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Hallo Community,

Es besteht eine Frage an die Profis hier bezüglich Stellplatz/Garage und Batteriemanagement.

Während meiner Suche nach einem Stellplatz für meinen Sportwagen bin ich auf sehr unterschiedliche Meinungen gestoßen. In einer privaten Garage mit Motorsport-Bezug sind alle Stellplätze mit Stromanschluss ausgestattet – dort hängen die Fahrzeuge offenbar dauerhaft (24/7) am Netz. Dasselbe Bild beim Händler: Im Showroom sind die Fahrzeuge – egal ob Neu-, Young- oder Oldtimer – ständig am Strom.

Ein anderer Stellplatzvermieter war hingegen ziemlich erstaunt darüber. Er meinte, weder seine Motorräder noch seine Oldtimer Autos (besitzt eine private Sammlung) würden am Strom hängen. Seine Einschätzung: Das sei auf Dauer eher schlecht für die Batterie.

Ich selbst bewege meinen Sportwagen etwa 3.000–5.000 km pro Jahr, er steht also relativ viel.

Daher meine Fragen:

  • Ist es sinnvoll oder eher schädlich, ein Fahrzeug während längerer Standzeiten dauerhaft (365 Tage im Jahr) an einem Ladegerät zu lassen?
  • Hängt das eventuell von der Art der verbauten Batterie ab (z. B. AGM, klassische Blei-Säure, Lithium)?

Tyreshoes und Wagen-Abdeckung habe ich bereits organisiert – mir geht es wirklich nur um das Thema Batterie/Ladeerhaltung.

Falls dieses Thema im Forum bereits ausführlich behandelt wurde, freue ich mich über einen Hinweis oder eine entsprechende Verschiebung meines Beitrags an die richtige Stelle.

Vielen Dank für eure Einschätzungen!

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Geschrieben

Die Art des Sportwagens könnte eine Rolle spielen...

ob 74er Porsche oder 2020er Lamborghini mit 47,3 Steuergeräten... 

  • Gefällt mir 3
Geschrieben

Verstehe. Bei den betreffenden Garagen mit Stellplätzen werden eben alle Wagen einheitlich gespeist oder eben grundsätzlich alle nicht. Es schien mir eine Art Philosophie-Denken dahinter zu stecken. Das ist mir aufgefallen.

Händler: hat diverse Wagen aus dem lokalen certified-owner-listen-Bereich im Angebot, sowie auch Old- und Youngtimer, eine bunte Mischung und lässt im Showroom alles am Strom - fragt man ihn: am Strom lassen

Motorsport-Halle: dort stehen nur die exklusivsten Teile und es gibt Überwachungssystem mit Zutrittskontrollen und Schleusen, Rammschutz, Milchglas, div. Sicherheiten mit Kameras und Spezialüberwachung sowie Park- und Reinigungsservice und was das Herz sonst noch so begehrt - dort grundsätzlich alle Autos am Strom. Fragt man dort: am Strom lassen

Oldtimer-Sammler: dieser Mann steht auf Auto-Veteranen und hat wie gesagt weder seine Motorfahrräder noch seine Oldtimer Autos am Strom und entgegnete spontan, er meine, es würde der Batterien eher schaden. Egal was für ein Wagen: er meint, kein Strom nötig für die Batterien

Ich habe solch pauschale und gegensätzliche Philosophien nicht erwartet.

Geschrieben

Bei moderneren Autos laufen 24*7 irgendwelche Stromdiebe. Alarmanlage, Softwareupdates übern Äther, App.-Connect mit Statusbericht etc. Lieber ein für das Fahrzeug passende Batterieerhaltungs-Gerät nutzen, als mit vollem Risiko nach 3 Wochen mit defekter Bordelektrik unterschiedlichste Probleme haben. Je moderner der Wagen, umso sinnvoller ;) 

  • Gefällt mir 4
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb DD5:

Das sei auf Dauer eher schlecht für die Batterie.

Bei Blei-Säure Batterien absolut unproblematisch. Dort lieber permanent auf 100%, als dauerhaft im unteren Drittel des Ladezustands. Wobei eine klassische NassBatterie längere Entladungszyklen besser wegsteckt, als eine modernere AGM oder EFB. Aber wie oben schon erwähnt wurde, zieht ein Oldtimer im Normalfall keinen Strom und von daher ist die Wahrscheinlichkeit das der Wagen nach mehreren Monaten anspringt relativ hoch. Bei aktuellen Modellen fast undenkbar. 

 

Bei Lithium-Ionen sieht die Sache anders aus. Aber dort regelt im Normalfall die eingebaute Schutzelektronik vor permanenten Zuständen unter 20% und über 80%

Geschrieben

Bei Fahrzeugen die beim Händler/im Showroom stehen, wird oft die Zündung ein/ausgeschaltet, bzw. viel ausprobiert. Logisch, dass die am Strom hängen. 
Wie @Andreas. schon schrieb, je moderner, desto sinnvoller die Stromerhaltung. Hier wurden schon oft die Probleme diskutiert, die durch entladene Batterien entstehen. 
Bei den Oldtimern ist der Stromverbrauch in Ruhe sehr niedrig, da passiert wirklich wenig. Den Fahrzeugen schadet es auch nicht, die Batterie ganz abzuklemmen. Das macht vielleicht auch dein Sammler. Dann hält die Batterie noch länger. 
Ich würde auf jeden Fall einen Standplatz mit Stromanschluss bevorzugen. Nicht um dauerhaft ein Ladegerät anzuschließen, aber um in gewissen Intervallen nachzuladen.

  • Gefällt mir 3
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb DD5:

Batteriemanagement.

Ist doch ganz einfach:

Pb/PbO - Akkus fühlen sich voll am wohlsten.

