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matelko

Luca di Montezemolo: Ist seine Zeit bei Ferrari abgelaufen?

Empfohlene Beiträge

skr
Geschrieben (bearbeitet)
Ich wollte den Österreicher jetzt nicht ins Spiel bringen. Aber selbst der hat immer Krawatte getragen.

Duck und wech

Österreicher? Österreicher mit Krawatte? Österreicher mit Krawatte und Bart?

Dazu fällt mir noch der hier ein... O:-)

oesterreicher_mit_bart.jpg

bearbeitet von skr
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Autopista
Geschrieben

Nur mal ein Gedankenspiel:

Ferrari könnte 50% des Kapitals an die Börse bringen mittels Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Das würde ungefähr 2Mil. einbringen ohne irgendeine Kontrolle aus der Hand zu geben.

Die Aktien werden über einen Spin-off für die FCA Aktionäre ausgegeben. Durch den Kapital Input erhöht sich das EK, das Kreditrating verbessert sich, die Zinsbelastung sinkt.

Der FCA Konzern hat wie jeder andere Autokonzern Verbindlichkeiten im zweistelligen Milliardenbereich. Jeder Prozentpunkt geringere Zinsbelastung führt zu erheblichen Einsparungen. Die Automobilindustrie ist ein höchst kapitalintensives Business. Bares ist Wahres.

Die Kapitalmaßnahme würde deshalb FCA langfristig nutzen. Auch wenn es viele nicht gerne lesen, aber der sog. credit spread ist absolut essentiell für die Ertragskraft einer so großen Firma.

Man kann Marchionne ja vieles vorwerfen. Tatsächlich aber hat er den Fiat Konzern vor dem Untergang bewahrt. Ohne die Chrysler Übernahme wäre man nun in der gleichen Situation wie Peugeot und hätte das italienische Tafelsilber schon an die Chinesen verramschen müssen.

Um mit den VWs, BMWs und Toyotas mitzuhalten fehlt es noch weit. Aber immerhin:

Sie sitzen noch am Tisch.

amc
Geschrieben

Ferrari könnte 50% des Kapitals an die Börse bringen mittels Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Das würde ungefähr 2Mil. einbringen ohne irgendeine Kontrolle aus der Hand zu geben.

Tja, falls er bei diesem Modell tatsächlich so viel erlöst. Ich würde sie nicht kaufen, dafür ist zu unklar was mit Ferrari unter FCA-Führung auf Dauer passiert und die Kapitalflüsse zwischen Ferrari und FCA sind viel zu stark gestaltbar.

Autopista
Geschrieben

4 Mrd Bewertung ist ungefähr das 10-fache des Cash-Flows. Das ist sicher nicht zu ambitioniert.

Audi hat für Ducati über 1 Mrd bezahlt.

amc
Geschrieben
Audi hat für Ducati über 1 Mrd bezahlt.

Das war aber ein Kauf, und eben keine stimmrechtslosen Vorzugsaktien. Und an den Gewinnen ist doch immer leicht geschraubt über Plattform- oder Vertriebsprojekte mit FCA - natürlich alles im Sinne der Ferrari-Aktionäre, versteht sich.

Solche Aktien würde ich aber von einem Mutterkonzern kaufen, nicht von einer Konzerntochter. Und sicher nicht von einer Ferrari-Tochter von FCA, bei der Herr Marchionne ja sogar schon bekundet hat daß diese für ihn nicht zwingender Bestandteil ist - womit er völlig Recht hat.

Autopista
Geschrieben

An den Gewinnen ist überhaupt nicht geschraubt. Ferrari erzielt über 400 mio cash-flow inkl. R&D, Formel 1 etc.....Die Renditen sind nicht traumhaft aber durchaus bemerkenswert wenn man bedenkt welche Modellvielfalt Ferrari bietet.

amc
Geschrieben
An den Gewinnen ist überhaupt nicht geschraubt.

Das meinte ich auch nicht. Ich meinte damit, daß FCA nach Ausgeben der Vorzugsaktionen aber "gestalten" kann und so einen Teil der Gewinne abschöpfen.

