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JoeFerrari

Müssen Sportwagen laut sein? Dürfen Sie leise sein?

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JoeFerrari
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Immer wenn es ja darum geht, dass der ein oder andere Wagen zu "leise" sei, stelle ich mir mittlerweile die Frage "Muss ein Sportwagen eigentlich wirklich laut sein?", "Gehört der Motorsound wirklich dazu?" "Muss es künstlichen Sound geben?"

Die Diskussion eskaliert ja bis in die F1 hinein. Zukünftig wird dann irgendwann die Frage seine F1 oder Formula E?

Sind wir nicht alle bloß so indoktriniert, dass wir uns gerade Sportwagen nur mit bollerndem Motorensound vorstellen können, der nach Muskelarbeit klingt?

Gerade bei Limousinen finde ich persönlich diesen Sound mitterweile völlig deplatziert. Ein Tesla S ist doch viel angenehmer wie eine S-Klasse AMG mit einem Soundteppich, der gar nicht zu solchen Fahrzeugen passt?

Und brauchts wirklich künstlich erzeugten Sound im Innenraum?

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OlliSLS82
Geschrieben

Künstlichen Sound aus Composern oder Lautsprechern find ich scheisse.

Aber ein Sportwagen, Rennwagen oder ähnliches hat laut zu sein, aber laut in Kombination mit gutem Sound, weil nur laut ist auch scheisse.

Aber wenn ich mir vorstelle das mein ///M5 flüstern würde, das Bollern der Viper aus den Sidepipes fehlt, oder der F430 bei > 6000 nicht kreischen darf... das wäre dann scheisse :evil:

Tomy Rampante
Geschrieben

Müssen tun sie das nicht, wie bei vielen dingen.

Muss das Gesänge oder Gegröle beim Fußball auf der Tribüne sein ?

Die Spielen doch auch wenn es leise ist.

Muss man den Vorgarten mit Kinderartikeln und Plakaten zumüllen nur weil nun ein Kind da ist ?

Es ist doch jetzt sowieso auf der Welt.

Muss man ganze Straßen sperren das die Pharmajunkies mit ihren Fahrrädern fahren können ?

Geht doch auch mit EDV überwachten Standrädern.

Müsste alles nicht sein aber es macht den Leuten eben so Spass.

Eine Geräuschkulisse gehört eben bei vielen zum Paket Emotion dazu, auch bei mir. Und für mich ist alles nach der Gruppe B sowieso dem Downsizing zum Opfer gefallen, weshalb für mich viele als Sportwagen bezeichnete Wagen nichts mit selbigen zu tun haben. Oftmals lässt sich auch um zur optimalen leistungsausbeute zu kommen eine gewisse Lautstärke unter last nicht verhindern. Deshalb kann man den FUZO flanierern die nur lärm machen um ein besseres Rating in der Poserliste zu erlangen ruhig gleich den Schein wegnehmen. Denen die auf Überland oder Strecke Ihren Sportwagen artgerecht bewegen soll man aber ihren geliebten Sound gefälligst lassen. Der belastet nämlich die Allgemeinheit weniger als der Spinner für den der Rettungswagen kommen muss, weil er sich sinnlos besäuft.

gruß

Tomy

skr
Geschrieben

Ein interessantes Thema! :-))!

Vorweg: Künstlich erzeugte Klangkulisse im Innenraum geht für mich gar nicht, dann lieber überhaupt kein Sound. Selbst im Falle eines BMW i8 empfinde ich dies als den falschen Weg. Der Elektro-Sportwagen hätte so einen Krawall eigentlich gar nicht nötig.

Was die traditionellen Sportwagen mit mehr oder minder potenten Verbrennungsmotor angeht, sehe ich die Sache differenziert:

Erstens muß für mich der Klang zum jeweiligen Auto passen. Bei einem Porsche Turbo paßt das dumpfe, turbinenartige Rauschen, ein (eventuell durch Soundcomposer erzeugtes) Hochdrehzahl-Kreischen paßt für mich nicht zum Konzept des absolut alltagstauglichen Sportwagens, der sowohl auf der kurvigen Landstraße, als auch als Kilometerfresser auf der Autobahn eine gute Figur macht. Ich empfinde den dezenteren Klang des 997 Turbo in dieser Hinsicht sogar passender als den (künstlich) aufgemotzten des 991 Turbo, weil der potente, aber doch zurückhaltende Klang des Vorgängers meiner Meinung nach eben noch besser mit dieser Art Sportwagen harmoniert.

