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Ferrari 812 Superfast "en détail"


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Ich weiss nicht..ich kann mich irgendwie nicht festlegen... Ich war kürzlich die neue Ducati V4 Speciale ansehen... Von weitem ein Mega Motorrad...sobald sich dann die Emotionen ein bisschen beruhigt haben, sieht man sich die Details an und dann fallen einem halt auch die "schlechte" Verarbeitung auf... Und wir reden von knapp 47 000 Schweizer Franken. Und dann kommen die Fanboys und erklären dir "tja, ist halt ne Italienische Diva"... Warum kann man den nicht beides haben? Optik und Qualität ? Zumal man ja auch nichts günstiges kauft. 

 

Wäre das Bike 2000 Euro, würde ich ne ganz andere Erwartungshaltung haben... Genau so sehe ich das auch bei nem Ferrari..Ich schaue jetzt auch nicht immer wirklich so genau hin..aber sobald mir was auffällt sticht es mir jedes mal ins Auge...bis es mir dann wirklich stört.. 

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Manchmal hat man Glück und kann Ungewöhnliches erleben und tun. So ging’s mir gerade. Auf meine Anfrage „Du hast doch den neuen Ferrari sicher schon. Was meinst Du, darf ich den mal waschen?“ war a

master_p

Was ist denn hier los? Sind die Jünger ausgebrochen!? Ich finde den Beitrag super und habe ihn auch geliked, weil ich ihn überwiegend objektiv gut geschrieben finde. Mag ja jeder sein Geld für Di

michi0536

Also ich würde mir sehr wünschen, dass Ferrari das Qualitätsniveau wieder radikal runterschraubt, mindestens auf 90er Jahre -Standard oder schlechter. Dann würden die enge Karos tragenden Deutschen en

Das kann ich gut verstehen, Caremotion, und ich würde mir so manches Mal bei Ferrari etwas mehr Liebe zum Detail in der Verarbeitung wünschen :)

Dies gerade bei den Preisen, den die Firma für ihre Produkte fordert, denn ein Ferrari ist ja nicht gerade billig - zumindest nach meinen Maßstäben. Bei aller Leidenschaft. 

 

Dennoch wären für mich solche Mängel in der Verarbeitung bei einem Ferrari kein "deal-breaker" (wie es so schön neudeutsch heißt), aber bei jedem anderen Auto schon ^_^ 

 

Daher wäre ich beim Koenigsegg, einem Auto, das für mich in puncto technischer Brillanz den Mount Everest der Automobiltechnik darstellt, etwas mißtrauisch bezüglich der Qualität - so ich mir denn einen leisten könnte. :D

Dabei muß ich allerdings gestehen, noch keinen Koenigsegg je live gesehen zu haben, so daß ich nicht weiß, ob das angebliche Qualitätsproblem dort wirklich eines ist ^_^

Es ist nur so, daß des Koenigseggs Konkurrent aus dem Elsaß, der Bugatti Chiron, in puncto Verarbeitung und Materialqualität keinerlei Wünsche offenläßt (soweit ich das beurteilen kann), auch wenn er vom technischen Konzept etwas weniger außerordentlich als der schnelle Schwede sein dürfte. Die Preise für beide Fahrzeuge sind zugegebenermaßen auch, vergleicht man sie mit denen für Ferrari, noch einmal eine ganz andere Hausnummer... :)

 

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Ich bin ja bekanntermaßen kein so großer Freund der modernen Ferraris.

 

Aber solange sie wirkliche Traumwagen, jene unwirklichen Wesen aus der vielzitierten höheren, besseren, schöneren Welt sind, solange sie sich nicht mit einem bürgerlichen Sportwagen wie einem Porsche oder Mercedes messen wollen, solange ist mir die Verarbeitung nicht wirklich wichtig. Ein Ferrari sollte außerhalb dieser im Alltag völlig berechtigten, technizistsisch geprägten Verbrauerzentralen-Mentalität stehen, bei ihm dürfen Verkleidungen schief eingepaßt sein und der Lack nicht dem eines Macan entsprechen. Und natürlich muß ein Ferrari rosten, wenn man mit ihm im Winter zum Supermarkt fährt. Denn dafür sollte er einfach nicht geschaffen sein.

