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Sailor

Mercedes-Fahrer verwechselt in der Schweiz 120km mit 210km

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Sailor
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Ich hatte beim Durchqueren der Schweiz schon Angst ein paar Stundenkilometer zu schnell zu fahren. Es gibt da mutigere:

Spiegel-Online:

Deutscher Raser im Aargau: Schweizer Polizei zieht Mercedes ein

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/deutscher-raser-im-aargau-schweizer-polizei-zieht-mercedes-ein-a-984289.html

"Aargau - Mit 215 Kilometern in der Stunde bretterte ein deutscher Autofahrer über eine Schweizer Autobahn. Nun ist er seinen Mercedes - älteres Baujahr, aber noch fit unter der Motorhaube - los. Und zwar dauerhaft. "Das Fahrzeug wurde gemäß Schweizer Verkehrsgesetz eingezogen", sagte eine Sprecherin der Kantonspolizei Aargau. Zudem wurde der 59-Jährige festgenommen und vom Staatsanwalt verhört."

Ich hoffe, er kommt mit lebenslänglich davon und wird nicht hingerichtet.

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Fairytail
Geschrieben

Tja so kanns kommen...

Aber was ich nen bischen verwunderlich finde, dass der Staat das Auto dann einfach so einziehen darf und das dauerthaft.

Hat man als Besitzer eine Chance den Wagen wieder zu bekommen, sei es durch freikaufen o.ä ?

Gruß

CountachQV
Geschrieben

In Frankreich wird das Auto ab einer gewissen Geschwindigkeitsübertretung ebenfalls eingezogen, da seht ihr wie schön ihr es in D noch habt wo wenigstens gewisse Strecken unlimitiert sind...

Jamarico
Geschrieben (bearbeitet)

Das Schweizer Strassengesetzt wurde anlässlich "via sicura", ein Programm, welches die Anzahl Verkehrstote reduzieren soll, ein weiteres Mal verschärft.

Gemäss dem Gesetz könnte dem Deutschen Raser das Fahrzeug enteignet werden, sofern dieser damit von weiteren Vergehen abgehalten werden kann -> siehe Artikel 4.

http://www.ebp-law.ch/aktuelles/newsletter-22012/massnahmenpaket-via-sicura/

Die neue Gesetzgebung ermöglicht es den Behördern, den Individualverkehr noch ausgiebiger zu schikanieren. Auch wenn ich eine Übertretung von 88km/h verurteile, halte ich die zur Verfügung stehenden Massnahmen als übertrieben.

Ginge es nach einigen Politikern aus dem linken Lager, müsste der Deutsche Lenker wohl mit seiner Hinrichtung rechnen....

bearbeitet von Jamarico
Yooyah
Geschrieben

Schweiz = schlechterdings inakzeptabel.

Mache ich einen großen Bogen drum.

blox79
Geschrieben

Es ist glaub jedem Deutschen Staatsbürger klar, dass in der Schweiz 120 km/h gelten. Wer diese Höchstgeschwindigkeit um 88kmh überschreitet ist selber schuld und muss sich meiner Meinung nach nicht beklagen...die Gesetzeslage ist klar .

Ich halte mich in Deutschland (und in der Schweiz ) auch an die Geschwindigkeitsbegrenzungen und wenn ich Mal schneller fahre als erlaubt, dann bewege ich mich in Bereichen die bei Erwischen noch bezahlbar sind ( +- 20 km/h Autobahn ) ausserorts und innerorts ist die Toleranz so gering, dass es schnell sehr teuer werden kann.

Aufgrund dieser Schnellfahrer hat man dieses Gesetz via sicura erst überhaupt geschaffen. Man hört pro Woche sicherlich einen Fall wo einer wieder sein Gehirn ausgeschaltet und ich spreche da nicht von ausserorts mal schnell 100kmh fahren, auch wenns da schon teuer wird, sondern von solchen beschriebenen Fällen.

