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2 Ergebnisse gefunden

  1. Die neue Alfa Giulia

    Topversion: 510PS, 0-100 3,9s , Heck- oder Allradanrtieb und ein wirklich schönes Design! Gerade war die Präsentation als Livestream. Hab mich gerade wieder in eine schöne italienerin verliebt http://www.alfaromeopress.com/press/article/117019
  2. Ein Meisterstück von Bertone war und ist sie, die wilde Giulia GT 'Bertone' von Alfa Romeo. In den Jahren um 1970 trieb sie als "GTA" mit ihren 795 kg und knapp 200 PS im Renntrimm oft genug die 911er der Zeit auf hintere Plätze und deren Piloten sicherlich auch in die Verzweiflung: denn die Giulia GTA gewann die Tourenwagen-Europameisterschaft sieben Mal, 1969 - 1972 sogar in Folge. Heute werden die wenigen GTA wie Gold gehandelt, um die 200.000 Euro sind keine Seltenheit. Genauso schön, vielleicht sogar durch ihre schmalen Backen sogar ein wenig schöner (oder eleganter), ist die "Basisversion" der Giulia GT. Da sie auch um Größenordnungen günstiger zu haben ist, kaufte ich mir im April diesen Jahres recht spontan meine schöne, wilde Giulia: (hier schon mit dem gerade verbauten Sport-Fahrwerk mit der für die Renn-GTAs charakteristischen "vorne höher als hinten" Form, sozusagen der umgekehrten Keilform. ) Anfangs dachte ich nicht über besondere Verbesserungen nach, ich war die ersten ... naja, so 4-5 ... Tage recht zufrieden mit ihr: ein nettes kleines Autochen, niedlich und agil. Denn sie hatte zwar die dezente Karosserie eines "1300 GT junior", hatte vom Vorbesitzer jedoch bereits Motor, Getriebe und Bremsen einer "2000 GT Veloce" spendiert bekommen. Mit 132 PS lt. Werk bei knapp unter 900 kg eigentlich gut motorisiert. Das Problem ist nur: Es gibt da eine Giulia-Werkstatt bei mir um die Ecke, ach was sage ich Werkstatt - es ist eher ein Giulia-Tempel! - bei der ich sehen, hören und erleben konnte, was so alles aus einer Giulia GT zu machen ist - vom "Heck-Ärgernis für den 911er-Fahrer" bis hin zum Hochleistungs-Renntrim für Historischen Motorsport. Die ersten Ausfahrten mit nun perfekt eingestelltem Motor, frisch verbautem Sportfahrwerk und Sportauspuff inkl. Krümmer brachte ein richtig großes: :-o:-o ... denn der Fahrspaß ... (natürlich nicht die Geschwingigkeit, aber "Speed & Spaß" sind ja nun wahrhaft 2 verschiedene Dinge) ... der Fahrspaß also war höher als mit einem recht aktuellen 911 mit hervorragendem Bilstein Fahrwerk und ein paar anderen Modifikationen. Da war es um mich geschehen: Giulia, ti amo! Eine lange Einleitung - und, ja, es ist bereits einiges an meiner Giulia passiert. Sie ist schon ein wenig wilder geworden, hiervon berichte ich ein anderes Mal. Aber gerade in diesen Tagen wird sie um ein Vielfaches schöner. Davon will ich berichten. Es fing mit dem Kunstleder der Sitze an. Giulia, ganz heiße Italienerin, verzichtet natürlich auf Klimaanlage und auch auf Belüftung - glücklicherweise hat sie die herrlichen Dreiecks-Ausstellfenster, mit denen reichlich Fahrluft zum Fahrer geführt wird. Naja - wenigstens, solange man einigermaßen schnell unterwegs ist. Alles unter 30 km/h wirkt schweißfördernd, im Sonnenschein des Sommers an einer Ampel zu halten wirkt eher kollapsfördernd . Das Kunstleder tut ein übriges: nämlich die Feuchtigkeit wie eine Badewanne schön zu behalten. Der Fahrer könnte sie ja über Umkehrosmose wieder in sich aufnehmen... (hier die bereits früher einmal mit billigsten Mitteln und handwerklich schauderhaft bezogenen Vordersitze. Gut zu sehen auch die völlig "verflachte" Sitzfläche. Gut zu sehen auch (abgesehen vom Schmutz ... ... die schlecht sitzenden Teppiche, die jemand mit viel Mut und wenig Kenntnis grob "hineingeschnitzt" hatte. Im Detail sah dies grauenerregend aus) Also hieß der Entschluß: raus mit dem Kunstleder! Atmungsaktives Naturleder wird hier Hitzefahrten erleichtern! So weit so einfach. Doch nun beginnt der für jeden "Carpassionist" bekannte Denkprozess: Kapitel 1 - das Herantasten an die Entscheidung 1. Ich mag keine schwarzen Cockpits. Und schwarzes Leder in Verbindung mit Sonnenhitze - das sind ja auch einige Hitzegrade, die doch durch helles Leder zu verhindern wären. Also hieß der nächste Entschluß: helles Leder muß her! 2. Was ergab sich wohl daraus? Exakt - wie würden wohl im schwarzen Interieur helle Sitze wirken?! Das geht ja gar nicht. Machen wir den Kardantunnel auch hell? Was ist mit den Seitenverkleidungen? Den Schwellerverkleidungen? Den Türverkleidungen??? 