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Ferrari 360 Kauf - Skandal


Ecco

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Es scheint einen Unterschied zu machen, ob einem ein Fahrzeug quasi über den Weg läuft (wie bei meinem 599), oder ob man systematisch sucht. Bei einer solchen Suche werden solche Erfahrungen sicherlich öfter gemacht. Als ich seinerzeit (lang ists her) einen BMW 850 suchte, hatte ich ähnliche Erfahrungen gemacht, insbesondere mehr oder weniger gut verschleierte Tachomanipulationen. Gekauft habe ich dann von einem Rechtsanwalt, welcher die Gesamtlaufleistung (nicht: "Tachostand") als zugesicherte Eigenschaft vertraglich gewährleistete (wobei diese ansonsten auch plausibel erschien).

 

Historische Ferrari oder auch andere Exoten haben auch praktisch nie mehr als 5-stellige Laufleistungen, angeblich.... Wobei es bei denen (außer im Hinblick auf den Preis) schon egal ist, weil es auf den meist restaurierten technischen Zustand ankommt.

 

P.S.: Wobei das teilweise aber auch an den Kunden liegt. Wenn ich meinen 550 irgendwann mal verkaufen werde, wird der weit über 100 Tkm gelaufen haben und das werde ich auch angeben. Ich vermute allerdings, dass sich kaum Interessenten für einen 550 mit sagen wir 170 Tkm finden werden, auch wenn der Zustand besser sein wird, als bei so manchem Stehzeug ... Ich werds ja sehen ... :D

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Danke für den Bericht! Ein Exkurs über deine Erlebnisse in Sachen Tachomanipulation würde mich auch interessieren.

 

Eine Frage am Rande an die Experten die jetzt nicht direkt etwas mit dem Thema zu tun hat: Werden Lack-Reparaturarbeiten außerhalb des Werks mit dem Gartenschlauch erledigt oder wie kommt es sonst zu „20-fachen“ Lackdichten? :-o

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Originale Lackschichtdicken liegen bei selten mehr als 200 µm. Das 20-fache wäre rund 4 mm. Das ist eine durchaus nicht selten zu beobachtende Gesamt-Schichtdicke, wenn Dellen gespachtelt und dann lackiert wurden.

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vor 24 Minuten schrieb Jarama:

Das 20-fache wäre rund 4 mm

OT: Und das wäre wiederum nichtmal so schlecht wenn das Blech vorher gefaltet war. Also immer Ansichtssache ^^

  • Haha 2
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Hallo Ecco,

Respekt für deine Ausdauer. Ich habe mir ja auch schon ein paar 'Exoten' zugelegt aber in der umfassenden Form der Selektion wäre mir das zu viel gewesen. Meine Erfahrung ist, dass ich bisher bei renommierten Händlern keinen Fehler mache. Da zahlt man vielleicht den einen oder anderen Tausender mehr. Aber dafür erhält man ein Auto vom Fachmann (ich bin keiner) und ein gutes Gefühl.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass Privatverkäufe generell nicht das Gelbe vom Ei sind, aber ich habe selten so viel Vertrauen zum Verkäufer aufbauen können, dass ich ohne Zweifel einen Haufen Geld hinlegen wollte. 

Ich hoffe trotzdem, dass nicht alle meine Meinung teilen, sonst kann ich meine Autos künftig nicht mehr verkaufen ;)

 

Ciao

gary

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Hallo Ecco,

 

vielen Dank für Deinen Abenteuerbericht. Da heißt es nur, Augen auf beim Autokauf.

 

vor einer Stunde schrieb Jarama:

Originale Lackschichtdicken liegen bei selten mehr als 200 µm.

 

Mein gelber 458 hatte rundherum zwischen 220 un 300 µm. Wir haben versucht dies über die Historie nach zu vollziehen und haben das gesamte Auto vermessen. Wir erfuhren, dass manchmal Autos im Werk schon zweimal lackiert werden, da der erste Schuß den Ansprüchen nicht genügte. Da meiner rundherum zwar mehr als 200 µ, aber wirklich an allen Tellen sehr konstante Werte hatte, sind wir davon ausgegangen, dass dies bei meinem wohl aller Voraussicht nach so war. Mir wurde auch gesagt, dass bei der Farbe Gelb das wohl gar nicht selten vorkam.

 

Ob das stimmt???? Keine Ahnung.

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vor 4 Stunden schrieb Ecco:

Fazit

Kurzum, ein Abenteuer! Von den damals 60 oder 70 Fahrzeugen, die ich "überprüft" hatte, kamen nur 3 in Frage. Gekauft habe ich schlussendlich einen gelben 360 mit fast 70.000 KM, welcher regelmäßig bewegt wurde und 17 Jahre lang beim selben Ferrari Meister in der Wartung war. Bisher mangelfrei.

Man sieht, es gibt die Fahrzeuge also doch noch. Gute Autos mit realistischen km-Leistungen und vernünftiger Wartunghistorie.

 

Fazit daraus >>> 5% der angebotenen 360 sind brauchbar, der Rest hat kleine oder größere Mängel oder ist gar schon ein Restaurierungsobjekt. 

 

Vielen Dank für Deine Berichterstattung. 

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  • 2 Wochen später...

Ähnliche Erlebnisse hatte ich auch.

Das beste war ein Verkäufer, der seinen 360er vor meinen Augen wie einen durchgerittenen 3er Golf behandelt hat.

Das arme Auto wurde mangels Platz zum einsteigen per Hand aus der Garage geschoben. Das erklärte dann auch die Kratzer in Tür und Außenspiegel.

Nicht für jeden ist ein 60000€ Ferrari etwas besonderes auf das man aufpassen muss.

 

Der den ich dann gekauft habe war auch nicht bis ins Detail perfekt. Dafür waren alle Rechnungen der vergangenen 12 Jahre dabei.

 

Sebastian

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