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Muhviehstar

Bugatti EB118

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Muhviehstar
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Der EB118 kann aktuell im Zeithaus der Autostadt bewundert werden :)

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weitere Bilder: http://fahrzeuge.startbilder.de/bild/pkw~bugatti~alle/357259/bugatti-eb-118-von-1998-in.html

Des Weiteren wird einer der 18-Zylinder Saugmotoren ausgestellt.

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Interessante Notiz auf dem Motorblock. Kann jemand meine Behauptung untermauern, dass der W18 von Lotus Engineering entwickelt wurde?

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Jamarico
Geschrieben

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Interessante Notiz auf dem Motorblock. Kann jemand meine Behauptung untermauern, dass der W18 von Lotus Engineering entwickelt wurde?

...daneben sticht einem der Materialdurchbruch nach dem Bearbeiten der Schraubenauflage ins Auge :???:

Marc W.
Geschrieben
...daneben sticht einem der Materialdurchbruch nach dem Bearbeiten der Schraubenauflage ins Auge :???:

Was eindeutig für Lotus sprechen würde... :D

Stig
Geschrieben

Sehr interessant.

Lotus und Bugatti befanden sich mal in der selben Hand: Romano Artioli besass Mitte der 90er Jahre beide Firmen. Vielleicht wurde da bereits an diesem Motor für den EB118 (1998) getüftelt.

Muhviehstar
Geschrieben

Das W-Layout (bei VW 1997 erstmals im Nardo Concept verwendet) und dass Bohrung und Hub mit dem 3L-Lupo-Triebwerk identisch sind, sprechen allerdings dagegen, dass dieser Motor vor der VW-Zeit entwickelt wurde.

Chrischi09
Geschrieben

Moin,

deine These mit Bohrung und Hub halte ich für falsch.

1. VW W-Motoren sind keine echten W Motoren sondern zwei VRn auf einer Welle

2. der 3L Lupo basiert auf einem Reihen Dreizylinder

3. Der Lupo ist ein Diesel

Muhviehstar
Geschrieben

VW hatte einen echten W-Motor (und da mus ich meinen letzten Beitrag korrigieren) - er wurde im Audi Avus Concept von 1991 verbaut.

Chrischi09
Geschrieben

Moin,

also ich halte den von dir fotografierten Motor auch für ein VAG Produkt. Nur deine Annahme mit dem Lupo halte ich für falsch. Typisch für VW ist die von dir gezeigt Bauweise, also zwei VR Motoren auf einer Kurbelwelle. Beispiel dafür ist der W12 aus den beiden von dir zitierten Conceptcars, oder auch wie er im Audi A8 oder zeitweise auch im Phaeton eingesetzt wurde. Zudem gab es für eine Zeit lang den Passat mit einem W8 Motor. Also genügend Varianten hat VW selber entwickelt.

Wie jetzt dieser 18 Zylinder entstanden ist und warum noch Lotus dran steht lässt sich nur schwer herausfinden. Meine Vermutung ist, dass man irgendwie dieses Teil benötigte, es von Lotus noch rumlag, man es nur kurz angepasst hat (würde auch die nachträgliche Zerspanung am Gussbauteil erklären).

Was mir gerade jetzt aber so beim sinnieren über die geschrieben Zeilen auffällt: Der Passat W8 hat bummelig vier Liter Hubraum, und der Bugatti Veyron? Acht Liter!

Grüße

Christian

LittlePorker-Fan
Geschrieben

In den damaligen (Presse)Berichten war wirklich oft von Lupo-Dreizylindern die Rede - sechs Stück sollen zusammengefügt diesem W18 als Basis gedient haben.

Nachdem es damals bereits einige Gerüchte gegeben hatte, dass man den EB218 (die Limousine bzw. die zweite Studie mit dem Motor) in einer Kleinserie herstellen wolle, von drei,vier Dutzend Stück

und dann daraus irgendwie nichts geworden ist, wurde es sehr still um die W18;

VW selbst konzentrierte sich dann sowieso recht schnell auf den W16 bzw. den Veyron.

Die Informationen waren auch damals schon ziemlich spärlich und alles relativ schnell vergessen.

-

Die W18-Studien (EB118, EB218 und der 18/3 Chiron) wurden bereits allesamt von VW / Italdesign realisiert. Ich glaube nicht, dass hier großartig -außer Designelementen- irgendetwas von der SpA aufgegriffen wurde,

im Hinblick EB112 denke ich auch nicht, dass die so etwas in der Schublade gehabt haben.

Chrischi09
Geschrieben

Moinsen!

Also aus sechs Dreizylindern einen W18 Motor zu bauen ist natürlich möglich, keine Frage. Dann sieht aber das Grundlayout schon wesentlich anders aus als auf deinen Bildern. Ein Klassischer W-Motor besteht aus drei Zylinderbänken und nicht wie bei VW aus nur zwei. Siehe dazu auch den Wikiartikel bzw. dieses Bild hier

Beim Bugatti-Motor, auch im Wikiartikel bzw. hier als Direktlink zum Bild, kann man sehr schön erkennen dass das Layout wesentlich kompakter ist als die klassische Anordnung.

Sollte tatsächlich der Block vom Lupo genommen worden sein, kann es sich m.M.n. nicht um einen W-Motor handeln. Dagegen sprächen dann nämlich deine Bilder und mein (zugegeben begrenztes) technisches Verständnis. In dem Zusammenhang wäre auch noch der VR-Motor Wikiartikel interessant zu lesen.

