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Saphir

BMW Z8!

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CountachQV
Geschrieben

ITMANAGER schrieb am 2002-02-14 09:37 :

"nur" weil es ein Z8 ist lässt sich BMW den Lack vergolden?

Ich meine das macht doch keinen Unterschied.

Es kam mal ein Bericht im Fernsehen, da wurden die VW und Audi-Preise verglichen. Mir scheint die Marken kalkulieren mit x% des Wagenpreises und je höher der Preis desto höher das x :evil::evil:

Das ist eine verdammte Frechheit, ein A8 braucht nicht 7 mal mehr Farbe als ein A3.

Die meinen, wenn jemand soviel Geld für das Auto hat, kann er sich auch noch einen solchen Wucher leisten. :sad:

Raymond

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Autopista
Geschrieben

Ich kann den emotionalen Bericht von destruktivus gut nachvollziehen. Trotzdem würde ich mir den Z8 nie kaufen. Für mich ist der Wagen nicht überzeugend und für das was er bietet viel zu teuer.

Beim Design hat sich BMW in Nostalgie ertränkt. Vom Innenraum bis zur Aussenhaut ein komplettes 507 Revival. Leider aber hat das Original eine ausgesprochen feine und einfache Linienführung während der Z8 mit seiner zerklüftenden Front total überstylt wirkt. Das gilt auch für den Innenraum. Die Amaturen in der Mitte finde ich schrecklich und für ein modernen Wagen vollkommen unangebracht.

Betrachtet man den Z8 nun objektiv so sieht er gegen seine Konkurrenten keinen Stich. Ein Corvette Cabrio für knapp 100.000 DM weniger bietet ähnliche Fahrleistungen bei vergleichbaren Handling und hat wenigstens statt der unpraktischen Persenning eine solide Verdeckabdeckung. So etwas ist bei einem über 200.000 DM teuren Auto in meinen Augen eine Frechheit.

Natürlich wird der Z8 immer noch seine Liebhaber finden. Wenn man sich allerdings die Verkaufspresie am Gebrauchtwagenmarkt betrachtet dann scheint er in der Käufergunst klar hinter 360 Spider und 911 turbo zu liegen.

destruktivus
Geschrieben

Ahhhhh - da hat es schon wieder einer getan!

Dieser unsägliche Vergleich mit einer Corvette.

Da fällt mir nichts mehr zu ein.

Eine Corvette - das ist für mich amerikanischer Fahrzeugbau pur. Für einen Techniker oder einen Ästheten ein Grauen.

Plastik, wo man hinschaut, sogar das Leder sieht aus wie Plastik. Dann eine Kunststoffkarosse. Echt, da hört bei mir die Liebe zum Leichtbau auf. Eine Verarbeitungsqualität, die den Namen nicht verdient.

"Schatz, da klappert was" "Ach, mach doch die Musik lauter..."

Ich messe da mit anderen Maßstäben.

Klar, schon preislich kann die Corvette nicht mit dem Z8 konkurrieren.

Aber in meinen Augen ist der Z8 der preis-wertere Wagen.

Ein Auto, was außer dem netten Sound und den erzielbaren Fahrleistungen nichts zu bieten hat und dem dann noch dieses Zuhälterimage anhaftet, ist in meinen Augen mit über 100k nicht preiswert.

Jeder M3 kann da fahrleistungsmäßig mithalten, in der Faszination ist er der Corvette so deutlich überlegen wie Regina Halmich Stephan Raab...

Wenn man es sich leisten kann, sich ein Auto nur wegen der Faszination, die es ausstrahlt, zu kaufen, dann ist ein Z8 preislich sehr gut platziert. Das da unter Umständen ein Corolla den größeren Praxisnutzen hat, steht außer Frage.

Aber komplette Ausstattung, sehr gute Fahrleistungen und Maximalwerte in Leistung und Drehmoment steht er im Moment einzigartig da, auch objektiv gesehen. Wenn man einen Turbo vernünftig ausstattet, sind seine knapp 230k Basispreis unmöglich zu halten.

Das Design - ich sagte es schon - ist Geschmackssache, mir gefällt es außergewöhnlich gut, im Original kommt es durch die ausladenden Formen weitaus besser zur Geltung als auf Bildern.

Wenn man sich einmal, so wie ich es auch getan habe, länger mit dieser Thematik beschäftigt, dann kommt einem der Z8 ganz und gar nicht überteuert vor.

