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Die 4. European Auto Classic in und um Leipzig – ein Bericht aus der fahrenden Teilne


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Vorwort:

So schnell können zwei Jahre vergehen und die Sehnsucht nach der nächsten Veranstaltung verfliegen. Stattdessen standen wieder einmal drei Tage volles Programm auf der Tagesplanung – aber auch eine Menge Spaß, Sehens- und Wissenswertes und das Wiedersehen mit alten Bekannten.

Zu verdanken ist dieser Umstand, wie die anderen Male zuvor Herrn F.C.Bayer und seinem Team, die sich nicht nur um die zugrundeliegende Planung, sondern auch um die Organisation und letztliche Durchführung der Veranstaltung bemüht haben. Wobei es dieses Mal, bedingt durch das Hochwasser, gewiss keine leichte Angelegenheit war und es dementsprechend auch zu kurzfristigen Änderungen kam.

Eine davon war eine Sammel- und Spendenaktion für die Betroffenen in Meißen. Es wurde fleißig geboten, gespendet und letztlich eine stattliche Summe – die genaue Summe weiß ich leider nicht – vor Ort übergeben.

Daher noch einmal einen ganz herzlichen Dank an die Organisatoren, die zahlreichen Teilnehmer und auch die vielen netten Leute am Wegesrand und den einzelnen Zwischenstopps.

Abschließend und wie gehabt folgen noch ein paar Anmerkungen.

Die Berichte erfolgen wieder in einzelnen, tagesbezogenen Teilen und soll lediglich einen kurzen Eindruck von der Veranstaltung wiedergeben. Da ich selbst Teilnehmer und Fahrer bin, kann ich daher auch nur aus dieser Perspektive berichten. Die gilt insbesondere für die Bilder, welche allesamt bloße Schnappschüsse von Handy und Kamera sind. Ebenso wenig beherrsche ich die Kunst Photoshop zu nutzen; daher erfolgte die Unkenntlichmachung von Kennzeichen und Personen auf die für mich einfachste Art und Weise.

Des Weiteren soll dieses Mal die Veranstaltung im Vordergrund stehe und nicht ein, zwei einzelne Fahrzeuge – schließlich hat jedes der teilnehmenden Fahrzeuge doch seinen ganz eigenen Reiz zu bieten.

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Das letzte Mal hieß es „Sonnenbrand statt Regen“, dieses Mal heißt es (leider) Sonnenbrand und Regen

Es ist zwölf Uhr am Mittag, die Sonne strahlt am wolkenlosen Himmel und es glüht der Asphalt. Allerdings nicht wegen unangepasster Fahrweise, sondern aufgrund der ca. 33-36°C im Schatten.

Nach dem gewohnten Standardprozedere, DEKRA-Check, Anmeldung und Beklebung des Fahrzeuges, ging es ins angrenzende Lokal zum Mittagessen. Denn anders als bisher gab es dieses Mal auch am ersten Tag gleich ab Nachmittag ein volles Programm. Es bliebt daher auch nur wenig Zeit sich einen ersten Überblick über die teilnehmenden Fahrzeuge zu verschaffen.

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Kurz nach 13 Uhr ging es zu Fuß Richtung Leipziger Zoo. Der Direktor, zwischenzeitlich (Honorar-) Professorin an der Universität Leipzig, Herr Dr. Junhold hatte ins Gondwanaland geladen.

Nach ca. 15 schweißtreibenden Minuten schnellen Schrittes war das Ziel erreicht und es ging in die sehr gut klimatisierte Empfangshalle. Für Autoenthusiasten stand dort ein bereits ein stark betagter und genutzter Landrover Defender. Die Zeit drängte jedoch, so dass von diesem Fahrzeug kein Bild gemacht wurde.

Nun ging es zum Vortrag in die Halle. Und obwohl der Zoo recht nahe gelegen ist, habe ich es bisher versäumt diesen regelmäßig aufzusuchen. Infolgedessen gab es weit angereiste Teilnehmer, welche sich besser auskannten. Während des kurzen Einführungsvortrages gab es gekühlte Getränke. Sehr wohltuend bei noch mal gesteigerter Temperatur und eine Luftfeuchte von über 75%.

Es folgte eine kurze Bootstour durch die wohl größte Tropenhalle Europas mit den zahlreichen Pflanzen- und Tierarten. Dabei konnte man auch eine Mercedes G-Klasse als Exponat erblicken. Und wider dem Hinweis des Zoo-Begleiters war auch der ausgeschilderte Rundgang in der verbliebenen 15 Minuten zu schaffen, so dass man wenigstens einmal überall einen flüchtigen Blick und Eindruck mitnehmen konnte.

