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Britische TV-Doku zeigt begleiteten Selbstmord


Zzono

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Geschrieben

Hallo,

ihr habt bestimmt etwas von diesem Thema mehr oder weniger gehört.

Es hat mich aber völlig überrascht, dass die Mehrheit gegen diesen "begleiteten Selbstmord" ist.

Das Opfer, das sein Leben aufgrund seiner unheilbaren Krankheit leider aufgegeben hat, wird kritisiert.

Ich fand aber sehr mutig von ihm. Seine Entscheidung fiel sicherlich nicht einfach.

Meiner Meinung nach sollte jeder für sich selbst entscheiden, was er tut.

Also ich gebe diesem Herrn Recht zu sterben. Wie seht ihr ?

Was noch eine spannende Frage wäre, ist, ob diese Sterbehilfe nicht nur in der Schweiz, sondern auch überall auf der Welt durchgeführt werden soll ( Meines Wissens nach wird diese Sterbehilfe schon in Niederlande und Belgien durchgeführt ).

Schöne Grüße aus Duesseldorf

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Geschrieben

Sicherlich ein heikles Thema.

Grundsätzlich sollte jeder das Recht haben über sein Leben zu bestimmen, meiner Meinung nach, hauptsächlich im Alter oder bei schweren Krankheiten.

Oft würde es ja schon reichen jemanden "normal" sterben zu lassen ohne diesen mehr an Geräten am Leben zu halten.

Aber das sehen vermutlich viele Leute auch wieder anders.

Geschrieben

Hallo,

das ist wirklich ein heikles Thema.

Viele sehen immer nur das sich jemand umbringt und seinem Leben so ein frühes Ende bereitet. Doch wer versetzt sich schon einmal in die Lage des

jenigen?

Mal ehrlich, ich würde auch lieber ein ruhiges einschlafen einer schweren, mühseeligen, an Geräten gebundenen und unheilbaren Krankheit vorziehen.

Warum soll man es seiner Familie und Freunden so unnötig schwer machen. Jeder würde sich opfern und einem helfen wollen und es würde ja doch nix

bringen. Es würde jeden nur verletzen zu sehen wie ein einst kerngesunder fröhlicher Mensch so so leidet.

Es wird ihm nicht schwer gefallen sein diese Entscheidung, doch wollen wir doch alle glücklich sein. Und jeder sollte seinen eigenen Weg gehen. Seine

Familie wird ihn nun als glücklichen Menschen in Erinnerung halten der ruhig eingeschlafen ist.

Ich kann ihn verstehen.

Geschrieben

Hier ist ein Spiegel Artikel zu dem Thema:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,592371,00.html

In Deutschland ist die Situation für Ärzte leider sehr schwierig, viele möchten Helfen dürfen aber offiziell nicht, viel helfen dann eben unter der Hand. Ich selbst weiss nicht wie ich mich in der Situation als potentieller Helfer oder auch als potentieller Sterbender verhalten werde. Aber unsere Praxis in Deutschland finde ich unerträglich, es gibt gute Beispiele in anderen Ländern in denen es den beteiligten Menschen unter gewissen Bedingungen freigestellt ist nach ihrem Gewissen zu handeln, das ist für mich der richtige Weg. Ich möchte später als Arzt nicht zur Hilfe zum "Suizid" gezwungen werden können, ich möchte aber auch nicht tatenlos zusehn müssen. Beides widerstrebt meiner Einstellung sehr und das Helfen durch eine "versehentlich" zu hohe Dosis Schmerzmedikamente oder das Vermitteln an jemanden mit weniger rechtlichen Skrupeln kann nicht der richtige Weg sein.

Geschrieben

Die Situatuation in Deutschland ist wirklich unerträglich.

Hier wird man ob man will oder nicht, das heißt entgegen seinen Willen mit Geräten künstlich am Leben gehalten.

Es hat da ja einen jahrelangen Streit gegeben, von Eltern die ihre seit Jahren gehirntote Tochter endlich in Würde "sterben" lassen wollten ...

1.

Ich will über mein Leben selbst entscheiden und da hat mir NIEMAND dreinzureden - der Staat schon gar nicht!

2.

