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Lamborghini Huracán Performante ... Erfahrungsbericht

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RC
Geschrieben

Würde gerne noch den Benzinverbrauch anmerken: 

 

Im Strada Automatikmodus habe ich auf dem Weg nach Italien (Österreich und Italien mit Tempolimit, sonst nur maximal 180 km/h gefahren, da meine Frau mit dem E63 S dabei war) im Schnitt 12.3 l / 100 km verbraucht. Kein Witz! Hin und wieder habe ich mal mehr Gas gegeben oder auf Corsa umgeschaltet (5% der Fahrstrecke vielleicht).

 

Normalerweise liegt der Durchschnittsverbrauch aber eher bei 18-21 Litern / 100 km.

Bei Vollgas Autobahn sind es schon mal um die 27 l / 100 km.

Chris911
Geschrieben

Danke für den tollen Bericht.

 

Mal ne blöde Frage: Was tankt ihr eigntlich in Italien?

Ultimatum
Geschrieben

gestern gab es in lazise super plus. 

Chris911
Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Ultimatum:

gestern gab es in lazise super plus.  

Ist aber eher die Ausnahme, oder?
Ich denk mir das jedes mal. Was tanken Supersportwagen in Italien...

Ultimatum
Geschrieben (bearbeitet)

meist gibt es nur normal. 

das hält der lamborghini aber aus. 

bearbeitet von Ultimatum
Cavallino Rampante
Geschrieben

Du kannst in Italien Super tanken, auch mit Fahrzeugen, die für Super Plus ausgelegt sind.

Die moderne Elektronik regelt es! ;)…..nur fehlen ein paar PS.

 

Wir haben in Imola immer einen Oktan-Booster in unsere Fahrzeuge mit hinzugegeben

Dany430
Geschrieben

Toll geschrieben....

RC
Geschrieben (bearbeitet)
vor 44 Minuten schrieb Chris911:

Danke für den tollen Bericht.

 

Mal ne blöde Frage: Was tankt ihr eigntlich in Italien?

ENI Blu Super 100 ottani, in Riva del Garda gibt es z.B. eine Tankstelle an der Hauptstraße, ansonsten wird es schwierig.

Das Lustige dabei: Wenn ein Tankwart da war, kostete der Liter 1,92 EUR. Wenn kein Tankwart da war, kostete der Liter 1,68 EUR. War ganz verwirrt. 

 

Viele suchen nach Shell VPower (gab es mal früher in Norditalien) aber jetzt muss man sich wirklich auf die Suche nach ENI Blu Super 100 machen, gibt es öfters, man muss nur suchen. Keiner muss in Italien Normalbenzin tanken, um Himmels willen. 


Die Qualität scheint zu passen: Bin bei sehr heissem Wetter in den Bergen um den Gardasee herum unterwegs gewesen und der Motor lief problemlos, hatte auch rein gefühlt keinen Leistungsverlust, fühlte sich wie immer an.

bearbeitet von RC
bertl
Geschrieben

Super Bericht, kann ich nur bestätigen, meiner hat jetzt bereits über 10.000 und keinerlei Probleme. Außer das er mich immer wieder aufs neue Überrascht :-))!

jetzt fehlt uns nur mehr der Bericht von @Ultimatum über den EVO ;)

s-r-boom
Geschrieben

Sehr schöner Bericht zu einem absoluten Traumauto!

RC
Geschrieben

Mit etwas Glück kann ich nächste Woche den Evo fahren und werde dabei versuchen, die Unterschiede im direkten Vergleich zu ermitteln.

Siggi53
Geschrieben

Toller Bericht, nur für Leute die

solche Fahrzeuge kaufen und

später wieder verkaufen möchten,

ist das Auto nix.😁

Andreas.
Geschrieben

bei aller Euphorie verstehe ich nicht, warum man sich die „bequemen“ Sitze wegen Rücken zulegt, aber dann im Corsa Modus unterwegs ist, das sollte doch die „härteste“ Abstimmung sein?

au0n0m
Geschrieben

Auf den Bildern .. na ja. Aber in natura sieht der Wagen einfach nur Hammermässig aus. Das forged carbon sieht sehr lecker aus. Was soll es da an Problemen geben, der lambo ist ja audi Qualität oder ?

