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Gast czihak

Erfahrungen mit einem Ferrari in der Öffentlichkeit

Empfohlene Beiträge

xj6coupe
Geschrieben (bearbeitet)

....seit 2013 fahre ich den F 355 GTS (allerdings in schwarz) regelmässig, aber nie in der Stadt. Ausser in genau einer einmaligen Situation, in der eine Frau auf dem Fahrrad fahrend den Kopf geschüttelt hat (glaube wegen dem Ferrari) - habe ich wenn nur positive Reaktionen erhalten.

 

Das beinhaltet aber auch „vorbeirollen“ an Fussgängern/Radfahrern und Siedlungen, repektive Häusern. Die Diva darf sozusagen nur auf freier Wildbahn Ihre Lebenslust hinausposaunen. 

 

Gruss aus dem Allgäu

Gert:)

bearbeitet von xj6coupe
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chip
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb caval lino:

Seit ein Jahr darf ich behaupten dass ich ein edel Marke fahren bin, eine nette Dame Fragte mich : Sind Sie ein Bordel besitzer !!!

Vielleicht war sie auf der Suche nach einem Job  :D

  • Gefällt mir 2
  • Haha 9
Hotti D
Geschrieben
Am 23.4.2018 um 13:22 schrieb san remo:

Farbe Gelb, ist zwar nur der Schrebergarten Ferrari 348 aber schon auffallend und seit dem Kauf sehr viele schöne Gespräche, Fotos, Daumen hoch, winken usw.

Nur einmal bei unserer Tausend Kehren Tour hatt ein Belgier vor der Mautstelle am Timmelsjoch irgendwas gerufen und dumme Zeichen gemacht, schade zu spät gesehen.

Oder, wie würde hier wohl @Hotti D sagen, danach wurden wir dann Freunde:D.

 

Grüße aus der Mittagspause

 

Herzlichst

 

S.R.

Was du so von mir denkst  san remo  reicht meistens wenn ich aussteige und böse gucke

 

Grüße vom Hotti   noch ohne ferrari

  • Haha 1
Maadalfa
Geschrieben

Ich habe keine Erfahrungen mit Reaktionen aus der Öffentlichkeit. Ich fahre so schnell und hochtourig an den Leuten vorbei, dass ich sie weder sehe noch höre ?

  • Gefällt mir 5
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fridolin_pt
Geschrieben

Die nächste Ausfahrt ist gesichert. :D

Spyderman
Geschrieben

"Lächeln" und "Daumen hoch" sind die bisherigen Erfahrungen mit der ansonsten doch recht neidischen Gesellschaft in Deutschland. :-))!

 

Zwei mehrtägige Urlaube mit anderen Ferraristi in Norditalien können die angebliche "italienische Freude" an Ferraris aber nicht bestätigen. Da haben wir eher eine Art Gleichgültigkeit feststellen müssen. Schade eigentlich ... :huh:

Gast
Geschrieben

In habe den Eindruck, dass es in Italien eine Rolle spielt, ob es ein Klassiker ist, oder ein modernen Supersportwagen. Bei den Modernen teile ich Deinen Eindruck.

Markus Berzborn
Geschrieben (bearbeitet)

Alte Ferraris sind ja auch nun mal schöner und interessanter als neue.

Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Ob in Italien oder hierzulande. :)

 

Gruß

Markus

bearbeitet von Markus Berzborn
  • Gefällt mir 1
caval lino
Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb chip:

Vielleicht war sie auf der Suche nach einem Job  :D

Du briengst mich auf eine idee :lol::lol:

locodiablo
Geschrieben

Hier mal wieder was aktuelles zum Thema....solche Mitmenschen mag ich ganz besonders - ich hoffe eines Tages mal einen zu erwischen.

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Irix
Geschrieben

In Wuerzburg und Umgebung war ein/mehere Autolackkratzer am Werk. Mehr als 1000 Autos wuerde Beschaedigt (immer ringsum).  Von mir hat er 2 Autos erwischt.

 

Gruss

Joerg

winni_328
Geschrieben

Bisher habe ich eher neutrale bis positive Erfahrungen gemacht.

Manchmal kam es vor, dass man mich auf der Landstraße vorbeigelassen hat. Das lag aber sicher nicht am Abstand zum Vordermann. Da achte ich drauf, ich mag es auch nicht wenn jemand hinter mir klebt und das Nummernschild schon nicht mehr zu erkennen ist.

 

Auch gerade Kinder haben immer den 'Boah ein Ferrar'-Blick.

 

Grüße,

Winfried
 

  • Gefällt mir 1
K-L-M
Geschrieben
Am 22.4.2018 um 21:40 schrieb Gast czihak:

vieleicht liegt es am münchner raum........sind alle verblödet hier.

meinen alle wunder was sie sind

Diese Aussage und Sport Modus in der Stadt!

 

Entschuldige, Dich möchte ich auch nicht in meiner Nähe haben!

