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Projekt „Bayern-Ring“: Ein High-End Driving Resort + F1 Kurs am Fuße der Alpen - Visionäre gesucht


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Geschrieben

Servus miteinand, 

 

ich hab ja immer wieder gespinnerte Ideen und Fantasien, die andere wie ein Musk, Bezos usw. dann auch mal umsetzen weil sie das Kleingeld dafür haben. Eine dieser Visionen möchte ich mit euch teilen, die bei mir schon seit Jahren im Kopf herumgeistert.

Wir alle wissen: Deutschland und insbesondere Süddeutschland ist ein Autoland, aber wenn es um moderne, multifunktionale Tracks geht, sieht es im Süden eher mau aus. Hockenheim ist weit weg, gleiches gilt für Spielberg. Wir sind also erstmal gedanklich in der 1,6 Mio. Freistaathauptstadt München.

Was uns fehlt, ist ein echtes „Driving Resort“ nach modernsten Standards, direkt im bayerischen Voralpenland. Kein reiner „Rennplatz“, sondern ein Mekka für alles, was Räder hat.

 

Das Konzept: Der Bayern-Ring

Die Idee ist ein All-in-one Motorsport-Resort, das die natürliche Topografie der Alpenausläufer nutzt (Elevation Change!), um eine der fahrerisch anspruchsvollsten Strecken Europas zu schaffen.

 

- F1-Standard Circuit: 5,5 km Grade-1-Strecke mit ordentlich Höhenmetern (kein flacher Acker!). Offen für alle: Egal ob hochdrehender Verbrenner, E-Fuels oder High-Performance EV

- Handling Strecke 10-15 km lang (als Hommage an die Nordschleife) die einzeln, aber auch in Kombi mit der F1-GP Strecke gefahren werden kann (natürlich mit Touristen-Fahrten für jedermann)

- Integrierter Drag-Strip: Eine professionell Meile parallel zur Start-Ziel-Geraden, mit Tribünen, Ampel usw. (auch für Privatleute am WE)

- Kart-Area & Offroad-Park: Profi-Kartbahn (indoor/outdoor) und ein ein Spaß-Parcours für off-Road Fans (auch für jedermann buchbar)

- Lifestyle-Infrastruktur: Zwei Hotels (1x High-End Luxus mit Streckenblick 5*, 1x Sport-Standard 4*), Heli-Pads, Camping-Platz, Medical-Center und erstklassiger Gastro (Bars und Gasthäuser)

- Mietbare Entwicklungs Bereiche für die Automobil-Industrie, inkl. Werkstätten, Büros, etc. 

 

Standort & Realisierbarkeit

Idealerweise liegt das Areal in unmittelbarer Nähe zur A8 (Bereich Irschenberg / Weyarn bis Chiemgau).

Vorteil: Perfekte Anbindung für Gäste aus München, Salzburg und Innsbruck.

Topografie: Die wellige Landschaft spart uns künstliche Aufschüttungen und sorgt für blinde Kurven und Mutpassagen à la Spa-Francorchamps und NS, die zudem spannende Streckenverläufe ermöglicht. 

 

Der Realitätscheck (Die nackten Zahlen)

Ja, es ist ein Mammutprojekt. Um so etwas heute in Deutschland durchzubringen, brauchen wir nicht nur Leidenschaft, sondern auch ein massives Budget und politisches Standing.

Flächenbedarf: ca. 120–150 Hektar.

Geschätzte Baukosten: Wir reden hier von 450 bis 550 Millionen Euro (inkl. FIA-Zertifizierung, Lärmschutz-Engineering und Hotel-Bau).

Finanzierung: Ein Mix aus privatem Kapital (Investoren-Pool) und strategischen Partnerschaften mit der Industrie (Testgelände für neue Technologien).

Warum jetzt? (wann denn dann?)

Weil wir einen Ort brauchen, an dem das Fahren noch zelebriert wird, ohne dass man nach zwei Runden ein schlechtes Gewissen haben muss. Ein Resort, das gleichzeitig als Event-Location für Hersteller und als Home-Base für Clubs dient.

Ich weiß, es klingt verrückt – aber war der Bilster Berg oder das Ascari Race Resort am Anfang nicht auch nur eine „verrückte Idee“? Vermutlich schon. 

