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Schockvideo für Verkehrssünder

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TPO VIP   
TPO
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Schaut euch doch mal bitte folgendes Video von spiegel-online an:

http://www.spiegel.de/videoplayer/0,6298,23703,00.html

Schockvideos als Konfrontationstherapie gegen Raser!? Ich kann da nur den Kopf schütteln! Zudem sehe ich darin eine große Gefahr für den Straßenverkehr! :evil:

Der typische Raser weiß ganz genau was er tut und was die Konsequenzen sind, nur diese sind ihm nunmal egal, diese werden einfach ausgeblendet. Da wird ein Schalter im Kopf umgelegt und dann gibts Vollgas. Da wird so ein Schockvideo auch nicht viel ändern. Es gibt genug Raser die selbst einen Unfall hatten, was ja viel beeindruckender sein sollte als so ein Video, und trotzdem gab es keine Veränderung im Fahrstil.

Worauf ich hinaus will: Dieses Schockvideos bekommen ja nicht nur Raser zu sehen, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. (Allein scheon wenn sie den Link oben anklicken.)

Ich erlebe es jeden Tag im Straßenverkehr: Es gibt zu viele Menschen die mit dem Autofahren überfordert sind, totalen Blödsinn da zusammenfahren und eigentlich Angst haben! Und diese Angst wird durch die doch brutalen Bilder der Schockvideos nurnoch geschürt. Mit der Folge dass diese Leute mit den Bildern im Kopf noch mehr Angst haben, unter noch mehr Durck stehen, noch unberechenbarer werden und noch mehr andere gefährden!

Eine unzureichende Fahrausbildung, fehlende Fahrpraxis, Unaufmerksamkeit und Angst können NIE durch so ein Schockvideo ausgeglichen werden!

Und jetzt ratet mal mit welchen Geldern diese Panikmache bezahlt wird. :(

chip CO   
chip
Geschrieben

Wo sich Menschen bewegen, sei es zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto, LKW oder was auch immer, da gibt es ab und an Probleme mit der Koordination. Das durch Abschreckung irgendwie zu verhindern sehe ich auch nicht. Ok, nehmen wir uns die Leute, die leichtsinnig sind und vieleicht bewußt oder unbewußt ihr Glück zu sehr rausfordern. Was hilft da Abschreckung ? Wir sehen jeden Tag Nachrichten, die voll Blut triefend sind. Da bekommt jeder früher oder später eine Art Abstumpfung. Im Spiegel Video ist zumindest nicht nur der typische "Raser" zitiert worden sondern auch die Trödelmutti, die sich ablenken läßt. Das finde ich zumindest positiv.

Ansonsten stimme ich mit TPO überein, es wird viel zu sehr verkannt, dass sicherlich mehr Unfälle durch Unaufmerksamkeit und Angst im Straßenverkehr passieren als durch unangepasste Geschwindigkeit. Das ist allerdings eine Wahrheit, die bei bestimmten Lobbys garnicht gerne gehört wird. Es wird endlich Zeit, dass im Bußgeldkatalog und in der konkreten Überwachung mal was in der Richtung passiert...

Jonny   
Jonny
Geschrieben

Wer so fährt und auf kurvigen, nicht einsehbaren Straßen überholt dem wird auch ein Video nicht helfen. Ich fahre gerne schnell und auch mal zu schnell, aber ich hab denke ich ein gesundes Hirn und weiß wieviel wo in etwa geht und wo man besser mal etwas langsamer macht...

Ich denke hier in dem Forum kennen die meisten Ihre Autos sehr gut und können damit umgehen. Wenn da mal wer 140 statt 100 auf der Landstraße oder so fährt ist das denke ich zu verkraften (zudem die meisten hier sehr Leistungsstarke und auch Bremsstarke Fahrzeuge fahren). Wenn ich mir dagegen das überängstliche Fahren einer Freundin anschaue...die hat durch ihre Angst schon 2 Unfälle provoziert und mehr Beinahe Unfälle gehabt als ich. Und ich fahre jetzt bald 3 Jahre, sie grad mal ein halbes...

Northern Light   
Northern Light
Geschrieben
Wer so fährt und auf kurvigen, nicht einsehbaren Straßen überholt dem wird auch ein Video nicht helfen. Ich fahre gerne schnell und auch mal zu schnell, aber ich hab denke ich ein gesundes Hirn und weiß wieviel wo in etwa geht und wo man besser mal etwas langsamer macht...