Zweitens ist "laut" nicht unbedingt gleichzusetzen mit "gut". Hier wurde meiner Ansicht nach in den vergangen Jahren viel verschlimmbessert. Um es wieder anhand eines Beispiels zu verdeutlichen, ein Ferrari F355 - wohlgemerkt mit serienmäßiger Auspuffanlage! - klingt für mich besser, schöner, angenehmer als jedes der ihm nachfolgenden Modelle. Insofern stört mich beim aktuellen 488 GTB auch weniger der "drohende" Verlust des Motorklangs (allerdings hatte ich noch nicht Gelgenheit diesen live zu hören), eher dann schon der Verlust der Drehzahl, wodurch sich der Motorklang - zumindest beim Sauger - sehr gut modellieren läßt.

Der fast immer alles entscheidende Faktor ist letzten Endes aber natürlich der Fahrer. Der beste Motorklang bringt nichts oder kann einfach nur eine unzumutbare Belästigung der Umwelt sein, wenn der Fahrer glaubt mit 8.000 Umdrehungen durch die 30er-Zone rollen zu müssen. :crazy:

Gast amc
Geschrieben

Was die traditionellen Sportwagen mit mehr oder minder potenten Verbrennungsmotor angeht, sehe ich die Sache differenziert:

Der i8 ist doch ein traditioneller Sportwagen mit Verbrennungsmotor - nur eben als Hybridvariante mit der Option auf reinen Elektroantrieb. Warum macht es bzgl. der legitimen Geräuschentwicklung einen Unterschied für Dich ob ein Elektromotor zusätzlich mit anschiebt?

Die Logik verstehe ich nicht ganz. Etwas anderes wäre es wenn der Motor im Range-Extender-Modus betrieben würde, aber genau das ist im i8 ja nicht der Fall. Konzeptionell ist der i8 eher wie ein 918 Spyder, nur daß beiden Motoren etwa halb so stark sind.

Wir werden in den nächsten Jahren in den allermeisten sportlich angehauchten Wagen elektronischen Sound im Innenraum sehen.

- Die Wagen müssen außen leiser werden -> wenn man Sound will, wird's innen elektronisch.

- Die Wagen müssen sparsamer werden -> ein V8 mit Zylinderabschaltung soll weiter nach V8 klingen (siehe AMG SLK).

- Die Turbos drehen niedriger, vernichten das Ansauggeräusch und die Motoren haben auch tendenziell weniger Zylinder (bin gespannt was die Porsche-Gemeinde zu den Boxstern sagen wird).

Unter diesen Rahmenbedingungen nehme ich lieber einen elektronisch unterstützten Innenraumsound als einen der authentisch schlecht klingt.

Aber wir grillen auch weiter mit Holzkohle obwohl Gas fast nur Vorteile hat. :wink:

skr
Geschrieben

Der i8 ist für mich kein traditioneller Sportwagen, sondern eher ein Elektro-Sportwagen mit Dreizylinder zur Unterstützung. Das Elektrische steht für mich beim i8 eindeutig im Vordergrund. Der 918 Spyder hingegen ist ein "richtiger" traditioneller Sportwagen, mit einem hochdrehenden V8 und Elektromotoren zur Unterstützung, bzw. zur Egalisierung der Drehmomentschwäche im unteren Drehzahlbereich. Letzterer hat aufgrund seines "richtigen" Motors auch keinerlei Soundtuning nötig, während die Ingenieure von BMW dies beim i8 aufgrund des ärmlichen Dreizylinders anscheinend vonnöten hielten. Für meinen Geschmack hätte man da ruhig noch mehr auf die Elektro-Karte setzen können.

tollewurst
Geschrieben

Der I8 generiert den Sound den der Fahrer hört rein synthetisch. Ebenso die ganzen "Sportdiesel" die mit Lautsprechern im Endschalldämpfer nachhelfen, ein Armutszeugnis, aber den meisten gefällt es.

