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Einbau-Anleitung Carbon-Paket im 993


Marc W.

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Wie versprochen kommt hier in den nächsten Tagen Schritt für Schritt die Einbau-Anleitung für das Carbon-Paket im 993. Diese dürfte in vielen Bereichen auch für den 964 kompatibel sein.

Den 993 konnte man ab Werk über die Exklusive-Abteilung sowohl mit einer Wurzelholz-, als auch mit einer Carbon-Ausstattung bestellen. Diese bestand aus folgenden Einzelteilen:

1. Maske um die Instrumente

2. Schlüsselleiste/Airbagleiste (5 Einzelteile)

3. Mittelkonsole (4 Einzelteile)

4. Türverkleidungen (4 Einzelteile)

5. Bedienelemente (Lenkrad/Schaltknauf/Handbremshebel)

In dieser Anleitung werde ich mich auf die Carbon-Teile der Positionen 1. bis 4. begrenzen. Das hat drei Gründe, erstens sind die ersten vier Positionen nur Zierelemente, die aufgesetzt und somit "nicht tragend" sind, zweitens sind die Bedienelemente nur direkt über Porsche Tequipment zu beziehen und drittens halte ich persönlich nichts von "glatten" Bedienelementen, die müssen griffig bleiben.

Außerdem gibt es noch einige zusätzliche Elemente, die man nachrüsten kann, die aber nie als Original verfügbar waren, teilweise gehe ich darauf in der Anleitung noch ein. Dazu gehören die harten Rückenschalen der turbo-Sportsitze und die Blenden um die Sitzverstellungen. Auch interessant sind noch die Schwellerleisten, die Defroster-Leiste auf dem Armaturenträger, Front- und Heckhaube, die Außenspiegel, die äußeren Türgriffe und noch andere Kleinigkeiten.

Alle diese Teile (mit Ausnahme der Bedienelemente) kann man über www.kunststofftechnik-buehler.de beziehen. Marcus Bühler ist hier auch aktiv, wird sicher das eine oder andere noch ergänzen und ist außerdem durchaus auch für individuelle Ideen aufgeschlossen. Egal, ob Schriftzüge unter dem Klarlack, oder Carbon in matter Optik, da ist sehr viel möglich. :wink:

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Der erste Schritt ist sicherlich sich klar zu werden, was man alles in Carbon haben möchte. Hier ist die mögliche Spannweite riesig und war sie auch schon bei Porsche vor 15 Jahren. Auch bei Porsche-Exklusive konnte man seiner Zeit einzelne Carbon-Elemente zu oder abwählen. Insofern gibt es kein typisches 993-Carbon-Paket, ein standard-Carbon-Paket allerdings schon.

Ich persönlich liebe Carbon, daß es in Verbindung mit meiner ersten Selbstständigkeit steht. Ein maßgebender Grund, warum ich mich für das Material so begeistern kann. Allerdings gibt es auch eine Schwelle, wo es einfach zu viel wird, wo diese ist, muß aber jeder für sich selbst entscheiden. In einem hellen Innenraum dominiert das Carbon in jedem Fall deutlich mehr, als in einem schwarzen Inferior, auch das sollte man beachten.

Wenn man soweit ist, gibt es aber noch einige Details, auf welche man bei der Bestellung achten sollte:

  • Wenn das Auto eine Zündschloss-Beleuchtung hat, braucht die Instrumenten-Maske das entsprechende Loch.
  • Wenn das Auto noch eine manuelle Leuchtweiten-Regulierung hat, muß die Blende links neben dem Zünschloss die entsprechende Aussparung haben.
  • Die Carbon-Tafeln in den Türen haben sich von Modelljahr 1996 zu 1997 geändert, Vormals etwas schmaler, gehen sie ab 1997 bis zu den Türtaschen runter.
  • Wie viele Schalter sind in den zwei Blenden vor dem Schaltknauf?

Außerdem sollte man einige Elemente ausbauen und zu Marcus schicken, da er die Originalteile dann mit Carbon laminiert. Wenn man das nicht macht, müssen die Teile zugekauft werden. Alle Teile sind nicht relevant für die Fahrtauglichkeit und - wenn man weiß wie - dauert der Ausbau ca. 1 Stunde. Folgende Teile werden laminiert:

  • Die Tafeln an den Türverkleidungen
  • Die inneren Türgriffe
  • Die zwei Blenden vor dem Schaltknauf
  • Die Wanne unter der Handbremse
  • Die Wanne hinter der Handbremse

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Ich fange mit der Mittelkonsole an, da diese am einfachsten ist, dann hat man schnell ein schönes Erfolgserlebnis und ich finde die macht in Carbon schon sehr viel her. Der zeitliche Aufwand beträgt maximal 10 Minuten.

