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Zwei Milliarden Dollar Jahresverdienst


stelli

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Geschrieben

Ist der Mensch, der 15 Millionen im Jahr verdient glücklicher als der Mensch, der 20 Millionen im Jahr verdient? Ich sage: nein. Materielles macht nur sehr kurzfristig glücklich. Ich ziehe den Hut vor jenen vermögenden Menschen, die einen beträchtlichen Teil Ihres Vermögens für andere Existenzen einsetzen, bzw. Diese ermöglichen.

Geld ist neutral. Nur was man damit macht ist ausschlaggebend.

Wenn man davon ausgeht, dass diese 100 besten Makler im Durchschnitt 200Mio Dollar verdient haben, dann sind das 20 Milliarden, vermutlich sind es eher 30 Milliarden. Dieses Geld ist nicht einfach zusätzlich vorhanden, sondern es fehlt auf der anderen Seite. Somit machen diese 100 Makler viele Andere unglücklich und mit Andere meine ich nicht nur Makler, sondern Firmen, Angestellte etc.

Somit wäre dieses Betätigungsfeld absolut nichts für Mich, auch mit 100 Millionen Verdienst/Jahr nicht, für keine Summe der Welt. Wie kann man glücklich sein, wenn Andere damit unglücklich gemacht werden?

Wenn man Geld an der Börse verliert, ist es niemals verloren...jemand Anderes hat es...

Die ganze Börsen-Angelegenheit ist eine gigantische Luftblase, die in den nächsten Jahren zu einem grossen Platzer führen wird und da werden sich wieder Viele dieser Gefallenen das Leben nehmen.

Die Börse führt meines Erachtens auch zu einer enormen Staatsverschuldung und Entwertung des Geldes. Diese Gewinne können nicht ewig angehäuft werden, ohne das Geld nachgedruckt wird, womit für mich die Börse nichts mit Wirtschaft zu tun hat, sondern mit absolut reiner Spekulation/Zocken, mit fatalen Folgen und sollte abgeschafft werden.

Mir selbst wurden mal Aktien geschenkt. Nach ca. 1 Jahr habe ich sie mit 20% Gewinn wieder verkauft. Heute ist der Wert der Aktie bei ca. 30% des damaligen Wertes und viele Tausend Angestellte sind entlassen worden...unter Anderem...

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Geschrieben

Die Börse hat eine wichtige Funktion und zwar das Bereitstellen von Geld für die Wirtschaft. Ohne Börsen wären wir heute nicht da wo wir sind, sondern immer noch in grauer Steinzeit. Woher sollen Firmen wie AMD oder Microsoft denn sonst das Geld nehmen?

Geschrieben

Was denkst Du wieviele Firmen es gibt, die aus eigener Kraft zu einem grossen Unternehmen geworden sind? Sehr Viele! Die Börse ist nichts für Klein-Anleger. Sehr Viele von Diesen treibt es in den Ruin. Was versteht ein Klein-Anleger von der Börse, bzw. von den Machenschaften eines grösseren Unternehmens in das er "investiert"? Er verlässt sich auf Aussagen von "Freunden", die dort auch investiert haben, verlässt sich auf alles Andere, nur nicht auf sein eigenes Wissen und verliert, weil er es sich schlicht nicht leisten kann 10, 20 oder 30 Jahre auf sein Geld und/oder Gewinn zu warten, bzw. darauf, dass der Kurs steigt und verkauft es billig. Der Grossanleger ist im Verwaltungsrat und bestimmt selbst mit, was zu geschehen hat etc., beeinflusst somit den Kurs direkt mit. Ganz abgesehen vom "Insider-Wissen" das er hat und eigentlich nicht nutzen dürfte...

Die Börse ist eine einzige Spekulationsblase, die durch die Stimmungsschwankungen, bzw. subjektive Eindrücke etc. bestimmt wird.

Geschrieben

Du scheinst sehr negative Erfahrungen mit der Börse gemacht zu haben. Fakt ist aber auch, dass viele Amerikaner ihre gute Rente durch die Börse bestreiten.

Wie legst du denn dein Geld an? Also neben den üblichen Verdächtigen.

