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C6-Baby
Geschrieben

Ich hätte weder was gegen die Autobahnmaut noch gegen die Citymaut, wenn es denn nun wirklich sinnvoll angelegt wird bzw. der Infrastruktur dient. Es kommt immer drauf an, wie dies umgesetzt werden soll. Ein (kleiner :D) Obulus im Monat wäre durchaus vertretbar, aber wenn jede Fahrt in und aus der City abkassiert wird, dann wird es heftig, z.B. für diejenigen, die tagtäglich mit dem Auto aus beruflichen Gründen in die Stadt fahren müssen :-o

netburner
Geschrieben

Ich sehe keinen Sinn darin, für die Befahrung der Innenstädte bezahlen zu müssen. Und wenn ich die eh schon zurückgehenden Käuferzahlen in vielen Geschäften in vielen Innenstädten sehe, dann dürfte eine derartige City-Maut vermutlich nicht dazu beitragen, dass sich daran was zum positiven ändert.

JoeFerrari
Geschrieben

Der Deutsche Einzelhandel hat sich auch prompt dagegen gewandt. Für Bewohner und Pendler könnte es natürlich Langzeittickets geben.

Voraussetzung wäre aber schon bei Start ein deutlich besser getakteter ÖPNV und zusätzlich tageszeitabhängige Tarife, wie sie anderswo schon umgesetzt wurden.

Im Grunde denke ich, dass eine Citymaut eine höhere Lenkungsfunktion haben könnten denn eine AB-Gebühr. Allerdings dürfte alleine die Infrastruktur - bei unserer Gründlichkeit - sicherlich 10 Jahre brauchen, bis sie startklar ist.X-)

dino246gts
Geschrieben

Zeit für sinnloses Wissen mit Dino, Teil 284. O:-)

Folgende kurze Überlegung:

Ein dezentrales Verhalten der Verkehrsteilnehmer bezüglich der Entscheidung die hochfrequentierte Innenstadt zu befahren impliziert, dass sich jeder einzelne Verkehrsteilnehmer lediglich an seinen privaten (zu erwartenden) durchschnittlichen Zeitkosten orientiert. Unberücksichtigt in dieser privaten Entscheidung bleibt dabei die Tatsache, dass sich durch die eigene Straßennutzung zugleich auch die Zeitkosten der anderen Verkehrsteilnehmer erhöhen. Es liegt hier also ein wechselseitiger, negativer externer Effekt vor.

Die Effizienz der Straßennutzung wäre - bitte erinnert euch hierzu an eure Grundlagen VWL-Vorlesungen, wir müssen ja nicht jedesmal das Rad neu erfinden - dann gegeben, wenn die sozialen Grenzzeitkosten (also die Kosten jeder weiteren Zeiteinheit) dem Grenznutzen (also dem zusätzlichen Nutzen jeder weiteren Einheit) der Straßennutzung entsprechen. Dies würde zur gesamtgesellschaftlich-optimalen Straßennutzung in der Menge x1 führen.

Im Falle der oben getroffenen Annahmen kommt es ohne Maut zu einer Übernutzung (Menge x2 im Gleichgewicht) der innenstädtischen Straßen, da hier im Gleichgewicht die durchschnittlichen Zeitkosten dem Grenznutzen der Straßennutzung entsprechen und eben gerade nicht die Grenzzeitkosten. (Siehe auch folgende Skizze.) Wir sprechen sprechen vom Wohlfahrtsverlust der Gesellschaft, wenn die sozialen Grenzkosten den Grenznutzen übersteigen. Kurzum: es wäre für die Gesellschaft als Ganzes besser, diesen Wohlfahrtsverlust zu vermeiden. Auf privatwirtschaftlicher Basis gelingt dies aber, wie gesehen, nicht.

