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Zwischengas


Gast RR-F360

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Geschrieben

Hi Leutz

Habe da mal eine Frage betreffend Schalten bei manuellem Getriebe. Früher hatte ich immer um die Drehzahlen hoch zu halten mit Zwischengas rauf und runter geschaltet. Jetzt hat mir jemand erzählt, dass bei hochschalten (z.B.

3. in 4. Gang) ein Zwischengasstoss eher schädlich ist, da ein "Schwungrad" in Bewegung gesetzt wird. Beim runter schalten (z.B. 4. in 3. Gang) wäre es kein Problem (F1-Getriebe macht dies ja automatisch). Was macht ihr, damit die Drehzahlen beim Schalten nicht zusammen brechen und ihr harmonisch die nächsten Gangstufen einlegen könnt? "Kratzt" bei euch der Wechsel vom 1. in

den 2. Gang bei kaltem Motor auch? Schalte dann meistens vom 1. direkt in den 3. Gang. Kupplung bleibt wenn Ferri kalt auch irgendwie leicht "kleben". Bei warmem Motor geht dies wieder weg.

Herzlichen Dank für eure Antworten.

Gruss

Ralph

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Geschrieben

Das "normales" Zwischengas beim Hochschalten schädlich ist kann ich mir nicht vorstellen, bringen tuts nur nichts. Das "Schwungrad" wird auch nicht extra in Bewegung gesetzt sondern hängt an der Kurbelwelle und dreht sich damit immer.

Zwischengas beim Runterschalten verwende ich je nach Fahrweise und Auto. D.h. wenn ich gemütlich unterwegs bin kein Zwischengas, wenn's schnell gehen muß Zwischengas.

Der 2. Gang war bei Ferrari im kalten Zustand schon immer ein Problem. Bei manchen Autos geht bei kaltem Getriebeöl der 2. Gang überhaupt nicht rein.

Gruß,

Bruno

Geschrieben

Meines Wissens nach schaltet man mit Zwischengas hauptsächlich wegen der Kupplung. Beim Schalten ist ja das Ziel entweder bei gleicher Geschwindigkeit aber niedrigerer Drehzahl weiter zu fahren (Hochschalten) oder gleiche Geschwindigkeit aber höhere Drehzahl (Runterschalten). Ich muss also irgendwie diesen gewünschten Drehzahlunterschied bekommen. Wenn ich einfach die Kupplung schleifen lasse wird sich der Unterschied der von den Reifen kommt auf den Motor übertragen und gut. Bei schnellem Ein- und Auskuppeln ("Kupplung springen lassen") würde der Drehzahlunterschied zu einem Rucken führen. Hier kann man beim Runterschalten um auf die höhere Drehzahl die der Motor nach dem Schalten haben soll etwas Zwischengas geben und so die Drehzahl des Motors und die der Übersetzung jenseits der Kupplung an zu passen und schnell ruckfrei schalten. Beim Hochschalten benötige ich am Motor eine niedrigere Drehzahl als vor dem Schaltvorgang, hier bringt Zwischengas keinerlei Vorteil, da du auf ein noch höheres Drehzahlniveau kommst als du eigentlich brauchst. Kurz vom Gas während des Schaltens reicht hier aus um die Drehzahl ausreichend fallen zu lassen. Beim Motorrad z.B. (hat allerdings ein sequentielles Getriebe) reicht es beim Hochschalten eigentlich aus kurz vom Gas zu gehn und zu schalten. Kuppeln ist hier nicht nötig um ruckfrei zu Schalten.

Geschrieben

Beim zügigen Beschleunigen und Hochschalten (mit warmen Getriebe) reicht es meiner Meinung nach völlig aus es einfach schnell zu machen. Die haben das schon so konstruiert, dass die Anschlüsse drehzahlmässig genau passen.

Das heisst beim Auskuppeln und innerhalb eines zügigen Schaltvorgangs fällt die Drehzahl genau so weit ab, dass der nächste Gang optimal passt.

So habe ich es jedenfalls immer erlebt.

Ist halt immer auch eine Frage, wieviel Gefühl der Fahrer für so was entwickelt.

Beim zweiten Gang mit kaltem Getriebe hilft natürlich bei einigen Modellen auch kein Gefühl. Da gehört dann entweder sanfte Gewalt dazu, oder man lässt es eben ganz bleiben und überspringt ihn, bis er sich dann bitten lässt.