Dem stimme ich zu!!

Es ist doch so, die meisten Autofahrer wissen doch um die Gefahren die es auf der Straße gibt. Daher finde ich es ehrlich gesagt nicht schlimm solche Videos irgendwelchen Rowdies zu zeigen. Meiner Meinung nach je mehr desto besser.

Sollen die doch Leute rauswinken und ihnen diese Videos zeigen. Warum auch nicht!!!! Gibt schließlich genug *****en die mit viel zu hoher Geschwindigkeit über Straßen fahren die dafür einfach nicht ausgelegt sind bzw generell viel zu schnell fahren!!

Ich fahre gerne schnell, sei es auf der Autobahn oder auf der Landstraße, aber wenn ich mir so ansehe mit welch einer Geschwindigkeit es manche wirklich übertreiben dann kommt es mir echt hoch :(

Vor allem auf Landstraßen die meist kurvenreich sind versteh ich nicht weshalb Leute einfach überholen wenn sie den Gegenverkehr nicht sehen können. Oder auf der Autobahn viel zu dicht auffahren, hupen und Lichthupe geben obwohl man genau sehen kann, dass in 200 m Entfernung mal wieder ein LKW sich ein Rennen mit einem anderen LKW gibt und die linke Spur bis zum LKW einfach voll ist. Ich versteh einfach den Stress nicht den sich so manche Autofahrer aufbürgen. Keine Ahnung ob ich damit alleine stehe, aber man muss doch irgendwie einmal erfahren wann es gut ist mit dieser ganzen Scheiße!

Wenn die Straße frei ist, ok, gebt Gas, kein Problem, sofern niemand gefährdet wird! Mach ich ja selber auch gerne, wobei ich auch "nur" maximal 20 km/h über dem Limit fahre und das langt auf jeden Fall.

Von daher kann ich wirklich nur diesen Videos zustimmen, wem schadet es???

Am besten jedem Fahranfänger diese Videos zeigen damit er, ja die meisten Raser sind männlich, es einfach kapiert was passieren kann wenn man es übertreibt! Vielleicht hilft es ja die Unfälle der meist jungen Autofahrer zu verhindern.

Viel Spass auf der Straße und allseits faltenfreie Fahrt!!

Kris

jackpot   
jackpot
Geschrieben

Ich bin ein Befürworter der Schockvideos - je brutaler, blutrünstiger und realistischer umso besser.

Sie sollen aber die Leute nicht verängstigen, weil wir sonst bald nur noch unter Dauertempolimit herumfahren, sondern gefährdete Personen, also junge Führerscheinneulinge, ansprechen, die man anders einfach nicht aufrütteln kann.

Die gestellten fliegenden Körper sind zwar gut, um zu zeigen, was bei einem Unfall passieren kann, aber die echten Unfallszenen aus den USA finde ich in diesem Zusammenhang besser, denn die räumen mit vielen Märchen schlagartig auf, wie z.B. "ich brauche mich nicht anzugurten, denn ich kann mich ja am Lenkrad abstützen" etc.

Weiters sieht man bei den Unfällen, wie schnell und unvermittelt man plötzlich mitten im Trümmerhaufen sitzt, dass man als nichtangegurteter Passagier (z.b. hinten) ebenfalls keine Chance hat, dass Verbandskästen auf der Hutablage zu tödlichen Geschossen werden können etc.

Viele 18jährige Kiddies checken das einfach noch nicht - und wenn z.B. ein junges Mädchen, die sich üblicherweise überhaupt nicht für Autos und das Geschehen drumherum interessiert, erstmals (!!) durch so einen Spot sieht, was passieren kann, da besteht durchaus Hoffnung, dass sie Samstag Abend nach der Disco auf ihren Freund einwirkt, nicht mehr betrunken zu fahren, sich anzugurten etc., weil sie die Folgen eines Unfalls nun kennt und weiß, dass so ein Leichtsinn nicht cool, sondern ganz schnell ins Auge gehen kann.

Diese Spots lassen sich durchaus mit äußerst geringem Streuverlust - z.b. als Vorspann im Kino - einsetzen, dass man die Zielgruppe erreicht, aber den Rest der Menschheit nicht verängstigt.

