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kyle 34

Zukunft von Maserati?!

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kyle 34
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Maserati hatte in der Vergangenheit oft Absatzschwierigkeiten. Es drohte häufig eine Insolvenz. Sergio marchionne möchte Maserati mit neuen Modellen wieder zum Erfolg führen! Was denkt Ihr darüber, wird Maserati es schaffen oder gehen sie unter wie Lancia?

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cinquevalvole
Geschrieben

Firmenpolitik war Lancia an die Wand zu fahren. Vorsätzlich. Die aneinandergereihten Fehlentscheidungen zu Lancia sind kein Zufall. Für Alfa und Maserati werden die Aktionäre analoge negative Entwicklung nicht sehen wollen.

Die Modellpalette von Maserati mag zwar etwas breit sein für die geringen Stückzahlen, aber die Zusammenarbeit mit Ferrari hilft ihnen dafür sehr. (z.B. bei Antrieb V8, Lackierung, Einkauf von Komponenten, Entwicklung,  usw  ... )

 

ilTridente
Geschrieben

Der Granturismo /Grancabrio verkauft sich zwar sehr dürftig , ok sind ja bald 9 Jahre auf dem Markt aber die neuen Modelle speziell Ghibli als Diesel , verkaufen sich blendend . 

hugoservatius
Geschrieben

...aber die neuen Modelle speziell Ghibli als Diesel , verkaufen sich blendend . 

Womit das Ende der Marke als exclusiver Hersteller feiner GT's und Limousinen bevorstehen dürfte.

So fing es bei Alfa und Lancia an und bei Jaguar mit dem kindischen MK II-Klon S-Type. Die Vorstellung, einen geleasten Mittelstands-Maserati mit Dieselmotor auf den Parkplätzen deprimierender Seminarhotels bei der Vertriebsschulung der Mitarbeiter mehr oder minder seriöser Finanzdienstleister zu sehen, läßt mich erschaudern!

Eine der Ikonen des italienischen Automobilbaus mit dem nagelnden Selbstzünder des Rudolf D. unter der Haube sich vorzustellen, ist ähnlich verlockend wie der Anblick von Cathérine Deneuve mit Kittelschürze und Lockenwicklern.

Man hätte nach dem wundervollen 4200 GT und dem grandiosen Quattroporte V einfach die Produktion einstellen und die Marke sterben lassen sollen, statt ihr die öffentliche Demütigung anzutun, sie zu profanisieren und zu verdieseln.

Betrübte Grüße, Hugo.

Stig
Geschrieben

Womit das Ende der Marke als exclusiver Hersteller feiner GT's und Limousinen bevorstehen dürfte.

 

...durch das technische Novum des Dieselmotors zum einen, zum anderem durch den damit verbundenen Wechsel der Klientel dieser Marke.

Die Leute, die heute Diesel-Maserati (wie blöd das klingt) fahren, hätte man auch unter Alfa-Romeo bedienen können.

Aber wen wundert die aktuelle Stillosigkeit dieses Konzern noch, wenn der CEO angezogen ist wie der Teilzeitangestellte aus der Kreditoren-Buchhaltung.   

Gast Tiescher
Geschrieben

Hugo,

 

ein Großteil der Autofahrer ist glücklich nun einen tollen Maserati als Firmen-Leasing-Schlurre zu haben und hat keine Ahnung von der Tradition der Marke, den einmaligen GTs und begehrenswerten Sportwägen. Somit bleibt die öffentliche Demütigung mangels Beteiligung einfach aus.

san remo
Geschrieben

Für die,die sich mit dieser Marke indentifizieren und immer als etwas besonderes ansahen schon, die öffentliche Demütigung!

erictrav
Geschrieben

Die neuen Modelle sprechen mich persönlich nicht mehr an. Allerdings verkaufen sie sich recht gut und sichern somit wohl den Fortbestand der Marke.