Autos dürfen laut sein, ja. Aber es darf nicht dazu benutzt werden andere zu belästigen. Es ist wie mit allen Sachen, in geringen Dosen passend angebracht ist alles kein Problem. Nur wenn selbst Golf und Co schon Klappenanlagen haben die brüllen wie Große dann passt es nicht mehr.

Man sollte einem schönen 12 Zylinder schon hören dürfen aber keinen Golf. Und wer das diskriminierend findet, stimmt, aber so ist das Leben. Ich fühle mich auch diskriminiert weil ich keinen La Ferrari habe.

JoeFerrari
Geschrieben

Selber habe ich mir noch kein 100% abschließendes Urteil gebildet. Doch als ich neulich von künstlichem Sound für den Tesla S als "Tuning"-Paket las, dachte ich doch spontan, "das kann doch wohl nicht wahr sein..."

Wäre ja fast so als würde man einem MP3-File oder einer CD wieder künstliches Rauschen einhauchen...

Vielleicht wird die Generation derjenigen, die zukünftig mit E-Autos oder auch H2-Autos groß wird, den Sound auch gar nicht vermissen.

Nur wenige vermissen ja auch das Knistern der Vinyl-Platten oder das Rauschen analogen Films, wobei sich dafür ja auch hier und da die "jüngeren" begeistern können.

Gast amc
Geschrieben (bearbeitet)
Der i8 ist für mich kein traditioneller Sportwagen, sondern eher ein Elektro-Sportwagen mit Dreizylinder zur Unterstützung. Das Elektrische steht für mich beim i8 eindeutig im Vordergrund.

Ich weiss nicht wie dieser Eindruck bei Dir entsteht, der Elektromotor ist sogar deutlich schwächer als beim i3. Die rein elektrische Reichweite ist minimal, das reicht grad mal um auf dem Weg in die Innenstadt den Verbrenner rauszumachen sobald man die Schnellstraße verlässt. Okay, immerhin etwas nutzbarer als beim 918.

Und das Verhältnis elektrisch/Verbrenner ist bzgl. der Leistung sehr ähnlich wie beim 918! In beiden Fällen muss der Verbrenner an sein damit richtig was geht.

Der I8 generiert den Sound den der Fahrer hört rein synthetisch.

Du willst nunmal im Sportwagen keinen reinen Dreizylindersound, der Betrieb des Verbrenners ist aber integraler Bestandteil des i8.

Allgemein bemerkt:

Ich finde es auch generell nicht so überzeugend verschiedene Formen des Soundtunings in "gut" und "böse" einzustufen. Wenn ein dutzend AMG-Ingenieure monatelang bastelt um irgendwie auch den Turbo AMG-mäßig klingen zu lassen dann ist das alles supi und total authentisch, auch wenn es mit der technisch bedingten Schallentstehung nicht mehr viel zu tun hat. Wenn BMW den Motorsound des S63T0 am Prüfstand in allen Fahrzuständen abnimmt und synthetisiert während er Fahrt erzeugt ist das böse. Obwohl es - exakt - so klingt wie der Motor. Sowas kapier ich nicht.

Auch viele Abgasanlagen bei Saugern sind Soundmodifikation die alles andere als authentisch ist.

Das was Audi und Maserati bei den Dieseln machen... nun ja, sehen wir es positiv: wer hört schon gern einem Diesel von außen zu? X-)

Was mir wichtig ist:

1) Es soll GUT klingen (das "GUT" muss dann jeder selbst entscheiden)

2) Wenn das Motorgeräusch synthetisch ist oder synthetisch ergänzt ist, muss es den Betriebszustand des Motors völlig ohne Zeitverzögerung und genauso detailliert wie bei direktem Geräusch wiedergeben.

3) Was nicht geht: auf rein mechanischem Mechanismen bestehen und dann außen 10dB mehr produzieren damit innen dann 1dB mehr ankommt.

4) Okay, noch ein Punkt: der Sound sollte in echter Beziehung zum Motor stehen. aus einem R3 einen R6 machen geht grad noch so, die klingen ohnehin recht ähnlich, aber das ist für mich das äußerste. Ein i3 mit Verbrennerakustik innen wäre genau so stilvoll wie ein Golf mit Formel1-CD.

bearbeitet von amc
skr
Geschrieben

Daß der Elektromotor schwächer ist liegt halt daran, daß im i8 kaum Platz ist. Und beide, E-Motor wir Verbrenner hätten sie wahrscheinlich gerne noch stärker gemacht, aber sie sind sich wohl wegen der Haltbarkeit noch nicht ganz sicher. Gut möglich, daß hier noch etwas nachgeschoben wird.