8055022386_bc17793157_b.jpg

In der Theorie erhebt der Staat nun eine Mautgebühr m pro Fahrzeug. Diese Mautgebühr entspricht im Allokationsoptimum exakt der Differenz zwischen Grenzzeitkosten und durchschnittlichen Zeitkosten (in der Theorie kennt der Staat die Differenz ganz genau) und: alles ist gut ... :D

Die optimale Nutzungsmenge x1 wird erreicht, da die (neuen) durchschnittlichen Zeitkosten dann im Gleichgewicht x1 identisch sind zu den Grenzkosten.

8055023210_6bcf1d24a8_b.jpg

Ein (kleiner :D) Obulus im Monat wäre durchaus vertretbar, aber wenn jede Fahrt in und aus der City abkassiert wird, ...

Genau das macht gemäß der volkswirtschaftlichen Theorie keinen Sinn:

Die Einführung einer Maut als Pauschale entfaltet nämlich keine Lenkungswirkung (Senkung des Verkehrsaufkommens von x2 auf x1), sondern lediglich eine (monetäre) Verteilungswirklung (Einnahmengenerierung). Zur Entlastung der Innenstädte taugt sie folglich nicht.

Ist doch ganz einfach, oder? O:-)

Gruß aus dem Elfenbeinturm. :wink2:

Dino

Eno
Geschrieben

Ahja, Bahnhof.

Gruß

Eno.

C6-Baby
Geschrieben

Ah ja !!!!! Jetzt versteh ich endlich, um was es eigentlich geht :-))!

vespasian
Geschrieben

Das Schöne an der VWL ist ja, daß sie als "nüchterne Wissenschaft" mit solch herrlichen Voraussetzungen arbeitet: da kennt und beachtet der Staat in allwissender Herrlichkeit einfach alle Rahmenparameter um die richtige Maut zu setzen. Aber das hast Du ja schon mit einem Augenzwinkern selbst angedeutet.

Es ist halt immer noch wie beim Thoma'schen Münchner im Himmel - der hätte genau dieses Wissen aus dem Himmel mit auf die Erde zurückgebracht, nur versumpft er halt im Hofbräuhaus.

Bekanntes Zitat:

"Und so wartet die Bayrische Staatsregierung immer noch auf die Göttlichen Eingebungen"

...und schon ist alle Makroökonomie Schall und Rauch und die Klientelpolitik der herrschenden Partei übernimmt. :wink::)

Ich schicke beste Grüße in den Elfenbeinturm (der hoffentlich aus ökologisch korrekt gewonnenem Elfenbein errichtet wurde :D )! Alex

ToniTanti
Geschrieben

Diese City-Maut ist doch nur ein weiteres Abkassier-Modell für die (selbstverschuldeten) desolaten Haushaltlöcher in den Städten und Kommunen.

Immerhin kassieren diese Städte ja schon die "Infrastrukturnutzungsabgabe" Gewerbesteuer!

Und pro Jahr werden von den Autofahrern über Kfz-Steuer, Versicherungssteuer, Umsatzsteuer mehr als 70.000.000.000 EUR

an den Staat abgeführt. Dazu noch die LKW-Maut. Und das soll nicht ausreichen um die Straßen in einem halbwegs vernünftigem Zustand zu erhalten?

Und wenn man bedenkt, daß in 09/2012 der seit 21 Jahren absatzschwächste Verkuafsmonat der Automobilbranche war, wird sich das durch immer weitere Kostensteigerungen weiter dramatisieren.

Dann kommt wieder eine 5 MRD Abwrackprämie und das ganze Theater war ein Null-Summen-Spiel.

Wenn die City-Maut eingeführt wird, werden Millionen Pendler betroffen sein. Dies hat doch zwei Konsequenzen:

1. Die Landflucht wird sich weiter verstärken, mit desaströsen Entwicklungen für die ländlichen Gebiete. Da werden dann Bahnlinien, Postämter, banken etc. dichtgemacht. Also nix mit Ausbau Infrastruktur und echten Alternativen zum Auto. Ganz im Gegenteil.

2. Die Arbeitnehmervertreter werden bei den nächsten Tarifverhandlungen die spürbar gestiegenen Kosten der AN anführen und höhere Lohnzuwächse aushandeln. Dies wird über kurz oder lang zum nächsten Stellenabbau führen.

