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Sensationsjournalismus


bodohmen

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Geschrieben

Manchmal muß ich mich echt fragen, was sich Autofahrer, die auch mal ein wenig schneller unterwegs sind, noch alles gefallen lassen müssen:evil:

Die Bild schießt mal wieder den Vogel ab, indem sie einen definitiv tragischen Unfall mißbraucht, um die "Raser" mal wieder an den Pranger zu stellen.

Nirgends steht etwas von einem vorhanden gewesenen Tempolimit, wodurch ich davon ausgehe, das es auch keines gab und somit ist dies wieder mal die reinste Hetze:evil:

Tot-Raser

Hamburg – Auf der Hochzeitsfeier von Verwandten fing sie den Brautstrauß. Die junge Frau (22) träumte von Ehe und Kindern. Stunden später rammte ein Raser mit Tempo 200 das Auto ihrer Familie.

Jetzt liegt der Strauß auf dem Asphalt. Rote Rosen, die Blumen der Liebe. Weiße Hortensien, die Farbe der Unschuld. Umrankt von grünem Efeu. Und überall Blut.

DIE JUNGE FRAU, IHRE MUTTER, IHR BRUDER SIND TOT!

Horrorunfall nachts um halb vier auf der Autobahn 24 Richtung Hamburg. Eine Familie aus Wahlstedt (Schleswig-Holstein) kam mit ihrem Seat Toledo aus Nordwestmecklenburg. Mutter (44), Vater (46), Sohn (21) und Tochter (22) – die Frau mit dem Brautstrauß – hatten dort eine Hochzeitsfeier besucht. Die Mutter fuhr, ihr Mann saß neben ihr, ihre Kinder auf der Rückbank.

Plötzlich erkannte die Mutter auf der linken Spur im Dunkeln ein Auto, unbeleuchtet.

Der Fahrer (29) dieses Renault Kangoo war Sekunden zuvor von der Fahrbahn abgekommen, ins Schleudern geraten und hatte sich überschlagen. Die Beleuchtung des Autos war komplett ausgefallen.

Der Mann war betrunken (knapp 1 Promille) am Steuer eingeschlafen!

Die Mutter konnte bremsen, auf den Standstreifen rollen. Alle schnallten sich ab, wollten dem verletzten Unfallfahrer helfen.

Da brachte von hinten ein Raser den Tod! Ein Mercedes-Fahrer (26) war auf der linken Spur mit mindestens 200 km/h unterwegs. Als vor ihm das Unfallauto auftauchte, riss er sein Steuer nach rechts – und donnerte in den Wagen der Familie.

Mutter und Sohn waren sofort tot. Der Vater ist schwerstverletzt. Die Tochter starb im Krankenhaus.

Der Raser überlebte leicht verletzt. Als die ersten Helfer von Polizei und Feuerwehr eintrafen, stammelte er: „Bin ich jetzt etwa schuld?“

Das dies ein schreckliches Unglück ist, steht ausser Frage, jetzt aber den CLK Fahrer zum "Tot-Raser" abzustempeln ist eine bodenlos populistische Frechheit!!

Das der andere besoffen seine Karre zerlegz hat und somit wohl viel mehr Anteil an dieser Tragödie hat, bleibt vollkommen unbewertet!

Letztendlich hätten glaube ich viele der hier schreibenden in dem CLK sitzen können und wären auf der AB mit >200 unterwegs gewesen, also wäre dann manch einer auch zum "Tot-Raser" geworden...

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Geschrieben

tragisch...

..aber wie nennt man jemanden, der lt. STVO zu schnell ist.

So bedient man sich gerne des Wortes RASER. Natürlich haben auch alle anderen eine gewisse Mitschuld. Der Betrunkene, und evtl auch die Seatbesatzung, welche sich hinter der Leitplanke hätte in Sicherheit bringen können, wenn denn die Zeit dazu da war (!!!)

Die STVO sagt, dass man nur so schnell fahren darf, wie die Sichtweite ist, bzw innerhalb dieser anhalten kann. Etwas realitätsfern, aber so steht es nun mal.

Auf jeden Fall ist der Bericht schon sehr populistisch verfasst. Wenn schon, hätte man sich auf den Betrunken einschießen können, der nun wirklich alles falsch gemacht hat.

