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destruktivus

Mercedes-Vorstand Hubbert räumt Qualitätsmängel bei Mercedes

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destruktivus
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Was wir alle bereits vermuteten und was sich kaum noch verbergen ließ,

ist nun offiziell:

Mit der oft gerühmten Mercedes-Qualität ist es nicht mehr weit her. Dieser Mythos existiert de facto nicht mehr, es ist ein Überbleibsel längst vergangener Tage.

Dies mußte sogar Jürgen Hubbert persönlich in einem Intervies im "Handelsblatt" zugeben.

Er schiebt es auf Zulieferer, doch damit ist es in meinen Augen nicht getan. Mercedes ist ganz eindeutig die "Cash-Cow" in einem angeschlagenen Konzern, die im Moment über ihre Möglichkeiten "gemolken" wird.

Hier eine Zusammenfassung des Artikels im "Handelsblatt":

In einem Gespräch mit dem "Handelsblatt" hat Mercedes-Chef Jürgen Hubbert Qualitätsmängel bei den neueren Fahrzeugen eingeräumt, zur Chefsache erklärt und angekündigt, die Zulieferer in Zukunft stärker unter die Lupe zu nehmen. Anlass ist ein Mängelreport des TÜV, der vor wenigen Wochen an die Öffentlichkeit gelangte und auf dem die Mercedes-Modelle unter den ein bis drei Jahre alten Fahrzeugen deutlich schlechter abschnitten als in der Vergangenheit: Während der Ford Focus hier die Liste der Fahrzeuge mit den wenigsten Mängeln anführt, findet sich das beste Mercedes-Modell, der Roadster SLK (Foto), erst auf Platz 12. In den vergangenen Jahren belegten Mercedes-Fahrzeuge hier immerhin noch Mittelplätze, im Zeitrahmen von drei bis acht Jahren lagen sie noch an der Spitze der mängelfreien Fahrzeuge.

Gegenüber der Zeitung (heutige Ausgabe vom 27.02.02) sagte Hubbert, dass die Hauptschwierigkeiten bei den Zulieferern lägen, wo das Thema Qualität „nicht überall gelebt“ werde. Mercedes sei in den vergangenen Monaten von Qualitätsmängeln überrascht worden, da die Lieferanten von sich aus Veränderungen an den gelieferten Bauteilen vorgenommen hätten. Wenig zuverlässige Zulieferer, so das Handelsblatt weiter, müssen sich künftig auf Besuch einstellen. Hubbert kündigte an, dass Mercedes-Abgesandte künftig verstärkt die Zulieferer und deren Fertigungsprozesse kontrollieren werden.

Zu den Qualitätsmängeln zählen Probleme mit der Hinterachse bei der A-Klasse, Schwierigkeiten mit der "Air-Body-Control", einem Hydrauliksystem für die Federung bei der S-Klasse sowie die mangelnde Lebensdauer der von Bosch zugelieferten Einspritzpumpe bei Dieselmotoren der neuen C-Klasse

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Autopista
Geschrieben

Ich denke die Probleme liegen an vielen Stellen. Das hat mit Sicherheit aber nichts damit zu tun,dass Mercedes die Verluste aus dem Chrysler Geschäft kompensieren muss. Eine schlechte Qualität "plant" man nicht.

Trotzdem sollte man nicht vergessen,dass es insbesondere den etablierten Konkurrenten,namentlich Audi und BMW nicht besser ergeht. Ganz im Gegenteil. Die Qualität dort ist mindestens genauso schlecht. Der Unterschied ist aber,dass man sich bei diesen Firmen offensichtlich seit Jahren an Qualitätsmängel gewohnt hat und deswegen nicht mehr in der Öffentlichkeit meckert. Man werfe nur einen Blick auf den TÜV-Report für Fahrzeuge älter als 4 Jahre.

Eye
Geschrieben

Ich habe schonmal gehört das die E-Klasse am Unterboden besonders Rostanfällig ist

Saphir
Geschrieben

Rostanfällig? E-klasse?

da musst du dich verhört haben! mein vater fährt seit 15 jahren alle modelle der e-klasse und von rost kann man da wohl keineswegs sprechen!

wo ich zustimmen muss, ist beim fehlenden qualitätseindruck im innenraum! bei a und c-klasse sieht das doch recht dürftig aus finde ich...