Aber ganz unabhängig davon ist für mich ein Auto mit einem 1,5-Liter-Dreizylindermotor und 231 PS kein Sportwagen im traditionellen Sinne, zumindest dann nicht, wenn der Hersteller dafür 120.000 Euro plus verlangt.

Und nur mal so am Rande: BMW selbst sieht den i8 als Elektroauto.

Gast amc
Geschrieben
Daß der Elektromotor schwächer ist liegt halt daran, daß im i8 kaum Platz ist. Und beide, E-Motor wir Verbrenner hätten sie wahrscheinlich gerne noch stärker gemacht, aber sie sind sich wohl wegen der Haltbarkeit noch nicht ganz sicher. Gut möglich, daß hier noch etwas nachgeschoben wird.

Das ganze Fahrzeug ist so konzipiert daß mit aktueller Technologie alles zusammenpasst. Mehr elektrische Leistung braucht auch eine größere Batterie und mehr Kühlung für die Entladeströme, sowie mehr Verbrauch des Verbrenners durch Batterieladen im Schiebebetrieb.

Und ja, natürlich ist ein 918 eine ganz andere Kategorie und viel mehr Sportwagen. Aber hey, er kostet auch grob das 6-fache. :lol:

Aber ganz unabhängig davon ist für mich ein Auto mit einem 1,5-Liter-Dreizylindermotor und 231 PS kein Sportwagen im traditionellen Sinne, zumindest dann nicht, wenn der Hersteller dafür 120.000 Euro plus verlangt.

Und der 918 kostet gut 750.000 Euro, bietet aber "nur" die 2,5-fache Systemleistung. Und jetzt? Ist der jetzt auch kein Sportwagen im traditionelle Sinne, oder müsste BMW den i8 teurer machen damit es Dir recht ist? Ich versteh es wirklich nicht.

Zum i8: wenn Du nicht schleichst bilden Elektro- und Verbrenner ein System das nur so zusammen funktioniert, und genau darauf ist der i8 optimiert, daß dieses Ergänzen der Antriebe perfekt funktioniert. Das ist sogar noch wichtiger als beim 918, weil der wenigstens einen Elektromotor vorn und hinten hat. Beim i8 geht der Elektromotor über ein 2-Gang-Getriebe auf die Vorderachse, der Verbrenner auf die Hinterachse und einen Generator.

Die Systemleistung liegt ungefähr bei dem was ein Elfer für das gleiche Geld anzubieten hat. Nur daß der i8 eben auch noch eine Carbon/Alustruktur hat um das Akkugewicht zu kompensieren. Ich würde sagen vom Preis-/Leistungsverhältnis ist der i8 das Schnäppchen des Jahrzehnts. Damit meine ich nicht daß der i8 das begehrenswertere Auto ist - das ist wieder eine andere Frage.

Und nur mal so am Rande: BMW selbst sieht den i8 als Elektroauto.

Wäre mir neu. "i" Brand ja. Aber selbst im Prospektmaterial wird der i8 als Plugin-Hybrid-Sportwagen tituliert.

matelko
Geschrieben

Ich finde es auch generell nicht so überzeugend verschiedene Formen des Soundtunings in "gut" und "böse" einzustufen. Wenn ein dutzend AMG-Ingenieure monatelang bastelt um irgendwie auch den Turbo AMG-mäßig klingen zu lassen dann ist das alles supi und total authentisch, auch wenn es mit der technisch bedingten Schallentstehung nicht mehr viel zu tun hat. Wenn BMW den Motorsound des S63T0 am Prüfstand in allen Fahrzuständen abnimmt und synthetisiert während er Fahrt erzeugt ist das böse. Obwohl es - exakt - so klingt wie der Motor. Sowas kapier ich nicht.

Auch viele Abgasanlagen bei Saugern sind Soundmodifikation die alles andere als authentisch ist.

