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Gast czihak

Erfahrungen mit einem Ferrari in der Öffentlichkeit

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xj6coupe
Geschrieben (bearbeitet)

....seit 2013 fahre ich den F 355 GTS (allerdings in schwarz) regelmässig, aber nie in der Stadt. Ausser in genau einer einmaligen Situation, in der eine Frau auf dem Fahrrad fahrend den Kopf geschüttelt hat (glaube wegen dem Ferrari) - habe ich wenn nur positive Reaktionen erhalten.

 

Das beinhaltet aber auch „vorbeirollen“ an Fussgängern/Radfahrern und Siedlungen, repektive Häusern. Die Diva darf sozusagen nur auf freier Wildbahn Ihre Lebenslust hinausposaunen. 

 

Gruss aus dem Allgäu

Gert:)

bearbeitet von xj6coupe
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chip
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb caval lino:

Seit ein Jahr darf ich behaupten dass ich ein edel Marke fahren bin, eine nette Dame Fragte mich : Sind Sie ein Bordel besitzer !!!

Vielleicht war sie auf der Suche nach einem Job  :D

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Hotti D
Geschrieben
Am 23.4.2018 um 13:22 schrieb san remo:

Farbe Gelb, ist zwar nur der Schrebergarten Ferrari 348 aber schon auffallend und seit dem Kauf sehr viele schöne Gespräche, Fotos, Daumen hoch, winken usw.

Nur einmal bei unserer Tausend Kehren Tour hatt ein Belgier vor der Mautstelle am Timmelsjoch irgendwas gerufen und dumme Zeichen gemacht, schade zu spät gesehen.

Oder, wie würde hier wohl @Hotti D sagen, danach wurden wir dann Freunde:D.

 

Grüße aus der Mittagspause

 

Herzlichst

 

S.R.

Was du so von mir denkst  san remo  reicht meistens wenn ich aussteige und böse gucke

 

Grüße vom Hotti   noch ohne ferrari

Maadalfa
Geschrieben

Ich habe keine Erfahrungen mit Reaktionen aus der Öffentlichkeit. Ich fahre so schnell und hochtourig an den Leuten vorbei, dass ich sie weder sehe noch höre ?

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fridolin_pt
Geschrieben

Die nächste Ausfahrt ist gesichert. :D

Spyderman
Geschrieben

"Lächeln" und "Daumen hoch" sind die bisherigen Erfahrungen mit der ansonsten doch recht neidischen Gesellschaft in Deutschland. :-))!

 

Zwei mehrtägige Urlaube mit anderen Ferraristi in Norditalien können die angebliche "italienische Freude" an Ferraris aber nicht bestätigen. Da haben wir eher eine Art Gleichgültigkeit feststellen müssen. Schade eigentlich ... :huh:

Gast
Geschrieben

In habe den Eindruck, dass es in Italien eine Rolle spielt, ob es ein Klassiker ist, oder ein modernen Supersportwagen. Bei den Modernen teile ich Deinen Eindruck.

Markus Berzborn
Geschrieben (bearbeitet)

Alte Ferraris sind ja auch nun mal schöner und interessanter als neue.

Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Ob in Italien oder hierzulande. :)

 

Gruß

Markus

bearbeitet von Markus Berzborn
caval lino
Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb chip:

Vielleicht war sie auf der Suche nach einem Job  :D

Du briengst mich auf eine idee :lol::lol:

locodiablo
Geschrieben

Hier mal wieder was aktuelles zum Thema....solche Mitmenschen mag ich ganz besonders - ich hoffe eines Tages mal einen zu erwischen.

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Irix
Geschrieben

In Wuerzburg und Umgebung war ein/mehere Autolackkratzer am Werk. Mehr als 1000 Autos wuerde Beschaedigt (immer ringsum).  Von mir hat er 2 Autos erwischt.

 

Gruss

Joerg

winni_328
Geschrieben

Bisher habe ich eher neutrale bis positive Erfahrungen gemacht.

Manchmal kam es vor, dass man mich auf der Landstraße vorbeigelassen hat. Das lag aber sicher nicht am Abstand zum Vordermann. Da achte ich drauf, ich mag es auch nicht wenn jemand hinter mir klebt und das Nummernschild schon nicht mehr zu erkennen ist.

 

Auch gerade Kinder haben immer den 'Boah ein Ferrar'-Blick.

 

Grüße,

Winfried
 

K-L-M
Geschrieben
Am 22.4.2018 um 21:40 schrieb Gast czihak:

vieleicht liegt es am münchner raum........sind alle verblödet hier.

meinen alle wunder was sie sind

Diese Aussage und Sport Modus in der Stadt!

 

Entschuldige, Dich möchte ich auch nicht in meiner Nähe haben!

 

Gerade in München, egal mit welchem Supersportwagen seit 20 Jahren keine Probleme. 

 

 

E12
Geschrieben

Hatte auch mit Sportmodus und anderer AGA keine Probleme in München, zumindest nicht mit der "ordnungsmachlosen" Bevölkerung.

GT_MF5_026
Geschrieben

Das Problem der Ferraristi ist, das gut die Hälfte das Auto wegen des Image/Prestige kauft. Und das wiederum funktioniert nur, wenn man auch wahrgenommen wird. Um dies zu erreichen, muss man sich bemerkbar machen und das ist bei einem Ferrari mittels Motorengeräusch denkbar einfach. Mit schöner Regelmässigkeit werde ich Zeuge solchen Verhaltens.

 

Umgekehrt mögen nicht alle Bürger Aufmerksamkeit heischende Fahrer von Luxuskarossen, was zwangsläufig zu Konflikten führt. Und ganz besonders dann nicht, wenn sich der Wagenführer rücksichtslos verhält. So werden die Halter einzelner Marken zwangsläufig über Clichées "abgestempelt". Der, der einfach Freude an seinem Sportwagen hat, wird in denselben Topf geschmissen wie der, der Freude daran hat, mit seinem Sportwagen zu protzen.