Versteht mich nicht falsch..Ich fahre auch gerne schnell aber solche Übertretungen sind einfach zu heftig , auch wenn die Strecke dies hergibt, man muss bewusst 88kmh zuviel fahren, das ist nicht einfach mal nicht auf den Tacho geschaut.

kkswiss
Geschrieben

Danke blox

Ich denke auch, dass die Limite sehr hoch für diese Bussen angesetzt sind.

Wer z. B. in einer 30ger Zone 70 fährt, das ist wirklich zuviel.

Nur Überlandstrasse da sind die 60 sehr knapp, wenn man mal mit einem potenten Auto überholt...

http://www.bussenkatalog.ch

Jamarico
Geschrieben

Nur Überlandstrasse da sind die 60 sehr knapp, wenn man mal mit einem potenten Auto überholt...

Genau das meine ich.

Gerade, übersichtliche Strecke. Links und rechts eingefasst in Kulturland. Keine anderen Verkehrsteilnehmer auf diesem Streckenabschnitt.

Mit dem 360er auf diese Strecke abgebogen, kurz sportlich beschleunigt.

Radarmessung auf dem angedeuteten Streckenabschnitt: Nach Abzug 4km/h Toleranzwert ausserorts noch 31km/h zu schnell. (Höchstwert der Messung, nicht der Mittelwert).

Anschuldigung:

=> Mittelschwere Widerhandlung:

Eine mittelschwere Widerhandlung liegt vor, wenn durch die Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen wird, und das Verschulden des fehlbaren Fahrzeuglenkers nicht mehr als leicht eingestuft werden kann.

Konsequenz:

700CHF Busse / 1 Monat Führerauweisentzug

Dabei spielen die Umstände, wie Übersichtlichkeit, Verkehrsaufkommen, Tageszeit, Leumund usw. keine Rolle.

Wie man als einiges Fahrzeug auf einer völlig übersichtlichen, geraden Strecke die Sicherheit anderer gefährdet, darauf wird nicht weiter eingegangen und kann m.E. nur mit Schkaniererei erklärt werden.

Auch ich halte mich im Strassenverkehr in dem von Bloxs angedeuteten Toleranzbereich auf. Fahre täglich mit einem 987S zur Arbeit, ohne Geschwindigkeitsbussen über 40 CHF zu riskieren.

Doch dass man ausserorts mal schneller als 25km/h unterwegs ist, wird den meisten von Euch schon mal passiert sein, auch wenn Ihr Euch grundsätzlich an die Verkehrregeln haltet.

Philippr
Geschrieben

Also ich bitte Dich... Du scheinst Dich ja mit den schweizer Bestimmungen, bezüglich Geschwindigkeitsübertretung, auszukennen und jammerst nachdem Du erwischt worden bist. Du bist Dir den möglichen Konsequenzen bewusst gewesen (was ich wohl hoffe) und hast diese billigend in Kauf genommen. Folglich erscheint es doch sehr fehl am Platze sich über die Anwendung der Dir bekannten Gesetze zu echauffieren. Zudem bedeutet Tacho ~ 120 km/h bei einer Beschleunigung aus einer Kurve (kein Überholvorgang) bei ein bewusstes, manuelles Schalten in den 3. Gang am Ende des Drehzahlbandes... Folglich war es auch kein "hürdenloses" Hochbeschleunigen ohne Anhaltspunkte wie bei einer Automatik.

Wie gesagt es war ein bewusster Akt, im Bewusstsein der möglichen Konsequenzen, also kein Grund sich im Nachhinein zu beschweren.

Gast Wiesel348
Geschrieben

Eine Gesellschaft lebt davon, dass sich alle an die Spielregeln halten. Einige Regeln mögen dem einen "doof" erscheinen - andere erachten sie als nötig. Und umgekehrt.

Nur weil man eine Regel als "doof" empfindet, berechtigt einem das noch lange nicht, sich deshalb nicht daran zu halten.

"Via secura" wurde zwar von den Behörden "erfunden", aber vom Parlament nach eingehender Diskussion (und Entschärfung) eingeführt.