Geschrieben
Jetzt liegt der Strauß auf dem Asphalt. Rote Rosen, die Blumen der Liebe. Weiße Hortensien, die Farbe der Unschuld. Umrankt von grünem Efeu. Und überall Blut.

Das hört sich nicht an wie objektiver Journalismus, sondern wie ein Auszug aus Rosamunde Pilchers bestem Roman.

Aber trotzdem finde ich nicht, dass der betrunkene den größeren Anteil an der Tragödie hat.

Er hat den Wagen der Familie nicht gerammt, sondern der Mercedes.

Aber was ist jetzt an dem Artikel so schlimm? Es wird ja nicht gegen die Schnellfahrer generell gehetzt, sondern eben nur gegen den besagten Mercedesfahrer.

Und das der sich falsch verhalten hat, steht wohl außer Frage

Gast Anonymous1
Geschrieben

Über sowas reg ich mich nichtmal mehr auf.Ich meine mal ganz ehrlich,so tragisch der Unfall auch ist.Wie wäre es mit dem absichern der Unfallstelle gewesen bevor man auf die AB rennt...und wie war das mit den Westen die man im Auto haben muss ? Warum schreibt man denn sowas nicht hin,um andere darauf aufmerksam zu machen,das man eben gerade nachts nicht unbedingt auf der Autobahn rumlaufen sollte bei nicht einer nicht abgesicherten Unfallstelle ohne Sicherheitsweste...

Sorry aber ich sehe die geringste Schuld beim "Raser".Mal ehrlich wer ist denn nicht nachts auf freier Autobahn mal schneller gefahren ?

Typisch Bild...und das beste ist das jetzt millionen Deutsche nickend vor der Zeitung sitzen und Bild recht geben...

Geschrieben

"Die Mutter konnte bremsen, auf den Standstreifen rollen. Alle schnallten sich ab, wollten dem verletzten Unfallfahrer helfen."

Dieses Verhalten war, wie schon gesagt wurde, falsch. Sie hätten sich sofort hinter die Leitplanke in Sicherheit begeben müssen. Eigensicherung vor Fremdsicherung. Anhalten, alle Lichter die man so am Auto hat an um möglichst deutlich sichtbar zu sein, und dann hinter die Leitplanke und einen Notruf absetzen während man ca. 150-250 Meter zurück geht um das Warndreieck auf zu stellen. Der Mercedes Fahrer fuhr schneller als Richtgeschwindigkeit und konnte nicht so reagieren, dass die Situation ohne weitere Tote ausgeht. Er handelte damit im Rahmen der StVO mindestens fahrlässig. Jeder Fahrer soll jederzeit Herr über sein Fahrzeug und die Situation sein. Wie sehr wir das sind wenn wir uns über die Strassen bewegen sollte jeder für sich selbst mal überlegen. Mit diesem Unfall werden wir aber sicherlich bald ein neues Stück begrenzter Autobahn in Deutschland haben, irgendeiner wird sich hier profilieren und ein Tempolimit instalieren.

Wirkliche Schuld hatte meiner Meinung nach nur der alkoholisierte Fahrer des Kangoo. Deshalb sollte dieses Auto auch verboten werden, genauso wie alle Mercedes. :wink:

Alles was dann passiert ist war in meinen Augen die übliche Verkettung von blöden Zufällen, die zum Beispiel in der Nacht davor noch gerade gut ausgegangen sind, Unfälle passieren tendenziell nicht wenn jeder Alles richtig macht.

Geschrieben

Wenn wir Pech haben, führen solche Vorkommnisse (nein, eigentlich solche Pressebrichte) zum Tempolimit. Denn ein Politiker würde nun sagen "mit Tempolimit wäre das nicht passiert".

Geschrieben

Wieso ? Seit wann halten Tempolimits die Leute vom zu schnellen Fahren ab ?

P.S. Das diese eine ebenfalls sehr populistische Frage ist, weiss ich. Jedoch will ich damit nur meinen Standpunkt vertreten, dass ein Tempolimit auch keine Garantie darstellen würde, um diesen Unfall zu verhindern.

Es hätte sich bestimmt noch ein LKW gefunden, der aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit da rein geballert wäre.

Oder ein anderer PKW Fahrer, der auch bei 140 mit der Situation überfordert wäre.