 

Während 7 Jahren besass ich insgesamt 4 Ferraris. Die ersten beiden in Rot und dann in Grau. Rot polarisierte viel mehr. Bei den Roten (355 und 360) waren meine Erlebnisse für mich so negativ, dass es zum Farbwechsel kam. Am diskretesten war der 550 in grigio titanio; hier gibt es nur positive Erfahrungen zu berichten. Der 430 in grigio silverstone ging so 50:50 durch.

 

Meine Frau jedenfalls weigerte sich aufgrund der Erfahrungen, mit den Roten überhaupt mitzufahren.

 

Mit den McLaren ist das ganz anders. Viele kennen die Marke gar nicht. Somit können sie auch keine negativen Erfahrungen koppeln. Kommt hinzu, dass die Marke deutlich weniger Prestige hat und folglich aus echter Begeisterung für das Produkt und nicht wegen der Auswirkung gekauft wird, was sich dann im Verhalten des Fahrers niederschlägt.

 

Übersetzt auf die Ausgangsfrage heisst das: In D und der CH muss man grundsätzlich von einer Neidgesellschaft ausgehen. Luxusgüter sind also von Grund aus negativ belastet. Wird damit auch noch geprotzt, kumuliert sich das Ganze und Neid kann in Hass umschlagen. Hier sind Prestige-Marken wie Lamborghini und Ferrari grundsätzlich gefährdeter als z.B. Aston Martin oder McLaren.

 

Interessant ist auch, wie gerade die Filmindustrie die Clichée bedient. Der Gentleman James Bond fährt nie Ferrari. Der coole, flapsige Miami Vice Detektiv dagegen schon. In Hollywood-Produktionen, in denen die Prostitution sichtbar ist, stehen oft Lamborghini und Ferrari vor dem Haus.

 

Letztes Wochenende habe ich mit einem Marketing-Verantwortlichen von McLaren unterhalten. Eigentlich würde man gerne ein Product Placement in einem Kinofilm machen, hat aber bisher noch kein geeignetes, zur Marke passendes Projekt gefunden...

F40org
Geschrieben

Mir wäre ein roter Ferrari auch zu auffällig.

littlemj
Geschrieben

Gelb ist natürlich viel dezenter :lol:

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nero_daytona
Geschrieben

Nie Probleme gehabt, nur positive Reaktionen von passiven Daumen hoch bis zu aktivem Fensterrunterkurbeln und „Tolles Auto!“ Kommentaren.

 

Ganz im Gegensatz zum 911: Der scheint die Neidhammel magisch anzuziehen Lustigerweise :D

Erthowa
Geschrieben

Bisher hatte ich im roten Ferrari keine anderen negativ Erfahrungen, wie im schwarzen Smart.

Liegt vielleicht daran, dass ich mein Verhalten nicht ändere, wenn ich in ein anderes Auto steige.

Wer seine Person, über sein Auto in Szene setzen muss um wahrgenommen zu werden..... In meinen Augen eher fragwürdig.

Grüße aus dem Allgäu

Thomas

 

san remo
Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb GT_MF5_026:

Das Problem der Ferraristi ist, das gut die Hälfte das Auto wegen des Image/Prestige kauft

Was denn eigentlich sonst, gibt es auch ehrwürdige Motive wie: Unterstützung der italienischen Industrie, nur an der Technik interessiert, eigentlich bin ich Rennfahrer und deshalb der Wagen etc.?

Was soll das,  ich finde die Autos toll, ich mag es wenn die Leute den Kopf drehen, die knalligen Farben, das Fotografiert werden und ich kann ihn mir leisten, also auch das Presige. (jedenfalls die anderen können das, äh der 348er:cry: na gut).

Bevor Ihr jetzt sofort entrüstet seit, ich weiß hier schreiben nur die Technik Freaks, Rennfahrer, Wegducker und heimlich in der Nacht Fahrende.

 

S.R.

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erictrav
Geschrieben
vor 52 Minuten schrieb san remo:

Was soll das,  ich finde die Autos toll, ich mag es wenn die Leute den Kopf drehen, die knalligen Farben, das Fotografiert werden und ich kann ihn mir leisten, also auch das Presige.

Es gibt auch Leute, die kaufen sich so einen Karton zum Fahren.

Wie in diesem Forum auch ausführlich bebildert.

 

Erthowa
Geschrieben (bearbeitet)
vor 13 Minuten schrieb erictrav:

Es gibt auch Leute, die kaufen sich so einen Karton zum Fahren.

Genau dafür hab ich meine Autos :lol:

ist ja auch der bestimmungsgemäße Gebrauch eines Kraftfahrzeugs.

 

bearbeitet von Erthowa
TommiFFM
Geschrieben

Bin einfach zu arm für ein ordentliches Auto, also fahr ich halt nolens volens einen Ferrari :(.

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Erthowa
Geschrieben (bearbeitet)

@TommiFFM   

Armut ist keine schande.;)

Liebe Grüße aus dem Allgäu

Thomas

bearbeitet von Erthowa
san remo
Geschrieben
vor 20 Minuten schrieb erictrav:

Es gibt auch Leute, die kaufen sich so einen Karton zum Fahren.

Wie in diesem Forum auch ausführlich bebildert.

Pardon, diesen Bewegrund  hatte ich natürlich vergessen, ich fahre übrigens auch sehr gerne um die vier Ecken, so oft ich kann auch mit dem "Gelben Wunder".

 

Herzlichst

S.R.

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      Das Auto in dem Video hat Fächerkrümmer und Katersatzrohre. Das heißt gar keine Katalysatoren, was man normal kaum noch richtig leise bekommt. Im Video hört man deutlich wie leise das Auto trotzdem bei geschlossenen Klappen ist. Da hört man sogar den Dieseltruck mehr an der Ampel.  Also forschte ich nach und schrieb den Hersteller an. Dieser war interessiert eine ECE-Genehmigung erstellen zu lassen. Meiner Meinung nach die aktuell sicherste Variante für eine legale Nachrüstung. Das heißt der Auspuff würde man legal einbauen dürfen und müsste ihn nicht in die Papiere eintragen lassen. Er hätte dann eine E-Nummer und man müsste nur die Papiere mitführen. Voraussetzung ist das der nachgerüstete Auspuff nicht lauter sein darf wie der originale Schalldämpfer im Messbereich. Ich schöpfte Hoffnung - würde ich doch noch meinen gewünschten Sound bekommen? Ja OK klingt alles etwas verrückt, aber beim Thema Auspuff bin ich das eben.
       
