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Erfahrung mit Factoring?


Daniel J.

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

hallo,

ich würde mal gern wissen ob jemand erfahrungen mit factoring gemacht hat? wir kommen aus der bau branche und die zahlungsmoral ist so eine sache,

daher überlegen wir mit factoring zu arbeiten.

kann einer was dazu berichten??

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Geschrieben
hallo,

ich würde mal gern wissen ob jemand erfahrungen mit factoring gemacht hat? wir kommen aus der bau branche und die zahlungsmoral ist so eine sache,

daher überlegen wir mit factoring zu arbeiten.

kann einer was dazu berichten??

Ich kenne kein seriöses Factoring-Unternehmen, das Forderungen in der Baubranche vorfinanziert. :wink:

Geschrieben

Servus,

habe zwar nicht direkt Erfahrung damit, kann mir aber vorstellen, dass es sehr teuer ist. Hast dir Alternativ schon mal über eine Creditversicherung überlegt?

Geschrieben

Wie wäre es denn sonst ganz einfach mit einer Zwischenfinanzierung?

Weiß jetzt nicht genau was ihr in der Baubranche macht aber beim Eigenheimbau wird soetwas oft gemacht.

:-))!

Geschrieben

Danke für die antworten. Könnt ihr mal mehr dazu schreiben wie das ganze funktioniert?

Geschrieben

Die Forderungen werden an die Factoringgesellschaft abgetreten.

Dann gibt es zwei Arten von Factoring: Offen und verdeckt.

Bei der offenen Variante werden die Forderungen direkt von der Factoringgesellschaft eingetrieben, bei der verdeckten Variante agiert die Gesellschaft nur im Hintergrund und die Forderungen werden weiter vom Unternehmen selber eingetrieben.

Normal ist die offene Variante.

Das Unternehmen erhält das Geld mit einem gewissen Abschlag direkt und sofort von der Gesellschaft.

Nachteile:

Relativ teure Art der Finanzierung und gegebenenfalls ruppiger Umgang der Factoringgesellschaft mit den Kunden.

Vorteil:

Risiko des Forderungsausfalls geht an die Factoringgesellschaft und das Unternehmen erhält sofort sein Geld. Die Liqudität steigt also.

Gegenüber Privatpersonen wird kein Factoring gemacht. Wenn das sowieso eine Wackelbranche ist wird sich die Factoringgesellschaft sicher zurückhalten oder die Abschläge müßten untragbar groß werden.

Soweit meine Recherchen aus der Theorie und einigen Anfragen bei entsprechenden Gesellschaften, die ich interessehalber mal vor längerer Zeit angestellt habe. Falls es jemand aus der Praxis besser weiß, bitte berichten.

Fazit:

Meist teuer oder nicht möglich. Vermutlich dann sinnvoll, wenn man in Liquiditätsschwierigkeiten ist.

Du wirst also eure Probleme bei Eintreiben eurer Forderungen nicht einfach auf eine Factoringgesellschaft abwälzen können. Die wären ja schön blöd, wenn sie das machen würden.

Geschrieben
Die Forderungen werden an die Factoringgesellschaft abgetreten.

Dann gibt es zwei Arten von Factoring: Offen und verdeckt.

Bei der offenen Variante werden die Forderungen direkt von der Factoringgesellschaft eingetrieben, bei der verdeckten Variante agiert die Gesellschaft nur im Hintergrund und die Forderungen werden weiter vom Unternehmen selber eingetrieben.

Normal ist die offene Variante.

Das Unternehmen erhält das Geld mit einem gewissen Abschlag direkt und sofort von der Gesellschaft.

Nachteile:

Relativ teure Art der Finanzierung und gegebenenfalls ruppiger Umgang der Factoringgesellschaft mit den Kunden.

Vorteil:

Risiko des Forderungsausfalls geht an die Factoringgesellschaft und das Unternehmen erhält sofort sein Geld. Die Liqudität steigt also.

Gegenüber Privatpersonen wird kein Factoring gemacht. Wenn das sowieso eine Wackelbranche ist wird sich die Factoringgesellschaft sicher zurückhalten oder die Abschläge müßten untragbar groß werden.

Soweit meine Recherchen aus der Theorie und einigen Anfragen bei entsprechenden Gesellschaften, die ich interessehalber mal vor längerer Zeit angestellt habe. Falls es jemand aus der Praxis besser weiß, bitte berichten.

Fazit:

Meist teuer oder nicht möglich. Vermutlich dann sinnvoll, wenn man in Liquiditätsschwierigkeiten ist.

Du wirst also eure Probleme bei Eintreiben eurer Forderungen nicht einfach auf eine Factoringgesellschaft abwälzen können. Die wären ja schön blöd, wenn sie das machen würden.

Christian, so weit Ok

Die Factoringgesellschaft kontrolliert laufend den Kundenstamm und finanziert nicht jeden Auftrag.

Hat Vorteile für Firmen die nicht in der Lage sind Ihre Kunden nach Bonität zu beliefern. Ist aber ein Armutszeugnis für die Geschäftsführung.

Die Auszahlungsquote wird jährlich nach den abgelaufenen Risiken neu festgelegt.