 

Und wenn ich mich an die grottenschlechte Verarbeitung der frühen, wunderbaren Lamborghinis erinnere, die schon ab Werk rostenden Schweller der großen Aston Martin Vantages, an das wellige Blechdach unterhalb des Vinylüberzuges beim hinreißenden Jagaur XJ Coupé, dann wird mir klar, daß ein echtes Traumauto nicht gut verarbeitet sein darf.

Diese bürgerliche Perfektion macht es viel zu real, viel zu weltlich, viel zu profan.

 

Und wenn ich perfekte Verarbeitung, zuverlässige Technik, sinnvolle Rostvorsorge und exakt eingepaßte Türpappen brauche, dann kaufe ich mir einen Porsche. Aber der stammt eben nicht aus dieser höheren, besseren, schöneren Welt.

 

Bürgerliche Grüße, Hugo.

 

 

 

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Es ist sehr schön was Sie dort schreiben aber wir leben ja doch in einer (manchmal leider) modernen Welt, in der auch solche Autos, von denen Sie ober erzählten eine dem Preis angemessene Verarbeitung und akzeptable Endfertigung haben sollten.

Da gehe ich mit @Caremotion konform, dass mich so etwas auch sofort stören und ärgern würde, denn ein Ferrari ist zumindestens für mich noch immer etwas außergewöhnliches und muss neben den überbordenden Emotionen eben auch der Rest für diesen Preis besitzen.

 

Nachdenkliche Grüße

S.R.

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All das worüber sich hier aufgeregt wird ändert doch gar nichts an dem Ferrari. Ich bin das Auto einen Tag lang gefahren und habe keinen Mangel gesehen. Ja, weil ich nicht danach gesucht habe sondern mich daran erfreut habe.

Wie frustriert muss man also sein bei einem so schönen Erlebnis nach den schlechten Dingen zu suchen? Oder geht Ihr ins 3 Sterne Restaurant und konzentriert euch auf den eventuellen kleinen Fehler? 

Mein Ferrari sollte genau wie jeglicher Luxus Genuss sein, da stören diese kleinen Fehler nicht denn das Gesamtkunstwerk ist viel zu groß.

Ich habe vor einiger Zeit ein schönes Wort gelernt: Grundfrustration

Diese scheint bei vielen Leuten heute vorhanden zu sein.

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Thorsten0815
vor 2 Stunden schrieb hugoservatius:

Und wenn ich perfekte Verarbeitung, zuverlässige Technik, sinnvolle Rostvorsorge und exakt eingepaßte Türpappen brauche, dann kaufe ich mir einen Porsche. Aber der stammt eben nicht aus dieser höheren, besseren, schöneren Welt.

Schon mal im 918 gefahren? Sehr emotional und dem Klischee der Diva entsprechend innen Verarbeitet....

Wobei man anführen muss: Alles musste leicht sein was innen verbaut wurde.

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vor 1 Stunde schrieb tollewurst:

All das worüber sich hier aufgeregt wird ändert doch gar nichts an dem Ferrari. Ich bin das Auto einen Tag lang gefahren und habe keinen Mangel gesehen. Ja, weil ich nicht danach gesucht habe sondern mich daran erfreut habe.

Wie frustriert muss man also sein bei einem so schönen Erlebnis nach den schlechten Dingen zu suchen? Oder geht Ihr ins 3 Sterne Restaurant und konzentriert euch auf den eventuellen kleinen Fehler? 

Mein Ferrari sollte genau wie jeglicher Luxus Genuss sein, da stören diese kleinen Fehler nicht denn das Gesamtkunstwerk ist viel zu groß.

Ich habe vor einiger Zeit ein schönes Wort gelernt: Grundfrustration

Diese scheint bei vielen Leuten heute vorhanden zu sein.

 

Nun, bei mir ist auch eine Grundfrustration vorhanden - das wird sich auch nie ändern (lassen) - aber dennoch sind die Maranellesen für mich wirklich der Abglanz eines besseren Universums, wie ich es auch schon sagen wollte.

