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Hallo zusammen,

nachdem ich schon länger angemeldet bin und alle meine Fragen hier bestens durch lesen in den Foren beantwortet wurden,

hier mal ein herzliches Dankeschön an alle die sich hier soviel Mühe geben.

Jetzt habe ich ein Problem für das ich keine Antwort gefunden habe und Euch um Rat bitte.

Ich besitzte seit einigen Jahren einen 328 gts Bj.1988 ohne ABS aber mit Kat ( Schweizer Zulassung). Hab ihn mit 28000km gekauft und noch mal 20000km draufgelegt, absolut zuverlässiges Auto.

Allerdings hab ich bei jeder TÜV (heißt in der CH natürlich anders ;)  ) Vorführung das selbe Problem : die Lenkung...Am Anfang ging sie recht schwergängig und lenkte nicht wieder in den Geradeauslauf von alleine, ist mit der Zeit besser geworden, weil ich dem 328 keine langen Standzeiten zugestehe ;) . Jetzt ist aber immer noch folgendes Problem: Lenkung hat null Spiel, läuft mit hochgebockten Vorderrädern 1A. Aber wenn ich an den Rädern drehe ruckelt es so krass, daß die ganze Karosse wackelt. Hab mal so einiges zerlegt: beide Kreuzgelenke scheinen kein Spiel zu haben. Bei ausgebauten Kreuzgelenken kein Ruckeln auf den aufgebockten Vorderrädern. Bei anderen Autos mit doppelten Kreuzgelenken gibt es nur eine klare Einbaumöglichkeit der Zahnstange ins Kreuzgelenk, beim 328 finde ich nix. Ich hab die Hoffnung,daß es an der Stellung der beiben Kreuzgelenke zueinander liegen könnte.

Oder ist dies nun mal einfach normal beim 328 , weil man lenkt ja indem man am Lenkrad dreht und nicht an den Reifen.

Hat jemand eine Idee...

Schon mal vielen Dank im voraus.

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beim einschlagen der lenkung ungleichmässige gängigkeit?

hänge zuerst mal die spurstangenköpfe an den achsschenkeln aus und schlage dann die räder ein...trag- und spurstangengelenke(aussen und innen!) konnen auch sowas verursachen...bei mcpherson aufhängungen sinds auch gerne die federbeinlager...kommt aber hier ja nicht in frage:wink:

Hallo Tom,

danke für die fixe Antwort.

Beim lenken mit dem Lenkrad(328 ist vorne aufgebockt), keine ungleichmässige Gängigkeit, kein Ruckeln, kein knacken, läüft von links nach rechts perfekt, nicht der Hauch von Spiel. Das Ganze ist nur wenn ich von Hand das Vorderrad drehe, fühlt sich an wie die Kreuzgelenke. Schwer bildlich zu beschreiben, das Ruckeln würde ich mit einer Sinuskurve vergleichen, sehr gleichmässig, sowohl bei links.- als auch bei rechts Lenkbewegung.

Hab schon geschrieben, wenn ich im Fahrzeug die "Lenksäule" mit den 2 Kreuzgelenken ausbaue, habe ich kein Ruckelnmehr. Somit schliesse ich erstmal Fehler an den Spurköpfen, Lenkgetriebe etc. aus.

Beide Kreuzgelenke haben im ausgebauten Zustand auch nicht den Hauch von Spiel, oder knacken, oder sonst was.

Gruß Powder

 

Vermutlich zu kleines Spiel im Lenkgetriebe selbst. Hatte ich auch schon, habs zur Revision geschickt danach war alles perfekt. Hat ca 180€ gekostet.

ah...ich glaube jetzt weiss ich was gemeint ist.kreuzgelenke sind keine gleichlaufgelenke wie z.b. die meisten gelenke bei antriebswellen.merkt man z.b. beim schrauben mit der ratsche und gelenk wenns um ecken geht:je stärker die beugung desto ungleichmässiger die kraftübertragung.

wichtig ist halt dass nichts ansteht und die richtige einbaulage..hab nur ein bild vom mondial

56f8d07cd7241_mondialsteering.thumb.jpg.

die einstellung des ganzen systems  ist wohl nicht ganz ohne wenn ich das so lese und auf eurospares finde ich dann bei den teilen auch sowas wie anti-vibrations-gummi(Nr.52) etc.

vor 14 Minuten schrieb tollewurst:

Vermutlich zu kleines Spiel im Lenkgetriebe selbst.

da das symptom aber bei ausgebauter lenksäule weg ist könnte eigentlich nur sein dass die säule das antriebsritzel drückt oder zieht...?

