Jump to content
EUROPAS GROßE
SPORTWAGEN COMMUNITY
F40org

Lamborghini Aventador S

Empfohlene Beiträge

F40org
Erster Beitrag:
Letzter Beitrag:

AVENTADOR S - 760 PS

 

Launch im Januar 2017 auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia.

 

 

IMG_1719.JPG

  • Gefällt mir 2
Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
mbduc
Geschrieben

Er lässt wahrscheinlich schon Rückschlüsse auf das Facelift zu, oder ist es das Fahrzeug welcher hier als Facelift-Erlkönig zu sehen war?

 

Wird dieser ins normale Portfolio aufgenommen oder ist er limitiert wie der SV?

 

 

 

 

mbduc
Geschrieben

Ah ok, habs jetzt selbst nachgelesen....

 

Besser man informiert sich vorher, und schreibt dann :D

  • Gefällt mir 1
netburner
Geschrieben

Bislang sind es noch nur Computerretuschen. Lamborghini hat das Facelift des Aventador noch nicht offiziell präsentiert.

  • Gefällt mir 1
nero_daytona
Geschrieben

Da freuen sich die SV Owner bestimmt, die gerade 400k springen liessen, dass ihnen 2 Monate später ein neues Derivat mit 10 PS mehr vor die Nase gestzt wird ;)

  • Gefällt mir 2
F40org
Geschrieben

Und ansprechender sieht der S auch aus, da er auf dieses aufdringliche SV-Flügel- und Spoilerzeugs verzichtet. 

  • Gefällt mir 1
mbduc
Geschrieben
vor 24 Minuten schrieb nero_daytona:

Da freuen sich die SV Owner bestimmt, die gerade 400k springen liessen, dass ihnen 2 Monate später ein neues Derivat mit 10 PS mehr vor die Nase gestzt wird ;)

.. und das (möglicherweise) mit neuem Infotainment aus dem Centenario und Hinterachslenkung :-))!

  • Gefällt mir 1
stelli
Geschrieben

Hoffentlich ändern die mal endlich die zwar bildschönen, aber leider sehr unbequemen Racingesitze ab. X-)

 

Gratulation an die, die einen sofort nächstes Jahr bekommen. Bis jetzt hat die NL Düsseldorf gerade mal eine einstellige Anzahl an Autos für 2017 zugesagt bekommen. Ein Witz gegenüber den SV Auslieferungen dieses Jahr..... 

  • Gefällt mir 1
rudifink
Geschrieben

@stelli 

 

Wärst Du bitte so freundlich und würdest mir etwas Unterstützung geben. Vom SV wurde noch 500 ausgeliefert, wieviele sind denn für den Aventador S vorgesehen, denn eine einstellige Anzahl bezogen auf die Welt sind doch auch gleich 500. Sind bei euch schon alle verkauft? Konnte die den jeder kaufen oder musste man wie beim SV schon welche vorher gefahren haben? Wäre toll wenn Du etwas schreibst, vor mir aus auch etwas viel mehr .-) Danke Dir

racer3000m
Geschrieben

Heckspoiler oder nicht, der Aventador ist so aufdringlich, ob da nun ein Heckspoiler verbaut ist oder nicht, tut nichts zur Sache!

Und die Front ist beim Aventador S nochmal deutlich Heftiger als beim SV, also ein schlechtes Argument mit dem Spoilerzeugs......mit solchen Antworten wird nur versucht, einzigartige Autos wie den SV runterzuspielen ;)

F40org
Geschrieben

Nö, denn der SV und auch der SV Roadster haben ihre Berechtigung und sind eben "wild"

Mir persönlich gefällt nur der "normale" Aventador besser weil ich diese "lauten" Auftritte von Fahrzeugen nicht so mag. 

 

Ich habe mittlerweile Bilder vom S gesehen und ist eigentlich ganz stimmig - muss man aber eben auch in Natura sehen. 

Karl
Geschrieben

Der Aventador S ist in der Tat die Modellpflege ("Facelift") des Aventador LP700-4. Von diesem werden dieser Tage die letzten Fahrzeuge vom Band laufen, ebenfalls vom LP750-4 SV als Coupé und Roadster.

 

Die Produktion ist nicht "limitiert", wobei Lamborghini nur ca. 1.100 Aventador-Chassis pro Jahr produzieren kann und auch nicht vor hat, die Stückzahl zu erhöhen. Chassis wie beispielsweise Motor sind tatsächlich noch reine Handarbeit, daher die geringe Stückzahl. Zu Beginn einer neue Modellgeneration lässt man sich dann in der Fertigung eher sogar noch mehr Zeit bis alle Räder in einander greifen, daher die geringe Stückzahl für 2017.