 

Mich würde euer Feedback interessieren: Was müsste so ein Ring für euch bieten? Denkt das ganze bitte nicht mit der "deutschen Brille" wo man nur nach vom aussterben bedrohten Molchen und Hamstern, Ausreden von Lärmschutz, Umweltvorgaben, und Petitionen von Anwohnern sucht, die dort gestört werden könnten, sondern mit einer "was würde es der Region und dem Land, und letztlich den Menschen" im Umkreis von 2-3 Fahrstunden Entfernung bringen, wenn so ein geiles Mega-Projekt Realität werden würde! Den Söder könnte man doch garantiert mit so einem Pitch rum bekommen ;) Und kennt ihr jemanden, der jemanden kennt, der noch ein paar Millionen im Handschuhfach vergessen hat? ;)Am besten liest jetzt ein Milliardär mit ;) 

 

Servus, Harry

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Geschrieben
vor 33 Minuten schrieb Kazuya:

Standort & Realisierbarkeit

Idealerweise liegt das Areal in unmittelbarer Nähe zur A8 (Bereich Irschenberg / Weyarn bis Chiemgau).

Vorteil: Perfekte Anbindung für Gäste aus München, Salzburg und Innsbruck.

Apropos Salzburg: Warum nicht den Salzburgring für ein solches Vorhaben nutzen?

Ist zwar nicht in D, aber sehr nahe bei MUC, auch gut mit dem Flugzeug zu erreichen und vor allem: Die Rennstrecke ist bereits vorhanden und seit 1969 allseits akzeptiert. 

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Geschrieben
vor 51 Minuten schrieb matelko:

Warum nicht den Salzburgring für ein solches Vorhaben nutzen?

Nix gegen den Salzburgring, aber der besteht ja fast nur aus zwei langen Geraden. Ich hatte schon etwas deutlich komplexeres im Sinn. Von den moderneren Strecken finde ich den Yas Marina Circuit am interessantesten, wobei es dem (bis auf eine Ausnahme) an spürbaren Höhenunterschieden fehlt. Und wie gesagt... es sollte ja viel mehr als "nur" eine F1 Strecke sein :) 

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb matelko:

Apropos Salzburg: Warum nicht den Salzburgring für ein solches Vorhaben nutzen?

SBR gibt es immer massive Probleme mit den Anwohnern. Übertrieben dargestellt kann man in Bälde fast nur noch mit E-Autos fahren.

 

Ich weiß zwei konkrete Streckenüberlegungen in Oberbayern. Beide auf deren eigenen Ländereien. Leider kam es über eine grobe Planung nie hinaus. Gerade zwischen München und den Bergen ist so ein Projekt leider nicht realisierbar. Teils ideologisch-hirnrissige Auflagen die schon bei ersten Gesprächen geäußert wurden, lies die Lust an einer eigenen Rennstrecke wieder schwinden. Länge wäre etwa 3,5 bzw. 4 km gewesen. 
 

An der Finanzierung lag es übrigens nicht. Die Investoren gaben schon frühzeitig die Zusage bei einer etwaigen Umsetzung.

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Geschrieben

Wäre vorstellbar gewesen zum Zeitpunkt „Umzug Flughafen“ und Riem statt Messestadt als Driving Ressort aufzubauen, damals Anfang der 90er. Aber es gab da wohl zu wenig Interesse/Kapital für so ein Projekt. Jetzt ist es schon beinahe unmöglich, eine Kartbahn zu eröffnen > Halle & Elektro wäre möglich, aber Outdoor & Verbrenner >> no go. 

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Geschrieben

Das ist eine tolle Idee, aus meiner Sicht und Erfahrung aber leider nicht realisierbar.

An Investoren würde das vermutlich nicht scheitern, eher an den Artenschutzbestimmungen, da hat der Nabu Mitsprache- und Klagerecht.

Wie wollten vor ca 20 Jahren, als die Bestimmungen noch relativ locker waren, eine öffentliche Golf-Drivingrange bauen, komplett geplant, positives Feedback der Stadt.

Letztlich am Einspruch des Nabu gescheitert da eine seltene Vogelart dort genistet hat.

So wie man die Vögel, also die vom Nabu kennt, wurden die armen Tiere vermutlich dort ausgesetzt. 

 

Alles traurig, passt aber im Allgemeinen gut zur Standortdiskussion Deutschland.

