Jump to content
EUROPAS GROßE
SPORTWAGEN COMMUNITY

Wieso Straßenbau in der Ferienzeit?


BMW-7er

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Morgen Leute,

Bitte hilft mir, denn ich bin mit meinem Latein am Ende. Wieso zum Teufel entscheiden sich die Länder alle Ihre Straßenarbeiten auf den Autobahnen in der Hauptverkehrszeit zu machen?

Vor Hamburg steht man im Moment eigentlich jeden Tag im Stau außer du zwängst dich über diverse Landstraßen und Ortschaften. Am Samstag brauchte ich doch glatte 5 Stunden von Soltau nach Hamburg und zurück, und ich spreche von der reinen Fahrzeit, es ist doch nicht zum aushalten. :evil:

Ich mache ja auch keinen Freizeitpark in der Hochsaison zu um Wartungsarbeiten durch zu führen. X-)

Also wieso machen die das? Echt, im Norden kann man sich im Moment von einem Stau in den nächsten drücken, weil man ja sonst auch nichts Besseres zu tun hat, wo ist dort die Logik? Jeden Tag ellenlange Staus rein zum Spaß, es ist wirklich zum Kotzen. :-(((°

Bevor ich morgen wieder irgendwelchen Bauarbeitern den Tot schwöre :lol: würde ich gerne wissen wo die Logik dahinter ist, in der Hauptverkehrszeit alle Wartungsarbeiten durch zu führen.

Vielen Dank für eure Antworten.

Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
Geschrieben
Morgen Leute,

Bitte hilft mir, denn ich bin mit meinem Latein am Ende. Wieso zum Teufel entscheiden sich die Länder alle Ihre Straßenarbeiten auf den Autobahnen in der Hauptverkehrszeit zu machen?

Vor Hamburg steht man im Moment eigentlich jeden Tag im Stau außer du zwängst dich über diverse Landstraßen und Ortschaften. Am Samstag brauchte ich doch glatte 5 Stunden von Soltau nach Hamburg und zurück, und ich spreche von der reinen Fahrzeit, es ist doch nicht zum aushalten. :evil:

Ich mache ja auch keinen Freizeitpark in der Hochsaison zu um Wartungsarbeiten durch zu führen. X-)

Also wieso machen die das? Echt, im Norden kann man sich im Moment von einem Stau in den nächsten drücken, weil man ja sonst auch nichts Besseres zu tun hat, wo ist dort die Logik? Jeden Tag ellenlange Staus rein zum Spaß, es ist wirklich zum Kotzen. :-(((°

Bevor ich morgen wieder irgendwelchen Bauarbeitern den Tot schwöre :lol: würde ich gerne wissen wo die Logik dahinter ist, in der Hauptverkehrszeit alle Wartungsarbeiten durch zu führen.

Vielen Dank für eure Antworten.

Wenn ich die Baustellen in Deutschland sehe, komme ich zu dem Schluß, das bei uns ganzjährig Ferienzeit ist. Von schneller und zügiger Arbeit kann doch nun wirklich keine Rede sein. Die BAB sind doch jahrelange Dauerbaustellen. Denke hier nur an Stuttgart, Aschaffenburg, Gießen, Leipzig usw. usw.

Und dann diese Schilder " Wir bauen für Sie. Bitte haben Sie Verständnis". Da schwillt mir die Aorta auf ein lebensbedrohliches Maß an. Immer sagt man mir, ich soll Verständnis haben, wenn ich mal wieder auf der BAB 1 Stunde stehe, weil in einer engen Baustelle einmal mehr ein LKW einen Reifenschaden hat und alles blockiert.

Siehst Du überhaupt mal in den Baustellen einen Arbeiter?

Nach 16 Uhr ist Feierabend. Bei Regen kann Man(n) ja nicht arbeiten.

Freitags ist um 13.00 Uhr Feierabend.

Wochenende ist sowieso frei.

Nach 18 Uhr geht gar nicht, oder nur mit Nacht- und Gefahrenzulage

Erstmal Schilder aufstellen, dann eine Fahrspur sperren - und dann, irgendwann nach 5 Wochen fängt mal jemand an etwas zu arbeiten.

Und wenn ich dann noch aktuell im Haushaltsplan des Finanzministers lese, daß die Ausgaben zur Erhaltung und zum Ausbau der Straßen weiter reduziert werden soll, werde ich -so würde Herr Schäuble sagen - zur inneren Gefahr!!

Wo soll das bitteschön enden, wo alle Experten einen Anstieg nur im Güterverkehr von mehr als 70% vorhersagen. Das ist fast eine Verdopplung der LKW. Wo bitte sollen die LKW-Fahrer die vorgeschriebenen Ruhepausen einhalten, wenn schon heute alle Rastplätze gnadenlos überfüllt sind.