 

RC
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Andreas.:

bei aller Euphorie verstehe ich nicht, warum man sich die „bequemen“ Sitze wegen Rücken zulegt, aber dann im Corsa Modus unterwegs ist, das sollte doch die „härteste“ Abstimmung sein?

Fahre mal die "bequemen" Sitze eine Stunde lang... 😂 Die Polsterung ist superdünn!

Du bist wohl nicht verheiratet, oder? Meine Frau meckert schon bei den Komfortsitzen und sie ist supersportlich. Was hat außerdem sportliches Fahren mit "härtester" Abstimmung zu tun?! 👀

bertl
Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb Andreas.:

bei aller Euphorie verstehe ich nicht, warum man sich die „bequemen“ Sitze wegen Rücken zulegt, aber dann im Corsa Modus unterwegs ist, das sollte doch die „härteste“ Abstimmung sein?

Corsa ist nun mal der Fahrmodus der am meisten Spaß macht und man hier das Fahrzeug echt am besten erlebt, spürt......

strada ist für das warmfahren, wegfahren, durch die Stadt fahren. Sport...... unnötig 

Andreas.
Geschrieben

Glaube ich dir sofort! Aber lässt sich da die Fahrwerkshärte nicht auch "weicher" einstellen & kompensiert das dann die bequemen Sitze oder bekommt man das mit "Rücken" nur mit diesen Sitzen gelöst?

RC
Geschrieben

Leider bietet der Performante keine Möglichkeit an individuelle Fahrmodi Einstellungen zu konfigurieren. 🙁

Corsa ist meiner Ansicht nach wirklich der Fahrmodus, der am meisten Sinn und Spaß macht. Sport ist eher für einen sportlicheren Automatikmodus geeignet und Strada Automatikmodus wirklich nur fürs bequeme Dahingleiten von A nach B. Sobald man im Strada Automatikmodus etwas sportlicher fahren will, wird es frustrierend, vor allem bei Kickdown Nutzung. Man kann zwar manuell schalten aber das macht dann wirklich keine Freude.

Corsa und manuell schalten, die perfekte Kombination für maximalen Fahrspaß. 👍😎

Leon-MUC
Geschrieben

Wie unterscheidet sich der Sound zwischen Sport / Corsa ? 

RC
Geschrieben

Fast gar nicht würde ich mal sagen...

Im Corsa Modus ist die Leerlaufdrehzahl höher und es scheint ein wenig mehr zu knallen.

Aber Corsa betrifft ja nicht nur den Auspuffklang sondern auch Lenkung, Gasannahme, Fahrwerk und Getriebe.

Glaube mir, wenn Du Dich einmal an den manuellen Corsa Modus gewöhnst, willst Du gar nicht mehr anders fahren. 😉

Chief-Master
Geschrieben

Geiler Bericht. 👍

 

Das sind die Art von Beiträge, die ich hier immer wieder gerne lese. Ich glaub, ich muss zum Lambo-Händler. 😂

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bertl
Geschrieben

Der größte Unterschied zu Sport und Corsa besteht darin das bei Sport das ESC mehr zulässt, bei Automatik extrem Hektisch reagiert und versucht immer in einem höheren Drehzahlbereich zu bleiben. Ist auf Dauer Nervig und eher was für Poser.......laut Lamborghini sollte das eigentlich der Spaßmodus sein. Wurde auch beim EVO in Richtung Heckantrieb mehr ausgelegt.

Das hat Porsche anscheinend besser gelöst, oder hat mehr Rücksicht auf die Kundschaft genommen die halt hauptsächlich nur Automatik fährt, darum wird auch auf der Rennstrecke fast nur im Automatikmodus gefahren und beim PF nur Manuel.

 

racer3000m
Geschrieben

komischerweise Fahr ich die Lambos zu 100% manual.....bei den Porsches ist es genau andersrum.... keine Ahnung warum 🙂

RC
Geschrieben

Bin gestern das neue 992 Carrera 4S Cabriolet ausgiebig gefahren und kann Dir eine einfache Antwort darauf geben: Gerade bei den Porsche Turbomotoren macht das manuelle Schalten nicht gerade viel Spaß und die Schaltpaddels von Porsche sind zu klein, zu kurz...macht keine Freude. 