3. Das sich dann mach einer überlegt, am Wochenende in die Stadt zu fahren, ist doch auch klar. Da dann neben den teueren Parkhäusern eben auch die Citymaut zu berappen ist. Nutznießer davon werden die ganzen "Einkaufcenter" auf der grünen Wiese sein. Eine "Verödung" der Innenstädte ist jedenfalls nicht ausgeschlossen.

4. Die ganzen Kostensteigerungen, die teilweise ja massiv ausfallen (Energie, Mieten, kommunale Abgaben, GEZ etc.) führen mit einer deutlichen Verteuerung der individuellen Mobilität (Kfz-Steuer, Benzinpreis, Kfz-Versicherungen, Werkstattkosten, Anschaffungskosten, Parkgebühren, TÜV-Gebühren etc.) zu einer immer weiter abnehmenden Verkaufszahl. Dies führt dann in zweiter Stufe zu Schließungen von Autohäusern, Werkstätten und Zulierbetrieben und reifenhändlern und damit zu Entlassungen. Diese Persoenn zahlen dann keine Lohnsteuer etc. mehr, die Betriebe kleine Gewerbesteuer, so daß sich dann wirklich die Frage nach dem Sinn solcher Abgaben stellt, wenn auf der einen Seite Mehreinnahmen generiert werden, aber auf der anderen Seite massiv Einnahmen wegbrechen....

Und London zeigt ja sehr eindrucksvoll, daß die Citymaut keine lenkungsfunktion hatte, da heute genauso viele Kfz in die Innenstadt fahren, wie vor Einführung der Maut. Ist also de facto nur eine weitere Einnahmequelle der Stadt.

Soll doch der Bund seine Bahnbeteiligung verkaufen, die Bahn endlich privatisieren, schon stehen etliche Milliarden für diese Projekte zur Verfügung.

Adios

Karl
Geschrieben
Diese City-Maut ist doch nur ein weiteres Abkassier-Modell für die (selbstverschuldeten) desolaten Haushaltlöcher in den Städten und Kommunen.
100% Zustimmung.

Es ist nicht einzusehen, dass der Bürger erneut für die haarsträubenden haushaltspolitischen Fehler der Anzug tragenden Dilettanten von Bund und Ländern aufkommt.

Jahr für Jahr werden unfassbare Summen an Steuergeldern in erschütternder Art und Weise aus dem Fenster geworfen - hier muss man (endlich) ansetzen.

Ein paar Tage alt - Oh Herr, lass' Sachverstand, Bescheidenheit und Anstand vom Himmel fallen.: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/schwarzbuch-des-steuerzahlerbunds-wo-der-staat-geld-verschwendet-a-856756.html

URicken
Geschrieben

Citymaut finde ich - wie auch Manu - zunächst einmal nicht wirklich schlecht, wenn sie tatsächlich die von Theresa beschriebenen Möglichkeiten der Steuerung bewirken würden.

Sofern tatsächlich die Absicht dahinter stünde, den engen Verkehrsraum "Strasse" etwas weniger zu belasten, würde ich diese "Maut" auch gerne bezahlen!

Leider wird diese Maut dann jedoch auch wieder nur mißbraucht - ich glaube, daß ist der "wunde Punkt", der den Meisten aufstossen wird (wie Toni ja schon richtig beschrieben hat!)

Momentan ist sie eh wieder von der Bildfläche verschwunden - aber sie wird kommen.

- In London funktioniert die Abkassiererei

- In Singapur funktioniert sie auch sehr gut

Bevor sie kommt, wird aber sicherlich noch die Mautgebühr für die AB kommen - soviel ist sicher :D

Gast Peter_Pan_
Geschrieben
Diese City-Maut ist doch nur ein weiteres Abkassier-Modell für die (selbstverschuldeten) desolaten Haushaltlöcher in den Städten und Kommunen.

Immerhin kassieren diese Städte ja schon die "Infrastrukturnutzungsabgabe" Gewerbesteuer!