Obwohl...

den Handytelefonierern, die eigentlich nicht zur oben genannten Zielgruppe zählen und denen ein 15,- Original-Headset offensichtlich zu teuer ist - würde so eine Art "Muntermacher" gelegentlich auch ganz guttun O:-)

CountachQV VIP CO   
CountachQV
Geschrieben
den Handytelefonierern, die eigentlich nicht zur oben genannten Zielgruppe zählen und denen ein 15,- Original-Headset offensichtlich zu teuer ist - würde so eine Art "Muntermacher" gelegentlich auch ganz guttun O:-)

Gemäss Test ist die Reaktion beim Telefonieren mit Headset schlechter als die einer Person mit 0,8 Promille...

Die Ursache ist die Konzentration die wir für's Telefonieren per se brauchen, nicht ob man das Handy hält. (was nun nicht telefonieren am Steuer entschuldigen soll).

Die Schockvideos sind doch Unsinn, was interessiert mich das Zeug aus USA, das sind komische Umstände die einem eher zum schmunzeln anstelle zum Nachdenken bringen.

Viel extremer und hoffentlich einprägender ist da das Überholvideo aus England und die gestellten Szenen mit den nicht angegurteten Personen.

Ich habe mich seit 1986, als unser damals neuer M535i hinten Gurte hatte, immer angegurtet, das ist soweit verinnerlicht dass ich für 200m die Gurte anziehe und mich im Gegenteil ohne wie nackt fühle.

isderaimperator VIP CO   
isderaimperator
Geschrieben
....

Ich habe mich seit 1986, als unser damals neuer M535i hinten Gurte hatte, immer angegurtet, das ist soweit verinnerlicht dass ich für 200m die Gurte anziehe und mich im Gegenteil ohne wie nackt fühle.

geht mir genauso, ohne Gurt fühle ich mich nackt. Die Videos sind schon ok, gerade das, mit dem nicht angegurteten Sohn auf der Rücksitzbank.

RABBIT911   
RABBIT911
Geschrieben
geht mir genauso, ohne Gurt fühle ich mich nackt. Die Videos sind schon ok, gerade das, mit dem nicht angegurteten Sohn auf der Rücksitzbank.

Kann mich dem Anschliessen. Egal wie kurz die Strecke ist... Gurt ist Pflicht. Ich fühle mich auch sofort unwohl, wenn der Wagen rollt und ich habe keinen Gurt an.

TPO VIP   
TPO
Geschrieben

Das Fahranfänger generell eine eigene, hohe Gefahrengruppe darstellen ist ja bekannt. Hier sollte man direkt bei der Fahrausbildung ansetzten und nicht erst hinterher so ein Video nachschieben!

Ich will jetzt nicht über die PKW Fahrausbildung diskutieren, das wäre wieder ein anderes Thema, aber wer mal für den Motorradführerschein eine Gefahrenbremsung machen musste weiß ganz genau was da für Kräfte wirken und was am Limit alles passieren kann. Diese Grenzerfahrung fehlt bei der PKW Prüfung komplett! Und diese können auch die Schockvideos nicht ersetzen.

Warum ich gegen die Schockvideos bin: Die wenigsten Autofahrer in Deutschland sind Fahranfänger oder Raser. Die meisten sind ganz normal bis überfordert, und auf diese wirken diese Schockvideo erschreckend und angstfördernd. Jeder Rennfahrer, also Menschen die unter Extrembedingungen Auto fahren, würde sagen dass es wichtig ist den Kopf frei zu haben. Und hier bewirken die Schosckvideos das genaue Gegenteil.

jackpot   
jackpot
Geschrieben
Gemäss Test ist die Reaktion beim Telefonieren mit Headset schlechter als die einer Person mit 0,8 Promille...

Die Ursache ist die Konzentration die wir für's Telefonieren per se brauchen, nicht ob man das Handy hält. (was nun nicht telefonieren am Steuer entschuldigen soll).

Mit Headset haben die Leute wenigstens die Hände frei und können gelegentlich mal wieder den Blinker setzen :wink: (was leider immer mehr aus der Mode zu kommen scheint).