      Ich setzte also darauf das der Auspuff im Messbereich nicht lauter war als Serie. Was musste ich tun? Ich musste die Tests organisieren (Kontakt zur Prüfstelle, Testwagen usw.) und den Einbau übernehmen. Mich kostete es also nur Zeit und Arbeitskraft. Die war ich gerne bereit einzubringen, denn ich wollte ja meinem Ziel näher kommen. Geldlich musste ich nichts bezahlen, da der Hersteller von einer ECE-Genehmigung ja auch profitiert und somit wurden die Kosten von Kline übernommen. Den Auspuff gibt es in Edelstahl 304 oder Inconel 625. Über die Unterschiede dieser beiden Materialien werde ich gleich noch eingehen. Die Edelstahlanlage war super verarbeitet und passte perfekt. Der Sound war so wie wir uns das vorgestellt haben. Bei geschlossenen Klappen extrem leise, leiser als original und komplett ohne Dröhnen. Da hast du während dem Fahren sogar eher den Motor klackern gehört wie den Auspuff. Bei offenen Klappen ein sehr sauberer hoher Klang, der wirklich an die alte Formel 1 erinnerte und sich vor einem 360 oder 355 nicht verstecken muss. Die Hoffnung auf die ECE war also groß. Letztlich hat es dann tatsächlich funktioniert und wir haben die ECE-Genehmigung geschafft. Die Freude war groß, denn jetzt war klar was ich machen musste: BESTELLEN! 
       
      Aber was bestelle ich nun? Edelstahl oder Inconel? Hatte Inconel noch nie vorher in der Hand. Der Preisunterschied war so groß das man sich schon Gedanken gemacht hat. Der Endschalldämpfer aus Edelstahl wiegt 17,7 kg, was ca. 9 kg weniger ist wie original. Der aus Inconel wiegt 11,9 kg, also ca. 15 kg weniger als Serie. Zudem soll er noch heller und besonderer klingen, weil das Material dünnwandiger ist. Auf Edelstahl gibt Kline 4 Jahre Garantie, auf Inconel 99. Wäre dann der Auspuff fürs Leben.  Preisunterschied kommt zu Stande weil Material teuer und Verarbeitung wohl viel schwieriger. Naja ich habe mich dann für meinen ersten Inconelauspuff entschieden - ganz oder gar nicht! War schon ziemlich aufgeregt und als der UPS-Boote kam war das wieder wie Weihnachten. In der gleichen Woche haben wir denn gleich eingebaut.
       









       
      Kaum zu glauben wie leicht das Teil ist! Verarbeitung war auch wieder auf sehr hohem Niveau und hat alles wieder perfekt gepasst. Das Capristo Haltekit konnte ich auch weiter verwenden, was ich super fand. Ich wäre ungern wieder zum originalen Bügel zurück gewechselt, weil das Capristo Haltekit seine Funktion der Längenausdehnung des ganzen Systems perfekt erfüllt. Dadurch werden die Krümmerrisse vermieden oder wenigstens unwahrscheinlicher. Für mich ein "Must Have" für den F430. Über das Thema Krümmer hatte ich ja auch schon in meinem anderen Thread geschrieben. Auch hier sind die Capristo Krümmer mit Abstand die besten!
       
      Nach der ersten Probefahrt muss ich aber sagen: Auch der Auspuff ist für mich ein "Must Have" für jeden F430-Besitzer. Zumindest wenn man auf sauberen F1 Sound steht, einen legalen Auspuff will ohne rechtliche Probleme und bei Bedarf auch sehr leise fahren will. Der Auspuff vereint alles und dann auch noch mit dem niedrigen Gewicht - ich bin absolut begeistert!
       
      Wir haben ein Video gemacht von meinem Auto, ist aber noch im Schnitt. Das macht ein Kumpel, denn ich bin in dem Thema nicht so fit. Aber an dem Tag waren noch weitere Kumpels vor Ort und einer machte mit seinem Handy recht brauchbare Aufnahmen, bei denen man wenigstens erahnen kann wie das klingt.
       
      Hier nur bis ca. 3.500 U/Min, da Motor noch kühl:
       
      Hier mal voll beschleunigt:
       
      Keine Ahnung ob ich jetzt etwas vergessen habe, aber ich glaube das sind vorerst mal alle interessanten Infos. Unser Video reiche ich nach mit einer besseren Kamera. Aber bevor jeder nach einem Soundfile fragt, habe ich lieber die Handyvideos eingefügt.
       
      Und noch etwas:
      Ich fand dieses Thema hat einen eigenen Thread verdient. Über Preise, Bezugsmöglichkeiten usw. werde ich hier aber nichts posten! Dieser Thread ist als technische Info zu verstehen, der sicherlich für viele interessant ist. Ich beantworte hier alle Fragen zu Technik, Einbau, Material, ECE usw. Alle anderen Fragen wenn dann per PN - danke für euer Verständnis!
       
      Viele Grüße
      jo.e
    • 806
      Vom 27.08.2009 (Datum der Einzelabnahme TÜV Nord) über den 03.11.2009 (Kaufdatum) bis heute sind 100.000 Kilometer an Straßen aller Qualität und auch unbefestigten Wegen „unter der 806 durchgekommen“. Am 7. April 2019 war’s so weit. 100.000 km.
       