Geschrieben
Wieso ? Seit wann halten Tempolimits die Leute vom zu schnellen Fahren ab ?

P.S. Das diese eine ebenfalls sehr populistische Frage ist, weiss ich. Jedoch will ich damit nur meinen Standpunkt vertreten, dass ein Tempolimit auch keine Garantie darstellen würde, um diesen Unfall zu verhindern.

Es hätte sich bestimmt noch ein LKW gefunden, der aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit da rein geballert wäre.

Oder ein anderer PKW Fahrer, der auch bei 140 mit der Situation überfordert wäre.

Und ich bezweifle, dass die Leute bei 130 weniger tot gewesen wären als bei 200...

Geschrieben

Ein Tempolimit ist aber eine Reaktion auf diesen Unfall. Und diese Reaktion wird jetzt erwartet. Warum gibt es soviel 60, 70, 80, 120, etc..auf Landstrassen, Bundesstrassen und Autobahnen? Oftmals nur weil irgendjemand hier abgeflogen ist. Mit einem Tempolimit kann man sich auch leicht behelfen wenn Strassenschäden im Spiel sind wie oft auf Landstrassen der Fall. Statt Sanierung ein Limit und es drohen keine Klagen mehr. Sorry auch wenn es traurig ist und genauso ein Schei.. ist wie die 120 fürs Klima aber das ist leider dir Realität in Deutschland.

Vielleicht hätte er bei 130 rechtzeitig bremsen können. Wer weiß ob er von den 200 nur auf knapp 80 runterbremsen konnte bevor er die Familie getroffen hat? Niemand von uns! Und dieser Artikel wird sich hüten hier irgendjemanden in den Schutz zu nehmen sondern ist einfach populistisch gestaltet und fertig. Der Journalist wollte die Fakten so auslegen und darstellen. Man hätte auch gegen den Alki oder gegen die unumsichtige Familie die nicht mit den Grundsätzen der Unfallhilfe vertraut ist wettern können. In dem Fall hat man sich den Raser ausgesucht.

Geschrieben

Echt tragischer Unfall! :( :(

Ich hätte bestimmt nicht direkt neben dem Kangoo auf dem Seitenstreifen

gehalten, sondern etwas weiter entfernt, so ca. 200-300m weiter.

Dann hätte ich sofort die Polizei verständigt, denn ohne Sperrung der

AB wäre ich (auch wenn es hart klingt) nie und nimmer auf die Autobahn

gehüpft, sondern wäre hinter der Leitplanke zurückgelaufen und hätte

nach Absicherung der Unfallstelle mit Warnweste und Handblinklicht

versucht, die anderen zu warnen.

Mehr kann man in so einer Situation nachts auf einer Hochgeschwindigkeitsautobahn

ohne Polizei nicht machen.

Ich denke, daß die meisten hier so gehandelt hätten; die Familie hat aber nicht so gehandelt! Leider, und das tragische Ende kennen wir...

Die Familie "wollte helfen", was in dieser Situation (nachts, AB, 130 RG, Unfallauto auf der Fahrbahn) leider,

wenn es wieder hart klingt, die falsche Entscheidung ist, bzw. sogar den sicheren Tod für den Helfer bedeutet.

Die "Berichterstattung" seitens der Bild ist unter aller S*u, und ich kann

nur sagen: Pfui!

Und dieses "Bin ich jetzt etwa schuld?" suggeriert schon, daß der CLK-Fahrer die komplette Schuld tragen soll und der Bild Leser (bekanntlich ohne Hirn, sorry)

fast ausschließlich diesen scharf verurteilen soll. Dann dieser DSDS-ähnliche, sentimentale Müll,

von wegen "eben noch den Brautstrauß gefangen". Pfui-"Journalismus" nenne ich das! :evil:

Die Schuld am Unfall hat der besoffene, der mit knapp 1 Promille (!!)

seinen Wagen auf den Kopf gelegt hatte. Alles Weitere war eine unglückliche Kettenreaktion. Die Bild sieht das anders. Alles war "gut", bis der böse, böse

RASER kam! :evil:

-> "Eine junge Frau (22) fing noch den Brautstrauß, dann kam der Tot-Raser."