Zu den Schockvideos:

In Ö. und GB waren diese Videos sehr erfolgreich:

Video:

http://www.bmvit.gv.at/video/gurtenrettenleben2005.mpeg

http://www.bmvit.gv.at/video/gurterettenleben2006.mpeg

Links:

http://www.bmvit.gv.at/service/praemierung.html

http://www.bmvit.gv.at/verkehr/strasse/sicherheit/kampagnen_initiativen/gurte/spot06.html

Schulen:

Videos dieser Art werden auch im Rahmen der Verkehrserziehung in manchen Schulen gezeigt. Die Kiddies bekommen immer große Augen, weil sie solche Szenarien nicht kennen, noch nicht selbst erlebt haben und sich die Wucht eines Unfalls gar nicht vorstellen konnten.

Das betrifft z.b. die Crashvideos, wo Autos mit 55 km/h gegen die Wand knallen und den "heißen" Stuhl, auf dem jeder selbst testen kann, wie sich ein 30 km/h Aufprall anfühlt. Danach meint keiner mehr, "man könnte sich ja abstützen" :D

Playstation:

Ich bin auch deswegen für diese Videos, weil die jungen Leute Autos, Geschwindigkeit, Verfolgungsjagden, Unfälle etc. aus der Playstation kennen und daher der trügerischen Meinung sind, sie hätten ohnehin alles im Griff und nach einem Unfall bräuchte man nur auf "Reset" und "Play" drücken. Ist alles ganz easy...

Ist es aber nicht - im wirklichen Leben - denn da bedeutet "Game over" tatsächlich Schluß, Ende, Aus...

Vom finanziellen Debakel nach einem Unfall ohne Kasko, von eventuellen Gerichtsverfahren, Geld- oder Gefängnisstrafen will ich erst gar nicht reden... Das ist sekundär.

Verschwendung:

Jedes Menschenleben, das aufgrund von Unwissenheit und Leichtsinn zu beklagen ist, halte ich für absolute Verschwendung.

Wenn sich jemand vorsätzlich umbringen will, soll er das tun, aber für alle anderen sind diese Videos bzw. andere ergänzende Maßnahmen eine Chance, nicht "versehentlich" ihr Leben wegzuschmeißen...

P.S.: Schaut mal auf meine Signatur, dann seht Ihr, dass es Menschen gibt, die viel zu früh abtreten (müssen). Wenn man das verhindern kann, sollte man es auch tun!

P.P.S.: Ich kann nicht sehen, wer mich bewertet, daher möchte ich hier erwähnen, dass die Bezeichnung "Moralapostel" nicht zutreffend ist. Ich bin pragmatischer Realist... :D :D

TPO VIP   
TPO
Geschrieben

Verschwendung:

Jedes Menschenleben, das aufgrund von Unwissenheit und Leichtsinn zu beklagen ist, halte ich für absolute Verschwendung.

Sehe ich genau so! Was am besten gegen Unwissenheit und Leichtsinn hilft ist aber nunmal Bildung, Förderung und Hirn einschalten.

Und das spricht wiederum gegen die Schockvideo. Auf der einen Seite werden die Leute zwar schon zum nachdenken angeregt, aber die Angst die diese Videos verbreiten blockieren viele Leute auch beim denken!

Ein Beispiel aus meinem Alltag. Ich fahre mit dem Fahrrad zu Uni und überquere an einer Kreuzung mit Ampel die Straße. Eine Frau im Auto fährt links neben mir und will rechts abbiegen. Dabei übersieht sich mich da sie nur den Spiegel benutzt und keinen Schulterblick macht (Unwissenheit und Leichtsinn). Ich muss eine Vollbremsung machen und rutsche mit dem Fahrrad auf ihre Beifahrertür zu. Zum Glück reicht der Platz aus, auch wenns nur wenige Zentimeter sind. Sie würgt den Motor ab. Ich bücke mich um durchs Fenster in den Wagen zu sehen. Die Frau sitzt da, total versteift, den Kopf an die Kopfstütze gepresst, die Arme durchgedrückt am Lenkrad, die Finger verkrampft. Obwohl ich neben ihr bin und sie ansehe schaut sie nur gerade aus, als ob sie in Kilometern entfernt etwas beobachten würde. Mund und Augen weit aufgerissen.

Ich bin fassunglos und sprech sie mit einem lauten "HEY!" an.

Erst keine Reaktion, dann fängt sie an zu heulen.