Zudem haben wir Schweizer das Privileg, grundsätzlich gegen jedes Gesetz ein Referendum ergreifen zu können. Das wurde bei "via secura" nicht gemacht. Daraus leite ich ab, dass die Mehrheit der Schweizer - und die Mehrheit fährt Auto oder Motorrad - letztlich mit dem Gesetz einverstanden ist. Dieser letztlich demokratisch legitimierte Entscheid ist zu respektieren.

Ich fahre ab und an auch gerne schnell. Dennoch bin ich mit dem Grundgedanken von "via secura" einverstanden. Wer die Geschwindigkeit in dem Umfange übertritt, dass er nach Gesetz als "Raser" gilt, wird nach nach meiner Beurteilung durchaus angemessen bestraft.

Wenn ich vorsätzlich 20 km/h zu schnell unterwegs bin, weil ich mir eine Busse von CHF 100.00 leisten will/kann, zeigt doch nur auf, dass die Bussen zu tief sind und keine abschreckende Wirkung haben.

Gesetze sind nun einmal da, um eingehalten zu werden. Werden sie vorsätzlich nicht eingehalten, ist das Fehlverhalten so zu büssen, dass es schmerzt. Alles andere ist sinnlos.

Und wer beispielsweise 120 km/h nicht von 210 km/h unterscheiden kann, gehört schlicht nicht hinter das Lenkrad.

Und ganz nebenbei: Der Staat zieht das Auto "nicht einfach so " ein - sondern auf der Grundlage eines Gesetzes und einer groben Widerhandlung dagegen.

Genauso kann man darüber diskutieren, ob es nun richtig ist, Hoeness für 3 Jahre in den Knast zu werfen, weil er Steuern hinterzogen hat. Auch diese Diskussion ist müssig - er hat die Gesetze gebrochen und darauf steht nun einmal Gefängnis. Punkt.

AronCanario
Geschrieben

@wiesel348:

ich stimme dir voll zu,

jedoch besitzt auch du einen recht potenten Fuhrpark, wo kannst du deine Autos frei laufen lassen ohne diese ständige Angst zu haben von den Behörden enteignet zu werden?

Ich würde gerne mal in die schöne Schweiz wieseln, jedoch schreckt mich diese extreme Gesetzeslage zu stark davon ab.....

Jamarico
Geschrieben
Zudem bedeutet Tacho ~ 120 km/h bei einer Beschleunigung aus einer Kurve (kein Überholvorgang) bei ein bewusstes, manuelles Schalten in den 3. Gang am Ende des Drehzahlbandes... Folglich war es auch kein "hürdenloses" Hochbeschleunigen ohne Anhaltspunkte wie bei einer Automatik.

Wie gesagt es war ein bewusster Akt, im Bewusstsein der möglichen Konsequenzen, also kein Grund sich im Nachhinein zu beschweren.

...oh, ich habe vollkommen vergessen, dass Du währenddessen auf meinem Beifahrersitz sassest :???:

Zudem haben wir Schweizer das Privileg, grundsätzlich gegen jedes Gesetz ein Referendum ergreifen zu können. Das wurde bei "via secura" nicht gemacht. Daraus leite ich ab, dass die Mehrheit der Schweizer - und die Mehrheit fährt Auto oder Motorrad - letztlich mit dem Gesetz einverstanden ist. Dieser letztlich demokratisch legitimierte Entscheid ist zu respektieren.

...ich bezweifle, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung über den exakten Gesetztestext bewusst ist. Ausserdem was kümmern einem angedrohte Massnahmen bei Übertretung der Höchstgeschwindigkeit, solange man relativ ungestraft mit dem Handy am Ohr rumfahren, dem Vordermann auffahren, oder die linke Spur der Autobahn blockieren kann....?

Gast Wiesel348
Geschrieben (bearbeitet)
@wiesel348:

ich stimme dir voll zu,

jedoch besitzt auch du einen recht potenten Fuhrpark, wo kannst du deine Autos frei laufen lassen ohne diese ständige Angst zu haben von den Behörden enteignet zu werden?