Eye
Geschrieben

Ich bin mir sogar ziemlich sicher, das ich was von Rost am Unterboden gehört habe, deshalb hoffe ich auch bald Bestätingung von andern zu bekommen...

MxMagnum
Geschrieben

bei der neuen c-klasse sind 20% mehr reparaturen als bei anderen wagen!

wir haben den neuen c220cdi t und ich kann nur voll zustimemn!

wir haben ihn gestern wider aus der werkstadt abgeholt weil die ersatzteile erst am 6.3 da sind :lol:

esp geht nicht, ein reifen total abgelaufen, der stecker an der AHK hat einen wackelkontakt, an der hinteren kopfstütze fehlt das ding zum tiefer machen.......

destruktivus
Geschrieben

Also das mit dem Rost habe ich auch schon gehört, allerdings nur bei dem aktuellem E-Klasse Modell.

Mein Schwager ist Werkstattmeiser in einer Mercedes-Niederlassung, der erzählte mir etwas von fehlerhafter Hohlraumkonservierung.

Habe bisher aber gedacht, das seinen Einzelfälle.

Nun ja.

Ach ja: @Autopista:

Schlechte Qualität plant man nicht, gute jedoch sehr wohl!

Gerade da kann man sehr sehr viel falsch machen, das ist die hohe Kunst der Produktion.

Im übrigen verwette ich meinen A..., daß das sehr wohl mit den Chrysler-Verlusten zu tun hat.

Das hat nämlich System und es kam wieder genau so, wie ich mir das vorgestellt habe.

Als erste Maßnahme nach der Fusion und dann nocheinmal nach Bekanntwerden der Probleme bei Chrysler hat DC den Zulieferern ganz brutal die Daumenschrauben angezogen.

Dies ist sogar öffentlich bekannt geworden, da ganz pauschal 5% Rabatt von allen Zulieferern und auf alle Teile gefordert wurde. Wer nicht mitgehen konnte oder wollte, wurde einfach abserviert. Die Einkaufsmacht eines solchen Mega-Konzern erledigte den Rest. Die Margen der Zulieferer tendieren derweil gegen Null.

Die sind nun gezwungen, selbst Einsparmaßnahmen zu treffen. So fängt das Karussell an, sich zu drehen.

Das ist definitiv der falsche Weg, das zeigt sich ja gerade.

Ich weiß bei so einigen Dingen dieser Fusion nicht, wie man die so absegnen konnte.

Und eins steht jetzt schon fest: Jürgen Schrempp wird nicht als strahlender Gewinner abtreten, so wie es Prof. Milberg oder Ferdinand Piech tun wird. Der Aktienkurs spricht da Bände.

Autopista
Geschrieben

Chrysler hat anscheinend die Marktsituation in den Staaten völlig falsch eingeschätzt. Dort gibt es massive Überkapazität. Entsprechend hoch sind die laufenden Kosten. Das muss irgendwie kompensiert werden und dazu gehören auch Kosteneinsparungen.

Insofern gib ich dir natürlich Recht was die Qualitätsprobleme bei den Zuliefern betrifft. Aber eine Firma in der Position von DaimlerChrysler hat die Macht ihre Partner entsprechend unter Druck zu setzen. Ich denke aber,dass bei anderen Automarken die Politik diesbezüglich nicht unähnlich ist.

Grundsätzlich ist DaimlerChrysler aber für die Zukunft bestens positioniert. Der Konzern hat in allen 3 wichtigen Märkten ein starkes Standbein. Keiner der deutschen Konkurrenten ist in einer vergleichbaren Marktposition. Für die Zukunft wird sich der Mut der Manager hoffentlich auszahlen. Man konnte nicht erwarten,dass so eine Elefantenhochzeit ohne Probleme über die Bühne geht.

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Autopista am 2002-03-02 14:15 ]</font>

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