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Danach ging es wieder schnellen Schrittes zurück zum Burgplatz, denn es stand der WEMPE-Ehrenkurs quer durch die Leipziger Innenstadt an, so dass die Fahrzeuge auf dem Augustus-/ Opernvorplatz präsentiert werden konnte. Für die Teilnehmer rief danach das Rathaus zur Begrüßung durch den Finanzbürgermeister. Und nachdem auch dieser Fußweg absolviert und ein Gruppenfoto gemacht wurde, sollte es endlich losgehen. Doch die Unwetterfront war schneller. Binnen weniger Minuten regnete es so sehr, dass nicht nur die Scheibenwischer der Oldtimer, sondern auch die aller anderen Verkehrsteilnehmer überfordert waren. Schlussendlich waren auch zahlreiche Straßen derart überflutet, dass selbst Ortskundigen das Steckenbleiben drohte. Daher wurde am ersten Zwischenziel die Veranstaltung selbst für die hartgesottenen Fahrer offiziell abgebrochen. Sicherheit geht schließlich vor, aber damit fiel auch eine sehr attraktive Tour sprichwörtlich ins Wasser – dabei wollten wir uns doch bloß das Leipziger Neuseenland ansehen.

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Aufgrund der aktuellen Verkehrssituation in und um Leipzig fand das morgendliche Treffen nicht am Tourhotel, sondern am ersten Tagesziel statt. Es ging in den Norden zum BMW-Werk. Das hat auch so manchen Arbeiter einen kurzen Moment verweilen lassen, als sich die rund 80 Teilnehmerfahrzeuge nach und nach auf dem Parkplatz einfanden.

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Im Werk wurde uns kurz das Werk vorgestellt und erste Einblicke auf die nahe Zukunft gegeben. Zwar ungeplant, aber nicht gerade unpassend, kam uns kurz vor der ersten Durchfahrtskontrolle prompt die eine größere Testflotte von BMW i3-Prototypen entgegen. Auf dem kleinen Parkplatz angekommen, konnte man nicht nur einige der BMW Z1 betrachten, sondern auch den V8-Klängen der MORGAN-Flotte lauschen. Da wurden die Fragen schnell zur Nebensache.

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Anschließend drängte die Zeit, denn in Naumburg (Saale) wurden wir bereits erwartet. Leider hat auch hier das Hochwasser auch hier seine Spuren hinterlassen. So mussten der Tross unter Begleitung netter Polizisten ins Stadtzentrum auf den Markt eskortiert werden. Auf dem Markt angekommen warteten bereits zahlreiche Menschen und sogar ein Brautpaar ließ es sich nicht nehmen einen Rundgang zu wagen.

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Dabei konnte ich mir auch erstmals eine geniale Konstruktion ansehen, deren Nutzen sich bereits auf der Fahrt dorthin offenbarte. MORGAN fahren scheint erfinderisch zu machen.

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Weiter ging es über landschaftlich schöne Nebenstraßen zum Mittagessen. Denn der abschließende Tageshöhepunkt rückte immer näher – die Fahrt zum Porsche-Werk, wo man sich zwischen einer Besichtigung und der Fahrt auf der Teststrecke entscheiden konnte. Für mich fiel die Wahl sehr schnell… dementsprechend wurde kurz zuvor noch das Fahrzeug gewechselt. Denn auch ohne Renncharakter macht es mit einem kleinen Roadster einfach etwas mehr Spaß als mit einem amerikanischen Oldtimer. Aber es gab auch ein paar schöne Fahrzeuge vom Gastgeber und nette Detailfeinheiten bei Teilnehmern zu sehen.

Leider gab es hier den ersten und zum Glück auch einzigen Verlust zu vermelden. Ein Fahrzeug rollte (außerhalb der Teststrecke) gegen einen Pfahl. Ein ärgerlicher Schaden, der zum Glück nicht von Dauer sein wird. Alles Nötigste wurde bereits veranlasst, damit das älteste Fahrzeug von ausländischen Teilnehmern bald wieder flott ist.

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Der Tagesabschluss erfolgte bei interessanten Gesprächen im Restaurant Bayrischer Bahnhof. Verwunderlicher Weise war nur Bier zum Buffet vorgesehen. Eine interessante Kombination für eine Veranstaltung mit zahlreichen Autofahrten… aber den auswärtigen Gästen sei es vergönnt, da das fußläufig erreichbare Hotel keine Autofahrt voraussetzte.

Und es wurde noch einmal um Spenden für Meißen gebeten, welche prompt und zahlreich kamen noch bevor der erste Artikel für ebendiesen Zweck versteigert wurde.