 

Gerade in München, egal mit welchem Supersportwagen seit 20 Jahren keine Probleme. 

 

 

  • Gefällt mir 10
E12
Geschrieben

Hatte auch mit Sportmodus und anderer AGA keine Probleme in München, zumindest nicht mit der "ordnungsmachlosen" Bevölkerung.

GT_MF5_026
Geschrieben

Das Problem der Ferraristi ist, das gut die Hälfte das Auto wegen des Image/Prestige kauft. Und das wiederum funktioniert nur, wenn man auch wahrgenommen wird. Um dies zu erreichen, muss man sich bemerkbar machen und das ist bei einem Ferrari mittels Motorengeräusch denkbar einfach. Mit schöner Regelmässigkeit werde ich Zeuge solchen Verhaltens.

 

Umgekehrt mögen nicht alle Bürger Aufmerksamkeit heischende Fahrer von Luxuskarossen, was zwangsläufig zu Konflikten führt. Und ganz besonders dann nicht, wenn sich der Wagenführer rücksichtslos verhält. So werden die Halter einzelner Marken zwangsläufig über Clichées "abgestempelt". Der, der einfach Freude an seinem Sportwagen hat, wird in denselben Topf geschmissen wie der, der Freude daran hat, mit seinem Sportwagen zu protzen.

 

Während 7 Jahren besass ich insgesamt 4 Ferraris. Die ersten beiden in Rot und dann in Grau. Rot polarisierte viel mehr. Bei den Roten (355 und 360) waren meine Erlebnisse für mich so negativ, dass es zum Farbwechsel kam. Am diskretesten war der 550 in grigio titanio; hier gibt es nur positive Erfahrungen zu berichten. Der 430 in grigio silverstone ging so 50:50 durch.

 

Meine Frau jedenfalls weigerte sich aufgrund der Erfahrungen, mit den Roten überhaupt mitzufahren.

 

Mit den McLaren ist das ganz anders. Viele kennen die Marke gar nicht. Somit können sie auch keine negativen Erfahrungen koppeln. Kommt hinzu, dass die Marke deutlich weniger Prestige hat und folglich aus echter Begeisterung für das Produkt und nicht wegen der Auswirkung gekauft wird, was sich dann im Verhalten des Fahrers niederschlägt.

 

Übersetzt auf die Ausgangsfrage heisst das: In D und der CH muss man grundsätzlich von einer Neidgesellschaft ausgehen. Luxusgüter sind also von Grund aus negativ belastet. Wird damit auch noch geprotzt, kumuliert sich das Ganze und Neid kann in Hass umschlagen. Hier sind Prestige-Marken wie Lamborghini und Ferrari grundsätzlich gefährdeter als z.B. Aston Martin oder McLaren.

 

Interessant ist auch, wie gerade die Filmindustrie die Clichée bedient. Der Gentleman James Bond fährt nie Ferrari. Der coole, flapsige Miami Vice Detektiv dagegen schon. In Hollywood-Produktionen, in denen die Prostitution sichtbar ist, stehen oft Lamborghini und Ferrari vor dem Haus.

 

Letztes Wochenende habe ich mit einem Marketing-Verantwortlichen von McLaren unterhalten. Eigentlich würde man gerne ein Product Placement in einem Kinofilm machen, hat aber bisher noch kein geeignetes, zur Marke passendes Projekt gefunden...

  • Gefällt mir 7
F40org
Geschrieben

Mir wäre ein roter Ferrari auch zu auffällig.

  • Haha 5
littlemj
Geschrieben

Gelb ist natürlich viel dezenter :lol:

  • Gefällt mir 2
  • Haha 1
nero_daytona
Geschrieben

Nie Probleme gehabt, nur positive Reaktionen von passiven Daumen hoch bis zu aktivem Fensterrunterkurbeln und „Tolles Auto!“ Kommentaren.

 

Ganz im Gegensatz zum 911: Der scheint die Neidhammel magisch anzuziehen Lustigerweise :D

  • Gefällt mir 3
Erthowa
Geschrieben

Bisher hatte ich im roten Ferrari keine anderen negativ Erfahrungen, wie im schwarzen Smart.

Liegt vielleicht daran, dass ich mein Verhalten nicht ändere, wenn ich in ein anderes Auto steige.

Wer seine Person, über sein Auto in Szene setzen muss um wahrgenommen zu werden..... In meinen Augen eher fragwürdig.

Grüße aus dem Allgäu

Thomas

 

  • Gefällt mir 7
san remo
Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb GT_MF5_026:

Das Problem der Ferraristi ist, das gut die Hälfte das Auto wegen des Image/Prestige kauft

Was denn eigentlich sonst, gibt es auch ehrwürdige Motive wie: Unterstützung der italienischen Industrie, nur an der Technik interessiert, eigentlich bin ich Rennfahrer und deshalb der Wagen etc.?