Natürlich waren 4200 oder QP V schöne, stivolle Autos. Leider geht es Maserati nicht anders als den anderen Herstellern und muss sich auf die aktuellen Gegebenheiten in den Märkten einstellen.

JaHaHe
Geschrieben

Dass sich der neue Dieselbomber "verkauft" ist doch kein Wunder, man beachte die Leasingraten für dieses Auto....

hugoservatius
Geschrieben (bearbeitet)

Die neuen Modelle sprechen mich persönlich nicht mehr an. Allerdings verkaufen sie sich recht gut und sichern somit wohl den Fortbestand der Marke.

Natürlich waren 4200 oder QP V schöne, stivolle Autos. Leider geht es Maserati nicht anders als den anderen Herstellern und muss sich auf die aktuellen Gegebenheiten in den Märkten einstellen.

Das ist die übliche Argumentation, wenn ein großer Konzern sich eine Nobelmarke sichert und diese dann mit Massenmodellen profanisiert und in der Regel ruiniert. Der Kardinalfehler ist, daß man glaubt, mit einer solchen Marke alles machen zu können, wenn sie einen großen Namen hat. Aber funktionieren tut es nie, oder jedenfalls fast nie,

Ford kaufte Jaguar, profanisierte das Unternehmen mit S- und X-Type und verkaufte es dann günstig an die Familie Tata, nachdem sie gemerkt hatten, daß die Politik der Profanisierung nicht aufging. Das gleiche haben sie mit Aston Martin gemacht, und in Maßen mit Volvo, nur daß es da weniger zu verlieren gab, außer vielleicht dem Image des Intellektuellen-Autos, ähnlich wie bei Saab, eine der Marken, die GM ruiniert hat.

Volkswagen kaufte Bentley und hat aus dem Auto englischer Aristokraten, europäischer Lebemänner und schweizerischer Privatbankiers ein Footballplayers-Wifes-Car gemacht.

Fiat hat eine erhebliche Anzahl ruinierter Autofirmen zu bieten, zunächst die feinste, innovativste Automarke Italiens, Lancia, dann Alfa Romeo, auf eine bestimmte Art auch Ferrari, aus dem hocheleganten, exclusiven und elitären Supersportwagen für Playboys, Filmschauspieler, Industriellenerben und privatisierende Rennfahrer wurde ein Massenartikel für - nein, das kann ich hier nicht schreiben, ohne gelyncht zu werden... - und nunmehr ist Maserati dran.

Der feinere Ferrari wird zum Leasingauto für Strukturvertriebler, mittels günstiger Raten wird eine Limousine der Mittelklasse in die selbige gedrückt und der Leasingnehmer kann sich scheinbar fühlen wie Alain Délon in "Der Swimmingpool", nur daß dieser Ghibli nichts mit seinen beiden Namensvettern aus der Vergangenheit zu tun hat und sich in der Regel auch keine Frau wie Romy Schneider auf dem Beifahrersitz räkelt...

Und als nächstes kommt dann das übliche SUV, danach der Wagen der unteren Mittelklasse und dann ist es so weit, wenn man gefagt wird, was für einen Wagen man fährt und es handelt sich um einen richtigen Jaguar, Aston Martin oder eben Maserati, dann muß man sagen: "Einen Maserati, aber einen richtigen, so einen mit hohem CO2-Ausstoß, vielen Zylindern und Werkstattrechnungen und einem Design zum Niederknien!".

Vorbei, es ist einfach vorbei, die solvente Kundschaft mit der entsprechenden Leidenschaft für einen wirklich exclusiven Wagen gibt es zwar noch, aber sie wird nicht mehr bedient und treibt deshalb die Preise für klassische Automobile in die Höhe oder kauft resigniert ein 6er-Grand Coupé und die Profanisierung der früheren Nobelmarken zwecks kurzfristiger Gewinnmaximierung wird unter dem Vorwand, daß diese sonst nicht überleben könnten, so lange betrieben, bis sie tot sind.