Wenn ein Leben nur mehr durch Geräte am Leben erhalten werden kann, also ohne künstliche und dauerhafte Hilfe der Organismus selbst nicht mehr lebensfähig ist, dann hat der Staat (bzw. Ärzte) nicht das Recht, das Leben künstlich zu verlängern.

Geräte abschalten hat nichts zu tun mit Sterbehilfe oder Tötung (wenn keine Aussicht mehr auf Heilung besteht), sondern ist einfach der Verzicht auf künstliche Funktionsverlängerung eines nicht mehr selbständig lebensfähigen Organismus.

Geschrieben

Wieso heikles Thema?

Man springt vom Dach und ist dann tot.

Man erschießt sich und ist dann tot.

Man erhängt sich und ist dann tot.

Alles ganz einfach und passiert weltweit täglich. Mir persönlich sind da selbst mehrere Fälle bekannt, tragisch, aber das ist halt geschehen und unumkehrbar.

Heikel wird das Thema erst dadurch dass die Menschen nicht mehr in der Lage sind selbst ihre Entscheidung umzusetzen und auf Hilfe angewiesen sind.

Hätte Craig Ewert aus dem Film vor seiner Krankheit den Giftcocktail aus eigener Kraft getrunken, so wette ich dass es darüber kein Film und diese Medienwelle gegeben hätte. Ein Selbstmord von vielen. Auch in diesem Fall wäre er wie jetzt tot.

Also was ändert sich daran dass ihm geholfen wurde?

Geschrieben
Hier wird man ob man will oder nicht, das heißt entgegen seinen Willen mit Geräten künstlich am Leben gehalten.

Das ist falsch.

Auch in Deutschland gibt es Regelungen zur Patientenverfügung und zur Vorsorgevollmacht.

Es hat da ja einen jahrelangen Streit gegeben, von Eltern die ihre seit Jahren gehirntote Tochter endlich in Würde "sterben" lassen wollten ...

Hier hätte solch eine Verfügung schon weitergeholfen. Beispielsweise nach einem Unfall kann man per Messung bestimmen, ob die Hirnströme noch vorhanden bzw. nicht mehr vorhanden sind. In zweitem Fall ist der Hirntod eingetreten und es darf in Deutschland straffrei "abgeschalten" werden.

Allerdings geht das nunmal nur, wenn man das vorher schriftlich vermerkt hat.

Natürlich hat man so eine Verfügung nicht immer im Geldbeutel, allerdings hilft auch schon ein formloser Zettel mit der Aufschrift "Patientenverfügung ist vorhanden, liegt zuhause in der Nachtkonsole" (so in der Art natürlich).

Bei der Patientenverfügung selbst gibt es natürlich gewisse Regeln zur Formulierung. Es muss alles zweifelsfrei erschließlich sein, aber dazu gibt es sicherlich auch Beratung durch Fachleute oder fertige Formulare.

Ich will über mein Leben selbst entscheiden und da hat mir NIEMAND dreinzureden - der Staat schon gar nicht!

Es gibt aber doch Fälle (so wie die Komapatienten), da kannst Du nicht mehr selbst entscheiden! Im übrigen ist das ganze ja höchst kompliziert.

Nach wievielen Wochen bekommt ein Wachkomapatient denn nichts mehr mit? Nach 2, nach 8, nach 16 Wochen? Und wer entscheidet dann über Leben und Tod? Der Chefarzt, der Priester, die Frau oder die Kinder? Oder vielleicht sogar ein Gericht?

Ich denke mal dass es jedem klar scheint, dass letzteres die schlechteste Variante für einen Menschen ist wenn man wegen sowas vor Gericht geht.

Wenn ein Leben nur mehr durch Geräte am Leben erhalten werden kann, also ohne künstliche und dauerhafte Hilfe der Organismus selbst nicht mehr lebensfähig ist, dann hat der Staat (bzw. Ärzte) nicht das Recht, das Leben künstlich zu verlängern.

Beispiel: Unfall auf der Landstraße: Vater liegt ohne Puls und Herzschlag neben dem Auto, Kinder und Frau leben.

