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5 Gründe warum ich ein Wachs nutze


Sarah-Timo
Zur Lösung Gelöst von Sarah-Timo,

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  • Lösung

In den vergangenen Wochen wurde hier im Forum an unterschiedlichen Stellen von Wachsen zum Lackversiegeln gesprochen. Daran anknüpfend möchte ich einmal kurz aufzeigen, warum ich bei der Lackpflege unter anderem auf Wachse setze. Es geht mir nicht darum verschiedene Versiegelungstypen miteinander zu vergleichen oder zu erklären, was „die beste“ Versiegelung ist. Das ist pauschal auch überhaupt nicht möglich, denn jede Versiegelungsart hat ihre eigenen Vorzüge und kann auf Basis vieler eigener, individueller Präferenzen eine gute Entscheidung sein. Daher ganz schlicht und einfach hier meine 5 Gründe warum ich gerne klassische pastöse Wachse nutze:

 

1. Einfache Anwendung

Ein wesentlicher Grund warum ich Wachse nutze ist die einfache Anwendung. Ein Wachs kann wirklich jeder auftragen. Man benötigt hierfür keinerlei Vorkenntnisse und kann prinzipiell auch nichts falsch machen. Es werden weder eine Schutzausrüstung noch spezielles Equipment wie z.B. eine Poliermaschine oder Leuchtmittel benötigt. Alles was man braucht sind neben dem Wachs ein Applikator und 1-2 gute Mikrofasertücher – mehr nicht. Wachse haben sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Bei der Verarbeitung von modernen Wachsen ist es deswegen nicht mehr unbedingt wichtig, ob die aufgetragene Wachsschicht nun 5- oder 20-Minuten auf dem Lack liegt. Dank neuer Rezepturen lassen sie sich butterweich auspolieren und machen die Anwendung zum Kinderspiel.

 

2. Materialverträglichkeit

Mein Fokus bei der Autopflege liegt stets auf der Materialverträglichkeit und das die genutzten Produkte materialschonend sind. Ich möchte meine Fahrzeuge zwar sauber und glänzen sehen, sie dafür aber nicht quälen oder gar Materialien langfristig schaden. Vor allem natürliche Wachse zeichnen sich durch ihre hohe Materialverträglichkeit aus und können deswegen bedenkenlos auf so gut wie jeden (nicht matten) Fahrzeuglack aufgetragen werden. Hier besteht keinerlei Risiko das der Lack mit Lösungsmitteln negativ reagiert und Schaden nimmt. Dieser hohe Grad an Anwendungssicherheit, speziell auf Lacken von Young- und Oldtimern, gibt mir das beruhigende Gefühl meinem Fahrzeug etwas Gutes zu tun. Wenn beim Auftragen des Wachses dann mal etwas Produkt unbemerkt auf Kunststoffe, Gummidichtungen, Chrom oder Glas kommen sollte, dann habe ich zudem die Gewissheit hierdurch nichts zu zerstören. Das Wachs ist verträglich auf allen Oberflächen, selbst auf solchen, die gar nicht gewachst werden sollen.  

 

3. Schutz

Um den Lack meines Fahrzeuges vor äußeren Einflüssen etwas abzuschirmen, bietet mir ein Wachs hervorragende Schutzeigenschaften. Es spendiert der Lackoberfläche einen UV-Schutz und reduziert das Ausbleichen. Auch die Gefahr von leichten Waschkratzern (Swirls) kann durch eine Wachsschicht minimiert werden. Chemische Prozesse, die unter anderem durch Vogelkot auf dem Lack einsetzen, werden verlangsamt. Zudem erzeugt ein Wachs auf Basis einer elastischen Schutzschicht eine Hydrophobie um Wasser vom Lack abzuweisen. Den in meinen Augen wichtigsten Schutz kann ein Wachs präventiv vor Wasserflecken bieten. Durch die obere weiche Schutzschicht des Wachses diffundieren mineralische Rückstände des Wassers in die Wachsschicht hinein und werden mit dieser zusammen abgetragen. So können sich mineralische Bestandteile nicht in  den Lack fressen und die Lackoberfläche bleibt frei von Kalkflecken.  

 

4. Optik

Ich bin der Auffassung das ein Wachs den schönsten Glanz aus einem Lack herausholt. Ein Wachs besticht durch seinen betörenden, warmen Glanzeffekt. In der Regel schafft es ein Wachs leichte Kratzer, die das Licht unterschiedlich brechen und diverse Rückstrahlungen erzeugen, aufzufüllen und die Klarlackoberfläche zu ebnen. Hierdurch entsteht eine saubere Lichtbrechung und unser Auge nimmt im Ergebnis ein optisch schöneres Lackbild wahr. Ein glatter und weicher Lack sind angenehme Nebeneffekte, was aber nur echten „Lackfummlern“ wichtig sein dürfte.