 

Wer wissen möchte, wie sich der S fährt, lese den Fahrbericht des Centenario in einer der letzten sport auto.

 

Der SV als Coupé und Roadster wird in der Historie der V12-Lamborghini immer einen besonderen Status haben, auch wenn sich der S vermutlich "besser" fährt. Wobei ich persönlich es eher für vermessen halte, hier eine Wertung hinein zu bringen, es entscheidet der individuelle Geschmack. Was so auch innerhalb der Lamborghini-Szene und der -Käufer nicht anders gelebt wird.

  • Gefällt mir 4
Olaf.sch
Geschrieben

am 19. sind wir alle ein wenig schlauer dann wird er ja vorgestellt lt. lamborghini teaser

rudifink
Geschrieben

Das ist er zu 100 %. 

Bildschirmfoto 2016-12-17 um 20.50.10.png

  • Gefällt mir 1
rudifink
Geschrieben

Der Lamborghini Aventador S mit stärkerem V12-Saugmotor mit 544KW/740 PS. • 0-100 km/h in 2,9 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 350 km/h. Preis 335.050 Euro zzgl. Frachtkosten. Trockengewicht 1.575 kg und Leistungsgewicht von 2,13 kg/PS Hinterradlenkung

457865.jpg

457868.jpg

457900.jpg

457901.jpg

457905.jpg

457907.jpg

  • Gefällt mir 3
OlliSLS82
Geschrieben

Ganz ehrlich, die erste Version des Aventador ohne dieses SV geraffel etc. gefällt mir am besten.

Beim neuen hier, mag ich das Heck und die neuen zusätzlichen Anbauteile nicht so wirklich...

 

Ansonsten finde ich den Aventador allerdings ein wirklich cooles Auto :-)

rudifink
Geschrieben

Aventador ist cool. Huracan aber sympathischer für mich. 

Bildschirmfoto 2016-12-19 um 11.20.02.png

Bildschirmfoto 2016-12-19 um 11.20.07.png

F40org
Geschrieben

IMG_2142.JPG

racer3000m
Geschrieben
Am 19.12.2016 um 11:18 schrieb OlliSLS82:

Ganz ehrlich, die erste Version des Aventador ohne dieses SV geraffel etc. gefällt mir am besten.

Beim neuen hier, mag ich das Heck und die neuen zusätzlichen Anbauteile nicht so wirklich...

 

Ansonsten finde ich den Aventador allerdings ein wirklich cooles Auto :-)

Dann ist für Dich die Qual der Wahl ja nicht wirklich schwierig OlliSLS82 dann kaufst Du Dir den "normalen " Aventador:-))!

OlliSLS82
Geschrieben

@racer3000m Soweit der Plan ja. Allerdings finde ich die Preise für den Aventador insgesamt noch sehr sehr hoch.
Da werd ichnoch ne weile zuschauen oder es kommt wieder was aus Maranello :-)

F40org
Geschrieben

Da is a ja!

IMG_3643.JPG

IMG_3645.JPG

IMG_3646.JPG

Thrawn
Geschrieben

Sehr interessant, was Dan Trent hier über das Fahrverhalten sagt, bzw. demonstriert:

 

 

F400_MUC
Geschrieben

Davon werden sicher viel zu viel gebaut, die Dinger sind arachaisch und nicht besonders schnell und der horrende Wertverlust wird dazu führen, dass ich einem Erstkäufer das Ding aus Mitleid ganz billig abnehmen muss.

Chief-Master
Geschrieben

Bitte seid mir nicht böse, aber die Felgen gefallen mir auf dem Auto überhaupt nicht. Bin mehr der Fan von grob-speichigen Felgen.

Karl
Geschrieben
vor 22 Stunden schrieb F400_MUC:

Davon werden sicher viel zu viel gebaut, die Dinger sind arachaisch und nicht besonders schnell und der horrende Wertverlust wird dazu führen, dass ich einem Erstkäufer das Ding aus Mitleid ganz billig abnehmen muss.

Hier muss ich widersprechen. Wer den Markt moderner, unlimitiert gefertigter (Super-)Sportwagen in den letzten fünf, sechs Jahren verfolgte (und ich tue das beruflich seit bald 13 Jahren), durfte erfreut feststellen, dass der Lamborghini Aventador mit das wertstabilste Automobil am Markt war.