Das verstehe ich nun wiederum nicht, daß Du das nicht verstehst... :D

Ein Beispiel:

Nimm einen Sportwagen gesetzten Alters. Bei dem ist das Geräusch die Summe aus Verbrennung und der entsprechenden Motor-Peripherie, als da insbesonders die Luftansaugung und der Auspuff wären. Fahre dieses Auto wiederholt auf einem bestimmten Streckenabschnitt in möglichst identischer Weise - von Beschleunigung bis Schiebebetrieb. Was wirst Du erleben? Das wahrnehmbare Geräusch ist jeweils nicht identisch, nichtmal gleich. Mal hast Du z.B. bei Gaswegnahme ein bißchen Backfire, mal nicht, usw. Die Geräuschkulisse ist nicht in gleicher Weise reproduzierbar, wie es Deine wiederholte Fahrweise ist.

Nun nimm z.B. einen aktuellen Audi S6, mit oder ohne Sportabgasanlage, das ist egal. Und wiederhole den o.g. Versuch damit. Bei diesem Auto erlebst Du als Fahrer jedesmal eine absolut identische Geräuschkulisse. Kein bißchen Unterschied.

Jedem connoisseur ist solcherlei Gleichheit ein Gräuel, weil es eben künstlich ist und keine Nuancen mehr zulässt - und somit das Erlebnis des immer neuen Entdeckens schmälert. Das ist wie bei hochwertigen Weinen, Tabaken, Chocolaten und anderen Genussmiteln - sie unterscheiden sich minimal von Jahrgang zu Jahrgang. Sowas ist eben ein besonderes Qualitätsmerkmal im Gegensatz zu dem stets gleichbleibenden Bouquet bei industriell (und damit künstlich) erzeugten Verschnitten.

Ist das für Dich besser nachvollziehbar? :wink:

Gast amc
Geschrieben
Ist das für Dich besser nachvollziehbar? :wink:

Im Prinzip ja. Nur sehe ich das bei Motoren mit modernen Fertigungstoleranzen schon deutlich weniger - schon mein Sauger R6 im alten Z4 pröttelt beim Lupfen immer an genau der gleichen Stelle, und da ist alles Sound Engineering noch rein mechanisch.

Vor allem aber sehe ich es bei Turbomotoren sehr viel weniger - das Ansauggeräusch ist weg und das Herumgerülpse und Gepupse das Alfa, Jaguar im F-Type und AMG in diversen Modellen da veranstalten (teilweise inzwischen leicht randomisiert um Matelko in die Irre zu führen) und das übertönt wo man Nuancen hören könnte - das kann ich mir auch ersparen.

Mit der akustischen Finesse von hochdrehenden Saugern hat das alles ohnehin nichts mehr zu tun.

emuman
Geschrieben

Die künstlichen Fehlzündungen moderner Autos werden per Zufallsgenerator eingestreut, kein Witz. Genaus aus den genannten Gründen, um es authentisch erscheinen zu lassen. Finde Sound Engineering grenzwertig, sobald der Sound aus der Retorte kommt, d.h. Lautsprecher im Innenraum oder Abgasanlage. Mechanische Fakes wie klappen oder Resonanzrohre sind akzeptabel.

matelko
Geschrieben
(teilweise inzwischen leicht randomisiert um matelko in die Irre zu führen)
Das möchte ich garnichtmal völlig ausschließen. Auch hier wieder eine mögliche Parallele zum Wein: Derzeit kommen besonders aus Italien und Spanien vielversprechende und sündhaft teure Designer-Weine. Lange habe ich die Weine mit großem Mißtrauen betrachtet, irgendwann habe ich mir dann doch mal eine Flasche zugelegt. Das erste Glas war beeindruckend. Ein derart breites Spektrum an Aromen kannte ich bis dato noch nicht. Das vierte Glas war schon langweilig, das Spektrum war erfasst und es gab nichts mehr zu entdecken, wo sich normalerweise die Nuancen anfangen herauszubilden. Also wurde die angebrochene Flasche einen halben bis einen Tag lang reifen gelassen - aber selbst das hat keine weiteren "Aha"-Effekte mehr hervorgebracht. Auf Dauer einfach nur langweilig. Von diesen Weinen bin ich geheilt.

