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Kor1987

Job: Immobilienberater Wohn- und Geschäftshäuser

Empfohlene Beiträge

Kor1987
Erster Beitrag:
Letzter Beitrag:

Hallo,

da ich mit meinem Studium bald fertig werde, muss ich mich nun danach neu orientieren: Ich bin bald auf der Jobsuche.

Nach diversen Praktika bei großen Konzernen, einer Bank und Start Ups möchte ich nun einen Direkteinstieg. Als Praktikant bei mehreren Unternehmen weiß ich nun, dass ich nicht über 8 Std. im Büro sitzen und arbeiten will, sondern mit Kunden persönlich Geschäfte abwickeln will.

Da sich ebenfalls Quersteiger in dieser Branche bewerben können, würde ich mich grundsätzlich um die Stelle Immobilienberater bewerben wollen.

Ein Immobilienberater ist in meinen Augen nichts anderes als ein Immobilienmakler, der von Provisionen "lebt".

Daher meine Fragen:

1. Wie hoch ist das Fixgehalt eines angestellten Immobilienberaters pro Monat im Raum Düsseldorf (Durchschnitt 1000€ oder doch NULL?)?

2. Auf vielen Stellenauschreibungen steht immer: teamorientiert.. Was soll ich darunter verstehen? Wenn ich doch als Makler oder Berater arbeite, dann muss ich mich doch alleine und selber um Provisionen kümmern.

3. Was ist das "Risiko" an dem Job? (Altersvorsorge wird meiner Meinung nach nicht berücksichtigt und die Krankenkasse muss ich wohl selber zahlen oder irre ich mich da?)

Vielen Dank im Voraus.

Liebe Grüße aus Düsseldorf

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matelko
Geschrieben (bearbeitet)

2. Auf vielen Stellenauschreibungen steht immer: teamorientiert.. Was soll ich darunter verstehen? Wenn ich doch als Makler oder Berater arbeite, dann muss ich mich doch alleine und selber um Provisionen kümmern.

Teamorientiert heißt, daß andere entscheiden, was Du zu tun oder lassen hast (und größtenteils auch, wie Du es zu tun hast.). Du aber wirst die Verantwortung über die Ergebnisse dieser Entscheidungen tragen. Merke:

TEAM = Toll, ein anderer machts!

Hört sich lustig an, ist aber ernst gemeint.

bearbeitet von matelko
Avalanche
Geschrieben

Weiß zwar nicht, wie es bei euch in Düsseldorf ist, aber ich kann man von Wien

sprechen :wink:

- Fixgehalt kommt auf die Kanzlei an .. manche arbeiten komplett ohne Fixum (reine

Provisionsbasis [von der Gesamtprovision bekommt der Makler dann z.B. 40%]),

andere vergeben Fixbeträge, dafür schrumpft die Provision auf ein Minimum. (z.B.

1000,- brutto fix, und 7-10% Provision).

...und meist ist das Fixgehalt dann kein "echtes", sondern als vorschüssige Provision

zu zählen. Macht man also in zwei Monaten 5.000,- Provision, so werden die 2 x 1000,-

abgezogen und den Rest bekommt man ausgezahlt...

Wie gesagt, von Kanzlei zu Kanzlei sehr unterschiedlich.

- Risiko --> fehlendes Einkommen über Monate, keine Sicherheiten... in dem

Geschäft muss man halt massive Rücklagen bilden, für die schlechten Monate

(Nov/Dez ...Juni-August).

...allgemein ist das Geschäft ein hartes (Verkäufergeschäft)...außer, man hat

viele Kontakte und "Freunderl-Geschäfte". Ein Bekannter von mir arbeitet vielleicht

1h/Tag und verdient sechsstellig, weil er die "richtigen" Leute kennt. (oder vom

Papa alles zugeschoben bekommt :???: )

MischiMischi
Geschrieben
Ein Bekannter von mir arbeitet vielleicht

1h/Tag und verdient sechsstellig, weil er die "richtigen" Leute kennt. (oder vom

Papa alles zugeschoben bekommt :???: )

Fährt der zufällig Aventador Roadster und M6 bzw. S63 Coupe ?