Geschrieben

Ich kram da mal ganz weit unten in meiner Kfz-Ausbildung: die Drehzahlunterschiede zwischen den einzelnen Gängen (und den einzelnen Getriebewellen) werden durch die Synchronringe ausgeglichen. Dabei spielen dann noch sog. Gleitsteine eine wichtige Rolle, die in den Synchronringe sitzen und die eigentlich Bremsfunktion haben.

Die Kupplung hat da wenig mit zu tun. Einen zu schnellen und aggressiven Gangwechsel und die dementsprechenden Drehzahlunterschiede quittiert diese mit leichtem Durchrutschen, oder Durchrutschen der Reifen.

Meiner Meinung nach hat Zwischengas geben beim Runterschalten Sinn, beim Hochschalten jedoch keinen. Beim Runterschalten muss die dementsprechende Welle beschleunigt werden, da diese nun mit einer höheren Drehzahl läuft. Somit müssen die Gleitsteine (und auch die Kupplung) keine so großen Drehzahlunterschiede ausgleichen (weiniger Verschleiss).

Sollte meine Aussage nicht zutreffen, bitte um Richtigstellung.

p.s.: Unabhängig davon, finde ich Zwischengas geben einfach goil. Muss denn alles was wir tun Sinn haben bzw. machen, solange es nicht schadet?

Geschrieben
Beim zügigen Beschleunigen und Hochschalten (mit warmen Getriebe) reicht es meiner Meinung nach völlig aus es einfach schnell zu machen. Die haben das schon so konstruiert, dass die Anschlüsse drehzahlmässig genau passen.

Das heisst beim Auskuppeln und innerhalb eines zügigen Schaltvorgangs fällt die Drehzahl genau so weit ab, dass der nächste Gang optimal passt.

So habe ich es jedenfalls immer erlebt.

Ist halt immer auch eine Frage, wieviel Gefühl der Fahrer für so was entwickelt.

Beim zweiten Gang mit kaltem Getriebe hilft natürlich bei einigen Modellen auch kein Gefühl. Da gehört dann entweder sanfte Gewalt dazu, oder man lässt es eben ganz bleiben und überspringt ihn, bis er sich dann bitten lässt.

stimmt, bei manchen z.B. testa und auch 355 geht der 2te so gut wie nicht rein, bei kaltem Motor. Auch beim 360 muß man betteln. Ich mache das aber schon gewohnheitsmäßig so, da ich imer 1 u. 3 schalte und den Motor erst mal warm fahre, so komme ich auch nicht in Versuchung zuviel Gas zu geben bei kaltem Motor.

So, jetzt muß ich erst mal meinen Monitor zerlegen, da läuft ein Viech rum und rennt immer eine 8. *g*

Gruß Klaus

Ich kram da mal ganz weit unten in meiner Kfz-Ausbildung: die Drehzahlunterschiede zwischen den einzelnen Gängen (und den einzelnen Getriebewellen) werden durch die Synchronringe ausgeglichen. Dabei spielen dann noch sog. Gleitsteine eine wichtige Rolle, die in den Synchronringe sitzen und die eigentlich Bremsfunktion haben.

Die Kupplung hat da wenig mit zu tun. Einen zu schnellen und aggressiven Gangwechsel und die dementsprechenden Drehzahlunterschiede quittiert diese mit leichtem Durchrutschen, oder Durchrutschen der Reifen.

Meiner Meinung nach hat Zwischengas geben beim Runterschalten Sinn, beim Hochschalten jedoch keinen. Beim Runterschalten muss die dementsprechende Welle beschleunigt werden, da diese nun mit einer höheren Drehzahl läuft. Somit müssen die Gleitsteine (und auch die Kupplung) keine so großen Drehzahlunterschiede ausgleichen (weiniger Verschleiss).

Sollte meine Aussage nicht zutreffen, bitte um Richtigstellung.

p.s.: Unabhängig davon, finde ich Zwischengas geben einfach goil. Muss denn alles was wir tun Sinn haben bzw. machen, solange es nicht schadet?

Toni, Du hast alles richtig gemacht. :-))! :-))!

@telekoma

das Viech läuft immer noch. Auch aufm anderen Monitor. Da gehe ich jetzt lieber in´s Bett, der Ramazotti bekommt mir wohl heute nicht. !!!