Geschrieben

Ich denke, niemand kann sich vorstellen, wie hoch die mentale und psychische Belastung in diesem Beruf ist. Es gehört schon viel mehr dazu als nur einfach "zocken" um solche Gewinne zu erzielen. Ohne Spekulanten, Investoren, Hedge-fonds und Heuschrecken wäre ein Wirtschaftssystem wie wir es heute kennen übrigends überhaupt nicht möglich. Denn somit würde auch neuen Industriezweigen kein Geld zufliessen. Fortschritt bedingt Wettbewerb. Auch an der Börse.

Ich finde es immer wieder erstaunlich wie sehr vielen Anlegern immer noch der Börsencrash von 2000-2002 im Gedächtnis sitzt. Wenn man sie allerdings frägt, womit sie ihr Geld verloren haben, so sind dies meistens Unternehmen die nie wirklich Gewinne erzielt haben.

Wer Aktien kauft, sprich Anteilsscheine eines Unternehmens erwirbt, der partizipiert auch an deren Gewinnen. Langfrisitig wird man mit Aktien immer erheblich mehr Geld verdienen als mit allen anderen Anlageformen sofern man nicht gerade am Höhepunkt einer Blase kauft, wobei man selbst dann noch Gewinne erzielen kann, wenn man in gut geführte Unternehmen investiert.

Selbst mit einer Deutschen Telekom hätte man in den letzten 4 Jahren prächtig verdient. Die Aktie hat zwar keine Kurssteigerungen erzielt, aber im Durchschnitt 5% Dividendenrendite erzielt.

Wer die Muse hat kann ja mal einen Vergleich machen, wieviel er verdient hätte, wenn er vor 20/30/40 oder gar 50 Jahren in irgendeine beliebige Aktie aus dem deutschen Leitindex investiert hätte. Neben der Wertentwicklung sollte man hierbei allerdings auch die Dividenden mit einbeziehen.

Viele machen immer wieder den gleichen Fehler: Sie lassen sich von der Gier leiten und stecken ihr Geld in Werte die ein vermeintlich großes Wachstum und überproportionale Kurssteigerungen versprechen. Gerade jetzt erleben wir ja schon wieder einen Hype im Bereich Explorer und Rohstoffaktien, ähnlich wie früher mit Internetwerten und heute wie damals werden die Anleger auf ihrem sauer Verdienten sitzen bleiben, weil sie ihre Geld in Unternehmen stecken die überhaupt keine Gewinne erzielen.

Mein Rat: Sich einfach mal unvoreingenommen mit der Materie beschäftigen und Emotionen wie Angst, Gier und Neid draussen lassen.

Geschrieben
.

Mein Rat: Sich einfach mal unvoreingenommen mit der Materie beschäftigen und Emotionen wie Angst, Gier und Neid draussen lassen.

Sehr guter Tip, zumal niemand gezwungen wird an der Börse als Anleger aufzutreten. Es gibt ja auch Tagesgelder, Sparbücher etc. Ebenso wird ja auch niemand gezwungen Lotto zu spielen. :D

und trotzdem machen es alle freiwillig und sind quasi damit einverstanden, dass jemand anders (und der Staat sowieso) das Geld bekommt.

Also warum da auf der Börse rumhacken ?

Vor gut 20 Jahren waren die Anleger übrigens noch von einem anderen Format. Da galt die Dividendenrendite als Qualitätsmerkmal. Sowas findet sich heute immer noch auf regionalen Märkten und bringt häufig (nach Steuern) mehr als manches andere Anlageprodukt. Die Spekulanten mit der Gier nach schnellem Geld haben den Markt in vielen Segmenten gründlich kaputt gemacht. Selbst Schuld, ich kann mich noch an die Zeit erinneren in der jede Friseuse und jeder Taxifahrer Börsenprofi war. Das konnte so nicht gut gehen.

Ein Fazit kann man daraus aber ziehen: In Deutschland (und sicher auch anderswo) kann man immer Geld verdienen wenn man die (dumme und meist blinde) Gier anderer Menschen nach Geld ausnutzt. 8)

Geschrieben

wie kann man 23mrd in 14 monaten verdienen?

das gibts doch gar nicht ... :-o

Geschrieben

Ich selbst habe keine schlechten Erfahrungen mit der Börse gemacht. Die Aktien die ich geschenkt bekommen habe, verkaufte ich mit einem Gewinn nach ca. 2 Jahren.