 

Wie sich die Preise des Aventador S entwickeln, steht natürlich in den Sternen. Doch der bisherige Auftragseingang lässt für die nahe Zukunft nicht auf einen Rückgang der Nachfrage schließen.

  • Gefällt mir 5

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Erstelle ein neues kostenloses Benutzerkonto.

Jetzt registrieren

Anmelden

Bereits Mitglied? Melde dich hier an.

Bereits registriert?

  • Ähnliche Themen

    • Siegi
      Hallo Lamborghini Fahrer und Freunde,

      Ich habe überrascht festgestellt dass in Youtube ein Video von einem brennendem Aventador eingestellt ist.
      Es ist hier immer wieder die Rede davon dass das Feuer in der Nähe des linken Hinterreifens ausgebrochen ist.
      Hat hier im Forum schon jemand nähere Details über die Ursache?

      MfG
      Siegi
    • Gawron
      Hallo Freunde verkaufe ein nagelneues Aero Kit für Aventador S - 40%
      Fahre einen SV in rot als Coupe
      Wollte unbedingt einen Roadster haben und habe einen S bekommen.
      hatte aber keinen Spass daran.
      Hab ihn wieder verkauft und meinen SV behalten.
      Wer möchte das Aero Kit Neu, mit 40% Nachlass
      Es handelt sich um Heckspoiler und Frontlippe aus Carbon
      LG
      Klaus
       
    • Aventador S
      Hallo an alle Petrolheads,
       
      möchte mich als Neuer kurz vorstellen:
      Wohne in Friedberg bei Augsburg, bin im Februar 53 Jahre alt geworden und schon immer Benzinkrank. Freue mich sehr über nette Benzingespräche mit Gleichgesinnten.
       
      LG Markus
       
       
    • F40org
      Ist das der SV vom Aventador S?
       

    • Karl
      Alle zehn Jahre…
      Nur alle zehn Jahre…
      Nur rund alle zehn Jahre präsentiert der italienische Superportwagen-Hersteller Lamborghini ein neues V12-Mittelmotor-Meisterwerk… Für wieder zehn lange Jahre…
       
      Zehn Jahre optische Aggression, Dramatik, Dekadenz… Zehn Jahre grobschlächtige Leistung, Geschwindigkeit, Fahrdynamik… Zehn Jahre vulgäres Image, prahlerische Flügeltüren, verdrehte Köpfe am Straßenrand, … Zehn Jahre Autobahn, Reeperbahn…, und zuletzt endlich auch Grüne Hölle…
      Und dieses Jahr ist es wieder soweit…
       
      Wie begegnet man einem neuen Meisterwerk…? Vielleicht, in dem man sich an seinen Vorgänger erinnert… Im Sommer des Jahres 2005 fuhr ich zum ersten Mal einen Lamborghini Murciélago. Ein Neuwagen, handgeschaltet, obwohl es das phänomenale E-Gear schon gab. Ich schwitzte, schimpfte, weinte…, der Murciélago war schwer, unübersichtlich, Schaltung und Kupplung eine Zumutung… Ein Begleiter fuhr in einem der ersten Ferrari F430 F1 Spider hinterher, ein Automobil, welches man damals mit Gold aufwiegen konnte. Während ich mit Schwielen an den Händen ausstieg, fertig mit der Welt, hatte er ein Vanille-Eis in der Hand… Und das war der Unterschied… Und ich begriff… Und lachte…, ob eines der letzten automobilen Abenteuer auf der Welt…
       
      Mit dem Murciélago LP640 wurde das Abenteuer ab 2006 zumindest in den Vorgarten verlegt, der Murciélago LP670-4 Superveloce verließ ihn 2009 wieder…, lautstark…, in Richtung Rennstrecke…
      Und jetzt…?
      Anfang Mai diesen Jahres kauern zehn Lamborghini Avendator LP700-4 auf dem Asphalt des Infield des Autodromo Vallelunga Piero Taruffi nahe Rom…, der Ewigen Stadt… Und bieten an, den Beweis abzulegen, fahrdynamisch zu halten, was aggressiv und messerscharf das Design verspricht…
       
      Schon im September 2010 sehe ich den Aventador LP700-4 zum ersten Mal…, daraufhin im November und Dezember wieder… Zuletzt hatten ihn die Verantwortlichen der Automobili Lamborghini S.p.A. in mattem gelb einfach so in die weitläufige Halle des hauseigenen Centro Stile gestellt…, ohne Scheinwerfer, ohne Bühne… Er wirkte wie ein gelbes Insekt…, ruhig gestellt…, ein Ufo, flach, breit, aggressiv… Wir kamen ihm zunächst nicht nahe, völlig fasziniert von dem Design und dem Mut seiner Kreateure…
       