 

5. Emotionen

Für mich spielen auch die Emotionen beim Wachsauftrag eine Rolle. Mich mit meinem Wagen zu beschäftigen, ihm mit dem Wachsauftrag etwas Gutes zu tun, eine Bindung zum Fahrzeug aufzubauen, das ist einfach ein schöner Prozess. Außerdem kann ich dabei wunderbar vom Alltagsstress abschalten. Ich trinke währenddessen vielleicht einen Kaffee, höre meine Lieblingsmusik oder lausche zu einem Hörbuch. Viele Wachse bieten sogar richtig leckere Gerüche, was den Auftrag zu einem sinnlichen Erlebnis macht. Schlussendlich erfüllt mich dann das glänzende Ergebnis auch immer mit Stolz. Denn ich weiß: dass hier ist mein eigenes Ergebnis und ich selbst habe es erzielt.

 

Mich würde an der Stelle interessieren ob ihr selbst auch Wachse nutzt und wie eure eigenen Erfahrungen damit sind. Oder warum ihr bisher vielleicht noch kein Wachs genutzt habt und ob ihr es plant einmal auszuprobieren.

 

Mit glänzenden Grüßen,

Sarah

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Mein Lieblingswachs ist Mequiars Step 3.

 

Da meine Autos von Hand gewaschen/gekärchert werden, genügt das erneute Wachs Auftragen nach der 5. bis 6. Handwäsche.

Felgen "creme" ich auch damit ein.

 

Dazu Musik von Puccini, Vivaldi oder Rachmaninov. Bei schlechtem Wetter geht auch Beach Boys.

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Ich wachse auch gern! Ich finde es sehr angenehm, das Wachs auf dem Lack zu verteilen und dann auszupolieren. Eine schöne Belohnung nach der ganzen Vorarbeit! Besonders toll ist es, Naturwachse (wird von Swissvax auch so empfohlen) nur mit den Fingern aufzutragen.

Das problemlose Anwenden von Wachsen ist einfach super.

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Sooooooooooooooo ihr könnt mich loben: habe gerade meinen alten Daimler gewaschen und gewachst.

 

Mein Alternativprogramm, wenn ich nicht Joggen kann. Heute braucht man fast ein Kajak  ☂️
 

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Sehr interessanter Input hier. Tatsächlich kann man ein Wachs auch auf Felgen nutzen, das funktioniert sogar hervorragend. Ich greife hier dann gerne zu einem vollsynthetischen Wachs um mehr Standzeit zu erhalten. Bei den vollsynthetischen Wachsen vermisse ich nur etwas den leckeren Geruch den beispielsweise Naturwachse mit sich bringen, diese Wachsen riechen eher chemisch oder eben nach nichts. Ein Naturwachs mit der Hand zu verarbeiten bzw. in den Lack einzumassieren finde ich richtig stark. Das ist gesundheitlich für die Menschenhände völlig bedenkenlos (= ähnlich einer Handcreme) und macht nochmal mehr Laune. Vor allem weil die Körpertemperatur über die Hände das Wachs dann schön geschmeidig macht. Kann man alternativ, wer sich mal rantasten will, auch mit Latexhandschuhen probieren. Ich hätte ehrlicherweise nicht gedacht das es hier im Forum noch echte Wachsfans gibt und der Wachsauftrag u.a. sogar mit Musik/Handauftrag etc. richtig genossen wird. ✌️

Am 17.5.2024 um 13:53 schrieb Driver A.J.:

Das problemlose Anwenden von Wachsen ist einfach super.

Finde ich auch A.J., der Wachsauftrag ist einfach angenehm und immer wieder Freude pur.