Noch was zu den Gebrauchtpreisen, die kann ich mir im Moment auch nicht erklären, aber bei einem Z8 für 80k kann etwas nicht stimmen. Viele M-Besitzer hier wissen ja, wie empfindlich die Maschinen gegen unvorschriftsmäßiges Einfahren reagieren. Da ist so mancher Ölverbrauch selbst verursacht...

Gast kaboka
Geschrieben

ITMANAGER schrieb am 2002-02-14 09:37 :

Was die Indiv. Farbe betrifft stehe ich mal wieder vor einem Rätsel. Für den M3 wollte ich ursprünglich eine Art neongrün met. von Individual nehmen (pervers oder?). Ich weiss jetzt nicht mehr den Mehrpreis aber es waren keine 20TDM. Eher so 4 TDM.

"nur" weil es ein Z8 ist lässt sich BMW den Lack vergolden?

Ich meine das macht doch keinen Unterschied.

TDM 4 sind auch normal, hatte mit ca. TDM 8-10 gerechnet, doch TDM 20 für saphir- oder cosmosschwarz fand ich unverschämt, auch wenn der Händler die Hälfte übernehmen wollte. Da hätte Individual lieber sagen sollen, daß es nicht geht.

So habe ich halt die Bestellung storniert und ein bißchen gewartet. Habe dann einen Halbjahreswagen mit diversen Schnitzerzutaten zu einem "vernünftigen" Preis gekauft. Jetzt überlege ich nur, was ich mit dem ganzen gesparten Geld anstellen soll. :wink:

Autopista
Geschrieben

"Die Corvette ist für einen Ästheten oder Techniker ein Grauen." Wirklich?

Wenn man beide Autos objektiv miteinander vergleicht so muss man beim Z8 fahrdynamische Vorteile mit der Lupe suchen.

Egal ob Beschleunigung,Bremsen oder Handling die Corvette hält überall mit. Sport Auto attestiert der Vette ein sehr agiles Handling und überragende Bremsen. Das kommt nicht von irgendwoher. Das Basischassis der Vette hat eine enorm hohe Verwindungsteifigkeit und der V8 Motor ist der leichteste seiner Art. Ich bin auch kein Chevyfan aber wer die Corvette immernoch für rückständig hält dem empfehle ich eine Fahrt in der neuen Z06. Wieviel Faszination ein Auto für den einen oder anderen ausstrahlt ist im übrigen eine höchst subjektive Empfindung. Ich persönlich zum Beispiel halte das M3 Cabrio in erster Linie übergewichtig.

Nein, in Sachen Verarbeitung und Materialauswahl kann die Corvette bei weitem nicht mithalten. Ich bin aber dennoch der Meinung,dass das BMW Topmodell in erster Linie durch seine überragende Technik überzeugen sollte und nicht durch ein paar nette Details wie mittig angeordnete Amaturen mit Chromringen. Für mich wirkt dieser Charme aufgesetzt. Ich kaufe doch nicht ein Auto, das den selben Motor hat wie ein gut 80.000 DM billigerer M5 und auf der Rennstrecke unfähig ist dem kleinen Bruder aus eigenem Haus(M Roadster) die Rücklichter zu zeigen. Wenn man dann einen Sportwagen wie die Corvette, die in den USA in Massen produziert wird, nicht abhängen kann und das Verdeck mit der Hand abdecken muss, dann wird es peinlich. Ich würde ja nichts sagen,wenn wir hier von einem handgefertigten Aston MArtin oder Bentley sprechen würden, aber für einen Hersteller mit High-Tech Anspruch ist der Z8 enttäuschend. Für mich ist er eher Flaniermeilenstar als echter Sportwagen. Wer ungefälschte Faszination will der sollte sich lieber einen echten Klassiker kaufen. Einen 507 zum Beispiel. Die Kopie ist eben nie so gut wie das Original.

Ich will hier ja um Gottes Willen niemanden zu nahe treten. Das ist nur meine Meinung und wenn jemanden das Auto gefällt,bitte, da hab ich kein Problem damit.

