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Traurig aber wahr


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Geschrieben

Als Antwort auf den Beitrag von Andreas:

 

Wenige Themen werden so gegensätzlich beurteilt und kommentiert wie die Behandlung von Kunden im Autohaus. Schaut man sich die Perspektive der Autohäuser und Verkäufer an (auch diese tauschen sich in Foren aus), dann fällt man vom Glauben ab, was die erleben. Insofern ist es vielleicht ein bisschen Abgestumpftheit oder emotionale Hornhaut, dass manche Verkäufer auf Besuch im Autohaus schon gar nicht mehr reagieren. Ich glaube, Verkäufer haben recht feine Antennen, ob man "nur mal schauen" möchte oder tatsächlich ein Interesse dahinter steckt. Schleiche ich irgendwo durch den Schauraum, einfach nur um zu gucken, bemüht sich auch niemand um mich.

 

Wenn ich aber wirklich ein Auto kaufen wollte, habe ich dies in der Regel vorher angekündigt (ebenso beim Kauf der neuen Stereoanlage, um wirklich eine ernsthafte Beratung zu erhalten). In sämtlichen Fällen gab es wirklich vorbildliche Behandlung und Korrespondenz. Gerade die Oldtimer-Verkäufer muss ich positiv hervorheben. Mit dem gewerblichen Verkäufer der Fulvia in Fürth (Vintage & Voyage) bin ich immer noch lose freundschaftlich verbunden.

 

Als ich Ende 2016 die nagelneue Giulia (blind und ohne Probefahrt) nach Öffnung der Bücher bestellt habe, hatte ich mir einen halben Tag Urlaub genommen. So viel Zeit hat sich dann auch der Verkäufer genommen. Mit kindischer Freude haben wir über die richtige Konfiguration gerungen. Auch da wusste der Verkäufer (Italiener) ein halbes Jahr vorher Bescheid, dass ich die neue Giulia haben möchte (die damals noch gar nicht bestellbarer war). Da hat er sich schon wirklich bemüht, dass ich direkt nach Öffnung der Bücher den Wagen bestellen kann. Für die Präsentation nach Auslieferung hat er sogar gefragt, ob ich bestimmte Musikwünsche habe... 

 

Als ich mich für einen Spider interessiert habe, ohne Kunde zu sein, hat mir die engagierte und charmante Verkäuferin eines (anderen) Fiat-Händlers direkt mal den 124 als Fiat und Abarth für eine Probefahrt hingestellt. Als meine Präferenz dann auf einen gebrauchten Alfa Romeo Spider 916 fiel, hat sie sich trotz des Engagements für meine Entscheidung gefreut. Aber das war halt alles eine ernsthafte Abwägung. Hat sie eben auch gemerkt

 

Daher glaube ich, das Verkäufer eine sehr subtile Ahnung darüber haben, ob Interesse besteht oder nicht.

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Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb 360erfreak:

Und trotzdem denke ich jedes mal wenn ich einen auf der Straße sehe - bin ich froh die Rübe wegzuhaben.

Puh. Das klingt wirklich nach einer sehr miesen Erfahrung. Das tut mir leid. Bei meinem waren die genannten Punkte hinsichtlich Sitzheizung und Navi kein Problem bzw. ist mir das nicht so aufgefallen. Was mich an dem Wagen selbst gestört hat, war dieser völlig unnötige Spurhalteassistent, der den Wagen wie einen Pingpong-Ball an den Fahrbahnmarkierungen abprallen lassen hat. Das macht mein Volvo XC60 um Längen besser, selbst auf Baustellen-Abschnitten. Die Navi-Ausfälle wiederum habe ich jetzt, besonders an oder in der Nähe der niederländischen Grenze. Ich glaube aber, dass das am Apple Car Play und am Netzbetreiberwechsel liegt.

Egal, nun sind wir den CX-5 ja beide los und das Leben kann mit besseren Autos weitergehen.

OT Ende

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Geschrieben

Hier noch eine Story wie sie ein - mittlerweile hier nicht mehr aktiver - CPler beim ehemaligen Ferrari-Händler in München erlebte.

 

Man muss vorausschicken, als er seinen Murci verkauft hatte, wollte ich ihn davon abbringen einen neuen Aventador zu kaufen und Richtung Maranello zu wechseln. Es gelang mir nicht.

 

Nachdem er seinen nagelneuen Aventador bekommen hatte, meinte seine Frau sie könnten sich die Ferraris doch mal anschauen. 
 

Sie fuhren mit dem Lambo auf den Hof des ehemaligen Ferrari-Händlers. Er parkte das Auto so, dass er es auch von innen im Blick haben hätte können. Sie betraten das Autohaus und blieben brav an der Absperrung stehen. ….und warteten und warteten. Sie wurden durchaus zur Kenntnis genommen, aber schlicht ignoriert. Nach geraumer Zeit wurde es seiner Frau zu blöd und sie ging um die Absperrung herum und wollte sich im Showroom die Fahrzeuge anschauen. In Windeseile rannte ein Mitarbeiter des Autohauses auf sie zu, hielt sie auf und fragte was sie hier wolle. Sie gab die für ein Autohaus scheinbar komplett verkehrte Antwort, dass sie sich mal die Autos anschauen wolle. Darauf hin wurde der Mitarbeiter sehr pampig und meinte, dass dies auf gar keinen Fall möglich wäre und sie jetzt doch bitte das Haus verlassen sollen. Das taten sie dann auch, mittlerweile gerne.