 

Sich Romy Schneider nicht in einem Heizölmaserati vorstellen wollende Grüße, Hugo.

 

 

bearbeitet von hugoservatius
erictrav
Geschrieben

Hallo Hugo,

leider hast du Recht. Allerdings kann ich mitr nicht vorstellen, daß die aktuelle Zielgruppe von Maserati Romy Schneider oder Alain Delon kennt.

Man darf auch nicht vergessen, Jaguar, Land Rover und auch Bentley sind derzeit sehr erfolgreich. Wobei Bentley auch noch einen Phaeton als Basis nutzt. Besonders Bentley treibt mir derzeit die Tränen in die Augen. Dieser Bentayga, einfach schrecklich.

Generell sind mir die alten Baureihen auch lieber, der Arnage, der X308, QP V u.s.w., vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich mit Ende 40 nicht mehr jede Mode mitmache.

 

 

cinquevalvole
Geschrieben

Der Granturismo /Grancabrio verkauft sich zwar sehr dürftig , ok sind ja bald 9 Jahre auf dem Markt aber die neuen Modelle speziell Ghibli als Diesel , verkaufen sich blendend . 

Kann jemand mit Stückzahlen dienen?

 @ Hugo: Können gerne lamentieren über die neuen Leasing Ghibli Diesel. Müssten wir aber nicht wenn die Leut mehr GranCabrio und MC Stradale kaufen würden.

erictrav
Geschrieben

September 15: Ghibli 79 Stück, davon 61 Diesel

QP 11 Stück, davon 7 Diesel

Grantourismo 10 Stück

 

Zum Vergleich, Jaguar XF 102 Stück, alles Diesel, Lexus GS 8, Volvo V70 322 Stück, 300 Diesel, XJ 17 Stück, 10 Diesel.

Tesla Model S: 133

Bentley Continental 27

Phaeton 113, sicher alle für ie neuen im OMK ;-)

 

guzzi97
Geschrieben

Ach Hugo.
immer dieses "ewig" gestrigen...ein Alfa ist kein Alfa mehr weil er FIAT gehört und Frontantrieb hat.
Sorry,. aber die "ollen" Kamellen kann ich echt nimmer hören.

Um "heute" zu überleben reicht es nicht mehr "schöne" udn tolle Autos für einige wenige zu bauen, sondern, mann muss sich auch für den "Massenmarkt" interessant machen.
Siehe Jaguar, früher, ähnlich wie Maserati, nur von einer bestimmten Klientel gekauft und heute, feiern sie einen Verkaufsrekord nach dem anderen, ähnlich wie Maserati.
Was ist daher schlecht an dem Konzept ?
Nur, weil einigen wenigen der Maserati nicht mehr ein "echter" Maserati ist ?

Was ist den schon echt, ein Lambo ist ein VW, eine Ducati ebenfalls..dennoch, finde ich, genaus wie Ferarri, haben sie noch eine "eigene" Seele und genau darum gehts doch.

Ich vermute aber, dass Alfa Romeo demnächst zu Grabe getragen wird und Maserati hier dann die "exclusive" Marke von FIAT sein wird.
Warum, nu ja, wenn ich sehe, wieviele AR Händler / Werksätten in den letzten 5-Jahren (nach Produtkionsende des 159er) die Verträge gekündigt haben und somit für eine "Ausdünnung" der Serviceparnter sorgten, dann zweifle ich an eine "wiederauferstehung".
Die Giulia erinnert mich irgendwie an einen "Kometen", der kurz aufleuchtet um dann endgültig im Universum zu verschwinden.

Denn, welcher "normalo" fährt "freiwillig" 30 bis 50km zum nächsten Servicepunkt, wenn er einen VAG, MB, BMW, ja selbst Hyundai überall "umme" Ecke zu finden ist.
Dazu kommt, dass der "Pullover" nichts gegen das 80ziger Jahre Image tut.