LittlePorker-Fan
Geschrieben
3. Was ist das "Risiko" an dem Job? (Altersvorsorge wird meiner Meinung nach nicht berücksichtigt und die Krankenkasse muss ich wohl selber zahlen oder irre ich mich da?)

Das Hauptproblem sehe ich und kenne ich (aus dem Bekanntenkreis),

das sich bei solch ´massiven´ Provisionsgeschäften gerne Vetternwirtschaften bilden

- selbst bei Niederlassungen in sehr großen und an sich seriösen Firmen -

z.B. dass die Neulinge nur den arbeitsintensiven "Schrott" hingeschoben bekommen,

nebenbei nicht sonderlich gut vergütete Akquise betreiben müssen

und im Extremfall ein guter Neukunde einem alten Hasen zugeschoben wird, da man für die ´Großen ja noch zu unreif wäre, um sie zu halten´ ...

also zu Jenen, die generell alle guten Kunden unter ihre Fittiche haben und darauf meist auch Bestandsschutz genießen (während es dem gemeinen Fußvolk auch gerne mal entzogen wird, ´nicht dass man überlastet wird´ ...).

In meinem Beispiel war es so, dass der Niederlassungsleiter und die beste Verkäuferin ein Pärchen waren. Nebenbei gab es noch vier, fünf Top-Verkäufer mit denen sich die Beiden arrangierten. Von ´oben´ wurde das alles toleriert - nebenbei bemerkt, ein in vielen Märkten aktives US-Amerikanisches Unternehmen. Also gewiss nicht der Schuppen am Bahnhof.

Der (große) Rest vom "Team" stritt sich um das Kleinvieh, ohne recht vom Fleck zu kommen. Dieser Teil des "Teams" hatte auch einen regen Durchlauf ... entweder wurde ihnen gekündigt weil die Zahlen nicht passten (meiner Meinung: nicht passen konnten) oder sie gingen selbst entnervt ...

Und mein Beispiel ist für solche Unternehmen nicht gerade untypisch, auch wenn es dort wirklich ein Extrem war.

chip
Geschrieben

Die Fragen die du stellst lassen sich unmöglich pauschal beantworten. Eine Firma die ein hohes Risiko auf den Mitarbeiter abwälzen möchte bietet ein geringes Fixum und eine hohe Provision. Eine Firma die auf eine gute Mitarbeiterstruktur wert legt wird es dann eher umgekehrt machen. Ich kenne Firmen die Zahlen selbst ihren Topleuten Grade mal 1600 Euro brutto Fixum im monat. Da es sich um ein Anstellungsverhältnis handelt werden die Sozialabgaben natürlich vom Arbeitgeber / Arbeitnehmer im Rahmen der Beitragsbemessungsgrenze getragen. Bei einer Selbständigen Tätigkeit trägt das Risiko dann der Auftragnehmer alleine. Hier sollten dafür im Gegenzug allerdings auch deutlich höhere Provisionen beziehungsweise mehr Fixum vereinbart werden. Generell ist die Branche sehr schwierig und der Markt ist an Anbietern sehr gesättigt daher würde ich mir grundsätzlich die Branche noch mal überlegen zumal auch hier die Bildung einer Blase nicht zu verkennen ist was letztendlich langfristig auch zu einem Anbieter sterben führen kann. Hinzu kommen massive gesetzliche Änderungen wie Besteller Prinzip gegebenenfalls auch bei zu verkaufenden Immobilien . Das Thema Teamfähigkeit sollte man auch nicht unterschätzen wie ist es zum Beispiel wenn man sieben Besichtigung mit Mandanten durchführt und der Kollege zwecks Urlaubsvertretung mit seinen Mandanten drei Besichtigungen macht und dann das ganze letztendlich an einen seiner Mandanten verkauft ? Hier gibt es teils sehr individuelle Verträge der Firmen über Provisionsverteilungen Ähnlich wie in Autohäusern zum Beispiel wenn hier ein Kollege verkauft und der andere liefert den Wagen aus.