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    • Hallo,
      das hier ist mein erster Beitrag und ich möchte mich als BMW M5 F10 Fahrer vorstellen. Ich habe hier oft im Stillen mitgelesen und würde gerne jetzt am Forumsgeschehen aktiv teilnehmen. Dazu habe ich euch meinen Erfahrungsbericht zum M5 hier reingestellt und freue mich auf eine rege Diskussion.
      Viele Grüße Nico

      ----------------------------------------------------------------

      Dieses mal möchte ich einen Bericht über die Power-Limousine von BMW abgeben.
      Ich habe das Fahrzeug als Langstrecken- und generell als Autobahnfahrzeug angeschafft, denn da gehört der M5 meiner Meinung nach als einziges hin.

      Der Motor:

      ist der zentrale Drehpunkt, um den sich der neue M5 überhaupt dreht. Klar war ein V10 auch was tolles, aber man wird ihn fahrleistungsmäßig nicht vermissen, weil die 680nm Kraft immer und sofort zur Stelle sind, man Schub bis in den Begrenzer ohne Nachlassen hat und ganz entspannt bei 130kmh mit 10l Verbrauch und 2000rpm auf der AB cruisen kann. Meiner Meinung nach hat der M5 wirklich 2 Gesichter, zum einen der rationelle Cruiser, ein ganz normaler 5er halt und dann sobald die Sport-Taste gedrückt wird, kommt das Biest zum Vorschein. Die Beschleunigungsleistungen kann man ab 100kmh wirklich ausnutzen (darunter wird man permanent mit der Traktionskontrolle konfrontiert) und sind ungefähr auf Porsche Turbo 997 Niveau.
      Die Eigentliche Sensation ist meiner Meinung nach nicht die Fahrleistung bei 560 PS, sondern der niedrige Verbrauch von 10-13 Litern Super Plus. Im Alltag ist der M5 genauso sparsam wie ein 335i.

      Das Fahrwerk:

      Ein Alleskönner!!
      Comfort-Modus zum Gleiten. Unebenheiten werden gut abgefedert.
      Sport: Hart, mit viel Rückmeldung am Lenkrad, man spürt die Unebenheiten und den Grip an VA und HA.
      Sport Plus: noch härter, eigentlich für den Alltag nicht wirklich zu gebrauchen.
      Die Stabilität und der Geradeauslauf der M5 ist grandios. Bis zur Endgeschwindigkeit von 305 kmh kommt keine Unruhe auf. Es ist erschreckend wie wenig man von der Geschwindigkeit merkt. 200kmh kommen einem wie 120kmh im Normalauto vor.

      Der M5 soll ja laut Autozeitungen auch sehr sportlich in Kurven zu fahren sein. Ich bin der Meinung das die Landstrasse und auch von mir aus der Nürburgring nix für den M5 sind. Ich habe nur den 335i als Vergleich und der ist auch kein Kurvenräuber. Aber der M5 ist nochmal behäbiger. Da können auch das super Fahrwerk ohne Seitenneigung und die dicken 295er Hinterreifen nichts ändern. Das Sperrdifferential macht dabei jedoch eine gute Arbeit. Man kann jedenfalls aus den Kurven gut rausbeschleunigen.

      Die Bremsen:

      Die Bremsen sind ausreichend dimensioniert, dennoch bremst der M5 als 2 Tonnen-Klotz nicht mit der Leichtigkeit eines Kleinwagen und schon gar nicht eines Sportwagens. Die Bremsen verschleissen dementsprechende im Rekordtempo wenn man es drauf anlegt. Auch auf der HA ist (wahrscheinlich ESP bedingt) relativ viel Verschleiss zu verzeichnen.

      Die Schaltung:

      Das DKG ist wirklich gut gelungen und dem Doppelkupplungsgetriebe von Audi ebenbürtig. Man kann 3 Schaltzeiten konfigurieren von ganz gemütlich bis ultraschnell. Im schnellesten Modus wird wirklich stufenlos und ohne Ruck geschaltet. Die Schaltzeiten sind auf Sportwagenniveau, was auch sicherlich den grandiosen Durchzug des M5 mitbedingt.