 

 

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Am 17.5.2024 um 11:24 schrieb stelli:

Wer hat beim Titelthema auch an ein Enthaarungs-Thema gedacht? 😜

Ich nicht, aber meine Frau. :D 

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vor 3 Stunden schrieb BWQ:

Mach ich schon immer mit Hand…

Die Enthaarung? Kaltwachs oder Heißwachs? Wir snd hier unter uns, keine Scheu :P :D 

 

@Sarah-Timo 997.1 Nachtblaumetallic - ich muss pastös shoppen und schwanke zwischen Meguiar's Ultimate Paste Wax Autowachs und Swissvax Zuffenhausen … für wen würdest du dich entscheiden? Danke dir für deinen Rat :) 

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Hi @Andreas.,

 

schön zu lesen das du deinem 911er etwas Gutes tun willst. Du hast mir jetzt zwei Wachse genannt und danach gefragt, für welches ich mich von genau den beiden entscheiden würde. Vor dem Hintergrund möchte ich auch nur auf die beiden Produkte eingehen:

 

Die beiden Wachse sind von ihrer Formulierung her Grund auf verschieden. Das Produkt von Swissvax ist ein natürliches Wachs. Das Produkt von Meguiar´s hingegen ist ein vollsynthetisches Wachs. Ich kenne beide Produkte aus eigener Erfahrung recht gut und kann dir daher sagen, dass sie sich von der Verarbeitung und dem Finish nicht wirklich etwas schenken. Es sind beides gute Wachse. Allerdings unterscheiden sich beide Produkte im Faktor Standzeit. Ich persönlich halte schon lange nichts mehr davon wenn Autopflegehersteller Standzeiten von ihren Versiegelungen in der Einheit -Zeit- (Monate/Jahre) oder in -Laufleistung- (Kilometer) angeben. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass mechanische Einwirkung kombiniert mit chemischer Belastung Lackversiegelungen am meisten beeinflussen. Eine solche Kombination erfährt der Lack bei der Handwäsche oder der Fahrt durch die Waschanlage. Realistische Angaben zur Standzeit von (Wachs)Versiegelungen sind meiner Meinung nach deswegen nur in der Einheit -Autowäschen mit Kontakt- möglich. Und da wird dir ein vollsynthetisches Wachs natürlich deutlich mehr Autowäschen wegstecken als ein natürliches Wachs. Umgangssprachlich könnte man sagen ein synthetisches Wachs „hebt länger“. Da sich beide Wachse für mein Dafürhalten nur im Punkt Standzeit nennenswert voneinander unterscheiden würde ich dir im direkten Vergleich das Meguiar`s Ultimate Paste Wax empfehlen. Wenn du aber auf Basis deiner eigenen Präferenzen gerne häufiger ein Wachs aufträgst weil es dir einfach Spaß bereitet und du dich gerne mit deinem Fahrzeug beschäftigst, dann ist auch das Swissvax Zuffenhausen keine schlechte Wahl, wenn auch zumindest ich keinen direkten Zusammenhang/Vorteil zwischen der auf den Porschelack angeblich abgestimmten Formulierung des Wachses und dem tatsächlichen Finish erkennen konnte. Auch hat bei mir bis heute kein Swissvax (Anm.: auch das Zuffenhausen nicht) eine bessere Performance durch die vom Hersteller empfohlene Handapplikation erzielen können. Für mich war bisher nie ein Unterschied bei der Verarbeitung, dem Finish (Glanz/Farbauffrischung) oder der Standzeit erkennbar. Deswegen birgt der Auftrag mit einem weichen Mikrofaserapplikator keine Nachteile.

 

Ich möchte dir zu dem Wachs von Meguiar´s gerne noch einen vielleicht nicht ganz unwichtigen Tipp mit auf den Weg geben. Das Meguiar`s Ultimate Paste Wax hat vor kurzer Zeit erst ein Update erhalten. Der Hersteller hat die alte, schon länger bestehende Formulierung überarbeitet. Im Endergebnis ist ein Wachs entstanden, das sich nochmals angenehmer verarbeiten lässt und auch in der Standzeit einen Tick optimiert wurde. Die alte und die neue Version unterscheiden sich in D-A-CH weder in der Verpackung noch im Preis. Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen das neue Produkt mit den verbesserten Eigenschaften zu wählen, weil du so auch sicherstellst kein zugestaubtes Lagerbestandswachs zu erhalten. Die alte Version ist noch unter der Herstellernummer „G18211EU“ im Umlauf, die neue Version wird unter der Herstellernummer „G210608EU“ vertrieben. Ich hoffe dir weitergeholfen zu haben und würde mich freuen zu erfahren, wie du dich entschieden hast.