Trotzdem möchte ich noch einen Kommentar der englischen Autocar bringen der es meiner Ansicht nach exakt auf den Punkt bringt:

"Even an M Power V8 can't save this roadster from being a dissapointing drive. It counters with it's fantastic build quality and styling, but it's not enough"

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Autopista am 2002-02-14 18:02 ]</font>

Gast kaboka
Geschrieben

Ich kaufe doch nicht ein Auto, das den selben Motor hat wie ein gut 80.000 DM billigerer M5 und auf der Rennstrecke unfähig ist dem kleinen Bruder aus eigenem Haus(M Roadster) die Rücklichter zu zeigen.

Für mich ist er eher Flaniermeilenstar als echter Sportwagen. Wer ungefälschte Faszination will der sollte sich lieber einen echten Klassiker kaufen. Einen 507 zum Beispiel. Die Kopie ist eben nie so gut wie das Original.

"Even an M Power V8 can't save this roadster from being a dissapointing drive. It counters with it's fantastic build quality and styling, but it's not enough"

Der Z8 soll kein Sportwagen sein, auch wenn man das gerne glauben möchte. Er ist ein sportliches Auto, ein GT, der bei vielen Leuten falsche Erwartungen weckt.

Auch ich dachte zuerst, es sei ein Sportwagen und hatte ihn enttäuscht wieder verkauft.

Jetzt habe ich wieder einen, da er ein faszinierendes Auto ist. Man muß nur wissen, was man kauft. :wink:

FrazerNash
Geschrieben

Der Z8 ist ein wirklich schönes Fahrzeug. Zwei Bekannte von mir fahren den und sind recht zufrieden. Allerdings eignet sich der Wagen eher zum Cruisen - im Gegensatz dazu steht z.B. ein F360.... So einen in schwarz würde ich mir geschenkt auch hinstellen :grin:

destruktivus
Geschrieben

Grrr..., schon wieder zu voreilig, ich krieg das aber irgendwann nochmal in den Griff, da bin ich ganz sicher... :lol:

Aber da ist ja schon wieder was gesagt worden, da halte ich es nicht mehr aus im sitzen...

Wieso um alles in der Welt verzeiht man Autos offenbar alles, nur weil sie in Handarbeit in England hergestellt wurden?

Ist das eine Entschuldigung dafür, daß es reinregnet, daß es klappert an allen Enden, daß Paßmaße ein Fremdwort sind, daß man jeder Pfütze ausweichen muß, will man nicht einen Elektronikschaden davontragen?

Das ist lächerlich. Echt, das regt mich richtig auf, gerade weil ich da vom Fach bin.

Englische Automobilproduktion - ein Armutszeugnis, wirklich.

Die Amis sind ja wenigstens noch Produktiv dabei und treffen zumindest die Bedürfnisse ihrer Landsleute.

Ich habe einen regelrechten Haß entwickelt, dieser Sumpf hat BMW schon fast den Kopf gekostet.

Dann diese Engländer mit ihrem Patos, schmeißen BMW-Händlern die Schaufenster ein, als BMW endlich den Irrtum bemerkte und sich von Rover trennen wollte.

Zur Zeit meiner Diplomarbeit habe ich bei einer Unternehmensberattung gearbeitet, die sollten zusammen mit anderen Unternehmensberatern BMW im Fall Rover beraten.

Für uns stand fest: Hände weg!

Doch ein Herr Pischetsrieder hat letztendlich anders entschieden, so große Namen wie McKinsey sind da nicht unbeteiligt dran.

Die Geschichte hat es dann gezeigt...

Da wurde uns bei Rover stolz ein alter Film gezeigt, wie nach dem 2. Weltkrieg die Autoproduktion aufgebaut wurde.

Ein späterer Rundgang durch die Fabrik und Begutachtung der Produktion hat gezeigt, daß sich so gut wie nichts verändert hat. Bitte, wie soll man da noch zeitgemäß produzieren? Der Range-Rover, zu der Zeit das einzig wirklich profitable Projekt, hatte Ausschußraten, daß einem die Haare zu Berge stehen konnten. Pfusch an jeder Ecke, unglaublich, sowas hatte ich bis dato noch nicht gesehen.

Nun ist Rover natürlich nicht ganz mit Aston Martin oder Bentley zu vergleichen, aber die Produktion dort ist mindestens genauso alt. Bei Rolls und Bentley wird ja jetzt dank deutscher Besitzer kräftig investiert.

Nun wird der Z8 auch größtenteils in Handarbeit in Kleinstserie hergestellt, daß darf man nicht vergessen.