Ich bin baff, was soll ich tun? Die Tür öffnen und sie trösten? Hinter uns hupen bereits andere Autos weil die die Spur blockiert. Da es keinen Schaden gab und ich mir laut STvO keiner Schuld bewusst bin fahre ich ein Stück weiter. Auch gute 2 Minuten später steht die Frau immernoch mitten auf der Kreuzung und wischt sich die Tränen aus dem Gesicht. Irgendwie tut sie mir Leid!

Ok, vielleicht war das jetzt ein Extremfall, keine Ahnung was sonst die gute Frau so bedrückte, aber ich bin sicher von solchen Leuten gibts einige. Und wenn solche Menschen dann auch noch in ihrer Überforderung noch mit den Bildern der Schockvideos im Kopf konfrontiert werden, dann werden sie zu Gefahr!

jackpot   
jackpot
Geschrieben

Die angesprochenen Videos tragen aber ebenfalls zur Bildung bei, weil man dann weiß, wie und was passieren kann. Der falschen "Bildung" durch Playstation und Hollywood muß man einfach entgegenwirken.

Mein Vater ist seit Jahrzehnten (ehrenamtlicher) Feuerwehr-Häuptling.

Was er immer wieder aus seinem Feuerwehr Alltag erzählt, ist kaum zu glauben. Das Unwissen ist derart weit verbreitet, dass es erschreckend ist.

Mythen wie "brennende Autos explodieren" oder wie bereits erwähnt "ich kann mich am Lenkrad abstützen" etc. halten sich so hartnäckig, dass man nur mit absolut realistischem Material dagegen ankämpfen kann.

Und somit die Leute aufklärt und bildet - nicht verängstigt.

Wer so ängstlich ist, darf sich keine Krimis und keine Nachrichten ansehen und sollte sich besser zu Hause einschließen :D

Bonito   
Bonito
Geschrieben

wer hat sich solche videos nicht in der schule mal ansehen dürfen und war erstaunt und ich sage auch mal wissentlicher. man weiss zwar mehr...

aber fakt ist auch, dass man nach 2 tagen garnicht mehr dran denkt. niemand, der bisschen sportlicher fährt, wird im endeffekt dadurch seinen fahrstil ändern, weil er sowieso von sich überzeugt ist, insofern er auch noch keinen unfall hatte, höchstens mehr fakten im kopf (theoretisches wissen) haben. (bremsweg, reaktionszeit, etc.)

jackpot   
jackpot
Geschrieben

Ich möchte noch einmal an den vor 2 Jahren vorgestellten chinesischen Landwind erinnern.

Als Experten wegen Sicherheitsbedenken vom Kauf abgeraten haben, wurden sie von potzenziellen Kunden mehr oder weniger belächelt. Sie wollten es einfach nicht glauben.

Erst als der ADAC das Crashtest-Video im TV und in Printmedien gezeigt hat, ging den Leuten ein Licht auf.

Genauso schlagen viele junge, unerfahrene Fahranfänger die Ratschläge der Eltern in den Wind. Speziell wir Älteren wissen aber, dass unsere Eltern öfter recht hatten, als wir damals wahrhaben wollten e010.gif

Diese Unfall- und Crashtest-Videos würde ich nicht als Schockvideos bezeichnen. Wenn man diverse Bevölkerungsschichten mit den üblichen Maßnahmen nicht erreichen kann, muß man eben innovativer vorgehen.

Für die Kiddies ein Aufklärungsvideo, in dem es ordentlich knallt, für die Twens ein Ghetto-Hip-Hop Gangsta-Spot und für die Senioren Inserate in Klatschzeitschriften mit Sascha Hehn als Testimonial inkl. einem Gewinnspiel mit tollen Preisen :D

P.S.: Wenn schon 12-jährige die brutalsten Porno- und Gewaltvideos auf ihren Handys haben, dann verstehe ich nicht, warum man junge Erwachsene (von 18 - 25 Jahren) plötzlich in Watte packen will und sich in Zusammenhang mit Verkehrssicherheits-Videos Sorgen um ihre Psyche macht :???:

(Die haben im Internet und auf ihren Handys schon mehr gesehen, als wir uns in unseren kühnsten Träumen vorstellen wollen!)

URicken CO   
URicken
Geschrieben

Hallo zusammen,

habe mir das Video angeschaut und bin zwiegespalten:

Eindeutig abschreckend - besonders die Szenen mit den nicht angeschnallten Personen in den Fahrzeugen. Hier wird aber weniger auf "Rasen" als auf "Anschnallen" abgestellt.