:hilfe:

Geschrieben
stimmt, bei manchen z.B. testa und auch 355 geht der 2te so gut wie nicht rein, bei kaltem Motor. Auch beim 360 muß man betteln. Ich mache das aber schon gewohnheitsmäßig so, da ich imer 1 u. 3 schalte und den Motor erst mal warm fahre, so komme ich auch nicht in Versuchung zuviel Gas zu geben bei kaltem Motor.

So, jetzt muß ich erst mal meinen Monitor zerlegen, da läuft ein Viech rum und rennt immer eine 8. *g*

Gruß Klaus

Hallo

beim der F1 Schaltung geht es aber gut.

MfG

Dieter

Geschrieben
Sorry, aber das ist ja wohl kaum vergleichbar...:wink2::wink:

Bei meiner Steptronic im BMW muss ich doch auch kein Zwischengas geben..?:ichbindoo

@telekoma:

Bitte, Bitte, nimm dieses nervöse Vieh raus, macht mich ganz wuschig...:-o

Geschrieben
Hallo

beim der F1 Schaltung geht es aber gut.

MfG

Dieter

Hi Dieter,

ja klar. Bei der F1 hat das auch noch keiner angemeckert. O:-)

Gruß Klaus

Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo Gast RR-F360,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Ferrari 355 (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben
Ich kram da mal ganz weit unten in meiner Kfz-Ausbildung: die Drehzahlunterschiede zwischen den einzelnen Gängen (und den einzelnen Getriebewellen) werden durch die Synchronringe ausgeglichen. Dabei spielen dann noch sog. Gleitsteine eine wichtige Rolle, die in den Synchronringe sitzen und die eigentlich Bremsfunktion haben.

Die Kupplung hat da wenig mit zu tun. Einen zu schnellen und aggressiven Gangwechsel und die dementsprechenden Drehzahlunterschiede quittiert diese mit leichtem Durchrutschen, oder Durchrutschen der Reifen.

Meiner Meinung nach hat Zwischengas geben beim Runterschalten Sinn, beim Hochschalten jedoch keinen. Beim Runterschalten muss die dementsprechende Welle beschleunigt werden, da diese nun mit einer höheren Drehzahl läuft. Somit müssen die Gleitsteine (und auch die Kupplung) keine so großen Drehzahlunterschiede ausgleichen (weiniger Verschleiss).

Sollte meine Aussage nicht zutreffen, bitte um Richtigstellung.

p.s.: Unabhängig davon, finde ich Zwischengas geben einfach goil. Muss denn alles was wir tun Sinn haben bzw. machen, solange es nicht schadet?

Gut erklärt!

Und wenn man mit entsprechendem Auto fährt gebe ich dir auch im 2. Punkt recht. O:-):-))!

Geschrieben

Jetzt habe ich doch tatsächlich versucht, dieses komische Viech zu erschlagen. Habe eine tierische Angst vor Insekten. Dabei ist nun mein schöner Flatsceen zerbrochen. Wer zahlt mir denn einen Neuen????:???:

Und ich dachte immer Zwischengas ist seit der Einführung der Syncronisationsringe was für Angeber....

Geschrieben
Jetzt habe ich doch tatsächlich versucht, dieses komische Viech zu erschlagen. Habe eine tierische Angst vor Insekten. Dabei ist nun mein schöner Flatsceen zerbrochen. Wer zahlt mir denn einen Neuen????:???:

Und ich dachte immer Zwischengas ist seit der Einführung der Syncronisationsringe was für Angeber....

ich habe schon zwei Monitore zerlegt, dass Viech kommt immer wieder. *g* Wohl ein Virus auf der Festplatte. :evil:

Aber Zwischengas kommt noch aus der Zeit der Fernfahrer, dass hat nix mit angeben zu tun, höchstens mit Benzinvergeudung und deshalb haben wir jetzt auch den C0-Streß an der Backe. :???:

Geschrieben
Hi Dieter,

ja klar. Bei der F1 hat das auch noch keiner angemeckert. O:-)

Gruß Klaus

Hey Klaus,

wollte ja nur damit sagen F1 hat auch seine Vorteile.

MfG

Dieter

Geschrieben

Etwas will mir aber nicht ins Hirn.

Ich gebe ja Zwischengas bei gedrückter Kupplung, vollglich ist der Kraftschluss zwischen Motor und Getriebe getrennt. Wie kann dann die Getriebewelle beschleunigt werden, wenn die Verbindung zum Motor unterbrochen ist?

Vielleicht kann mich ja jemand aufklären.

Geschrieben
Etwas will mir aber nicht ins Hirn.