 

Er rief mich kurz darauf an und meinte, sie hätten es jetzt versucht einen Ferrari zu kaufen, aber man gab ihnen nicht einmal die Möglichkeit dazu. Ich sagte ihm wenn er noch immer möchte soll er doch zu einem anderen Händler gehen.

 

Zwei Wochen später hat er sich dann einen nagelneuen 488 bei Gohm bestellt. 

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Geschrieben

Bei besagten Ferrari Händler (der immer noch existiert) hatte ich darum gebeten einen Kaufvertrag für das Fahrzeug meines Interesses vorzubereiten und mir per Email zu schicken. 1 Woche nichts. Nach 2 Wochen rief ich an um nachzufragen. Mir wurde lapidar mitgeteilt, dass der Wagen mittlerweile verkauft sei. Ergebnis >> Blacklist.

 

Bei einem bekannten Händler und Veredler in Krefeld hatte ich mich für einen 365 GT interessiert. Ich teilte mit, dass ich einen Gutachter zur Besichtigung vorbei schicken würde. Nachdem der Inhaber, Herr A., den 3.(!) vorher vereinbarten Termin mit dem Gutachter hatte platzen lassen, ohne Absage, kam auch dieses Autohaus auf meine Blacklist. Laut Gutachter war angeblich der Wagen immer "grad nicht im Haus". Eine Erstattung der Gutachterkosten wurde natürlich nicht angeboten.

Geschrieben

Tach Zesamme

Wie ihr ja vielleicht wißt, schlägt in mir ein Audi-Herz.😊 Grund: Das 1.Auto meines Vaters war 1962 ein "DKW junior de Luxe", türkis blau mit weißem Dach, 1,3L Zweitakter, 34PS. Eigenes, 1.Auto war dann mit 18 ein "Audi50 GLS", was sonst...  Okay, gehört jetzt nicht zum Thread, aber zum Verständnis wie ich ticke.😁

 

Trieb mich also sehr oft in VW/Audi Autohäusern herum. In einem Audizentrum lief ich mal durch die Neuwagen. Auf einem verwaisten Schreibtisch lag diese, von mir eingescannte Produktinformation, die ich mir dann "stiebitzte". Sorry für den "Diebstahl". Ist 34 Jahre her, also lange verjährt.😄

Ich weiß jetzt nicht, ob es solche Verkaufshilfen auch bei anderen Marken gab oder noch gibt. In diesen Heften wurden also die Verkäufer in Technik, Konkurrenzfahrzeugen und allgemeinen Sachen geschult, um interessierten Kunden dieses Fahrzeug schmackhaft zu machen. Eigentlich eine gute Sache, wenn, ja wenn die Autohausmitarbeiter das auch umsetzen würden. Scheinbar sind viele einfach satt...

 

Als Beispiel nenne ich mal vier Zitate aus besagten Schreiben:

Seite 2: "...Der hohe Ertragmachte dieses Modell für Sie als Verkäufer besonders interessant..."

Seite 3: "...sich Folgegeschäfte sichern..." /  "...wachsen Ihre Eroberungschancen..."

Seite 11: "...Abgesehen vom hohen Ertrag, der Ihnen das Audi Coupe' S2 bringt, lohnt es sich auch unter diesen Aspekten, volles Engagement zu investierten..."

 

Bei VW/Audi erlebte ich sehr, sehr oft großes Interesse, die angehenden Kunden umfassend zu informieren. Vielleicht hielten sich viele an diese internen Produktinfos und besserten so ihr Salär auf.

 

Danke für Euer Interesse.

 

 

 

 

 

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Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Jarama:

Bei besagten Ferrari Händler (der immer noch existiert) hatte ich darum gebeten einen Kaufvertrag für das Fahrzeug meines Interesses vorzubereiten und mir per Email zu schicken. 1 Woche nichts. Nach 2 Wochen rief ich an um nachzufragen. Mir wurde lapidar mitgeteilt, dass der Wagen mittlerweile verkauft sei. Ergebnis >> Blacklist.

 

Bei einem bekannten Händler und Veredler in Krefeld hatte ich mich für einen 365 GT interessiert. Ich teilte mit, dass ich einen Gutachter zur Besichtigung vorbei schicken würde. Nachdem der Inhaber, Herr A., den 3.(!) vorher vereinbarten Termin mit dem Gutachter hatte platzen lassen, ohne Absage, kam auch dieses Autohaus auf meine Blacklist. Laut Gutachter war angeblich der Wagen immer "grad nicht im Haus". Eine Erstattung der Gutachterkosten wurde natürlich nicht angeboten.