Handarbeit kann acu eine noch höhere Qualität bedeuten, daß ist aber nicht zwingend. Wir sagen da immer:"Eine Maschine ist zwar schlechter als ein gut ausgebildeter Mensch, aber sie ist immer gleich schlecht..."

Da kommt dann ein gut funktionierendes Qualitätssicherungssystem ins Spiel. Bei BMW funktioniert das offensichtlich sehr gut.

Da ein Z8 auch im angestammten Revier englischer Roadster wildert, wundert es mich überhaupt nicht, daß die englische Presse ihn zerreißt. Und es interessiert mich absolut nicht.

Sie müssen einfach einsehen, daß in Deutschland immer noch die weltbesten Autos produziert werden, daß ist jetzt kein falscher Stolz, ich kann das auch sagen, da ich zur Zeit nicht für die Automobilindustrie arbeite.

Dann sprichst du die Persenning an, die du im gleichen Atemzug bei einem englischen Radster akzeptierst.

Wo bitte liegt da die Logik?

Man kann doch nicht allen Ernstes annehmen, daß BMW es nicht besser gekonnt hat.

Das ist natürlich gewollt, es steckt der gleiche Spirit vom puristischen Roadster dahinter wie bei jedem englischen Produkt. Auch das stört mich nicht, die Optik wird dadurch sogar noch verbessert, wenn man es nicht mag, läßt man die Persenning einfach ab, das geht schließlich auch.

Der Hightech-Anspruch ist da durchaus nicht konterkariert worden, ganz im Gegenteil, da ist die vollständig aus Alu bestehende Karosserie, die neue Lichttechnik, die traditionelle Optik trotz Airbags, DSC und Crashsicherheit, die neuartigen Reifen, die Bremsen aus der gepanzerten 7er Limousine und und und...

Nicht zuletzt sagt eine Zeit von knapp über 8 min auf der Nordschleife auch genug über sportliches Talent aus.

Es ist diese Kombination aus Faszination durch rein emotionale Gründe und Perfektion auf technischer Seite, die mich immer noch fesselt.

Saphir
Geschrieben

Bravo! ich kann mich dem nur anschließen!

die angebliche perfektion des englischen serien-automobilbaus ist ein großer irrtum! zu den zeiten, wo BMW Rover übernommen hat wurden regelmäßig große Qualitäts und Verarbeitungsdefizite festgestellt!

der Z8 soll kein auto für jedermann sein, sondern die leute beglücken, die das flair der 70 jahre im design gepaart mit modernster technik im motor-, getriebe- und autobau suchen!

so und jetzt mal zu den behauptungen der Z8 könnte seinen starken konzernbrüdern mit dem großen M nicht die rücklichter zeigen: ha, von wegen! auf der nordschleife war er deutlich der schnellste!

Zunächst die zeiten: M Roadster: 8:32, M5: 8:28, M3: 8:22 und der Z8 mit 8:18! so, große augen, gell! es ist sogar so: analysiert man die geschwindigkeiten der einzelnen streckenteilen fällt auf, dass der Z8 die zeit nicht durch seine power, z.b. auf der geraden rausholt (sowohl M3 als auch M5 sind auf der döttinger höhe schneller), sondern er ist im rausbeschleunigen schneller und auch in den kurven! er ist z.B. in klostertal3 ganze 12km/h schneller als der M3! na, da macht ihr große augen, gell! :eek:

den Z8 darf man auch in handling und kurvenverhalten nicht unterschätzen! mit 8:18 ist er übrigens exact gleich schnell wie der F355, natürlich die kompetenz des Herrn von Saurma in allen Ehren!

deshalb hab ich ja auch den thread aufgemacht, weil ich mir dachte, dass dieses fahrzeug in vielen dingen unterschäzt wird!

:wink:

Autopista
Geschrieben

Destruktivus:

Ruhig Blut. Man sollte den englischen Automobilbau nicht in einen Topf mit Rover werfen. Die englische Automobilkultur ist vielfältig und ist vor allem von vielen kleinen Firmen geprägt ganz im Gegensatz zu Deutschland welches von grossen Unternehmen beherrscht wird. Tatsache aber ist,dass es in England ungeheur viele gute Autoleute gibt, in allen Bereichen. Warum auch wird die Formel 1 seit Jahren vorwiegend von englischen Teams dominiert?