Mir gibt allerdings schon zu denken, daß die Frau des Familienautos anhalten konnte,

während der CLK-Fahrer nicht. Sie ist, setze ich mal voraus, nicht so schnell gefahren.

Ich bin gegen ein generelles Tempolimit, aber

hier hätten 130km/h vom CLK doch geholfen. Dies kann natürlich nicht verallgemeinert werden.

Man sollte trotzdem so schnell fahren, daß man wenigstens noch ausweichen kann,

auch wenn ein Anhalten auf Sichtdistanz nur Fahrschultheorie ist, weil

sich Gefahren und Hindernisse auch bewegen und/oder plötzlich

von der Seite auftauchen können. Welch eine Erkenntnis...

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo bodohmen,

 

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Geschrieben

naja, sie konnte ausweichen, bzw. anhalten. Der CLK hatte nur dann schon weniger Platz auf der AB. Wenn ich mir die Beschädigungen ansehe, glaube ich an eine Aufprallgeschwindigkeit von unter 70km/h. Der CLK ist nicht so stark deformiert (man vergleiche Crashtest, die mit 50 gefahren werden). Die schweren Verletzungen kommen sicherlich auch daher, dass die Insassen zu diesem Zeitpunkt unangeschnallt waren.

An dieser Stelle gab es übrigens auch keine Leitplanken: http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/05/07/auto-unfall/tot-raser-hochzeitsfeier.html

Ich kenne einen der Journalisten. Mal sehen, wenn ich Zeit habe, werde ich ihn mal ansprechen.

Geschrieben

Ich kenne einen der Journalisten. Mal sehen, wenn ich Zeit habe, werde ich ihn mal ansprechen.

Solche Leute würd ich nicht Journalisten nennen :cry:

Aber das hat jetzt nix mit diesem speziellen Bericht zu tun, ich kann nur niemand ernst nehmen, der die Bildzeitung ernst nimmt, und erst recht nicht, wer sich diesen populistischen Mist einfallen lässt :puke:

Geschrieben
Alle vier Familienmitglieder waren unangeschnallt.

Damit sind sie für mich zu 90% selbst schuld.

Viele Grüße, Tim

Geschrieben

Na die haben sich doch losgeschnallt um auszusteigen, vermute ich.

Geschrieben

In dem Bericht steht, dass noch gar nicht klar ist ob die Mutter angehalten hat oder nur abgebremst.

Viele Grüße, Tim

Geschrieben

Sehr tragischer Unfall. Mit dem Gewissen von dem Betrunkenen möchte ich zumindest nicht leben. :(

Was mir aber allgemein vermehrt auffällt ist, dass die Medien momentan voll sind von Nachrichten über (schwere) Unfälle. Praktisch im Wochentakt passiert ein tragischer Unfall. "Kleine" Unfälle stehen nahezu täglich in der Zeitung.

Was ich nun den Medien vorwerfe ist die Tatsache, dass sich die Unfallzahlen meiner Meinung nach nicht wirklich geändert haben(Oder?). Die Politiker etc. haben da garntiert ihre Finger im Spiel und fordern von der Presse vermehrte Artikel übr Unfälle, um die Leute "zur Vernunft" zu bringen, sodass auch der letzte so langsam kapiert, dass ein Tempolimit notwendig ist.

Stichwort Demagogie.

Kann mich jemand bestätigen ohne (noch) politischer zu werden?

Geschrieben
Kann mich jemand bestätigen ohne (noch) politischer zu werden?

Nein, denn das wird gelesen, bringt Quote & Auflage! Es geht nicht um Macht / Demagogie sondern um GELD!

Die Unfallzahlen sind seit Jahren rückläufig!

lg

mecki

Geschrieben

In einer der letzten AMS stand, dass die schweren Unfälle (mit toten und schwer verletzten) im ersten Quartal 2007 wohl wirklich zum ersten mal seit vielen vielen Jahren wieder deutlich gestiegen sind. Fast 30% wenn ich mich recht erinnere...

Viele Grüße, Tim

Geschrieben

Was erwartet Ihr eigentlich ?.......

eine objektive, sachliche auf Fakten gestützte Berichterstattung kann es aus Gründen von politischen, machtbesessenen, geldgierigen, sensationsgeilen, nur sich selbst ins rechte Licht setzende, um auf der Karriere - Leiter so schnell wie möglich empor zu kommen, und damit die " Auflagen ihrer " Boulevard Seiten " zu steigern, über alle Gesetze von Moral und Anstand sich hinwegsetzende Journalisten, in unserer heutigen Welt nicht geben.