       

       
       
      Sind manche mit Wiesmännern gefahren, ich aber mit einem. Manche haben auch viele Wiesmänner gefahren. Ich nur einen. Meinen. Deswegen trägt er auch meinen Namen statt "Wiesmann" auf dem Kofferraumdeckel. Er ist meine Idee eines Roadsters für alle Zwecke, bei der die Basis aus der Manufaktur in Dülmen stammt.
       
       

       


      Zeit, ein Resümee abzuliefern. Nicht das übliche Schwärmerische, sondern vor allem in Anbetracht der nurmehr als Gebrauchtwagen erhältlichen Fahrzeuge etwas in Richtung „und wie hat er’s ausgehalten?“ kombiniert mit „wie hast Du’s ausgehalten?“.

       
      Los geht’s!

      Das Lackkleid wird vor allem bei auch etwas schnellerem Einsatz allerorten leiden. Vorne besonders, aber auch an den Kotflügelverbreiterungen hinten. Steinschlag en Masse. Kein Wunder - der Lack ist nur quasi luftgetrocknet, das verhindert schon Widerstandsfähigkeit. Die netten „Schutzfolien“ sind zu klein, die Vorderräder schießen bis zur oberen Kotflügelkante den Straßensplitt hoch.

      Waschkratzer ist man selber schuld, Waschanlage habe ich einmal ausprobiert. Kann man machen, ist dann aber Mist, denn für Walzen und rotierende Bürsten oder Schleppvorhänge ist die Form schlicht ungeeignet.

      Um das Thema „Steinschlag“ abzuschließen: Die Frontscheibe ist spätestens bei 60.000 km fertig. Da sie sehr aufrecht steht, ist sie extrem anfällig. Da sie selten ist, ist sie extrem teuer. Und Werkstätten, die sie richtig einsetzen können und nicht mit dem Abschlußgummi hadern oder den Scheibenkleber eher grobschlächtig verschmieren darf man sich auch suchen … über weiteres schweigt des Sängers Höflichkeit.

      Das GFK der Karosserie ist extrem dick und damit auch erstaunlich robust. Wo andere Karossen Dellen im Blech bekommen, passiert eigentlich nichts. Man muß schon große Kräfte walten lassen, damit was bricht. Als „Preis, den man dafür zu zahlen hat“ sind die Spaltmasse selbst aus dem Weltraum noch zu sehen, denn zum einen ist die handwerkliche Fertigung nicht präzise genug und zum anderen bewirkt Temperaturänderung auch Größenänderung in einem Maße, das man von Blechautos nicht kennt. Seit der Sprühfolierung ist das nicht mehr so stark merkbar, vorher mußte man bei solchen Gegebenheiten öfter die Türscharniere nachziehen. Am MF3 ist das eine einfache Übung, alles gut zugänglich!

      Innen hat die 806 das „Serien-Standardleder“ in schwarz. Geschont wurde sie nicht, sie hat brütende Sonne in den Pyrenäen und auf Korsika, Dreck in Schottland, extrem viel Gepäck bis Portugal und viele Ausfahrten anstandslos ertragen. Alle Nähte sitzen, so gut wie nichts ist abgeschubbert (der weiße Keder seitlich an der Rückenlehne leidet an der Gurtdurchführung), nichts ist gebrochen.
       
       

       
       
      Tadellos. Dazu bis heute weich anzufassen und elastisch. Pflege? NIE mit „Lederpflege“, denn: Da ist kein Leder zu pflegen. Schwarzes Kuhleder gibt es nicht, die Haut ist gefärbt, die Oberfläche mit Kunststoff versiegelt. Daher: penibles Säubern - bei langen Ausfahrten im Zweifel täglich - vermeidet die Beschädigung der Beschichtung und erhält den Neuwagenlook. Alles andere ist teures Beruhigen der Nerven ohne sittlichen Nährwert. Lieber täglich mit einem sehr stark verdünnten „AllPurposeCleaner“ als quartalsweise mit Geschmier und „Ledergeruch“. Der bleibt nämlich bis heute auch so! Dem Lenkrad sieht man die Laufleistung an, das Leder ist glatt gegriffen. Weniger Kurvenfahrt mag da helfen …

      Die Abdichtgummis entlang des Schwellers überstehen unbeholfene Ein- und Ausstiegsmanöver dauerhaft nicht gut. Sie lassen sich zwar wieder in die Führung drücken, aber das Gezerre längt sie und sie werden immer leichter herausgerissen.

      Die Vorwerk-Teppichausstattung ist bestens in Form, selbst die arg strapazierte Fahrerfußmatte hat nur im Fersenbereich unterm Gasfuß an Profil ihrer Gummiauflage verloren. Halten locker nochmal 100.000 km. Kofferraum? Dasselbe - tadellos in Schuß. Dazu kommt, daß der Flor sich wunderbar saugen läßt. Wer einmal mit Nadelfilz rang, weiß das zu schätzen!

      Nicht alles Textile übersteht die Zeit so gut. Das Verdeck leidet. Stark und sichtbar. Mit weiter nachgebendem Gestänge läßt es sich immer „dichter“ zusammenlegen und das tut ihm nicht gut. Schabestellen und durchgedrücktes Material sind die Folge. Auch die vorderen Dichtgummis als Abschluß am Scheibenrahmen sind nicht dauerhaft, da ist nach zehn Jahren erkennbar aus optischen Gründen Ersatz gefordert. Dicht ist es bis heute. Der einfachen ungepolsterten Ausführung wegen nicht teuer ausnahmsweise, mein Sattler des Vertrauens schätzte ca. 1.500 €. Die Reißverschlüsse der Heckscheibe funktionieren nach wie vor und sind dicht.
       
       

       
       

       


      Und wieder ein Pflegemythos zerstört: Der Verdeckstoff ist so gut gefertigt, daß er keine „Verdeckimprägnierung“ braucht. Kein Ausblassen, kein Vergrauen. Das ganze Chemiezeugs kostet nur Geld und macht Arbeit - beim Auftragen und bei der späteren Pflege, weil der darin verklebte Dreck mühsam wieder ausgebürstet werden muß. Die 806 hat penible Reinigung mit extra beschaffter weicher Massagebürste (sonst sind die Borsten zu straff) und häufigstes Absaugen erlebt, außer den Schadstellen nichts. Der Heckscheibe hilft regelmäßiges Behandeln mit Sprühwachs - trotz sehr häufiger Öffnung ist sie klar und nur sehr leicht verkratzt.

