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Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren (CH in D)

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Gast
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Hallo

ich bin vor kurzem mit Schweizer Auto in Deutschland von der Polizei angehalten worden weil ich angeblich in einer 70km Zone Außerorts mit 62 km über Limit gefahren wäre. Dies ist mir allerdings nicht bewusst. Die Geschwindigkeit wurde durch Nachfahren gemessen (kein Blitzer, kein Videobeweise). Ich bin mir bewusst das ich etwas zu schnell war, allerdings mit maximal 20 über dem Limit, also bin ich maximal 90km/h gefahren.

Nun hab ich einen Bußgeldbescheid bekommen und soll knapp 500 € zahlen, 2 Punkte in D und Fahrverbot für 2 Monate. 

Kann mir jemand sagen ob das Fahrverbot nur in D gilt? Muss ich das Fahrverbot auf dem Straßenverkehrsamt melden? Melden das die Deutschen Behörden in die Schweiz? Ich habe einen Einspruch gegen die Höhe des der Geschwindigkeitsübertretung an die Behörde in D geschickt. Was raus kommt weiß ich noch nicht. Ich mache mir aber große Sorgen, da ich mich beruflich gerade verändern möchte und dazu meinen Führerausweis brauche. Ich hatte zum Zeitpunkt als ich angehalten wurde eher das Gefühl das die Polizei willkürlich handelt zumal ich als nicht deutscher Ausländer in der Schweiz lebe und nicht astrein deutsch spreche. Ich habe mir noch nie irgendwas zu Schulden kommen lassen, weder in Deutschland, in der Schweiz noch in meinem Herkunftsland. Hat evtl. Jemand eine ähnliche Erfahrung und kann mir sagen was mir vorallem in der Schweiz noch blühen könnte?

Danke schonmal im Voraus!

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Gast Dany430
Geschrieben (bearbeitet)

Nein diese Messung hat, wenn so wie von Dir beschrieben, keine rechtliche Gewichtung !

Und ja, Fahrverbote werden durch deutsche Vergehen auch in der Schweiz vollstreckt.

bearbeitet von Dany430
erictrav
Geschrieben

Die Messung ist so üblich und wegen dem geeichten Tacho des Verfolgers in der Regel auch gerichtsfest. 

Es wird lediglich eine höhere Toleranz berücksichtigt. 

Gast Dany430
Geschrieben (bearbeitet)

@erictrav es muss ein Gerichtsverwertbarer Beweis vorliegen, weiterhin ist mir nicht bekannt, dass normale Polizeiwagen geeichte Tachos haben. Wahrscheinlich handelte es sich um ein Zivilfahrzeug, dann wäre @KatiK82 wahrscheinlich auch aufmerksamer gefahren.

 

Hier noch ein Beispiel......

 

https://www.ra-kotz.de/geschwindigkeitsmessung-durch-nachfahren.htm/

bearbeitet von Dany430
tollewurst
Geschrieben

Es wird ein höherer Abzug gemacht und das Messverfahren hat volle Gültigkeit! Ein geeichter Tacho ist nein Verstößen der Größenordnung nicht notwendig.

Max A8
Geschrieben

Gerade das Thema „Nachfahren ohne (!) Videobeweis“ hat so viele potenzielle Fehlerquellen, dass ich einen Anwalt konsultieren würde...

 

Grüße

Max

Gast
Geschrieben

Das ganze ist ca um Mitternacht passiert und es handelt sich nicht um ein ziviles Polizeiauto. Ich weiß das es einiger Rahmenbedingungen bedarf, damit dieses Messverfahren gültig ist. Mir geht es allerdings mehr darum ob das Fahrverbot in die Schweiz gemeldet wird und ich auch dort noch mit Konsequenzen rechnen muss. Gegen den Bußgeldbescheid habe ich erstmal wiederspruch eingelegt. Zur Not werde ich dies auch nochmals mit Anwalt tun. Ich musste vor Ort schon etwas unterschreiben. Dort habe ich schon dokumentiert das ich höchstens 90 gefahren bin. Vom schreiben durfte ich weder eine Kopie haben, nich ein Foto machen

Gast Dany430
Geschrieben

Hälst uns mal auf dem Laufenden......

tollewurst
Geschrieben

Das Fahrverbot gilt nur in Deutschland! Allerdings wollen die das du den Führerschein abgibst. Das wiederum musst du meines Wissens nach nicht aber mit Bürokraten etwas klären.....

Gast Dany430
Geschrieben

@tollewurst die zuständige Kantonspolizei wird von deutscher Seite informiert und zieht den Lenkerausweis ein. Das ist heute so geregelt. Im Falle rechtlicher Ungereimtheiten sieht es aber anders aus. 