Ich gebe ja Zwischengas bei gedrückter Kupplung, vollglich ist der Kraftschluss zwischen Motor und Getriebe getrennt. Wie kann dann die Getriebewelle beschleunigt werden, wenn die Verbindung zum Motor unterbrochen ist?

Vielleicht kann mich ja jemand aufklären.

Ausgangsbasis:

A)Wird während der Fahrt die Kupplung getreten, so fällt die Motordrehzahl ab.

B)Die Getriebewellen werden von den Rädern über die Kardanwelle her weiter mit der gleichen Geschindigkeit weiter betrieben.

Die Getriebe-Eingangswelle hat trotz getretener Kupplung noch Reibungsschluss, so kann man duch das Geben von Zwischengas die Reibung, die die Syncronringe ausgleichen, minimieren.

Kurz, es ist ein Zusammenspiel von Umdrehungen zwischen Motor und Getriebe, welche durch den Reibungsschluss der Kupplung die Syncronringe entlastet.

Vollständig getrennt wird die Getriebewelle nicht.

Ich hoffe du kommst draus.X-)

Geschrieben
Hey Klaus,

wollte ja nur damit sagen F1 hat auch seine Vorteile.

MfG

Dieter

Hi Dieter, ja das ist wohl wahr. Das 30% dafür und 70% dagegen vieler Kenner, hat mich aber bewogen den 360 Spider ohne F1 zu kaufen.

Gruß Klaus

Geschrieben

Ich gehöre zwar zu den Liebhabern des Schaltknüppels (so eine sequentielle vor-und-zurück Schaltung wie beim Apollo würde mich gerade noch reizen),

jedoch bin ich mir sicher, dass man mit F1&Co. auch eine Menge Spaß bekommen kann. Auch ein Automatik-Modus ist sicherlich in manchen Situationen (Stau) eine Wonne.

Für einen Hobby-Racer ist es auf der Rennstrecke schon fast unverzichtbar um schöne Zeiten zu fahren und bietet letztlich ja auch einen Sicherheitsaspekt.

Habe mit grösseren Aggregaten unter der Haube schon Beinahe-Abflüge erlebt, als ich bei Nässe im Kurveneingang noch einen Gang runter wollte und zu ruppig OHNE Zwischengas eingekuppelt habe. Wenn man mit heikleren Autos bei suboptimalen Strassenverhältnissen nicht immer ständig konzentriert sein will, erleichtert das F1-Getriebe es schon sehr.

Es ist eben auch wieder etwas abhängig davon, was man so mit dem Auto unternimmt.

Ich persönlich habe großen Spaß mit klassischen H-Schaltungen und dem Spiel mit den Pedalen.

Den nächsten Gang reingehämmert, ohne Gnade links Fuß weg und gleichzeitig mit rechts reintreten. Ich finde das einfach irgendwie "verwegener" als mit zwei Fingerkuppen an so ´nem Elektroschalter zu ziehen. Die Finger brauch´ ich eh für die Lichthupe :-oX-):vollgas:

Geschrieben
Ich gehöre zwar zu den Liebhabern des Schaltknüppels (so eine sequentielle vor-und-zurück Schaltung wie beim Apollo würde mich gerade noch reizen),

jedoch bin ich mir sicher, dass man mit F1&Co. auch eine Menge Spaß bekommen kann. Auch ein Automatik-Modus ist sicherlich in manchen Situationen (Stau) eine Wonne.

Für einen Hobby-Racer ist es auf der Rennstrecke schon fast unverzichtbar um schöne Zeiten zu fahren und bietet letztlich ja auch einen Sicherheitsaspekt.

Habe mit grösseren Aggregaten unter der Haube schon Beinahe-Abflüge erlebt, als ich bei Nässe im Kurveneingang noch einen Gang runter wollte und zu ruppig OHNE Zwischengas eingekuppelt habe. Wenn man mit heikleren Autos bei suboptimalen Strassenverhältnissen nicht immer ständig konzentriert sein will, erleichtert das F1-Getriebe es schon sehr.

Es ist eben auch wieder etwas abhängig davon, was man so mit dem Auto unternimmt.

Ich persönlich habe großen Spaß mit klassischen H-Schaltungen und dem Spiel mit den Pedalen.