      Das ESP/Traktion:

      Traktion hat der M5 reichlich, doch sollte man den Gasfuss mit Köpfchen einsetzen. In den ersten 3 Gängen ist eine volles durchbeschleunigen fast nicht möglich. Auch im Trockenen ist mehr als 3/4 Gas nicht möglich. Die Dosierung des Gaspedals ist je nach Modus schärfer aber insgesamt etwas inhomogen. Drückt man das Pedal im ersten Drittel durch passiert wenig, im zweiten Drittel ist man gut unterwegs, erst im oberen drittel bekommt man die vollen 560PS.
      Die Physik kann man nicht überlisten, dennoch schafft der M5 seine Werksangaben von 4,4 sec auf 100kmh. Auf der AB kann es auch mal sein das die Traktionskontrolle im 3. oder 4. Gang bei 150 oder 180kmh nochmal aufleuchtet. Den Regeleingriff merkt man zwar nicht, aber das permanente flackern des gelben Lämpchens schon.

      Sonstiges:

      Der M5 ist von aussen wirklich laut im Sport-Modus. Man merkt es jedoch im Innenraum überhaupt nicht, daher kommt kein wirkliches Sportwagenfeeling auf. Es kann sein das man durch die Wohnsiedlung fährt und der Nachbar zwei Strassen weiter sagt das er einen schon gehört hat. Die Akzeptanz und der Sozialneid in Bezug auf den M5 sind ausgewogen. Ich habe schon alles erlebt von blöden Sprüchen an der Tanke, bis hin zu "Daumen hoch" von Passanten. Alles in allem ein Wagen der auffällt, zwar vielleicht nicht wie ein Porsche oder Lamborghini aber dennoch wissen viele Leute was da auf der Strasse rollt, trotz der relativ zivilen Optik des M5.

      Fazit:

      Der M5 ist sehr gut gelungen und voll alltagstauglich bei brachialen Fahrleistungen. Gut kontrollierbar und gut dosierbar verdient er meiner Meinung nach das Lob der Presse zurecht. Er fährt in derselben Liga wie die AMGs oder auch der Porsche Panamera.
    • Hi habe zugeschlagen. 2019er grünen perfo. Wisst ihr ob er 2 oder 3 jahre werksgarantie hat? viiieeelen dank
      Lg thomasso
    • Hallo Sportwagenfans,
      nach 1,5 Jahre artgerechter Einfahrzeit möchte ich Euch von den Erfahrungen mit meinem Aventador S berichten. Dies ist mein erster Beitrag in dem Forum obwohl ich schon seit einigen Jahre immer wieder mitlese. Ich denke, dass für den einen oder anderen ein paar interessante Fakten dabei sind da im Internet leider eine Menge an Halbwissen und falschen Vermutungen von Einigen verbreitet wird die den Aventador S nur oberflächlich oder so gut wie gar nicht kennen.
       
      Vorweg, ich bin seit über zwei Jahrzehnte leidenschaftlicher Porschefahrer und besitze noch mehrere Autos und Motorräder. Den Porsche mit dem hohen Perfektionsgrad möchte ich zur täglichen Fahrt, Sommer wie Winter keinesfalls vermissen. Bei jedem neuen Modellwechsel wurde die Leistung erhöht, der Verbrauch weiter optimiert und die Beherrschbarkeit durch Assistenzsysteme derart verbessert, dass man immer weniger falsch machen kann obwohl man deutlich schneller unterwegs ist - dies ist eine enorme Ingenieursleistung von Porsche. Jedoch ging über die Jahre ein wenig der Reiz verloren, das Geräuschverhalten wurde immer weiter gezähmt und die Stückzahlen steigen und steigen. Bei uns im Ländle (zwischen Stuttgart und Bodensee) steht fast in jeder zweiten Hofeinfahrt bzw. Garage ein Porsche - nicht falsch verstehen, als echter Porschefan freu ich mich über jeden Handwerkermeister oder Landwirt bzw. Biostromproduzenten der sich so etwas leistet. Es gibt hier kein schnelles Internet, dafür schnelle Autos! Selbst mit einem GT2 oder GT3 fällt kaum noch auf da sich alle neueren 911er ziemlich ähnlich sehen.
       
      Von daher ergänzte ich meinen Fuhrpark vor über 7 Jahre mit einem damals aktuellen und sehr schönem LP560. Da es damit keine Qualitätsprobleme gab und ich nur gute Erfahrungen bezüglich Zuverlässigkeit inkl. der professionellen Betreuung durch den Händler machen konnte bestellte ich mir nach genauer Überlegung einen aufregenderen Aventador S. Er ist für mich heute die optimale Ergänzung und bietet noch genau den Reiz der im Laufe der fortschreitenden Fahrzeugentwicklung mit verschärften Euronormzertifizierungen verloren gegangen ist.
       