Vor diesem Hintergrund ist doch auch die Diskussion um die C02-Belastung des Pkw-Verkehrs scheinheilig. Soll der Statt doch bitte endlich seinen Aufgaben nachkommen, die Straßen ausbauen, eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur schaffen, wolle alle Verkehsmittel Bus, Bahn, Pkw sinnvoll verzahnt werden. Sinnvolle Ampelschaltungen würden auch hier zu einem flißenden Verkehr beitragen. Und der produziert ja nun mal weniger Schadstoffe als gestauter und zäh fließender Verkehr.

Aber Nein, da werden Busse und Bahnen in Frankfurt teurer. Und das nur zu den Verkehrsspitzenzeiten, wo die Berufspendler unterwegs sind. Umweltpolitischer Schwachsinn und nichts als Geldmacherei, die dazu führt, das noch mehr Pendler das Auto nutzen, welches durch eine Kilometerpauschale auch noch gefördert wird um es dann als Umweltverschmutzer zu verteufeln.

Und dann soll ja auch noch der sog. "Umwelt-Cent" eingeführt werden. Und wieder einmal zahlt der Autofahrer. Von den 50 MRD EUR Steuern, die jedes Jahr durch die Autofahrer entrichtet werden (z.B. Kfz-Steuer, Mineralölsteuer) fließen nur 13 MRD wieder in den Straßenbau. 36 MRD werden schon in völlig anderen Ressorts verplant.

Adios

Geschrieben

Einerseits 100 % Zustimmung zu meinen Vorrednern...

Andererseits ist das Thema nur eine Momentaufnahme:

Kleines Beispiel: bin gestern Abend aus einem Kurzurlaub zurückgekommen.

Losgefahren letzte Woche Dienstag gegen 11 Uhr: Düsseldorf bis hin weit rein in die Slowakei. Strecke über Nürnberg, Passau, Wien, Bratislava.

Dann zurück über Prag mit 2 tagen Aufenthalt und gestern von Prag über Dresden mit Zwischenstopp und dann zurück über die A4 und später bei Kassel A44 Richtung Düsseldorf.

Fazit: Auf fast 3000 Kilometern nicht einmal Stau gehabt. :) und das trotz Fahrt in der Woche tagsüber mit etlichen LKWs.

Kaum Behinderungen durch die durchaus vorhandenen Baustellen. Besonders auf der A4 sind diese vorbildlich ausgeschildet und im Baustellenbereich ist immer noch genug Platz.

Ebenso in Deutschland häufig tagsüber ohne Probleme längere Zeit um die 200km/h gefahren. Insofern geht es zum Glück auch anders auch wenn des für die Staugeplagten Nordlichter wie Hendrik kein großer Trost ist...:(

Noch ein wenig Off Topic. Viele Landstraßen in der Slowakei und besonders in Tschechien sind mitlerweile auf einem so perfektem Niveau, dass das fahren richtig Spaß macht und sich vom fahren auf einer deutschen Landstr. nicht mehr unterscheidet.

Geschrieben

im kölner raum merkt man immer wenn ferien sind, da ist dann plötzlich garkein berufsverkehr mehr, und man kommt eigentlich blendend durch! Das Verkehrsaufkommen ist in den Ferien zur rushhour einfach niedriger ;-)

Dass Hamburg ein Nadelöhr ist, ist doch bekannt ;-)

Geschrieben
im kölner raum merkt man immer wenn ferien sind, da ist dann plötzlich garkein berufsverkehr mehr, und man kommt eigentlich blendend durch! Das Verkehrsaufkommen ist in den Ferien zur rushhour einfach niedriger ;-)

Genau das ist tatsächlich der Grund - von den Hauptreisetagen mal abgesehen. Hier im Ruhrgebiet ist momentan die A40 zwischen Mülheim und Essen komplett gesperrt - darüber bräuchte man ausserhalb der Ferien nichteinmal nachdenken.

Gruß

Christian

Geschrieben

Ich bin sehr viel auf ABs unterwegs und finde diese Bauarbeiten unverschämt

An 4 von 5 Baustellen sehe ich nie Bauarbeiter. So geht das nicht.

Im Ausland bauen die 5Autobahnen bis hier mal eine saniert ist.

Geschrieben

naja - das sehe ich nicht so - das deutsche autobahnnetzt ist nunmal eines der meistbefahrenen netze der welt!

Dass es da zu abnutzungen kommt ist klar!

Wenn man unsere Autobahnen mit den Rumpelpisten in italien vergleicht, brauchen wir garnicht weiter zu reden!