      Dabei verspricht schon die Papierform, dass das Abenteuer inzwischen im Wohnzimmer stattfindet… Elektrisch verstellbare Sitze mit Sitzheizung, ein High-Performance Sound System, Multifunktionslenkrad, Parksensoren vorne und hinten inklusive Rückfahrkamera… Die Ausstattungsliste eines Bentley…? Karbon-Monocoque, Pushrod-Aufhängungen rundum, automatisiertes 7-Gang-ISR-Getriebe, 0-100 km/h in 2,9 Sekunden, 0-200 km/h in 8,9 Sekunden, 350 km/h Maximalgeschwindigkeit… Die technische Spezifikation eines Gruppe C Rennwagen…?
       
      Im Herbst 2010 sind noch keine Fahrten im Aventador LP700-4 möglich, lediglich Prototypen drehen weltweit ihre Runden, einige Chefredakteure namhafter Automobil-Magazine dürfen diese ein paar Kilometer testen.
       
      Erste Sitzprobe im September 2010 in Sant‘Agata Bolognese… Und erstaunen. Kopffreiheit... Ergonomie… Man sitzt, verehrte Countach-, Diablo- und Murciélago-Besitzer, gerade… Sowie bequem. Und sieht nach vorn. Das Lenkrad ergreift die Hand, nicht umgekehrt… Zur Mitte hin wird der Platz ab dem Becken nach vorn durch die ansteigende, hohe, breite Mittelkonsole begrenzt. Es ergreift mich das Gefühl, viel fokussierter als noch im Murciélago zum Zwecke des Fahrens im Aventador LP700-4 zu sitzen…, die Bedienelemente sind diesmal entsprechend erreichbar verteilt… Überhaupt viele Knöpfe, viele Bildschirme, viele Funktionen, doch alles professionell, logisch und modern… Man wird erwartet, nicht geduldet. Man darf angucken, auswählen, entscheiden. Man wird erhört, geleitet, informiert, gewärmt…
       
      Im Winter 2010 fließen die ersten Informationen…, über Technik, Design, Performance, Equipment. Die ersten Bestellungen gehen ein, immer mehr… In Sant‘Agata Bolognese berücksichtigt man derweil nur noch Kaufverträge mit dem Nachweis einer beim Vertragshändler geleisteten Anzahlung für die interne Planung und Vergabe in die Märkte… Inzwischen liegen beinahe 1.000 Bestellungen vor…, doch nur rund 400 Karbon-Monocoques können pro Jahr gefertigt werden, die Produktion läuft seit Ende 2010... Alles, ohne das bisher auch nur ein Kaufinteressent den Aventador LP700-4 gefahren ist… Die Erwartungen also steigen…
       
      Zurück in die Gegenwart.
      Im Mai 2011 steht er vor mir. Fahrbereit, vollgetankt, Öl und Reifendruck geprüft. Die Sonne brennt. Die Flügeltür schwingt leichtgängig nach oben, und dabei auch leicht nach außen. Dies demokratisiert geradezu den Einstieg, man taucht nicht mehr unter der Tür hindurch, sondern gleitet an ihr vorbei. Und da der Sicherheitsgurt inzwischen – wie bei jedem anderen Automobil auch – von außen nach innen läuft, setzt man sich nicht mehr, wie einst beim Murciélago, nachdem man sich an der Tür den Kopf gestoßen hatte, auf das außen liegende, unnachgiebig gelegte Gurtschloss. Ein Bluterguss und ein blauer Fleck weniger.
       
      Nachdem der Kubus von einem Schlüssel rechts vom Lenkrad in die dazugehörige Aufnahme eingeführt wird, startet man den Motor mittels eines Startknopfes unterhalb einer roten, hochzuklappenden Abdeckung. Es soll also Prozeß sein…, und es ist Prozeß. Laut bellend erwacht der – wieder – 6.5 Liter große V12-Motor, um unmittebar danach in einen die Nachbarn zufrieden stellenden, ruhigen Leerlauf über zu gehen. Man justiert – elektrisch – den Sitz, und manuell das Lenkrad, axial und vertikal. Über den rechten Schaltpaddel wird der erste Gang angewählt, woraufhin 700 PS mit den Hufen scharren, um spätestens bei 8.250 U/min vollständig jedweden per Gaspedal ausgesprochenen Befehl des Fahrers in Vortrieb umzusetzen.
       