      Auf einen SVJ wollte ich aufgrund der Unsicherheit überhaupt noch einen in gewünschter Ausstattung zu bekommen nicht noch länger warten. Heute bin ich froh, dass ich einen neuen selbst konfigurierten Aventador S besitze. Das cleane Design und die klare Linienführung ohne dem Spoiler- und Flügelwerk ist ein einzigartig harmonisches Kunstwerk. Eventuelle Wertsteigerungen oder Wertverluste sind mir dabei ganz egal, ich möchte den Fahrspaß für den ein Aventador entwickelt wurde und keine tote Kapitalanlage.
       
      Die Verarbeitungsqualität war bei meinem LP560 schon hervorragend und ist beim Aventador S (mit Baujahr 2018) noch besser geworden, auf höchstem Niveau. Es scheint so als würden sich die gehobenen Qualitätsanforderungen vom Mutterkonzern richtig gut auf Lamborghini auswirken. Vor allem die Lackqualität (NeroAldebaran) ist das Beste was ich jemals bekommen habe. Gleichmäßige Spaltmaße und die homogene Klavierlackqualität von Vorne bis Hinten runden das Gesamtbild ab. Im Vergleich dazu ist das was in diesem Preis- und Sportwagen-Segment aus Maranello kommt sehr bescheiden und für mich nicht passabel wenn man jahrzehntelang Porsche- bzw. AUDI-Qualität gewohnt ist (sorry, rein objektive Feststellung ohne alle Emotionen).
       
      Folgendes zum Getriebe, da dieses immer wieder kritisiert wird: Im Aventador wird ein sehr kompaktes und automatisiertes 7-Gang Schaltgetriebe mit hoher Effizienz eingesetzt, ohne den Durchtriebsverluste eines Doppelkupplungs- oder Lastschaltgetriebe. D. h. während beim Aventador nach dem Schaltvorgang nur das Ausrücklager entlastet werden muss um die Kupplung zu schließen wie bei jedem Handschaltgetriebe, müssen die Lastschaltgetriebe permanent über eine Hydrauliksystempumpe genügend Druck auf die Lamellenpakete mit mindestens 2 oder mehreren Reibflächen bringen um den Kraftschluss sicherzustellen. Besonders bei Motoren mit hoher Momentabgabe wird ein signifikanter Anteil der Antriebsleistung zum Sicherstellen der Kraftübertragung benötigt um ein Aufreißen der Lamellen zu verhindern, während der Aventador mit Schaltgetriebe die gesamte Antriebsleistung für den Vortrieb nutzen kann. Im Vergleich zum Doppelkupplungsgetriebe existieren hier auch keine Reibungsverluste zwischen den Lamellenflächen der geöffneten Kupplung wenn die andere des aktiven Antriebstrang zur Kraftübertragung geschlossen ist. Was sich besonders bei hohen Drehzahlen positiv (auf die Höchstgeschwindigkeit) auswirkt.
       
      Am Besten schaltet man das automatisierte Schaltgetriebe manuell. Das Gaspedal wird im richtigen Moment beim Schaltvorgang kurz angehoben und im festen Gang wieder Vollgas gegeben (falls erforderlich). Dadurch lassen sich hektische Schaltschläge und unangenehme Lastwechselreaktionen effektiv vermieden. Wenn man richtig reagiert und das Prinzip begriffen hat macht das Ganze einen Höllenspaß und der Aventador ist brutal schnell unterwegs.
       
      Die Herausforderung Mensch und Maschine in Einklang zu bringen bzw. den Stier an den Hörner zu packen und zu zähmen ist genau der besondere Reiz was bei den heute üblichen automatisierten und assistenzsystemunterstützten (fast idiotensicheren) Fahrzeuge immer mehr fehlt.
       