Soll die Feuerwehr den Mann dann liegen lassen oder versuchen, ihn zu reanimieren? (reanimieren Sie, ist das ja bereits eine künstliche Verlängerung des Lebens)

Denn wer beschließt denn, wielange der Organismuss schon nicht mehr selbst in der Lage ist den Menschen am Leben zu erhalten?

Glaub mir, kein Mensch der Welt würde hier untätig bleiben und den Mann sterben lassen (und da besteht ja kein Zweifel- das Herz schlägt nicht mehr. Ohne fremde Hilfe ist der Mann tot)

Er wird also reanimiert, möglicherweise verschlechtert sich der Zustand aber auf dem Weg ins Krankenhaus immer wieder. Jetzt hat man den Menschen aber wiederbelebt, deshalb haben Ärzte auch die Pflicht, Dich am Leben zu lassen!

Es besteht hier überhaupt kein Zweifel.

Geräte abschalten hat nichts zu tun mit Sterbehilfe oder Tötung (wenn keine Aussicht mehr auf Heilung besteht), sondern ist einfach der Verzicht auf künstliche Funktionsverlängerung eines nicht mehr selbständig lebensfähigen Organismus.

Kernfrage: Ab wann besteht keine Aussicht mehr auf Heilung? :wink:

Generell nochmal zu deinem Beitrag:

Natürlich ist das verständlich so zu argumentieren, aber in einem Rechtstaat ist alles geregelt. Auch der äußerst schmale Grad zwischen Leben und Tod.

Deshalb möchte ich es keinem Arzt, keinem Richter und keinem Angehörigen zumuten über das Abschalten der Geräte zu bestimmen, zumindest nicht ohne irgendeine Verfügung meinerseits.

Und heikel ist der Fall aus GB schon sehr.

Frage mich wirklich ernsthaft wie man auf den Plan kommt sich beim Sterben filmen zu lassen.

Geschrieben
Wieso heikles Thema?

Man springt vom Dach und ist dann tot.

Man erschießt sich und ist dann tot.

Man erhängt sich und ist dann tot.

So einfach ist das Ganze dann auch wieder nicht, ich glaube hier geht es eher um Menschen, die an Apparaten hängen und nur durch diese Leben. Klar, wenn jemand körperlich gesund ist und denkt, sein Leben beenden zu müssen, so kann er das auch tun (nur wann ist es "gerechtfertigt"?)

Wenn man allerdings in einem Unfall stark verletzt ist und nur durch Geräte am Leben gehalten werden kann, sollte man schon Sterbehilfe gewährleisten, wenn dies der Wunsch des Patienten (mir fällt kein besseres Wort ein) ist.

Zu diesem Thema fällt mir der Fall Vincent Humbert ein, der 2003 in Frankreich großes Aufsehen erregte: Ein junger Mann, Vincent Humbert, hatte einen Autounfall und war danach gelähmt, stumm und (fast) blind. Durch seinen rechten Daumen konnte er noch mit der Außenwelt kommunizieren. Er äußerte den Wunsch sterben zu wollen und schrieb einen Brief an Jacques Chirac, der die allerdings ablehnte. Daraufhin versuchte Vincents Mutter ihn mit Schlafmitteln umzubringen, was aber nicht gelang. Sie wurde festgenommen (und später wieder freigelassen). Schließlich drehten die Ärzte die Geräte 2003 ab.

In diesem Fall finde ich es schon brutal Sterbehilfe abzulehnen, immerhin war es der Wunsch des geistig voll anwesenden Patienten (was man von einigen körperlich gesunden Menschen nicht behaupten kann), also warum wird dann sowas abgelehnt?

edit: siehe auch hier

edit2: Ich sehe gerade, dass du das Thema eh angeschnitten hast :oops:

Geschrieben

Ich sehe die Sache ganz einfach.

Wenn ich vor hätte mein Leben zu beenden dann könnte ich dies innerhalb weniger Minuten durchziehen. Wie schon gesagt, ich kenne Menschen die da bereits "erfolgreich" waren. Sorry, bin nunmal Zyniker.