Was soll das,  ich finde die Autos toll, ich mag es wenn die Leute den Kopf drehen, die knalligen Farben, das Fotografiert werden und ich kann ihn mir leisten, also auch das Presige. (jedenfalls die anderen können das, äh der 348er:cry: na gut).

Bevor Ihr jetzt sofort entrüstet seit, ich weiß hier schreiben nur die Technik Freaks, Rennfahrer, Wegducker und heimlich in der Nacht Fahrende.

 

S.R.

  • Gefällt mir 1
  • Haha 11
erictrav
Geschrieben
vor 52 Minuten schrieb san remo:

Was soll das,  ich finde die Autos toll, ich mag es wenn die Leute den Kopf drehen, die knalligen Farben, das Fotografiert werden und ich kann ihn mir leisten, also auch das Presige.

Es gibt auch Leute, die kaufen sich so einen Karton zum Fahren.

Wie in diesem Forum auch ausführlich bebildert.

 

  • Gefällt mir 4
Erthowa
Geschrieben (bearbeitet)
vor 13 Minuten schrieb erictrav:

Es gibt auch Leute, die kaufen sich so einen Karton zum Fahren.

Genau dafür hab ich meine Autos :lol:

ist ja auch der bestimmungsgemäße Gebrauch eines Kraftfahrzeugs.

 

bearbeitet von Erthowa
  • Gefällt mir 4
TommiFFM
Geschrieben

Bin einfach zu arm für ein ordentliches Auto, also fahr ich halt nolens volens einen Ferrari :(.

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Erthowa
Geschrieben (bearbeitet)

@TommiFFM   

Armut ist keine schande.;)

Liebe Grüße aus dem Allgäu

Thomas

bearbeitet von Erthowa
  • Haha 1
san remo
Geschrieben
vor 20 Minuten schrieb erictrav:

Es gibt auch Leute, die kaufen sich so einen Karton zum Fahren.

Wie in diesem Forum auch ausführlich bebildert.

Pardon, diesen Bewegrund  hatte ich natürlich vergessen, ich fahre übrigens auch sehr gerne um die vier Ecken, so oft ich kann auch mit dem "Gelben Wunder".

 

Herzlichst

S.R.

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      Seit dem Kauf sind nun bald sechs Jahre vergangen und ich habe ihn immer noch. Mittlerweile habe ich knapp 7‘000km auf dem Tacho und darf behaupten, nie grössere Probleme damit gehabt zu haben. Jede Fahrt mit diesem Auto ist wirklich ein Erlebnis und eine besondere Herausforderung; dies ist auch der Grund, warum ich nicht viel damit fahre. Einfach so eine kurze spontane Tour macht man damit nicht, eine Ausfahrt mit diesem Auto will geplant sein. Wie erwähnt, handelt es sich beim XJ220 um ein nahezu ungezähmtes Gruppe-C-Rennauto mit Strassenzulassung, die man irgendwie so hingekriegt hat. Die Bezeichnung „Rennwagen für die Strasse“ trifft bei keinem anderen Auto so zu wie beim XJ220, auch wenn dessen Optik und vor allem das Interieur etwas anderes vormachen. Ein F40 fährt sich im Vergleich dazu unkompliziert wie ein 348.
       
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      Ein bekanntes Problem, über welches viele Tester berichteten, sind die Bremsen: Es ist nicht so, dass diese unterdimensioniert wären, ganz im Gegenteil. Diese stammen nämlich auch direkt aus dem Gruppe-C-Rennauto. Problem: sind die Bremsen kalt, ziehen sie praktisch gar nichts. Es ist fast schon gefährlich, damit so rumzufahren. Haben Sie jedoch einmal etwas Temperatur, geht es ganz ordentlich damit im Strassenverkehr.
      Interessant ist auch immer wieder die Reaktion der Leute auf der Strasse; die meisten sind nämlich völlig überfordert und wissen gar nicht, was dies sein soll. Meistens wird dann fragend festgestellt: "Jaguar??" (was ist aus dieser Marke nur geworden...)
       
      Mittlerweile bin ich etwas an einem Scheidepunkt angelangt und weiss nicht, ob ich ihn noch weiter behalten soll. Einerseits hängt mir gerade dieser XJ220 besonders am Herzen, kann man nämlich irgendwie sagen, dass er sich noch „im Erstbesitz“ befindet. Zum anderen ist es schon immer etwas ein spezielles Highlight, damit ab und zu eine Ausfahrt zu machen, lässt er mich nicht wie letzte Woche wegen einer Kleinigkeit stehen…
       
      Falls Ihr euch hier auch für dieses Auto begeistern könnt: nur zu, haut in die Tasten. Ich beantworte Eure Fragen gerne.
       
      Gruss, R.










    • F40org
      Ist denn bekannt wie das Teilnehmerfeld ist - oder kann ich das irgendwo im www schon finden? Merci.

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