 

Nur manche Verarbeitungsmängel wirken auf mich, sagen wir mal, ein wenig lieblos. Das ist etwas, was ich beim Umgang mit Ferrari, noch dazu von seiten derer, die diese Kunstwerke erschaffen, absolut nicht verstehen kann.

Wenn ich bei Ferrari arbeiten dürfte, würde ich jedesmal jammern und knatschen,  wenn eins meiner "Kinder" die Werkshallen verließe und in die Welt hinaus zöge... :(

 

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Am 9.6.2018 um 16:01 schrieb GT_MF5_026:

Wer solche Stammtischlogik vertritt, disqualifiziert sich selbst. Und zwar nicht nur in Bezug auf Qualität und Design. Zudem hat er den Sinn eines Forums, nämlich die Diskussion und den Austausch, schlicht nicht begriffen. Zumindest kann niemand Philippika vorwerfen, sein Name sei nicht Programm... 

 

Und nebenbei: 806 ist nicht nur ein Wiesmannfahrer. Er ist auch Ferrari-Fahrer. Im Gegensatz zu wohl 99 % der Forenmitgliedern (inkl. mir) sass er nämlich am Lenkrad eines 812 Superfast. Was qualifiziert wohl mehr, über ein Auto zu schreiben, als wenn man es auch gefahren ist???

 

Da hast Du Dir aber richtig Mühe gegeben. Dazu nur so viel - es gibt Dinge, welche genügend aussagekräftig über deren Besitzer und auch deren Designverständnis sind. Da hilft auch der Besitz von anderen, vielleicht weniger aussagekräftigen oder gar eher positiv zu wertenden Dingen nicht. 

Diese negativ aussagekräftigen Dinge gibt es in sämtlichen Bereichen - beispielsweise auch gewisse Uhren, Kleidung, Ferienorte, Häuser, Literatur oder auch die Verwendung von multipler Interpunktion. ?

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Thorsten0815
vor 11 Stunden schrieb Philippika:

negativ aussagekräftigen Dinge

Und wer verantwortet die Definition was negativ, oder positiv aussagekräftige Dinge sind?

Aufgrund welcher Qualifikation?

 

Wofür ist eine Klassifizierung von Menschen anhand ihrer Besitztümer überhaupt wichtig?  

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vor 13 Stunden schrieb tollewurst:

denn das Gesamtkunstwerk ist viel zu groß


Damit redest Du aber die Lackqualität nicht schön - und die sollte bei aller Liebe doch besser hinzubekommen sein, als auf dem Bild zu sehen.
Die Innenverkleidung - nunja, ansprechen kann man das schon, ist ja deutlich sichtbar und fällt damit auf auch ohne lang zu suchen.
 

Dass es dann solche Formen annimmt, eine Grundfrustration unterstellt zu bekommen... ;)

Ich erkenne hier doch eher eine Grundfrustration bei der "Mami, der hat was an einem Ferrari kritisiert, der darf das nicht!" Fraktion.


Er hat ja nicht gesagt, dass ein BMW aus Garching kein Sportwagen ist - dann wäre die Aufregung ja gerechtfertigt. ;)


Viele Grüße,
Eno.

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vor 14 Stunden schrieb Philippika:

Da hast Du Dir aber richtig Mühe gegeben. Dazu nur so viel - es gibt Dinge, welche genügend aussagekräftig über deren Besitzer und auch deren Designverständnis sind. Da hilft auch der Besitz von anderen, vielleicht weniger aussagekräftigen oder gar eher positiv zu wertenden Dingen nicht. 

Diese negativ aussagekräftigen Dinge gibt es in sämtlichen Bereichen - beispielsweise auch gewisse Uhren, Kleidung, Ferienorte, Häuser, Literatur oder auch die Verwendung von multipler Interpunktion. ?

Sorry, aber auch jetzt mit neuem Username werden deine Beiträge nicht weniger herabsetzend, beleidigend und bewertend. Noch immer Frage ich mich was du in einem Carpassion Forum damit bezwecken willst. Bin gespannt wann der erste nützliche Input kommt. :D Den gab es unter dem alten Username schon nicht und ich mache mir jetzt auch wenig Hoffnung.