Und pro Jahr werden von den Autofahrern über Kfz-Steuer, Versicherungssteuer, Umsatzsteuer mehr als 70.000.000.000 EUR

an den Staat abgeführt. Dazu noch die LKW-Maut. Und das soll nicht ausreichen um die Straßen in einem halbwegs vernünftigem Zustand zu erhalten?

Natürlich ist das "Abkassieren"; aber für wen? Richtig: Für uns alle.

Steuern sind übrigens nicht zweckgebunden; sie werden vielfältig verwendet.

Die LKW-Maut ist eine zweckgebundene Abgabe; sie dient dem Verkehrswegebau.

Dazu zählt nicht nur der rollende Verkehr, sondern z.B. auch Wasserstraßen und Luftstraßen (ja, auch diese verursachen Kosten).

Aktuell fließt der Löwenanteil aus der LKW-Maut in den Ausbau der Wasserstraßen. Somit werden die Einnahmen also planmäßig ausgegeben.

Man muss sich nur ein Boot kaufen, um einen erhöhten Nutzen davon zu haben. O:-)

Oder sich einmal überlegen, wie sich das Verkehrsaufkommen des rollenden Verkehrs veränderte, wenn Transporte vom Schiff auf die Straße verlagert würden.

Sumita
Geschrieben (bearbeitet)

Es ist eine Schande, daß wie vor kurzem berichtet wurde, in diesem Jahr schon wieder ca. 44 Mrd € von den Autofahrern an das Staatssäckel berappt, bzw. eingenommen wurden, diese Summe leider für alles andere verwendet wurde und wird, nur nicht für die Infrastruktur und Planung, respektive Sanierung der maroden Straßenverhältnisse hier bei uns in Deutschland.

Die City Maut ist alles andere, nur nicht das, wofür immer wieder plädoiert wird, einer Verkehrsberuhigung sowie umweltbelastende Reduzierung der Schadstoffe, sondern dient nur einzig und alleine dazu, das Staatsbudget zu füllen, das ist in meinen Augen nur ein niederträchtiger Vorwand.

Würde ein Geschäftsmann so seine Finanzen fremdverwenden und dermaßen beschis..en haushalten, würde man ihn grobfahrlässiges Verhalten vorwerfen und ihn wegsperren.

Für mich außerdem absolut verständnislos, in den letzten 2 - 3 Jahren wurden noch nie in der Geschichte der BRD soviel Steuern eingenommen, dennoch ist stets " Ebbe " in der Kasse. Die Herren haben entweder den Beruf verfehlt, oder sollten nochmals die Schulbank drücken.

Warum werden unsere Herren Politikern, die unter Eid schworen, " Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden ", dafür nicht zur Rechenschaft herangezogen.

Naja, vielleicht können sich dann ja die " Herren " noch mehr um die " Fremdbelange Anderer " als um die der einheimischen Bevölkerung kümmern, und sich noch mehr im Glanze fremder Federn aalen.

bearbeitet von Sumita
Daniel J.
Geschrieben
Es ist eine Schande, daß wie vor kurzem berichtet wurde, in diesem Jahr schon wieder ca. 44 Mrd € von den Autofahrern an das Staatssäckel berappt, bzw. eingenommen wurden, diese Summe leider für alles andere verwendet wurde und wird, nur nicht für die Infrastruktur und Planung, respektive Sanierung der maroden Straßenverhältnisse hier bei uns in Deutschland.

Die City Maut ist alles andere, nur nicht das, wofür immer wieder plädoiert wird, einer Verkehrsberuhigung sowie umweltbelastende Reduzierung der Schadstoffe, sondern dient nur einzig und alleine dazu, das Staatsbudget zu füllen, das ist in meinen Augen nur ein niederträchtiger Vorwand.

Würde ein Geschäftsmann so seine Finanzen fremdverwenden und dermaßen beschis..en haushalten, würde man ihn grobfahrlässiges Verhalten vorwerfen und ihn wegsperren.