      Die Instrumente tun ihren Dienst. Nicht immer genau, aber immerhin! Kühlmitteltemperatur wird ungeschickt am Zylinderkopfausgang statt Kühlereingang  gemessen, der Wert ist also etwas zu hoch im Vergleich zu üblichen Verfahren. 100° hat er selbst am Stilfser Joch nicht überschritten. Motoröl liegt jetzt auch bei schneller Fahrt nicht über 110°, da wirkt die von mir entworfene Unterbodenverkleidung zusammen mit dem größeren Ölkühler Wunder.
       
      Der unsäglichen Tachovoreilung (240 waren etwa 217 „echt“, jetzt sind’s laut Navi 232) habe ich abgeholfen durch richtige Übersetzung der Hinterachse (dazu komme ich noch) und die Wahl von größtmöglichen Rädern.  Nicht in der Breite (alles über 255 mm liegt nicht auf der Straße auf und ist nur fürs optische Beeindrucken gut, dafür rubbelt sich dann der Reifen innen viel schneller ab als außen), sondern im Durchmesser. 255/35 R 19 sind hinten drauf und 225/40 R 19 vorne. Again what learned: Die Hinterradgrößen von 275/30 R 19 oder gar 285/25 R 20 sind selten wie eine Blaue Mauritius und im falschen Moment einer Reifenpanne im Ausland tagelang nicht lieferbar. Die jetzigen Größen sind für die stark motorisierten BMW 3er/Audi A4/Mercedes C flott beschaffbar und bieten auch eine größere Auswahl an Marken.

      Mir gefallen die Dunlop SP Sport Maxx RT2 sehr gut, die Michelin Pilot SuperSport sind bei kühlerer Witterung sehr schnell sehr kalt im leichten Wiesmann und dann wird mir sehr schnell sehr warm, wenn sie nicht gut haften. Ist für Sommer-Gelegenheitsfahrer wurscht, aber wer weite und weiteste Touren in Europa fährt, sollte das bedenken. Auch naß sind sie nicht so der Hit, da sind die weniger spitz auf trockene sportliche Fahrt entwickelten Dunlops universeller und sicherer.

      Apropos: Die Reifen halten vorne quasi ewig, hinten je nach Schwere des Gasfußes. Ich erreiche hinten etwa 20.000 km, vorne wechsle ich nach der zweiten verschlissenen Hinterreifengarnitur. Sonst spinnt das ESP, weil die Abrollumfänge nicht mehr im Toleranzbereich liegen. Gefahren wird im Alltag mit einmal gedrückter Sport-Taste, sonst regelt das System schon bei einfachen Rechtskurven und greift ein. Der Sensor vorne rechts ist ungeschickt plaziert und schuld dran. Auch ohne ESP ist der MF3 verständig gefahren sehr gut beherrschbar (nach den Fahrwerksänderungen), paßaufwärts ist das meine bevorzugte Stellung. Natürlich ist er im Grenzbereich zickig: leicht, kurzer Radstand und wegen der Basis BMW E36/Z3 (!!) eigentlich vorsintlflutlich und veraltet, da "geht was", wenn was geht!

      Nur kurz gestreift: Die 806 ist ein 5-Gang-Handschalter. Das Differential habe ich gegen eine Drexler-Sperre getauscht, ich hatte nur die Serienausstattung mit 25 % Sperrwert anfangs und das ist bei forciertem Fahren nicht genug. Auch die werkseitig falsch übersetzte Hinterachse (eingebaut 3,46:1 - warum auch immer, in der Konfiguration nicht gewünscht und nicht enthalten) hat nun die passende längstmögliche Übersetzung von 3,23:1. Getriebe und Kupplung erfreuen sich bester Gesundheit, das Bedienen ist nach wie vor ein besonderer Quell der Freude. „Save the manuals!“

      Damit ist ja das nächste Thema berührt: Der Motor. Ein Trumm, sauschwer wegen Graugußblocks (selbst der Zwölfzylinder im 750i war leichter!). Ein Langhuber, der dennoch dreht wie verrückt für seine Zeit. Von Wiesmann künstlich gekappt, weil alle MF3 mit Ausnahme der CSLs nur das Mapping vom alten BMW Z3 M aufgespielt erhielten und deshalb zuverlässig um die 321-323 PS auf den Motorenprüfständen ablieferten. Jetzt nach Änderungen ein Dampfhammer, der ab 2000/min loslegt, ab 2500/min hart hinfaßt und in seiner jetzigen Abstimmung dennoch schon bei knapp 7000/min 350 PS liefert. Höher drehe ich eigentlich nie, dafür genieße ich die wunderbare Leistungsentfaltung, die keine Müdigkeit erkennen läßt. Pleuellager kamen neu nach 90.000 km vorsichtshalber (und unnötigerweise), die waren nicht angegriffen, die Tragschicht noch vollständig intakt.

      Mit der nachgerüsteten Airbox und optimiertem Mapping erreichte Markus Schmickler in der Spitze 365 PS bei 8080/min und ein Drehmoment von 366 Nm bei 4495/min. Das Drehmoment lag gleichmäßig über 320 Nm ab 2500 und bis 8000/min an statt vorher von 3500 bis 6500/min. Mit der hohen Maximaldrehzahl und der damit möglichen Verschleißerhöhung war ich noch nicht ganz zufrieden, die Leistungsentfaltung war schon unglaublich viel besser und die Fahrbarkeit durch das sattere Drehmoment deutlich verbessert.
       