Luimex
Geschrieben
..... Ähnlich wie in Autohäusern zum Beispiel wenn hier ein Kollege verkauft und der andere liefert den Wagen aus.

darum mache ich alles selbst..... :D

naja, um ehrlich zu sein, es ist ja eigentlich sonst auch keiner da.... O:-)

Kai360
Geschrieben

Einmal ein anderer Denkansatz:

Es gibt so ein paar Berufe, die nicht zwingend die beste Reputation genießen...

Ohne jetzt eine Aufzählung zu starten....denk z.B. mal daran wie über Banker gedacht wird. Für mich gäbe es ganz eindeutig ein paar Berufsgruppen mit denen ich nicht in einem Zuge genannt werden möchte...:wink:8-)

Gast
Geschrieben

Schön umschrieben... Dasselbe ist mir auch durch den Kopf gegangen.:wink:

Gast amc
Geschrieben

Es gibt so ein paar Berufe, die nicht zwingend die beste Reputation genießen...

Hm, ich habe mal meinen "Freundlichen" schwer erheitert als er mit mir über das schlechte Image seiner Zunft sinnierte und ich meinte: "Wissen Sie was der Unterschied zwischen einem Autohändler und einem IT-Experten ist? Der Autohändler weiß, wann er lügt."

Avalanche
Geschrieben

In Österreich sind sogar *****n beliebter, als Immobilienmakler X-):lol:

Aber ehrlich, wer kanns den meisten verübeln, denn die qualifizierte Ausbildungs-

rate ist schwindend gering, und Qualität kann sich auf verhärteten Fronten kaum

noch durchsetzen...

@Michi:

Nein, ist er nicht...fährt Motorrad und ist ein typisch verwöhntes Söhnchen, das

mit 36 Jahren praktisch das erste Mal "richtig" arbeiten muss :???:

stelli
Geschrieben

Ein Bereich wo sich viele "Pfeifen" rumtreiben, kann man durchaus als Chance sehen es besser zu machen. :wink:

Wenn man damit, im Erfolgsfall, auch viel Geld verdienen kann, passt es doch. :-))!

Besser geht es also nicht!

Zu den finanziellen Konditionen kann ich leider nichts sagen, würde aber immer eine höhere Provision dem Fixum vorziehen. Was sind schon 1000-1500 Euro wenn man doch eh Gas geben will?! Natürlich sollte der Unterschied bei der Prov mit und ohne Fixum so sein, dass man nicht erst nach ner ewigen Zeit den Break-even point hat. :wink:

Wenn man sich eine zeitliche Deadline setzt, kann man bis dahin Fachwissen sammeln und sich mit einem eigenen Konzept in die Selbstständigkeit verabschieden.

chip
Geschrieben

So nochmal eine Ergänzung zum Thema, da ich ja auch vor Ort in Düsseldorf seit gut 10 Jahren in einer sehr verwandten Branche arbeite hier noch ein paar spezielle lokale Infos.

Es gibt vor Ort unzählige Makler firmen wie überall sind kleinere und größere dabei bei den erfolgreichen kleinen geht alles über Netzwerk und Exklusivität bei den großen über den Namen.

Wo liegt die aktuelle Problematik ?

Es gibt kaum noch gute Objekte, im Privatbereich läuft vieles über Bauträger und die verkaufen direkt, die Makler Objekte sind häufig extrem überteuerte und selbst wenn es bei den aktuellen Zinsen Interessenten gibt heißt das noch lange nicht, dass die Banken mal eben alles finanzieren zumal viele Interessenten auch nicht bereit sind überteuerten Schrott zu kaufen.

Für Kapitalanlagen wie z.b. Mehrfamilienhäuser gillt das gleiche da sind vernünftige Objekte kaum zu finden und mit jeder Zinssenkung steigen auch hier die Preise.

Im gewerblichen Bereich gelten dann noch andere regeln. Im Kauf tun sich die Banken auch hier mit Finanzierungen schwer weil die Nachfrager ja in der Regel selbständige sind und da ist die Bonität nach Bewertung der Bank nicht immer die beste was dann den Kaufwunsch häufig zunichte macht.

Bei der Vermietung gillt das Besteller prinziep hier zahlt der Auftraggeber man muss sehen wie sich da der Markt entwickelt, für die Makler Branche ist es aber auf jeden Fall kein Vorteil.