 

Mit glänzenden Grüßen,

Sarah

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo Sarah-Timo,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Pflege und Aufbereitung (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Tiptop, dankeschön! Meine letzte Dose von Swissvax war leider der Deckel gebrochen, als ich heute mal loslegen wollte, war da nix mehr zu machen 🫣 Mal was anderes probieren schadet ja nicht 🤔😎

vor 7 Minuten schrieb Sarah-Timo:

G210608EU

Ist bestellt. Fotos vom Ergebnis folgen :) 

  • Gefällt mir 1
vor 6 Stunden schrieb Andreas.:

Tiptop, dankeschön! Meine letzte Dose von Swissvax war leider der Deckel gebrochen, als ich heute mal loslegen wollte, war da nix mehr zu machen 

Der gebrochene Deckel scheint teil des System zu sein, hatte ich auch schon 2x

🤬

  • Gefällt mir 2
Am 17.5.2024 um 13:53 schrieb Driver A.J.:

Ich wachse auch gern! Ich finde es sehr angenehm, das Wachs auf dem Lack zu verteilen und dann auszupolieren. Eine schöne Belohnung nach der ganzen Vorarbeit! Besonders toll ist es, Naturwachse (wird von Swissvax auch so empfohlen) nur mit den Fingern aufzutragen.

Das problemlose Anwenden von Wachsen ist einfach super.

 

vor 14 Stunden schrieb Sarah-Timo:

Sehr interessanter Input hier. Tatsächlich kann man ein Wachs auch auf Felgen nutzen, das funktioniert sogar hervorragend. Ich greife hier dann gerne zu einem vollsynthetischen Wachs um mehr Standzeit zu erhalten. Bei den vollsynthetischen Wachsen vermisse ich nur etwas den leckeren Geruch den beispielsweise Naturwachse mit sich bringen, diese Wachsen riechen eher chemisch oder eben nach nichts. Ein Naturwachs mit der Hand zu verarbeiten bzw. in den Lack einzumassieren finde ich richtig stark. Das ist gesundheitlich für die Menschenhände völlig bedenkenlos (= ähnlich einer Handcreme) und macht nochmal mehr Laune. Vor allem weil die Körpertemperatur über die Hände das Wachs dann schön geschmeidig macht. Kann man alternativ, wer sich mal rantasten will, auch mit Latexhandschuhen probieren. Ich hätte ehrlicherweise nicht gedacht das es hier im Forum noch echte Wachsfans gibt und der Wachsauftrag u.a. sogar mit Musik/Handauftrag etc. richtig genossen wird. ✌️

Finde ich auch A.J., der Wachsauftrag ist einfach angenehm und immer wieder Freude pur.

 

 

So wie ihr das (be-)schreibt, hat es ja fast schon eine erotische Komponente 🥰😉

 

Ich muss mich damit nun wirklich mal näher beschäftigen… hätte aus einem Impuls heraus zu dem genannten Meguiars-Produkt gegriffen, und wie ich rauslese, ist das auch ok. Oder gibt es tatsächlich je nach Lack unterschiedliche Empfehlungen, welches Wachs man anwenden sollte?

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Am 17.5.2024 um 10:01 schrieb Sarah-Timo:

Mich würde an der Stelle interessieren ob ihr selbst auch Wachse nutzt und wie eure eigenen Erfahrungen damit sind.

Nach diesem - wieder mal - superdetaillierten und echt informativen Beitrag von Dir werd ich es mal versuchen. Bisher hab ich mich nicht besonders um die Oberflächenbehandlung gekümmert. Danke für die Motivation!

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Hallo @rato65 und @ellbc,

danke für eure lieben Worte!🙏

Ich möchte euch gerne motovieren mal ein Wachs zu verwenden und den damit einhergehenden Moment zu genießen. Ihr könnt mit dem richtigen Wachs gar nichts falsch machen, speziell bei natürlichen Wachsen ist die Anwendung spielend einfach. Ich möchte euch und allen die sich mal mit dem Thema Wachs beschäftigen wollen gerne empfehlen mit einem natürlichen Wachs anzufangen. Das eignet sich für Einsteiger optimal. Wenn ihr einfach mal in das Thema Wachs einsteigen wollt, ein Wachs sucht das sich gut verarbeiten lässt beim Auf- und Abtrag, das einen schönen Glanz erzeugt und Emotionen weckt, eurem Lack einen Schutzfilm und Pflege spendet, dann würde ich euch gerne eines der folgenden beiden Wachse empfehlen:

 

a) "Neowax Car Wax No 1 50 ml" (auf kleine 50ml Dose achten => reicht völlig aus!)

b) "Detailmasters Wäx"

 