Was den Fuhrpark anbelangt: Der ist nicht mehr aktuell. Natürlich kann ich keines meiner Autos (nicht einmal die Diesel betriebenen) in der Schweiz frei laufen lassen. Glücklicherweise wohne ich nur gerade 15 Minuten von der Grenze entfernt… Und abgesehen davon, mit dem Wiesel unterhalb von 100 km/h (damit nehme ich zwar auch billigend eine Geschwindigkeitsübertretung in Kauf) einen Pass hoch zu fahren, bereit mir sehr viel Spass. Hier geht es ja nicht um die absolute Geschwindigkeit, sondern um den Fahrspass in den Kurven sowie das Beschleunigen aus selbigen heraus...

...ich bezweifle, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung über den exakten Gesetztestext bewusst ist. Ausserdem was kümmern einem angedrohte Massnahmen bei Übertretung der Höchstgeschwindigkeit, solange man relativ ungestraft mit dem Handy am Ohr rumfahren, dem Vordermann auffahren, oder die linke Spur der Autobahn blockieren kann....?

Wohl möglich. Aber via secure war während Monaten beinahe täglich in der Presse präsent. Und seit der Umsetzung liest man mit schöner Regelmässigkeit (siehe TE) von eingezogenen Fahrzeugen. Die einzige Initiative die aber seither zum Thema Strassenverkehr lanciert wurde, ist die Einführung von Tempo 140 auf Autobahnen...

bearbeitet von Wiesel348
Thorsten0815
Geschrieben

Die Schweizer Angst vor Geschwindigkeit ist (aus meiner Sicht hauptsächlich in der West.-, oder Deutschschweiz) sehr real. Wem das nicht passt, Abstimmen oder gehen. Ich wollte nach einer Strafe auch schon mal gehen, da diese für "mein" Rechtsverständnis völlig überzogen war. O:-)

Und zum Glück darf man hier in der Schweiz nicht schneller fahren. Zumindest auf der A1 würden sich manche ganz stur tot fahren. Ich sehe da fast täglich ein unglaublich dummes Verhalten. Mit dieser Mentalität und den im Durchschnitt dicksten Autos in Europa....... .

Dazu kommt eine sehr überalterte (Autofahrer-) Gesellschaft.

Ich wäre schon froh, wenn die Leute mal so fahren würden, dass die lächerlichen 120 gleichmässig (alleine schon wegen der Umwelt) und vorausschauend gefahren werden können. Dieser furchtbare, egoistische und unnütze "Platzkampf", das Abdrängen und das fehlen jeglichen Verständnis wie man sich in dynamischen System mit unterschiedlicher Geschwindigkeit am effizientesten GEMEINSAM fortbewegt. :evil:

Dazu die komischen Dinge wie z.B. die Unfähigkeit sich einordnen zu können......

Nein, 120 langt meiner Meinung nach und passt hier in der Schweiz zum Fahrverhalten. Leider.

Und ja, das sollte man vor dem Besuch in einem anderen Land nachsehen. 120 mit 210 verwechselt. Tztztz als Polizist hätte ich auch keine Lust auf solche Geschichten. Ganz ehrlich.

Thorsten

Gast Wiesel348
Geschrieben

@Thorsten0815

Leider nur zu wahr, was du schreibst.

Selbst auf deutschen Autobahnen (zumindest von Schaffhausen nach Stuttgart) sind es die Schweizer, die die linke Fahrspur mit stur 150 km/h blockieren und das Gefühl haben, sie seien irre schnell.

Mit dieser Sturheit mögen wir vor 700 Jahren die Habsburger bei Morgarten geschlagen haben - heute sind die Zeiten anders...

Sailor
Geschrieben

Aber sicherer ist das fahren mit geschwindigkeitsbegrenzungen auch nicht: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_traffic-related_death_rate

Kann man die positiven Auswirkungen eines tempolimits durch telefonieren am Steuer kompensieren?

Ich finde diese Tabelle sehr interessant: auf die Bevölkerung bezogen gibt es in den USA doppelt soviele tödliche Unfälle wie in Deutschland.

PS:

Das mit 120 und 210 verwechseln war ein Witz von meiner Seite.