Für mich außerdem absolut verständnislos, in den letzten 2 - 3 Jahren wurden noch nie in der Geschichte der BRD soviel Steuern eingenommen, dennoch ist stets " Ebbe " in der Kasse. Die Herren haben entweder den Beruf verfehlt, oder sollten nochmals die Schulbank drücken.

Warum werden unsere Herren Politikern, die unter Eid schworen, " Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden ", dafür nicht zur Rechenschaft herangezogen.

Naja, vielleicht können sich dann ja die " Herren " noch mehr um die " Fremdbelange Anderer " als um die der einheimischen Bevölkerung kümmern, und sich noch mehr im Glanze fremder Federn aalen.

Danke! :-))!

Eno
Geschrieben

nun, wenn man darüber nachdenkt, was man mit dem Auto alles an Steuern zahlt, kommt man schon ins grübeln...

Als erstes (Allgemein) die Einkommenssteuer. (Die zähl ich mit, weil vom Rest ja weitere Steuern abgehen)

- Mehrwertsteuer beim Kauf

- KFZ Steuer

- Ökosteuer und andere Abgaben aufs Benzin (wohl der Großteil)

wird wohl bald kommen:

- Autobahnmaut

- Citymaut

Es geht nicht darum, irgendwelche Effekte hervorrufen zu wollen, sondern einzig und allein darum, weiter zu melken.

Da kommts auch nicht darauf an, ob die Innenstädte damit entlastet, oder kleine Kinder vorm verhungern gerettet werden sollen.

Es geht hier ums Prinzip, dass bei den Autofahrern abkassiert wird, wie bei niemandem anderes und mit fadenscheinig "vernünftigen Gründen" weitere Einnahmen generiert werden sollen. Und das ist es, was man im Keim ersticken sollte.

Was durch die aktuellen Rekordbenzinpreise allein für Mehreinnahmen in die Kassen gespült werden, muss ich sicher nicht auch noch vorrechnen.

Aber wie es scheint, reicht es noch nicht, dass die Leute auf die Barrikaden gehen (und da schließe ich mich nicht aus).

Ich schließe mich im Übrigen Sumitas Ausführungen komplett an.

Gruß

Eno.

Gast
Geschrieben

Was durch die aktuellen Rekordbenzinpreise allein für Mehreinnahmen in die Kassen gespült werden, muss ich sicher nicht auch noch vorrechnen.

Aber wie es scheint, reicht es noch nicht, dass die Leute auf die Barrikaden gehen (und da schließe ich mich nicht aus).

Hier in Deutschland geht niemand ernsthaft auf die Barrikaden, wie das aussieht kannst du dir in Nordafrika bzw. einigen islamischen Ländern als Reaktion auf Videos ansehn. Der Deutsche (Verallgemeinerung!) jämmert gern und geht gern zum Stammtisch. Barrikaden und Veränderungen sind ihm größtenteils fremd.

Nachdem auch Rekordpreise zu keiner nennenswerten Veränderung im Nutzungsverhalten führen sind wir offensichtlich noch immer nicht bei einem Preis für individuelle Mobilität angelangt, der einen echten Steuerungseffekt hätte. Einzige Schlussfolgerung daraus (mit dem Ziel Umweltschutz, Ressourcenschonung und Platzproblematik) der Preis ist noch lange nicht hoch genug.

Ich schließe mich Peterles Post an.

Gast Peter_Pan_
Geschrieben
Es ist eine Schande, daß wie vor kurzem berichtet wurde, in diesem Jahr schon wieder ca. 44 Mrd € von den Autofahrern an das Staatssäckel berappt, bzw. eingenommen wurden, diese Summe leider für alles andere verwendet wurde und wird, nur nicht für die Infrastruktur und Planung, respektive Sanierung der maroden Straßenverhältnisse hier bei uns in Deutschland.

Die City Maut ist alles andere, nur nicht das, wofür immer wieder plädoiert wird, einer Verkehrsberuhigung sowie umweltbelastende Reduzierung der Schadstoffe, sondern dient nur einzig und alleine dazu, das Staatsbudget zu füllen, das ist in meinen Augen nur ein niederträchtiger Vorwand.