       

       

      Bei der Firma Henni ließ ich weitere Optimierungen programmieren mit dem Ziel einer weiteren Verbesserung des Drehmoments bei Schonung im Spitzenbereich. Die Höchstleistung beträgt nun 359 PS bei 7700/min, das höchste Drehmoment aber 374 Nm bei 4600/min. Damit ist die Gesamtkurve wieder etwas gemäßigter und die Spitzenbelastungen bei Ausreizen der Verstellmöglichkeiten im VANOS sind gemindert. Das Ansprechverhalten ist beim Fahren gleich, nur ab etwa 7000/min fällt das Drehmoment nun stärker ab, so daß bei „Weiterorgeln“ über 7000/min keine wirklichen Leistungszuwächse mehr kommen. Diese Höchstdrehzahlen sind auch Höchststreß für alle drehenden Teile, von einer Absenkung auf sinnvoll zu fahrende 7000/min ergibt sich eine erhebliche Verringerung der mechanischen Beanspruchung.
       
       

       

      Warmfahren und Kaltfahren hilft der armen Zylinderkopfdichtung, die die unterschiedliche Ausdehnung von Graugußblock und Aluminiumkopf sonst nur unter Aufopferung ihrer selbst kompensieren kann. Sie hat bei sehr geringem Zylinderabstand nur ganz wenig Steg und wird dort deshalb besonders beansprucht. Durchs Zündkerzenloch endoskopiert: alles bene.

      Ölverbrauch? Zwischen den Wechseln keiner meßbar. Sprit? Zwischen 8,5 und 20 L/100 km ist alles drin. Normalerweise sind’s um die 10,5 bis 11 L/100 km. Stadt ist Gift, da fängt er das Saufen an. Dafür nehme ich ihn aber nicht, der Stadtanteil beträgt sicher weniger als 5 % der Gesamtlaufstrecke.

      Dem funzeligen Licht der kleinen Serienscheinwerfer versuchte ich, mit LED-Leuchtmitteln aufzuhelfen. Hell wird’s damit. Überall. Da der Reflektor nicht mehr zum Abstrahlverhalten der Leuchtmittel paßt - unkontrolliert und für Vorherfahrende mehr als störend. Bei Ausfahrten durfte ich mir ganz schön was anhören deswegen! Nicht umsonst ohne Zulassung. Wie alle Vielfahrer der MF3 es tun Abhilfe also durch H4-Leuchtmittel mit besserem Wirkungsgrad und mehr Lichtausbeute. Bosch und Philipps sind da gute Adressen und der Effekt ist schon deutlich merkbar. Die Rückleuchten sind mit LEDs erstarkt. Im heutzutage üblichen Lichtermeer an modernen Heckansichten mit Laufblinkern und sonstigem Unsinn geht man im kleinen MF3 sonst förmlich unter!

      Die Umbauten an der Karosserie mit Änderung der Stromversorgung auf LiFePO-Leichtbau-Batterien, die gescheiterten Versuche einer Klebefolierung (stattdessen jetzt satt sitzend und nahtfrei in originalem Farbton sprühfoliert), die Verkleidung des Motorraums und des Heckbereichs von unten, die dem BMW-Standard passend zum Motor entsprechende Aufrüstung der Kühlung sowohl für Wasser (mit stufenweise gesteuertem Elektrolüfter) wie Motoröl (mit fast viermal so großem Ölkühler statt des ab werk verbauten vom 286 PS-M3 ...) sowie die umfangreichen Modifizierungen des Fahrwerks bis zu komplett neuen Federbeinen vorne und die preiswerte Nachrüstung eines Tempomaten habe ich hier im Forum ja schon geschildert. Alles über zig-tausende Kilometer praxisbewährt, alles gut. Und die wesentlichen Schwächen des Autos sind gemindert oder abgestellt.

      Die sehr harte Fahrwerksabstimmung fordert bei flotterem Fahren auf nicht immer glattem Geläuf ihren Tribut: Die Fahrwerksteile verschleißen relativ schnell. Die Vorderachsträger (diese bananenförmigen großen Träger) sind Original-BMW-Teile und sehr günstig bei Lemförder zu beziehen. Bevor man sich an einem Traggelenk und dessen Ausbau lange versucht: Gleich ganz neu!

      An der Hinterachse ist die Erreichbarkeit mancher Verschraubungen unterirdisch. Durch das Gewirr an Lenkern und Streben erreicht man z.B. die Domlagerschrauben schier nicht und wenn, lassen sich die Schrauben nur mir Achtelumdrehungen lösen. Geduld und Spucke sind nötig!

      Die beteiligten Werkstätten kann ich hier auch zusammen auflisten:

      Fahrwerk/Bremsen: www.Rennfeder.de aus Helsa bei Kassel
      Motormapping: Markus Schmickler, Bad Neuenahr und www.henni-performance.de in Wernau
      Auspuffanlage: Stüber Auspufftechnik, Overath
      Sprühfolierung: www.cardip.de in Heilbronn
      Pleuellagerwechsel: Ralf Mork www.mw-perfomance.com in Rockenhausen (Pfalz)
      alles andere: mein Oldieschrauber des langjährigen Vertrauens aus Mutterstadt - im Vergleich zu "Fachwerkstätten" mit unbezahlbarem Wissen um Auto, Motor und Sport ...

      Eine teure Erfahrung: Winterfahrten sind wunderbar mit offenem Dach bei Schnee. Es ist eine Illusion, daß da nichts passieren könne von wegen „GFK-Karosse auf feuerverzinktem Rahmen“. Dieses Tun kostet ein korrodiertes Fahrwerk und eine ruinierte Bremsanlage! Diese Teile sind nach wie vor aus Stahl. Wie lernte man in Chemie? „Das Unedle opfert sich für das Edle.“ Stahl ist unedel, feuerverzinkt ist edel. Tolle Wurst! Achsträger, Wasserabweisbleche, Führungshülsen der Radbremszylinder - alles verrostet. Alles neu. Dabei flog die eigentlich sehr überzeugende MovIt-Anlage auch wieder raus. Lohnt nicht, weil’s fast denselben Effekt der besseren Reaktion und Dosierbarkeit durch viel billigere (und ich meine VIEL billiger) Maßnahmen erreicht wird: Zimmermann Rennbremsen, Seriensättel und Ferodo DS-Beläge bei Stahlflex-Bremsleitungen, dazu ATE-Rennflüssigkeit und alles ist gut. Sind sogar preiswerter zu haben als Ersatz der Serienteile. Verschleiß ist wegen des geringen Wagengewichts übrigens unglaublich gering auch bei flotterem Fahrprofil. Scheiben vorne können gut und gerne 100.000 km halten, Beläge ebenso.