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Geschrieben

Ist es nicht verrückt das solche Großprojekte ans bescheuerten Umweltstandards und Naturschutzvereinen scheitern? Kein Wunder, dass in Deutschland schon länger nichts mehr voran, sondern eher rückwärts geht. 

 

Sehr traurig!

Geschrieben

Bescheuert? Manches sicherlich … wer erinnert sich noch an die Binnengewässer in Deutschland vor den ersten wirksamen Kläranlagen in den 70ern … ohne (für die Industrie bescheuerte) Ge- & Verbote wäre das nicht passiert. Smog im Ruhrpott? Bitterfeld?

 

Klar, beim Golfplatz lässt sich trefflich den Sinn/Unsinn hinterfragen, wahrscheinlich mehrheitlich dem Neid geschuldet 😕 

 

Es ist nun nicht mehr der richtige Zeitpunkt für FCKW im Massenmarkt bei Kühlschränken - gleiches gilt beim Driving Ressort.

Ein stillgelegtes Industriegelände oder ungenutztes Flugfeld geht am Ehesten dafür, aber sowas in Privatbesitz überführen und dann per Umkreisgrenzdefinition (vgl. Bilster Berg) zu verorten ist kompliziert.

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Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb Kazuya:

Das Konzept: Der Bayern-Ring

Sowas gab es schon mal: Der Lausitzring - leider hat sich das nicht gerechnet und ist inzwischen an die DEKRA verkauft. Der Lausitzring (großer GP-Kurs) ist übrigens meine Lieblingsstrecke - ich lasse fast keinen TrackDay aus.

 

mit freundlichen Grüßen, Tom

  • Gefällt mir 7
Geschrieben

So irre viele ungenutzte Flugfelder gibt es nun mal nicht. Fliegerhorst Penzberg käme mir in den Sinn, aber auch da müsste man darüber hinaus gehend Grundstücke zu kaufen. Vielleicht meine Wortwahl etwas drüber, aber wenn man sich gedanklich schon mit wütenden Anwohnern (frag mal wo ein ökologisches Windradkraftwerk hin soll), Umweltverbänden wie NABU, BUND rumplagen muss, weile eine unfassbar wichtige Lurch-, Spatz,-, Hamster oder sonstige Tierart angeblich, genau wegen so einem Projekt den Exitus erleiden würde, frage ich mich was wichtiger ist? Dass das Land, die Region und ihre Menschen voran gebracht werden, durch neue Investitionen die auch neue Arbeitsplätze schaffen, oder aber das weitere My an Umweltschutz, damit wird uns als Weltenretter Nummer 1 auf die Schulter klopfen können. Beides wird nicht in gleicher Intensität machbar sein!

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo Kazuya,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Verschiedenes über Autos (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben
vor 25 Minuten schrieb Kazuya:

Dass das Land, die Region und ihre Menschen voran gebracht werden, durch neue Investitionen die auch neue Arbeitsplätze schaffen

Ich stelle mal in Frage, dass durch ein "Driving Resort" Arbeitsplätze geschaffen werden (siehe Nürburgring).

Die Idee mag interessant sein; an Investoren mag es eventuell auch nicht liegen ABER...

Ich glaube nicht, dass so ein Vorhaben durch ein paar interessierte "Petrol Heads" tragbar ist.

 

Die Umweltauflagen, bürokratische Hürden, Kosten, Instandhaltung, Versicherungen, ...

Und das nur, damit vielleicht 1.000 Leute im Jahr ihre Autos dort artgerecht bewegen können?

 

Ich wurde vor vielen Jahren mal von VW zu einem Fahrertraining mit dem Phaeton auf den Nürburgring eingeladen und bin mit dem Ferrari dort hingefahren. Ich habe den Instruktor gefragt, ob ich vielleicht mal mit dem Ferrari hinter dem Pulk herfahren dürfte. Trotz Zusage des Instruktors wurde mir der Zugang zur Strecke verweigert, weil das Auto zu laut gewesen ist.

 

Anders wird das bei privaten "Drive Ressorts" wohl auch nicht sein.

Deine "Vision" finde ich interessant aber wenn ich ehrlich reflektiere, würde ich ein-/zweimal vorbeikommen um Bekannte zu treffen und ein wenig zu fahren. Danach würde das Interesse wahrscheinlich wieder nachlassen. Es wurden ja schon einige Rennstrecken genannt, die an Auflagen und Interessen gescheitert sind.

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