Warum gibt es keine Bauarbeiter an den Baustellen?

Wann fährt otto normal an Baustellen vorbei?

Vormittags auf dem Weg zur Arbeit, Mittags auf dem Weg zur Pause, und abends nach Feierabend - Vielleicht haben die Bauarbeiter dann auch gerade Pause oder Feierabend?

Alle Meckern immer über die Hohen Steuerbelastungen, wollen aber gleichzeitig immer von heute auf morgen goldene Strassen - Leute das geht nunmal nicht!

NAtürlich wird hier und da der ein oder andere euro auch mal verschwendet - wird das aber in der freien wirtschaft nicht getan?

In Frankreich zum Beispiel sind die Autobahnen nur deshalb so toll, weil dort unternehmen hinter stehen, die an jeder ecke die hand aufhalten!

Der übrige teil des Netzes ist in Frankreich oftmals in mieserablem zustand!

Finde es ja wunderschön, dass wir alle gegen Baustellen sind, nur sollten wir doch mal bitte die Kirche im Dorf lassen und mal überlegen ob diese nicht vielleicht auch notwendig sind!

Geschrieben

Absolut ok was du schreibst, aber Hauptproblem ist WANN es gemacht wird, nicht WIE.

Die ganze Zeit ist dort nichts los, und im Sommer wenn ganz Deutschland irgendwo hin will machen die die Bude dicht.

Ich traue es mich gar nicht zu schreiben wegen dir, aber als ich letzte Woche in Bad Honnef war O:-) (sorry) bin ich auch von einer Baustelle in die Nächste gegeistert. Köln ist ja sowieso nur eine Baustelle.

Wie bei vielen Dingen im Leben, es kommt auf's timing an.

In England wird zum Beispiel nur nachts mit Flutlicht gearbeitet, so geht alles gut voran und tagsüber hat man so gut wie keine Störungen.

Geschrieben

die engländer fahren ja auch links ;-)

hm - na du wirst ja wohl wieder auf der frau gewesen sein in Bad Honnef von daher nehme ich dir das nicht übel - habe momentan eh keine zeit wegen meinen klausuren.

Und das mit dem Flutlicht ist eben eine Philosophiefrage ;-)

Geschrieben
Absolut ok was du schreibst, aber Hauptproblem ist WANN es gemacht wird, nicht WIE.

Die ganze Zeit ist dort nichts los, und im Sommer wenn ganz Deutschland irgendwo hin will machen die die Bude dicht.

Die Baustellen werden gemäss Verkehrsaufkommen im Sommer gemacht weil dann wegen der Ferien am wenigsten Berufspendler unterwegs sind, wenn man es ausserhalb der Ferien machen würde wären die Staus in den Spitzenzeiten der Pendler noch extremer.

So die Begründung der Tiefbauämter in der Schweiz.

Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo BMW-7er,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

  • Gefällt Carpassion.com 1
Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
Geschrieben

im winter straßen zu bauen ist schon möglich nur kommt da dann das problem, dass das bitumen deutlich schwieriger zu verarbeiten ist und durch die hohe abkühlgeschwindigkeit, eher dazu neigt risse zu bilden (dem könnte man natürlich mit viel chemie entgegenwirken), deshalb, je wärmer es ist, umso besser kann eingebaut werden und wir wollen doch alle, dass unsere straßen lange halten.

Geschrieben
im winter straßen zu bauen ist schon möglich nur kommt da dann das problem, dass das bitumen deutlich schwieriger zu verarbeiten ist und durch die hohe abkühlgeschwindigkeit, eher dazu neigt risse zu bilden (dem könnte man natürlich mit viel chemie entgegenwirken), deshalb, je wärmer es ist, umso besser kann eingebaut werden und wir wollen doch alle, dass unsere straßen lange halten.

Ausserdem kann bei Regen nicht gearbeitet werden...

Ein paar Interessante Infos hätte ich dann noch:

"Was der Autofahrer nicht weiß: Die meisten Baustellen bekommt er gar nicht zu Gesicht – es sei denn, er ist nur nachts unterwegs. 80 Prozent aller Baustellen auf einer vielbefahrenen Autobahn wie der A9 werden abends eingerichtet und verschwinden am Morgen wieder, wie jene Baustelle bei Kilometer 4/84, auf der Christian Kastner schuftet. Klaus Seuferling schickt seine Arbeiter nur dann hinaus, wenn sie den Verkehr am wenigsten stören. Und er weiß genau, wann das ist, das sagt ihm ein elektronisches Informationssystem, das es auf jeder Autobahn gibt. Jedes Fahrzeug wird durch im Asphalt versenkte Sensoren erfasst. Auf Seuferlings Computerschirm erscheinen Diagramme und Kurven, die aussehen wie der Verlauf von Aktienkursen. »Wir sind sehr sensibel«, sagt Seufering. »Wenn dem nicht so wäre, hätte ich ein schlechtes Gewissen.« Doch die Autofahrer sehen das nicht.

