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Fahrbericht Aston Martin DBS


Sonny.Crocket

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Ich hatte gestern die Gelegenheit den DBS auf einer Teststrecke einmal ein paar Runden zu fahren. Ich wollte Euch natürlich über dieses Erlebnis nicht im Dunkeln lassen. :wink:

Also, los geht´s....

Erster Eindruck:

Da ich das Auto schon einmal zuvor in Ruhe von innen und aussen sehen konnte, war die pure Erscheinung jetzt nicht mehr wirklich neu. Dennoch muss man sagen, dass das Auto in Realität immer wieder beeindruckend ist. Er ist wirklich sehr flach und wirkt im Vegleich zum DB9 wesentlich bulliger und sportlicher. Dabei wirkt er aber nicht ordinär, sondern ist trotz allen Veränderungen immer noch elegant. Das Auto wirkt auch in dem hellen Silberton wirklich gut. Es wirkt noch viel besser, als auf den Präsentationsbildern. Schon im Stand merkt man ihm die Agilität förmlich an.

Das Interieur:

Das Interieur ist natürlich im wesentlichen aus dem DB9 und dem Vantage bekannt. Die Cockpitanzeigen sind minimal überarbeitet. Es sieht alles etwas sportlicher aus. Natürlich ist die Mittelkonsole komplett anders, ich finde aber, dass sie nur sehr begrenzt besser ist. Die Knöpfchenwüste stört mich persönlich nicht. Wenn man einmal weiss, wo man drücken muss, findet man das auch blind. Ich finde es nur schade, dass man kein grosses Display hat, welches auch als Anzeige für Radio etc. dient.

Die Materialqualität in puncto Leder und Verarbeitung ist im übrigen aber super. Die Schalensitze sind extrem bequem und meiner Ansicht nach auch für längere Fahrten wirklich gut. Die Rückenlehne ist allerdings nicht verstellbar. War bei mir aber kein Problem.

Die Handschaltung empfand ich, im Gegensatz zu dem ein oder anderen Testredakteur, nicht als zu weit vorne liegend. Das Auto liess sich ganz bequem bedienen. Die Schaltung war auch sehr leichtgängig. Der Schaltweg könnte vielleicht noch ein klein wenig kürzer sein, dass sind aber wirklich kleinste Details.

Der neue Schlüssel ist übrigens wirklich etwas albern, auch wenn er eingelegt wirklich gut aussieht.

Das Musik-Hifi-System habe ich nicht einmal angehabt, daher keine Aussage dazu. Das andere "Hifi-System" war einfach zu betörend...:D

Das Fahren:

Beim Starten hat Aston ja ein schönes Aufbrummen des Motors programmiert, was die Passanten im Zweifel auf jeden DBS Fahrer aufmerksam macht. Wer´s braucht...:wink: Wäre meiner Meinung nach auch ohne gegangen. Nach einem ersten Eingewöhnen, fährt sich das Auto extrem agil und sehr exakt. Keine Spur mehr von der leichten Behäbigkeit des DB9. Man merkt dem Wagen an, dass er deutlich leichter ist. Das Kurvenverhalten ist wesentlich präziser. Allerdings muss man wegen der zusätzlichen Leistung am Kurvenausgang schon etwas vorsichtig sein. Das Auto sollte gerade stehen, eh man den Pin richtig runter drückt. Sonst kommt das Heck auch mit DSC. Aber das ist ja das, was wir alle wollen...:D Kurvenfahren macht mit dem Auto richtigt Spass, auch wenn er natürlich wegen seiner Länge einem nicht ganz so wendig wie ein V8 vorkommt. Die Beschleunigung ab 140 bis weit über 200 ist auch sehr gut. Wirklich beeindruckend sind aber die Keramikbremsen, wenn man dann von 200 wieder auf 0 zurück will. Das Auto bleibt bei einer Vollbremsung aus dieser Geschwindigkeit vollkommen beherschbar. Es bricht dabei keinen Millimeter aus und läuft stur gerade aus. Die Verzögerung ist brutal. Zwischen den beiden Dämpfungsmodi konnte ich keine wirklich grossen Unterschiede feststellen. In beiden Modi liegt das Auto auch in harten Kurven sehr gerade. Die beiden Modi muss man aber vielleicht noch etwas länger erforschen. Dafür war leider keine Zeit. Beide Modi sind erstaunlich "bequem". Wobei ich dazu sagen muss, dass bei mir "bequem" sehr relativ ist und mir eigentlich nix zu hart ist. Auch bei hohen Geschwindigkeiten wird das Auto im Innenraum nicht wirklich laut und man kann sehr entspannt fahren. Der eine wird das als Plus, der andere als Minus empfinden. Das mag jeder selbst entscheiden.

Fazit:

Um es mal einfach zu sagen: Eine wirklich geile Karre!

Vor allen Dingen, weil das Ding im Gegensatz zur italienischen Konkurrenz pures Understatement ist. Eine wirklich elegante Erscheinung, die es aber in sich hat.