Ich fände es nicht fair wenn andere Menschen die durch eine Behinderung diese Freiheiten und Möglichkeiten nicht genießen ihren Weg zu verwähren. Das ist für mich Diskriminierung. Ich bin generell dafür dass man Menschen hilft ihren Weg zu gehen und ihre Entscheidungen zu respektieren.

Wohin dieser Weg nun führt und ob wir persönlich das nun gut finden oder nicht, das haben wir für andere nicht zu entscheiden. Solange sie niemand anderen mit ihrer Wahl verletzen und diese Wahl in voller geistiger Reife treffen bin ich dafür.

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo Zzono,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben
...und diese Wahl in voller geistiger Reife treffen bin ich dafür.

Und hier ist der springende Punkt. Wer darf wann sagen wann ich evtl. unter dem Einfluss einer Depression stehe oder sonstwas habe und mich eben nicht oder eben schon mit Hilfe umbringen darf, bzw. umgebracht werden darf? Und wer darf das dann tun und mit welcher Ausbildung? Darf es ein selbstständiger Giftmischer sein, der von Medizin keine Ahnung hat aber im Internet einen Giftcocktail gelesen hat? Muss es ein Arzt sein der es in Deutschland von seinem Berufsverband aus offiziell nicht darf!? Kann ich meine Mutter im Fall der Fälle dann auch einfach mit dem Kopf unter Wasser drücken oder wäre das nicht human?

Geschrieben

@Rodemarc

Natürlich sind manche Entscheidungen nicht leicht. Und natürlich soll das Leben geschützt werden, aber

1. bisher war es jedenfalls so, daß eine Patientenverfügung in dieser Hinsicht nichts wert war. Das ist kürzlich in einem FS-Report, wo auch dieser Fall mit dem Mädchen behandelt wurde, klar dokumentiert worden. Auch wenn dezidiert drin steht, daß man von Geräten nicht künstlich am Leben gehalten werden möchte, mußte bzw. durfte sich der Arzt nicht daran halten.

2. Selbstverständlich gilt die Ablehnung der lebenserhaltenden Gerätehilfen nicht für die Notfallmedizin. Dies darf nur dann gelten, wenn nach objektiv ärztlichen Befund (also z.B. Hirntod) eine Wiederherstellung ausgeschlossen ist.

3. Solange ich in der Lage bin über mein Leben zu entscheiden, muß das respektiert werden. Und wenn ich mich entscheide zu sterben, dann muß das auch der Staat zur Kenntnis nehmen. Es ist nicht sinnvoll es Ärzten zu untersagen und sie unter Strafe zu stellen, weil sie dem Wunsch des Patienten folgen.

Es ist jedenfalls eine moralische Frage, wie weit und wie lange darf man Leben erhalten. Was ist, wenn es diese Maschine nicht gäbe, dann wäre es keine Frage. Was ist, wenn eine Maschine erfunden wird, die den übrigen Körper völlig überflüssig macht und dafür nur das Gehirn am Leben erhält, wo ist die Grenze?

Die Entscheidung für mein Leben kann mir niemand abnehmen und die lasse ich mir auch nicht abnehmen, solange ich sie bewußt treffen kann - mündlich oder schriftlich.

Wenn ich dazu nicht in der Lage bin, dann sollen und dürfen die Angehörigen entscheiden, was geschehen soll, wenn eine Wiederherstellung ausgeschlossen scheint.

Geschrieben

Das ist auch absolut in Ordnung. Aber dann sollte man sein Leben in jeder Hinsicht auch selbst beenden. Ich bin doch mit der deutschen Regelung einverstanden, denn die deutsche Gesetzgebung plädiert für das Leben und das ist gut so, denn bei erlaubter Sterbehilfe wird es nicht lange dauern, bis der Erste unter diesem Deckmantel einen anderen umbringt.

Auch wenn man sagen kann, dass die deutsche Gesetzgebung sozusagen "zu Tode pflegt". Die Regelung finde ich okay. Bis auf Patienverfügung, diese sollten normativ, notariell beglaubigt, gelten.

Gruß

Christian

Geschrieben
Bis auf Patienverfügung, diese sollten normativ, notariell beglaubigt, gelten.

Warum sollte ich für eine Patientenverfügung zum Notar müssen? Womit begründest du das?

