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Wiesmann ohne Wiesmann?

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Autopista
Geschrieben
"So much of American car culture is about "muscle" and brute force, whereas Lotus' philosophy is about finesse and light weight -- how often was the Esprit criticized for not having a V8? To a majority of Americans, a performance car has to have at least a V8, and 4 or 6 cylinders are considered wimpy (never mind acceleration and speed of the car itself). Generally speaking, the predominant American attitude has not been that accepting of the Lotus philosophy."

Erstaunlicherweise gibt es aber gerade in den USA eine sehr große Lotus Fangemeinde.

Die fehlende Präsenz Übersee ist auch eines der grundlegenden Probleme von Wiesmann. Das ist ein enorm wichtiger Markt, allerdings gibt es dort auch andere, teils unsinnige Sicherheitsstandards die selbst Hersteller wie Lamborghini vor erhebliche Probleme stellen.

Auch in der Preisklasse in der sich Wiesmann bewegt muss man in Deutschland wohl min. 500 Autos im Jahr produzieren um profitabel zu arbeiten. Das funktioniert nicht ohne eine entsprechende Präsenz auf allen Märkten.

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CP
Geschrieben
... , und vor allem will er das schnellste Auto.

Eben und mit dem MF5 steht doch ein Pfund zur Verfügung mit dem man wuchern kann. V.a. kann man das jetzt auf der Stelle tun. Und dass der Kunde dort anspruchsvoll ist, ist klar, aber bei den aufgerufenen Preisen auch zu recht.

Erstaunlicherweise gibt es aber gerade in den USA eine sehr große Lotus Fangemeinde.

Weil es ein riesengroßes Land ist. Die Frage ist aber, ob die Fangemeinde den Evora dann auch kauft? Oder kaufen die doch lieber Vette und 911er?

Gast Pepus
Geschrieben

Schuster bleib bei deinem Leisten, würde ich sagen. Für mich würde ein MF-3, offen mit einem 6 Zylinder zwecks Sound und Drehmoment vollends ausreichen.

Bez. der 4 Zylinder Debatte, hatte mal ein Porsche 944 S2 Cabrio, aber als ich bei einer Rallye einen BMW Z1 mit „G-Power“ Auspuffanlage hörte, kam mir der zwar stärkere, aber halt nur 4 Zylinder Porsche Motor ziemlich mickrig vor. :D

Das Problem für mich sind die nicht gravierenden Karosserie und Interieur Unterschiede zwischen MF-3 MF-4er, MF-5er (abgesehen GT). Denn damit macht man sich mit den Modellreihen im eigenen Haus schon mächtig Konkurrenz. Wäre so, wie wenn Porsche den 996, den 997 und den 991 gleichzeitig anbieten würde und sich dann wundert, warum keiner mehr den 996 kaufen will.

Autopista
Geschrieben

Weil es ein riesengroßes Land ist. Die Frage ist aber, ob die Fangemeinde den Evora dann auch kauft? Oder kaufen die doch lieber Vette und 911er?

Corvette und Evora sind völlig unterschiedliche Zielgruppen. 911 und Evora passt schon eher.

Diesbezüglich ist das Verhältnis in den USA für den Lotus günstiger als sonstwo auf der Welt bis auf den Heimatmarkt UK. Motorleistung und Hubraum spielen in der amerikanischen Upperclass fast überhaupt keine Rolle. Da gibt es eine Menge Enthusiasten die sich wesentlich weniger um Image kümmern als Europäer. Weshalb sich auch z.b. die Acura NSX sehr gut verkauft hat.

Wiesmann hätte auf diesem Markt sehr gute Chancen. Doch die Zulassungshürden sind zu hoch.

matelko
Geschrieben
Im ersten Satz des Artikels heisst es, dass die Brüder das Unternehmen verlassen haben. Etwas missverständlich geschrieben wie ich meine. Ich finde es echt beeindruckend wie viele Internas die User hier kennen. Beispielsweise das Herr Dr. Haferkamp "nur" Angestellter ist...