Im Prinzip sind das zwei unabhängige Baugruppen, einmal die Blenden für die Schalter vor dem Schaltknauf und dann die beiden Wannen am und hinter dem Handbremshebel.

Die beiden Blenden mit den Schaltern vor dem Schaltknauf sind nur gesteckt. Man kann sie ganz ohne Werkzeug raus ziehen, an den Seiten sind zwei Metall-Klipps, die die Blenden in der Mittelkonsole festhalten. Zuerst zieht man die untere Blende heraus und dann die obere. Die Schalter habe auf der Rückseite so Federnasen, wenn man diese zusammendrückt, kann man die Schalter nach hinten raus pressen. Die Kabel bleiben dran. Über den Schaltern ist noch die beleuchtete Simbol-Leiste, auch diese ist nur eingeklippt und kann mit etwas Gefühl rausgezogen werden. Beim späteren Zusammenbauen muß man logischer Weise darauf achten, daß der richtige Schalter wieder an der richtigen Position sitzt.

Bei den Wannen fängt man mit der hinteren Ablagewanne an, darin ist so eine kleine Gummimatte, die ist nur mit doppelseitigem Klebeband befestigt. Darunter befinden sich zwei Schrauben und schon ist diese Wanne raus. Dadurch werden im Stoßbereich zur Handbremswanne zwei weitere Schrauben frei gegeben, diese müssen nun rausgeschraubt werden. Eine dritte Schraube befindet sich unter dem Handbremshebel, wenn man diesen anzieht, kommt man auch da dran. Danach kann man die Handbremswanne über die Handbremse abziehen.

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Weiter geht's mit den Türverkleidungen, hier sind es pro Seite zwei Teile, nämlich die Türöffner und die großen Tafeln. Der Arbeitsaufwand pro Seite beträgt ca. 20 Minuten, also auch noch leistbar.

Als erstes wir der Türöffner entkoppelt. Dafür zieht man den Türöffner so weit auf wie möglich, dann sieht man auf der Rückseite ein verzinktes Metall-Gestänge. Dies ist mit einem Haken am Türöffner nur eingehängt und kann nach oben rausgedrückt werden.

Danach muß die Türtasche runter, diese ist mit 6 Schrauben befestigt. Eine befindet sich an der Vorderkante (Richtung Scharnier), drei an der Unterkante (Richtung Schweller), eine an der Rückseite (Richtung Schloß) und die letzte wenn man das Ablagefach aufmacht in Richtung des Türgriffs. Wenn man diese 6 Schrauben gelöst hat, kann man die Verkleidung einfach abnehmen, die Lautsprecher, der Deckel des Fachs und der Türgriff bleiben an der Tür.

Nun kommt der Türgriff an die Reihe, dieser ist mit drei Inbus-Schrauben befestigt. Zwei davon befinden sich in ziemlich tiefen Löchern hinter dem Türöffner, die Dritte ist auf der Unterseite des vorderen Ende des Türgriffs. Nun kann man den Türgriff in Fahrtrichtung von dem Deckel des Fachs abziehen. Dabei ein bißchen aufpassen, dieser Deckel hängt dann nur noch am hinteren Scharnier und ist das relativ empfindlich. Nun muß der Türöffner noch vom Türgriff getrennt werden, das ist denkbar einfach, es ist nämlich nur ein gesteckter Dorn, den man mit einer Spitzzange einfach rausziehen kann.

Jetzt ist alles frei gelegt und die eigentliche "Ziertafel" kann runter. Diese ist tatsächlich auf der Türpappe mit 10 Haltenasen nur aufgesteckt und kann mit einem kleinen Ruck ca. 2cm in Richtung der Fahrzeugfront geschoben und dann abgenommen werden. Und - oh Wunder - da hat Porsche ein Holzbrett verbaut... :D

Alternativ zu der hier gezeigten Version mit Soundsystem gibt es noch die offenen Türtaschen und die ganz nackten RS-Türpappen. Bei den offenen Türtaschen müßte der Ablauf nahezu identisch sein, die RS-Türpappen haben weder die Türöffner noch die Ziertafeln, dafür bietet sie Marcus aber komplett in Sichtcarbon an.