Beide Wachse findet ihr an dutzenden Stellen des Internets, Amazonas, Ebucht etc. Beides sind zudem natürliche Wachse und absolut "idiotensicher". Die kleinen Mengen reichen völlig aus um sich mal auszuprobieren, ich benötige für eine S-Klasse 10ml Wachs, eine 50ml Dose hält also für fünf große Fahrzeuge. Wenn man das Wachs beispielsweise 2x jährlich aufträgt, dann reicht so ein kleiner Tiegel mehr als zwei Jahre. Das Detailmasters gibt es nur in der 100ml Dose, es ist dafür mit ca. EUR 30 aber auch erschwinglich. Einen Applikator und ein Mikrofasertuch würde ich euch dazu noch empfehlen, die braucht ihr. Ich würde mich sehr freuen wenn ihr euch mal ans Wachsen rantraut. Ihr werdet es garantiert nicht bereuen, gönnt euch und eurem Wagen das mal. Bei Fragen stehe ich euch natürlich immer gerne unterstützend zur Verfügung, Einfach melden.

 

LG,

Sarah

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@Sarah-Timo danke für die Tipps!

habe eben nachgeschaut, ich habe noch Carnauba Wachs von Momo‘s Garage, das werde ich zunächst mal ausprobieren (kann mich gar nicht mehr daran erinnern).

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vor 5 Stunden schrieb Sarah-Timo:

a) "Neowax Car Wax No 1 50 ml" (auf kleine 50ml Dose achten => reicht völlig aus!)

Hatte ich mir auch schon rausgesucht, aufgrund Deiner Empfehlung in der Glanzfibel. Danke, ich bestell es mal. Heute erstmal nur gewaschen und gefahren - und eben gleich so richtig in die Volldusche - so lauter Gewitterregen beim Fahren, dass das Passeln auf der Windschutzscheibe den Motor übertont hat (nein ich bin nicht soo schnell gefahren) - das hatte ich bisher auch noch nicht.

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Endlich finde ich auch die Zeit auf dieses Thema einzugehen. Ich teile die meisten Punkte von Sarah - Wachs geht eigentlich immer. Dennoch würde ich auch gerne auf die andere Seite der Medaille eingehen.

 

Ich finde die jeweilige Versiegelung muss immer zum Lack passen, aber in jedem Fall auch zur Nutzung des KFZ und zur Waschgewohnheit des Besitzers. Wachse verwende ich sehr gerne für Oldtimer oder auch extrem weiche Lacke die quasi nicht coatingfähig sind. Sie sind in der Regel leicht zu verarbeiten und lassen auch für Laien Fehler zu. Wenn man da etwas übersehen hat richtig auszupolieren, kann man das auch noch ewig später machen. Das geht bei z.B. Keramikversiegelungen nicht. diese eigenen sich auch für Laien fast gar nicht. Bei Keramikversiegelungen spielt auch noch die Luftfeuchtigkeit bei der Verarbeitung eine große Rolle und oft auch die Temperatur. Da müssen also professionelle Voraussetzungen geschaffen werden, um risikolos diese Versiegelungen perfekt verarbeiten zu können. Das alles ist bei Wachs quasi egal, so lange man es nicht auf einem heißen Lack macht. 

 

Ich verwende sehr gerne Swissvax. Wieso? Weil es gute bis sehr gute Wachse sind und ich dort Naturwachse sowieso Wachse mit PTFE Anteil finde. Zudem muss man ehrlich sein: Swissvax kennt eigentlich jeder. Wenn man dann also in der High-End-Schiene tätig ist, gibt es hier keine Diskussionen über Qualität etc. Man kennt es und man stellt es nicht in Frage. Für die Ferrari nehme ich gerne das Swissvax Scuderia und für Felgen das Autobahn. Mit PTFE-Anteil auch gerne das Shield. 

 

Die Vorteile von Wachs hat Sarah eigentlich perfekt beschrieben. Es gibt in dem Sinne auch keine Nachteile, aber in einigen Fällen sind andere Versiegelungen einfach überlegen. Es geht ja hier vor allem um den Lackschutz. Steinschlagschutz bietet weder Wachs noch eine Keramikversiegelung. Es geht also immer um äußere Einflüsse, chemische Resistenz etc. Zudem unterscheiden sich die zwei Typen in der Standzeit und Empfindlichkeit extrem. Einem guten Wachs gebe ich auf einem Sportwagen der maximal 5.000 km pro Jahr genutzt wird bei sehr guter Pflege 1 - 1,5 Jahre Standzeit. Das Gute: Man kann immer einfach nachlegen. Wer also selbst gerne wachst, für den ist das vermutlich die beste Lösung. Dann würde ich halt immer ph-neutral waschen, sonst wascht ihr euch das Wachs wieder runter. Gleiches gilt dann für Detailer etc. Da sollte man schon schauen, dass diese zum Wachs passen.

