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360 Challenge Stradale vs 996 GT3 RS


GT 40 101

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Nach 2.500 Km mit dem Stradale hier mein möglichst objektiver Vergleich. ;)

Ich hoffe dass mir dies möglich ist, ich bin kein Marken-Fetischist und habe in den letzten Jahren Sportwagen verschiedener Marken mit unterschiedlichen Konzepten gefahren.....

 

1.) Motor/ Leistung:

Die Beschleunigungswerte sind sowohl laut Tests als auch subjektiv fast identisch.

Der Ferrari Motor hat im unteren Drehzahlbereich etwas mehr Dampf, der Porsche ist oben etwas mehr giftiger.

Ab ca. 200Km/h ist der Porsche etwas besser, ebenso bei der Höchsgeschwindigkeit,

V-max Porsche 308-Ferrari 304 laut Performance Box.

Beide Motoren sind absolut alltagstauglich, kultiviert ohne Probleme thermischer oder sonstiger Art.

 

2.) Getriebe/ Schaltung

Ich persönlich wünschte mir im Stradale die klassische Kulissenschaltung, auch wenn dies wohl kaum einer versteht.

Dennoch bin ich von der F1 Schaltung sehr angenehm überrascht, funktioniert absolut problemlos, auch beim rangieren/ rückwärtsfahren.

Die Porsche Schaltung ist etwas hart und hakelig, aber ebenso problemlos.

 

3.) Fahrwerk/ Bremsen

Das Porschefahrwerk ist bretthart und kompromißlos, im Zusammenhang mit den in Neigung nicht verstellbaren, serienmäßigen Recarositzen eine echte "Herausforderung" für Wirbel/ Halswirbelsäule:

Als Entschädigung gibts ein direktes Einlenkverhalten mit perfektem Feedback. :D

Der Challenge ist insgesamt "komfortabler", selbst im Race-Modus im Vergleich zum RS eher weich. Der Vorteil hier ist dass der CS durch die 2 Modi etwas universeller einsetzbar ist (Rennstrecke), ohne Zug und Druckstufe aufwendig zu verstellen...

 

Die Bremsen sind bei beiden nicht wirklich überzeugend:

Beim RS ist die Stahlbremse m.M. nach nicht rennstreckentauglich. Die Bremswirkung lässt relativ schnell nach, die Beläge quitschen unerträglich, dei Scheiben bekommen nach ein paar Runden Risse. Hier tröstet die Tatsache, das neue Scheiben "nur" ein paar hundert Euro kosten.

Die CC Bremse beim CS ist betreffend Belastbarkeit logischerweise überlegen.

Bei kalten Bremsen, sprich im normalen Verkehr, ist eine stark erhöhte Pedalkraft erforderlich. Dies ist bei einer überraschend notwendigen Vollbremsung sehr heikel.

 

Die Kosten für Verschleiß/ Ersatzteile unverschämt und jenseits von Gut und Böse.

Das Fahrverhalten kann nur subjektiv beurteilt werden. Der CS fährt sich deulich einfacher, der RS ist,welch Überraschung:wink:, im Grenzbereich sehr giftig, wenn man überhaupt von Grenzbereich sprechen kann. bis 80Km/h noch vertrauensvoll im Drift, ist das Heck bei 100km/h nicht mehr kontrollierbar. Im Grenzbereich ist der CS einfach deutlich gutmütiger.

 

Bei hohen Geschwindigkeiten wird der Vorteil immer deutlicher, hier machts sich der enorme Abtrieb des großen Diffusors beim Stradale bemerkbar.

Zum Punkt Fahrwerk/ Fahrverhalten/ Rennstrecke muß ich bemerken, dass ich natürlich kein Profi bin und lediglich paarmal im Jahr in Hockenheim fahre. Vor den Fahrern, die mit einem Porsche der 11er Baureihe ohne elekktronische Fahrhilfen Topzeiten fahren hab ich großen Respekt!!

Morgen folgt Teil 2 (Kosten-Ausstattung-usw.)