Alles in allem finde ich die goldene Zeit der letzten gut 5 Jahre neigt sich dem Ende zu und der Makler bestand ist extrem gewachsen. Jede Bank hat heute eine gut aufgestellte Immobilien Abteilung und tritt selbst als Verkäufer auf das ist eine nicht zu unterschätzende Konkurrenz.

Zum Beruf selbst:

Ein seriöser Makler zeichnet sich die excellence Kenntnisse des Markts aus und hat fundiertes immobilenwissen in der Bewertung von Ertrags und Sachwerten. Das funktionierende Netzwerk ist das a & o. Abgerundet wird das ganze durch die sozial Kompetenz im Umgang mit Kunden und Auftraggeber gepaart mit Verbindlichkeit aber ohne abgehoben zu sein. Dazu noch die umfangreiche Technik welche heute in der Vermarktung nötig ist... Dahin zu kommen ist alles andere als einfach und erfordert einen jahrelangen Lernprozess.

Mach dir mal den Spaß und fahr zum Bauamt und lass dir zu einschlägigen Objekten mal die 5 Ordner historische Bauakten zeigen und werte die aus um eine Exposé vorzubereiten. Dann klär mal ob das Dachgeschoss zur Vermietung genehmigt ist, bewerte mal eine ergänzende vorlast in Form einer Leibrente im Grundbuch für die Ermittlung des Verkaufspreis und kläre die Baulasten zugunsten des Nachbarn. Da kommt man schnell auf den Boden der Tatsachen zurück und sieht, dass der Job ernsthaft und langfristig betrieben alles andere ist als mal eben 5 Minuten im immoscout ein paar Fotos und Grundrisse zu publizieren einmal raus zu fahren und dann die dicke Provision mit der Schubkarre nach Hause zu fahren.

hugoservatius
Geschrieben

M

So nochmal eine Ergänzung zum Thema, da ich ja auch vor Ort in Düsseldorf seit gut 10 Jahren in einer sehr verwandten Branche arbeite hier noch ein paar spezielle lokale Infos.

Es gibt vor Ort unzählige Makler firmen wie überall sind kleinere und größere dabei bei den erfolgreichen kleinen geht alles über Netzwerk und Exklusivität bei den großen über den Namen.

Wo liegt die aktuelle Problematik ?

Es gibt kaum noch gute Objekte, im Privatbereich läuft vieles über Bauträger und die verkaufen direkt, die Makler Objekte sind häufig extrem überteuerte und selbst wenn es bei den aktuellen Zinsen Interessenten gibt heißt das noch lange nicht, dass die Banken mal eben alles finanzieren zumal viele Interessenten auch nicht bereit sind überteuerten Schrott zu kaufen.

Für Kapitalanlagen wie z.b. Mehrfamilienhäuser gillt das gleiche da sind vernünftige Objekte kaum zu finden und mit jeder Zinssenkung steigen auch hier die Preise.

Im gewerblichen Bereich gelten dann noch andere regeln. Im Kauf tun sich die Banken auch hier mit Finanzierungen schwer weil die Nachfrager ja in der Regel selbständige sind und da ist die Bonität nach Bewertung der Bank nicht immer die beste was dann den Kaufwunsch häufig zunichte macht.

Bei der Vermietung gillt das Besteller prinziep hier zahlt der Auftraggeber man muss sehen wie sich da der Markt entwickelt, für die Makler Branche ist es aber auf jeden Fall kein Vorteil.

Alles in allem finde ich die goldene Zeit der letzten gut 5 Jahre neigt sich dem Ende zu und der Makler bestand ist extrem gewachsen. Jede Bank hat heute eine gut aufgestellte Immobilien Abteilung und tritt selbst als Verkäufer auf das ist eine nicht zu unterschätzende Konkurrenz.

Zum Beruf selbst:

Ein seriöser Makler zeichnet sich die excellence Kenntnisse des Markts aus und hat fundiertes immobilenwissen in der Bewertung von Ertrags und Sachwerten. Das funktionierende Netzwerk ist das a & o. Abgerundet wird das ganze durch die sozial Kompetenz im Umgang mit Kunden und Auftraggeber gepaart mit Verbindlichkeit aber ohne abgehoben zu sein. Dazu noch die umfangreiche Technik welche heute in der Vermarktung nötig ist... Dahin zu kommen ist alles andere als einfach und erfordert einen jahrelangen Lernprozess.