Die Vergangenheit ist niemals ein Garant für die Zukunft an der Börse, auch kein Richtwert! Es gibt kein hätte, sollte, würde...!

Besser ist z.B. Land kaufen. Gold, Platin, etc...wenn alles Andere an Wert verliert, steigen diese Werte.

Die Börse ist in erster Linie ein Machtwerkzeug. Die Grossanleger investieren und beteiligen sich da, um ganz klar bestimmen zu können und natürlich einen Gewinn zu erzielen. Für einen Kleinanleger ist es praktisch unmöglich auf ganz kurzfristige Kursänderungen/Steigungen zu reagieren und im Minuten- oder fast Sekundentakt zu kaufen/verkaufen, um so Millionengewinne erzielen zu können. Die Kleinanleger sind nur "Alibi-Anleger", vermeintliche "Mitbesitzer" und "Mitbestimmer" ohne echte Chancen auf Mitbestimmung.

Ob unser heutiges Wirtschaftssystem ohne die Börse wirklich nicht möglich wäre, ist schwer zu sagen. Es ist halt so wie es ist. Jedenfalls sind die Ergebnisse, vor allem von börsenkotierten Unternehmen, äusserst wichtig, bzw. nichts wert, wenn nicht dauernd ein Wachstum vorhanden ist und das jedes Jahr! Wie lange kann ein Wachstum anhalten??? Dauerndes Wachstum gibt es nicht, das ist unmöglich. Wachstum wäre auch gar nicht nötig, wenn es die Inflation nicht gäbe, oder auch Zinsen. Zinsen verursachen die Inflation, unter Anderem...wachsen die Zahlen eines börsenkotierten Unternehmens, steigen tendentiell die Kurse. Leider sind die meisten Anleger aber so verstrickt in ihrem Massendenken, dass sie Ihre Käufe und Verkäufe danach richten, ob in einem anderen Land, Tausende Kilometer entfernt, etwas zu viel Regen gefallen ist, oder der Häuptling eines Indianerstammes in den USA Land von der Regierung zurückfordert und vermutlich und eventuell andere Anleger auch denken, dass dies einen Einfluss auf den Kurs der gekauften Aktie haben könnte...

Ich weigere mich in ein System zu investieren, das von so vielen, unsicheren Faktoren bestimmt ist!

Ein Paradebeispiel für eine sinnlose Investition ist die Pharma-Industrie. Die Zahlen sollen ja dort wenn möglich auch ständig wachsen, damit der Kurs immer vorwiegend steigt. Allerdings heisst das, dass mehr Medikamente verkauft werden sollen, womit man dafür sorgen muss, dass entweder die Bevölkerung immer kranker wird, oder/und der Mensch für immer mehr verschiedene Wehwehchen zur Pille greift...etc. etc...

Geschrieben
Ich weigere mich in ein System zu investieren, das von so vielen, unsicheren Faktoren bestimmt ist!

Das ist einerseits sehr vernünftig, andererseits machen gerade diese "unsicheren Faktoren" die Börse so interessant.

Geschrieben
Besser ist z.B. Land kaufen. Gold, Platin, etc...wenn alles Andere an Wert verliert, steigen diese Werte.

Im Prinzip schon, mal abgesehen von längeren "Dürrezeiten". Wer z.B. in den Jahren 1985 - 2002 auf Gold gesetzt hatte, mußte über eine Engelsgeduld verfügen, zumal Ende der 90er im IT-Boom geradezu horrende Gewinne erzielt werden konnten.

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo stelli,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben
Sehr guter Tip, zumal niemand gezwungen wird an der Börse als Anleger aufzutreten. Es gibt ja auch Tagesgelder, Sparbücher etc. Ebenso wird ja auch niemand gezwungen Lotto zu spielen. :D

Sehr gut, ich liebe den Vergleich mit Lottospielen!!! :-))!

Wie oft bin ich bei Kunden die wöchentlich im Durchschnitt für 25,- € Lotto spielen und dann aber sagen, sie möchten nie im Leben Geld anlegen, da man dort nur verlieren kann...

Denn: 4 mal Lotto in der Woche = 100,- €

Was kommt dabei raus?? Hin und wieder vielleicht mal 20,-€ Gewinn -> Das wars.