Man darf nich außen vor lassen das im Lenkgetriebe eine Übersetzung ist die eine selbsthemmende Wirkung bei Rückwärts gerichtetem Kraftfluss.

Die Kreuzgelenke reinigen und neu fetten kann aber auch schon helfen.

  • 11 Monate später...

Hallo zusammen,

habe gerade dieses Thema gelesen. Ich habe bei meinem Ferrari 308 GTS exakt das gleiche Problem. Meine Frage, was war hier die Lösung? Ich habe bereits ein neues Lenkgetriebe eingebaut, Problem besteht aber nach wie vor. Neue Kreuzgelenke sind scheinbar nur schwer zu bekommen, DinoParts hat keine und auch bei Superformance sind aktuell keine erhältlich. Zudem weiß ich nicht, ob die Kreuzgelenke es wirklich sind. Das obere hat gar kein Spiel, das untere minimal. Bin ratlos. Beim Fahren, bzw. dem Lenken über die Lenksäule nehme ich das Problem auch nicht wahr. Tritt wie oben erwähnt auch nur beim direkten Bewegen der Räder auf. Der TÜV will das so nicht akzeptieren.

Hallo Kai,

hat sich das denn bei dir verschlechtert?

Ich habe das Problem schon seit dem ich meinen Wagen habe. Angeblich soll es bei den 328gern die auch für ABS vorgesehen sind sogar noch schlimmer sein. Das war die Aussage von einem Bekannten Schrauber aus Willich. Ich habe damit aber noch nie Probleme beim TÜV gehabt. Versuch doch mal die Gelenke über Nacht in dünnes Öl zu legen bzw armes Öl. In ausgebautem Zustand Ist es oft so, dass sich die Gelenke besser bewegen lassen als im eingebautem Zustand.

Hallo,

das Problem hat sich erledigt. Ich habe mit einem Bekannten gesprochen, der das gleiche Fahrzeug hat und auch bei seinem ist das so. Daraufhin habe ich einen Ferrari-Experten kontaktiert und der hat mir bestätigt, dass das Konstruktionsbedingt bei den Fahrzeugen so ist. Ursache ist das untere Kreuzgelenk in der Lenksäule. Das muss einen relativ großen Winkel überbrücken. Das ist dann wie bei einer Ratsche, an der man die Nuss mit einer Gelenkstange aufsteckt. Dreht man an der Nuss, kann man diese Phänomen ebenfalls nachvollziehen, je stärker mann diese anwinkelt. Das Problem ist halt, dass das bei aktuellen Autos ungewöhnlich ist und eher auf ein defektes Lenkgetriebe hindeutet. Die TÜV Prüfer befürchten daher das Schlimmste in diesem Bereich. Wenn man die Lenksäule aushängt kann man nachvollziehen, dass das Lenkgetriebe einwandfrei funktioniert. Aussage der Experten: "Entweder Sie bekommen das dem Prüfer erklärt oder Sie müssen sich einen anderen Prüfer suchen." :D 

  • Gefällt mir 2
vor 51 Minuten schrieb kai1175:

Ursache ist das untere Kreuzgelenk in der Lenksäule.

 

die Nummer 31 in der Garfik  (die Nummer 5 ist das obere Kreuzgelenk)

 

2yv88xh.jpg

 

 

vor 53 Minuten schrieb kai1175:

"Entweder Sie bekommen das dem Prüfer erklärt oder Sie müssen sich einen anderen Prüfer suchen."