GT 40 101
Geschrieben

Die Gesetzestreue der meisten Schweizer finde ich schon bemeerkenswert.:-o

Wenn einer bewusst 88km/h zu schnell fährt ist dies dumm oder ignorrant, selber schuld, keine Frage.

Wenn man für 20km/h 700 SFR bezahlt und läuft unverschämte Abzocke und ein Zeichen dafür, dass die Schweiz sich immer stärker isoliert.

Was hat es denn mit Rasen oder Verkehrssicherheit zu tun, wenn man für 1 km/h überschreitung 50 Franken bezahlt.

Grundsätzlich sollte man bedenken, das Gesetze i.d.R. nicht mehr "entschärft" oder korrigiert werden. Dies gilt auch in Deutschland oder sonst wo, egal in welcher Form die Persönlichkeit von uns allen immer weiter eingeschränkt wird.

Da wünsche ich den Autofahrern in der Schweiz jetzt schon viel Freude, in den nächsten Jahren soll ja Tempo 100 kommen.

Für alle die in der Nähe der deutschen Grenze leben ist dies noch erträglich, für die Deutschen grenzwertig, statistisch ist die hohe Unfallbeteiligung Schweizer Autofahrer in Deutschland längst nachgewiesen!

Aber nicht falsch verstehen, als Schweizer würde auch ich sicher öfters mal einen Ausflug nach Deutschland machen und durch den Schwarzwald "cruisen":wink::D

Grüße

Thomas

Philippr
Geschrieben
...oh, ich habe vollkommen vergessen, dass Du währenddessen auf meinem Beifahrersitz sassest :???:

Gottseidank nicht! Dies ist bloß die Schlussfolgerung Deiner Ausführungen.

amc
Geschrieben

So als generelle Anmerkung: es macht natürlich einen Unterschied ob es so eine Strafe in der Schweiz gibt, wo generell max. 120 km/h erlaubt ist. Oder in Deutschland wo es einen extrem hart treffen könnte wenn man mal das erste 130-Schild nicht rechtzeitig sieht.

Ansonsten bin ich mit der Schweizer Regelung völlig einverstanden - für die Schweiz. Allerdings - was wäre ein solcher Thread ohne schicke Gemeinheiten - finde ich, daß die Schweizer dann auch in Deutschland 120 fahren und das Rechtsfahrgebot einhalten sollten. :D

Need 4 Speed
Geschrieben

Gesetze sind notwendig, Verstöße müssen sanktioniert werden, doch muss eine gewisse Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Ich umfahre die Schweiz seit langem bzw. reise nur kurz zur Arbeit mit dem Flugzeug an und lasse mich fahren wegen der in meinen Augen völlig überzogenen Geldbußen bei Kleinstvergehen und der Sorge, evt. mal ein Schild zu übersehen und wegen der dann folgenden, eventuell deutlichen Übertretung strengstens bestraft zu werden mit für mich kaum noch absehbaren Folgen. Die 210 statt 120 km/h sind allerdings ein Akt vollkommener Missachtung der Gesetze eines ausländischen Staates und nicht mit einem Versehen zu erklären.

Bedauerlich finde ich die Aussage, als Schweizer mit diesem rigiden Gesetz einverstanden zu sein und anzufügen, dass man selber ja zum Glück in der Nähe der deutschen Grenze wohnt, d. h. "via secura" in der Schweiz ist toll, solange man "via insecura" in Deutschland ausleben kann. Hierzu können User aus den grenznahen Bereichen Baden-Württembergs einige Anekdoten beisteuern, was in diesem Thread mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im weiteren Verlauf noch passieren wird.

Ultimatum
Geschrieben
Eine Gesellschaft lebt davon, dass sich alle an die Spielregeln halten. Einige Regeln mögen dem einen "doof" erscheinen - andere erachten sie als nötig. Und umgekehrt.

Nur weil man eine Regel als "doof" empfindet, berechtigt einem das noch lange nicht, sich deshalb nicht daran zu halten.

"Via secura" wurde zwar von den Behörden "erfunden", aber vom Parlament nach eingehender Diskussion (und Entschärfung) eingeführt.