Was für ein Geschäftsgebaren ist das denn, um alles in der Welt?! 😱
 

Und das von dem Münchner Ferrarihändler ebenso…

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Geschrieben
vor 42 Minuten schrieb Ferrarinarr:

Bei besagten Ferrari Händler (der immer noch existiert)

Na also, geht doch. Warum sollte der etwas ändern.

die Politik des Unternehmens, auf Exklusivität zu setzen führt, bei subalternen Pfeifen gern zu Arroganz. Findet man in oft in bestimmten Modeläden.

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@fridolin_pt: verstehe. 
Aber wenn diese Verkäufer dann durch ihr Verhalten potentielle Kunden vergraulen, dann kann das doch nicht im Sinne des Unternehmens sein.

 

Hätte ich gedacht…🤷‍♀️

Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb fridolin_pt:

Na also, geht doch. Warum sollte der etwas ändern.

die Politik des Unternehmens, auf Exklusivität zu setzen führt, bei subalternen Pfeifen gern zu Arroganz. Findet man in oft in bestimmten Modeläden.

😆

 

Offenbar von 3. Seite auf den Vorgang angesprochen (so wurde mir berichtet), bekomme ich seitdem von diesem Händler (auch nach dem Besitzerwechsel), also seit vielen Jahren, Hochglanzprospekte, Veranstaltungsinfos, Weihnachtsgrüsse etc.

 

Da ich aber schon immer nachtragend und bockig war, und mittlerweile auch noch auf die 70 zugehe, nutzt das auch nix mehr 😎

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Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Ferrarinarr:

@fridolin_pt: verstehe. 
Aber wenn diese Verkäufer dann durch ihr Verhalten potentielle Kunden vergraulen, dann kann das doch nicht im Sinne des Unternehmens sein.

 

Hätte ich gedacht…🤷‍♀️

Das geht ja auch nicht von der Firma aus sondern ist ein Verhalten, das schwer zu kontrollieren ist, insbesondere in Filialbetrieben. Da verkaufen Mitarbeiter Dinge, die Sie sich selbst nicht leisten können, und fühlen sich überlegen, weil Sie entscheiden können, wer diese wertvollen Dinge kaufen darf.

Life erlebt:

Eine anspruchsvolle Kundin mit entsprechendem finanziellen Hintergrund wird aus einer Boutique vergrault mit dem Kommentar aus dem Hintergrund: „solche Billigkunden bedienen wir nicht“ - von der Inhaberin.

Diesen Laden gibt es nicht mehr. Verständlich.

 

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Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo GT 40 101,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Videos (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

@fridolin_pt: Glaube ich gerne.

 

Und das, obwohl ich Geschäftsleuten normalerweise eine gewisse Menschenkenntnis zutraue.
 

Ich erinnere mich aber noch, daß Anfang der siebziger Jahre einmal ein Münchner Juwelier einer einfach gekleideten Dame sein bestes Stück mit den Worten „aber das kommt ja für Sie wohl kaum in Frage“ vorenthalten hat.

 

Dieser dumme Spruch hat den Juwelier eine Millionen-Kundin gekostet. Die gute Frau war eine steinreiche schwäbische Firmenbesitzerin gewesen.

 

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Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb Ferrarinarr:

Ich erinnere mich aber noch, daß Anfang der siebziger Jahre einmal ein Münchner Juwelier einer einfach gekleideten Dame sein bestes Stück mit den Worten „aber das kommt ja für Sie wohl kaum in Frage“ vorenthalten hat.

Ich musste das jetzt wirklich dreimal lesen, um es letztendlich so zu verstehen, wie es wohl gemeint war. 🤐

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vor 12 Minuten schrieb Sarah-Timo:
vor 19 Minuten schrieb Ferrarinarr:

Ich erinnere mich aber noch, daß Anfang der siebziger Jahre einmal ein Münchner Juwelier einer einfach gekleideten Dame sein bestes Stück mit den Worten „aber das kommt ja für Sie wohl kaum in Frage“ vorenthalten hat.

Ich musste das jetzt wirklich dreimal lesen, um es letztendlich so zu verstehen, wie es wohl gemeint war. 🤐

Nach meinem Dafürhalten bleibt es selbst dann uneindeutig 🤔

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Geschrieben

Ich gebe zu: ich rede und denke eher wie die Generation meiner Großeltern - ich lache auch heute noch über „Väter der Klamotte“ und ähnliches.

 

Und der Juwelier hatte der Dame sein schönstes Diamantencollier - mit Rubinen so groß wie Hustengutzel - vorenthalten.

 

Und Anfang der Siebziger hat man einen Großen Mercedes 600 für nur 100.000 DM bekommen.

 

Und ich bitte für dieses Missverständnis um Verzeihung.🙂

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Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb fridolin_pt:

„solche Billigkunden bedienen wir nicht“ - von der Inhaberin.

Erinnert mich an

 

 

Geschrieben
vor 35 Minuten schrieb Ferrarinarr:

Und ich bitte für dieses Missverständnis um Verzeihung.🙂

Hat den Unterhaltungswert aber durchaus gesteigert 😇

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