Mach dir mal den Spaß und fahr zum Bauamt und lass dir zu einschlägigen Objekten mal die 5 Ordner historische Bauakten zeigen und werte die aus um eine Exposé vorzubereiten. Dann klär mal ob das Dachgeschoss zur Vermietung genehmigt ist, bewerte mal eine ergänzende vorlast in Form einer Leibrente im Grundbuch für die Ermittlung des Verkaufspreis und kläre die Baulasten zugunsten des Nachbarn. Da kommt man schnell auf den Boden der Tatsachen zurück und sieht, dass der Job ernsthaft und langfristig betrieben alles andere ist als mal eben 5 Minuten im immoscout ein paar Fotos und Grundrisse zu publizieren einmal raus zu fahren und dann die dicke Provision mit der Schubkarre nach Hause zu fahren.

Mit kommen die Tränen...

Die armen Makler, brauchen so viel Einfühlungsvermögen, so viel teure Technik, arbeiten sich krumm, brauchen irres Fachwissen, müssen ständig bei den Behörden alles klären, nur vernünftige Rechtschreibung brauchen sie offenbar nicht...

Volkswirtschaftlich betrachtet erzielt der Makler ein weitestgehend leistungsloses Einkommen.

Kopfschüttelnde Grüße, Hugo, der mit sehr vielen Maklern zu tun hat.

chip
Geschrieben (bearbeitet)

Lieber Hugo ich spreche hier auch nicht vom Hype der letzten 5 Jahre wo viele mal eben Geld verdienen wollen und die Wohnungsnot in manchen Städten in deren Karten spielt sondern von einer langfristig angelegten Tätigkeit, natürlich gibt es in der Branche sehr viele schwarze Schafe genau wie bei z.b. Notaren, die ja für ihr Geld in der Regel auch nur den Standard Kaufvertrag runterleiern und die routinemäßigen Grundbuchangelegenheiten und zahlungsflüsse erledigen. Wie oft es es schon vorgekommen, dass der Makler ein Objekt zum Kauf vermittelt, der Notar beurkundet und in teilen z.b. Keine Baugenehmigung vorliegt. Haftung der beiden ? Null man bezieht sich ja immer auf die Angaben des Verkäufers. Daher hat der Job schon seine Herausforderung wenn man ihn korrekt betreibt. Leider ist es so, dass für den Paragraph 34 C der Gewerbeordnung nach wie vor kein Qualifikation nötig ist und quasi jeder Bürger Makler werden kann. Da hat der Gesetzgeber eindeutig geschlafen. Das wird aber über kurz oder lang eingeschränkt bzw. Geändert im Versicherungsbereich, in dem es einen ähnlichen Wildwuchs gab hat diese Bereinigung vor einigen Jahren schon stattgefunden, im Baufinanzierungsbereich wird das nächstes Jahr geschehen (Paragraph 34 I wird neu eingeführt) und über kurz oder lang wird es auch im Maklerbereich höhere Anforderungen geben, so dass es auch hier zu einer Bereinigung kommen wird und die jenigen die besten Chancen haben die seit jeher kompetent und seriös gearbeitet haben.

Ich habe auch seit zig Jahren fast täglich mit Makler, Notaren, Architekten und Banken zu tun, in allen Berufen bzw. Geschäftszweigen gibt es unterschiede wie Tag und Nacht.

bearbeitet von chip
TommiFFM
Geschrieben

Ich habe auch seit zig Jahren fast täglich mit Makler, Notaren, Architekten und Banken zu tun, in allen Berufen bzw. Geschäftszweigen gibt es unterschiede wie Tag und Nacht.

So sehe ich es auch; so ziemlich jeder Job kann sehr anspruchsvoll oder auch sehr anspruchslos ausgefüllt werden, aber jeder Job, der richtig gut gemacht werden soll, ist anspruchsvoll, wenn auch vielleicht jeweils ganz unterschiedliche Fähigkeiten gefordert sind. Insofern halte ich es für reichlich unangebracht, pauschal auf bestimmte Berufe oder Berufsgruppen herabzublicken; es gibt halt überall schwarze Schafe aber auch Topleistung.