Zudem haben wir Schweizer das Privileg, grundsätzlich gegen jedes Gesetz ein Referendum ergreifen zu können. Das wurde bei "via secura" nicht gemacht. Daraus leite ich ab, dass die Mehrheit der Schweizer - und die Mehrheit fährt Auto oder Motorrad - letztlich mit dem Gesetz einverstanden ist. Dieser letztlich demokratisch legitimierte Entscheid ist zu respektieren.

Ich fahre ab und an auch gerne schnell. Dennoch bin ich mit dem Grundgedanken von "via secura" einverstanden. Wer die Geschwindigkeit in dem Umfange übertritt, dass er nach Gesetz als "Raser" gilt, wird nach nach meiner Beurteilung durchaus angemessen bestraft.

Wenn ich vorsätzlich 20 km/h zu schnell unterwegs bin, weil ich mir eine Busse von CHF 100.00 leisten will/kann, zeigt doch nur auf, dass die Bussen zu tief sind und keine abschreckende Wirkung haben.

Gesetze sind nun einmal da, um eingehalten zu werden. Werden sie vorsätzlich nicht eingehalten, ist das Fehlverhalten so zu büssen, dass es schmerzt. Alles andere ist sinnlos.

Und wer beispielsweise 120 km/h nicht von 210 km/h unterscheiden kann, gehört schlicht nicht hinter das Lenkrad.

Und ganz nebenbei: Der Staat zieht das Auto "nicht einfach so " ein - sondern auf der Grundlage eines Gesetzes und einer groben Widerhandlung dagegen.

Genauso kann man darüber diskutieren, ob es nun richtig ist, Hoeness für 3 Jahre in den Knast zu werfen, weil er Steuern hinterzogen hat. Auch diese Diskussion ist müssig - er hat die Gesetze gebrochen und darauf steht nun einmal Gefängnis. Punkt.

ich gebe dir in allen punkten recht, habe nur die frage, warum fahren dann schweizer in deutschland gerne so schnell, auch wenn es verboten ist? ;-)

Gast Wiesel348
Geschrieben (bearbeitet)
ich gebe dir in allen punkten recht, habe nur die frage, warum fahren dann schweizer in deutschland gerne so schnell, auch wenn es verboten ist? ;-)

Das verstehe ich jetzt nicht ganz.

Ich fahre in Deutschland so schnell, wie es erlaubt ist. Das ist zwar ausserorts und auf Autobahnen schneller als in der Schweiz, aber eben erlaubt.

Und natürlich hätte ich in der Schweiz auch lieber 100 auf Landstrassen als 80. Grundsätzlich stünde es mir frei, eine entsprechende Initiative zu lancieren und wenn ich 100'000 Unterschriften zusammen bringe, stimmen wir auch darüber ab. Nur hat ein solches Begehren an der Urne schlicht keine Chance.

Wie schon andere schrieben, hätte die Aufhebung oder zumindest Anhebung der Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen in der Schweiz kaum eine positive Wirkung auf den Verkehrsfluss, weil die Verkehrsdichte dies auf den Hauptachsen schlicht nicht zulässt. Vergleicht einfach einmal die Distanzen zwischen den Autobahnausfahrten in der CH und in D.

Wenn man für 20km/h 700 SFR bezahlt und läuft unverschämte Abzocke und ein Zeichen dafür, dass die Schweiz sich immer stärker isoliert.

Nur bei Tempo 30 kostet eine Überschreitung von netto 20 km/h allenfalls mehr als CHF 600.00 (einkommensabhängig). Und 20 zuviel bei 30 ist wirklich viel zu viel.

Was hat es denn mit Rasen oder Verkehrssicherheit zu tun, wenn man für 1 km/h überschreitung 50 Franken bezahlt.

Für 1 km/h zu schnell bekommt niemand eine Busse. Nur wenn nach Abzug der Toleranz noch etwas "übrig" bleibt, folgt eine Busse. Und das ist in jedem mir bekannten Land so.