Ach ja, dass ist natürlich alles meine ganz persönliche Meinung.

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Wirklich sehr schön beschrieben und endlich mal ein DBS fahrbericht.

Schade das keine fotos vorhanden sind.

Vielleicht kannst du noch was sagen zum vergleich mit porsche oder mercedes...

Leider bin ich noch kein DBS oder v8vantage gefahren.Was mich sehr interessiert ist ein vergleich porsche 4s oder s mit v8vantage,weil der dbs nicht meinem begut entspricht.

Bin den neuen Aston Martin DBS mit 6-Gang-Handschaltung am Samstag auch gefahren.

Stadt, Landstrasse, Autobahn.

Bereits beim Einsteigen macht er Spaß, die Sitze sind vor allem Dank des weichen Alcantara ein Traum. Schnell hat man eine sehr gute Sitzposition erreicht. Das Interieur ist ansonsten im Großen und Ganzen vom DB9 und V8 Vantage bekannt, im Detail natürlich verfeinert, Carbon schmeichelt dem Auge. Das Multimedia-System ist komplett neu und wird so auch im DB9 des Modelljahres 2009 zu finden sein.

Beim Anlassen über den neuen stylischen Schlüssel aus Kristallglas brüllt der Auspuff wie einst die V12 Vanquish S, eine hörbare Steigerung zum DB9.

Die manuelle 6-Gang-Handschaltung ist dank vergleichsweise kurzer Schaltwege sehr schnell und knackig zu bedienen, deutlich besser und auch im kalten Zustand leichtgängiger als die des V8 Vantage und italienischer Sportwagen, noch nicht ganz so smooth wie bei Porsche.

Der Gewichts- und Leistungsvorteil gegenüber dem DB9 ist bereits auf den ersten Metern zu spüren, vor allem in den unteren Gängen geht der DBS wie Schmitz' Katze und generiert auch bei niedrigen Drehzahlen genügend Kraft um geradezu sprunghaft an Geschwindigkeit zuzulegen, italienische Acht-, Zehn- und Zwölfzylinder haben hier mitunter mit einer gewissen Lethargie zu kämpfen. Im oberen Drehzahlbereich zeigt sich dann aber, dass der DBS in punkto Leistung in die Klasse um den 997 Turbo, Gallardo und F430 gehört, ein 599 GTB Fiorano und Murciélago LP640 zögen ab 4.500/min gnadenlos davon.

Die Lenkung ist sehr leichtgängig und präzise. Im Vergleich zum 599 GTB Fiorano hat man gespürt weniger Auto welches in die Kurve gewuchtet werden will, unter den Frontmotorsportwagen dürfte der DBS mit eines der am präzisesten zu fahrenden Automobile sein.

Die Federung ist im normalen Modus sehr komfortabel - nicht weit weg vom DB9 und 599 GTB Fiorano im Stadt-Modus - und steht Reisen von Hamburg nach München nicht im Wege. Im sportlichen Dämpfungsmodus jedoch wird der DBS zum Rennwagen und weiß ähnlich präzise wie ein Gallardo Superleggera oder F430 im Race-Modus über den Zustand der Straße zu berichten. Auf Kopfsteinpflaster ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wobei die Unterschiede je nach Güte der Straße sicher mehr und weniger spürbar sind, Sonny.Crocket's Rennstrecke jedenfalls muss nahezu topfeben gewesen sein :wink: .

A propos Kopfsteinpflaster: Kein Knistern aus dem Gebälg selbst hier, ein Bentley Continental GT kann es nicht besser.

Auf der Autobahn ist man recht schnell auf Tempi über 200 km/h, die Windgeräusche halten sich in angenehmen Grenzen. Über 250 km/h lasse ich vom harten Dämpfungsmodus die Finger, auf deutschen Autobahn federt man heutzutage lieber leicht ein. Auch will ein Frontmotorsportwagen in diesem Geschwindigkeitsbereich mit einem gewissen Nachdruck auf Spur gehalten werden, dies hat der DBS mit dem 599 GTB Fiorano und vor allem 612 Scaglietti gemein. Die stoische Ruhe mit denen die Allrad-Lamborghini und -Bentley selbst bei 300 km/h über die linke Spur gleiten legt der DBS nicht an den Tag. Hier wird man geschüttelt, nicht gerührt. Nicht wenige empfinden jedoch gerade dies als Herausforderung.

Auf der Landstraße ist man mit dem wendigen und schnellen DBS unter den Frontmotorsportwagen ein kleiner König, die für einen V12-Coupé geringen Abmessungen und das vergleichsweise geringe Gewicht tragen hierzu im hohen Maße bei, aber auch die präzise Schaltung. Im harten Dämpfungsmodus wähnt man sich in einem Rennwagen. Offene Seitenscheiben verstehen sich bei einem V12 von Aston Martin von selbst. Hier darf man mit Spannung auf die Sportshift-Variante gespannt sein, vor allem weil genüssliches Herunterschalten zur Sucht wird, aus dem Auspuff grollt’s als schnaubte ein Drache unterhalb des V12 Feuer auf die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer.

