+ Antworten
Seite 1 von 2 1 2 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 13

Blockheizkraftwerk?

  1. #1

    Blockheizkraftwerk?

    Hallo,

    gibt es hier Energieexperten, die sich ueber BHKW auskennen?
    Da es eine Ueberlegung ist Eines anzuschaffen und mit der Abwaerme eine Trockenkammer und womoeglich die Nachbarfirma zu heizen.

    Welche Befeuerungsarten gibt es? Schwachstellen von diesen?
    Offenes Feuer womoeglich ein Problem, wegen Feuerversicherung.

    Welche Anbieter/Haendler sind zu empfehlen?

    Vielen Dank schonmal

  2. #2
    Offenes Feuer?
    Ein Blockheizkraftwerk ist doch eigentlich ein Motor mit Generator, dessen Abwärme zum Heizen genutz wird?

    Schau dir mal die Seite KWK24.de an - die sind eigentlich sehr kompetent dort.

    wichtig bei Kraft - Wärme - Kopplung ist die Dimensionierung - es nutzt nichts, wenn du die Wärme im Sommer zum Beispiel nicht los wirst.
    Am besten brauchst du einen konstanten Wärmeverbraucher. Dann fällt der produzierte Strom so zusagen als Abfall an und kann eingespeist werden.

  3. #3
    Also es geht um die verschiedenen Arten den Motor anzutreiben, entweder Strom, Diesel, Pellets/Hackschnitzel.
    Also Pellet/Hackschnitzelheizung ist ein offenes Feuer. Auch wenn es in einem Ofen ein offenes Feuer ist.
    Da die Auflagen fuer die Feuerversicherung schon hoch sind und drumherum ueberall brennbares Material ist, wird das womoeglich rausfallen, aufgrund den erhoehten Kosten fuer die Versicherung. Wird gerade geprueft, wie hoch die Versicherung steigen wuerde.

    Nasse Hackschnitzel sind auch vorhanden, aber wird ja so nicht funktionieren, wenn man diese verbrennen wuerde. Die verbrennen ja nicht richtig, wenn sie nicht zu trocken sind.

    Ist es mit der Stromproduktion so wie bei Photovoltaik etc., dass es lukrativer ist den Strom einzuspeisen, als zu verbrauchen?

    Also wir kamen eig auf das BHKW, weil wir die Trockenkammer beheizen wollen und als Nebenprodukt fuer uns waere dann der Strom.
    Von dem her wuerde die Waerme durch die Kammer genutzt. Wohnhaus ist leider zu weit entfernt und ueber die Strasse, dass man dieses mitheizen koennte.

    An der Trockenkammer ist wahlweise ein Waermetauscher zu verbauen. Wodurch ein Verbrauch von 25% weniger Energie moeglich sind.
    Nach welchem Prinzip arbeitet dieser Waermetauscher?

    Danke fuer die Seite, da lese ich mich mal rein.

  4. #4
    Peter_Pan_
    Für dein Anliegen wohl die erste Adresse in Deutschland:

    http://www.weiss-kessel.de/cms/show_...e&content_id=1

    Lass dich von der Größe der gezeigten Anlagen nicht irritieren; da gibt es für jeden Wunsch die passende Anlage.
    Solltest Du einen direkten Kontakt suchen, dann gib mal Bescheid.

    Zitat Zitat von Bobolus Beitrag anzeigen
    Also es geht um die verschiedenen Arten den Motor anzutreiben, entweder Strom, Diesel, Pellets/Hackschnitzel.
    Also Pellet/Hackschnitzelheizung ist ein offenes Feuer. Auch wenn es in einem Ofen ein offenes Feuer ist.
    Da die Auflagen fuer die Feuerversicherung schon hoch sind und drumherum ueberall brennbares Material ist, wird das womoeglich rausfallen, aufgrund den erhoehten Kosten fuer die Versicherung. Wird gerade geprueft, wie hoch die Versicherung steigen wuerde.

    Nasse Hackschnitzel sind auch vorhanden, aber wird ja so nicht funktionieren, wenn man diese verbrennen wuerde. Die verbrennen ja nicht richtig, wenn sie nicht zu trocken sind.

    Ist es mit der Stromproduktion so wie bei Photovoltaik etc., dass es lukrativer ist den Strom einzuspeisen, als zu verbrauchen?

    Also wir kamen eig auf das BHKW, weil wir die Trockenkammer beheizen wollen und als Nebenprodukt fuer uns waere dann der Strom.
    Von dem her wuerde die Waerme durch die Kammer genutzt. Wohnhaus ist leider zu weit entfernt und ueber die Strasse, dass man dieses mitheizen koennte.

    An der Trockenkammer ist wahlweise ein Waermetauscher zu verbauen. Wodurch ein Verbrauch von 25% weniger Energie moeglich sind.
    Nach welchem Prinzip arbeitet dieser Waermetauscher?