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vor 3 Stunden schrieb Eno:

Dass es dann solche Formen annimmt, eine Grundfrustration unterstellt zu bekommen... ;)

Ich erkenne hier doch eher eine Grundfrustration bei der "Mami, der hat was an einem Ferrari kritisiert, der darf das nicht!" Fraktion.

Doch, ohne irgendjemandem zu Nahe zu treten, an der Grundfrustration muss schon irgendwas dransein, im Bezug auf Leidenschaft für Autos. Wenn man schon soviel Zeit mit einem so aussergewöhnlichen Auto verbringt, muss man als Petrolhead doch jede Sekunde der eigenen Lebenszeit und der des Autos mit Fahren und artgerechter Nutzung des Sportwagens verbringen und nicht mit Rumkrabbeln im Kofferraum und mit Bearbeitung von dort gemachten Bildern. Dass man ein Fahrdynamik-Video von der Nordschleife nachbearbeitet, online stellt, und dann die Fahreigenschaften kritisch diskutiert wäre ja echte carpassion, aber jetzt mal ehrlich: Die Finanzbeamtennummer mit Fotos von schiefen, nicht sichtbaren Innenraumteilen ist doch genauso, wie wenn jemand im Rotlichtforum einen kritischen Bordellbesuch macht, die dargebotenen Damen dort nicht anrührt und dann seitenlang Bewertungen und rot markierte Fotos über die Teppichqualität und deren Verlegung auf den Liebeszimmern postet. Da stimmt doch was nicht....:D

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AC/DC_Gallardo
vor 20 Minuten schrieb michi0536:

wie wenn jemand im Rotlichtforum einen kritischen Bordellbesuch macht, die dargebotenen Damen dort nicht anrührt und dann seitenlang Bewertungen und rot markierte Fotos über die Teppichqualität und deren Verlegung auf den Liebeszimmern postet.

 

Nein, der Vergleich hinkt, da der Markus nicht die Garage (also das Äquivalent zu deinen Teppichen) sondern schlechte Details am Auto aufgezeigt hat. Um bei deiner Dame zu bleiben, das schaut auf den Bildern (wurde da evtl sogar Photoshop zu Hilfe gezogen?) ganz anders aus, die Realität kann nicht halten, was die Bilder versprechen.

Ich kenn mich mit den Teppichen in Bordellen allerdings nicht im Detail aus, vielleicht kann mich da jemand aufklären :lol:

 

 

Wieso soll ein 300000 Euro Ferrari schlecht verarbeitet sein dürfen?

 

Was hier die Fanboys wieder komplett ausblenden, der Fahr- und Emotionsbericht von Markus liest sich traumhaft, er hat dann noch einige Details angefügt, was er nicht so toll findet.

Und wisst ihr was? GENAU DAS gehört zu einem Fahr- und Testbericht dazu.

 

Sind nicht genau die Jammerer hier diese, die sonst immer lautstark herausposaunen, dass sie nicht die ewigen auf-die-Schulter-Klopfer seien und das auch mal etwas kritisches, freie Meinung bla bla bla etc. dazugehört?

 

Genau dies hat 806 hier nachvollziehbar und detailreich getan, das Positive sowie auch das Negative.

 

 

Gruss

 

Roman

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vor 33 Minuten schrieb michi0536:

dargebotenen Damen dort nicht anrührt und dann seitenlang Bewertungen und rot markierte Fotos über die Teppichqualität und deren Verlegung auf den Liebeszimmern postet

Gibt es tatsächlich, und wird gemacht, wie bei Amazon Produktbewertungen... also... hab hab ich gehört. ;)

 

Wahrscheinlich amüsiert sich 806 grad über die Diskussion hier.
Ich habe den Eindruck, dass ein Nennen der offensichtlichen Verarbeitungsmängel durch Einige nicht hingenommen wird und dann auf die handfeste Dokumentation das Übliche kommt: Wärst mal lieber gefahren, artgerecht natuerlich, Gesamtkunstwerke kritisiert man nicht, usw.

