutzt nix, auf andere zu zeigen. Andere kann man nicht ändern, man kann nur sich selbst ändern.

Wenn ich der Meinung bin, das die mir vorgegebenen Rahmenbedingungen zu eng sind, dann kann ich doch die entsprechende Konsequenz ziehen, und einen Vertrag nicht abschließen.

Ich / wir sind doch nicht verpflichtet, für jemanden zu Arbeiten, solange kein Vertrag geschlossen wurde.

Ich lese übrigens aus der Tatsache, das jemand, der gut gewirtschaftet hat und sich ein Reservepolster anlegen konnte nicht heraus, das dieser verpflichtet ist,

es an diejenigen zu verteilen, welche nicht so gut gewirtschaftet haben.

Ich wollte dich mal hören, wenn unsere Politiker kämen und dir dein Erspartes wegnähmen mit der Begründung, das sie zu Blöde zum Haushalten waren.

Dieses ganze Geschwofel über Solidarität, Zusammenhalt und Sorgfaltspflicht endet doch spätestens dann, wenn der einzelne das Opfer bringen soll.

Jeder von uns strickt sich seine individuelle Wirklichkeit so, das er selbst als Gutmensch dasteht.

Aber noch mal zu Porsche: Wäre es besser gewesen, wenn Porsche bei den eigenen Lohnkosten gespart hätte?

Hätte da niemand gesagt:"Denen fällt nix besseres ein, als...."?

Grüße

Wolfgang

Geschrieben

Das dann darauf zu schieben, mit dem Argument, man brauche diese Verträge ja nicht abzuschließen, mag dem Grunde nach stimmen, trifft nur leider nicht den Kern der Sache.

Wenn dem so einfach wäre, gäbe es ja auch keine Rabattschlacht am deutschen Automarkt. Den niemand zwingt ja Mercedes zu Nachlässen von 15% und mehr. Das macht nur der Markt und der Kunde.

Der Zulieferer, der nach einem bestimmten Volumen Mitarbeiter eingestellt hat, Maschinen gekauft hat, sieht sich permanenten Nachverhandlungen der Automobilhersteller gegenüber. Er kann gar nicht anderes. Ferner sehen viele Verträge eine Exclusivität (ähnlich auch bei Aldi) der Lieferanten vor. Wie soll der da bitte reagieren? Klar kann man jetzt groß tönen und sagen, dann hätte er ja nicht unterschreiben brauchen, aber dann hätte er seinen Laden schon vorher dicht machen können. Es gab und gibt für viele eben schlichtweg keine Alternative.

Und das sich die Werke alle Türen offen halten (Porsche in Finnland, oder Fertigungen bei Karman in Osnabrück etc.) und Aufträge an das Verkaufsvolumen koppeln (wie bitte soll das der Lieferant beieinflussen) ist usus. Der Lieferant hat gar keine Chance.

Es sei denn man fährt mehrgleisig, wie z.B. Knorr-Bremse, die eben auch Schienenfahrzeuge ausrichten.

Nein Porsche hätte gar nichts machen müssen. Da hätte die AG eben in 2008/2009 etwas weniger Gewinn. So what? Weder die Lieferanten hätten geblutet noch die Belegschaft. Und? Das wird doch eine Person wie Wideking wohl den Aktionären klar machen köännen, daß eben auch sie mal nach jahrzehntelangem Milliardengewinnen es etwas weniger an Ausschüttung gibt.

Und dann kommt eben auch noch dazu, daß die hier oftmals genannten Hersteller nach der Leitungserfüllung Punkte sunchen und finden, um Zahlungen massiv zu verzögern. Und das ganze mit der puren Berechnung, das der Lieferant der klagt, ausgelistet wird und dann das jahrelange Gerichtsverfahren betrieben wird. Wir haben ja die Kohle - mal sehen wie lange der kleine durchhält, ist hier die Devise. Keine Kohle, keinen Folgeauftrag - also hält der Lieferant mal schön die Klappe. Weil er keine Alternative hat. Und dann, wenn das bekannt ist, werden die Preise nach unten verhandelt.

Immer mehr Aufträge werden in riesigen Pitches ausgeschrieben, wo Verhandlungsrunde auf Verhandlungsrunde und Präsentation auf Präsentation folgt. Alles ist von den Lieferanten auf eigene Rechnung zu erbringen. Das da krative Leistungen (wie bei Anwälten oder Notaren üblich) bezahlt werden, ist ausgeschlossen. Da erwarten die Hersteller, daß der Lieferant das alles bitteschön kostenlos und aus-Spaß-an-der-Freude erbringt. Dann werden die tollen Ideen gesammelt und der billigste bekommt den Job. Na toll.