Vorsicht vor Lieferanten die Factoring benützen. Könnte ein Zeichen "schlechter " Geschäfsführung und mangelnder Bonität sein. Das kann im Gewährleistungs/Haftungsfall problematisch werden.

Geschrieben

Bisher alles richtig, aber es muss kein Zeichen fuer schlechtes Management sein: es kann auch sein dass die Firma zwar einen Reisen Umsatz macht aber nur einen Bruchteil an Marge uebrigbleibt. Einige unserer Hardware Lieferanten benutzen factoring und zwar nur aus dem Grund dass die Milionenumsaetze machen in Vorleistungtretenmuessen und nur Margen im ganz kleinen Prozentbereich erzielen.

Andere Bsp kenne ich auch: Cowboy Management hat nachdem factoring eingefuehrt wurde, endlich wieder Geld fuer riesen Gehaelter, Sportwagen und exorbitante Party's....

Geschrieben
hallo,

ich würde mal gern wissen ob jemand erfahrungen mit factoring gemacht hat? wir kommen aus der bau branche und die zahlungsmoral ist so eine sache,

daher überlegen wir mit factoring zu arbeiten.

kann einer was dazu berichten??

Du wirst wohl kaum jemanden finden, der deine Forderungen zu vernünftigen Konditionen übernimmt.

In der Baubranche haben wir es mit handwerklicher Arbeit zu tun. Diese ist besonders Mängelanfällig, da fast ausschließlich Handarbeit.

Wenn nun ein Auftraggeber als schwarzes Schaf nicht zahlen will (aus welchen Gründen auch immer),

so wird er an der erbrachten Leistung genügend Mängel finden, um Zahlungen weit hinauszuzögern oder aber zur Gänze zu verweigern.

In den meisten Fällen läuft es dann auf langwierige Prozesse mit ungewissem Ausgang hinaus.

Welche Factoring-Gesellschaft will sich denn diesen Schuh anziehen?

Die sind hauptsächlich an sicheren Forderungen interessiert. Mit unsicheren Forderungen kannst Du denen nicht kommen.

Interessant ist Factoring eigentlich auch nur für die, welche ihr Limit bei den Banken schon erreicht haben.

Grüße

Wolfgang

Geschrieben

Factoring hat den Nachteil, dass Kosten auch für unproblematische Debitoren anfallen. Erfolgversprechender ist die Konzentration des Einsatzes der Finanzmittel auf Problemfälle:

http://www.rent-a-killer.com

:wink:

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo Daniel J.,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

es kanns doch nicht sein das man jedes mal seinem geld wochenlang hinter her rennen muss und wenn man es dann doch bekommt, nicht die volle summe bezahlt wird :evil::-(((°

der knaller war erst demletzt, rechnung um die 10.000€ und was kriegt man? 1200 € gezahlt X-)

wie würdet ihr denn am besten vorgehen?

Geschrieben
es kanns doch nicht sein das man jedes mal seinem geld wochenlang hinter her rennen muss und wenn man es dann doch bekommt, nicht die volle summe bezahlt wird :evil::-(((°

der knaller war erst demletzt, rechnung um die 10.000€ und was kriegt man? 1200 € gezahlt X-)

wie würdet ihr denn am besten vorgehen?

Also ich kann mir nicht vorstellen, dass man sein Geld nicht grundlos NICHT bekommt.

Da muss ja ein Grund vorgelegen haben.

Bei mangelhafter Leistung ist ein entsprechender Einbehalt möglich.

Wenn die Leistung mangelfrei war, muss der Kunde zahlen.

Kann er nicht, dann ist er insolvent. Mit allen Konsequenzen.

Er hat doch sicher einen Grund für den Einbehalt genannt.

Wenn dein Kunde grundlos nicht gezahlt hat, dann frage ich dich, warum Du noch nicht beim Anwalt warst.

Es gibt auch noch die Möglichkeit einer Vertragserfüllungsbürgschaft seitens deines Kunden.

Man kann sich auch gegen Konkursausfälle versichern.

Was verstehst Du denn unter "wochenlanges hinter her rennen"?

4 Wochen unverhandeltes Zahlungsziel haben sich doch schon lange etabliert.

Grüße

Wolfgang

Geschrieben
Bisher alles richtig, aber es muss kein Zeichen fuer schlechtes Management sein: es kann auch sein dass die Firma zwar einen Reisen Umsatz macht aber nur einen Bruchteil an Marge uebrigbleibt. Einige unserer Hardware Lieferanten benutzen factoring und zwar nur aus dem Grund dass die Milionenumsaetze machen in Vorleistungtretenmuessen und nur Margen im ganz kleinen Prozentbereich erzielen.

Factoring ist sehr wohl ein Zeichen für schlechtes Management oder falsche Finanzierung was wieder auf ein schlechtes Management schließt.

Gerade bei einer dünnen Marge kann man sich kein teures Factoring leisten.

Es gibt zig andere Möglichkeiten zur Finanzierung:

intern:

- Lagerbestand reduzieren

- Abläufe optimieren (Umschlagsgeschwinidigkeit)

- kurz Verkürzung der Bilanzsumme - höhere EK-Quote!