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So, nun geht es zu meinem lieblings Carbon-Element, weil ich es einfach sehr edel finde, nämlich der Maske rund um die Instrumente. Auch dieses Element ist nur gesteckt, der zeitliche Aufwand ist allerdings ziemlich umfangreich, da das obere Armaturenbrett, das Lenkrad und alle Instrumente raus müssen. Der Gesamtaufwand beträgt ca. 2 Stunden, ist aber nicht wirklich schwierig.

Fangen wir mit dem Armaturenbrett an. Als erstes geht die Defroster-Leiste, direkt an der Windschutzscheibe (die gibt es übrigens auch in Carbon), raus, diese ist mit 5 sichtbaren Schrauben befestigt. Darunter finden sich dann zwei weitere Schrauben, welche das Armaturenbrett am Blech festhält. Hier bitte unbedingt keine Schraube fallen lassen, diese würden in die Lüftung rollen...

An den seitlichen Enden (im Übergangsbereich zu den Türverkleidungen) hat das Armaturenbrett zwei kleine Kunststoff-Abdeckungen, die nur gesteckt sind, auch diese müssen vorsichtig rausgeekelt werde (Achtung reißen gerne ab), denn dahinter befindet sich jeweils eine weitere Schraube.

Jetzt ist das gesamte Armaturenbrett nur noch an einer Schraube befestigt. Diese sitzt versteckt zwischen der Uhr und der mittleren Luftauslaß-Düse auf der Innenseite. Sie ist erreichbar entweder indem man die Uhr "zieht" oder die Luftauslaß-Düse raus nimmt. Nach meiner Erfahrung sitzen die Instrumente - wenn sie noch nie gezogen wurden - nach 15 Jahren so fest in den Gummiringen, daß man sie nur raus ziehen kann, wenn man zusätzlich von hinten schieben/drücken kann. Insofern nehme ich meistens die Mitteldüse raus. Diese hat - wenn man von unten rein schaut - zwei kleine Öffnungen in der Oberseite, dahinter befinden sich zwei Metallfedern. Diese kann man mit einem Schraubenzieher runter drücken und damit die Mitteldüse entriegeln. Dann am oberen Ende etwas herausklappen, dann kann man am unteren Ende die neiden Kunststoffnasen über den Rahmen heben. Nun kann man die 10er Mutter zwischen Düse und Uhr ertasten, das Lösen ist ein bißchen Fummelarbeit. Ich nutze dazu so einen Ringschlüssel mit integrierter Ratsche, das geht prima. Jetzt kann man das Armaturenbrett einfach abheben.

Weiter geht es mit dem Lenkrad. Wer Angst hat vor der Arbeit am Airbag, sollte diese Arbeit machen lassen, mit ein bißchen handwerklichen Geschick ist es aber kein Thema. Als erstes wird die Batterie unter dem Kofferraum-Boden abgeklemmt, damit der Airbag für den schlimmsten Fall keine Zündenergie mehr hat. Als erstes sollte man das Lenkrad nun 100% gerade stellen, damit man es bei der späteren Montage auch wieder genauso gerade auf den Vielzahn stecken kann. Auf der Rückseite des Lenkrads kann man nun links und rechts je ein Loch ertasten, darunter findet sich jeweils eine Inbusschraube. Das Lösen geht recht einfach, das spätere Reinschrauben ist ein bißchen eine Geduldsarbeit. Nun ist der Airbag schon lose und kann raus genommen werden. Auf der Rückseite befindet ist mittig ein Stecker am Airbag, das war's schon. Nun noch die restlichen Kabel vom Lenkrad lösen (Erdung, Hupe) und schon kann man mit einer 27er Ratsche das Lenkrad lösen und abnehmen. Beim Zusammenbau muß man dann noch auf die Richtige Position der sogenannten Wickelfeder achten, das ist ein flaches Bauteil zwischen Lenkrad und Lenksäule. Diese muß richtig positioniert sein, bevor man das Lenkrad wieder drauf steckt. Die Montage-Anleitung ist auf der Wickelfeder ziemlich eindeutig beschrieben, also kein Problem.