Bei den Automobilherstellern ist da wirklich nicht alles Gold was glänzt.

Und ja, ich bin noch ein Kaufmann vom alten Schlag und erwarte soetwas wie Korrektheit, Ehrlichkeit, Menschlichkeit usw.

Und auch hier haben die Konzerne eine soziale Verantwortung allen Partnern gegenüber.

Aber es ist ja besser den Lieferanten zu pressen, damit der 3.000 entlassen muß, bevor ich das als VW, AUDI oder Mercedes etc. machen müßte und dann in der Presse auftauche. Und dann war natürlich der Lieferant nicht in der Lage kaufm zu wirtschaften, heißt es dann. Alles verlogen!

Adios

Adios

Geschrieben

Was nicht aufgeht, alle reden von freier Marktwirtschaft, freier Beschaffung, Güter und alles ist mobil, OK warum muss ich dann mit einer VW-Schleuder bei VW aufkreuzen, schliesslich lebe ich in derselben freien Marktwirtschaft... :wink:

Geschrieben
Um mal beim Heizungsmonteur zu bleiben:

Ich denke nicht, das der Betrieb, der gestern einen Ford gekauft hat, bei uns ums Eck von der Benz Niederlassung mit einem Auftrag bedacht wird.

Glaub mal bloß, das da sehr_genau hingeschaut wird.

Was dann ein TOTAL kurzsichtiges Verhalten ist/wäre! Wenn der Monteur mehr verdient und mehr Geld dann reichts sicher auch irgendwann für einen Mercedes!

Kein Auftrag = kein Geld = kein Mercedes! :wink: Wenns denn so einfach wäre!

mecki

Geschrieben

Das Beispiel kapier ich auch nicht... Wenn meine Heizung kaputt ist, ruf ich mal bei den umliegenden Handwerkern an, wann das jemand reparieren könnte und für wieviel. Klar, wenn mir unter meinen eigenen Kunden einer einfällt, ruf ich den vlt. zuerst mal an. Oder schlage meinetwegen noch ein Deal vor, das er die nächste Inspektion umsonst bekommt, wenn er sich dringlich um mein Problem kümmert. Wenn er das nicht will, geh ich eben bei einen anderen... völlig Schnurz was für eine Karre der fährt :???:

Geschrieben

@ToniTanti: Sehr guter Beitrag! Genauso sehe ich das auch. Die kleinen Zulieferer werden bis zum geht nicht mehr an die Wand gepresst und ausgesaugt, ohne Rücksicht auf Verluste. Weigern können sie sich nicht, dann ist Ende in der Halle, also müssen sie erfüllen, zu allen Konditionen die diktiert werden. Erst wenn es hart auf hart kommt, die Zulieferer vor der Insolvenz stehen und die Hersteller dann merken, dass sie ja auf die Produkte angewiesen sind, wird nachverhandelt und versucht das Schlimmste zu vermeiden.

Bin gespannt, wann BMW und Co spitz bekommen, dass es bald ganz dunkel wird, wenn Getrag den Bach runter geht.

Geschrieben

Ich wollte dich mal hören, wenn unsere Politiker kämen und dir dein Erspartes wegnähmen mit der Begründung, das sie zu Blöde zum Haushalten waren.

Also das sie das tun, den Eindruck hab ich täglich X-) X-) X-)

Ich weiß im Grunde schon was du meinst. Mein Vater beliefert zb. diverse Restaurants. Da wird auch erwartet, das man sich dort hin und wieder mal privat blicken lässt/essen geht...

Aber da geht es um preisliche Peanuts. Ein Auto ist ne wirklich verdammt teure Sache wo es dann wirklich ans abwägen geht zwischen was ist wirtschaftlich und was tut man "anstandshalber" zum festigen des persönlichen Geschäftsvertrauens.

Ob ich jetzt in dieses Restaurant gehe, oder zum Italiener im nächsten Ort tut sich kostenmäßig nichts...

Auf der anderen Seite beliefert er auch ein Feinkost Geschäft, wo die Ware wirklich deutlich teurer weiterverkauft wird. Und der Verkäufer dort erwartet auch nicht ernsthaft, das mein Vater da als Kunde auftaucht und die Sachen für den 3-4fachen Preis zurückkauft...

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