Ansonsten ist man nicht besonders auffällig unterwegs, die zurückhaltend stilvolle Linie des DB9 ist selbst im kraftstrotzenden Kampfanzug des DBS nicht abhanden gekommen. Auch der DBS muss als einer der schönsten Sportwagen der Neuzeit bezeichnet werden, wie alle aktuellen Aston Martin, was nicht unwesentlich zum anhaltenden Erfolg der Marke der letzten Jahre beigetragen hat.

Der DBS ist somit der vielleicht stilvollste echte Sportwagen auf vier Rädern und stellt eine bestechende Alternative für all diejenigen dar, denen die 997 Turbo und AMG zu gewöhnlich, ein DB9 zu sanft, die Gallardo und F430 zu effektheischend und der Bentley Continental GT zu trutzburgig sind. Die geringe Stückzahl garantiert eine hohe Wertbeständigkeit, ein inzwischen ausreichendes Servicenetz eine gute Betreuung. Üben muss man sich im Warten, die Lieferzeiten betragen 12 Monate aufwärts. Doch beginnt die Vorfreude schon mit der Unterschrift unter die Bestellung beim Vertragshändler. Darauf einen Martini :wink: .

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Ich bin den DBS ja auf einer wirklichen Teststrecke gefahren und die hat natürlich auch eine gehörige Portion "Rüttelpflaster" im Programm. Da hat es schon einigermassen geknistert im Gebälk. Das kann aber auch daran liegen, das der DBS den ich gefahren bin wohl ein Vorserienmodell war. Da ich ja noch auf die Variante mit dem sequentiellen Getriebe warte, haben sie das bis dahin hoffentlich im Griff.....

Super berichte von euch beiden.Die angehängten bilder sind super schön.Für mich das beste und schönste auto was derzeit gibt,sportlich,edel und exklusiv,nur leider zu teuer:-(

wenn ihr noch fotos habt,bitte reinposten.

p.s.karl oder s.crocker,würde gerne einen v8vantage kaufen,wenn ihr erfahrung zu den wagen habt,dann hätte ich ein paar fragen.

danke

  • 1 Monat später...

Hallo,

ich hatte gestern die Gelegenheit den neuen DBS zu bewegen.

Eine imposante Erscheinung ist er ja schon. Bei Start des Motors wird dieser Eindruck noch einmal unterstützt. O.k., wer es mag. Auf jeden Fall sieht er in Natura eleganter aus, als ich ihm mir vorgestellt hatte.

Wie in den anderen Berichten ja schon geschrieben, ist sich AM im Innenraum sehr treu geblieben. Die Mittelkonsole finde ich fast etwas überfrachtet.

Das erste was ich entfernen lassen würde, ist das Polster auf der Mittelarmlehne. Dies finde ich definitiv zu hoch, um mit Spaß und Elan Schalten zu können. Na gut, ich würde ihn eh mit ATM nehmen.

Begeistert war ich von dem Langsamfahrkomfort auf sehr schlechten Straßen und/oder dem Überqueren von Bahnschienen. Kurz den Knopf gedrückt und das Fahrweg ist genau richtig straff für eine Kurvenhatz.

Das er in fast jeder Lebenslage richtig gut kommt versteht sich.

Kurz um;

Hoher Gard an Alltagstauglichkeit mit einer gehörigen Portion an Sportlichkeit. Ein super Auto. Verarbeitung und Fahrleistung = top. Trotzdem bleibe ich Fan des Vanquish S, den ich nun verstärkt suchen werde. Meine Kutsche werde ich dann einmotten.

Obwohl ich als AM-Fan und Fahrer gestehen muss, dass mich gestern der 599 GTB Fiorano deutlich mehr begeistert hat. Ein unglaubliches Auto, eine absolute Fahrmaschine. Beeindruckend!

Schitt was tun? Vanquish ./. Fiorano

Anzeige eBay
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Hallo Sonny.Crocket,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aston Martin (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

  • Gefällt Carpassion.com 1
Gast RacergirlX

Ich kann nur sagen, alles sehr beeindruckende Berichte:-))!

Der DBS ist ein echt fantastisches Auto, wenn der Preis nicht wäre. Aber Qualität und Luxus ist halt nicht umsonst.

@F.Talbot: Ne, aber ganz in der Nähe bei einem Händler :wink:

Bin ihn inzwischen auch auf öffentlichen Strassen mal länger gefahren und muss sagen, dass er wirklich sehr Spass macht. Man muss ihn wirklich einmal fahren, um ihn wirklich schätzen zu lernen. Das Interieur finde ich aber immer noch dem Preis nicht annähernd angemessen. Die Mittelkonsole hat eine vollkommen unpraktische Verteilung der Knöpfe und sieht nicht wirklich hochwertig aus.

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