Man kann von einem Kleinsthersteller nicht die selbe Qualitätssicherung erwarten wie von BMW. Vor allem wenn die Autos dann in etwa die Hälfte von dem kosten was BMW für einen Z8 verlangt. Ein TVR Chimaera 5.0 kostet 36680 Pfund ein Z8 locker flockig 80.000. Das Topmodell von TVR der Tuscan Speed Six kostet 48390 Pfund. TVR verwendet im Tuscan und im Cerbera übrigends eigene Motoren, einen Reihensechser und einen V8 mit 180 Grad Kurbelwelle der 150 Kilogramm wiegt aber 440 PS leistet aus 4,5 Litern mit 2 Ventilen pro Zylinder. Das ist pure Renntechnik und wer sich bei so einem Auto über Verarbeitungsmängel beschwert, der ist am falschen Platz. Hast du dir schon einmal einen Ferrari F40 aus der Nähe betrachtet?

Die englischen Journalisten haben den Z8 vor allem deshalb "zerlegt" weil er ihnen schlichtweg weniger Fahrspass gebracht hat als die alteingessenen TVR,Morgan,Marcos,etc.... Das hat mt einer subjektiven Abneigung gegen BMW nichts zu tun. Der MAzda MX-5,die Kopie eines englischen Roadsters schlechthin wurde auf den 9 Platz in der List der All-Time greats noch vor den englischen Originalen gewählt. Autos wie der M3 und M5 werden auf der Insel vergöttert. Selbst der neue Mini unter BMW Regie erhält höchstes Lob!

@Saphir.

Rundenzeiten auf dem Nürbrurging sind nicht das Nonplusultra. Ein genauer Vergleich der Daten aus dem Sport Auto Supertest auf dem Hocknheimring zeigt ein ganz anderes Ergebnis.

BMW Z8

Nordkurve 111 Km/h (0,7g)

Ausg. Querspange 76 Km/h (0,8g)

Sachskurve 78 Km/h (0,8g)

Opelkurve 97 Km/h (0,9g)

Zielgerade 183 Km/h

BMW Roadster

Nordkurve 119 Km/h (1g)

Ausg. Querspange 76 Km/h (1g)

Sachskurve 82 Km/h (1,1g)

Opelkurve 97 Km/h (0,9g)

Zielgerade 177 Km/h

Geradezu augenöffnend der Vergleich mit dem 1850 kg Schiff 500SL:

Nordkurve 115 Km/h (1g)

Ausg. Querspange 81 Km/h (0,8g)

Sachskurve 81 Km/h (1,1g)

Opelkurve 100 Km/h (1,05g)

Zielgerade 175 Km/h

(Nachzulesen unter http://www.track-challenge.com oder im SPort Auto Supertest)

Ich denke den Vergleich mit den erklärten Konkurrenten 360 Modena und 911 turbo kann man sich sparen.

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Autopista am 2002-02-15 18:02 ]</font>

destruktivus
Geschrieben

saphir: Danke, die genauen Zeiten hatte ich nicht zur Hand, aber so die Reihenfolge hatte ich auch in Erinnerung!

Sehr interessant!

@autopista: Sorry, aber nimm das bitte nicht persönlich.

Ich habe mich da nur wieder aufgeregt, weil da die Erinnerungen wieder kamen.

Glaube mir, wenn du das gesehen hättest, was ich gesehen habe, dann würdest du den englischen Autobau mit anderen Augen sehen.

Vielleicht kam mir das auch deswegen so extrem krass vor, weil ich grad frisch von der Uni kam, mit meinen ganzen Idealen und theoretischen Wissen, was konträr zu dem war, was ich da sehen mußte.

Du hast ja TVR, Morgan und Co angesprochen.

Genau diese Nischenhersteller meinte ich, als ich von reinregnen und Elektronikschäden durch Sprizwasser sprach.

Sie sind überhaupt nicht alltagstauglich, und für ein Auto, was ich nur bei Sonnenschein und nur mit ausgeprägten Nehmerqualitäten, was Bandscheibe und Gehör anbelangt, fahren kann, mit Verlaub, schon sehr teuer.

Schön, daß es sie gibt, sie bereichern die Autolandschaft ungemein, wenn ich ein solches Auto sehe freue ich mich und grüße den Fahrer auch. Ich denke mir aber bei der nächsten Regenwolke auch: Was für ein armes Schwein!

Es gibt Leute, die mögen diese Autos und sind bereit, diese Kompromisse einzugehen, ich bin es nicht.