Autopista
Geschrieben

Das sollte natürlich nicht passieren, da würde man jedes Vertrauen verspielen.

Es kommt vor allem auf die alten Besitzer an wie viel Macht sie abgeben wollen und wie weit sie sich verwässern wollen.

tollewurst
Geschrieben

@Autopista: Ich glaube das sind Gedankengänge die man nur versteht wenn man immer mit Geld arbeitet das man gar nicht hat.

Und langfristig mit ins Spiel zu bringen ist ja soetwas von lächerlich. Das Geld kommt rein, ist im gleichen Moment verbrannt. Außer das man Bei Ferrari bestehende Werte in Geld verwandelt hat welches man direkt im FCA Konzern verbrennt macht man gar nix.

matelko
Geschrieben
Ich glaube das sind Gedankengänge die man nur versteht wenn man immer mit Geld arbeitet das man gar nicht hat.
Es spricht absolut nichts gegen Deinen Ansatz. Solange man sich über KMUs unterhält, bin ich in jeder Hinsicht dabei. Bei Konzernen sieht die Sache anders aus, selbst bei bestem Willen aller Beteiligten lassen sich solche Dampfer nicht ausschließlich oder nahezu ausschließlich über EK finanzieren (wobei: ein Werteverkauf über die Börse ist EK und kein Kreditgeschäft). Dafür reagieren Konzern-Dampfer viel zu schwerfällig in der Führung - das liegt in der Natur der Sache und hat nichts mit der Qualität des Führungspersonals zu tun. Dementsprechend kann auch die Liquidität Ruck-Zuck schwanken, sodaß eine reine EK-Finanzierung nicht reicht.
Autopista
Geschrieben

Die Leute die solche ein Vorgehen kritisieren haben vom Automobilgeschäft nicht die geringste Ahnung.

Der FCA Konzern hat Finanzverbindlickeiten jenseits der 50 mrd. Marke, andere Konzerne freilich ebenso. Schon 1% Zins weniger schafft Freiraum für über 500 Mio Ersparnis jährlich. Das sind über 25% des gesamten Entwicklungsbudgets.

Finanzierungen aus dem laufenden Geschäft funktionieren in der High-Tech Branche mit höheren Margen und wenig Angestellten aber nicht in einem Unternehmern mit 300.000 Mitarbeitern und entsprechendem Kapitalbedarf inkl. milliardenschwerer Pensionskassen.

tollewurst
Geschrieben

Doch Doch, ich verstehe das schon. Deswegen mache ich auch keine Geschäfte mit der Automobilindustrie wenn es um Serie geht.

Das man so einfach nicht mehr aus der Lage kommt ist mir klar, nur nicht warum man ein gesundes Unternehmen mit in den Untergang zieht. ( Eigentlich ist mir das aus den von amc genannten Gründen schon klar)

Man kann immer alles schön rechnen und als notwendig betrachten, aber ist es das?

Thorsten0815
Geschrieben
Doch Doch, ich verstehe das schon. Deswegen mache ich auch keine Geschäfte mit der Automobilindustrie wenn es um Serie geht.

Das man so einfach nicht mehr aus der Lage kommt ist mir klar, nur nicht warum man ein gesundes Unternehmen mit in den Untergang zieht. ( Eigentlich ist mir das aus den von amc genannten Gründen schon klar)

Man kann immer alles schön rechnen und als notwendig betrachten, aber ist es das?

Das eine ist das was man machen sollte, das Andere das was man machen muss. Was Du sagst "sollte" man machen, aber das System funktioniert nach anderen Regeln. Das ist das was man machen "muss".

Ich denke ich verstehe Dich, aber das ist leider nicht die Wirklichkeit. (Gefällt mir auch nicht :-( )

Bodania
Geschrieben

LDM hat nachgelegt und die Zahlen für das erste Halbjahr bekanntgegeben:

http://www.autohaus.de/nachrichten/sportwagen-ferrari-feiert-rekordergebnis-1546652.html

""Auch der Nettogewinn stieg um 10 Prozent auf 127,6 Millionen Euro. Einen weiteren Rekord stellte das Unternehmen beim Nettovermögen auf, das Ende Juni eine Höhe von 1,59 Milliarden Euro erreichte. Ferrari lieferte im ersten Halbjahr 3.631 Fahrzeuge an das Händlernetzwerk aus.""