Wer anders denkt und glaubt, gehört in das Reich von Märchen und Fabeln, lebt realitätsfremd.

Es ist leider ein knallhartes Geschäft geworden. Und sollte doch ein " anständiger Berichterstatter " mit einer banalen Geschichte/ Reportage vor seinem Chef erscheinen, so wird dem dermaßen der Marsch geblasen, mit Diffamierungen, er solle gefälligst nochmals die Schulbank drücken, oder vor seinen Kollegen so lächerlich gemacht, bis zur Androhung von " er soll sich einen neuen Job suchen " womöglich noch bei den heiligen Samaritern, daß auch der letzte Anständige dieses Berufszweiges zu dem wird, .... wie oben beschrieben.

Wir sehen und erleben es doch jeden Tag, nur will es scheinbar keiner wahr haben und das Kind beim Namen nennen.

Eine spektakuläre Sensationsstory, leicht übertrieben, geschickt mit verbalen Wörtern etwas jongliert, liest sich doch viel spannender, und steigert die " Auflage" wesentlich mehr, als eine brave biedere Story die zwar der Wahrheit entspricht, aber so belanglos für die Meisten sich liest, als ob in China ein Fahrrad umfällt.

Das schlimme ist, daß die eh schon ( meist voreingenommene falsche Meinung ) durch die Medien natürlich noch verstärkt wird, und angeheizt wird.

Denn was im " Gespräch " ist,........ ist ja " in ".

Um eine Minderheit, ( hier der Sportwagenfahrer schneller Autos, das er sich übrigens meist auch hat schwer erarbeiten und verdienen müssen, oder durch Verzicht auf andere Dinge erworben hat ), noch mehr als Sündenbock hinzustellen, gegenüber einer Mehrheit, die sowieso diese vorgefertigte Meinung vertritt, ( aus banalem Neid ), muß ja diese Gruppe von Autofahrern, die Hauptschuld treffen.

Das liest sich gut und bestätigt die Meinung der Majorität, die Zeitung die das schreibt ist somit beliebt, es wird die Auflage erhöht, es fließt mehr Geld, und alle sind zufrieden. Der Schuldige ist gefunden, haben ja eh schon alle in voraus gewußt, und die Presse bestätigt zu guter Letzt auch noch die vorgefertigte Meinung.

So einfach ist das.

Übrigens ein altes chin. Sprichwort sagt:

" Mit der Zunge und den damit gesprochenem Wort, sind schon mehr Menschen getötet worden, als mit allen anderen Waffen die es bis zum heutigen Tage gibt."

Das sollte uns zum Nachdenken anregen.

Ein Beispiel soll verdeutlichen wie geschickt man manipulieren kann, und ein Ereignis so hinstellen kann, wie es gerade zu seinem eigenen Vorteil notwendig erscheint.

Afghanistan, Einmarsch der Amerikaner von einem westlichen Fernsehsender waren folgende Bilder zu sehen, und wurden wie folgt kommentiert.

Tausende von Afghanen mit USA Fahnen in den Händen, und teilweise die Faust zum Sieg erhoben, die Gesichter der Frauen tränenüberströmt.

Kommentar des Berichterstatters:

" Hier die aktuellen Bilder aus Afghanistan. Die Faust zur Befreiung durch die Amerikaner erhoben, der Siegeswille nicht unterzugehen hat sich gelohnt.

Mit Freudentränen strömen tausende Einheimische den einmarschierenden Amerikanern entgegen, und als Zeichen der Sympathie halten tausende Afghanen die amerikanische Flagge in die Höhe. "

Die gleichen Bilder, jedoch ein Berichterstatter der Opposition im eigenen Land Afghanistans, ausgestrahlt vom dortigen Fernsehsender mit nachfolgendem Kommentar:

" Seht Alle, die Bilder sprechen die Wahrheit. Tausende Afghanen demonstrieren gegen den Einzug der kapitalistischen westlichen Welt, insbesonders der USA. Niemand will sie haben, die Faust zum Sieg gegen die USA zeigt den unbändigen Willen des Volkes.