Von daher, wer kauft unter den o.g,. Umständen, ein 80.tsd € Teure "Schrottlaube" ?

Fazit :

- Maserati ist dabei, so stark wie nie zuvor zu werden
und
- Alfa Romeo ist dabei zu verglühen..genauso wie Lancia.

Grüße

emuman
Geschrieben

Ein Auto ist ein Stück Technik und am Ende benötigt eine exklusive Marke auch exklusive Technik, um besonders zu sein. Da die Technik der "profanen" Massenhersteller aufgeholt hat, da diese sämtliche Fahrzeugklassen bedienen können, bekommt eben Bentley VW-Technik, Rollce Royce -BMW, Aston Martin -Mercedes und Maserati teilt sich die Technik mit Alfa/Chrysler.

Ich finde diese Autos, die aus Konzernbaukästen zusammengebaut werden langweilig. Unterscheidungsmerkmale beschränken sich dann auf den Kühlergrill, Aufwand bei der Innenausstattung und den Preis. Da diese Produkte gesichtslos sind, wird in groß angelegten Marketingaktionen die Firmenhistorie beschworen und die Autos oft zusammen mit ihren "Vorgängern im Geiste" den Autozeitschriften präsentiert, die das dankbar annehmen und auch so in ihren Artikeln immer wieder krampfhaft versuchen, Bezüge zur Historie herzustellen.

Aber auch wenn diese Autos langweilig sind, können sie einfach durch die Kombination ihrer technischen Reife mit einem gelungenen Design gefallen, vor allem bei den 99% der Käufer, die sich nicht Technik im Allgemeinen und für ingenieurstechnische Feinheiten bei Lösungen interessieren, sondern die Autos dann nach Messgrößen vergleichen.

Der Maserati Ghibli hat einfach einen schön klingenden Namen, ist in Großserie beim Händler um die Ecke zu bekommen und ist alltagstauglich. Da er technisch dem Alfa entspricht, ist die Produktion nicht zu teuer und es kann funktionieren, bei anderen Imagegetragenen Brands wie Audi, Lexus, Bentley und Infiniti funtioniert es ja auch. Wobei Maserati den Vorteil hat, nicht erst als Marke aufgebaut zu werden, sondern durch seine Historie dem Marketing die Arbeit erleichtert.

 

hugoservatius
Geschrieben (bearbeitet)

Die neuen Modelle sprechen mich persönlich nicht mehr an. Allerdings verkaufen sie sich recht gut und sichern somit wohl den Fortbestand der Marke.

Ob sie den Fortbestand der Marke sichern?

Wohl kaum der Marke im ursprünglichen Sinn, die Marke verkommt zur leeren Hülle, fürchte ich.

 

 @ Hugo: Können gerne lamentieren über die neuen Leasing Ghibli Diesel. Müssten wir aber nicht wenn die Leut mehr GranCabrio und MC Stradale kaufen würden.

Mit dem Gran Tourismo und dem Gran Cabrio fing das Übel doch an, zu groß, zu laut, zu aggressiv, die Aura verschob sich von Mailänder Kunsthistoriker zu Berliner Türsteher...

 

Ach Hugo.
immer dieses "ewig" gestrigen... (...)
Sorry,. aber die "ollen" Kamellen kann ich echt nimmer hören.

Um "heute" zu überleben reicht es nicht mehr "schöne" udn tolle Autos für einige wenige zu bauen, sondern, mann muss sich auch für den "Massenmarkt" interessant machen.
Siehe Jaguar, früher, ähnlich wie Maserati, nur von einer bestimmten Klientel gekauft und heute, feiern sie einen Verkaufsrekord nach dem anderen, ähnlich wie Maserati.
Was ist daher schlecht an dem Konzept ?
Nur, weil einigen wenigen der Maserati nicht mehr ein "echter" Maserati ist ?

(...)

Denn, welcher "normalo" fährt "freiwillig" 30 bis 50km zum nächsten Servicepunkt, wenn er einen VAG, MB, BMW, ja selbst Hyundai überall "umme" Ecke zu finden ist.