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Der Stein des Anstoßes

Wieder ging es früh los. Die „große Landtour“ stand im Roadbook und Begleitprogramm. Den Start machte das Volkerschlachtdenkmal. Das Monument vom 1913 erinnert an die große Völkerschlacht bei Leipzig im Jahre 1813. Aber es bietet nicht nur einen geschichtlichen Hintergrund, sondern auch – trotz Baustelle – einen schönen Motivhintergrund. Daher wurden zur Erinnerung an die Veranstaltung von jedem Fahrzeug vor eben dieser Kulisse Fotos angefertigt. Kein leichtes Unterfangen für die Organisatoren hier eine Ordnung hereinzubringen. Trotzdem ist es gelungen alle Fahrzeuge abzulichten ohne dabei aus dem Zeitplan zu geraten.

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Danach ging es wieder einmal über abgelegene Straßen und Wege, die alle gleichwohl sehr gut zu befahren waren zur nächsten Durchfahrtskontrolle. Diese war nur damit umschrieben, dass hier der „Stein der 4th European Auto Classic“ ist. Der Vorwarnung gemäß und der List des „Quizmasters“ bewusst, haben also alle Teilnehmer ehrgeizig alle dort vorhandenen Steine abgelichtet um jedes Detail reproduzieren zu können. Umso größer war dann die Überraschung, dass es nicht ein Stein am Wegesrand war, sondern tatsächlich ein eigens gefertigter Rochlitzer Porphyr. Und auf dem Marktplatz von Rochlitz bestätigten sich alle Befürchtungen. Es wurde kurzerhand nach der Wasserverdrängung dieses Steins in Kubikzentimeter gefragt. Danach kam Unruhe auf… es wurde gezeichnet, gegoogelt und berechnet, ja sogar jede erdenkliche Beziehung zu Geologen, Chemikern und Physikern bemüht um eine passende Lösung zu finden. Alles vergebens! Die annähernd richtige Antwort wurde erraten.

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Da dieses kleine Lokal in der Meißner Altstadt nicht genug Kapazitäten für die knapp 180 Teilnehmer hatte, wurde in zwei Gruppen gestartet. Aber trotz aller Bemühungen kam es zu Überschneidungen und entsprechender Verwirrung im Lokal. Aber alles nur halb so wild. Schließlich war die Fahrt schon abenteuerlich genug. Höhepunkt war eine kleine Dorfstraße irgendwo im Nirgendwo. Vom letzten Unwetter und Regenunwetter noch arg gezeichnet. trafen hier absolute Gegensätze aufeinander. Auf der einen Seite die verschiedensten Old- und Youngtimer nebst größtenteils älteren Insassen und auf der anderen Seite ein Musikfestival mit äußerst jugendlichen Publikum, teils noch im Kombiheck (bei-)schlafend. Eine sehr interessante Begegnung für beide Seiten.

In Meißen selbst konnte man trotz aller Bemühungen noch die Auswirkungen der Flut sehen. Bis weit in die Alt-/Innenstadt hinein stand das Wasser (über-) mannshoch, wie man den Hausfassaden noch entnehmen konnte.

Nach dem Mittag ging es wieder über kleiner Haupt- und viele Nebenstraße zurück. Auch hier waren noch immer die Auswirkungen und Überbleibsel deutlich sichtbar. Es war schon etwas grotesk, dass die einen hier einem Hobby frönen, während andere hier altes Hab und Gut dem Sperrmüll beistellen. Nicht nur Grund genug auf Fotos zu verzichten, sondern auch der Beweis, dass die Spenden hier tatsächlich dringend benötigt werden.

Da war es dann gewiss auch kein Problem, dass die ursprüngliche Route vom THW gesperrt wurde um die letzten Wasserreste abzupumpen. Hier bewies sich wieder der Chef der Organisation und zauberte kurzerhand eine neue Route aus dem Hut – inklusive neuer Durchfahrtskontrolle.

So wurde dann auch von fast allen Teilnehmern das Schloss in Machern (nahe Wurzen) erreicht. Hier gab es eine Erfrischung für die Teilnehmer und für die nächste Hochzeitsgesellschaft eine willkommene Abwechslung - insbesondere für den Nachwuchs.

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Danach ging es wieder nach Leipzig, wo der Abend und die 4th European Auto Classic ihren Abschluss beim Gala-Diner im Mercure-Hotel fand.

Wieder einmal war es eine sehr gelungene Veranstaltung, auch wenn ich als Fahrer bei den Durchfahrtskontrollen doch sehr die Praxisaufgaben vermisst habe. Immerhin haben diese bei den beiden vorherigen EAC-Veranstaltungen sehr viel Spaß gemacht.

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