Na ja, ein wenig gezielte Recherche im I-Net offenbart bei einer GmbH sehr viel, z.B. die folgenden, offiziellen (d.h. von einem Wirtschaftsprüfer abgesegneten) Unternehmensangaben vom 31. Juli 2012:

Finanzierung der Gesellschaft

Es wurde eine Tilgungsaussetzung der Commerzbank und der Sparkasse Westmünsterland ab März 2012 bis Ende 2013 und Aufrechterhaltung aller bestehender bzw. Wiedereinsetzung der Finanzierungslinien und Darlehen bis mindestens 31.12.2013 oder alternative Finanzierung (per Bankensitzung vom 24.04.2012) unter Erfüllung nachfolgender Auflagen bestätigt:

• Fortführung der bestehenden Brückenfinanzierung i.H.v. € 3 Mio. von eines privaten Darlehensgebers über den 31. Mai 2012 hinaus ohne Zinszahlungen mindestens bis 31.12.2013 oder Sicherstellung einer alternativen Finanzierung.

• Zusätzliche Kreditlinie i.H.v. € 1 Mio. durch die Gesellschafter bis 31.12.2013 (Liquiditätsreserve "Notgroschen").

• Umsetzung aller sonstigen bankenseitigen Voraussetzungen zur Tilgungsaussetzung und Verlängerung der Linien bis 31.12.2013 (siehe "Abschließende Hinweise" in den entsprechenden Kreditverträgen).

Die Auflagen wurden seitens der Wiesmann GmbH erfüllt.

Damit ist die Finanzierung nach unserer bestehenden Liquiditätsplanung bis zum 31. Dezember 2013 sichergestellt.

Und weiter, im selben Bericht:

In 2011 hat die Gesellschaft wieder einen deutlich negativen Geschäftsverlauf gehabt. Dies liegt darin begründet, dass Ende 2011 Liquiditätsengpässe zu Zahlungsverzögerungen bei Lieferanten geführt haben, obwohl ausreichend Auftragsbestand nach wie vor vorhanden ist. Dadurch konnten deutlich weniger Fahrzeuge in 2011 produziert und fakturiert werden als in 2010 (Ergebnisauswirkung €-1,9 Mio.). Darüber hinaus haben Einzelwertberichtigungen und Anpassungen von Rückstellungen in Höhe von € -0,6 Mio. das Ergebnis belastet. Zudem sind höhere Personalkosten € -0,8 Mio. sowie Messeaufwendungen für u.a. IAA 2011 in Höhe von € -0,2 Mio. zu verbuchen gewesen. Insgesamt wurde ein Verlust in Höhe von € -4,95 Mio. erwirtschaftet.

Durch ein weiteres Darlehen eines der Gesellschafter wurden Anfang 2012 sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten beglichen. Dadurch konnte die Produktion sukzessive wieder hochgefahren werden und wird im Sommer 2012 wieder auf normalem Niveau arbeiten können. Die Gesellschaft wird durch optimierte Produktionsabläufe und Mehrarbeit die Anfang 2012 entstandene Produktionsdelle aufholen. Da sich die Versorgungsengpässe bis in 2012 fortgesetzt haben ist auch das Ergebnis Januar - April 2012 negativ ausgefallen; das Ergebnis wurde zusätzlich durch die Erstellung eines Sanierungsgutachtens sowie zusätzlicher operativer Unterstützung von Unternehmensberatern wie auch durch die Tätigkeit eines interimistisch eingesetzten Geschäftsführers Hartmann erheblich belastet. Anfang Mai 2012 liegt ein Sanierungsgutachten mit positiver Fortführungsprognose vor, so dass aktuell die Insolvenzgefahr bei positiver Liquiditätssituation nicht besteht.

Ende März 2012 hat der kaufmännische Geschäftsführer Herr Rainer Hartmann sein Mandat niedergelegt. Herr Dr. Rolf Haferkamp ist Anfang Mai 2012 zum kaufmännischen Geschäftsführer neu ernannt worden und setzt die Sanierungsarbeit fort.

(...)

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung im Juni 2012 sind keine besonderen Marktrisiken festzustellen. Typisch für das Luxussegment ist, dass die Kaufbereitschaft bei einer wohlhabenden Klientel schneller positiv umschlägt als eine Erholung beim Rest des Marktes. Derzeit werden speziell im Bereich der Automobilindustrie wieder Zuwachsraten vor allem auf den Exportmärkten (Asien / USA) generell hohe Zuwachsraten im Luxussegment verzeichnet.

(...)