      Motor: Im Aventador S arbeitet der 6,5-Liter-V12-Sauger noch mit nachhaltiger und robuster Saugrohreinspritzung. Er darf (bis auf die Katalysatoren) ohne Partikelfilter und Abgasturbolader frei aus- und einatmen wie ein wildes Tier. Aus meiner Sicht ist es kein Fehler, dass Lamborghini auf eine aufwändige Direkteinspritzung mit Hochdruckpumpe (hohe Temperatur und Druckbelastungen der Einspriztventile im Brennraum mit komplexerer, voluminöserer  Zylinderkopfkonstruktion) beim V12 verzichtet hat. Die Wirkungsgradvorteile der Verdampfungsenthalpie (Kühlung des Brennraum bei der Einspritzphase durch Energieaufnahme beim Aggregatzustandswechsel) werden signifikant verschlechtert, wenn der Auslass des Direkteinspritzer zusätzlich mit einem großem und schweren Partikelfilter vollgestopft werden muss um die neue Euronorm zu erfüllen. Von den negativen Auswirkungen aggressiver Verbrennungsrückstände an Einlassventile, Ventilsitze, Kolbenringe und den hochbelasteten Einspritzventile im Brennraum ganz zu schweigen. Hinsichtlich potentieller, zukünftiger Klassiker sind robuste Konstruktionen mit möglichst konventioneller Technik besonders relevant wie hier z. B. die vom Kühlwasser umströmten, reparaturfreundlichen Zylinderlaufbuchsen bei denen die Kolben nicht direkt im Motorblockmaterial mit all den typischen tribologischen Schwierigkeiten laufen müssen.
       
      Ab 5000 U/min fühlt sich der V12 richtig wohl und zieht dabei ohne mit der Leistung nachzulassen brutal schnell bis 8500 U/min in den Drehzahlbegrenzer. Im Vergleich zu den heute üblichen, aufgeladenen Sportwagenmotoren mit wesentlich höheren Literleistungen bricht bei dem Sauger die Leistungsabgabe bis in die höchste Drehzahlregionen unter Volllast nie ein da ein zunehmender Hitzestau aufgrund heiß laufender Laderkomponenten hier absolut kein Thema ist. Bezüglich Standfestigkeit gilt ganz klar die alt bewährte Formel - Hubraum ist durch nichts zu ersetzten. Hohe Drücke bei hohen Temperaturen wirken sich generell sehr negativ auf die Dauerfestigkeit aus!
       
      Schaltet man unter Volllast kurz vor dem Drehzahlbegrenzer die Gänge durch landet man recht zügig mit der Schaltung vom 6. im 7. Gang bei ungefähr 7500 U/min und über 330 km/h, was dank der 12 Zylinder einer schonenden Kolbengeschwindigkeit von 19 m/s entspricht. Er schreit sich dabei die Seele aus dem Leib ähnlich einem Formel1-Aggregat aus den 70er Jahre. Im direkten Vergleich mit voll geöffneten Klappen ist der Aventador S sogar noch lauter als der SVJ mit dem höhergelegtem Auspuff – probiert es mal aus, wichtig ist dass die Klappen beim S in den äußeren dicken Rohre dabei vollständig geöffnet bleiben.
       
      Es ist eine wahre Freude wie unnachgiebig und lässig der V12 jenseits der 340 km/h auch noch auf den üblichen Autobahnsteigungen immer weiter schiebt bis in den Höchstgeschwindigkeitsbegrenzer - den Begrenzer konnte ich leider nicht mehr erreichen da zu viele Beckenrandschwimmer auf der rechten Fahrspur aufgetaucht sind (hoffe, dass bald wieder eine Fußballmeisterschaft kommt und die meisten vor der Glotze hocken). Selbstverständlich werde ich niemand in irgendeiner Weise durch die schnelle Vorbeifahrt erschrecken oder in Bedrängnis bringen nur um zu kontrollieren ob der Höchstgeschwindigkeitsbegrenzer bei 8000 U/min und 362 km/h nach Tacho oder erst bei 366 und 8070 U/min einsetzt. Das hat man als Aventador-Fahrer überhaupt nicht notwendig, allein aufgrund der physikalischen Gegebenheiten hat das Fahrzeug bezüglich Topspeed gewaltiges Potenzial.
       
      Das Überholprestige ist das Beste was man sich (ohne Blaulicht) vorstellen kann und spart eine Menge Nerven. Über die Hälfte der Verkehrsteilnehmer machen bereitwillig Platz, wenn sie so etwas breites und flaches im Rückspiegel bemerken. Bei den übrigen Kandidaten schaltet man nur 2 bis 3 mal kurz runter um bei über 6000 U/min den bestialischen Formel1-Sound zu aktivieren. Mit dem Aventador ist dadurch ein dichtes Auffahren oder stressiges Drängeln komplett unnötig.
       