Kai360
Geschrieben

Einspruch.

Es gibt per se Berufsprofile bei denen es naturgemäß eine eklatante Diskrepanz zwischen Eigeninteresse (zu nennen wäre hier z.B. das Streben nach einer hohen Provision) und den Interessen des Kunden (Sicherheit, Kapitalvermehrung....usw.) gibt!

Beispiele gefällig?

Eine Kapitallebensversicherung bringt eine hohe Provision, aber nichts für den Kunden außer Geldvernichtung! Ein hohes Gericht in D hat im übrigen hierzu die Aussage des "Bundes Deutscher Versicherten" ausdrücklich genehmigt.

"Die Kapitallebensversicherung ist legalisierter Betrug am Kunden"

Eine RisikoLV oder Berufsunfähigkeitsversicherung bringt hingegen kaum Provision!

Es gibt über 80 Millionen Kapital LV in Deutschland, aha!

Dann gibt es eine andere Berufsgruppe die klare Vorgaben zu den zu erfüllenden Verkäufen HAUSEIGENER Fonds erhalten, die nennen sich dann B...berater.

Wesentlich bessere und / oder kostengünstigere Alternativen werden verschwiegen. Alleine das Wort "Berater" ist schon eine Farce....

Naja, muss ein jeder wissen ob er dazugehören möchte!

Schön ist ja auch, ein jeder kann bei den "Beratern" kaufen oder nicht!

Was ich damit sagen möchte.

Es gibt nun einmal Berufsgruppen, die in unserer Gesellschaft einen zweifelhaften Ruf genießen (das kann man gut finden oder nicht, ändert aber nichts, ist FAKT!). Ich bin auch ganz bewußt nicht Ludel geworden, obwohl mich das Thema schöne Frauen, schnelle Autos und "leichtes" Geld schon fasziniert hätte, damals bei der Berufswahl! O:-)

TommiFFM
Geschrieben (bearbeitet)

Zurückgewiesen.

Man kann seine Berufswahl meines Erachtens nicht davon abhängig machen, ob der Beruf in der Bevölkerung gerade einen guten Ruf genießt oder nicht, wenn es der Beruf ist, für den man wirklich brennt. Die Ansichten der Bevölkerung sind zu volatil und ändern sich auch im Zeitablauf. Fitting in is overrated :wink: Zumal es in der globalisierten Welt auch die internationale Komponente gibt. Die Fälle, die Du ansprichst, stehen meines Erachtens für ein anderes Problem, nämlich dass der Gesetzgeber es den schwarzen Schafen in manchen Berufen zu leicht macht. Ein wirklich kompetenter den Interessen des Kunden verpflichteter Anlageberater wäre - bei der in Deutschland in weiten Teilen der Bevölkerung vorherrschenden erschreckenden Inkompetenz in Finanzdingen - unzweifelhaft eine tolle Sache. Genauso ein dermaßen ausgezeichneter Versicherungsberater. Dass der Gesetzgeber in diesem Bereich nicht ausreichend und/oder sinnvoll durchgreift, ist von Dir natürlich zu Recht bemängelt. Im übrigen verkauft kaum ein Verkäufer etwas, weil es im Interesse des Kunden ist, sondern in seinem Interesse; ich könnte Dir wahrscheinlich für fast jeden Beruf, den Du nennen würdest, zum Teil massive Interessenkonflikte aufzeigen.

Zu Deiner Berufswahl: Du hättest ja eine richtig gute, seriöse und professionelle Escortagentur aufziehen können :D Sowas braucht die Welt immer und gibt es in anderen Ländern auch in gesellschaftlich anerkannter Form mit Aufsichtsrat etc, zB in Australien. It is not important what you do, it is important how you do it :D!