Risiken im Finanzierungsbereich/ bestandsgefährdende Risiken:

Das finanzwirtschaftliche Risiko besteht in der seit 2008 andauernden Verlustsituation verbunden mit einem negativen operativen Cashflow. Die Liquidität und die Finanzierung der Gesellschaft sind nach der aktuellen Unternehmensplanung derzeit durch hinreichend befristete Kreditzusagen, den im Mai 2012 vom Hauptgesellschafter ausgesprochenen Rangrücktritt sowie einen voraussichtlich positiven Cashflow bis zum 31. Dezember 2013 sichergestellt. Bei einer unvorhergesehenen, erheblichen negativen Geschäftsentwicklung oder einem Scheitern der eingeleiteten weiteren Restrukturierungsmaßnahmen könnte der Bestand der in der Krise befindlichen Gesellschaft lang- und mittelfristig gefährdet sein, insbesondere wenn die bestehenden Kontokorrentkredite der finanzierenden Banken nicht über 2013 hinaus verlängert werden sollten. Darüber hinaus ist der Fortbestand der Gesellschaft aufgrund der vorgesehenen Rückänderung des § 19 Abs. 2 InsO zum 1. Januar 2014 von der erfolgreichen Umsetzung geeigneter Maßnahmen zur Vermeidung einer etwaigen insolvenzrechtlichen Überschuldung abhängig.

(...)

Prognose:

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung steht die nachhaltige Sanierung des Unternehmens im Fokus. In allererster Linie müssen die bereits begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen weitergeführt und darüber hinaus intensiviert werden, um einen positiven Geschäftsverlauf ab 2013 zu ermöglichen und die Sanierung umzusetzen. Erhebliche Verbesserungen in Beschaffung & Produktion sowie in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sollen das operative Ergebnis signifikant verbessern. Obwohl schon die ersten Sanierungsmaßnahmen in 2012 greifen werden, ist noch mit einem deutlich negativen Ergebnis in 2012 zu rechnen (laut Sanierungsgutachten -T€ 2.593). Den Turn around wird die Gesellschaft dann in 2013 vollzogen haben und wieder ein positives Ergebnis ausweisen. Wiesmann wird sich noch stärker als bisher im Bereich der Luxusgüter und mit verbesserter Positionierung bei der entsprechenden Käuferklientel präsentieren. Dabei wird sich eine Qualität mit "handmade in Germany" mit hoher Individualisierung bei der Ausstattung noch stärker als bislang als Unterscheidungsmerkmal positiv auswirken.

Die Geschäftsleitung plant im Jahr 2012 mit einem weiterhin negativen Ergebnis. Ab 2013 sollen dann durch eine erhöhte Produktivität und damit verbunden einem weitaus höheren Ab- und Umsatz deutlich positive Ergebnisse erzielt werden. Aktuell wird mit einem konstanten Personalbedarf geplant. Die Modellpallette wird zunächst beibehalten, möglicherweise werden Modelle jedoch aus dem Programm genommen, sollten sie nicht nachhaltig zur Strategie und Absatzsteigerung beitragen.

Und so weiter, und so fort...

CP
Geschrieben
Corvette und Evora sind völlig unterschiedliche Zielgruppen. 911 und Evora passt schon eher.

Diesbezüglich ist das Verhältnis in den USA für den Lotus günstiger als sonstwo auf der Welt bis auf den Heimatmarkt UK.

Am Ende des Tages zählt nur, wieviele Autos die dort in absoluten Zahlen verkaufen. Und wenn das so rosig wäre, dann brauchte man sich ja um Lotus keine Sorgen machen.

amc
Geschrieben
Eben und mit dem MF5 steht doch ein Pfund zur Verfügung mit dem man wuchern kann. V.a. kann man das jetzt auf der Stelle tun. Und dass der Kunde dort anspruchsvoll ist, ist klar, aber bei den aufgerufenen Preisen auch zu recht.

Zu Teil 1: Na ja. Die Jungs interessiert überwiegend die Längsdynamik, und ich weiss nicht ob ein MF5 da in der Lage ist einen M5 nennenswert zu distanzieren. Der S63TÜ samt DKG und dem neuen Sperrdifferential ist bis auf die absolute Leistung in jeder Hinsicht eine andere Welt als der Biturbo mit Wandlerautomat aus X5M/X6M. Für ein überzeugendes Package müsste Wiesmann da erstmal auf die M5-Technik umstellen (so BMW die hergibt und sie Platz und Kühlung findet). Selbst wenn man das Package im MF5 mag, für den Imagekäufer bleibt das Geschmäckle der "Technik von gestern". Ob das das strategisch richtige Produkt ist?