Wenn irgendwo etwas klappert werde ich wahnsinnig, da bin ich extrem empfindlich und damit für solche Autos einfach nicht gemacht.

Vom Servicenetz oder Garantieleistungen wollen wir da mal gar nicht sprechen.

Sollte es gar zum Äußersten, sprich Crash, kommen, möchte ich sogar lieber in einem Smart sitzen, oder man sollte schon ein ordentliches Testament hinterlassen.

Da sind mir Bestleistungen auf Rennstrecken weniger wichtig, taugen die doch eh meist nur für den Stammtisch.

Ich gebe ganz offen zu und habe auch kein Problem damit, daß ich die 8:18 auf der Nordschleife nicht erreichen werde.

Ich war noch nie da und leide nicht unter Selbstüberschätzung wie viele andere, die dafür dann teuer bezahlen müssen.

Es gibt aber einen Punkt, wo ich dir Recht geben muß:

Stichwort Ferrari.

Die alten Krücken wie F40, Testarossa und so weiter können mich tatsächlich auch überhaupt nicht faszinieren.

Die sind wirklich schlampig verarbeitet, zudem finde ich sie ausgesprochen häßlich.

Ich bin mir durchaus bewußt, daß ich mir jetzt viele Feide gemacht habe, aber so sehe ich die Dinge halt.

Der F355 war der erste Ferrari, der mir gefallen hat.

Richtig begeistert war ich mit dem Erscheinen des F550 Maranello, die perfekte Mischung aus Sportlichkeit und Komfort. Für mich leider zu teuer.

Der Oberhammer kam dann in Form des 360 Modena, getoppt nur noch vom Spider.

Da stimmt alles, die Form ist einmalig und die Verarbeitung ist auch OK.

Der erste Zeitpunkt, bei dem ich je in Erwägung gezogen habe, mal einen Ferrari zu kaufen.

Das ist kein Zufall, sondern da steckt harte Arbeit hinter.

Ihr werdet mich jetzt vielleicht für einen Nationalisten halten, aber Fakt ist, daß Mitte 99 ein deutscher Ingenieur zum Entwicklungschef berufen wurde, Harald Wester.

Er hat die Organisation innerhalb Der Ferrari-Entwicklung effektiver strukturiert.

Weitere Schwerpunkte waren Kostenoptimierung und Qualitätsverbesserung.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Aber das ist wieder ein anderes Thema...

Autopista
Geschrieben

In Deutschland haben wir leider das Problem,dass ein Grossteil der Bevölkerung (darunter auch einige Autonarren) nur äusserst wenig über den englischen Automobilbau Bescheid wissen. Da debkt jeder sofort an unzuverlässige Jaguars, an das in der Tat vollkommene Rover Disaster oder auch nur an die schweren Schiffe aus dem Hasue Bentley und Rolls-Royce mit ihrer prähistorischen Antiktechnik. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Wer kann denn hier schon mit Namen wie Noble,Trident,Scorpion, Bristol oder Jensen etwas anfangen. Niemand. Das ist sehr schade denn wer sich mit dem Thema etwas näher beschäftigt der entdeckt erstaunliches.Vor allem aber erkennt man,dass die Engänder im Sportwagenbau eben nicht auf dem stand eines Morgan Olus 8 festgefahren sind.

TVR ist das beste Beispiel dafür. Was dort im düsteren Blackpool ensteht ist eigentlich unglaublich. Die unabhängige Firma hat 4 Modellreihen im Angebot(Chimaera,Tamora,Tuscan,Cerbera) mit 3 Motorenfamilien. 2 davon sind selber entwickelt nur die Maschine im alten Chimaera ist noch zugekauft. Ein leckendes Verdeck oder Elektronikausfall durch Spritzwasser kann sich auch diese Firma nicht mehr leisten. Auf Airbag und ABS muss der Fahrer freilich verzichten aber das schadet dem Markterfolg nicht wirklich. Zumindest nicht auf der Insel. Nein, teutonische Perfektion kann und darf niemand von diesen Autos erwarten aber dafür sind sie "Sportwagen", im wahrsten Sinne des Wortes. Ich hatte das Glück mal einen Chimaera fahren zu dürfen in Hockenheim und es hat mir wahnsinnig Spaß gemacht. Dieser Sound,diese Power, ein tolles Auto das keinen Vergleich zu scheuen braucht. Wie lautet das Zitat aus einem alten Test in der AMS über den Griffith 500: " Die Reaktion aufs Gaspedal ist so dramatisch,dass selbst Sportwagenepochen von Ferrari bis Porsche alt aussehen". In diesem Sinne: " Long live the Empire" und mit ihm der englische SPortwagenbau.