Grad ein Achten auf diese Details ist interessant, wenn ich Lobhudeleien übers Fahrwerk lesen will, kann ich den Ferrari Werbeprospekt lesen. ;)


Dieser super Artikel wird deshalb hier so zerredet, das ist schade.

Gruß,
Eno.

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vor 32 Minuten schrieb Eno:

Wahrscheinlich amüsiert sich 806 grad über die Diskussion hier.

Das hoffe ich sehr, wir sind hier alle zum Spass unterwegs. Und Beiträge, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutiert werden sind für mich die besten.

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Die Mängel sind in meinen Augen hält keine Mängel. Es zählt für mich zum Charakter. Ich mag auch Narben im Leder. Heute ein unvorstellbares Manko.

Was macht es so schlecht wenn der Spalt der Verkleidung nicht mega genau ist? Sie hängt ja nicht lose von der Decke. Und die Kunststoffteile in der Tür sind doch nur Abdeckungen die eh nie einer sieht.

Und was den Lack betrifft wird immer gemeckert aber bei welchem Auto ist das denn wirklich besser?

Wir sprechen immer noch von einer Kleinserie.

Das Bordwerkzeug benutzt eh keiner. Der Vorteil ist den Plastikkasten klaut auch keiner.

Und bevor man über das Leder meckert mal eine Frage, wer von Euch hat einen Ferrari schon über 100.000km gefahren und kann zum Verschleiß etwas sagen? 

Ich hatte noch keine Qualitätsprobleme mit dem Leder, selbst bei alten die ja angeblich noch viel schlechter waren.

und ich wette in einem Porsche finde ich auch solche Mängel.

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AC/DC_Gallardo
vor 27 Minuten schrieb tollewurst:

Was macht es so schlecht wenn der Spalt der Verkleidung nicht mega genau ist? Sie hängt ja nicht lose von der Decke.

 

Das ist natürlich immer eine Wertungsfrage. Ich halte das immer so, wenn etwas gemacht wird, solls richtig gemacht werden. Oder in diesem Fall, wenn etwas dran ist, solls auch richtig dran sein.

Wenn ein Teil gerade sein soll und vielleicht sogar mit einem anderen Teil fluchten soll, dann soll es auch genau so hingebaut sein, wies gedacht war.

Das ist für mich auch Wertschätzung dem Kunden gegenüber.

 

Ich rotz das Teil irgendwie hin, weil mir der Kunde scheissegal ist.

 

oder

 

Ich geb mir Mühe, bau alles gerade zusammen wie es sein sollte und es sieht schön aus - weil mir de spätere Besitzer, welcher dafür bezahlt hat, wichtig ist.

 

 

Und genau in den Details sieht man, wie wichtig die Geldgeber den Herstellern sind.

 

 

Gilt übrigens auch im Rest des Lebens ;)

 

 

Übrigens, unser Wagen aus der Nähe der Ferrari-Heimat ist auch mit Hilfe aus dem Norden keinesfalls besser. Aber ich kenne diese Mängel und stehe dazu. Ich kann damit leben, da das emotionale Erlebnis überwiegt. Aber ich sehe es als das, was es ist, nicht sauber gearbeitetes Handwerk. Resp. teilweise auch Roboterwerk...

 

 

 

Roman

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nero_daytona

Das Leder im 991 ist definitiv von schlechterer Qualität als in jedem Ferrari.

 

Und mir persönlich ist in 20 Jahren Ferrari noch kein Verarbeitungsmangel negativ aufgefallen. Warum? Weil nach der Fahrt das Grinsen im Gesicht keine negativen Gedanken zulässt:-))!

Wenn dem nicht so sein sollte dann wären wir wieder beim Stichpunkt Grundfrustration bzw. Etwas das ich mir nicht leisten kann wird zerredet.

 

Ich bin mir sicher der Bericht eäre anders formuliert worden wenn der Herr 806 Besitzer des Superfast wäre.8-)

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Auf der Hand liegende Mängel ist ja kein zerreden - und was sich wer leisten kann, spielt diesbezüglich so gar keine Rolle. Dann dürften Autojournalisten ja keine Zeile...