Würde man aber 100,- € monatlich ansparen (egal wie), hätte man später mal ne richtig schöne Summe. Na ja, so hat man sein Geld halt mit der Lotto-Geldvernischtungsmaschine rausgeschmissen. Denn nur alleine die Vorstellung Millionen beim Lottospielen zu gewinnen läßt und alle das Hirn ausschalten.

Aber ich geb zu, ich spiel auch Lotto X-)

Geschrieben
Selbst Schuld, ich kann mich noch an die Zeit erinneren in der jede Friseuse und jeder Taxifahrer Börsenprofi war. Das konnte so nicht gut gehen.

...oder der Schuhputzer in der Wall Street hat todsichere Tips verteilt :D

Spaß Beiseite,

Ob man nun als Broker 2 Milliarden verdient, oder im Hochseilgarten vom 12 Meter hohen Stamm

springt (natürlich gesichert O:-) ), letztendlich bestimmt den Erfolg die persönliche Einstellung.

Es gibt Menschen, die sind Ihr Leben lang angestellt, weil ihnen der Mut zum Risiko fehlt.

Da fällt mir immer das uralte Sprichwort ein: "Wer nichts wagt, der nichts gewinnt".

Das ist auf fast jede Situation anzuwenden.

Wenn man sich in seiner Materie auskennt und den Ehrgeiz hat, besser zu sein als die Anderen,

dann steht dem Erfolg nichts im Weg; klar, Glück gehört dazu, aber: "Glück gebührt dem Tüchtigen".

Die Börse ist in erster Linie ein Machtwerkzeug. Die Grossanleger investieren und beteiligen sich da, um ganz klar bestimmen zu können und natürlich einen Gewinn zu erzielen.

Um es mal ganz klar zu sagen:

Am Tagesende zählt unten rechts!

Geld verdienen ist eine legitime Angelegenheit und sollte es auch bleiben!

Ich denke, niemand kann sich vorstellen, wie hoch die mentale und psychische Belastung in diesem Beruf ist.

geh mal auf ein Golf-Turnier und lauf mit den Favoriten mit. Am 18. Loch sind die psychische Wracks.

Jedem Erfolg geht so eine Phase voraus, egal ob im Sport oder im Berufsleben.

Ein Sprichwort muß ich dazu aber noch loswerden :D :

Ein guter Kapitän beweist sich im Sturm!

In diesem Sinne, ich werd jetzt etwas für meine Bilanz machen 8)

Gruß Jan

Geschrieben

Am Tages/Monats/Jahresende zählt unten rechts, das ist richtig. Es ist Jedem/Jeder selbst überlassen, ob man das mit Spekulation macht, also Anderen damit schadet, oder mit "ehrlichem" Geld verdienen, also Leistung/Produkt gegen Geld. Spekulieren ist nicht Können, Spekulieren ist Glücks- oder eben auch Pechsache.

Geschrieben
..., ob man das mit Spekulation macht, also Anderen damit schadet, oder mit "ehrlichem" Geld verdienen,...

Unter jemandem Schaden zufügen verstehe ich etwas anderes. Wenn jemand den Markt manipuliert, wie es zur Zeit bei der WestLB möglicherweise der Fall ist, dann wird anderen Marktteilnehmern gezielt Schaden zugefügt. Im normalen Handel ist dies aber nicht der Fall. Jeder hat dieselben Möglichkeiten und niemand wird gezwungen sich an der Börse zu beteiligen.

Unter dem Strich erzielt die Gesamtheit der Marktteilnehmer wegen der Ausschüttungen der Unternehmen und deren Wertzuwachs ein Plus.

Spekulieren ist nicht Können, Spekulieren ist Glücks- oder eben auch Pechsache.

Auch dem kann ich nicht zustimmen. Mit entsprechendem Sachverstand der zugrundeliegenden Geschäftstätigkeiten der Unternehmen und mit etwas gesundem Menschenverstand kann man ganz ansehnliche Ergebnisse erzielen. Dass dazu nicht alle Marktteilnehmer gleichermaßen in der Lage sind, dürfte klar sein.