 

ich bin mal mit dem 964 beim TÜV "durchgefallen" weil der Schalter der Leuchtweitenregulierung nicht funktionierte - diesen sollte ich im Stand ohne laufenden Motor betätigen

(natürlich tat sich da absolut gar nichts nichts da die LWR unterdruckgesteuert ist und daher nur bei laufendem Motor funktioniert was der Prüfer weder wusste noch glaubte) - niemand ist unfehlbar  :wink:

 

abgesehen davon ist die LWR natürlich bei einem 911 vollkommen sinnbefreit da man ja hinten nur sehr wenig Ladekapazität hat  X-)  (woraufhin es irgendwann um 1989/90 für Porsche bezgl. der Deaktivierung eine Ausnahmegenehmigung gegeben hat )

 

 

Danke für`s update 

 

Gruß aus MUC

Michael

Das ist seltsam, da man bei diesen Winkeln weit weg ist von einer Hemmung. Und wenn das konstruktiv bedingt ist, sollten alle 328 und evtl. auch 308 betroffen sein ? Merkwürdig, aber gewisse Fragezeichen machen es dann auch wieder interessant.

Hallo,

konstruktionsbedingt haben Kreuzgelenke den Nachteil, das sie eine ungleichförmige Drehbewegung erzeugen. Deswegen sollten sie nur paarweise verbaut werden, damit nur die Zwischenwelle diese ungleichmäßige Winkelgeschwindigkeit aufweist. Desweiteren sollte der Knickwinkel bei beiden Gelenken gleich groß sein, damit die Aufhebung funktioniert. Das alles ist hier natürlich vorgegeben! Jetzt kommen wir zu dem Punkt, der sich falsch machen läßt:

Die Kreuzgelenke müssen 90° zueinander verdreht auf der Zwischenwelle montiert sein, damit sich die ungleichförmige Bewegung aufheben kann!

DAS BITTE ÜBERPRÜFEN!

Grüße: Christof

  • Gefällt mir 3

Hallo Christof,

du meinst den angeborenen "Kardanfehler". Dieser macht eine Welle, die vom Winkel abhängig ist. Hier wäre das eine ganz kleine Welle. Bin nicht sicher, ob man im vorliegenden Fall falsch verbauen kann. Schrauben/Stifte geben das oft vor.

Gruß

Paul

Hallo,

 

so wie ich das auf der Zeichnung oben sehe ist das vordere Gelenk nur auf die Vielzahnwelle aufgeschoben, bis der Drathring einrastet! Damit gibt es ein Dutzend falscher Stellungen.

 

Grüße: Christof

Hallo Christof,

kann nicht alles erkennen. Mit dem, was ich sehe, wäre oben alles sicher kodiert und unten nicht. Dann wären hier 2 Bereiche unklar:

1. Längenverstellung anders gesteckt, wenn das möglich ist

2. Ganz unten die Klemmung direkt vor dem Gelenk anders gesteckt, ebenfalls wenn das möglich ist

Habe das unten bei einem 308 schon mal offen gehabt, erinnere mich aber nicht mehr, ob man da was falsch machen kann.

Bestimmt zaubert me308 späterer Bilder rein, die das aus verschiedenen Perspektiven zeigen.

Gruß

Paul

 

  • Gefällt mir 1
vor 10 Minuten schrieb paul01:

Habe das unten bei einem 308 schon mal offen gehabt, erinnere mich aber nicht mehr, ob man da was falsch machen kann.

... ja, kann man. Die 31 kann man zur 29 (und damit 5) sowie 54 falsch setzen.

Grüße aus Ffm,

Michael

  • Gefällt mir 1
  • 2 Monate später...

Hallo zusammen...

Erstmal vielen Dank, daß das Thema noch mal aufgegriffen wurde.

Zur Lösung: Es ist von Christof und Michael richtig beschrieben, man hat viele Möglichkeiten die Stellung der Kreuzgelenke zueinanden zu setzen.

Ich habe mich an der kleinen Skizze orientiert die Planktom vom Mondial reingestellt hat, ist besser geworden und der TÜV in der Schweiz hat abgenickt.

Gruß Powder

  • Gefällt mir 1

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