Grüße

Christian

LittlePorker-Fan
Geschrieben

Ich hab mich mit diesem Motor nie beschäftigt, ich kann nur die damaligen Pressetexte zitieren:

"So entstand der im Bugatti EB 218 eingebaute 18-Zylinder durch eine Komposition von Dreizylindern, die als Basismotorisierung des VW Lupo dienen.

Die VW-Konstrukteure setzten sechs dieser Zylinderblöcke in W-Form zusammen: je zwei zum Sechszylinder aufgereiht, das Ganze dreimal im Winkel von jeweils 60 Grad zueinander. In jeder Zylinderreihe öffnen zwei Nockenwellen vier Ventile pro Brennraum, insgesamt steuern also 72 Ventile den Gaswechsel.

Weil sich je drei Pleuel einen Hubzapfen teilen, fiel die Kurbelwelle erstaunlich kurz aus - der W 18 baut kürzer als jeder heute serienmäßig eingesetzte V12-Motor.

Neben der Direkteinspritzung zeichnen den W 18 noch zwei weitere Besonderheiten aus: Die Nockenwellen werden nicht über Ketten, sondern über Zahnräder angetrieben, und die Motorkraft wird nicht am Kurbelwellenende, sondern an deren Mitte ebenfalls über ein Zahnradpaar und eine Hilfswelle abgezapft.

Rund 350 cm3 mißt der Hubraum jedes Zylinders, was sich zu 6,3 l Gesamtvolumen addiert. Der Direkteinspritzer leistet 408 kW (555 PS) bei 6800/min und liefert ein Drehmoment von 650 Nm bei 4000/min.

Das ist zwar über jeden Leistungszweifel erhaben, aber dennoch kein zwingender Grund für die 18 Zylinder. Sie beziehen ihre Existenzberechtigung eigentlich nur aus zwei Gründen:

Erstens ist so ein 18-Zylinder durch seine ultrakurzen Zündabstände plus Mittelabtrieb natürlich ein Musterbeispiel an Laufruhe. Das gilt allerdings nur für die Schwingungen, denn sechs Nockenwellen, die weit mehr als ein Dutzend Zahnräder und 72 Ventile arbeiten nicht eben lautlos.

Und zweitens ist der weltweit erste 18-Zylinder eben ein prestigeträchtiger Rekord. (...)"

Chrischi09
Geschrieben

Moinsen!

Tatsache, und das sehe ich leider jetzt erst, der Motor hat doch drei Zylinderbänke! Ich hatte mich schon die ganze Zeit über nur je sechs vorhandene angedeutete Ansaugstutzen gewundert. Nun wird einiges klar!

[ATTACH]70802[/ATTACH]

Wenn man genau hinschaut, sieht man die dritte Bank ganz rechts horizontal angeordnet. Das ist mir bis jetzt total entgangen :oops: So etwas passiert eben wenn man auf ganz andere Dinge fixiert ist 8-) Also ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil, somit ist deine Theorie doch wohl die Richtige! :-))! Denn nun passen für mich die technischen Details zusammen.

Jetzt ist mein Ehrgeiz mal richtig geweckt! Also ich habe weiter gesucht und etwas gefunden: Audi Avus W12 aus einem Audi Kalender und dazu mal aus einer anderen Bildergalerie der Nardo W12. Schön zu sehen wie beim Nardo sechs linke und sechs rechte Ansaugschnorchel auf jeweils eine Bank gehen. Ich denke mal, dass es sich dabei um den gleichen Motor handelt, den wir jetzt aus Phaeton, Audi A8 etc. kennen.

Also unterm Strich können wir sagen, wir haben jetzt vier verschiedene Layouts:

1. Audi Avus W12

2. VW Nardo W12

3. Bugatti Veyron W16 (bzw. Passat W8)

4. Bugatti W18

Grundsätzlich kann ich mir nicht mehr logisch erklären wie der W18 entstanden sein soll. Block offensichtlich von VW und das Drumherum altbestand von Lotus? Kann man da nicht eine offizielle Anfrage an Lotus und/oder Bugatti richten? Ich habe jetzt auch noch mal geforscht was die Geschichte von Bugatti angeht, und es ist ja so, dass 95 Ende war und erst 98 VW Bugatti übernommen hat. Wikipedia sagt aber noch, dass Herr Artioli (ehm. Besitzer Lotus und Bugatti) noch bis 98 der (Abteilungs)Leiter von Special Project bei Lotus gewesen ist.

Ganz großes Kino, ich werde heute Abend weiter "Jugend forscht" betreiben :D

Grüße

Christian

FutureBreeze
Geschrieben

Wenn ich mich recht erinnere war der W18 ein "Geistesblitz" von Herrn Piech.

Er hat ihn bei irgendeiner Abendveranstaltung auf einem Taschentuch skizziert und dann bauen lassen.

Hintergrund war damals, dass BMW VW die Rechte für Rolls Royce weggeschnappt hat und Piech mit Bugatti einen draufsetzen wollte.

12 Zylinder waren zu wenig und 18 Zylinder die logische Folge wenn man aus bestehenden Basismotoren etwas neues bauen will.

Leider war der W18 Thermisch nicht Stabil - sprich die zwei heissen Seiten haben sich nicht gemocht und leistungsmässig war man auch an der Grenze dessen angelangt was als Saugmotor möglich war.

Turbolader waren aufgrund der Enge wischen den Zylinderbänken nicht möglich.

Daher erst der Kunstgriff mit dem W16 aus den 4 VR 4 Motoren...

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