Und genauso wird es mir letztlich mit dem statistisch eingefügten

Herumgerülpse und Gepupse das Alfa, Jaguar im F-Type und AMG in diversen Modellen da veranstalten

ergehen. Dessen bin ich mir sicher. Falls mich die Lehren aus der Wein-Geschichte nicht schon vorher vom Versuch und Irrtum abhalten...

planktom
Geschrieben (bearbeitet)
Die künstlichen Fehlzündungen moderner Autos werden per Zufallsgenerator eingestreut, kein Witz...

Das möchte ich garnichtmal völlig ausschließen. Auch hier wieder eine mögliche Parallele zum Wein...

AUTSCHN ! ! ! ich lieg hier grad echt unterm tisch vor lachen !

wenn ihr mal wirklich die verbindung von fehlzündungen und wein kennen lernen wollt...

kommt vorbei und leckt an meiner verteilerkappe ! :-o:D:-o

kein witz ! ich hab vor kurzem einen neuen gusskrümmer eingebaut

auf den ich ewig warten musste und dabei gleich die etwas lahme

lambdasonde mit gewechselt.endlich,nach einigen anpassungsarbeiten

fertig geworden hatte der motor keinen richtigen leerlauf und lief irgendwie

unrund sowie verbrennungsaussetzer wenn leistung abgefordert wird...

beim rumprobieren den 3.zylinder als verursacher ausgemacht und da meine letzte reservekerze verbaut...schon besser aber immernoch nicht gut.

auf der suche nach den sündteuren kerzensteckern(ok,aber gummi wird schon spröde) bin ich dann auf einen kompletten kabelsatz zum preis von drei steckern

gestossen und mit dem läuft er irgendwie "fülliger",aber immer noch aussetzer unter last...eigendiagnose sagt : drehzahlsignal sporadisch unplausibel...

hatte ich schonmal und da wars ein defektes zündkabel welches in

die signalleitung gestreut hat...konnte ich ausschliessen da zwei komplette zündleitungssätze ausprobiert.bin dann einige tage so zur arbeit gefahren und er lief mit der zeit immer besser..lernwerte eben .hatte nun diese woche endlich zeit und mal ein oszi angehängt..werte eigentlich ok,aber unter last sieht man den 3.zylinder wegbrechen...ok..dann halt doch mal den verteiler geöffnet und die kappe sowie finger geprüft...hmm...sieht eigentlich gut aus...naja..hat auch erst etwa 10000km drauf..egal..neue drauf und siehe da er läuft !:-o

es lies mir keine ruhe und so hab ich mal die schwarze schutzkappe

von der verteilerkappe runteroperiert und siehe da...lauter

mikrofeine tröpfchen....häh ? erst beim dran lecken und durch den geschmack

nach süsslich herbem österreicher wein kam ich dann auf die ursache:im frühjahr war mir auf der BAB die elektrische zusatzwasserpumpe defekt gegangen und sie hat das kühlwasser direkt auf den darunter liegenden kat gespritzt...hatte gedampft als würde das komplette auto brennen...der dampf hat dabei wohl seinen weg zwischen verteilerkappe und abdeckung gefunden und so für nen

"gleitfunken" gesorgt.warum der fehler aber erst ein halbes jahr später direkt

nach dem krümmerwechsel aufgetreten ist wird wohl immer ein rätsel bleiben :wink:post-91457-14435456496268_thumb.jpg

ps.damits on topic bleibt : meine abgasanlage ist komplett 3" statt 2"

und trozdem leiser als serie eingetragen...wollte ich so haben !

bearbeitet von planktom
matelko
Geschrieben

Tom,

was Du wieder für Bezüge herstellst... das haben die Österreicher nun wirklich nicht (mehr) verdient :)

Mein Beitrag bezog sich auf den kleinen amc'schen Seitenhieb "um matelko in die Irre zu führen".

Gast amc
Geschrieben
Mein Beitrag bezog sich auf den kleinen amc'schen Seitenhieb "um matelko in die Irre zu führen".

8-) Die von Dir schön beschriebenen Unterschiede zwischen alten Fahrzeugen - nennen wir sie mal analog - und digitalen sind halt inzwischen ohnehin bis ins extrem aufgeweicht.