3. Und die schwarze Rücksitzbank geht doch zweimal nicht, wenn die Vordersitze plötzlich hell sind. Das sieht nach Baustelle aus - unmöglich! 4. Und wenn wir schon dabei sind, dann müssen die im Lauf der Jahrzehnte völlig aus der Form geratenen Vordersitze neu aufgepolstert werden. 5. Und zwar so, daß der Fahrersitz perfekt auf mich "hingeformt" wird! 6. Mhm ... die Teppiche ... die gehen doch auch nicht mehr. Dann sind die Sitze super, aber die Teppiche sehen aus wie aus dem Müllcontainer gezogen. Also auch die Teppiche. Ok, ok. 7. Keder! Keder müssen her! Aber nicht zu viele! Aber auch nicht zu wenig! Damit Ihr einen Eindruck von der bleischweren Last dieser Entscheidungsfindung bekommt, hier einige mit Photoshop auf die Schnelle visualisierte Überlegungen: ...ein erstes Gedankenspiel für den Sattler ...oder die Teppiche doch besser auch hell?? Dann gab es noch die Querschüsse von Freunden, die mir andere Farbgebungen ans Herz legten: Einwurf der britischen Fraktion: grünes Leder! Kapitel 2 - die Entscheidung "Laßt Bilder sprechen" - das tue ich nun auch. Denn die Entscheidung für eine Farbgebung, die lange gärte, fiel dann letztlich leicht ... nchdem ich aus ca. 3 Dutzend Beige- und Cameltönen mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen 3 Favoriten ausgewählt hatte, von denen große Muster zugeschickt wurden. Hat jemand eine Vorstellung davon, wie grün-, rot oder graustichig ein Beige-Ton sein kann? Und wie ein warmer Camelton in Verbindung mit dem Rot eines Lacks plötzlich giftig grün wirken kann? Damit kein falscher Eindruck entsteht: Spaß hat's gemacht. Dann blieben noch ein paar Fragen übrig: 1. Passen Leder, Teppich und Lack? 2. Kann man sich das so irgendwie vorstellen? 3. Keder oder doch nicht? 4. Welche Sitzstruktur soll's denn werden? So: Oder so: Oder doch so: ...entschieden habe ich mich für die Variante, die der rote Sitz aufweist. Schön klassisch, in der Eleganz durchaus sportlich. Kapitel 3 - die Arbeiten Heute war ich zum erneuten Probesitzen beim Sattler. Zwar erstellt er mir eine umfassende Dokumentation der Arbeiten (denn, sollte es aus dem oben geschriebenen noch nicht hervorgehen ... ich habe mich für die "große Lösung" entschieden ... seufz ...), doch ein paar Schnappschüsse mußte ich machen: Der Fahrersitz, perfekt für mich gepolstert: Die Rücksitzbank, aufwendig gearbeitet, Polsterung komplett wieder hergestellt und an das neue Sitzdesign angepaßt, mit dezentem Keder: Schweller und Kardantunnel mit Leder in profiliertem Rautenmuster: Hier wurde auch die Türverkleidung probehalber montiert, im Hintergrund ist der ausgebaute Beifahrersitz noch im Originalzustand zu sehen: Eine wirklich schöne Bestätigung meines "richtigen Kaufs" der Giulia: keinerlei Rost, nirgendwo! Liebe zum Detail beim Profi: die Kartentasche im Fahrer-Fußraum. Danke für Euer Interesse bis hierher! Nächste Woche werde ich die Giulia abholen und dann Bilder von der fertigen Pracht einstellen. Dann werden auch die mittlerweile eingetroffenen originalen GTA-Felgen montiert. Über die anderen Arbeiten berichte ich separat: bereits erfolgt sind der Einbau des Sportfahrwerks und des Sportauspuffs inklusive Krümmer. Weiter wird es so gehen: Überarbeitung des Zylinderkopfes Nachrüstung eines Sperrdifferentials "Sanierung" des Getriebes (Synchronringe...) Ziel ist die perfekte Kombination aus wilder Bissigkeit mit elegant-sportiver Schönheit.
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