      Die niedrige Gesamthöhe von 1,13 m mit der dadurch resultierenden geringen Projektionsfläche und den beim Aventador S nicht vorhandenen abstehenden Spoiler wirken sich sehr positiv auf den Luftwiederstand und die Höchstgeschwindigkeit aus. Mehr Abtrieb benötigt er auch nicht da er im Vergleich zum SVJ rein statisch ein Mehrgewicht von 22 kg auf die Vorderachse und 50 kg mehr auf die Hinterachse bringt. Dass der S dabei ohne die weicheren Sportreifen des SVJ in der Beschleunigung von 0 auf 100 nur 0,1s, von 0 auf 200 nur 0,3s und von 0 auf 300 nur 0,2s länger benötigt ist ein Witz (Messwerte AutoBild Sportscars).
       
      Längere Staus bei einer rekordverdächtigen Affenhitze (Ende Juli) mit gemessener Außentemperatur von 41°C zwischen den reflektierenden Betonfassaden im Großstadtverkehr lässt sich mein komplett schwarzer Aventador S nicht im geringstem negativ anmerken. Die Temperaturen bleiben bei maximal aktivierter Klimaanlage stabil im Mittleren Bereich (ca. 100°C Öl und 90°C Wasser). Lamborghini hat die Kühlungskapazität über die Jahre immer weiter optimiert - perfekt für die Heißländer mit wohlbetuchter Kundschaft. Blickt man durch den Rückspiegel, wenn die großvolumigen Gebläse mit hohen Drehzahlen am Heulen sind flimmert nur so die Luft über dem Heck wie bei einem Kampfjet mit Nachbrenner beim Start. Überall freuen sich die Passanten und animieren einem zum Gas geben, so macht das Stehen im Stau bei den recht unangenehmen Außentemperaturen auch noch richtig Spaß. Echt verwunderlich, der brutale V12-Sound würde von anderen PKWs niemals in der Ausprägung so positiv akzeptiert werden.
       
      Fahrwerk: Die aktive Hinterradlenkung ist für den Aventador ein richtiger Segen und eine wesentliche Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger. Damit lässt es sich richtig wendig um die Ecken fetzen wie bei einem viel kleinerem Auto mit kurzem Radstand. Der Allrad verspannt sich beim Abbiegen weniger und er hat in engen Kurven eine bessere Traktion weil die Hinterräder aktiv in die richtige Position gelenkt werden - er bringt dadurch die Leistung generell effektiver auf die Straße. Jedoch muss man sich bei den sehr hohen Geschwindigkeiten an die mitlenkenden Hinterräder gewöhnen. Er bleibt immer präzise und stabil in der Spur, wenn das Lenkrad möglichst ruhig geführt wird.
       
      Die magneto-rheologische Dämpfung lässt sich von hart bis knall-hart verstellen, für den artegerechten Umgang voll ausreichend, jedoch nichts für Weicheier. Das aufwändige Pushrod System mit den horizontal liegenden Dämpfer an Vorder- und Hinterachsaufhängung ist absolut das Beste was im Sport- und Rennwagenbau existiert.
       
      Das Infotainment habe ich außer ein paar dringender Telefonate in den ganzen 1,5 Jahre noch nie benötigt obwohl ich die nicht gerade günstige Sensonum-Musikanlage mitbestellt habe. Mit dem Aventador fahre ich auch nicht nach dem Navi sondern frei Schnauze dahin wo es mir gefällt und ich möglichst freie Fahrt habe oder freundlich Platz gemacht wird. Fakt ist; das richtige Sound- und Entertainment-System sitzt beim Aventador hinter den Sitzen im Motorraum in Form von 12 Zylinder! In 10 oder 20 Jahre ist das heute schon wieder veraltete Infotainment vollkommen irrelevant. Für einen angehenden V12-Klassiker zählen robuste und konventionelle Technik in einem einzigartigen Design. Wer ein Fahrzeug mit hochmodernem Multimediasystem sucht liegt hier völlig falsch und kauft sich am besten jedes Jahr ein billigeres Multimediavehikel.
       