Geschrieben
Auch dem kann ich nicht zustimmen. Mit entsprechendem Sachverstand der zugrundeliegenden Geschäftstätigkeiten der Unternehmen und mit etwas gesundem Menschenverstand kann man ganz ansehnliche Ergebnisse erzielen. Dass dazu nicht alle Marktteilnehmer gleichermaßen in der Lage sind, dürfte klar sein.

Auch wenn Sachverstand eine Folge davon ist. Das wichtigste Stichwort ist ERFAHRUNG ! :wink:

Geschrieben

Naja aber man muss auch mal folgendes sehen: Er macht aus $1 = $3,17 - ergo 317% plus.

Wenn er $2.000.000.000 Gewinn macht, dann musste er vorher erstmal knappe $631.000.000 aufbringen. Das hat man ja nun auch nicht unter'm Kopfkissen. Als Spekulant sind 317% teilweise gar nicht so viel. Über's Jahr gerechnet ist das sicherlich ein guter Prozentsatz, aber langfristig wird's natürlich interessanter (und vergleichbarer). Und man ist natürlich immer dem extremen Risiken ausgesetzt, dass es so gehen kann, wie seinem Mitbewerber und er hat die $631.000.000 eingebracht und nur noch $220.500.000 übrig...

Geschrieben
Auch wenn Sachverstand eine Folge davon ist. Das wichtigste Stichwort ist ERFAHRUNG ! :wink:

Hallo Ben,

absolute Zustimmung!

Zum Sachverstand zähle ich nicht nur die Fähigkeit die den Unternehmen zugrundeliegende Geschäftstätigkeit aus kaufmännischer wie auch aus technologischer Sicht zu verstehen, sondern diese Erkenntnisse mit der Verfassung des Marktes zu kombinieren. Klingt vielleicht ein wenig abstarkt, aber allgemeinverständlicher kann ich es gerade nicht ausdrücken.

Zum Beispiel lasse ich von Pharmaunternehmen grundsätzlich die Finger, weil ich kein Mediziner bin und mich in der Branche nicht auskenne. Es mag dort sicher gute Unternehmen geben, aber ich kann sie absolut nicht einschätzen.

Die Erfahrung, die man mit dem Markt haben muß und die man auch wirklich selber "erfahren" haben muß, ist extrem wichtig. Das dauert u.U. recht lange und fordert auch ein gewisses Lehrgeld. Möglicherweise ist Erfahrung der wichtigste Faktor an der Börse überhaupt!

Übrigens soll der Arnold mit 8 Mio. eigenem Geld seinen Hedgefond gegründet haben. Er muß also einiges richtig gemacht haben, wenn er sich jetzt im Milliardenbereich bewegt. Insbesondere in bezug auf sein Alter von 33 Jahren ist das enorm.

Geschrieben

Wo wir das jetzt alles geklärt haben, weiß nun jeder, wie er es in der Praxis umzusetzen hat. Heute ist der 18. April, am 18. Mai unterhalten wir uns wieder, jeder hier, der dann nicht mindestens 1 Mrd. Euro mehr auf dem Konto hat wird bei carpassion raus geschmissen.

Auf gehts!!!

Nein, Späßle gemacht, Erfahrung hin oder her, in dieser Liga geht es nur ums zocken und abzocken, wer darauf spekuliert, daß der Ölpreis bis Ende des Jahres nicht weiter steigt, hat damit so viele Unwegbarkeiten, daß Erfahrung keine Rolle spielen kann. Ein schwerer Sturm über dem Golf von Mexiko, ein weiteres schweres Attentat einer muslemischen Terrorgruppe, eine weitere Eskalation mit Sanktionen gegenüber dem Iran... Das sind alles Details, die maßgebend Einfluß auf den Ölpreis haben und keiner kann dies mit Erfahrung kompensieren. Ergo kann man auch gleich 5 Mrd. auf die rot am Roulette-Tisch setzen.

Was mich zusätzlich stört, ist das hinter diesen Zockern auch immer Abgezockte stehen. Nun kann man argumentieren, daß die Abgezockten selber schuld sind, daß sie mitgespielt haben, ich persönlich würde mich aber nicht wohl fühlen, meinen Reichtum darauf zu generieren andere Leute finanziell fertig gemacht zu haben. Das ist asozial und für mich somit nicht erstrebenswert.