Zeigt man solche Bilder jungen unerfahrenen Fahrern wird sicherlich der eine oder andere zum Nachdenken angeregt werden. Es stellt sich nur die Frage, wie lange? Durch Gruppendynamik werden schnell einst gefaßte Beschlüsse revidiert und man passt sich wieder an.

Leider glaube ich aber auch, dass dieses Video auch dazu benutzt werden wird, um anderen mal was "tolles" zu zeigen :( .

Ich bin der festen Überzeugung, dass Unfälle, die durch überhöhte Geschwindigkeit verursacht werden, nur in ganz wenigen Fällen mit Erfahrenheit oder Unerfahrenheit zu tun haben, sie haben schlicht und ergreifen mit furchbarer Ignoranz zu tun.

Und genau das ist das Problem bei jedem Versuch der "Aufklärung" - die innere Einstellung wird selten berührt, man läßt sich doch nicht "bevormunden". Ich "konsumiere" den Vortrag und wenige Minuten später habe ich ihn wieder vergessen - oder anders ausgedrückt: Ich habe ihn verdrängt. Das ist wohl eher der bessere Ausdruck dafür; ich verdränge, weil ich mich damit nicht auseinander setzen möchte/kann.

Machen wir uns doch nichts vor - nirgendwo sonst geht es so darwinistisch zu wie auf unseren Autobahnen. Fährst Du mit "angepasster" Geschwindigkeit, wird es immer wieder einen geben, der Dir unmissverständlich durch Drängeln und Nötigung aufzeigen will, dass die von Dir gefahrene Geschwindigkeit eben nicht "angepasst" ist - und dabei handelt es sich i. d. R. nicht um Sportwagenfahrer sondern hauptsächlich um Fahrer von gut ausgestatteten Mittelklasse- und Luxusklassewagen, deren Marken unerheblich sind.

Die angenommene Anonymität, derer wir uns in unseren Autos sicher glauben, verleitet uns doch erst zum Drängeln und Nötigen. Ich bin mir sehr sicher, dass die meisten Fahrer bei einer unmittelbaren Situation ohne Blech um sich herum viel rücksichtsvoller miteinander umgehen würden (Ich spreche da aus eigener Erfahrung - als Drängler und Nötiger!)

Ein "Raser" ist für mich jemand, der durch mittels gestörter Selbstüberschätzung seine eigenen Bedürfnisse rigoros in den Vordergrund stellt und dabei jeglichen Bezug zu einer realistischen Situation verliert.

Damit impliziere ich auch, dass ich "schnell Fahren" toll finde und ein absoluter Befürworter bin. Nur muss die Situation dazu auch geschaffen sein. Ich kann mich noch an eine Sternfahrt nach Maranello erinnern, die in FFM bei strömenden Regen los ging. Während ich mit max. 140 km/h auf der A5 Richtung Schweiz gefahren bin, sind einige Fahrer gleich auf's Gas und mit über 200 km/h ging es los. Hier setzt genau meine Kritik an - mit 200 km/h auf regennasser Strasse mag vielleicht ein Walter Röhrl oder ein Michael Schumacher meistern - die haben i. d. R. eine abgesperrte Strecke für Grenzerfahrungen am Limit - aber für den Otto-Normal-Verbraucher ist diese Geschwindigkeit bei Regen mit einem Mittelmotor-Fahrzeug "unverantwortlich".

Es ist für mich vollkommen unlogisch, dass jemand auf der dritten Spur mit 250km/h daher donnert, wärend sich auf den anderen zwei Spuren die Fahrzeuge wie ein "Perlenkettchen" aufreien.

Wenn man dann mit dem Argument kommt, dass derjenige Schuld hat, der ja ohne zu schauen einfach auf die dritte Spur gezogen ist, dann ist das realitätsfern. Der "Raser" hätte doch damit rechnen müssen, dass bei voller Autobahn JEDERZEIT die Möglichkeit besteht, dass jemand auf die andere Spur wechselt.

Es ist gut, das dies auch immer wieder in Gerichtsentscheidungen klar und deutlich zum Ausdruck kommt.

So, dass mußte jetzt auch mal sein :)

Euch allen eine unfallfreie und sichere Fahrt...

Northern Light   
Northern Light
Geschrieben

Gelöscht, war spät gestern und ich etwas genervt, sorry :)

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