Würde ein Geschäftsmann so seine Finanzen fremdverwenden und dermaßen beschis..en haushalten, würde man ihn grobfahrlässiges Verhalten vorwerfen und ihn wegsperren.

Für mich außerdem absolut verständnislos, in den letzten 2 - 3 Jahren wurden noch nie in der Geschichte der BRD soviel Steuern eingenommen, dennoch ist stets " Ebbe " in der Kasse. Die Herren haben entweder den Beruf verfehlt, oder sollten nochmals die Schulbank drücken.

Warum werden unsere Herren Politikern, die unter Eid schworen, " Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden ", dafür nicht zur Rechenschaft herangezogen.

Naja, vielleicht können sich dann ja die " Herren " noch mehr um die " Fremdbelange Anderer " als um die der einheimischen Bevölkerung kümmern, und sich noch mehr im Glanze fremder Federn aalen.

Mensch Fred, das ist nun aber echt polemisch.

Steuern müssen dort erhoben werden, wo sich die größtmögliche Einnahmequelle bietet.

Steuern müssen erhoben werden, um z.B. Polizisten einzustellen, welche unter anderem dafür sorgen, daß Du einigermaßen sicher leben kannst.

Steuern werden auch dazu verwendet, um deinen Kindern Bildung zu vermitteln; Lehrer müssen nämlich auch ein Einkommen beziehen.

Das Dorfgemeinschaftshaus, in welchem der "geschröpfte" seine Hochzeit feiert, kostet auch Geld.

Wir könnten jetzt stundenlang aufzählen, und fänden kein Ende.

Fakt ist, daß WIR die Nutznießer der Staatsausgaben sind; wer etwas anderes behauptet, hat nicht nachgedacht.

Natürlich wird manches unsinnig ausgegeben, aber das machen wir doch auch privat / in der eigenen Firma.

Mir kann doch keiner sagen, daß man als Selbständiger unbedingt ein teures Fahrzeug braucht.

Ne, man WILL das fahren; eine betriebswirtschaftlich unsinnige Ausgabe.

Also macht der Einzelne genau das, was er der Gemeinschaft (dem "Staat") vorwirft. Das ist nun schon recht doppelzüngig.

Und vielleicht sollte man bei allem Geheule auf hohem Niveau bedenken, auf welchem Level wir hier leben.

Im übrigen wollen wir doch genau das, was wir haben. Die Tatsache, daß wir es haben, und es NICHT ändern beweist es zur Genüge.

Ich empfehle jedem, der sich über Staatsausgaben aufregt, mal einen Blick in den Haushalt der eigenen Heimatgemeinde /Stadt zu werfen.

Anschließend bitte mal über Einsparmöglichkeiten nachdenken, und diese darauf hin kommunizieren.

Vermutlich wird man allein auf Grund der Widersprüche und der daraus entstehenden Diskussionen keine Zeit mehr nur für den Versuch der Umsetzung haben.

Um ehrlich zu sein: ich wollte heute kein Politiker sein.

Mt dem gleichen Engagement kann ich in der freien Wirtschaft ein vielfaches verdienen, und muß mich nicht für jeden Furz rechtfertigen.

Ein aktuell interessantes Beispiel dazu ist Peer Steinbrück; der wird jetzt systematisch zerpflückt.

Da frage ich mich echt, wer "dem Staat" Schaden zufügt; diejenigen, welche etwas bewegen wollen, oder die ewigen Neider und Nörgler.

double-p
Geschrieben

Steuern müssen erhoben werden, um z.B. Polizisten einzustellen, welche unter anderem dafür sorgen, daß Du einigermaßen sicher leben kannst.

Steuern werden auch dazu verwendet, um deinen Kindern Bildung zu vermitteln; Lehrer müssen nämlich auch ein Einkommen beziehen.

Steuern werden auch dafuer verwendet um Zinsen zu bezahlen (und jetzt bitte mal nachschauen wieviel % der Zinslast z.B. in Bildung fliessen).