Als Ergänzung hier die aktuellen Neuzulassungen des Konglomerats:

Alfa Romeo in Deutschland Januar-August ein Minus von 6,91% von 2404 zurück auf 2238 Einheiten.

Ferrari in Deutschland Januar-August ein Minus von 4,70% von 575 zurück auf 548 Autos, davon 328 Stk. des 458er

Fiat minus 0,77%, von 48202 auf 47831

Lancia von 1077 zurück auf 950, ein Minus von 11,79%

Iveco minus 5,68%, von 352 zurück auf 332 Einheiten

Maserati von 200 auf 760, ein Plus von 280% (davon 511 Ghibli)

Chrysler ein Plus von 60%, von 115 hoch auf 185 Stück

Dodge minus 78,95%, von 57 zurück auf 12 Einheiten

Jeep ein Plus von 38,66%, von 4188 auf 5807 Stück

MUC3200GT
Geschrieben

nur das mit den V12 und elektro ist schon seit ca. 3 Monaten in der Presse

Gast
Geschrieben

Der Streit zwischen LdM und Herrn Pullover schwelt auch nicht erst seit Wochen.

netburner
Geschrieben

Wem ganz klar die Sympathien gehören, wurde heute vor'm Werkstor eindrucksvoll bewiesen:

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Maranello, 27 September– A few hundred fans, visiting Maranello today, transformed what was a planned outing into a tribute to the President, Luca di Montezemolo.

The Caprino Bergamasco branch of the Scuderia Ferrari Club, the one with the most members of any Ferrari club in the world, made a point of bringing along the giant heart flag, that features the Scuderia Ferrari logo. It is now a regular feature of the Monza Grand Prix and today, it was unfurled at the factory entrance in Via Abetone, as the fans shouted out “Thank you President, you will always be in our hearts.” The sentiment was aimed at the man who has contributed more than anyone to Ferrari’s success, with 14 world titles won in the past 15 years and no less than 118 races won during his Presidency. As the flag with the giant heart and the Prancing Horse was unfurled, the tourists visiting the nearby Ferrari Store, along with passers-by all joined in the commotion with motorists hooting their horns.

The Caprino Bergamasco group were joined by other Italian clubs, including those from Prato and Sirmione, as well as some representatives of clubs from outside Italy, even from Brazil (Curitiba) and Canada (Toronto.)

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albertbert
Geschrieben

[13:53:44] *FIAT CHRYSLER WILL FERRARI 2015 ABSPALTEN - LISTING AN EUROP. BÖRSEN

[13:53:18] Fiat Says Will Sell 10% of Ferrari in IPO

[13:52:39] Fiat Says Will Spin Off Ferrari into Separate Company

albertbert
Geschrieben

MAILAND--Der Autohersteller Fiat Chrysler spaltet überraschend seine Edelsportwagen-Marke Ferrari ab und will 10 Prozent der Anteile an die Börse bringen.

Der Aufsichtsrat habe grünes Licht für die Ausgliederung und das IPO gegeben, teilten die Italiener bei Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal mit.

Das für kommendes Jahr geplante Listing sei in den USA vorgesehen und möglicherweise auch an einer europäischen Börse.

Ferrari ist ein Kronjuwel im Portfolio der Italiener. Fiat-Chef Sergio Marchionne hatte zwar immer gesagt, Ferrari stehe nicht zum Verkauf. Aber erst im Mai hat er Investoren dargelegt, wie groß der potenzielle Wert der Marke sei, den er deutlich über den Analystenschätzungen von 6 Milliarden Dollar ansiedelte. Fiat hält rund 90 Prozent an Ferrari.

Die Abspaltung soll dem Autobauer neues Geld in die Kasse spülen, um die ehrgeizigen Ziele mit zu finanzieren. Fiat will in den kommenden fünf Jahren 48 Milliarden Euro investieren.