Für alle die in der Nähe der deutschen Grenze leben ist dies noch erträglich, für die Deutschen grenzwertig, statistisch ist die hohe Unfallbeteiligung Schweizer Autofahrer in Deutschland längst nachgewiesen!

Die Statistik würde ich gerne einmal sehen. Abgesehen davon bedeutet bei einem Ausländeranteil von inzwischen bald 25 % ein CH-Schild primär, dass der Halter seinen Wohnsitz in der Schweiz hat. Ob er/sie auch Schweizer ist, ist eine andere Geschichte... Aber wir wollen hier keine ausländerfeindlichen Diskussionen führen.

Aber wir könnten natürlich einfach Baden-Württemberg annektieren und so die Geschwindigkeitslimitierung zumindest punktuell aufheben. Etliche Süddeutsche wären möglicherweise mit dieser "Eingemeindung" einverstanden... X-)O:-)

bearbeitet von Wiesel348
blox79
Geschrieben
Gesetze sind notwendig, Verstöße müssen sanktioniert werden, doch muss eine gewisse Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Ich umfahre die Schweiz seit langem bzw. reise nur kurz zur Arbeit mit dem Flugzeug an und lasse mich fahren wegen der in meinen Augen völlig überzogenen Geldbußen bei Kleinstvergehen und der Sorge, evt. mal ein Schild zu übersehen und wegen der dann folgenden, eventuell deutlichen Übertretung strengstens bestraft zu werden mit für mich kaum noch absehbaren Folgen. Die 210 statt 120 km/h sind allerdings ein Akt vollkommener Missachtung der Gesetze eines ausländischen Staates und nicht mit einem Versehen zu erklären.

Bedauerlich finde ich die Aussage, als Schweizer mit diesem rigiden Gesetz einverstanden zu sein und anzufügen, dass man selber ja zum Glück in der Nähe der deutschen Grenze wohnt, d. h. "via secura" in der Schweiz ist toll, solange man "via insecura" in Deutschland ausleben kann. Hierzu können User aus den grenznahen Bereichen Baden-Württembergs einige Anekdoten beisteuern, was in diesem Thread mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im weiteren Verlauf noch passieren wird.

Ich weiss nicht was diese Anspielung soll? In Deutschland herrscht ausserorts 100kmh und auf den Autobahnen zum Teil gar keine Limite ...Richtgeschwindigkeit bleibt ja aber 130 km/h. Wenn nun ein Schweizer nach Deutschland fährt und dann die vorgegebenen Begrenzungen mit Absicht grob missachtet, nur weil die Busse niedriger ausfällt, dann kann ich nachvollziehen, dass sich Deutsche darüber aufregen...Ich finde das komplett daneben.

Ich kann nur für mich sprechen...Ich halte mich in Deutschland genau so an die Limiten wie der Schweiz...und was ich mal zu schnell bin, etntspricht dem was ich in der Schweiz auch bereit bin zu zahlen...also +- 20kmh.

Appokalyps
Geschrieben

Für 1 km/h zu schnell bekommt niemand eine Busse. Nur wenn nach Abzug der Toleranz noch etwas "übrig" bleibt, folgt eine Busse. Und das ist in jedem mir bekannten Land so.

Stimmt, ist in D in der Theorie nicht anders. Nur würde sich hier kein Polizist die Mühe machen, dich wegen 1-5 km/h zu viel (nach Abzug der Toleranz) anzuhalten. Habe ich zumindest noch nie erlebt...

Edit: In der Schweiz machen die das durchaus, was daran liegen mag, dass man mit über 30 € dabei ist, anstatt mit nem 10er in Deutschland. Gibt vermutlich mehr Provision für die Polizisten in der Schweiz :D:DO:-)

Gast Wiesel348
Geschrieben
Stimmt, ist in D in der Theorie nicht anders. Nur würde sich hier kein Polizist die Mühe machen, dich wegen 1-5 km/h zu viel (nach Abzug der Toleranz) anzuhalten. Habe ich zumindest noch nie erlebt...

Dann habt ihr schön faule Polizisten…. X-) X-) X-)

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