Was Ferrari angeht so denke ich,dass ich deine Argumenation verstehen kann. Ich persönlich liebe die alten Ferraris jedoch mindestens genauso wie die neuen. Wer bei diesen Autos versteht,dass sie nicht für den Alltagsgebrauch konstruiert wurden der kann damit unendlich viel Freude haben. Wie heisst es doch so schön: "Jeder Ferrari hat eine Seele"

Bei den neuen Ferraris, insbesondere beim 360 Modena ist es aber mit der Qualität auch noch überhaupt nich weit her. Beim Exemplar meines Vaters war bei Auslieferung das Lüftungsgitter zerbeult die Schaltung zerkratzt und die Elektronik funktionierte nur nach Laune. Bei dem 360 eines Freundes von mir war bei 15000 km nach einem Motorschaden Ende. DAvor brannten allerdings noch die Scheinwerfer durch weil die konkavartige Form bei Sonneneinstrahlung einen laserartigen Brenneffekt erzeugte welcher die gesamte Scheinwerfer verbrennen lief. Unser altes F1 Modell war übrigends wegen Rückrufaktionen noch 2 mal in der Werkstatt.

Aber das sind eben die italienischen Momente im Leben...

destruktivus
Geschrieben

Was Ferrari betrifft, muß ich zugeben, daß mich das schon ein wenig wundert, da ich im Bekanntenkreis auch einige Besitzer des 360 habe und die recht zufrieden sind.

Aber es kann natürlich sein, daß da aus falschem Besitzerstolz nicht immer alles erzählt wird...

Was die anderen aufgezählten Exoten betrifft, gebe ich dir auch Recht, ich kenne diese Autos nicht bzw. nur vom Sehen.

Mir ist auch klar, daß diese winzigen Firmen nicht diese Sevice- und Garantieleistungen bieten können, einfach deswegen, weil sie es sich nicht leisten können.

Doch das macht die Tatsachen nicht ungeschehn.

Es spielt doch keine Rolle, ob einer keinen Service anbietet, weil er nicht will, oder weil er nicht kann.

Das hilft mir bei einer Panne irgendwo in der Voreifel auch nicht weiter.

Und genau da greift ein ungeheurer und nicht zu unterschätzender Vorteil des Z8:

Dieser Exot hat das gewaltige Service-Netz von BMW im Rücken.

In fast jeder Kleinstadt gibt es einen BMW-Händler, die Ersatzteilversorgung ist noch auf 50 Jahre gesichert.

Durch die Großserientechnik im Antriebsbereich ist dieser neuralgische Punkt von jeder Hinterweltler-Werkstatt zu beherrschen.

Doch es muß ja nicht immer zum Äußersten kommen.

Im Vergleich zu Ferrari gestalten sich Wartung und Inspektionen sehr einfach und längst nicht so kostenaufwendig. Eine BMW-Werkstatt hat fast jeder vor der Tür, ein Ferrari-Händler mit guter Werkstatt muß man aber schon lange suchen und ist auch nur im unwahrscheinlichsten Glücksfall in der Nähe des eigenen Wohnortes.

Ich habe es bereits in einem anderen Thread erwähnt, aber ich möchte es hier auch noch einmal anführen, da ich es für nahezu einzigartig in der heutigen Automobilwelt finde:

Die Kundenbetreuung ist bei BMW sensationell gut organisiert. Vor allem als Z8-Kunde fühlt man sich jederzeit und immer bestens bedient, Mitarbeiter sind stets freundlich und hilfsbereit. Ich habe das in der Form noch nicht erlebt, auch wenn ich da den Einwand gelten lasse, daß das Sache des Händlers ist.

Aber auch BMW selber meldet sich in Form von Briefen und kleinen Aufmerksamkeiten und fragt nach dem Befinden des Wagens.

Ich habe da beispielsweise ein 1:18 Modell von BMW geschickt bekommen, genau in den Farben, wie ich ihn bestellt habe. Ein Hardtop und ein Softtop wurden ebenfalls mitgeliefert. Die Detailtreue beeindruckt auf ganzer Linie.