 

Keramische Beschichtungen aus der Oberklasse haben den Vorteil, dass sie wesentlich standfester und resistenter sind. Die kann man auch alkalisch oder sauer waschen. Standzeit sind gerne mal 3-8 Jahre. Für den Besitzer ergibt sich der Vorteil, dass er einfach auf Jahre einen geschützten Lack hat, ohne jedes Mal penibel auf alles zu achten. Die Schmutzabweisung und Hydrophobie ist in der Regel auch auf einem anderen Level. Es sind aber ganz klar nicht alle Lacke coatingfähig und der Glanz ist oft etwas "kälter". Zudem sollte der Lack ziemlich perfekt vorbereitet und poliert sein, denn eine langjährige Versiegelung macht sonst wenig Sinn. 

 

Aus meiner Sicht gibt es mehr Argumente bei den meisten Besitzern die ich kenne für eine Keramik als für ein Wachs. Selbst da machen teils Besitzer grobe Fehler beim Waschen, die eine Keramik aber besser verzeiht als ein Wachs. Wer allerdings selbst gerne Hand anlegt, korrekt waschen kann oder auch keinen coatingfähigen Lack hat, der ist natürlich mit einem guten Wachs sehr gut bedient. 

 

Ich hoffe diese Zusammenfassung meinerseits war für @Sarah-Timo in Ordnung und findet grob einen Konsens. :D

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Eigentlich wollte ich zum Thema auch noch etwas schreiben, aber meine Antwort - eigentlich den 6. Grund - hat jo.e nun geschrieben. Autopflege betreibe ich als Hobby bereits seit mehr als 10 Jahren. "Damals" gab es zumeist nur Wachs oder solche Exoten wie Liquid Glass oder so. In meiner Erinnerung gab es keine Coatings - zumindest nicht für Endverbraucher.

Und da ich das alles nicht professionell betreibe, ist mir so etwas wie Standzeit eigentlich fast egal.

Bei einem guten Wachs kann ich als Laie nicht viel falsch machen, ich kann es jederzeit nachlegen, ich muss nicht auf die Umgebungsparameter achten usw.

Und das was Sarah sagt stimmt ja auch - Geruch, Verarbeitung, Glanz spielt auch ein bisschen eine Rolle für mich.

 

6. Grund für das Wachs also: Ich habe mich mit Coatings, Versiegelungen, Keramik und Co. schlicht noch nie beschäftigt und sehe aktuell auch keinen Grund, das nachzuholen.

 

Es ist halt wie es immer ist: Jeder Jeck ist anders, und jeder soll tun, was er für richtig hält.

Jo.e hat als jemand, der damit sein Geld verdient, natürlich andere Prioritäten als Sarah oder ich.

Und das soll und darf ja auch so sein 😉

 

  • Gefällt mir 4

@MOK24

Ich verdiene dadurch nur zum Teil mein Geld und bin davon nicht abhängig, aber im Grundsatz hast du recht. Man muss sich damit beschäftigen und je nach Beschichtung muss man auch penibel auf die Umgebung und die Verarbeitung achten. Materialeinsatz ist auch deutlich teurer und oft werden Fehler nicht wirklich verziehen. 

 

Wachs ist für alle Liebhaber die das selbst machen super. Leider sind 95% meiner Kunden nicht so und wollen eher nachher keinen Stress haben und einen Langzeitschutz. Wie oft mich das schon an den Rande des Wahnsinns geführt hat, erzähle ich hier lieber nicht. -Ich will nicht jammern. Es ist Fluch und Segen. Man kann was, die Leute wollen es, aber eigentlich würde man dann doch lieber viel öfter sehr lässig ein schönes Wachs verarbeiten. Auch wenn es weniger Geld bringt, es verschlingt auch weniger Zeit und schont die Nerven. 