Den nächsten Gang reingehämmert, ohne Gnade links Fuß weg und gleichzeitig mit rechts reintreten. Ich finde das einfach irgendwie "verwegener" als mit zwei Fingerkuppen an so ´nem Elektroschalter zu ziehen. Die Finger brauch´ ich eh für die Lichthupe :-oX-):vollgas:

hihi, schön ge/beschrieben. :-))! Habe mal den neuen M5 mit dem sequentiellen Getriebe probegefahren. Sensationell. puuuh das geht wirklich super. :-))!

Gruß Klaus

Geschrieben

Geile Posts:-))! :-))! :-))! :-))!

vor allem über die Fliege,

aber wegen des Topics müssen wir wohl einmal abtauchen in die Zeit der Dinosaurier - Getriebe

...

...

...

...

...

sprich der Zeit als es noch UN-synchronisierte Getriebe gab.

Und genau aus dieser Zeit stammt auch der Zwischengasstoß.

Warum?

Ausgangsbasis: Wir fahren so gemütlich mit sagen wir mal 2000 U/min im 3ten Gang dahin, und möchten runterschalten in den 2ten (das entspricht dann sagen wir einfach 3000U/min bei gleicher Fahzeuggeschwindigkeit).

Was passiert, erst einmal gar nichts, weil wir denken und planen ja noch.

1. Kurbelwelle dreht mit 2000 U/min (logisch, oder)

2. Getriebeeingangswelle mit ebenfalls 2000 U/min (immer noch logisch?, ja, ist nämlich mittels Kupplung kraftschlüssig mit der Kurbelwelle verbunden (noch!).

3. Getriebeausgangswelle dreht langsamer, je nach Untersetzung, sagen wir mal der Einfachheitshalber mit 1000 U/min.

Nun treten wir die Kupplung und gehen vom Gas, was passiert?

1. Kurbelwellendrehzahl (auf dieser sitzt auch fest verbunden die ominöse schon erwähnte Schwungscheibe) sackt ab, wenn wir lange genug warten auf Leerlaufdrehzahl (z.B. 750 U/min).

2. Die beiden Getriebewellen rotieren weiter als wäre nicht gewesen, die sind ja immer noch miteinander verbunden über das Gangpaar (3ter Gang) und werden "rückwärts" über die Antriebsräder angetrieben.

Nun nehmen wir den Gang heraus (bis hier ist vollkommen egal ob wir zwischenzeitlich mal so eben Gas geben, oder in Hamburg ein Spaten umfällt)

1. Die Getriebeausgangswelle rotiert immer noch als wäre nicht gewesen, wird nämlich immer noch von den Antriebsrädern und immer noch "rückwärts" angetrieben.

2. Die Getriebeeingangswelle ist nun völlig (vereinfacht) losgelöst von den Hinterrädern und dem Motor und was macht sie, ja, durch Reibung wird sie langsamer! Und zwar wichtig für Ferrarifahrer umso schneller je kälter das Öl im Getriebe ist (Reibung!)

Was passiert nun wenn wir einfach den 2ten einlegen wollen!!

Unsynchronisiertes Getriebe:

1. Es geht nicht, denn die Drehzahlen von Getriebeeingangs- und Ausgangswelle passen nicht zusammen, oder es knirscht mächtig und die Zähne im Getriebe übernehmen die Anpassung der Drehzahlunterschiede.

Ergo:

Es muss doch auch anders gehen:

1. Wieder Einkuppeln, bei herausgenommenem Gang!

2. Gas geben bis Motor auf der Drehzahl ist die das KFZ bei der gegebenen Geschwindigkeit haben müsste für den zukünftig gewünschten Gang,

comprende?, nein??!!

Ok, einfacher, in dem Beispiel 3000 U/min!

3. In dem Moment, und zwar genau dem Moment, Auskuppeln!

4. Gang (den 2ten) rein. Und hat man nun die Drehzahl genau getroffen, flutscht der Gang ohne knirschen, knarren rein.

5. Wieder einkuppeln.

6. Gas geben, rum ums Eck, freuen.

Nun sind wir ums Eck, wollen wieder in den 3ten.

Da beginnt das Spiel von neuem, aber muss ich nun eigentlich noch erwähnen, dass ein Zwischengas Kontraproduktiv wäre!

Warum?

Die Drehzahl der Getriebeeingangswelle muss bei einem Gangwechsel nach oben auch angepasst werden, aber eben nicht nach oben, sondern nach unten, auch dies geschieht bei einem UNsynchronisierten Getriebe mit Zwischenkuppeln, nur macht man dies dann nicht mit Zwischengas (total unproduktiv, nein sogar zerstörerisch) sondern man kuppelt einfach ganz kurz ein- und aus sobald der Motor die Drehzahl des gewünschten (des 3ten) Ganges erreicht hat.