Geschrieben
Was mich zusätzlich stört, ist das hinter diesen Zockern auch immer Abgezockte stehen

im Grunde genommen richtig, wobei man hier auch ein bißchen relativieren muß: Es geht hier

um Hedge-Fonds. Wer sich mit der Materie auseinandersetzt, weiß das Hedge-Fonds höchst spekulativ

sind. Die Gier nach dem schnellen Geld veranlaßt die Menschen, Selbiges hier zu investieren.

Im Grunde genommen haben es die "Abgezockten" gar nicht anders verdient, als ihr Geld zu verlieren.

ich persönlich würde mich aber nicht wohl fühlen, meinen Reichtum darauf zu generieren

andere Leute finanziell fertig gemacht zu haben

Der überwiegende Teil normal denkender Menschen wird 100%ig mit Deiner Meinung konform gehen.

Als Dienstleister wie Du kann und darf man gar keine andere Meinung haben.

Aber ich glaube nicht, daß ein Hedge-Font Betreiber vorangig oder hintergründig darauf

aus ist, andere Menschen zu ruinieren. Vielmehr geht es meiner Meinung nach darum, eine gute

Performance hinzulegen. Und wie überall entscheidet Wettbewerb. Die Amaranth-Kunden

hätten ja auch zu Arnold gehen können. Oder umgekehrt. :D

Alles Weitere driftet hier aber auch in Spekulation ab....

in diesem Sinne :-))!

Gruß Jan

Geschrieben
Was mich zusätzlich stört, ist das hinter diesen Zockern auch immer Abgezockte stehen. Nun kann man argumentieren, daß die Abgezockten selber schuld sind, daß sie mitgespielt haben, ich persönlich würde mich aber nicht wohl fühlen, meinen Reichtum darauf zu generieren andere Leute finanziell fertig gemacht zu haben. Das ist asozial und für mich somit nicht erstrebenswert.

Allerdings ist es gerade diese Ansicht, die die Händler oft dazu führen, ihren Beruf zu verheimlichen bzw runterzuspielen. Es gibt Daytrader, die erzählen anderen Leuten nicht was sie genau machen....selbst Familienmitglieder wissen es nicht. Genau weil sie dann als Zocker und Glückspieler abgestempelt werden. Obwohl sie oft soviel Umsatz machen wie eine mittelgroße Sparkassenfiliale und sehr erfolgsreich sind.

Folgendes hat mal ein Kunde seinem Händler gesagt: "Jemanden, der 3000 Brutto im Monat verdient, kann man nicht sagen was ich mache." Ist ja auch klar....wenn er erfährt, dass er innerhalb von 30min soviel Geld verdient hat, wie er in einem Monat, ist es sofort kriminell oder sonst was.

Es ist eine Arbeit die sehr sehr sehr viel Selbstdisziplin und Beobachtungsgabe voraussetzt.

Diese Börsenbriefe sind reine Abzocke bzw. Missbrauch von Anlegern......Tipps von einem "Börsenguru". Ok....die Dinger machen ihre Rendite. Aber nur weil jeder der den Börsenbrief bekommt sofort wie verrückt kauft und sich dann auf dicke Gewinne freut. Der "Börsenguru" hat sich dann schon durch Mittelsmänner eingedeckt und verkauft schön mit dickem Plus. Die Anleger wurden als als Kurstreiber missbraucht.

Passiert jeden Tag...seit Jahren.

P.S.: Gier frisst Hirn. :wink:

Geschrieben

Es gibt da einen Spruch aus dem Film Wall Street:

"If your not inside, your outside"

Letzten Endes basiert doch unser ganzes gesellschaftlichen System aus Gewinnern und Verlierern. Der Erfolg der japanischen Autoindustrie geht zu Lasten der amerikanischen, die deutsche Unterhaltungsindustrie ist ebenfalls der japanischen zum Opfer gefallen.

Die Börse ist nichts anderes als ein Handelsplatz mit Käufern und Verkäufern. Langfristiger kontinuierlicher Erfolg hat nur sehr wenig mit Glück zu tun. Es kommt auf die eigene Disziplin an. Man muss emotional und mental ungeheuer fit sein um auf Dauer überhaupt überleben zu können. Wer denkt ein jeder Daytrader verdient mal so nebenbei 10.000 Euro am Tag der hat nicht die geringste Ahnung. Der Großteil bleibt auf der Strecke und auch die großen Player können mit einem Schlag alles verlieren.

