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Vorfahrtsstraße Unfall provozieren


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Hallo liebe cp- Gemeinde,

mein Vater kam gestern zu mir und erzählte mir eine für mich schier unglaubliche Geschichte die mich richtig sauer macht, da ich mir einfach nicht vorstellen kann das es sowas wirklich gibt.

Ganz bei mir in der Nähe verläuft eine Bundesstraße, verlässt man diese kann man nach rechts auf eine Vorfahrtsstraße dann einbiegen und ist nach ca. 500m in einer kleinen Ortschaft. Doch auf halber Strecke befindet sich rechterhand ein relativ großes Industrigebiet. Von dort aus kommend kann man dann nach links in Richtung der Bundesstraße und nach rechts in Richtung der Ortschaft abbiegen. So nun zur Geschichte.

Mein Vater fuhr Dienstagabend aus Richtung des Industriegebietes auf diese Kreuzung zu und wollte nach links abbiegen. Da dort viel Verkehr herrscht, muss man jede kleine Lücke zum Rausfahren nutzen. Ihm kann dann von links ein alter "vergammelter" (Zitat meines Vaters) BMW 3er mit lokalem Kennzeichen entgegen, mit dem Blinker nach rechts gesetzt. Er war ca. 50m von der Einfahrt entfernt. Das wäre für mich der Moment gewesen, an dem ich rausgefahren wäre. Mein Vater entschied sich aber dagegen und blieb stehen, da das Fahrverhalten ihm nicht dem eines Abbiegevorgangs glich. Man hat auf dieser Strecke eine ungefähre Geschwindigkeit von 70 km/h. Es war Gott sei Dank die richtige Entscheidung. Der BMW bremste dann ca. 20m vor dem "angeblichen" Abbiegen, um dann auch wirklich die letzten Zweifler zum Herrausfahren zu nötigen. In dieser Sekunde gab der BMW dann Vollgas, schaltete seinen Blinker aus und raste dann über die Kreuzung. Im Scheinwerferlicht sah mein Vater dann zwei junge Männer drinsitzen, die ihn angrinsten und dann weiterfuhren.

Hätte mein Vater sich nicht für ein Stehenbleiben entschieden, wären sie ihm mit 70+ km/h in die Fahrertür rein. Mein Vater (war 20 Jahre im Polizeidienst) meinte daraufhin, dass das ein typisches Verhalten von Leuten ist, die schnell ihr Auto zu Geld machen wollen und nebenbei noch Schmerzensgeld kassieren wollen. Jetzt ist man als Geschädigter im Nachteil, klassisches Vorfahrtsvergehen, alleine, Gegenüber waren zu zweit im Fahrzeug, du bist schuld.

Hat man rechtlich gesehen da überhaupt eine Chance ? Selbst wenn Zeugen aus anderen Fahrzeugen die gleichen Bemerkungen machen ? Mal jetzt vom Finanziellen abgesehen, wie kann man so unmenschlich sein, bewusst SICH und anderen einen erheblichen Schaden zufügen, nur um an Geld zu kommen ?

Sowas mach mich unglaublich traurig und wütend zugleich, denn ich möchte mir nicht ausmalen wie das ausgegangen sei wenn er rausgefahren wäre ... :cry::evil:

Habt ihre ähnliche Erfahrungen gemacht ?

Gruß

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Dein Vater hat in jeder Hinsicht richtig gehandelt. Denn ein gesetzter Blinker zum Abbiegen ist keine Garantie und wird im Streitfalle nicht als "Freibrief" verstanden, daß Dein Vater hätte fahren dürfen. Es ist grundsätzlich immer empfehlenswert, den Blinkenden auch tatsächlich abbiegen zu lassen anstatt ungeduldig loszufahren.

Habe ich das richtig verstanden, dass er nach rechts geblinkt hat, damit dein Vater denkt er biegt rechts ab (was so ziemlich jeder denken würde) aber dann extra, bewusst weiter geradeaus gefahren ist, damit er einen Crash verursacht? Ich meine, es würde ihn ja genauso betreffen das ist doch hirnrissig...

Zum Glück ist nichts passiert, mit 70+ in die Fahrertür, meine Herren...

Grüße und schönen Abend,

Gerrit

@matelko

Was glaubst wie ich in Zukunft an solchen Stellen handeln werde, ich werde warten bist das Auto außer Sichtweite ist :D

@Gerrit95

Ja leider war das vermutlich die Absicht und genau aus dem Grund verstehe ich nicht, wie man sowas machen kann. Ich kann ja schlecht das gesundheitliche Risiko für mich selbst kalkulieren, ich kann mich dabei ja auch verletzen, sicherlich nicht so schlimm wie mein Vater aber doch erheblich. Gut, wir können nicht zu 100% sicher sein dass das wirklich deren Absicht war, allerdings muss man, wenn man dort abbiegen möchte deutlich langsamer (max. 20 km/h) fahren als die zwei Herren das getan haben, da die Ausfahrt sehr eng und sehr scharf ist, wenn man man da nur ein Ticken zu schnell rausfährt fährt man ironischerweise direkt ins Gebäude eines Abschleppunternehmes/ Verwertungsanlage rein.