      Ach ja - zu guter Letzt die Wartung.
       
      Ein sehr leidiges Kapitel, da sind manche Sünden unterwegs. Was da für teures Geld in „Fach“Werkstätten des In- und Auslands nicht oder falsch oder zu spät gemacht wird, ist teilweise ein Graus. Pannen bei "top-Werkstatt-scheckheft-gepflegten" Wagen wegen gravierendster Wartungsmängel sind erschütternd. Ich hielt mich an „wer gut schmiert, der gut fährt“ und veränderte die Arbeiten mit folgendem Schema:

      Motoröl neu alle 7.500 km oder jährlich, 5W40 Motul 300V jetzt, vorher Mobil 1 0W40, davor Mobil 1 5W50, das unsägliche alte Gebräu (Rezept aus den frühen 90igern ist sicher nicht mehr zeitgemäß) „Castrol 10 W 60“ nur anfangs. Ölfilter spätestens bei 15.000 km neu. IMMER den BMW-Originalfilter nehmen, kein Nachbau von Mann oder Hengst! Nur der Originalfilter hat eine Manschette ums Filterpapier, die Auseinanderdrücken der Lamellen verhindert und den Filtereinsatz damit druckfester macht.

      Getriebeöl alle 60.000 km neu (keine besonderen Anforderungen), Differentialöl alle 30.000 km. Das Differential wird sauheiß, da es nicht gut im Kühlluftstrom hängt und auch noch vom Auspuff gegrillt wird; deshalb das beste erhältliche von Castrol (heißt heute Syntrax) 75W140. Je öfter schnelle und lange Autobahnetappen anstehen, desto häufiger wechseln!

      Zündkerzen alle 40.000 km neu - NGK oder Bosch. Sind bei BMW sauteuer, im freien Handel für weniger als 40 € für den Satz (statt 120 € bei BMW) zu haben. Dabei gleich die Einzelzündspulen auf Korrosionsspuren an der Kontaktfläche prüfen - sonst funkt's trotz neuer Kerze nicht richtig!

      Kühlmittel und Bremsflüssigkeit alle zwei Jahre neu. Dabei auch Luftfiltereinsätze reinigen (Plattenfilter von K&N in der Airbox).

      Einriemen mit Riemenspanner und Umlenkrollen alle 50.000 km neu, die Spannrollen leiden immer und „sicher ist sicher“. Kostet nicht die Welt, beruhigt aber.

      Servolenkungsöl und Kupplungsflüssigkeit alle sieben oder acht Jahre neu. Ölist neu rot, nicht schwarz! Kostet um die 50 € mit Arbeit - die Servopumpe kommt auf 600 € plus Arbeit! Kupplungsflüssigkeit ist wie Bremsflüssigkeit, nur verträgt sie längere Betriebszeiten. Wasser ist Quell des Rostes und kostet Kupplungszylinder auf die Dauer.

      Ventilspiel ließ ich anfangs nach der Einlaufzeit kontrollieren und dann bei 50.000 und beim Pleuellagerwechsel nach 90.000 km. Unverändert. Ein Zeichen, daß Fahrweise und Wartung trotz allem materialschonend sind - ich vermeide aber auch das nach der Umprogrammierung unnötige volle Ausdrehen bis 8000/min. Maximal sind’s selten 7000/min, normal maximal 6000/min. Spitzenbelastung bringt nicht so viel mehr wie sie schädigt.

      Fahrwerksvermessung immer beim TÜV-Termin. Kostet nicht viel, dafür ist dann der Geradeauslauf immer untadelig und der Reifenverschleiß gleichmäßig. Wer’s beim Reifendienst machen lassen will: Die Werte entsprechen dem meist gespeicherten „BMW Z3 tief“. 100 € maximal.

      Was ging  kaputt?

      Eigentlich ehrlich gesagt fast nichts. Die Frontscheibe wegen Steinschlags. Kann das Auto grundsätzlich ja nix dafür. Der Auspuff war nach 50.000 km leergebrannt und fing an unerträglich zu dröhnen. Bei 3000/min fielen einem unterm geschlossenen Verdeck die Ohren ab. Durch neue Endrohre mit Schalldämpfern (individuell nach meinen Anforderungen gebaut) ersetzt, bei Konstantfahrt durch Totschallkammern etwas leiser als Serie und die Körper etwas verkleinert, so daß sie nicht mehr so oft aufsetzen.
       
      Die zweite Wasserpumpe ist immer noch spielfrei (sie muß nach meinem Umbau ja keinen am S54-Motor von BMW nicht vorgesehenen Viscolüfter zusätzlich bewegen, sondern einfach nur Wasser pumpen), Kupplung mit immer gleichem Druckpunkt, Getriebe leise und nach wie vor sehr fein zu schalten. Bremse spricht gut an, Verzögerung sehr gleichmäßig bei gleichmäßig steigender Pedalkraft. Abbremsung 55 %! Korrosion bin ich selber schuld, sie betraf die Fahrwerksträger vorne, die Verschraubungen hinten, die Verkabelung an der Batterie, die Bremsanlage und die Leitungen zum Lenkungskühler.