Zum Teil 2: dummerweise müssen dann entweder die Stückzahlen oder die Preise hoch. Und wenn die Preise weiter hochgehen ist man mit beiden Beinen im Ferrariland, und da wird's dann schwierig.

CP
Geschrieben

@ amc

Wir kommen da vermutlich nicht auf einen Nenner. Ich gebe nur mal zu bedenken, dass es auch neben einem M5 noch Raum für andere Fahrzeuge gibt und dass die Preise doch auch jetzt schon fast auf Ferrariniveau sind.

AronCanario
Geschrieben

Die Geschäftsleitung plant im Jahr 2012 mit einem weiterhin negativen Ergebnis. Ab 2013 sollen dann durch eine erhöhte Produktivität und damit verbunden einem weitaus höheren Ab- und Umsatz deutlich positive Ergebnisse erzielt werden. Aktuell wird mit einem konstanten Personalbedarf geplant. Die Modellpallette wird zunächst beibehalten, möglicherweise werden Modelle jedoch aus dem Programm genommen, sollten sie nicht nachhaltig zur Strategie und Absatzsteigerung beitragen.

Wenn ich das so lese dass Wiesmann ab 2013 "erhöhte Produktivität und damit verbundenen weitaus höheren Ab- und Umsatz" erwartet bedeutet das für mich nur eines:

Die haben ein neues Produkt im Köcher, welches auch immer, aber anders ergibt das für mich keinen Sinn...

Autopista
Geschrieben
Am Ende des Tages zählt nur, wieviele Autos die dort in absoluten Zahlen verkaufen. Und wenn das so rosig wäre, dann brauchte man sich ja um Lotus keine Sorgen machen.

Wobei die Verkaufszahlen nicht das Produkt limitiert sondern die entsprechenen Probleme bei Vertrieb und Produktion.

Wenn man beim Evora etwas kritisieren kann dann wohl die im Detail nicht überzeugende Verarbeitungsqualität. Das Produkt selbst ist das geringste Problem. Wenn die Amis so sehr auf V8stehen, warum sind dann NSX,Boxster und 911 so erfolgreich? Eine Corvette ist in den USA das typische Auto für den Herrn mit Texashut und Wohlstandsbauch. In Manhattan wirst du sowas nicht finden. Dort hätte auch der Wiesmann mit BMW Technik sehr gute Chancen.

Gast
Geschrieben

....wobei ich Manhattan`s Straßen einem Wiesmann nicht zumuten würde.......8)

CP
Geschrieben

In Manhatten fährt man wohl am besten Taxi, wenn kein Ticket bekommen und umgehauen werden möchte.

Spaß bei Seite, die Probleme von Lotus mit dem Vertrieb sehe ich schon auch so, aber eine Erweiterung eines Wiesmann nach unten durch einen Vierzylinder Turbo, den man dann wohl mindestens für den Preis eines 991S anbieten müßte leuchtet mir nicht ein. Nur weil ein Vierzylinder statt eines Achtzylinders drinsteckt, wird die Struktur des Fahrzeuges ja nicht weniger aufwendig zu bauen sein bei solch einem Kleinstserienfahrzeug.

Gast Wiesel348
Geschrieben (bearbeitet)
Zu Teil 1: Na ja. Die Jungs interessiert überwiegend die Längsdynamik, und ich weiss nicht ob ein MF5 da in der Lage ist einen M5 nennenswert zu distanzieren. Der S63TÜ samt DKG und dem neuen Sperrdifferential ist bis auf die absolute Leistung in jeder Hinsicht eine andere Welt als der Biturbo mit Wandlerautomat aus X5M/X6M. Für ein überzeugendes Package müsste Wiesmann da erstmal auf die M5-Technik umstellen (so BMW die hergibt und sie Platz und Kühlung findet). Selbst wenn man das Package im MF5 mag, für den Imagekäufer bleibt das Geschmäckle der "Technik von gestern". Ob das das strategisch richtige Produkt ist?