991
Geschrieben (bearbeitet)

Du darfst in Deutschland nicht mehr fahren während zwei Monaten. Ich habe soeben auch ein Bußgeldbescheid erhalten wegen 31 kmh zu schnell in geschlossener Ortschaft. Ich war zu schnell weil ich unaufmerksam war, die Ortschaft ein kleiner Weiler war und die Häuser nur rechtsseitig standen. Es ist in Deutschland so dass wenn ein Ortsschild steht, automatisch 50 kmh gelten. Wenn du Ersttäter bist erhältst du die 4 Monats Frist wo du frei wählen darfst wann du absitzen willst, ob das bei 2 Monaten auch so ist weis ich nicht. Ich habe nur einen Monat gefasst. Die Fahrbewilligung muss ich nicht einsenden, sondern kann per Mail meinen Monat vermelden. Die Busse beträgt offiziell 170 Euro, wird aber willkürlich auf 320 Euro erhöht, da Vorsätzlichkeit angesetzt wird. Ich habe den Bußgeldbescheid so akzeptiert weil eine Einsprache nur Zeit frisst. Überlege dir das mit dem Einspruch nochmal. @Dany430Dany430 so ist es eben nicht. 

Gr Aldo 

.

 

bearbeitet von 991
Gast Dany430
Geschrieben

@991 danke für diese Info, dann scheint es Kantonale Unterschiede zu geben. Ich habe im Freundeskreis bereits zwei Verstösse bei welchen der Führerausweis über die deutsche Strafzeit eingezogen wurde. 

991
Geschrieben (bearbeitet)

@Dany430Google mal Beobachter und Geschwindigkeitsübertretung im Ausland. Es gibt Fälle wo die Strafe in der CH umgesetzt wurde aber das Strafmaß darf nicht mit CH Ansätzen bemessen werden. Das DE Mass muss!  angewendet werden. Die besonderen Umstände bei diesen Fällen sind mir nicht bekannt. Die CH hat das Wiener Abkommen welche die Strafverfolgung zwingend regelt nicht unterzeichnet. Gr Aldo 

bearbeitet von 991
Gast Dany430
Geschrieben (bearbeitet)

@991 es steht geschrieben das deutsches ,,milderes Recht`` angewendet werden muss was im Beispielfalle bedeutet, wenn die Übertretung ein dreimonatiges Fahrverbot bedeuten würden, der Ausweis in CH einen Monat eingezogen wird.

KatiK könnte also Glück haben.

bearbeitet von Dany430
991
Geschrieben

In der Regel sind die CH Ansätze viel strenger. Mein Vergehen würde in der CH mindestens zwei wenn nicht drei Monate kosten und die Busse würde Einkommen und Vermögen abhängig bemessen ?. Da wäre die DE Bemessung easy.

Es gibt ein BGR Urteil dass eine Doppelbestrafung nicht zulässig ist. 

Thorsten0815
Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb KatiK82:

in einer 70km Zone Außerorts mit 62 km über Limit gefahren

Nach Abzug der Toleranz?

Hm, nach Schweizer Recht wäre das zwei Jahre bedingungslos Knast und Auto weg, oder? 

 

Also würde ich mir vor allem Sorgen machen, ob es an die Schweizer Behörden weitergemeldet wird und was Dich hier erwartet. Zu schnell fahren ist in der Schweiz ja vergleichbar mit Terrorismus. ;) 

 

Ich weiss das Geschwindigkeitsmessungen durch Nachfahren eine "Mindestzeit" des Nachfahrens voraussetzt. 

Auf jeden Fall einen Anwalt nehmen.

 

 

bearbeitet von Thorsten0815
master_p
Geschrieben

Sorry, aber irgendwas stimmt doch an der Geschichte nicht. Du meinst, dass Du maximal 20km/h zu schnell unterwegs warst. Vorgeworfen werden Dir mindestens 51km/h zu schnell - denn erst ab da gibt es 2 Punkte und 2 Monate Fahrverbot. Es gibt ja ohne hinterherfahren schon einen sichtbaren Unterschied von maximal 90 zu 70. oder mindestens 121 zu 70. Wer hier allerdings nicht ganz die Wahrheit erzählt, lässt sich schlecht nachvollziehen. Für mich hört sich aber eher Dein Teil der Geschichte etwas unglaubwürdig an, wenn Dir die Strafe irgendwie auch egal scheint, für Dich aber hauptsächlich zählt, dass die Strafe bloß nicht in der Schweiz bekannt wird. Wenn mir unterstellt werden würde, dass ich mindestens 51km/h zu schnell war und ich mir absolut sicher bin, dass ich maximal 20km/h zu schnell war, dann würde ich nicht in einem Forum posten, ob das in meinem Heimatland bekannt oder gar verfolgt wird. Dann würde ich auch nichtmal (selbst) Einspruch erheben, sondern mich direkt per Anwalt dagegen wehren.