[13:53:44] *FIAT CHRYSLER WILL FERRARI 2015 ABSPALTEN - LISTING AN EUROP. BÖRSEN

[13:53:18] Fiat Says Will Sell 10% of Ferrari in IPO

[13:52:39] Fiat Says Will Spin Off Ferrari into Separate Company

TommiFFM
Geschrieben

10% ist an sich viel zu wenig für einen sinnvollen Börsengang. Des Rätsels Lösung kommt, wenn man die PM (in englisch) ganz genau liest: "The separation will be effected through a public offering of FCA’s interest in Ferrari equal to 10% of Ferrari’s outstanding shares and a distribution of FCA’s remaining Ferrari shares to FCA shareholders." DH 10% werden separat angeboten, die restlichen 90% bekommen die FCA-Aktionäre (also Abspaltung, nicht Ausgliederung). Ferrari würde damit vollständig dekonsolidiert und unabhängig (wie das going forward laufen soll, wird interessant). Listing in USA, nur möglicherweise in Europe. Die Ankündigung ist wahrscheinlich ein listiger Plan, um den Preis nach oben zu treiben, zu dem man Ferrari dann an einen PE oder anderen Autokonzern verkaufen kann...die würden auch nicht lange an der Börse bleiben, bis ein Übernahmeangebot kommt, würde ich tippen.

matelko
Geschrieben
Die Ankündigung ist wahrscheinlich ein listiger Plan, um den Preis nach oben zu treiben, zu dem man Ferrari dann an einen PE oder anderen Autokonzern verkaufen kann...die würden auch nicht lange an der Börse bleiben, bis ein Übernahmeangebot kommt, würde ich tippen.
Das interpretiere ich ganz genauso. Entweder ist FCA derart in Schieflage, daß sie ihr Tafelsilber möglichst teuer verkaufen müssen. Oder die FCA-Führung sieht für Ferrari äußerst ungute Zeiten aufziehen (die wir als Außenseiter noch nicht sehen) und versucht die Abspaltung jetzt, wo noch verhältnismäßig viel Geld dafür zu bekommen ist.
Icepick
Geschrieben
Das interpretiere ich ganz genauso. Entweder ist FCA derart in Schieflage, daß sie ihr Tafelsilber möglichst teuer verkaufen müssen. Oder die FCA-Führung sieht für Ferrari äußerst ungute Zeiten aufziehen (die wir als Außenseiter noch nicht sehen) und versucht die Abspaltung jetzt, wo noch verhältnismäßig viel Geld dafür zu bekommen ist.

Wenn Ferrari an die Börse gebracht wird und dann aufgekauft wird, würde aber nur 10% das Verkaufspreispreises an FCA gehen, da 90% der Anteile ja an die Altaktionäre verteilt werden.

Ich denke es geht hier einfach darum den maximalen Wert für die Aktionäre herauszuholen.

crazyblack
Geschrieben

Jetzt kann man die Aussage von LdM auch verstehen, als er beim Rücktritt sagte, Ferrari ist jetzt eine amerikanische Firma.

Die Investition in Aktien von Ferrari ist gekoppelt an einen Bond in Höhe von 2,5 Mrd Euro, dessen Zins und Tilgung bei Ferrari liegt aber FCA zu Gute kommt.

Das belastet Ferrari in den nächsten Jahren stark.

Ich finde, es ist kein guter Tag für die Firma Ferrari.

Andererseits wird "Fugen-Ferdi" wahrscheinlich schon feucht im Schritt sein, weil er jetzt die Möglichkeit bekommt, Ferrari zu kaufen. ;)

crazyblack
Geschrieben
Wenn Ferrari an die Börse gebracht wird und dann aufgekauft wird, würde aber nur 10% das Verkaufspreispreises an FCA gehen, da 90% der Anteile ja an die Altaktionäre verteilt werden.

Ich denke es geht hier einfach darum den maximalen Wert für die Aktionäre herauszuholen.

Das stimmt nicht ganz. FCA gehören ja nur 90% der Aktien, von denen dann 10% an die Börse gebracht werden.

10% gehören Piero Ferrari.

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