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Wie bereits in meinem Eingangspost geschrieben kann die Wahl der richtigen Versiegelung von vielen individuellen Präferenzen abhängig sein. Ich wollte deswegen bewusst keinen Vergleich zwischen Wachs und anderen Versiegelungsarten (wie z.B. einem Keramikcoating) ziehen, sondern einfach mal nur aufschreiben welche Handvoll gute Gründe ein Wachs so besonders attraktiv für mich machen. Wenn man beginnt Versiegelungsarten miteinander zu vergleichen, dann wüsste ich gar nicht wo ich hier anfangen und wo ich aufhören sollte. Das philosophische Thema Versiegelung ist noch umfangreicher als die religiöse Frage nach der richtigen Politur. Zur ansatweisen Teilklärung dieser Fragestellungen müssten wir uns alle mindestens 48-Stunden lang zum Stammtisch in einer Bar einsperren und wir kämen trotzdem niemals alle auf einem Nenner raus. Dafür sind die eigenen Bedürfnisse eines jeden von uns zu vielfältig und so kann es pauschal ausgedrückt nie die eine beste Versiegelung geben. Wichtig finde ich persönlich nur, dass der Lack überhaupt eine Pflege beziehungsweise Schutz erhält. Das kann heutzutage bereits lockerflockig über eine Nassversiegelung oder ein Versiegelungsshampoo geschehen. By the way, es gibt mittlerweile unglaublich gute Sprühversiegelungen, welche in meinen Augen den optimalen Kompromiss zwischen Wachs und einer Keramikversiegelung darstellen. Aber etwas Schutz in Form von Versiegelung sollte in meinen Augen schon auf den Lack drauf insofern man sein Auto etwas mag.

 

Mit der Standzeit einer Keramikversiegelung kann ein Wachs natürlich nicht mithalten. Es gibt mittlerweile neben Hybridwachsen aber auch gute vollsynthetische Wachse, welche über Standzeiten von einem Jahr verfügen. Ich persönlich finde die Herstellerangaben bezüglich der Standzeit in der Einheit -Zeit- (Monate oder Jahre) wie oben bereits geschrieben äußerst antiquiert. Ich persönlich spreche in dem Zusammenhang nur noch von der Einheit -Autowäschen mit Kontakt- und fahre damit ganz gut. Allerdings ist das Thema Standzeit nur einer von ganz vielen möglichen Punkten die im Fokus eines Autopflegeenthusiasten liegen können. Jeder von uns legt seinen Schwerpunkt beziehungsweise sein Ziel eben etwas anders und das ist auch gut so. Jeder wie er möchte. Ich kenne autobegeisterte Menschen, für die spielt Standzeit beispielsweise eine völlig untergeordnete Rolle. Sie wollen sich einfach mit ihrem Fahrzeug beschäftigen, selbst Hand anlegen und den höchstmöglichen Glanz erzielen. Mindestens genauso wichtig ist diesen Personen in der Regel immer die maximale Materialverträglichkeit der aufzutragenden Versiegelung. Wenn sich das alles mit einem ganz geringen Aufwand bewerkstelligen lässt (= Stichwort: einfache Anwendung) und einem die Sache sogar noch Spaß bereitet (= Stichwort: Emotionen), dann kann ein Wachs hier genau die richtige Entscheidung sein.  Und selbst ein gutes Naturwachs hält heute schon in der Regel 2-3 Autowäschen. Dann kenne ich wiederum Autopflegeenthusiasten, denen ist ein besonders hoher Grad an Hydrophobie wichtig. Der Nächste setzt voraus das seine Versiegelung nach rosaroter Zuckerwatte riecht etc. Standzeit ist deswegen nur eines von ganz vielen möglichen, persönlichen Kriterien.

 