Seuferling würde diesen Autofahrern gern sagen, dass er genau weiß, wann der beste Zeitpunkt ist, mit dem Bau zu beginnen. Dass nur gebaut wird, wo es auch wirklich notwendig ist – »aufgrund einer Veränderung des Zustands des Straßenkörpers, des Umfeldes, der Schutzplanken oder der Leiteinrichtungen«, wie es in der Dienstanweisung heißt. Seuferling sagt das einfacher: »Etwas ist kaputt. Und jetzt muss man es richten.« Soll er vielleicht warten, bis aus Rissen in der Fahrbahn ein Loch geworden ist?

Seuferling würde den Autofahrern auch gern sagen, dass seine Leute eine sehr gefährliche Arbeit tun. Heute ist bei einer benachbarten Autobahnmeisterei ein Chemielastzug in einen Schutzanhänger gerast, so etwas geschieht in manchen Wochen dreimal, zum Glück ist heute nichts Schlimmes passiert. Vor drei Jahren aber, Seuferling weiß es, als wäre es gestern gewesen, fuhr auf der A99 ein Mann ziemlich schnell, »der hatte Stress mit seiner Freundin und wollte sich abreagieren«. Zwei Mitarbeiter Seuferlings räumten gerade eine Unfallstelle. Es gab Warntafeln, Geschwindigkeitsbeschränkungen, Schutzanhänger. Der Mann raste heran, scherte aus, erfasste einen der Straßenwärter. Der flog durch die Luft wie eine Puppe. Er überlebte nur, weil zufällig ein Krankenwagen in der Nähe war. Das war der schlimmste Arbeitsunfall in Seuferlings Autobahnmeisterei. Tote gab es noch keine. »Toi, toi, toi«, sagt Seuferling und klopft auf seinen Schreibtisch.

Nein, die Autofahrer sehen seine Probleme nicht. Sie sehen nur die Baustellen – wie jene im Münchner Norden, an der Tag und Nacht gearbeitet wird, weil sie bis zur WM in zwei Jahren fertig werden muss, Weisung der Autobahndirektion. Eine vier- bis sechsspurige Straße um zwei Spuren zu verbreitern ist kein leichter Job: Im Untergrund verlaufen Kabel, die erst mal neu verlegt werden müssen, für Notrufsäulen und Schilder mit Leuchtanzeigen. Eine simple Ausbesserung wie bei Kilometer 4/84 lässt sich in ein paar Tagen bewerkstelligen, weil nur die oberste Asphaltschicht weggefräst und eine neue aufgetragen werden muss; nach ein paar Stunden Abkühlung darf der Verkehr weiterrollen. Bei einer Verbreiterung aber muss erst der Untergrund vorbereitet und planiert werden; dann kommen drei Schichten Kies und Schotter darauf und am Ende zwei Schichten flüssiger Asphalt. Dieser hat eine Temperatur von mehr als 150 Grad und darf nicht zu schnell abkühlen, sonst gibt es Risse; im Winter und auch bei starkem Regen lässt er sich schlecht verarbeiten. Klaus Seuferling freut sich über gutes spätsommerliches Wetter, die Baustelle muss 2006 fertig sein, Ferien hin oder her, auch wenn die Leute schimpfen."

http://zeus.zeit.de/text/2004/37/Autobahnstau_37

Geschrieben

Alle, die sich hier über Baustellen beschweren sei eine Reise ins schöne Belgien ans Herz gelegt.

Auf meiner Tour nach Le Mans musste ich quer durch's Königreich und fing mir dabei einen Steinschlag in der Frontscheibe (beide Spuren abgefräst, keine Hinweisschilder und Tempo 110!!!) und eine Beule in der Felge ein (Schlagloch im Dunkeln nicht gesehen, Tempo erlaubte 120)

Teilweise sind auf belgischen Autobahnen Schlaglöcher wie man sie kurz nach der Wende auf dunkeldeutschen Kreisstraßen fand...

Ebenso faszinierend die Fahrt nach Spa über Land, die Spuren könnten noch von deutschen Panzern stammen

Freut euch doch über das Ergebnis, die A48 Münstermaifeld-Ulmen ist ein Sahnestück geworden und ohne Limit :-))!

Archiviert

Dieses Thema ist archiviert und für weitere Antworten gesperrt. Erstelle doch dein eigenes Thema im passenden Forum.


×
×
  • Neu erstellen...