Geschrieben

Ich denke an meine berufliche ZukunftO:-).

Nein, Scherz beiseite. Ich halte es für nötig, um sicher zu gehen, dass diese Urkunde auch echt ist, um Missbrauch zu vermeiden.

Geschrieben
Ich denke an meine berufliche ZukunftO:-).

Nein, Scherz beiseite. Ich halte es für nötig, um sicher zu gehen, dass diese Urkunde auch echt ist, um Missbrauch zu vermeiden.

Ein Testament kann ich aber unter anwesenden Zeugen auch ohne Notar (selbst) schreiben und die Echtheit ist damit nachgewiesen. Denkst du nicht, dass dieses System auch ausreichen würde? Inwiefern siehst du noch einen Zwang zur Kontrolle der geistigen Fähigkeit bei Unterschrift? Das wird aktuell ja auch öfter mal angezweifelt wenn Verfügungen sehr spät im Krankheitsverlauf auftauchen oder gemacht werden.

Mit der Verfügung sichere ich auch nur meine Zukunft ab. :-)

Geschrieben

Wie soll man denn erkennen, wenn die Ehefrau hirntot ist, aber nicht abgeschaltet werden möchte, wenn ihr Ehemann am nächsten Tag ins Krankenhaus mit einer Patientenverfügung kommt, dass diese vom Ehemann gefälscht wurde, nur um sie endlich loszuwerden?

Geschrieben

Wie schon gesagt, jeder sollte sich über so einen Fall mal Gedanken machen und eine Entscheidung für sich finden bevor so ein Fall überhaupt eintritt.

Das nimmt dann sowohl der Familie als auch den Ärzten viele Probleme ab. Ich genieße mein Leben schon bewusster wenn ich weis wies dann später mal endet. Und mein Leben ist toll! :-))!

Geschrieben
Wie soll man denn erkennen, wenn die Ehefrau hirntot ist, aber nicht abgeschaltet werden möchte, wenn ihr Ehemann am nächsten Tag ins Krankenhaus mit einer Patientenverfügung kommt, dass diese vom Ehemann gefälscht wurde, nur um sie endlich loszuwerden?

So wie es eben jetzt bei Testamenten auch schon gemacht wird, mit Zeugenunterschriften, mit Schriftvergleichen im Zweifel etc. Also die Möglichkeiten gibt es meiner Meinung nach, nur kosten sie leider immer Zeit.

Eine Patientenverfügung zu haben ist aber sicherlich mal nicht der schlechteste Anfang, auch wenn sie noch nicht notariell beglaubigt ist.

Geschrieben

Da ich vor 8 Jahren selbst an einer potentiell tödlichen Krankheit litt und lange Zeit im Krankenhaus verbracht habe, hab ich eine meiner Ansicht nach recht "klare" Sicht zu dem Thema.

Für mich selbst hat sich alles zum Guten gewandelt, für viele andere mit denen ich in dieser Zeit Kontakt hatte nicht.

Es ist einfach furchtbar einen Menschen Gesundheitlich verfallen zu sehen, bis hin zum vegetieren.

Ich kenne von damals keinen der schlimmeren Fälle, an dem es ab einem gewissen Grad nicht der Wunsch der Patienten, bzw in vielen Fällen der Eltern (das waren Kinder, die noch viel zu jung waren um das wirklich zu verstehen) den Schmerzen und unfassbarem Leiden ein Ende zu bereiten.

Wer das NICHT will, auch OK, damit hab ich kein Problem. Aber das ein kerngesunder, im vollen Saft stehender Mensch es wagt mit "moralischen Prinzipien" gegen den Willen eines Todkranken zu argumentieren finde ich einfach nur pervers.

Man muss einfach bedenken, wie schlecht es einem Menschen gehen muss, das er aus voller Überzeugung das Handtuch wirft. Durch wieviele Stadien der Verzweiflung muss man gehen, bis man an diesem Punkt ankommt?

Dann kommt irgend einer daher und sagt das wäre falsch?

Ich bin auf jeden Fall für eine legale Möglichkeit dies in Aussichtslosen Fällen zu tun, zumindest wenn der Wille des Betroffenen eindeutig bekannt ist.

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