Ich bin den F10 M5 gefahren. Und den MF5 Biturbo auch. Der Wiesmann ist das mit Abstand krasseste bezüglich Längsdynamik, was ich je gefahren bin und ich bin schon viel gefahren. Es ist sogar so krass, dass der MF5 Roadster für mein Empfinden mit dem Biturbo übermotorisiert ist. Schliesslich sind auch nur 1400 kg zu bewegen.

Was heisst schon "nennenswert distanzieren". Im Alltagsverkehr kann ich nicht einmal einen Diesel-Golf wirklich abhängen. In der Schweiz sowieso nicht.

Und für die Rennstrecke ist der Roadster nicht gebaut.

Wer am Stammtisch den MF5 nennenswert distanzieren will, der bekommt beim CH-Importeur ein Tuning, dass einem Hören und Staunen vergeht, speziell bei der Beschleunigung über 200 km/h.

Und was das Wandlergetriebe angeht, habe ich meine Meinung blitzartig geändert. Natürlich macht das SMG im V10 mehr Spass, aber was Schaltgefühl und -geschwindigkeit angeht, gibt's nichts zu deuteln.

Ein Wiesmann erhebt nie den Anspruch, die neueste Technik zu haben. Und ich als Käufer auch nicht. Die Wiesels stehen unter anderem in meiner Garage, weil sie zeitlos sind. Und ein Roadster sollte ohnehin nur das Nötigste an Technik an Bord haben.

Ob die Preise im "Ferrari-Land" sind, spielt doch keine Rolle, solange das Produkt stimmt. Abgesehen davon konkurrenzieren sich Ferrari und Wiesmann definitiv nicht. Ich bin vermutlich einer der ganz wenigen Ferrari-Fahrer, die auf Wiesmann umgestiegen sind.

Und auch die Aussendarstellung ist wichtig. Denn die ist Teil des Erfolges.

Wer kauft schon gerne von Verkäufern die mit der Sonnenbrille herumlaufen.

Das wirkt in meinen Augen einfach arrogant.

Das possitive Image können nicht andere nach aussen transportieren, wenn der Ruf erst mal dahin ist.

Wer soll das dann sein. Der Mechaniker?

Ich habe vor wenigen Wochen meinen neuen Wiesmann erhalten. Dr. Haferkamp habe ich noch nie gesehen. Kontakt hatte ich mit dem Verkaufspersonal sowie bei meinen Rundgängen auch mit den Monteuren und Mechanikern. Und gerade diese haben mir einen guten Eindruck hinterlassen. Meinen Kaufentscheid habe ich übrigens wegen des überzeugenden Fahrzeugs und nicht wegen des Geschäftsführers oder Verkäufers gefällt. So wie vermutlich die meisten.

bearbeitet von Wiesel348
amc
Geschrieben

Das alles bezog sich auf die osteuropäische Geld-spielt-keine-Rolle Kundschaft. Aus meiner Sicht ist das eine ganz andere Baustelle.

hugoservatius
Geschrieben

Ich befürchte, daß Wiesmann tot ist.

Die Autos werden sowohl imagemäßig, als auch design- und verarbeitungstechnisch nie mit einem Porsche, einem Ferrari, einem Maserati konkurrieren können.

Mußten sie auch nicht, solange es den kleinen MF3 gab, ein, trotz seiner karikaturhaften Retro-Karosserie sympathisches, perfekt motorisiertes und liebenswertes Auto.

Die beiden Brüder in ihren Peek und Cloppenburg-Jacketts paßten zu dem Auto, genau wie der etwas unbeholfene Name und die Kennzeichen aus der tiefsten Provinz.

Und dann passierte etwas, was ihnen den Todesstoß versetzte:

Sie wollten oben mitspielen, bauten die viel zu großen, viel zu protzigen und im Design absurd überzeichneten MF 4 und 5, bauten eine unglaublich geschmacklose Halle, die sie nicht bezahlen konnten und haben den Boden unter den Füßen verloren, engagierten Nina Ruge und spielten große Welt. Auf Dülmener Niveau.

Damit haben sie kaputt gemacht, was sie selbst aufgebaut haben, die beiden Brüder aus Westfalen, die sich ihren Traum erfüllt haben, einen süßen, schnellen, schicken Retro-Roadster für die Leute zu bauen, die sich an einen echten Healey, einen Aero 8 oder einen E-Type nicht heran trauen.