Nachtrag: Wenn es auf die Beliebtheit in der Bevölkerung ankäme, wären Altenpfleger, Feuerwehrleute und Krankenschwestern die bestverdienendsten Berufsgruppen in Deutschland und Manager und Unternehmer würden im Ghetto leben. Warum ist das wohl nicht der Fall? Ist ein bisschen wie Aldi, jeder scheint was dagegen zu haben, aber die Aldi Familie ist nicht deshalb eine der reichsten und erfolgreichsten, weil niemand bei Aldi einkauft, obwohl es doch angeblich soooo furchtbar ist :wink: Die Bevölkerung denkt halt das Eine und tut dann das Andere (aus Eigeninteresse)...

bearbeitet von TommiFFM
Kor1987
Geschrieben

Vielen Dank für Eure Beiträge. Eure Beiträge bringen mich zum Nachdenken....zum intensiven Nachdenken.

Meine Freunde, die ihre Ausbildung als Immobilienkauffrau/-mann gemacht haben, haben ebenfalls bestätigt, dass es eher auf Netzwerke ankommt als auf eigene Leistung. Wären sie mit diesem "Immobiliending da" zufrieden gewesen, dann würden sie nicht studieren und einen anderen Weg für die Karriere suchen.

Ob ein Beruf einen schlechten oder verzweifelten Ruf hat oder nicht, interessiert mich eig. NULL.. Ich bin selber als Praktikant für zwei Monate bei einer Investmentbank gewesen und zum Teil kann ich diesen schlechten Ruf nicht nachvollziehen. Die Medien tragen ebenfalls dazu bei, dass dieser Job nicht attraktiv ist. Eig. ist die Investmentbank recht überschaubar und ich finde es schade, dass alle Abteilungen in einen großen Topf geworfen werden.

Was mich an dem Immobilienberater durch Eure Beiträge und Meinungen von meinem Freundeskreis stört, ist, dass man für den (schnellen) Erfolg eher Netzwerke bzw. Vitamin B braucht als harte Arbeit.

Natürlich kann man einige Zeiten in Anspruch nehmen und selbst hart arbeiten, um aus dem Nichts etwas zu schaffen, aber wie wird man bis dahin finanziell klar kommen können?

Hmm.....

chip
Geschrieben
Natürlich kann man einige Zeiten in Anspruch nehmen und selbst hart arbeiten, um aus dem Nichts etwas zu schaffen, aber wie wird man bis dahin finanziell klar kommen können?

Hmm.....

Dazu gibt es auf jeden Fall drei Möglichkeiten:

1. Angestellt sein, dass Risiko trägt dann der Unternehmer jedoch hat er dann auch den Vorteil / Ertrag vom super Gewinn

2. Selbständig machen und neben know how genug Reserven / Startkapital mitbringen

3. Eine bestehende Firma übernehmen und von den vorhandenen Kunden profitieren.

Das funktioniert aber primär bei Handwerkern und nicht so gut bei Maklern, die ja eher Einmalgeschäfte

generieren. Der bisherige Inhaber erhält dann meist eine Art Rente oder eine Abfindung für seinen Bestand. Hier kann dann eine Bank mit einer Finanzierung behilflich sein weil ja Zahlen des bisherigen

Unternehmers existieren und herangezogen werden können, das ist dann gegenüber einer Neugründung etwas einfacher.

dragstar1106
Geschrieben

Leute, es gibt wohl in jedem Berufszweig Menschen, die sich "durchwurschteln" und für eine gewisse Zeit ihre Tätigkeit ausüben. In aller Regel nur so lange, bis sich "was besseres" auftut. Nach meiner Erfahrung sind das jedoch "ungelernte Kräfte", die bei Nachfrage der Bedeutung eines Ertrags-, Sach- oder Verkehrswert die Stirn runzeln und sich aus der Situation rausquatschen wollen.

Dagegen sind die Makler, die Ihren Beruf von Grund auf gelernt haben, durchaus lange am Markt, weil sie seriös und adäquat arbeiten. Genau diese Makler sind häufig "Könner", die sich aufgrund ihrer Art und Weise zum "Profi" entwickeln und ihr Netzwerk aufbauen. Ein Netzwerk muß man sich erarbeiten, das ist nicht einfach so vorhanden.

Ich persönlich habe viele Jahre im Radar des 34c GeWO selbstständig gearbeitet und aus privaten Gründen beendet.