@me308

Ungewöhnlich und neu für mich, bin noch nicht so lange auf deutschen Straßen unterwegs :)

ich hoffe doch stark dass eine anzeige erstattet wurde !?

auch wenn hier vielleicht noch nichts passiert ist liegt ja der

verdacht nahe dass es wieder probiert wird und wenn aber

dann schon bekannt ist wer da evtl.wie rumfährt haben sie

wohl deutlich schlechtere karten damit durchzukommen...

anzeigen, alle anzeigen, sofort zur Polizei. Aaaanzeeeeigen!!! Wo ist Man.. äh den wollten wir ja in Ruhe lassen.O:-)

Ist doch nix neues, nützt auch kein Aufregen. Solche und ander Aktionen erlebe ich regelmäßig. Genau wie Leute die einen noch in der Autobahnabfahrt überholen und eine Vollbremsung hinlegen.

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@planktom

Leider wurde keine Ordnungswidrigkeit begannen, er kann aussagen dass er den Blinker noch beim vorrigen Abbiegevorgang stehengelassen hat, und dies nicht bemerkte...

Mir geht es auch nicht wirklich drum, da einen Schuldigen auszumachen, sondern eher um das Menschliche, wie man sowas verantworten kann, das ist das Erschreckende.

Ich selber habe mal so etwas ähnliches wie tollewurst erlebt, auf der Landstraße überholte ein Fahrzeug ein anderes, scherte dann vor ihm wieder ein und bremste. Der Fahrer dahinter machte logischerweise ein Vollbremsung, bei der dann ein dahinterfahrender Radfahrer auffuhr :(

kann ja sein dass es keine absicht war! ebenso könnte es sich

ja aber um die zuvor schon genannten autobumser handeln:wink:

und wenn eben schonmal gemeldet wurde dass da evtl.

...ein alter "vergammelter" BMW 3er mit lokalem Kennzeichen ...

mit...zwei junge Männer drinsitzen

auf die tour unterwegs ist ist könnte es passieren dass die schlechte

karten haben wenns dann wirklich zu einem unfall kommt...oft wird

sowas ja auch mehrfach versucht....

Und genau aus diesen Gründen fahren immer mehr Leute mit einer Kamera im Auto die ALLES aufnimmt !

Von mir aus sollte die Kamera zur Pflicht gemacht werden, inklusive Blackbox !

Somit hätten die Schlaumeier sehr schlechte Karten vor Gericht. :wink:

LittlePorker-Fan

Ich hatte 1999 mal ein blaues 964 Carrera 4 Cabrio von einem solchen "Autobumser" besichtigt ... der trieb 1998/1999 in München sein Unwesen. Wickelte mit der Kiste über dreißig nachgewiesene Versicherungsfälle ab ... schlich immer in Tempo 30-Rechts-vor-Links-Gegenden rum ... wartete auf einen unachtsamen Rentner bei Schmuddelwetter und bretterte dem dann rein.

Ließ billig das Cabrio wieder zusammen pfuschen

und dann war der nächste fällig ...

Lt. Verkäufer verdiente er so seinen Lebensunterhalt, zuvor soll er das Spielchen mit einem Mercedes (SL? S-Klasse? SEC? Ich weiß es nicht mehr) abgezogen haben ...

Wanderte dann irgendwann ins Gefängnis (für wahrscheinlich drei Monate ...?) und der Wagen wurde versteigert und der Verkäufer hatte ihn da rausgekauft ... ich glaube der hätte noch 14.000 Mark kosten sollen, müsste ich nachsehen. Fotos müsste ich von der Kiste auch noch irgendwo haben. War aber damals nach Prüfung noch zu teuer ... alles verzogen, alles hinüber ...

von ein paar Metern Entfernung sah der aber recht schön aus ... ein klassischer Blender.

Und genau aus diesen Gründen fahren immer mehr Leute mit einer Kamera im Auto die ALLES aufnimmt !

Von mir aus sollte die Kamera zur Pflicht gemacht werden, inklusive Blackbox !

Somit hätten die Schlaumeier sehr schlechte Karten vor Gericht. :wink:

Der Versuch, mit Hilfe einer Kamera die eigene (Mit-)Schuld abzuwälzen, wird nicht funktionieren. Denn auch damit lassen sich gängige Regeln nicht einfach uminterpretieren. Und die heißt nunmal: geduldig abwarten und sich nicht ausschließlich auf den Blinker des mutmaßlich(!) Abbiegenden verlassen.

Soweit ich weiß, gibt es Computer und auch Datenbanken.