Kein Mensch braucht einen MF 5 Roadster, jeder Z8 ist dem Auto meilenweit überlegen, kein Mensch braucht einen Wiesmann GT, jeder 911 ist das viel bessere und schönere Auto.

Das sympathische, liebenswerte des MF 3 ist zerstört, das Image und die Heritage fehlen, die Brüder sind aus dem Spiel und der höchst seriös wirkende neue Geschäftsführer wird wohl auch scheitern.

Schade um den Traum der beiden Brüder aus Dülmen, sie haben versucht, höher zu fliegen, als ihnen gut tat.

Ehrlich bedauernde Grüße, Hugo.

Gast Wiesel348
Geschrieben

Vom Grundtenor her teile ich deine Einschätzung. Im Detail sehe ich es aber ziemlich anders:

Ich befürchte, daß Wiesmann tot ist.

Tot nicht, aber am Tropf. Solange es noch "Blutspender" gibt - die Liquidität soll ja trotz einem riesigen Verlust für 2013 sichergestellt sein - besteht noch Hoffnung.

Und um on topic zu sein: Wiesmann ohne Wiesmann gibt es heute noch. Mit Wiesmann wären sie heute pleite.

Die Autos werden sowohl imagemäßig, als auch design- und verarbeitungstechnisch nie mit einem Porsche, einem Ferrari, einem Maserati konkurrieren können.

Wiesmann kann beim Image nicht mithalten. Zum Glück nicht bzw. genau deshalb fahre ich Wiesmann.

Was die Verarbeitungstechnik anbelangt, hat auch Dülmen noch Potenzial. Allerdings bin ich mit meinen 4 Wiesmännnern noch nie stehen geblieben, was ich von KEINEM meiner 4 Ferraris behaupten konnte. Und auch bei der Verarbeitung ist Dülmen Maranello noch deutlich voraus.

Und dann passierte etwas, was ihnen den Todesstoß versetzte:

Sie wollten oben mitspielen, bauten die viel zu großen, viel zu protzigen und im Design absurd überzeichneten MF 4 und 5, bauten eine unglaublich geschmacklose Halle, die sie nicht bezahlen konnten und haben den Boden unter den Füßen verloren, engagierten Nina Ruge und spielten große Welt. Auf Dülmener Niveau.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Mir gefällt die Halle. Genauso wie MF4 und MF5. Einzig Nina Ruge gefällt mir nicht. Sowohl bezüglich "Design" wie bezüglich "Sound".

Damit haben sie kaputt gemacht, was sie selbst aufgebaut haben, die beiden Brüder aus Westfalen, die sich ihren Traum erfüllt haben, einen süßen, schnellen, schicken Retro-Roadster für die Leute zu bauen, die sich an einen echten Healey, einen Aero 8 oder einen E-Type nicht heran trauen.

Healey und E-Type sind Oldtimer mit den damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Somit sind sie nicht vergleichbar.

Der Aero-8 spricht eine Formensprache, die ich nicht verstehe. Insofern traute ich mich wirklich nicht an den Wagen heran. Zudem fand ich mit meinen 193 cm schlicht keinen Platz. In den Wiesmännern sitze ich dagegen genügend bis gut.

Kein Mensch braucht einen MF 5 Roadster, jeder Z8 ist dem Auto meilenweit überlegen, kein Mensch braucht einen Wiesmann GT, jeder 911 ist das viel bessere und schönere Auto.

Kein Mensch braucht einen MF5 Roadster. Genauso wenig wie einen Z8 oder Porsche.

Welches Auto schöner ist, bleibt Geschmackssache.

Ich kaufte 2000 den Z8 ohne ihn je gefahren zu haben. Ergebnis: Ich verkaufte den - zugegeben wunderschönenen Wagen - nach wenigen Monaten wieder, weil er mir keinen Spass machte. Für mich ist gerade der MF5 V10 der legitime Nachfolger des Z8. Optisch wie technisch.

Beim Fazit komme ich jedoch zum selben Ergebnis: Ehrlich und bedauernde Grüsse.

Marcel

Muhviehstar
Geschrieben

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Mir gefällt die Halle. Genauso wie MF4 und MF5. Einzig Nina Ruge gefällt mir nicht.