Li-X/LiFePO - sollte man zwischen 30% und 70% (max 80%) halten *)

NiMH - sind leer am glücklichsten.

MiCd - gibt es hoffentlich nirgends mehr.

 

Entladeschlußspannung und Ladschlußspannung dabei KEINESFALLS unter- bzw. überschreiten . das gilt für jede Einzelzelle.

 

mit freundlichen Grüßen, Tom

  • Gefällt mir 2
Geschrieben

Wie wir schon mal an andere4 Stelle diskutiert haben, gibt es zur Erhaltungsfunktion durchaus sachkundige Stellen, die diese kritisch sehen. Zumindest sollte man sie nicht zu lange laufen lassen, denn bei der Erhaltungsladung wird eine Batterie nach dem vollständigen Laden immer wieder geladen, um die Selbstentladung der Batterie auszugleichen. Ich habe gelernt, den Erhaltungslademodus nur kurze Zeit zu verwenden, da er ursprünglich nur zum Ausgleichen der charakteristischen Selbstentladung einer Batterie konzipiert war. Bei manchen Ladegerät wird bei der Erhaltungsladung mit einem höheren Ah-Wert geladen, als zum Ausgleich der Selbstentladung erforderlich wäre. Die Reaktionen in einer Bleisäurebatterie, die ich in den meisten Fahrzeugen verwende, können so zu einem vorzeitigen Batterieausfall führen.

Varta empfiehlt, dass um eine lange Batterielebensdauer sicherzustellen, auf eine ausgedehnte Erhaltungsladung verzichtet werden sollte. Man soll die Erhaltungsladung möglichst mit entsprechenden Einstellungen am Ladegerät einschränken. Wenn eine Batterie längere Zeit nicht verwendet werden soll, soll man sie vor dem Lagern vorzugsweise vollständig aufladen und die OCV (Open circuit Voltage, Leerlaufspannung) regelmäßig prüfen (mindestens alle 3 Monate) und die Batterie (nur) bei Bedarf nachladen (spätestens bei einer Spannung von 12,4 V). Ich versuche seit langem, dieses Verfahren einzuhalten und der Erfolg gibt mir Recht, da meine Batterien meist zehn Jahre und mehr halten (bei Auto und Motorrad). 

  • Gefällt mir 4
Geschrieben

Ich befürchte, dass mancher Umgang mit der Batterie eher etwas mit den organisatorischen Möglichkeiten zutun hat, als mit dem Wissen um die technischen Notwendigkeiten. 

  • Gefällt mir 2
Geschrieben

Meine Autos kommen, sobald Sie in der Garage abgestellt werden ans ctec und hängen dran, bis ich das nächste mal wieder fahre. Scheint den Batterien zu gefallen denn der Porsche, Baujahr 2015 hat noch die erste Batterie drin und die tut Ihren Dienst, wie man ihn besser nicht tun kann und auch der Ferrari (seit ich ihn 2021 erworben habe) hat seit mindestens 5 Jahren den selben Akku drin und der funktioniert einwandfrei. Demnach werde ich es so weiter handhaben.

 

Viele Grüße

 

Marc

  • Gefällt mir 7
Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo DD5,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Verschiedenes über Autos (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

Meine Autos und Mopeds hängen mehr oder weniger dauerhaft am Ctek und ich weiß nicht, wann da zum letzten Mal eine Batterie schlapp gemacht hat. Ist ewig her...

  • Gefällt mir 4
Geschrieben

Tatsächlich habe ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht, die Karren hängen alle konstant am CTEK. Beim Ferrari hatte ich aber trotzdem oder vielleicht auch deswegen binnen 3 Jahren 2 defekte (Varta-)Batterien... 

  • Gefällt mir 1
Geschrieben

Es heißt ja immer, dass die Chemie in Gang gehalten werden soll, also Ladezustand zwischen 20-80%. Nett finde ich das Bild mit dem Parkhaus. Ein volles Parkhaus verursacht Streß, wenn die Elektronen einen Platz suchen. Also eher in ein nicht volles (<80%) Parkhaus fahren.

Dann gibt es die Zyklus Anzahlangabe, die ein Akku maximal in seiner Lebenszeit aushält. Erhält man die verträgliche Ladung die ganze Zeit, zählt das nicht als Zyklus und somit sollte die Batterie lange halten. Aber, ob das so stimmt?

 

Beim Motorrad ist der ausgebaute Akku über dem Winter nie leer, Ladezeit nach Monaten nur Minuten bevor das Ladegerät wieder auf Grün geht. Trotzdem fühlen sich die Batterien einfach wohler, wenn man regelmäßig, z.B. wöchentlich fährt. Das gilt vorallem für die Hybriden. Selbst wenn das Ladegerät gerade erst abgenommen wurde, geht das Voltmeter erst nach mehreren Stunden wieder unter 14,7V. Also war da noch Ladebedarf. Manches wird auch von der einzelnen Batterie selbst abhängen, wie lange sie hält und weniger von der Lademethode.

Geschrieben
vor 38 Minuten schrieb Porto2020:

Manches wird auch von der einzelnen Batterie selbst abhängen, wie lange sie hält und weniger von der Lademethode.

Einiges hängt von der Zellchemie ab - Zwischen Blei- und Lithium-Akkus ist ein gewaltiger Unterschied.

 

mit freundlichen Grüßen, Tom

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb Tom_H:

Einiges hängt von der Zellchemie ab - Zwischen Blei- und Lithium-Akkus ist ein gewaltiger Unterschied.

Das ist schon klar, dass die Bauart den Unterschied macht. Ich meinte den Unterschied innerhalb einer Bauart, wenn ein und die selbe Bauart 3 Jahre hält und dann wieder eine Batterie mit der selben Bauart 10 Jahre, obwohl ähnlich behandelt.

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