Nehmen wir Fahrwerke: wieviele Nuancen der Straßenbeschaffenheit nehmen wir in Zeiten von blitzschnell adaptierenden Fahrwerken wie PASM und EDC nicht oder nur noch begrenzt wahr? Wo die elektrischen Lenkungen bejammert werden (auch von mir) sind in Wahrheit doch auch die Fahrwerke mit schuldig.

Vielleicht kommt man momentan bei den Deutschen Herstellern noch am ehesten beim analogen Fahrzeug an, wenn man einen Boxster oder Cayman mit konventionellem Fahrwerk und Handschaltung bestellt. Ganz schnell, bevor dort die Turbos kommen.

Andiracer
Geschrieben

Müssen Sportwagen laut sein?

Kurz und knapp -> Ja

JoeFerrari
Geschrieben
Müssen Sportwagen laut sein?

Kurz und knapp -> Ja

Warum? Eigentlich doch nur, weil unsere Generation(en) es nicht anders kennengelernt haben, oder?

Man stelle sich vor Sportwagen wären immer normal laut oder lautlos gewesen...käme jemand auf die Idee sie künstlich lauter zu machen?

Caremotion
Geschrieben

Für mich muss ein Sportwagen unvernünftig, laut und komplett Sinnlos sein.

Die heutigen Fahrzeuge sind schon viel zu modern, so das überhaupt erst die Frage der Alltagstauglichkeit aufkommt. Das wäre wohl so gut wie keinem in den 60 oder 70ern eingefallen.

Das heisst, wenn ich in einen Sportwagen einsteige, möchte ich weder den selben Komfort noch die ganze Technik die ich im Alltagswagen habe.

Das heisst, für mich dürften Sportwagen wieder wirkliche "männer Spielzeuge werden"... Mit H Schaltung ohne Technik... kurz gesagt. Es soll noch ein Abenteuer sein.

Gast
Geschrieben

Ich muss da nochmal meinen Senf dazugeben, auch wenn ich Ähnliches unlängst in einem anderen Thread schon mal geschrieben habe. Das Fahren in einem Sportwagen ist ein Gesamterlebnis, wozu viel Faktoren wie Motorleistung, Drehmoment, Strassenlage usw. gehören. Und eben auch eine gewisse akustische Präsenz. Damit meine ich nicht die Fahrt im ersten Gang bei 7000 U/min durch belebte Innenstädte. Das machen nur unreife Angeber oder neudeutsch Poser.

Was mir aber immer noch die Härchen stellt sind Momente wie das Anlassen des Motors in der Tiefgarage, mit dem Morgan rückwarts in die Garage "reinzublubbern", mit dem Ferrari im Tunnel zu beschleunigen usw. Ihr wisst schon, was ich meine. Das gehört einfach dazu. Wenn ich mit der Familienkutsche Strecke machen will, dann brauche ich das nicht, dann will ich bequem, schnell und mit guter Musik in der Anlage befördert werden. Aber, wenn ich nach Feierabend oder am Sonntagmorgen noch eine Runde drehe, dann brauche ich kein seidenweiches Damengefürz aus dem Auspuff, auch wenn noch so viele kw dahinterstecken. Dann wollen alle Sinne befriedigt werden. Dann brauch ich Gänsehaut. Und dazu gehört einfach der "gute Ton" . Und das Gefühl, dass mich echte Mechanik umgibt. Das gibt mir nur ein großvolumiger Verbrennungsmotor, dem ich genüßlich bei der Arbeit zuhören kann. Mein Nachbar fährt einen Tesla-Roadster. Ich möchte in so einem Ding nicht begraben werden, kann mir aber vorstellen ein Elektroauto im Alltag zu fahren, wenn´s drum geht bequem, kostengünstig und umweltfreundlich (ok, irgendwo muss der Strom ja herkommen, vllt auch aus dem Kohlekraftwerk :wink:) von A nach B zu kommen.

Und klar, Sounddesign mit Lautsprechern und solche Faxen, das geht gar nicht. Aber sowas von gar nicht.

Ich kann auch Deep Purple nicht in gedämpfter Lautstärke hören, wenn die Kinder schlafen wollen. Dann leg ich mir halt Keith Jarett auf und freu mich auf ein leeres Haus am nächsten Tag. Oder geh in den Keller und schmeiss die Hammond an :D

und tob mich aus.