Der V8 bei 8,5k U/min erzeugt bei mir auch ein Grinsen, was keine negativen Gedanken zulässt, aber wenn ich an so Dinge, wie Pleuellagerschalen denke, ärgert mich das. Genau, wie mich ärgern würde, wenn die Lackqualität vorn rechts darauf schließen lässt, dass der Lackierer an dem Tag keine Lust hatte.

 

Aber mir wird klar, wie Aussagen ala: "Wir haben noch nicht ausgelotet, wieviel unsere Kunden bereit sind zu zahlen" zustandekommen.
Offenbar könnten Sie noch eine ganze Schippe drauflegen - oder an der Qualitätssicherung noch eine Menge sparen.

Was das Leder angeht: Das beste Leder hatte ich im E36 (gebaut in den 90ern) - übrigens auch mit Struktur und Narben, sowohl das des E46 (um die Jahrtausendwende) als auch das des E92 (bis 2013) kommen von der Materialanmutung nicht heran, da "zu glatt / ohne Struktur" bzw. dünn. Was das angeht, bin ich ganz bei @tollewurst - Leder als Naturprodukt darf und soll eine Struktur aufweisen. (Die Nähte dürfen dann aber sauber gearbeitet sein) ;)

 

Gruß,
Eno.

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vor 35 Minuten schrieb nero_daytona:

Ich bin mir sicher der Bericht eäre anders formuliert worden wenn der Herr 806 Besitzer des Superfast wäre.8-)

...oder wenn der eigentliche Eigentümer gewusst hätte, dass sein Auto anstatt nur Gewaschen nun als öffentlicher Negativ-Internetstar hergenommen wurde......:D

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vor 4 Minuten schrieb Eno:

Leder als Naturprodukt darf und soll eine Struktur aufweisen. (Die Nähte dürfen dann aber sauber gearbeitet sein) ;)

Genau da fängt es an. Autoleder sind heute alle geprägt für eine gleichmäßige Struktur.

Wir haben zu Hause ein Sofa das so gemacht wurde wie wir es wollten. Die Kissen sind von Hand gefüllt und „knautschig“. Die Nähte sind schön aber eben von Hand genäht, also nicht perfekt. Das Keder ist lediglich gefärbtes naturgenarbtes Anilinleder.

Erster Kommentar vom

Besuch: Das ist ja scheiß Qualität, das Leder sieht ja nicht gleich aus und da ist gar keine Schutzschicht drauf. Das gibt ja sofort Flecken. Und die Kissen bleiben auch nicht in Form.

 

Definiert Qualität. Für mich ist das Sofa perfekt. Es lässt die Materialien so wie sie sind. Es ist so nah wie möglich am Ursprung, es ist authentisch.

Es bekommt sofort Flecken aber das gehört dazu. Dafür fühlt es sich fantastisch an und ist Sau bequem. 

 

Oder Wein. Jede Flasche schmeckt einen Hauch anders, von Jahrgängen ganz zu schweigen. Trotzdem ziehe ich einen so schwankenden Wein jedem immer gleich schmeckenden vor.

 

Ähnlich beim Ferrari. Alle Teile sind mit Leder bezogen, bis in jede Ecke. Und sie werden von Hand bezogen, klassisch wie früher. Bei anderen Automobilisten wird es mittlerweile gepresst damit es immer gleich ist.

Wenn da jemand beim Beziehen zu viel mit Hitze arbeitet kann es sich verziehen. Oder eine Überlappung ist falsch gesetzt schon passt der Spalt nicht. Das ist eben das Manuelle was einfließt und was es für

mich liebenswert macht.

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AC/DC_Gallardo
vor 44 Minuten schrieb michi0536:

...oder wenn der eigentliche Eigentümer gewusst hätte, dass sein Auto anstatt nur Gewaschen nun als öffentlicher Negativ-Internetstar hergenommen wurde......:D

 

1) Vielleicht weisst du es, ich weiss es nicht, obs der Besitzer einfach weiss und schon immer gewusst hat?