Genau diese dusselige Argumentation habe ich erwartet.

Du hast es nicht verstanden. Eine Marke wie Maserati darf keine Autos für den Massenmarkt bauen, dann ist der Mythos zerstört, einen solchen Wagen darf man nicht leasen können, er darf nur von einer bestimmten Klientel gekauft werden können, er muß seinem Besitzer bestimmte Hürden, wie ein dünnes Servicenetz oder hohe Kosten, auferlegen. Sonst ist es kein Traumwagen mehr, sondern ein ganz normales Auto für, wie Du so schön schreibst, "Normalos". Und wenn Normalos einen Maserati fahren, mag ich keinen Maserati mehr fahren. Jedenfalls keinen aktuellen.

Das Problem ist die Demokratisierung solcher Marken, die automatisch eintritt, wenn man hohe Stückzahlen produzieren will, dafür braucht man ein massenkompatibles Modell und dieses darf deshalb nicht viel kosten, muß "fuhrparkfähig" und "leasingtauglich" sein, ein Traumwagen wie ein richtiger Ghibli, ein alter Jaguar E-Type oder ein Ferrari Daytona kostete soviel wie ein Einfamilienhaus in der Vorstadt, trank für zwei und kostete den Gegenwert eines gebrauchten Kleinwagens beim großen Service, der nur in einigen, wenigen Großstädten auf dem Kontinent gemacht werden konnte.

Dadurch und durch seine atemberaubende Form, seine Seltenheit, seine monströse Leistung und seine unvergleichliche Aura war er ein Traumwagen und blieb es auch für sehr viele Menschen. Ein moderner XF, Ghibli oder Vantage hat alle diese Attribute nicht mehr. Und ist deshalb für mich eben kein richtiger Jaguar, Maserati oder Aston Martin. Und träumen mag ich davon auch nicht, denn träumen sollte man nur von Dingen, die wirklich besonders sind.

 

Philosophisch-unzeitgemäße Grüße, Hugo.

bearbeitet von hugoservatius
Gast amc
Geschrieben

Mit dem Gran Tourismo und dem Gran Cabrio fing das Übel doch an, zu groß, zu laut, zu aggressiv, die Aura verschob sich von Mailänder Kunsthistoriker zu Berliner Türsteher...

Das sehe ich auch so. Ich fand sogar schon die "GranSport"-Evolution des 4200 Coupé und Spyder ziemlich fragwürdig.

Philippr
Geschrieben

Das sehe ich auch so. Ich fand sogar schon die "GranSport"-Evolution des 4200 Coupé und Spyder ziemlich fragwürdig.

Das klingt aus dem Munde eines BMW M Fahrers schlichtweg deplatziert. 

guzzi97
Geschrieben

Hugo,

ich habe verstanden :)
Fahrzeuge wie Maserati, Lambo, Ferrari & CO sollen, Deiner Ansicht nach,  für den "normal" sterblichen unerreichbar sein und nur einer kleinen Zahl von wohlhabenden Käufern zugänglich sein.

Das funktioniert in der heutigen Zeit einfach nicht mehr, dafür sind u.a. die Aktionäre zu gierig :)

Zudem, durch den Einzug von Komfort-"Technik", anderem "Schnickschnack" und immer kürzer werdenden Modellzyklen, schnellen die Entwicklungskosten derart in die Höhe, dass Herstellern wie Maserati, Jaguar & Co sehr schnell die "Luft" ausgehen würde und mit den paar "Enthusiasten", die sich die Fahrzeuge leisten könnten, würde so ein Hersteller nicht mehr überlebensfähig sein.