Soweit zu den Geschehnissen im Unsynchronisierten Getriebe, alles klar?

Runterschalten Zwischengas!

Hochschalten NEIN!

Und was passiert in konventionellen synchronisierten Getriebe (Achtung wir reden hier nicht von irgendwelchen Neuentwicklungen!)

An sich genau das Gleiche, nur übernehmen die Synchronisationsringe die Arbeit der Anpassung der Drehzahlunterschiede der beiden Getriebewellen.

Man / Frau auch, muss also nichts machen, kann aber, eben das Gleiche wie oben. Allerdings wird der Gangwechsel dadurch langsamer, wenn auch zugegebenermaßen GEILER beim Runterschalten!!!!!

Abschließend nun noch ein paar Spezialsituationen:

1. Getriebe Affenkalt! Ferrari! Gangwechsel 1ter auf 2ter

Alles anders, nein, die Tatsachen bleiben, die beiden Wellen müssen in der Geschwindigkeit aneinander angeglichen werden. Nur wird die "losgelöste" Welle von dem Sirup im Getriebe so schnell abgebremst, so schnell kann man gar nicht schalten, und die Synchronisation muss demzufolge Schwerstarbeit leisten!

Also helfen wir etwas nach, Zwischengas und zwar schon mächtig über die angepeilte neue Drehzahl (die sackt ja gleich wieder ab durch den Sirup) und rein den Gang, oder einfach direkt in den 3ten, da passen dann die Drehzahlen besser!

2. Gangwechsel ganz ohne Kupplung, die hohe Schule.:-))! :-))!

Geht auch und empfehle ich jedem Mal zu üben, Sixt, Europcar oder auch das Auto des besten Freundes, oder der Schlam... von nebenan die einen noch nie....O:-) sind dazu hervorragend geeignet.

1. Schöne ebene, gerade, am besten leicht abschüssige Landstraße suchen.

2. Mal so 60 km/h im 2ten fahren.

3. Drehzahl merken.

4. In den 3ten schalten, Drehzahl kannst du dir merken, musst du aber nicht!

5. Linken Fuß in Rente schicken.

6. Mit dem Handballen leichten Druck auf den Ganghebel ausüben (je nachdem wo der 3te ist können es natürlich auch die Fingerspitzen seinO:-) )

7. Leicht vom Gas gehen.

8. Der Gang sollte nun rausflutschen, wenn nicht, wiederholen, aufpassen jede Straße hat irgendwann eine Kurve, nicht auf den Ganghebel oder die Schlamp... von nebenan schauen, auf die Straße gucken!

9. Gas geben auf die unter 3. gemerkte Drehzahl.

10. Mit dem Getriebe unter Gefühl mittels des Ganghebels in Kontakt treten. Man fühlt und hört ob`s passt.

11. Gang flutscht im Idealfall ohne ein Geräusch rein.

12. Solange üben bis es klappt!

13. Und wenn du nun auch wieder so hochschalten möchtest wäre es doch gut du hast dir die Drehzahl unter 4. gemerkt!

13. Mietwagen abgeben, oder Schlam... ist beeindruckt was DU alles kannst.

14. Schlam... endlich zum Dinner einladen.

15. Am nächsten Morgen (wohlgemutesO:-) ) am eigenen KFZ ausprobieren.

Ist übrigens ganz sinnvoll mal zu üben, dann kommt man auch mit einer defekten Kupplung weiter.

1.Gang rein, Anfahren mit dem Anlasser, weiter gehts wie oben beschrieben, nur die Schlam... fällt naturgemäß weg....schade eigentlich.

Alles klar nun

Getriebeölgrüße

Kai

Geschrieben
Geile Posts:-))! :-))! :-))! :-))!

vor allem über die Fliege,

aber wegen des Topics müssen wir wohl einmal abtauchen in die Zeit der Dinosaurier - Getriebe

...

...

...

...

...

sprich der Zeit als es noch UN-synchronisierte Getriebe gab.

Und genau aus dieser Zeit stammt auch der Zwischengasstoß.

Warum?

Ausgangsbasis: Wir fahren so gemütlich mit sagen wir mal 2000 U/min im 3ten Gang dahin, und möchten runterschalten in den 2ten (das entspricht dann sagen wir einfach 3000U/min bei gleicher Fahzeuggeschwindigkeit).