 

2) Deine Pauschalaussage von negativem Internetstar zeigt deine verzerrte Optik. Mit diesem Auto wurde ein toller, emotionaler Fahrbericht geschrieben. Dazu gibt es eine objektive Einschätzung (mit Dokumentation!) einiger Details.

 

 

Roman

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Handarbeit muss ja nicht immer heissen, dass man mit Qualitätsverzicht rechnen muss. Wenn es danach geht, würde ein neuer Rolls Royce oder Bugatti doch ähnlich abschneiden (oder tun sie es vielleicht? :D ).....
 

Bei manchen Fehlern sehe ich auch ehr das Problem in der Qualitätskontrolle am Ende der Produktion. Wie bei einem Freund von mir. Da wurde sein neuer 458 Speciale zum Händler geschickt.....schön in rosso scuderia. Nur fällt dann plötzlich dort dem Kunden!! auf, dass die Frontschürze in rosso corsa ist. Das war der Knaller.....ein riesen Stress, weil es keiner gewesen sein wollte. Das Werk schob es auf den Händler, der Händler auf das Werk. Am Ende wurde es offiziell geklärt, damit es beim Verkauf nicht heisst, es ist ein Unfallwagen.

 

Man hat ehr das Gefühl, dass es denen dort im Werk egal ist. Da wird der bescheidene Lack einfach als passend abgehakt.....oder die schlecht montierte Verkleidung. Keine Nachbesserung mehr...

 

Kann man es besser, aber will einfach nicht?

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vor 22 Stunden schrieb hugoservatius:

Ich bin ja bekanntermaßen kein so großer Freund der modernen Ferraris.

 

Aber solange sie wirkliche Traumwagen, jene unwirklichen Wesen aus der vielzitierten höheren, besseren, schöneren Welt sind, solange sie sich nicht mit einem bürgerlichen Sportwagen wie einem Porsche oder Mercedes messen wollen, solange ist mir die Verarbeitung nicht wirklich wichtig. Ein Ferrari sollte außerhalb dieser im Alltag völlig berechtigten, technizistsisch geprägten Verbrauerzentralen-Mentalität stehen, bei ihm dürfen Verkleidungen schief eingepaßt sein und der Lack nicht dem eines Macan entsprechen. Und natürlich muß ein Ferrari rosten, wenn man mit ihm im Winter zum Supermarkt fährt. Denn dafür sollte er einfach nicht geschaffen sein.

 

Und wenn ich mich an die grottenschlechte Verarbeitung der frühen, wunderbaren Lamborghinis erinnere, die schon ab Werk rostenden Schweller der großen Aston Martin Vantages, an das wellige Blechdach unterhalb des Vinylüberzuges beim hinreißenden Jagaur XJ Coupé, dann wird mir klar, daß ein echtes Traumauto nicht gut verarbeitet sein darf.

Diese bürgerliche Perfektion macht es viel zu real, viel zu weltlich, viel zu profan.

 

Und wenn ich perfekte Verarbeitung, zuverlässige Technik, sinnvolle Rostvorsorge und exakt eingepaßte Türpappen brauche, dann kaufe ich mir einen Porsche. Aber der stammt eben nicht aus dieser höheren, besseren, schöneren Welt.

 

Bürgerliche Grüße, Hugo.

Ein sehr schöner Beitrag,

 

Wobei auch ein Porsche so unzuverlässig wie ungewöhnlich sein kann.

 

Kurz ein paar Worte zum 812 Superfast.

 

Ferrari bietet für jedes Fahrzeug unzählige Personalisierung, natürlich auch in Sachen Leder. Ich bin schon in einem 488 mit Goldchrom Sitzen gesessen, echtes Chromleder selbstredend.

 

Diese Individualisierung ist möglich weil der Wagen größtenteils handgefertigt ist.

 

Das Interieur der modernen Ferraris ist für mich ein echtes Highlight.  Perfekte Ergonomie, das Design sportlich progressiv, fahrerorientiert und nicht effektheischend. Chromringe und Uhrensammlung brauch ich persönlich ebenso wenig wie Lüftungsdüsen im "Diamantschliff Design" wie im neuen Continental GT.  

 

Ich bin froh, daß sich Ferrari diese Peinlichkeiten erspart.

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