Warum speichern die Versicherer Unfallbeteiligte nicht zentral in einer Datenbank?

Unregelmäßigkeiten würden dann doch sofort auffallen.

Liegt wohl am Datenschutz.

Die Frage ist nur, wessen Daten geschützt werden sollen.

Unfallopfer sind es sicher nicht.

Die einzigen, die davon profitieren sind die "Autobumser".

(Findet man übrigens ziemlich oft, daß Leute, die betrügen wollen "Datenschutz" schreien. Warum rechnen wohl Ärzte nicht direkt mit öffentlichen Krankenkassen ab, sondern anonymisieren über Kassenärzliche Vereinigungen? Bei privaten kassen wird direkt abgerechnet.)

Soweit ich weiß, gibt es Computer und auch Datenbanken.

Warum speichern die Versicherer Unfallbeteiligte nicht zentral in einer Datenbank?

Unregelmäßigkeiten würden dann doch sofort auffallen.

Das wird auch gemacht, keine Sorge. Und zwar lokal, nicht zentral. In Bayern macht das bereits die Polizei, die den jeweiligen Unfall protokolliert. Jede Unfallaufnahme wird anschließend am Computer bezüglich der Beteiligten, der Unfallart und des -orts abgeglichen. Die Daten bleiben weit über die verkehrsübliche "Verjährungsfrist" hinaus gespeichert. Anders lassen sich solche Typen, wie von LittlePorker beschrieben, auch nicht dingfest machen.

Need 4 Speed
Und genau aus diesen Gründen fahren immer mehr Leute mit einer Kamera im Auto die ALLES aufnimmt !

Von mir aus sollte die Kamera zur Pflicht gemacht werden, inklusive Blackbox !

Somit hätten die Schlaumeier sehr schlechte Karten vor Gericht. :wink:

Die nimmt aber nicht zur Seite auf, sondern nach vorne oder hinten (wenn auch in relativ weitem Winkel), und hätte damit im vorliegenden Fall das Blinken wohl kaum aufgezeichnet, sondern nur noch den Crash.

Auch konfisziert die Polizei gerne bei einem Unfall oder Verkehrsverstoß die Kamera und hat dann eine gute Dokumentation der Verkehrsverstöße des jeweiligen Verkehrsteilnehmers. Ich kenne zudem kaum Unfälle, bei denen die Kamera nicht eine gewisse Mitschuld nachweisen würde (z.B. desjenigen, der einfach auf seinem Recht beharrt, was er auch nicht darf). Man kauft sich also mit der Kamera auch diverse Nachteile ein. ...und ob das Gericht einen digitalen Film als Beweis zulässt, kannst Du auch mal googeln. Die wissen um die Möglichkeit der Manipulation digitaler Daten im Nachhinein. Wenn Du Deine Kamera direkt vor Ort der Polizei übergibst, falls Du das körperlich noch kannst, dann evt. usw. usw. Die Kamera ist also keine Vollkaskoversicherung gegen Straftäter und evt. lieferst Du der Staatsanwaltschaft oder dem gegenerischen Anwalt ungewollt eine Steilvorlage.

Es hilft also nichts, wir müssen aufpassen, um nicht zum Opfer solcher Straftäter zu werden. Im Zweifel folgen wir besser Matelkos Rat, einfach stehen zu bleiben. Genauso wie ich an anderer Stelle, z.B. auf der Autobahn, lieber zehn Mal zu früh bremse, wenn mir einer die Vorfahrt nimmt, als einmal zu spät. Wenn Du da eine Kamera hast und das Filmchen nachher zeigt, dass Du deshalb in den reingefahren bist, weil Du nicht unverzüglich hart gebremst hast, sondern ihm dicht auffahren wolltest, damit er merkt, dass er das mit Dir nicht machen darf, dann bist Du am Ende der Schuldige und der rausziehende telefonierende Student oder pensionierte Oberlehrer das Opfer.

Fazit: Ich glaube nicht, dass ein Verkehrsteilnehmer, insbesondere ein Ferrari-, Porsche- o.ä. Fahrer gut beraten ist, eine Kamera im Auto zu haben, weil ich keinen kenne, der hundertprozentig perfekt fährt, also sich ausnahmslos an alle Verkehrsvorschriften hält und niemals unaufmerksam ist.

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(Findet man übrigens ziemlich oft, daß Leute, die betrügen wollen "Datenschutz" schreien. Warum rechnen wohl Ärzte nicht direkt mit öffentlichen Krankenkassen ab, sondern anonymisieren über Kassenärzliche Vereinigungen? Bei privaten kassen wird direkt abgerechnet.)

Ich hatte im letzten Jahr in meinem Bekanntenkreis 3 Auffahrunfälle, bei denen der Vordermann an der Ampel angefahren ist, und gleich wieder stark bremste. Das kann natürlich passieren, aber die Häufung ist mir suspekt.

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