Die wurde aus meiner Sicht hauptsächlich engagiert, weil sie die Frau von Wolfgang Reitzle ist. Eine Hand wäscht die andere... ohne ihn hätte Wiesmann damals wohl keine BMW Motoren erhalten.

quax
Geschrieben

@Hugo

Ich finde Du triffst in vielen Punkten meine Ansicht.

Mir wollten die MF4 und die MF5 als Roadster nie so richtig gefallen. Ich kann nicht mal genau sagen warum.

Die GTs finde ich dagegen sogar gelungen.

Der MF3 hat mich schon immer begeistert. Der klassische Roadster eben.

Aber die beiden Wiesmann-Brüder scheuten noch nie das Risiko. Sonst würde es auch den MF3 nicht geben. Ich finde es gut, dass es solche Pioniere gibt. Ob es gut war, so viele Modelle zu produzieren? Ich kann mir vorstellen, dass dies ein Grund ist, warum Wiessmann heute so angeschlagen ist. Der MF3 hat noch ein recht eigenständiges Konzept. Klare, sehr eigenständige Formensprache. Fest definierte Zielgruppe - eben der klassische schnelle agile Roadster.

Der MF4 und der MF 5 will moderner, komfortabler sein und greift damit schon in die Territorien von Porsche... ein. Die Zielgruppe ist nicht mehr so eng definiert. Die Fahrzeuge sind nicht mehr so kompromisslos und richten sich schon mehr an die Porsche-Klienten. Wer 200.000 Euro hinblättert, der schaut schon auch über den Tellerrand und vergleicht. Und da schneidet der MF4 und der MF5 meines Erachten nicht mehr so gut ab. Das einzige was da für ihn spricht, ist die kleine Stückzahl und Wiesmann als Sympathieträger. Ob das reicht?

Ich hoffe es.

Sören 031
Geschrieben
Ich befürchte, daß Wiesmann tot ist.

Die Autos werden sowohl imagemäßig, als auch design- und verarbeitungstechnisch nie mit einem Porsche, einem Ferrari, einem Maserati konkurrieren können.

Mußten sie auch nicht, solange es den kleinen MF3 gab, ein, trotz seiner karikaturhaften Retro-Karosserie sympathisches, perfekt motorisiertes und liebenswertes Auto.

Die beiden Brüder in ihren Peek und Cloppenburg-Jacketts paßten zu dem Auto, genau wie der etwas unbeholfene Name und die Kennzeichen aus der tiefsten Provinz.

Und dann passierte etwas, was ihnen den Todesstoß versetzte:

Sie wollten oben mitspielen, bauten die viel zu großen, viel zu protzigen und im Design absurd überzeichneten MF 4 und 5, bauten eine unglaublich geschmacklose Halle, die sie nicht bezahlen konnten und haben den Boden unter den Füßen verloren, engagierten Nina Ruge und spielten große Welt. Auf Dülmener Niveau.

Damit haben sie kaputt gemacht, was sie selbst aufgebaut haben, die beiden Brüder aus Westfalen, die sich ihren Traum erfüllt haben, einen süßen, schnellen, schicken Retro-Roadster für die Leute zu bauen, die sich an einen echten Healey, einen Aero 8 oder einen E-Type nicht heran trauen.

Kein Mensch braucht einen MF 5 Roadster, jeder Z8 ist dem Auto meilenweit überlegen, kein Mensch braucht einen Wiesmann GT, jeder 911 ist das viel bessere und schönere Auto.

Das sympathische, liebenswerte des MF 3 ist zerstört, das Image und die Heritage fehlen, die Brüder sind aus dem Spiel und der höchst seriös wirkende neue Geschäftsführer wird wohl auch scheitern.

Schade um den Traum der beiden Brüder aus Dülmen, sie haben versucht, höher zu fliegen, als ihnen gut tat.

Ehrlich bedauernde Grüße, Hugo.

Hallo und guten Morgen

ich denke das du größtenteils Recht hast mit deinen Aussagen aber bedenke bitte das es Leute gibt die eben keinen "perfekten" Porsche, Ferrari etc fahren wollen weil sie gerade wegen ihrem Perfektionismus eben auch ein Massenprodukt geworden sind. Jedes mal wenn ich zB die Christopherus lese errinnert mich das an Massenhypnose.