    Danke fuer die Seite, da lese ich mich mal rein.
    Der Feuchtigkeitsgehalt der Biomasse ist generell kein Problem.
    Sehr viele Sägewerke verwenden ihre Holzabfälle (Rinde, Restholz, Sägespäne, ect.) zur Erzeugung von Prozesswärme.
    Damit werden Trockenkammern betrieben, Fernwärme abgegeben, sowie Turbinen zur Stromerzeugung angetrieben.
    Wenn genügend Biomasse vorhanden ist, dann ist der Betrieb eines Biomasse-Geizkraftwerkes eine lohnende Angelegenheit.
    Wenn Du magst, können wir uns mal eine laufende Anlage in einem Sägewerk anschauen.

  5. #5
    CP

    VW/Lichtblick hat ein BHKW auf Basis des Golfmotors im Angebot. Aber Dein Anwenungsfall scheint spezieller zu sein.

    Zitat Zitat von Bobolus Beitrag anzeigen
    Nasse Hackschnitzel sind auch vorhanden, aber wird ja so nicht funktionieren, wenn man diese verbrennen wuerde. Die verbrennen ja nicht richtig, wenn sie nicht zu trocken sind.
    Daher rein interessehalber: Was trocknest Du denn? Lackiererei? Die Hackschnitzel werden es wohl eher nicht sein!?

  6. #6
    Miss Piggy hat Feuer

    Bei Bhkw's nutzt man den Strom möglichst selbst da die Einspeisung zu gering vergütet wird. Bhkw's werden dann gemäß dem eigenen kontinuierlichen Stromverbrauch bemessen und die Abwärme zum Heizen genutzt. Die Heizleistung bei Handelsüblichen Mini Bhkw ist ca. 3x der abgegebenen elektrischen Leistung. Bsp. Senertec / Dachs. wie ist denn dein Anwendungsfall? Wofür? Welche Leistungen (Wärme & Strom) benötigst Du?

  7. #7
    Hallo Bobolus,

    Um welche Leistungsklasse handelt es sich überhaupt? Wir betreiben einen Holzvergaser mit BHKW und nutzen die Abwärme zum trocknen von Scheitholz. Sind allerdings 230kW thermische und 140kW elektrische Leistung.

    Vor allem auf dem Gebiet sind noch viele "Glücksritter" unterwegs, bei denen man sehr viel Geld versenken kann. Wir selbst haben sehr schlechte Erfahrungen mit einer Firma aus Nordhessen gemacht. Aber es gibt funktionierende Anlagen, am besten ist es, wenn man das ganze Jahr über eine konstante Wärmeabnahme hat. Fernwärme für ein Wohngebiet macht da z.B. sehr wenig Sinn. Besser ist ein Schwimmbad oder ein Industriebetrieb, der entdprechend die Wärme abnimmt. Ist wichtig wegdn dem KWK-Bonus. Steht auch viel im EEG drin, würde ich mir an deiner Stelle auch mal durchlesen ;-)

    Grüße

    Peter

  8. #8
    hallo

    also wir betreiben ein bhkw.
    konzept ist ein scania dc16 industriemotor mit 350 kw.
    läuft mit palmöl.dadaurch das es sich um eine anlage,basierend auf regenerativer energie,handelt,bekommt man den berühmten nawaro bonus auf jede geleistete kwh.die thermische energie nutzen wir dann selber.
    bis vor 2 jahren ist das ein bombengeschäft gewesen denn da kostete die tonne palmöl anfangs um die 450-600 euro.
    heute könnte man das teil besser auf den schrott bringen da der palmölpreis mitlerweile um die 950-1100 euro kostet.
    solche anlagen werden jetzt viel auf gas umgerüstet und mit abgasgeneratoren versehen.

  9. #9
    Also ich beantworte mal alles.

    Allgemein ist der Plan fuer ein BHKW eig entstanden aufgrund der Trockenkammer. Die soll vorrangig konstenguenstig betrieben werden.
    D.h. wir brauchen eig "nur" die Waerme fuer die Kammer, um Schnittholz zu trocknen und hitzebehandeln.

    Naechste Woche kommt ein IHK Energie Coach, der mit einem alles bespricht, deswegen wollte ich mich vorab so gut es geht informieren.

    Die Anlage soll nicht gross werden, vorrangig eben als Waermenutzung fuer die Kammer. Den Strom nutzt man selber oder speisst man ein.

    @PeterPan:

    Ja Hackschnitzel und Saegemehl ist vorhanden, aber alles nass und da gibt es ja Rostheizungen, die es "trocknen" und verbrennen. Ob der Kostenaufwand dann mit der Anlage zu gross waere ist auch zu pruefen. Da kommt eben viel zusammen.
    Problem waere eben auch eine "offene Feuerstelle", da alles in der Umgebung aus Holz ist, ist das Brandrisiko hoch und die Feuerversicherung erhoeht die Beitraege.
    Wird gerade mit dem Vertreter geprueft, wie hoch die Beitraege steigen wuerden oder wo man den Verbrennungsort hinstellt, um das zu umgehen.

    Eine Hackschnitzelheizung ist eben auch nicht gerade so guenstig in der Anschaffung.
    Deswegen pruefen wir alle moeglichen Alternativen, wie das BHKW betrieben werden koennte.

