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Immer die "Profis"....


matelko

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Im jüngsten Interview über seine Vertrags-Situation als Fahrer beim Toyota F1 Team setzt Ralf Schumacher folgenden Satz in die Welt:

Genauso wie Toyota sich umhört, tun wir das auch. Das ist nur mehr als professionell.

Was, um Himmels willen, will er uns an dieser Stelle mit dem Begriff "professionell" sagen? Meint er nicht eher "Das ist nur unser Recht"?

Schon seit vielen Jahren habe ich das Gefühl, der Begriff des Professionellen, des Profihaften, des Profis wird sehr inflationär genutzt und hat somit über die Jahre und Jahrzehnte hinweg eine neue Bedeutung erlangt. Profis stehen in hohem Ansehen. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes jedoch war, daß jemand eine Tätigkeit gegen Geld ausübt, als Beruf, professionell eben, was nichts über die Qualität seiner Arbeit aussagte. Mancher gelernte Handwerker kann einem begabten Bastler nicht das Wasser reichen. Im heutigen Sprachgebrauch steht Profi nun für jemand, der versiert, gekonnt, fachmännisch vorgeht, jemand, der gute Arbeit leistet.

Und die anderen? Stümpernde Amateure?

Es sei daran erinnert, daß die Welt den Amateuren soviel verdankt wie den Profis. Dem Laienprediger Petrus, dem Hobbyflieger Lilienthal, dem Freizeitdichter Kafka. Und nicht zuletzt Millionen von Frauen und Männern, die sich als reine Amateure und mit schönsten Ergebnissen der Erzeugung und Erziehung von Kindern widmen. Es muß nicht immer "professionell" sein.

Deshalb meide ich persönlich schon seit Jahren diesen Begriff. Stattdessen nutze ich, wenn es denn angebracht ist, eher das Substantiv "Profession", weil es im deutschen Sprachgebrauch die "Berufung" unterstreicht und deshalb mehr bedeutet als "Beruf" oder "Tätigkeit". Trotzdem gibt der Begriff der Profession kein Werturteil zur Qualität einer vollbrachten Arbeit ab.

Alles nur Wortklauberei? Oder wie steht ihr zum Begriff "professionell"?

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Geschrieben

Das Wort Profi ist mir heute einfach aufgrund der inflationären Verwendung nicht mehr mit einer bestimmten Bedeutung verbunden. Ok, bei Berufssportlern har es sich eingebürgert zu sagen, der ist BOX Profi oder Tennis bzw. Golf Profi. Aber die objektive Qualität, die sich damit landläufig früher vieleicht mal verbunden hat, die gibt es doch schon längst nicht mehr. In Anlehnung an die Sportler wäre ja jeder Angestellt mit dem Titel "Verkäufer" und sei es nur in der Bäckerei oder im Supermarkt dann auch Verkaufsprofi weil es halt der Beruf ist mit dem die Brötchen verdient werden.

Ich persönlich habe mir bei --nennen wie sie mal abstrakte Worte-- wie eben Profi oder auch dem so gerne genommenen Wort Teamfähig oder flexibel... mitlerweile angewöhnt denjenigen, der das Wort in den Mund nimmt und mir nicht wirklich als enger Freund bekannt ist, durch Rückfragen genau zu fragen was er denn unter den Wörtern versteht. Wenn man sich dann die Definition oder die Beispiel für das ein oder andere abstrakte Wort anhöhrt, dann stellt man doch teils recht schnell ganz heftige Unterschiede in der Definition fest...

Dazu noch ein Paradebeispiel:

Fragt die Frau Ihren Mann:

"Schatz liebst Du mich eigentlich ?"

Sagt er:

"Klar doch, dreimal die Woche :D "

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