      Der Verbrauch von 20 bis 30 L/100km entspricht keinem kränkelndem Spritsparwunder, sondern ganz den Fahrleistungen eines robusten, großvolumigen V12 und man darf sich öfters auf die Gaudi beim Tanken freuen. Da ist immer was los, 95% der Passanten sind dabei total begeistert. Den restlichen 5% (meist Artenschützer bzw. Hobbynaturschützer) erklärt man recht freundlich und fundiert, dass es sich dabei nicht nur um ein Fortbewegungsmittel zum sinnlosen Drauflosfahren handelt sondern um eine kunstvolle Synthese aus atemberaubendem Design und einer klassischen frei atmenden, vom Aussterben bedrohten V12-Verbrennungskraftmaschine mit artgerechtem Bewegungsdrang und Geräuschverhalten.
       
      Ein paar Nachteile oder kleinere Spaßbremsen muss es natürlich auch geben. Der Aventador ist generell nur sehr eingeschränkt alltagstauglich und höchstens als Zweit- oder besser als Drittwagen geeignet. Im Innenraum auf der Fahrerseite sind außer dem winzigen Fach in der Mittelkonsole keine Staufächer oder Ablagemöglichkeiten vorhanden. Nur in Verbindung mit dem Reisepaket für schlappe 952€ Brutto gibt es zwei Becherhalter in denen ich mein Handy mit Geldbeutel platzieren kann und ein zwingend erforderliches Gepäcknetz hinter den Sitze damit nicht alles durch die Gegend fliegt.
      Allein aufgrund seiner Dimensionen kann man nicht einfach einsteigen und drauflosfahren wie mit jedem anderen Auto. Die Sicht ist im Allgemeinen und Besonderem nach hinten extrem eingeschränkt. Hoch hängende Ampeln sind aufgrund der fast auf dem Boden liegenden Sitzposition kaum im Sichtbereich und alle andere Verkehrsteilnehmer schauen auf einem herab. Die Rückfahrkamera und das Liftsystem sind fast immer erforderlich. Da der Aventador ohne Rückspiegel schon über zwei Meter breit ist muss man sich vorher genau überlegen ob man in eine schmälere Straße einfahren kann oder z. B. mit Verengungen aufgrund geparkter Autos rechnen muss. Hohe Randsteine sind der blanke Horror! Permanent muss ich auf genügend Abstand zum filigranem Felgenhorn meiner schwarz beschichteten Diantus mit der extrem niederen Querschnittsbereifung achten.
       
      Beim Überholen eines LKW oder Landmaschine ist auf den schmäleren Land- oder Kreis-Straßen ein cooles Vorbeiquetschen wie z. B. mit dem 911er unmöglich, wenn der Andere nicht freiwillig auf den Straßenrand fährt. Enge Kurven machen gewaltigen Spaß und liegen dem Aventador S mit ordentlicher Querbeschleunigung richtig gut, nur darf nichts Breites entgegenkommen oder die Straße muss breit genug sein!
       
      Fazit: Die Unterhaltskosen gehen voll in Ordnung bei dem was er vor allem an Highspeed-Fun, atemberaubender V12-Soundkulisse, exklusivem Fahrfeeling, außergewöhnlichem Design und Überholprestige bietet. Da gibt es noch kostspieligere Exoten, die kaum schneller sind, schlechter verarbeitet sind und eine anfällige Technik ohne die notwendige Entwicklungstiefe mit ausreichender Erprobung haben. Ich möchte hier keine langwierige Milchmädchenrechnung aufstellen, kurz zusammengefasst kostet er wesentlich mehr wie mein ehemaliger Gallardo oder ein Huracan, aber nicht ganz das Doppelte. D. h. wer am besten gleich mit den doppelten Unterhaltskosten eines Huracan rechnet kommt mit den Ausgaben für den Aventador ganz gut klar.
       
      Wir können gespannt sein was bei den Ideen unserer Gesetzgeber noch von diesem einzigartigen, brutalen Fahrspaß ab kommender Euro7-Norm beim Nachfolger erhalten bleiben darf. Ich bin echt glücklich, dass ein pures Spaßfahrzeug in der Form noch eine Zulassung bekommen hat und ich diesen Aventador S mit all seinen aufregenden, ungefilterten Eigenschaften inkl. dem atemberaubenden Design, noch lange bis ins Rentenalter fahren kann während meine Alltagsauto immer geräuschloser, elektrischer und autonomer (langweiliger) werden.
       


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