      Und dann fährt er, der Aventador LP700-4, und das sofort spürbar erstaunlich leichtfüßig. Nicht unerheblich zu diesem Gefühl tragen die sehr leichtgängige Lenkung und das schlüssig und leicht Befehle umsetzende Gaspedal bei. Die Federung ist straff, aber ausreichend komfortabel. Wow…, noch nie fuhr sich ein Lamborghini-V12 so angenehm. Wer jemals einen Murciélago gefahren ist, selbst einen LP640, mache sich auf eine Überraschung gefasst. Die Lenkung ist selbst leichtgängiger als jene im Gallardo LP560-4, ich fühle mich eher an einen Ferrari 458 Italia erinnert. Großartig…
      Doch wehe wenn er losgelassen. Die automatisierte 7-Gang-ISR-Schaltung lässt weiterhin keinen Zweifel aufkommen, dass geschaltet wird. Doch noch nie ging es so schnell, und je nach angewähltem Modus – Strada, Sport oder Corsa – so geschliffen oder zackig brutal vonstatten. Die Beschleunigung ist nicht mehr und nicht weniger als abartig, die bereits genannten Papierwerte – 2,9 s, 8,9 s – nimmt man dem Aventador LP700-4 ohne Zweifel ab. Zumal jede Pferdestärke nur rund 2,5 kg bewegen muss, fahrfertig. Markerschütternd schreit der V12-Motor dabei seine Kraft heraus, der Aventador LP700-4 ist schon ab dem unteren mittleren Drehzahlbereich deutlich lauter als sein Vorgänger Murciélago. Der einem Gallardo LP570-4 Superleggera nicht unähnliche, allerdings etwas röhrendere Motorsound dringt hierbei weiterhin quasi ungefiltert in den Innenraum und zaubert dem Piloten ein kreisrundes Grinsen ins Gesicht.
       
      Auf den Geraden des Autodromo Vallelunga erreichten wir sicher Geschwindigkeiten bis zu 250 km/h, die Bremspunkte waren von den in Lamborghini Gallardo LP570-4 Superleggera voraus fahrenden Instruktoren laienfreundlich früh angesetzt. Nichtsdestotrotz erlebte ich im Aventador LP700-4 erst zum zweiten Mal in meinem Leben, dass ich mich ab Tempo 200 fragte, warum sich die Beschleunigung gefühlt nicht auch nur ein kleines bisschen reduzierte. Alle anderen aktuellen Seriensportwagen beginnen ab Tempi über 200 km/h zu arbeiten, später zu kämpfen, gegen Luft, die die Konsistenz von Haferbrei angenommen hat. Doch hier schien die Physik außer Kraft gesetzt, der Aventador LP700-4 schiebt, und schiebt, und schiebt… Unglaublich... Mein erstes Mal…? Im Bugatti Veyron 16.4…
       
      Das Einlenkverhalten des Aventador LP700-4 führt die V12-Lamborghini nicht mehr und nicht weniger als in eine neue Dimension der Fahrdynamik. Eine wie gesagt leichtgängige Lenkung, ein reduziertes Gewicht und die zu einer gefühlten Leichtigkeit und meßbar erhöhten Fahrstabilität beitragenden Pushrod-Aufhängungen lassen den Kenner in Kurven zweifeln, ob man nicht doch in einem Lamborghini Gallardo LP570-4 Superleggera oder Ferrari 458 Italia Platz genommen hat. Zum ersten Mal ist es gelungen, die grundsätzlichen fahrdynamischen Eingriffe des – natürlich – immer noch hohen Fahrzeuggewichts und der – zum Glück – aggressiv ausladenden Aluminium-Karosserie zu begrenzen. Selbstverständlich spürt man weiterhin, dass man in mehr und größer unterwegs ist als in den vorgenannten kompakteren Supersportwagen, die Physik lässt sich nicht komplett überlisten. Doch ist es kein Vergleich zu einem Murciélago jedweder Generation, oder auch einem Ferrari 599 GTB Fiorano.
       