 

Grüße

Thomas

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So, weiter gehts:

4.) Ausstattung/ Ergonomie:

Der CS bietet aufgrund seiner "Breite" deutlich mehr Platz im Innenraum, im konkreten Vergleich verstärkt durch den im RS verbauten Vollkäfig. Dieser stellt im "Alltagsgebrauch" ohne Helm eher ein Risiko dar. Die Art der recht losen Verschraubung dient hier mehr als Überschlagschutz und hat auf die Karosseriesteifigkeit wenig Einfluß.

Die Sitzpostion ist in beiden Sportlern perfekt, gestern habe ich erfreulicherweise festgestellt, dass das Lenkrad im CS doch verstellbatr ist:oops::oops:.

Das relativ große, Wildleder?? bezogene Lenkrad empfinde ich angenehmer als das etwas speckige Glattleder-Lenkrad im CS.

Bedienung der Schalter/ Elemente ist bei beiden übersichtlich und gut.

Die Verarbeitung des Innenraums ist im Stradale absolut sauber und perfekt. Nicht nur optisch wirkt der Porsche hier lieblos und billig. Hier steht schöne Detailarbeit gegen billige Kunststoffe. Für "Rennwagen mit Straßenzulassung" bieten beide erstaunlich viel Laderaum, (siehe mein Bericht "CS-Sportwagen oder Minivan") der Porsche wäre hier ohne Vollkäfig weit überlegen:wink:

5.) Sound/ öffentlicher Auftritt:

der Sound des CS wird für meinen Geschmack "überbewertet". Mit offener Klappe ist er einfach nur laut und verstört unbeteiligte Menschen massivX-):D:D.

Traumhaft ist vielmehr das Ansauggeräusch bei geschlossenener Klappe.

Der RS klingt kernig, mit den Cupendrohren Mindestens! so gut wie der CS:

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Ich versuche mal nicht primitiv zu wirken.:D

Aber ich empfinde doch einiges anders. Egal ob beim 355 oder 360 finde ich den Motor unter 5000 U/min nahezu Tod, im gegensatz zum Porsche.

Auch im Grenzbereich fühle ich mich beim 911 zb. im drift oder wenn er mal quer geht sicher auch wenns mal schneller ist. Selbst wenns länger dauert bis man ihn einfängt war er kontrollierbar.

Abgesehen vom 430er (bin ich aber noch nicht so viel gefahren) hats mir sämtliche Ferris verdreht ich mag die Autos gerne aber Sie sind m.M. im Grenzbereich richtige Drec.......... Hier gilt eher "You make a misstake, i kill"

gruß

Tomy

PS.: Keine Angst vor härteren Worten Männer !!!:D

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6.) Kosten/ Unterhalt/ Preisentwicklung

Die Unterhaltskosten für Versicherung/ Sprit sind sehr ähnlich.

Für den CS bezahle ich bei der Württembergischen für sieben Monate

alles inklusive ca € 750,-, beim RS waren es € 800,..

Die Verbrauchswerte sind ebenso fast identisch und überraschen moderat.Bei gemütlicher, übersichtlicher Fahrweise kommt man locker mit 11-12Ltr. aus.

Bei "Volllgasfahrten" jenseits der 200km/h gehts natürlich gerne mal Richtung 18-20Ltr., falls dies bei solchen Fahrzeugen überhaupt interessiert:wink:.

Ersatzteile sind beim RS auch nicht gerade günstig, da offiziell beim Händler gekaufte Teile trotz eventueller Baugleichheit aus Weisach/ Porsche Motorsportabteilung kommen. Im Vergleich zum CS natürlich oder leider wahre Schnäppchen.

Die CS Teile sind, aber das wißt ihr alle:cry:, jenseits von Gut und Böse.

Aktuell benötigte ich einen Plus- Kabelstrang, offizieller Preis € 1.475,-, Gott sei Dank gibts ebay, € 125,-. X-). Eine Frontspoilerlippe beim RS kostet € 147,-, nur als Vergleich der natürlich hinkt.

Bei den Servicekosten siehts ähnlich aus, großer Service beim RS ca 1.200,-, beim CS

ohne ZR mindestens das doppelte:oops:.

Was den Wert/ Werterhalt betrifft begibt man sich zwangsweise ins Reich der Kartenleger und Handleser.