Was passiert, erst einmal gar nichts, weil wir denken und planen ja noch.

1. Kurbelwelle dreht mit 2000 U/min (logisch, oder)

2. Getriebeeingangswelle mit ebenfalls 2000 U/min (immer noch logisch?, ja, ist nämlich mittels Kupplung kraftschlüssig mit der Kurbelwelle verbunden (noch!).

3. Getriebeausgangswelle dreht langsamer, je nach Untersetzung, sagen wir mal der Einfachheitshalber mit 1000 U/min.

Nun treten wir die Kupplung und gehen vom Gas, was passiert?

1. Kurbelwellendrehzahl (auf dieser sitzt auch fest verbunden die ominöse schon erwähnte Schwungscheibe) sackt ab, wenn wir lange genug warten auf Leerlaufdrehzahl (z.B. 750 U/min).

2. Die beiden Getriebewellen rotieren weiter als wäre nicht gewesen, die sind ja immer noch miteinander verbunden über das Gangpaar (3ter Gang) und werden "rückwärts" über die Antriebsräder angetrieben.

Nun nehmen wir den Gang heraus (bis hier ist vollkommen egal ob wir zwischenzeitlich mal so eben Gas geben, oder in Hamburg ein Spaten umfällt)

1. Die Getriebeausgangswelle rotiert immer noch als wäre nicht gewesen, wird nämlich immer noch von den Antriebsrädern und immer noch "rückwärts" angetrieben.

2. Die Getriebeeingangswelle ist nun völlig (vereinfacht) losgelöst von den Hinterrädern und dem Motor und was macht sie, ja, durch Reibung wird sie langsamer! Und zwar wichtig für Ferrarifahrer umso schneller je kälter das Öl im Getriebe ist (Reibung!)

Was passiert nun wenn wir einfach den 2ten einlegen wollen!!

Unsynchronisiertes Getriebe:

1. Es geht nicht, denn die Drehzahlen von Getriebeeingangs- und Ausgangswelle passen nicht zusammen, oder es knirscht mächtig und die Zähne im Getriebe übernehmen die Anpassung der Drehzahlunterschiede.

Ergo:

Es muss doch auch anders gehen:

1. Wieder Einkuppeln, bei herausgenommenem Gang!

2. Gas geben bis Motor auf der Drehzahl ist die das KFZ bei der gegebenen Geschwindigkeit haben müsste für den zukünftig gewünschten Gang,

comprende?, nein??!!

Ok, einfacher, in dem Beispiel 3000 U/min!

3. In dem Moment, und zwar genau dem Moment, Auskuppeln!

4. Gang (den 2ten) rein. Und hat man nun die Drehzahl genau getroffen, flutscht der Gang ohne knirschen, knarren rein.

5. Wieder einkuppeln.

6. Gas geben, rum ums Eck, freuen.

Nun sind wir ums Eck, wollen wieder in den 3ten.

Da beginnt das Spiel von neuem, aber muss ich nun eigentlich noch erwähnen, dass ein Zwischengas Kontraproduktiv wäre!

Warum?

Die Drehzahl der Getriebeeingangswelle muss bei einem Gangwechsel nach oben auch angepasst werden, aber eben nicht nach oben, sondern nach unten, auch dies geschieht bei einem UNsynchronisierten Getriebe mit Zwischenkuppeln, nur macht man dies dann nicht mit Zwischengas (total unproduktiv, nein sogar zerstörerisch) sondern man kuppelt einfach ganz kurz ein- und aus sobald der Motor die Drehzahl des gewünschten (des 3ten) Ganges erreicht hat.

Soweit zu den Geschehnissen im Unsynchronisierten Getriebe, alles klar?

Runterschalten Zwischengas!

Hochschalten NEIN!

Und was passiert in konventionellen synchronisierten Getriebe (Achtung wir reden hier nicht von irgendwelchen Neuentwicklungen!)

An sich genau das Gleiche, nur übernehmen die Synchronisationsringe die Arbeit der Anpassung der Drehzahlunterschiede der beiden Getriebewellen.

Man / Frau auch, muss also nichts machen, kann aber, eben das Gleiche wie oben. Allerdings wird der Gangwechsel dadurch langsamer, wenn auch zugegebenermaßen GEILER beim Runterschalten!!!!!