Geschrieben
Langfristiger kontinuierlicher Erfolg hat nur sehr wenig mit Glück zu tun. Es kommt auf die eigene Disziplin an.

Hm, um mal wieder auf das erste Posting dieses Threads zu kommen:

Amaranth hatte im Jahr 2005 gewaltige Summen mit Futures im Energiemarkt verdient, genauer: mit Wetten auf einen steigenden Gaspreis.(...) John Arnold dagegen hatte, sozusagen, 2006 gegen die Amaranth-Wette gehalten und auf fallende Gaspreise gesetzt.

Was hat das mit Disziplin, Erfahrung, Können oder körperlicher Fittness zu tun? Auch ob Du In- oder Outsider bist, kann Dir bei solch einer Wette nicht helfen. Das Risiko ist das selbe, wie an einem Roulette-Tisch, also ist es reines und vor allem krankhaftes Gezocke und nicht mehr. Aber im Prinzip bestätigst Du das ja selbst:

Der Großteil bleibt auf der Strecke und auch die großen Player können mit einem Schlag alles verlieren.

Z.B. Amaranth... Wenn die großen Player nicht rechtzeitig den Ausstieg schafen, werden sie zwangsläufig irgendwann alles verlieren. Und diese Leute schafen in der Regel den Ausstieg nicht (obwohl sie genügend Geld hätten) :wink:

Ich wiederhole mich noch mal nicht erstrebenswert und wer einen Arnold als Vorbild hat, wird irgendwann auch verlieren.

Geschrieben
Was hat das mit Disziplin, Erfahrung, Können oder körperlicher Fittness zu tun? Auch ob Du In- oder Outsider bist, kann Dir bei solch einer Wette nicht helfen. Das Risiko ist das selbe, wie an einem Roulette-Tisch, also ist es reines und vor allem krankhaftes Gezocke und nicht mehr.

Der Handel mit Rohstoffen bzw. Forward Kontrakten is ja wohl nicht im entferntesten mit Roulette oder irgendeinem anderen Glückspiel zu vergleichen. Für den Laien mag dies vielleicht so aussehen, in Wirklichkeit ist es bedeutend komplizierter.

Es gibt x-verschiedene Arten von handelbaren Erdgas und für jede Art gibt es jeweils Kontrakte für eine entsprechende Monatslieferung. Der Markt ist für jeden transparent. Es kann genau eingesehen werden, welche Marktteilnehmer welche Position eingehen, wie hoch der Open Interest ist, wie die jeweiligen Lagerbestände sind und die Erwartungen auf Angebot und Nachfrage.

Ein Trader macht niemals einen einzigen großen Wurf, Erfolg muss akkumuliert werden durch viele kleine Trades. So war dies auch in diesem Fall, auch wenn die Medien dies anders interpretieren. Bei aller Risikoreduzierung ist es aber dennoch nie möglich alle äusseren Einflüsse zu erfassen, deshalb kann nie ausgeschlossen werden, daß sich der Markt schlagartig gegen einen stellt. Aber gerade deshalb ist die Spekulation an der Böre das mental anspruchsvollste Geschäft. Wenn es das nicht wäre könnte es jeder.

Die Argumentation, daß erfolgreiche Speklanten nur "Glück" hätten kommt leider vorwiegend aus den Münden derer die über die Materie nur wenig Ahnung haben und deshalb auch die entsprechende Gewinne nicht verstehen können.

Geschrieben
Die Argumentation, daß erfolgreiche Speklanten nur "Glück" hätten kommt leider vorwiegend aus den Münden derer die über die Materie nur wenig Ahnung haben und deshalb auch die entsprechende Gewinne nicht verstehen können.

Ich hoffe, damit meinst Du nicht mich... :D

Bleiben wir mal beim Thema Erdgas. Was hilft es denn, wenn man tatsächlich so gutes Insiderwissen hat, daß man bei normalem Verlauf die Marktentwicklung der nächsten 9 Monate beurteilen kann, dann aber etwas Unvorhersehbares passiert, was man eben nicht kalkulieren kann und den Marktpreis aber unter Umständen um 50% beeinflußt? Und mal ganz ehrlich, wenn es um Rohstoffe zur Energiegewinnung geht, ist die Wahrscheinlichkeit doch recht groß, daß in einem Zeitraum von 270 Tage eben solche unvorhersehbaren Ereignisse geschehen.