    Also Hackschnitzelheizung haben hier die Meisten. Die Anschaffungskosten sind eben nicht zu verachten. Da wir wohl unser Wohnhaus (auf der anderen Strassenseite etwa 3-400m von der geplanten Kammer entfernt) nicht mitheizen koennen, ist das eben auch ein Problem. Sonst koennte man das wohl planen. Danke fuer das Angebot mit dem Anschauen.

    @Pinin1970:

    Also wir haben ein Angebot ueber die Kammer, dass die Kammer 10kWh elektrische Leistung braucht. Wie viel thermische Energie sie braucht weiss ich nicht.
    Die Kammer sollte natuerlich so lang wie moeglich durchlaufen, dass die komplette Waerme genutzt wird.

    Bei uns ist es so, dass wir die Waerme vorrangig nutzen wollen und der Strom sozusagen als Nebenprodukt anfaellt. Wenn man ihn selber nutzt waere auch schoen, da alle Maschinen eben mit Strom betrieben werden.

    @ Peter G.:

    Wie schon geschrieben eher eine kleine Anlage, vorrangig wollen wir die Waerme ja selbst nutzen. Womoeglich noch unser Nachbar, der eine Maschinenfabrik betreibt, fuer seine Firma.
    Unser Haus ist ueber die Strasse und wohl zu weit weg, um das mitzuheizen.
    Waere optimal gewesen, wenn man das mitheizen koennte.

    Wenn du natuerlich gute Anbieter kennst und empfehlen kannst, waere das natuerlich top. Kennen uns auf dem Markt gar nicht aus.

    @ 996gt2rs:

    Also in unserer Naehe hat es eine Muehle, von der wir auch Rapsoel kaufen. Ich habe gelesen, dass es auch mit Heiz -und Rapsoel genutzt werden kann.
    Eine Gasleitung war hier in der Strasse geplant, wurde aber noch nicht realisiert. Wenn dann braeuchte man ja einen Gasbehaelter, der in der Erde verbaut werden muss.


    Was noch wichtig zu wissen waere:
    Fuer welche Treibstoffe gibt es eig staatliche Foerderungen? Wenn ich einen Dieselmotor antreiben wuerde, waere das ja nicht wirklich regenerativ?

    Danke fuer die Hilfestellungen

  10. #10
    806
    unterwegs mit Freunden

    Als BHKW-Betreiber bist Du bei mineralischen Brennstoffen wie Gas oder Öl von der Mineralölsteuer befreit (Erstattung jährlich durch BA für Finanzen).

    Die Einspeisung von Strom wird mit Leipziger Strombörse + Leitungszuschlag vergütet. Je nach verwendeten Energieträgern bekommst Du zusätzlich Förderungsmittel. Bei konventioneller Befeuerung für die ersten zehn Jahre 5,11 ct/kWh zusätzlich zur Einspeisevergütung mindestens (übrigens seit 1.1.2010 auch auf selbst verbrauchten Strom, der damit also in dieser Zeit effektiv etwas mehr als 2 ct/kWh kostet).

    Bei allen Kalkulationen, die ja doch vor allem einen kaufmännsichen Hintergrund haben: Verzinsung udn Abschreibung nicht vergessen! Unsere kleine Dachs-Heim-BHKW-Anlage (gasbefeuerter Einzylinder-Viertaktmotor) kostete vor sechs Jahren kpl. runde 17.000 € netto. Alleine mit 3 % kalkulatorischem Zins (da Privatleute) sind das 510 € p.a.

    Den Strom tunlichst selber zu verbrauchen, macht die konventionell mit Gas/Öl befeuerte Anlage attraktiv. Bezugspreis hier derzeit bei unserem Verbrauch 21 ct/kWh. Zu Vollkosten mit Rücklage für Motorüberholung, Abschreibung, Verzinsung kostet beim derzeitigen Gaspreis eine selbst erzeugte kWh ca. 7,5 ct. Wärme macht die Sache nicht billiger, denn auf die Wärmeerzeugung gerechnet gibt's keine Förderung. Man muß tatsächlich "Gas für Strom" und "Gas für Wärme" auseinanderrechnen, denn bei "Gas für Wärme" gibt's die Mineralölsteuer nicht zurück. Grob gesagt: Energieverbrauch des BHKW zu ca. 30 % "für Strom" und zu ca. 70 % "für Wärme". Wärme ist das Abfallprodukt der Stromerzeugung und nicht gefördert!

    Nebeneffekt für Privatleute: Da der Primärenergieverbrauch der bewohnten Immobilie betrachtet wird beim Energieausweis (und 1 kWh Netzstrom mit 3,3 kWh Primärenergie zu Buche schlägt), ist unser unisoliertes freistehendes Haus aus den frühen Siebzigern ein Niedrigenergiehaus!

    Bei gewerblicher Nutzung und Befeuerung mit CO2-neutralem Brennstoff mag das anders aussehen, da "weiß ich kein Bescheid".

    Markus