      Die Sitzheizung quittierte spektakulär ihren Dienst. Sie schaltete sich selber ein - natürlich sommers und bei großer per se herrschender Wärme. Sicherung gezogen und „Thema erledigt“ gedacht. Bis Markus Schmickler mich verzweifelt anruft und mitteilt, daß die 806 schier nicht sinnvoll abzustimmen sei auf dem Prüfstand, weil sie immer wieder völlig unplausible Werte zeige. Ob ich was an der Elektrik geändert hätte?? „Ich bin schon froh, wenn ich was mit Strom fehlerfrei schreibe!“ wollte ich antworten. Bis mir die Sitzheizung wieder einfiel. Lösung: Die ach so tolle selbstgefertigte Verkabelung der Manufaktur ist nicht so der Hit. Sie ist nicht sauber ausgeführt, teilweise werden nicht zulässige Lüsterklemmen (!!) verwendet. Direkt neben leistungsführenden Kabeln der Sitzheizung liegen haarfeinste Drähtchen für die Signale der Motorsteuerung. Als die Sitzheizung ihren Elektrogremlin entwickelte, indem sie einfach sanft anschmorte, ist der Kabelsatz der Steuerung angegriffen worden. In der Werkstatt fachgerecht korrigiert - Fehler weg. Sitzheizungen auch. Brauchen eh nur Weicheier.

      Zum Kapitel schlechte Ausführung der Kabel gehört auch, daß ich mich anfangs von der Motorkontrolle foppen ließ. Etwa alle 10.000 km reklamiert sie, daß ein Fehler vorliege. Manchmal auch öfter. Ausgelesen über OBD: „Fehler Heizung Lambda-Sonde Bank 2“. Immer. Immer wieder. Abhilfe 1: Sonde ersetzen. Teurer Spaß, habe ich zweimal gemacht. Nützt nur nichts. Fehler taucht wieder auf! Abhilfe 2: ignorieren. Schadet nichts, Motor startet und läuft wie immer.

      Erfahrung dazu: Scheint ein Fehler der Verkabelung zu sein. wenn’s feucht ist (oder ich den Krümmer ansprühe), ist der Fehler weg. Wundersame Heilung? Nein - die Autodoktoren bei Vox würden wieder sagen „Glaubste dat? DREI Lambdasonden für nix , dabei war et nur ein Fehler im Kabel!“ Leider ist die Verlegung auch nicht leicht zu erreichen, also lebe ich damit. Der TÜV mißt ja eh im Endrohr und da kommt nur Gutes heraus. Selbst jetzt  noch erreicht der Katalysator im Leerlauf ein CO von 0,2 % bei zulässigen 0,9. Lohnt sich, daß der teure M-Metallkat verbaut ist.

      In den letzten zehn Jahren und 100.000 km hat der MF3 an Reiz nichts verloren. Man ist vertraut, „anziehen wie einen Handschuh“ und los geht’s - auch auf weiteste Touren. Die konstruktiven Mängel habe ich für mich bestmöglich mit sinnvollem Aufwand abgestellt, sonst ist er im Allgemeinen grundsolide und erstaunlich haltbar. Das sorgt dann für Betriebskosten, die kein anderer Sportwagen dieser Leistungsklasse liefern kann.

      Wertverlust denken manche, komplett durch Wertgewinn ersetzen zu können - zu Mondpreisen kauft nur keiner einen MF3. Neupreis 120 k€ und nach acht Jahren 150 k€ verlangen - das ist Illusion. Dennoch ist für die Wagenklasse der Verlust sehr gering - was kein Wunder ist, denn er ist in der äußerst kompakten Form einzigartig und wie belegt haltbar, gebrauchstauglich selbst für Fernreisen und belastbar.

      So eine Wiesmann-Kappe mit bestimmt 70.000 "offen gefahrenen Kilometern" muß man sich erdienen!

       

       
       
       
      Markus
    • Pentium
      Hier starte ich ein Tagebuch meines frisch erworbenen SRTs.  Alle Höhen und Tiefen werde ich erbarmungslos offenlegen. Wer sich auch einen zulegen möchte, kann sich hier anfixen oder abschrecken lassen ….. auf geht’s:
       
      Es war einmal … quatsch - spontan hab ich mich am Samstagvormittag zu einem Wechsel von 3.0 CRD auf 6.1 HEMI entschlossen (danke DUH!), nun muss es aber schnell gehen, sonst zuckt der Schließmuskel und es wird wieder mal verschoben.
       
      Der nächstgelegen Interessante, der sich auch noch meinem Diesel annehmen möchte, steht bei einem Händler in gut 800km Entfernung ….. hmmmm … um 12:00 Uhr vollgetankt auf die AB - 800 km Richtung Norden  …..   so eine Geschichte darf nicht besonnen und gut überlegt starten….
      …. und um 20:30 Uhr schon wieder mit breitem Grinsen auf der Heimfahrt. Wie vom Verkäufer vorher gesagt, geht nach gut 200km die Motorkontrollleuchte an, den HEMI interessiert dies aber nicht im Geringsten, er marschiert tapfer brüllend über die A7….
       
      Nach weiteren  problemlosen 800 km Fahrt bringe ich ihn um 04:30 Uhr in die Halle. Den Durchschnittsverbrauch konnte ich zeitweise bei einem Schnitt von 120km/h von 17,5 auf 16,5 ltr. drosseln… Spaß geht anders…..
       
      Ein Auslesen gestern wies den Fehler P0430 „Katalysatoreffizienz (Bank 2)“ aus, einen Neuen gibt es von Magna schon um die 900€, verschieben wir auf den nächsten TÜV in 07/2020…..
       
      Viel schlimmer sind die Abrollgeräusche der abgefahrenen Winterreifen. Dafür gibt es am Montag neue Pirellis mit anschließender Fahrwerksvermessung.
       
      Am Dienstag wird dann noch das scheußliche ALPINE Doppel-DIN gegen ein Pioneer Z810 getauscht.
       
      Am Mittwoch darf der Dicke dann mit uns in den ersten gemeinsamen Urlaub in die Pfalz…
       
      Ein paar kosmetische Veränderungen stehen noch an, die Liste der gespeicherten Fehler muss noch reduziert werden….. ich werde be(r)ichten
       
       


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