Grüße vom Doc, der eines seiner eindrucksvollsten akustischen Erlebnisse auf einem Traktortreffen hatte, als einer seinen Lanz Bulldog gestartet hat. Mir kamen die Tränen. Da dürfen auch Männer mal weinen8-)

Caremotion
Geschrieben
Ich muss da nochmal meinen Senf dazugeben, auch wenn ich Ähnliches unlängst in einem anderen Thread schon mal geschrieben habe. Das Fahren in einem Sportwagen ist ein Gesamterlebnis, wozu viel Faktoren wie Motorleistung, Drehmoment, Strassenlage usw. gehören. Und eben auch eine gewisse akustische Präsenz. Damit meine ich nicht die Fahrt im ersten Gang bei 7000 U/min durch belebte Innenstädte. Das machen nur unreife Angeber oder neudeutsch Poser.

Was mir aber immer noch die Härchen stellt sind Momente wie das Anlassen des Motors in der Tiefgarage, mit dem Morgan rückwarts in die Garage "reinzublubbern", mit dem Ferrari im Tunnel zu beschleunigen usw. Ihr wisst schon, was ich meine. Das gehört einfach dazu. Wenn ich mit der Familienkutsche Strecke machen will, dann brauche ich das nicht, dann will ich bequem, schnell und mit guter Musik in der Anlage befördert werden. Aber, wenn ich nach Feierabend oder am Sonntagmorgen noch eine Runde drehe, dann brauche ich kein seidenweiches Damengefürz aus dem Auspuff, auch wenn noch so viele kw dahinterstecken. Dann wollen alle Sinne befriedigt werden. Dann brauch ich Gänsehaut. Und dazu gehört einfach der "gute Ton" . Und das Gefühl, dass mich echte Mechanik umgibt. Das gibt mir nur ein großvolumiger Verbrennungsmotor, dem ich genüßlich bei der Arbeit zuhören kann. Mein Nachbar fährt einen Tesla-Roadster. Ich möchte in so einem Ding nicht begraben werden, kann mir aber vorstellen ein Elektroauto im Alltag zu fahren, wenn´s drum geht bequem, kostengünstig und umweltfreundlich (ok, irgendwo muss der Strom ja herkommen, vllt auch aus dem Kohlekraftwerk :wink:) von A nach B zu kommen.

Und klar, Sounddesign mit Lautsprechern und solche Faxen, das geht gar nicht. Aber sowas von gar nicht.

Ich kann auch Deep Purple nicht in gedämpfter Lautstärke hören, wenn die Kinder schlafen wollen. Dann leg ich mir halt Keith Jarett auf und freu mich auf ein leeres Haus am nächsten Tag. Oder geh in den Keller und schmeiss die Hammond an :D

und tob mich aus.

Grüße vom Doc, der eines seiner eindrucksvollsten akustischen Erlebnisse auf einem Traktortreffen hatte, als einer seinen Lanz Bulldog gestartet hat. Mir kamen die Tränen. Da dürfen auch Männer mal weinen8-)

Ich kann es leider nicht anders sagen... ABER GEIL geschrieben :D

Gast
Geschrieben
Warum? Eigentlich doch nur, weil unsere Generation(en) es nicht anders kennengelernt haben, oder?

Man stelle sich vor Sportwagen wären immer normal laut oder lautlos gewesen...käme jemand auf die Idee sie künstlich lauter zu machen?

Sportwagen waren immer lauter als andere Fahrzeuge. Schließlich kam es schon immer auf Leistung an und ein Schalldämpfer schluckt dieselbe in nicht unerheblichem Maße. Von daher ist deine Fragestellung absurd.

@ caremotion: Danke für die Blumen! Und ein Sportwagen ist immer unvernünftig, aber nie sinnlos.

Um Loriot zu paraphrasieren: Ein Leben ohne Sportwagen ist möglich, aber sinnlos. Das gilt mMn im Übrigen auch für Frauen, Kinder, Katzen sowie alte Hammondorgeln und Blues. Und auch hier ist die akustische Komponente immer mehr oder weniger sinnstiftend. Womit wir wieder beim Thema wären.8-):-))!

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