Abschließend nun noch ein paar Spezialsituationen:

1. Getriebe Affenkalt! Ferrari! Gangwechsel 1ter auf 2ter

Alles anders, nein, die Tatsachen bleiben, die beiden Wellen müssen in der Geschwindigkeit aneinander angeglichen werden. Nur wird die "losgelöste" Welle von dem Sirup im Getriebe so schnell abgebremst, so schnell kann man gar nicht schalten, und die Synchronisation muss demzufolge Schwerstarbeit leisten!

Also helfen wir etwas nach, Zwischengas und zwar schon mächtig über die angepeilte neue Drehzahl (die sackt ja gleich wieder ab durch den Sirup) und rein den Gang, oder einfach direkt in den 3ten, da passen dann die Drehzahlen besser!

2. Gangwechsel ganz ohne Kupplung, die hohe Schule.:-))! :-))!

Geht auch und empfehle ich jedem Mal zu üben, Sixt, Europcar oder auch das Auto des besten Freundes, oder der Schlam... von nebenan die einen noch nie....O:-) sind dazu hervorragend geeignet.

1. Schöne ebene, gerade, am besten leicht abschüssige Landstraße suchen.

2. Mal so 60 km/h im 2ten fahren.

3. Drehzahl merken.

4. In den 3ten schalten, Drehzahl kannst du dir merken, musst du aber nicht!

5. Linken Fuß in Rente schicken.

6. Mit dem Handballen leichten Druck auf den Ganghebel ausüben (je nachdem wo der 3te ist können es natürlich auch die Fingerspitzen seinO:-) )

7. Leicht vom Gas gehen.

8. Der Gang sollte nun rausflutschen, wenn nicht, wiederholen, aufpassen jede Straße hat irgendwann eine Kurve, nicht auf den Ganghebel oder die Schlamp... von nebenan schauen, auf die Straße gucken!

9. Gas geben auf die unter 3. gemerkte Drehzahl.

10. Mit dem Getriebe unter Gefühl mittels des Ganghebels in Kontakt treten. Man fühlt und hört ob`s passt.

11. Gang flutscht im Idealfall ohne ein Geräusch rein.

12. Solange üben bis es klappt!

13. Und wenn du nun auch wieder so hochschalten möchtest wäre es doch gut du hast dir die Drehzahl unter 4. gemerkt!

13. Mietwagen abgeben, oder Schlam... ist beeindruckt was DU alles kannst.

14. Schlam... endlich zum Dinner einladen.

15. Am nächsten Morgen (wohlgemutesO:-) ) am eigenen KFZ ausprobieren.

Ist übrigens ganz sinnvoll mal zu üben, dann kommt man auch mit einer defekten Kupplung weiter.

1.Gang rein, Anfahren mit dem Anlasser, weiter gehts wie oben beschrieben, nur die Schlam... fällt naturgemäß weg....schade eigentlich.

Alles klar nun

Getriebeölgrüße

Kai

Sehr schön und ausführlich erklärt mit einem Schuss Humor.

Eben ein Post von Kai :-))! :-))!

Geschrieben

Finde ich auch. Super Post.

Gruß

Michael

Geschrieben

BRAVO Kai:-))!

Mehr oder besser geht nicht:-))!

P.S.

schade.......in Gedanken +1 fetter Bobbel ;)

"Sie müssen erst einige Beiträge anderer Benutzer bewertet haben, bevor Sie Kai360 erneut bewerten können."

Geschrieben

Kai hat mich nun auch an die Zeiten erinnert, als ich mit 16 beim Bauern ausgeholfen habe:

Der Ford-Traktor hatte ein unsynchronisiertes Getriebe und zum Runterschalten ist man genauso vorgegangen, wie es Kai beschrieben hat.

Allerdings hat man dabei mächtig an Geschwindigkeit verloren (die ja eh nicht so dolle war) und das Ganze auch noch denn, wenn man es am wenigsten gebrauchen konnte, also wenn die untermotorisierte Fuhre mit zwei voll beladenen Anhängern am Berg "plötzlich" nicht mehr vorwärts wollte. Im Allgemeinen konnte man auch einfach anhalten, kleinen Gang einlegen und wieder losfahren, das ging genauso schnell/langsam.....

...achja, hatte man den Hebel des Vorschaltgetriebes rausgenommen, bekam man den garantiert nicht mehr rein, auch nicht mit Zwischengas.

Der zweite bei meinem 308er will übrigens immer, auch wenn ihm kalt ist.

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