Daher, auch wenns es "Dich" schmerzt, das ist der Zahn der Zeit um heute überleben zu  können.

hugoservatius
Geschrieben (bearbeitet)

Hugo,

ich habe verstanden :)
Fahrzeuge wie Maserati, Lambo, Ferrari & CO sollen, Deiner Ansicht nach,  für den "normal" sterblichen unerreichbar sein und nur einer kleinen Zahl von wohlhabenden Käufern zugänglich sein.
(...)

Richtig, das ist das Wesen von Traumwagen. Für die Mehrheit unerreichbar zu sein. So ähnlich, wie mit anderen Träumen auch, daher der Begriff.

Wobei ich den Zusammenhang mit der Wohlhabenheit nicht in den Vordergrund stellen würde, sondern eher auf einen entsprechenden Hintergrund verweisen würde, der im Idealfall Bildung, Herkunft, Anspruch und den daraus resultierenden, wirtschaftlichen Erfolg umfaßt.

Oder, wenig politically correct formuliert: Ohne einen gewissen Hintergrund wird man einen echten Maserati, Jaguar, Aston-Martin et al. nicht wertschätzen können. Und in diesem Fall ist es dann auch egal, ob da ein Selbstzünder unter der Haube werkelt, Hauptsache der Dreizack oder der Leaper ist vorne dran...

 

Elitäre Grüße, Hugo, der auch noch von manchem Traumwagen träumt.

bearbeitet von hugoservatius
ilTridente
Geschrieben

ja klar was war denn der "alte klassische Maserati" wo die Marke angeblich eurer Ansicht nach wieder hin soll ? 224 , 422 ? Oh Gott die gefielen und gefallen mir nicht und da spüre ich null Emotionen . Oder doch einen neuen Bora , Merak , Khamsin ?!Ja klar die sind super aber wären heutzutage wohl für die Sterblichen unbezahlbar .

Zur heutigen Zeit gibts kein Auto das den Namen GT mehr verdient wie eben der Maserati Granturismo . Für mich eines der schönsten Autos der Neuzeit . ZU gross ? Welches Auto wird nicht immer grösser , wir Menschen ja auch !

Caremotion
Geschrieben

Ob sie den Fortbestand der Marke sichern?

Wohl kaum der Marke im ursprünglichen Sinn, die Marke verkommt zur leeren Hülle, fürchte ich.

 

Mit dem Gran Tourismo und dem Gran Cabrio fing das Übel doch an, zu groß, zu laut, zu aggressiv, die Aura verschob sich von Mailänder Kunsthistoriker zu Berliner Türsteher...

 

Genau diese dusselige Argumentation habe ich erwartet.

Du hast es nicht verstanden. Eine Marke wie Maserati darf keine Autos für den Massenmarkt bauen, dann ist der Mythos zerstört, einen solchen Wagen darf man nicht leasen können, er darf nur von einer bestimmten Klientel gekauft werden können, er muß seinem Besitzer bestimmte Hürden, wie ein dünnes Servicenetz oder hohe Kosten, auferlegen. Sonst ist es kein Traumwagen mehr, sondern ein ganz normales Auto für, wie Du so schön schreibst, "Normalos". Und wenn Normalos einen Maserati fahren, mag ich keinen Maserati mehr fahren. Jedenfalls keinen aktuellen.

Das Problem ist die Demokratisierung solcher Marken, die automatisch eintritt, wenn man hohe Stückzahlen produzieren will, dafür braucht man ein massenkompatibles Modell und dieses darf deshalb nicht viel kosten, muß "fuhrparkfähig" und "leasingtauglich" sein, ein Traumwagen wie ein richtiger Ghibli, ein alter Jaguar E-Type oder ein Ferrari Daytona kostete soviel wie ein Einfamilienhaus in der Vorstadt, trank für zwei und kostete den Gegenwert eines gebrauchten Kleinwagens beim großen Service, der nur in einigen, wenigen Großstädten auf dem Kontinent gemacht werden konnte.