Wieso Zinsen? Weil man seit ueber 40 Jahren nicht in der Lage ist, nicht permanent defizitaere Haushalte (im Bund) auf die Kette zu bekommen. Und wieso wird das immer mehr mit der Zinslast? Weil die Zinsen das "wohltaetige Budget" reduzieren, da man aber keine Wohltaten streichen will, braucht man wieder neue+mehr Schulden, die wieder Zinsen.... ODER man zieht sich neue Steuer-Kuehe heran.

Capiche?

Gast Peter_Pan_
Geschrieben
Steuern werden auch dafuer verwendet um Zinsen zu bezahlen (und jetzt bitte mal nachschauen wieviel % der Zinslast z.B. in Bildung fliessen).

Wieso Zinsen? Weil man seit ueber 40 Jahren nicht in der Lage ist, nicht permanent defizitaere Haushalte (im Bund) auf die Kette zu bekommen. Und wieso wird das immer mehr mit der Zinslast? Weil die Zinsen das "wohltaetige Budget" reduzieren, da man aber keine Wohltaten streichen will, braucht man wieder neue+mehr Schulden, die wieder Zinsen.... ODER man zieht sich neue Steuer-Kuehe heran.

Capiche?

Schon klar.

Es ist aber leider so, daß sich der Pöbel nur mit Geschenken zur Urne locken lässt.

Wir wählen doch genau die, von denen wir uns persönlich den größten Vorteil versprechen.

Was passiert, wenn man dem Volk die schonungslose Wahrheit vorlegt, sieht man aktuell in Griechenland und in gemilderter Form in Italien.

Wir wollen ja schon gerne den Gürtel enger schnallen; nur halt immer den des anderen, und nicht den eigenen.

So lange wir ein Haufen egoistischer Raffzähne sind, wird sich nichts ändern.

Mit anderen Worten: Es wird in jedem Fall in einem furiosen finanziellen Desaster enden.

Man darf es sich aber nicht so einfach machen, und alles auf "die Politiker" schieben.

"Die Wähler" tragen zumindest die gleiche Verantwortung für die aktuelle Situation.

double-p
Geschrieben

So lange wir ein Haufen egoistischer Raffzähne sind, wird sich nichts ändern.

Mit anderen Worten: Es wird in jedem Fall in einem furiosen finanziellen Desaster enden.

Man darf es sich aber nicht so einfach machen, und alles auf "die Politiker" schieben.

"Die Wähler" tragen zumindest die gleiche Verantwortung für die aktuelle Situation.

Das trifft es schon sehr gut. Fehlt nur noch die politische Alternative (die dann nicht auch wieder an den gleichen Faeden haengt)

CP
Geschrieben

@ Dino

Besten Dank für Deine Ausführungen.

Dass die Diskussion wieder hoch kommt liegt aber eigentlich nur daran, dass Winne Hermann ein paar Stuttgarter Autofahrer ärgern möchte.

Wenn die Grünen wirklich etwas für den ÖPNV tun wollten, dann sollten sie sich für Tickets auf Funkchipbasis wie in den Niederlanden einsetzen und den elendlich kurzen Sitzabstand in Stuttgarter Bussen vergrößern.

Sumita
Geschrieben

Lieber Peter,

eines möchte ich unmißverständlich vorne wegschicken, Steuern müssen sein, da bin ich voll dafür, siehe Deine begründeten Ausführungen.

Dennoch meine ich, hast Du mich falsch verstanden.

Ich bin nicht gegen Steuern ( wenn sie auch etwas geringer sein dürften ), sondern ich bin gegen die unsinnigen Ausgaben unserer schwer verdienten Moneten und deren sinnloses Einsetzen in totgeborene Projekte.

Ich erinnere nur an das jährlich herausgegebene Schwarzbuch, hier werden Zahlen von 60 mrd € aufgeführt, die mehr als fraglich ausgegeben, verschleudert od. in den Sand gesetzt wurden.