Fakt ist in meinem Fall, das der RS in knapp 2 Jahren inkl. aller Aufwendungen außer Sprit, also Steuer/ Versicherung- großem Service- 1 Satz Reifen usw. noch ein Plus von erfreulichen € 12.000,- gebracht hat. Sicher kommt hier die niedrigere Stückzahl und die wenig verbliebenen unfallfreien Exemplare zum tragen.

Eine Preisentwicklung nach oben sehe ich persönlich beim CS noch nicht, langfristig wird auch er zumindest nicht großartig an Wert verlieren.

Aber hier gilt fast das gleiche wie beim Verbrauch, die Einen finden es interessant, den Anderen ists wurscht egal.

Fazit:

ein Vergleich auf hohem Niveau, wer das Haar in der Suppe sucht, findet bei beiden mehrere.

Auf Plattitüden wie "Emotion" verzichte ich bewußt.

Beim Öffnen der Garage spricht natürlich eindeutig alles für den CS, allein der einmalig schöne Motorraum, der beim Porsche nicht zum unnötigen öffnen animiertX-).

Schneller vom Hof kommt man mit dem RS, beim CS müssen erst noch paar Schrauben auf Festigkeit überprüft werden.

Der Gewinner steht, zumundest was den Fahrspaß betrifft eindeutig fest:

Mein ehemaler Lotus Komo-Tec 260 :-o:D:D:D:D

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Hier mal ein Zitat aus dem PFF:

Kann man mit einem 997 überhaupt driften? Sobald der hinten kommt, bekomme ich zumindest einen Adrenalinstoß, dass mir die Lust vergeht, Grenzbereich sehr hoch wegen dem Gewicht und dann zack.... ich vermute (liege ich da richtig), dass ein 911er für dieses - spassige - Fahrmanöver das falsche Auto ist... habe vor kurzem von einem Rennfahrer gelesen, der auch meinte, sobald der GT3 hinten kommt, ist es aus....

Wie kann man die fahrdynamischen Stärken des 911ers zusammenfassen?

Sehr dynamisch, agil, weil vorne kein Gewicht, extrem hohe Traktion hinten wegen Gewichtsverteilung, hoher Grenzbereich, den man aber nicht überschreiten sollte, da, wenn er ausbricht, schnell Feierabend ist...sowie hohe Seitenwindempfindlichkeit bei sehr hohen Geschwindigkeiten... etwas wesentliches vergessen?

Daher: Respekt allen GT3 Piloten, die ohne ESP im Grenzbereich fahren... (was aber die meisten nicht tun, wie man beobachten kann)

Sicher spielt es eine Rolle, was man gewohnt ist. Ich bin die letzten 20 Jahre ausschließlich Mittelmotor Sportler gefahren.

Driften oder Heck einfangen ist natürlich nicht gas selbe....

Grüße

Thomas

Driften und Heck einfangen sind zwei verschiedene Dinge

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Alles eine Frage der Fahrpraxis. Übung macht den Meister. Das gilt sowohl fürs Driften als auch fürs Abfangen.

Ein 996 GT3 lässt sich vorzüglich quer fahren, leichter noch als ein normaler 11er ohne Sperrdifferential.

Ein Mittelmotorauto reagiert weniger auf Lastwechsel als ein Heckmotorwagen. Meistens. Der 360 CS liegt lange sehr ruhig doch wenn er mal richtig kommt kann es hektisch werden. Die weiteren Ferrari V8 Generationen wurden immer gutmütiger.

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Mit der Übung hast du absolut recht.

Das es bei ausbrechendem Heck hektisch wird, hab ich beim RS viel stärker empfunden.

Aber wie gesagt, bin nicht der große Experte:oops:, von richtiger Rennsporterfahrung ganz zu schweigen...

Mein persönliches Problem ist auch mein zu unrunder Fahrstil, hartes, schnelles Einlenken mag der RS nicht wirklich und ist auch kontraproduktiv.

Hockenheim ist wieder gebucht, also weiterüben, auch wenns mit dem Meister sicher nix mehr wird:cry::cry:

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