991
Geschrieben

@KatiK82vorgängig hast du doch ein Anhörungsschreiben erhalten. Da hättest du deinen Sachverhalt anmelden können. Beim Bußgeldbescheid hat man nur noch zwei Wochen Zeit um einzusprechen. Du wüsstest schon was auf dich zukommt und hättest dich vorgängig über die Rechtslage informieren können. Bei der Anhörung kann die gesamte Sachlage angefordert werden und einem Anwalt zur Begutachtung vorgelegt werden (Rechtsschutz Versicherung). 

Gr Aldo 

 

Gast GT_MF5_026
Geschrieben

Dem Thread-Eröffner wurde offensichtlich nicht nur der Führerschein fürs Auto entzogen....

ChrisM612
Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb Gast:

Das ganze ist ca um Mitternacht passiert und es handelt sich nicht um ein ziviles Polizeiauto. Ich weiß das es einiger Rahmenbedingungen bedarf, damit dieses Messverfahren gültig ist. Mir geht es allerdings mehr darum ob das Fahrverbot in die Schweiz gemeldet wird und ich auch dort noch mit Konsequenzen rechnen muss. Gegen den Bußgeldbescheid habe ich erstmal wiederspruch eingelegt. Zur Not werde ich dies auch nochmals mit Anwalt tun. Ich musste vor Ort schon etwas unterschreiben. Dort habe ich schon dokumentiert das ich höchstens 90 gefahren bin. Vom schreiben durfte ich weder eine Kopie haben, nich ein Foto machen

Regel No.1 : Niemals vor Ort eine Aussage machen oder gar etwas Unterschreiben.

F40org
Geschrieben

@master_p

Scheint als hättest Du dem TE zu sehr auf den Zahn gefühlt. Schon ist er nur noch "Gast". 

Ultimatum
Geschrieben
Am 16.11.2018 um 07:31 schrieb Gast:

Vom schreiben durfte ich weder eine Kopie haben, nich ein Foto machen

unter diesen Gegebenheiten hätte ich die Aussage und jegliche Unterschrift (zu recht) verweigert!

Caremotion
Geschrieben

Erst jetzt gerade gesehen... wenn ich das richtig verstehe ist er mit 120+ km/h statt 70 km/h gefahren? Sorry, dann würde ich nicht mehr Jammern... für das Messverfahren müssen die Herren einige Zeit nachfahren... 

 

Unachtsamkeit kann ich ja noch verstehen..aber dann fährt man 80 km/h aber mit über 120 km/h ... 

vor 7 Stunden schrieb Ultimatum:

unter diesen Gegebenheiten hätte ich die Aussage und jegliche Unterschrift (zu recht) verweigert!

Ich frage mich gerade wo man hier in der Schweiz keine Kopie bekommt? 

Thorsten0815
Geschrieben

Warum die Formulierung 120+ km/h?  Rechnerisch doch ganz einfach 132 km/h in der 70er. 

Am ‎16‎.‎11‎.‎2018 um 04:56 schrieb Gast:

angeblich in einer 70km Zone Außerorts mit 62 km über Limit gefahren wäre.

Und die Frage blieb unbeantwortet, aber ich vermute mal das ist schon abzüglich der hohen Toleranz beim Nachfahren. ;) 

 

Das ist schon gefährlich nah am Gotthard Raser. Der Arme wird sicher bei der Einreise in die Schweiz schon an der Grenze von einem Sonderkommando verhaftet, vor Ort ohne Betäubung mit dem Raserzeichen auf der Stirn gebrandmarkt und sofort für immer eingesperrt. Das Fahrzeug wird direkt enteignet und zum guten Zweck des Ausbau von elektronisch perfekt überwachten 20er-Zohnen in Bern und Zürich versteigert. Wenn das in die "20 Minuten" kommt, dann helfe Ihm Gott. O:-) 

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tollewurst
Geschrieben

Och Gott, niedliche 62 zu schnell und schon wird er hier als Schwerverbrechen gebrandmarkt. 

Mir zeigt das eigentlich nur wie wenig Leute mit schnellen Autos hier wirklich sind.

 

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      Quelle gmx.net
       
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