- Erhöhung EK durch Partner/Investor/Zusammenschlüsse etc. EK bringt FK

extern:

- Verlängerung Zahlunsziel Kreditoren (evtl. L/C)

- höhere KK-Linien

- Verkürzung Zahlunsziele Debitoren

- aktiveres Forderungsmanagement.

- etc.

Allerdings weiß ich auch, dass es in der Baubranche generell sehr schwer ist.

Wie Alpinchen geschrieben hat, wer was finden will, der findet was.

Leider ist es Volkssport beim Bau den Handwerker abzuziehen und dann dies

mit Stolz zu verkünden, wieviel man doch rausgeholt hat!

Geschrieben

Leider ist es Volkssport beim Bau den Handwerker abzuziehen

Dann müsste man fairer Weise aber auch hinzufügen, dass Schlechtleistung im Handwerk die Norm ist. Aus privater und beruflicher Erfahrung würde ich die Schlechtleistungsquote in Deutschland auf deutlich über 50% taxieren.

Ich vermute, es lernen zu viele junge Leute handwerkliche Berufe, obwohl es ihrer Neigung nicht entspricht. Das Ergebnis ist dann, dass alle pauschal über "das Handwerk" schimpfen. Ich gibt aber auch Könner, die ohne Mehraufwand an Material oder Arbeitsstunden beispielsweise aus einem Badezimmer ein Kunstwerk machen. Leider habe ich bislang keinen von denen für meine Gewerke gefunden.

Geschrieben
gibt aber auch Könner, die ohne Mehraufwand an Material oder Arbeitsstunden beispielsweise aus einem Badezimmer ein Kunstwerk machen. Leider habe ich bislang keinen von denen für meine Gewerke gefunden.

Sorry fürs OT:

Ich habe vor ein paar Wochen noch unser Flachdach sanieren lassen und die Dachdecker waren täglich zu dritt pünktlich vor Ort und haben super gearbeitet. Einer hat sich mit der Flex übel am Daumen verletzt. Ab ins Krankenhaus zum nähen und am nächsten Tag stand der Kerl mit dickem Verband wieder auf dem Dach :-o

Es war ein kleiner lokaler Betrieb. Und das ist der Punkt: Handwerker nehme ich (auch wenn sie etwas teurer sein mögen) nur noch aus dem direkten Umfeld. Hier gibt es immer noch einen Ruf zu verlieren und das wissen die meisten Chefs sehr gut.

Geschrieben
Sorry fürs OT:

Ich habe vor ein paar Wochen noch unser Flachdach sanieren lassen und die Dachdecker waren täglich zu dritt pünktlich vor Ort und haben super gearbeitet. Einer hat sich mit der Flex übel am Daumen verletzt. Ab ins Krankenhaus zum nähen und am nächsten Tag stand der Kerl mit dickem Verband wieder auf dem Dach :-o

Es war ein kleiner lokaler Betrieb. Und das ist der Punkt: Handwerker nehme ich (auch wenn sie etwas teurer sein mögen) nur noch aus dem direkten Umfeld. Hier gibt es immer noch einen Ruf zu verlieren und das wissen die meisten Chefs sehr gut.

Find ich an sich gar nicht so OT, und wer übers Handwerk schimpft hat meist zuvor wochenlang den Billigsten gesucht und dann irgendwo in Europa gefunden. Mit Handwerkern vor Ort hatten wir noch nie Probleme, optimal haben sich bei unseren Häusern die Arbeiter der unterschiedlichen Firmen (ob Rohbau, Dach, Innenausbau) alle gekannt und auch mal zusammen Hand angelegt. Ergebniss war zwar nicht 100% das billigste, aber das Geld wert, und das ist es doch was das Wort preiswert eigentlich meint. Und wir mussten auch kein Geld kürzen sondern die Leistung wurde einfach erbracht. Unsre Baufirmen am Ort haben somit auch keine Finanzprobleme sondern stehen einfach gesund da, auch ohne Factoring etc.

Geschrieben

@Flo: Ganz deiner Meinung.

Problematisch wird es immer, wenn Umsatz "um jeden Preis" gemacht werden muss.

Ich will nicht sagen, dass ich mir die Rosinen rauspicken kann, bestimmt nicht. (kein Handwerk, sondern Planung)

Aber ich habe so zwei Standart-Sprüche drauf, wenn's unter die Gürtellinie gehen soll.

Zum einen:

Wenn ich Geld wechseln will, gehe ich zur Sparkasse.

Zum anderen:

Da lehne ich den Auftrag lieber ab, billiger kann ich nicht mehr Urlaub machen.

Man muss dabei bedenken, das die Urlaubskosten fast zur Nebensache werden angesichts des Verdienstausfalles während dieser Zeit.

Man muss sich seine Geschäftspartner VOR der Zusammenarbeit ansehen.

Man muss auch bereit sein, einmal einen Auftrag abzulehnen.

Selbst Kurzarbeit kann gegenüber einem "faulen Kunden" ein billiges Vergnügen sein.

Grüße

Wolfgang

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