Ach ja, stimmt ich fahre Ferrari, hier besteht nur ein gravierender Unterschied gegenüber den Herren die mit unserem Geld vernünftig haushalten sollten, der Ferrari ist bezahlt, wurde nicht auf Schulden gekauft, insofern lebe ich also nicht über meine Verhältnisse wie es unsere gewählten Volksvertreter mit unserem anvertrauten Geldern tun, und sich noch obendrein " lieb Kind" bei so manchen hinstellen.

Eine Unverfrorenheit um nicht zu sagen Unverschämtheit.

Ich glaube, ich habe schon mal nachfolgendes Beispiel geschrieben. Zur Verdeutlichung nochmal.

Wenn ich Landwirt bin und 30 Kühe habe die mir täglich 50 l Milch bringen, ich selbst aber nur 30 l Milch benötige, kann ich gerne die restlichen 20 l Milch eine gewisse Zeit mal für nen guten Zweck herschenken.

Sind aber mal aus irgendwelchen Gründen meine Kühe krank und können dadurch nur 25 l Milch erbringen, dann kann ich nicht noch 20 l Milch herschenken, da ich selbst ja 30 l Milch benötige.

Ich muß folgedessen erst mal wieder meine kranke Kuh auf Vordermann bringen also gesund sein, um anderen wieder helfen zu können und zu verschenken, ansonsten geht man selbst kaputt, dann ist niemanden geholfen.

Ich weiß, jedes Beispiel hinkt sagen jetzt einige, aber das umschrieben ist genau die Situation, in der sich Deutschland in den letzten Jahren befindet.

Mehr fachliche Kompetenz, bessere bzw. genauere Kontrollen bei Ausgaben, sich einfach an gegebene bestehende Gesetze und Versicherungen für das Deutsche Volk und deren Einheimischen, sich erinnern und danach mehr handeln, das ist das was ich mir wünsche.

Vielleicht wissen es noch nicht Alle, aber die Deutschen sind die größten " Zahler " weltweit, im gesamten Bezug auf Steuern im KFZ Bereich.

( Mnieralölsteuer, Versicherungssteuer, KFZ Steuer, Öko Steuer, Maut etc.etc.), und wird nicht mal für das eingesetzt, wofür es erhoben wurde, eine Blasphemie.

Was ist daran polemisch wenn man diese Mißstände ganz normal anspricht, und seine Meinung preis gibt, ...ich wette, da bin ich nicht der Einzige der ähnlich denkt, schon gar nicht der einfache Familienvater, der mit seinem Verdienst gerade mal über die Runden kommt, und jede 10 Cent spürt.

...und dann wundern sich unsere Herren da oben, wenn Neid, Unverständnis, und Haß immer mehr aufflammen bei uns.

Ich bin der Meinung, das sind alles nur hausgemachte eigenverschuldete Probleme, die dann diese negativen Reaktionen hervorrufen.

Luimex
Geschrieben

@ Dino

Theresa, ich bin mal wieder schwer beeindruckt von Deiner Analyse.... :-))!

Glaub mir, ich suche noch den Fehler :wink:

(aber wie ich Dich kenne wird wohl keiner vorhanden sein...)

double-p
Geschrieben

Sumita: das ist einfach egal.. ueber den einen oder anderen Weg haengen sich viele an die "Staats-Titze".

Das ist aber nur ein Problem; das andere ist, wie sich der Staat Geld "beschafft", wenn trotz aller Belastung die Steuereinnahmen nicht reichen.

Zum einen kommt dieses Geld ueber Staatsanleihen aus dem privaten Sektor, oder ueber Kreditschoepfung aus wiederum privaten Banken -- und alle wollen's Zinsen.

Schuldenbremse? Ahja.. wollten's alle schonmal einhalten/machen/tun/ ... im Endeffekt wird immer weiter aufgeschuldet.

Dieser Krug ist auf der letzten Runde zum Brunnen.

Gast Peter_Pan_
Geschrieben

......

Dieser Krug ist auf der letzten Runde zum Brunnen.

Sehr wahrscheinlich ist das so.

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