Einen Wiesmann - und ja auch einen GT fährt man nicht um den Anspruch des Perfekten zu haben sondern weil man das eben andere Design - fern ab der Massenware - und die kleinen Unzulänglichkeiten die eben "Einzelstücke" ausmachen nicht interessieren.

Selbst wenn Wiesmann pleite gehen sollte was ich natürlich nicht hoffe werde ich wohl an meinem GT festhalten denn so einen Wagen wird es wohl nie mehr geben - einen Porsche, Ferrari etc kann ich mir jederzeit wieder kaufen wenn ich es denn wirklich will.

Gruß

Sören

Fantomas58
Geschrieben

Guten Morgen an alle,

natürlich habe ich große Bedenken in Sachen Zukunft der Fa. Wiesmann. Aber über Design läßt sich streiten. Ich lese jedes Frühjahr die Beilagen aller großen Auto-Zeitungen mit den schönsten Cabrios und Roadstern des Jahres 2... und jedes Jahr bin ich glücklich und zufrieden gewesen, das schönste Auto von allen zu fahren, meinen Wiesmann. Da können meine Kumpels mit ihren GT3, California und SLS noch so auf die Pauke hauen, den S85 (und vorher den S54) über die Landstraßen und Pässe zu jagen ist mein größtes Glück!

In Hoffnung

Thomas1

quax
Geschrieben

Dann glaub ich Dir :-)

cinquevalvole
Geschrieben
Ich befürchte, daß Wiesmann tot ist.

Die beiden Brüder in ihren Peek und Cloppenburg-Jacketts paßten zu dem Auto, genau wie der etwas unbeholfene Name und die Kennzeichen aus der tiefsten Provinz.

Und dann passierte etwas, was ihnen den Todesstoß versetzte:

Sie wollten oben mitspielen, bauten die viel zu großen, viel zu protzigen und im Design absurd überzeichneten MF 4 und 5, bauten eine unglaublich geschmacklose Halle, die sie nicht bezahlen konnten und haben den Boden unter den Füßen verloren, engagierten Nina Ruge und spielten große Welt. Auf Dülmener Niveau.

Ehrlich bedauernde Grüße, Hugo.

Wie? Peek und Cloppenburg-Jacketts? Bedeutet das Unheil? :P

Die Mehrkosten der Gecko-Halle sind zwar hier nirgendwo beziffert, aber ein profaner Zweckbau hätte sicher auch gereicht für lausige 250 Einheiten/anno.

Andere Hersteller bieten ebenfalls exklusive Produkte, montieren aber in betont schlichter Umgebung. :-))!

Umso schwerwiegender, wenn das Ding auch noch zu extra hohen Kontokorrent-Zinsen

finanziert ist. Man sollte an dieser Stelle mal die Rolle der Hausbank hinterfragen.

Heute fehlt die Kohle und im Bericht ist stets von Sanierung die Rede. :oops:

Dann auch noch die Modellvielfalt! Schon klar wieviel engineering hierbei aufgewendet werden muss für Entwicklung und updates bei 160 Einheiten im Jahr?

Das ist unbezahlbarer Harakiri sofern man nicht die Qualität komplett hintanstellt.

PS: 1860 München hätte sich auch niemals das neue Stadion kaufen dürfen.

tollewurst
Geschrieben

Ich denke die MF4/5 sind auch deshalb gekommen da man mit dem Gitterrohrrahmen des MF3 so langsam Schwieriegkeiten bei Zulassungskriterien bekommen hat, daher kam die Alu Monocoque Bauweise der anderen ins Spiel. Die Mehrkosten sind aber auf den MF3 nicht zu übertragen gewesen, deshalb die weiter oben angesiedelten Modelle.

Auch wenn es nach außen hin nicht immer sinnvoll erscheint wird man sich mit Sicherheit Gedanken über das gemacht haben was man getan hat, und manchmal trifft man halt auch Fehlentscheidungen.

Vielleicht war die Halle auch ein Kompromiss an einen Geldgeber der unbedingt so etwas wollte und sonst kein Geld gegeben hätte, wer wieß das schon?

holfi
Geschrieben

in vielen Weisheiten stecken auch immer Wahrheiten!!!

Und so wird es auch dieses Mal sein:

Tot gesagte leben länger !!!!

:D :D :D

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