      Ein Schieben über die Vorderräder konnte ich selbst bei für mein Dafürhalten aggressiver Einfahrt in Kurven nicht feststellen. Je nach angewähltem Fahrmodus und Güte der Reifen war es später das Heck, welches am Kurvenausgang bei zu schnellem und forschen Einsatz am Gaspedal anfing zu tänzeln – herrlich . Dabei sind die variablen Lufteinlässe hinter den Seitenfenstern stets aktiv. Mit bemerkenswerter Zackigkeit öffnen und schließen sie, unabhängig voneinander. Und im Unterschied zum Murciélago öffnen sie nach innen, gesteuert rein von der Fahrzeugelektronik, ein manuelles Öffnen im Stand ist nicht mehr möglich. Auch der sich über die Breite des kompletten Hecks erstreckende, zackig geschwungene Heckspoiler arbeitet behende, es ist nicht mehr und nicht weniger als schlicht eine Augenweide, wenn er nicht nur nach oben, sondern sich auch nach hinten ausfährt. Wer braucht da noch einen martialischen Heckflügel...
       
      Und auf den den Kurven folgenden Geraden jedes Mal Beschleunigung…, Druck, Druck, Druck…, das maximale Drehmoment von 690 Nm wird schon bei 5.500 U/min ausgeschüttet. Die Gänge knallten im Corsa-Modus nur so herein, leichtgewichtig flog der Aventador LP700-4 geradezu über den Asphalt, der absolute Wahnsinn… Vor allem, da hier direkt nach erfolgtem Gangwechsel das Fahrzeug einen spürbaren, kurzen Satz nach vorne macht, als wolle es die bei dem Gangwechsel verloren gegangene Zeit und Meter versuchen einzuholen. Unfassbar. Die Besitzer von Murciélago und Gallardo kennen das Phänomen ebenfalls, doch erfolgt dort der Satz eher seit- anstatt vorwärts.
       
      Das Bedienfeld zur Auswahl der Fahrmodi Strada, Sport und Corsa platzierte Lamborghini in der Mittelkonsole. Mit jenen nimmt der Pilot Einfluss auf die Art und Weise der Schaltung, die Lenkung, die Verteilung der abnormen Kraft zwischen Vorder- und Hinterachse sowie die Kraftentfaltung. Ausdrücklich ausgenommen hiervon ist – wie auch beim Vorgänger Murciélago – das Fahrwerk. Die Pushrod-Aufhängungen – deren Federn Lamborghini an der Hinterachse auf Wunsch in gelb liefert, um so durch die ebenfalls auf Wunsch gläserne Motorhaube mit eben dieser aufwändigen, Fahrdynamik fördernden Fahrwerkstechnik zu prahlen – sorgen über alle Fahrmodi verteilt für einen gleichbleibend zwar sportlichen, doch niemals knüppelharten Federungskomfort.
       
      Die Bremsen sind über jeden Zweifel erhaben. Nicht nur die Art und Weise, wie sie zupacken, sondern auch und vor allem die Standfestigkeit, waren erstaunlich. Den gesamten Tag über jagten wir die Fahrzeuge sicher nicht allzu weit weg vom fahrdynamischen Limit über den Rundkurs – doch selbst am Abend waren es lediglich und völlig verständlich die Reifen, welche einen besonnenen Bremseinsatz am Ende der Geraden und in den Kurven erforderlich machten. Druckpunkt und Vehemenz der Karbon-Keramik-Bremsanlage blieb gefühlt auf ein und demselben hohen Niveau.
      Am Nachmittag stellten wir die zehn Aventador LP700-4 wieder ab…, die Motoren knisternd, die Kühler rauschend, die Reifen heiß… Und die Piloten grinsend, feixend, aufgedreht. Wie das halt so ist…, nach dem ersten Mal…
       
      Fahrdynamisch ist der Aventador LP700-4 als luxuriöser, allradgetriebener V12-Supersportwagen nicht mehr und nicht weniger als eine Offenbarung. Er ist eigentlich noch schneller und lauter als er aussieht, und balanciert geradezu bravourös auf dem schmalen Grat zwischen Genialität und Wahnsinn…
      Wobei er deutlich genialer ist als wahnsinnig. Dem Trend, sich neuen Kundenkreisen zu öffnen, hat sich Lamborghini – wie Aston Martin, Porsche, Bentley, Ferrari etc. – klugerweise nicht verschlossen. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit… Mit dem Aventador LP700-4 hat Lamborghini ein Hightech-Supercar aufgelegt, welches alles besser macht, überhaupt mehr kann und sich schneller erschließt als – und somit genauso wie einst – seine vier Vorgänger… An die er damit nahtlos anschließt…
      Der Miura war die Idee, der Countach der Urknall, der Diablo stolzer Demokrat, der Murciélago ein Krieger…
      Der Aventador ist ein König…
      Er lebe hoch:

×