Nur eine Kleinigkeit - aber man nimmt sie zur Kenntnis, gerade weil sie so außergewöhnlich ist.

Getoppt wurde das ganze dann nach einiger Zeit, als ein großes Paket bei uns angeliefert wurde.

Der Inhalt: Ein ganz spezielles Z8-Buch.

Dieses Buch enthält ein eingeklebtes Foto meines Wagens, als er gerade die Endmontage hinter sich hatte, geschossen von einer Digital- oder Überwachungskamera.

Ein irres Gefühl - dazu ist in dem Deckel die Typplakette des Wagens mit Fahrgestellnr. usw eingelassen.

Wirklich toll.

Weiterhin ist das Buch in einem Lederstreifen eingeschlagen, welches laut BMW ein Rest von dem Leder ist, was in dem Wagen verarbeitet wurde. Auch hier ist ein Z8-Zeichen imprägniert. Abgerundet wird das durch eine edle Kartonage, in der ebenfalls ein Z8-Emblem aus Aluminium eingelassen ist, das selbe, wie man es zwischen den Sitzen in der Rückwand findet.

Viele werden jetzt sagen, toll, eine Kleinigkeit, die das Auto auch nicht besser macht.

Ich sage: Richtig - besser macht es den Wagen objektiv wirklich nicht - aber es hinterläßt ein sehr gutes Gefühl.

Da schafft es ein Hersteller, Emotionen zu transportieren.

Es mag blödsinnig klingen, aber soetwas verstärkt die Kundenbindung ungemein und hat bei mir die Wirkung nicht verfehlt.

Ein SL55 ist für mich uninteressant geworden, allein das Wissen, daß mich der Service unheimlich enttäuschen wird.

Dazu haftet dem Wagen das Flair der Großserie an, verglichen mit den Stückzahlen des Z8 ist der SL das reinste Massenprodukt.

Und ich verwette meinen A... daß ich von Mercedes weder ein Modell noch so ein tolles Buch bekommen werde, selbst wenn ich 10 dieser Wagen bestelle...

In diesem Sinne

ein überzeugter BMW-Kunde

Marc

Samuelson
Geschrieben

Ein Z8 modell habe ich auch geschenkt bekommen. Leider habe ich aber "nur" ein 330 ci gekauft....

Wenn ich aber das nötige Kleingeld hätte würde ich auch auf ein Z8 tippen.... Dann könnte ich mich ein bischen 007 fühlen. :grin:

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Samuelson am 2002-02-26 13:53 ]</font>

Samuelson
Geschrieben

Ein Z8 modell habe ich auch geschenkt bekommen. Leider habe ich aber "nur" ein 330 ci gekauft....

Wenn ich aber das nötige kleingeld hätte würde ich auch auf ein Z8 tippen.... Dann könnte ich mich ein bischen 007 fühlen. :grin:

Autopista
Geschrieben

Da kann ich natürlich gut verstehen,dass du deinen Z8 mit Händen und Füssen verteidigst.

Aber diese persönliche Kundenbindung ist auch gerade das was eine kleine Firmen ausmacht. Vor allem weil hier eben bei einer Produktion von 50 Autos pro Jahr eine sehr persönliche Bindung von Firma zu Kunde von ganz alleine entsteht. Trotzdem kann man natürlich nicht das Servicenetz eines Global Player wie BMW bieten.

Meine Familie hat auch eine ganz besondere Liebe zu BMW Fahrzeugen und deswegen können wir uns über den Service dort auch nicht beschweren. Trotzdem denke ich,dass man insbesondere bei Ferrari und bei Porsche eine noch persönlichere Behandlung erfährt ganz einfach weil hier nicht nur einzelne Autos sondern gleich die gesamte Modellpalette ausgesprochen exklusiv sind. So zumindest unsere Erfahrungen,aber das wird von Händler zu Händler unterschiedlich sein.

In unserem Fuhrpark sind insgesamt 4 BMWs. Mein Vater hat auch mit dem Z8 geliebäugelt aber er war weder vom Design noch von der Leistung überzeugt. Mir ging es ähnlich wobei mich am allermeisten gestört hat,dass BMW bei diesem Auto scheinbar sämtliche Prinzipien über Bord geworfen hat.

Aber für andere wird gerade das wahrscheinlich der besondere Reiz des Z8 sein.

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