Die Fahnen die unsere Mitbürger hier zeigen werden in Flammen aufgehen, und schauen sie in die Gesichter der Männer und Frauen, Tränen der gegenwärtigen Machtlosigkeit können sie daran nicht hindern, den Widerstand niemals aufzugeben. "

Jetzt urteilt selbst.

Übrigens will ich hier in keinster Weise politisch werden, ich wollte mit diesem Beispiel nur verdeutlichen, wie man mit Wortspielereien, Massen mit sich reißen kann, jeder auf seine Art und Weise.

In dem hier aufgeführten Unfall, der zweifelsohne tragisch ist, wird weils einfach und bequem ist, die vorgefertigte Meinung Vieler unterstrichen.

Der verhaßte " Stärkere " in diesem Fall der " Schnellere ", "Reichere ", wird zum Hauptschuldner abgestempelt. Das wollen ja die Meisten hören und noch bestätigt wissen.

Ursache, und Andere enorm entscheidende Faktoren werden galant überspielt, oder erst gar nicht zur Sprache gebracht.

Wie Warnwesten, Absicherung der Unfallstelle, sich selbst erst mal absichern, etc.

Und der eigentliche Verursacher, wir vergessen das scheinbar, in Deutschland herrscht laut Gesetz immer noch das Verursacherprinzip in erster Linie, der alkoholisierte Fahrer demnach, wird zur Farce heruntergespielt.

Hätte der nämlich nicht einen Alkoholpegel gehabt, wäre anzunehmenderweise alles danach nicht eingetreten, bzw. passiert.

Und ich kann schon das abgedroschene Gefasel nicht mehr hören:

Laut Straßenverkehrsgesetz , bzw. Verordnung hat jeder PKW Fahrer so zu fahren, daß er jederzeit anhalten kann.

Schwachsinn, das ist ein Kaugummiparagraph, den man von hier bis sonst wo ziehen kann, hier will sich der Gesetzgeber, wenns hart auf hart geht nur ein Hintertürchen offen lassen.

Alles Stubenhocker die sich sowas ausdenken, denn in der Realität, läßt sich das meist kaum verwirklichen, da müßte man mit 20 kmh durch die Gegend rauschen, und ist dennoch nicht vor unvorhergesehene Situationen gefeit.

Verkehrstockungen, den Vogel zeigende Mitautofahrer, Androhung von Nötigung usw usw. gar nicht zu sprechen.

Und ich möchte den sehen, der Nachts mit " nur 80 kmh " brav auf einer Landstraße fährt, und plötzlich 2 m vor ihm rennt ein Reh über die Straße, ob der dann noch anhalten kann?

Von wegen " so zu Fahren, daß er jederzeit noch anhalten kann ", um nur ein Beispiel zu nennen.

Also was solls, sonst führt Alles zur Polemik.

Laßt Euch nicht unterkriegen mit Euerer Meinung, nicht immer muß der schnellfahrende ( mit Maß und Ziel ) Sportwagenfahrer der Schuldenbock sein.

Räumt mit diesem Urteil auf und klärt auf.

Und wirklich, wer hat das so schön geschrieben, es ist sche...egal ob der mit 200 kmh od. mit 130 kmh da reingefahren wäre, tragisch wäre es immer gewesen.

Meine eigene Meinung absolutes schuldfreies Verhalten des Fahrers, der leider in den Wagen reingefahren ist, wenn keine Geschwindigkeitsbegrenzung vorhanden war.

Denn Hellseher sind wir leider Alle noch nicht, daß sich so eine Situation sich darbieten wird, damit kann und muß man auch nicht rechnen.

Halt vielleicht doch, man hätte ja mit 50 kmh fahren können, als " Dank " wäre man vielleicht selbst ein Opfer geworden da man als Verkehrshindernis den Auffahrenden mit 130 kmh ja genötigt hat.

herzliche Grüße

Sumita

Geschrieben

Sehr schön geschrieben Sumita, daß ist ja ein wahrer Befreiungsschlag, den du da verfasst hast:-))!

Geschrieben
Sehr schön geschrieben Sumita, daß ist ja ein wahrer Befreiungsschlag, den du da verfasst hast:-))!

jawoll, sehe ich auch so. sehr schön geschrieben :wink:

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