Zu Swissvax habe ich eine ganz eigene Meinung. Die Wachse sind sicherlich gut, ok. Aber man bezahlt hier in meinen Augen sehr viel Geld nur für den Namen. Auch stellt Swissvax einige seiner Produkte nicht selbst her, sondern bezieht sie als Whitelabel-Produkte von Dritten, die das gleiche Produkt für weniger Geld am Markt vertreiben. Ich kenne kein einziges Produkt aus dem Hause Swissvax, welches nicht von einem anderen am freien Markt erhältlichen Wachs in derselben Kategorie und von dem was es leistet überboten wird - und das für einen Bruchteil vom Preis bei gleichzeitig deutlich geringerem Aufwand (u.a. keine zusätzliche Vorreinigung mit Cleaner Fluid notwendig/kein Wachsauftrag von Hand vorgeschrieben/keine zweite Wachsschicht nötig). Ich selbst nutze Wachse die teilweise gerade mal ein Fünftel von dem entsprechenden Pendant aus dem Hause Swissvax kosten und alles mindestens genauso gut können oder sogar deutlich besser (z.B. Swissvax Autobahn Felgenwachs VS. Soft99 Fusso Coat 12M). Darüber hinaus fällt mir der Hersteller in den vergangenen Jahren mit überzogenen Versprechungen auf. Zum Beispiel wurde hier beim Swissvax Endurance anfangs konkret mit einer Standzeit von 2-Jahren geworben und sogar ein direkter Vergleich mit einer Keramikversiegelung gezogen. Das ist für mich absoluter Humbug. Mittlerweile hat Swissvax diese werbetechnischen Slogans auch von seiner Website entfernt. Auf den Produkten habe ich schon Anwendungshinweise gelesen, die sich mit den Anwendungshinweisen auf der Website und den dort gezeigten Videos teils stark widersprechen. Informationen zum Auftrag und den Ablüftzeiten wurden hier unterschiedlich dargestellt, was ich nicht professionell finde für einen Hersteller der ganz oben angesiedelt sein möchte. Besonders schlimm empfinde ich bis heute die Prozentangaben zum Inhalt der Wachstiegel (aus Plastik). Die Angaben geben, wenn man mal etwas genauer nachdenkt, Rätsel auf. Jetzt steht auf so einem 100 Gramm Wachstiegel beispielsweise drauf „40% Vol. Carnaubawachs“. Aber was bedeutet das jetzt genau? Bezieht sich die Angabe auf den gesamten Tiegelinhalt (=> es sind 40 Gramm Carnaubawachs drin) oder nur auf den Wachsanteil vom Inhalt, der neben einem wesentlichen Anteil Lösungsmittel und Ölen sich ebenfalls im Tiegel befindet (=> z.B. 30 Gramm Lösemittel, 20 Gramm Öle, 50 Gramm Wachs und hiervon dann nur 40%/20 Gramm Carnaubawachs)? Das macht einen Unterschied und erzeugt bei mir kein Vertrauen. Ich nutze keine Produkte mehr von Swisswax, weil es für mich keinen ersichtlichen Grund mehr dafür gibt. Ich möchte in diesem Zusammenhang jedoch nochmals betonen, dass die Wachse von Swissvax insgesamt schon gute Produkte darstellen. Gerne kann sie jeder nutzen. Ich entscheide mich aus den zuvor beschriebenen Gründen allerdings ausschließlich nur noch für andere Wachsanbieter.

 

LG.

Sarah

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Alles korrekt. Ich habe ja auch lediglich gesagt das Swissvax bei den Leuten noch im Kopf ist und zwar als absolutes Premiumprodukt. So blöd es klingt, aber viele Leute vertrauen Swissvax mehr als Fusso Coat etc. (die ich privat aber auch habe). Ob das gerechtfertigt ist lasse ich mal dahingestellt. Insbesondere das Shield finde ich schon ziemlich gut. Gibt natürlich hunderte Alternativen.

 

Sorry mein Vergleich mit einer Keramik, wenn nicht gewünscht! Würde selber aus genannten Gründen mehr Wachs verwenden. :wink:

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vor 55 Minuten schrieb jo.e:

So blöd es klingt, aber viele Leute vertrauen Swissvax mehr als Fusso Coat etc.

Ja Jochen, das stimmt. Aber vielleicht auch mangels Kenntnis über gleichwertige oder bessere Produkte. Ich hatte ja oben erwähnt, dass Swissvax einfach den Namen hat.

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Am 19.5.2024 um 13:28 schrieb Sarah-Timo:

a) "Neowax Car Wax No 1 50 ml" (auf kleine 50ml Dose achten => reicht völlig aus!)

Am 19.5.2024 um 19:01 schrieb rato65:

Hatte ich mir auch schon rausgesucht, aufgrund Deiner Empfehlung in der Glanzfibel. Danke, ich bestell es mal. Heute erstmal nur gewaschen und gefahren - und eben gleich so richtig in die Volldusche - so lauter Gewitterregen beim Fahren, dass das Passeln auf der Windschutzscheibe den Motor übertont hat (nein ich bin nicht soo schnell gefahren) - das hatte ich bisher auch noch nicht.

Hi @rato65,

ich hatte eben nochmals deinen Post gelesen und würde dir gerne noch etwas dazu schreiben.

Für den Fall das du in das Thema Wachs einsteigen möchtest hatte ich dir das Neowax Car Wax No 1 in der kleinen Dose empfohlen. In der Glanzfibel (Pos. 4.3) habe ich das No 2 aufgeführt, welches ein synthetisches Wachs ist und etwas mehr Standzeit bietet. Wenn dir die Faktoren Glanz, Geruch und eine besonders einfache Verarbeitung wichtig sind, dann würde ich zum No 1 greifen.

 

LG,

Sarah

 

 

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