Geschrieben
Ich hoffe, damit meinst Du nicht mich... :D

Nein. Das war eine allgemeine Feststellung. Ich bin ja selber in diesem Berufsstand tätig (wenn auch auf einem vergleichsweise winzigem Level) von daher krieg ich das andauernd zu hören, das meine Arbeit ja eigentlich nur Gezocke ist.

Die meisten können sich nicht vorstellen welche Kräfte im Markt wirken. Ein Ereignis, welches den Preis am Markt auf einen Schlag um 50% verändert, gibt es nur in absoluten Ausnahmefällen. Natürlich kann plötzlich Nordkorea eine Atombombe auf Washington schmeissen und die Börse fällt an einem Tag um 50%. Dies ist aber ein Ausnahmefall der jeden einzelnen betreffen würde. Kein Geschäft ist ohne Risiken. Nehmen wir mal an ich mach eine McDonals Filiale auf und am nächsten Tag ist BSE in allen Big Macs etc......

Das Problem an der Börse ist, daß man bedeutend mehr verlieren kann als man besitzt, wenn man das Risiko nicht extrem stark reduziert. Aber dann sind auch die Gewinnchancen recht gering. Von daher ist ein bestimmter Faktor notwendiges Glück sicher nicht wegzudiskutieren. Aber der ist sicher auch bei jedem anderem Unternehmen einfach notwendig.

Heutzutage ist es leider so, daß viele Banken von ihren Händlern zum Teil Übermenschliches verlangen. Der Konkurrenzdruck ist enorm, besonders jetzt erwarten die Vorstände exzellente Ergebnisse. Das Bittere ist, daß Anfänger binnen kürzester Zeit abgeschlachtet werden und niemals wieder eine 2te Chance bekommen, ganz einfach weil sie schon alles verloren haben. Diese Anfänger haben nicht einfach Pech, sie werden abgezockt weil sie Fehler machen. Beispiel:

Vor 2 Wochen ging in den Internet Foren eine Mail rum von einer amerikanischen Hausfrau die hauptberuflich Daytrader war. Ihr Grundkapital lag bei 100.000 $. Die Hälfte der Ersparnisse der Familie. Über Monate hinweg konnte sie sich mit hohem Einsatz und Risiko eine ordentliche Summe verdienen. Nun ging sie einen Wert "short" der innerhalb von 3 Tagen um 50% gestiegen war. Short gehen heisst, ich verkaufe eine Aktie "leer" die ich gar nicht besitze. Meine Short Positionen muss ich irgendwann decken zum aktuellen Marktpreis, Ich setze also auf fallende Kurse in der Zukunft wenn ich eine Aktie leer verkaufe. Die Hausfrau erhöhte nun ständig gegen die steigende Aktie ihre Positionen und verkaufte bei jedem Kursanstieg mehr Aktien. Letzten Endes verkaufte sie auf Kredit 70.000 Aktien im Wert von durchschnittlich 5 Dollar leer bei einem Grundkapital von 100.000 $. Die Aktie wurde schliesslich plötzlich vom Handel ausgesetzt. Es wurde bekanntgegeben, daß die Firma eine bedeutende Genehmigung erhalten hatte. Der Wert eröffnete mit 17$. Die Hausfrau musste ihre Position zwangsliquidieren und schuldet der Bank nun 12 $ * 70.000 = 840.000 $ abzgl. ihres Grundkapital. Sie wird also bis an den Rest ihres Lebens nur noch Schulden haben und diesen einen einzigen Trade abbezahlen, der ihr alles Geld kostete und sie und ihre Familie komplett verschuldet hat.

Nun könnte man sagen, diese Frau hatte einfach Pech. Nein hatte sie nicht, denn sie ging ein viel zu hohes Risiko ein und sie erhöhte ihre Position obwohl sie im Verlust war. Ein Profi erhöht seine Positionen wenn er im Gewinn liegt und schliesst sie sofort wenn er im Verlust liegt.

Das ist der Unterschied und das hat mit Glück und Pech rein gar nichts zu tun.

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