Dem TE kann ich nur empfehlen, sich eingehend mit der Materie zu befassen, das Potential (mit Hilfe anderer) zu bewerten und sich bei einer Pro-Entscheidung voll zu konzentrieren, um später ein Profi zu werden. Vor dem Erfolg ist der Schweiß gesetzt. Eine hohe Frustrationsgrenze sollte auch vorhanden sein, es wird wie überall neben Erfolgserlebnissen auch Rückschläge geben. Und magere Jahre zu Anfang gehören häufig zu den Begleiterscheinungen.

Aber der Beruf für sich gesehen ist sicher kein Fehler und aller Ehren wert.

BG Andreas

Avalanche
Geschrieben

Schöner Beitrag; Qualität setzt sich langfristig durch. Und wenn du deinen Kunden

den gewissen Mehrwert präsentierst, kannst du auch auf Folgeaufträge oder

Empfehlungen bauen. :-))!

URicken
Geschrieben
Die Medien tragen ebenfalls dazu bei, dass dieser Job nicht attraktiv ist. Eig. ist die Investmentbank recht überschaubar und ich finde es schade, dass alle Abteilungen in einen großen Topf geworfen werden.

Du bist noch jung und die notwendige Erfahrung wird erst noch kommen.

Eine Investmentbank mag früher - vielleicht - mal seriös gewesen sein.

Heute sind das Betrüger, die nur den eigenen Profit im Kopf haben und dafür ihre Kunden massiv bescheissen. Bestes Beispiel ist ja - mal wieder - die Deutsche Bank. Mal eben 2,8 Mrd Strafe kassieren und dennoch 0.5 Mrd Gewinn! WIE GEHT DAS!

However - allein der Gedanke, Geld als Handelsware zu mißbrauchen, zeigt doch schon den Egoismus dieses Gesindels! Investmentbanking / Aktien ANALysten - alles für ...

Aber für Dich eventuell ja die schöne große Welt - sind alles ganz tolle Typen und Kumpels :D

Ich habe - wenn auch nur in der IT - für "Investmentbanken" gearbeitet.

Man kann garnicht soviel fressen wie man kotzen könnte...

Aber Gier frist Hirn - und solange es genug I d i o t e n gibt, die meinen, dass die B...berater nur das beste für Ihre Kunden wollen, wird es dieses Schmierentheater auch weiterhin geben.

Fakt ist, dass die Typen unsere Volkswirtschaft massiv geschädigt haben und das System - zwangsläufig - irgendwann zusammenbrechen wird. Geld kann nicht aus Geld "erwachsen"!

http://www.geldsystem-verstehen.de/geldsystem-erklaert/zins-zinseszins/

Jamarico
Geschrieben
Du bist noch jung und die notwendige Erfahrung wird erst noch kommen.

Eine Investmentbank mag früher - vielleicht - mal seriös gewesen sein.

Heute sind das Betrüger, die nur den eigenen Profit im Kopf haben und dafür ihre Kunden massiv bescheissen. Bestes Beispiel ist ja - mal wieder - die Deutsche Bank. Mal eben 2,8 Mrd Strafe kassieren und dennoch 0.5 Mrd Gewinn! WIE GEHT DAS!

However - allein der Gedanke, Geld als Handelsware zu mißbrauchen, zeigt doch schon den Egoismus dieses Gesindels! Investmentbanking / Aktien ANALysten - alles für ...

Aber für Dich eventuell ja die schöne große Welt - sind alles ganz tolle Typen und Kumpels :D

Ich habe - wenn auch nur in der IT - für "Investmentbanken" gearbeitet.

Man kann garnicht soviel fressen wie man kotzen könnte...

Aber Gier frist Hirn - und solange es genug I d i o t e n gibt, die meinen, dass die B...berater nur das beste für Ihre Kunden wollen, wird es dieses Schmierentheater auch weiterhin geben.

Fakt ist, dass die Typen unsere Volkswirtschaft massiv geschädigt haben und das System - zwangsläufig - irgendwann zusammenbrechen wird. Geld kann nicht aus Geld "erwachsen"!

http://www.geldsystem-verstehen.de/geldsystem-erklaert/zins-zinseszins/

...gäbe es den Danke Button, hätte ich diesen jetzt gedrückt :-))!

CarJack83
Geschrieben

Schon wieder diese Tiraden?

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