Dadurch und durch seine atemberaubende Form, seine Seltenheit, seine monströse Leistung und seine unvergleichliche Aura war er ein Traumwagen und blieb es auch für sehr viele Menschen. Ein moderner XF, Ghibli oder Vantage hat alle diese Attribute nicht mehr. Und ist deshalb für mich eben kein richtiger Jaguar, Maserati oder Aston Martin. Und träumen mag ich davon auch nicht, denn träumen sollte man nur von Dingen, die wirklich besonders sind.

 

Philosophisch-unzeitgemäße Grüße, Hugo.

Obwohl ich dir recht gebe. Aber die meisten Autos sind nun mal geleast..ob jetzt Ferrari oder Lamborghini oder eben Maserati. Zumal die heutige "Kultur" alles möchte aber sich eigentlich nichts leisten kann.. 

Ich weiss noch, als der letzte Diablo 6.0 auf den Markt gekommen ist, hat ein Freund sich die Kiste geleast..damals eher selten in dieser Preisregion... aber das Leasing war so sau teuer, dass man nicht sagen konnte, "ja der hat zuwenig geld um sich die karre zu kaufen... Heute ist das komplett anders.. Kein Geld, kein Thema.. Kredit.. Leasing... wtf.. 

Egal ob Maserati, Ferrari und vorallem Lamborghini sind heute schon lange nicht mehr das, was sie mal waren. Vor dem Gallardo war ein Lambo selten, exklusiv.. heute sieht man jeden Disco Pumper damit rumfahren... Aber eben, eine Marke lebt von den Käufern und nicht "mehr" durch die alleinige Exklusivität 

ilTridente
Geschrieben

nur mal am Rande : zb. 96% aller Porsche der "Neuzeit" , werden geleast

JaHaHe
Geschrieben

Hier wird ständig von Verkaufsrekorden bei Jaguar geschrieben, und auch dass die modernen "Masis" sich so toll verkaufen würden.....

Wieso sehe ich dann NIE einen neuen XJ auf der Straße und gleichzeitig ständig den X 300? Warum sucht jeder der in meinem Bekanntkreis solche Autos zu unterhalten im Stande ist Händeringend nach einem "klassischen XJ"  oder Quattroporte? 

Muss ich eventuell umziehen weil in meiner Nachbarschaft die Kaufkraft zu gering ist?

 

Ich glaube, dass einige unterschätzen, welchen Schaden man anrichtet wenn man mit Marken so umgeht wie Don Pullover und seine Konsorten, das ist die Zerstörung von Kulturgut, nicht mehr und auch nicht weniger. Sicherlich lässt sich kurzfristig der Umsatz steigern, wenn man Mainstream Produkte anbietet, aber man muss sich nur anders wo umsehen um zu verstehen wohin das führt. Bei Tiffany, einst respektabler Juwelier, kaufen sich 15 jährige Gymnasiastinnen Schmuck der aussieht wie aus dem Kaugummiautomaten, Pierre Cardin, der Name eines einst großartigen Couturiers steht auf Regenjacken die auf Provinzgolfplätzen zur Schau gestellt werden.... Die Liste lässt sich unendlich vorsetzen....

Auch in der Autowelt wird das so weiter gehen, und ich mag mir nicht vorstellen, welch trauriger Anblick ein Ghibli-Diesel (die Tastatur sträubt sich nachhaltig gegen dieses Wort) sein wird, wenn er einmal mit 300 tsd Kilometern, wenn es sich ausgeleast hat, für 12-000 Euro gen Ostblock wandert. 

Maserati ist Tod, und wenn bei Ferrari der PulloverHausmeister durchgreift, dann wird es auch da noch düsterer als es eh schon ist.....

Kor1987
Geschrieben

Die Zukunft ist mMn düster.

Durch den radikalen Wandel mit E-Autos, selbstfahrenden Autos und umweltbewussten Autos im Automobilbereich werden Luxussegmente geopfert bzw. in der Zukunft noch schwächer auf dem Markt platziert.

Maserati ist kein Einzelfall, sondern Aston Martin und und und...

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