Jetzt müssen nur noch die Instrumente raus, da man nun viel Platz hat (kein Lenkrad) und von hinten dran kommt (ohne Armaturenbrett) ist das recht einfach. Auch wenn die Instrumente in den Gummiringen manchmal verflucht fest sitzen können. Logischer Weise alle Stecker an den Instrumenten abziehen, damit man sie ganz entfernen kann. Jetzt bleiben nur noch die drei Schalter/Regler für die Verstellung der Uhr, der Instrumenten-Beleuchtung und für die Intervall-Schaltung des Scheibenwischers. Den Schalter für die Verstellung der Uhr kann man einfach von hinten nach vorn rausdrücken. Bei den beiden Drehregler zieht man zuerst den Verstellknopf ab. Darunter befindet sich eine flache Mutter, wenn man diese entfernt hat, kann man die Drehregler nach hinten rausdrücken.

Nun kommt die wunderschöne Carbon-Maske rein. Diese wird einfach unten in den Schlitz Gesteck und dann von den wieder eingesteckten Instrumenten gehalten und das war's schon, nun kann alles wieder montiert werden. :-))!

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So, nun geht es an die Sitze, wenn ich hier von den "Sitzen" schreibe, meine ich immer die Turbo-Sportsitze mit der Hartschale auf der Rückseite. Diese konnte man aber auch als Option in allen anderen 993 bestellen.

Zum Thema Originalität gibt es hier zwei Dinge zu sagen. Erstens habe ich die Blende rund um die Sitzverstellung ebenfalls mit Carbon überziehen lassen, das gab es so nie original. Ich finde es unabhängig davon schön. Auch diese Blende muß man einschicken, damit Marcus sie beziehen kann. Dabei ist noch relevant, ob die Sitze eine Sitzheizung haben oder nicht, mit Heizung ist die Blende deutlich größer. Der Austausch ist denkbar einfach, 4 Schrauben pro Seite und fertig. Die neue Blende mit Carbon ist minimal dicker und geht daher sehr stramm in die Fassung, aber es geht.

Die Hartschale der Sportsitze gab es offiziell nie bei Porsche, allerdings gibt es definitiv ein paar Fahrzeuge, die diese dennoch ab Werk in Carbon hatten. Mit Geld ist viel möglich. Der Ausbau der Rückenschale dauert pro Seite ca. 30 Minuten. Als erstes löst man die Keder, welche das Leder über den Schaumstoff spannt und dann in die Nute auf der Rückseite der Sitze in die Hartschale gepresst ist. Dafür fängt man ganz unten außen an, steckt einen flachen Schraubenzieher in die Nute und hebelt die Keder Stück für Stück raus, bis man am anderen Ende ankommt. Manchmal hat Porsche die Kunststoffnasen noch zusätzlich mit Metallklammern verstärkt, damit sie in der Nute besser sitzen. Das ist normal, hier muß man dann etwas gezielter Hebeln.

Jetzt zieht man das Mittelteil der Lehnen-Fläche heraus, dieses ist im oberen Bereich ausschließlich mit Klettband an der Hartschale fixiert, geht also ganz einfach. Wenn die Sitze Sitzheizung haben, kann man nun für das Rückenteil den Stecker lösen. Abschließend ist das Mittelteil noch mit zwei Metallklammern unten befestigt, diese kann man mit einem Schraubenzieher "abhebeln". Dann kann man die Sitzmittelbahn der Sitzlehen zur Seite legen.

Durch die entstandene Öffnung sind nun ganz unten zwei Kunststoff-Dübel zu sehen, welche die Hartschale fixieren. Diese Dübel bestehen aus zwei Teilen, dem eigentlich Dübel und dem Spreizer. Wenn man den Spreizer rauszieht, kann man im zweiten Schritt auch den Dübel herausziehen.

Nun befinden sich im Schulter-Bereich hinter dem Schaumstoff (der ja jetzt lose ist) zwei Inbusschrauben, diese müssen auch raus, womit die Rückenschale nun quasi lose ist.

"Quasi" deswegen, weil die Knebel, mit denen man die Rückenlehne entriegelt noch im Weg sind. Und genau diese Knebel sind etwas schwierig, sie haben innenliegend eine Metallklammer. Es ist schwierig die Knebel so zu lösen, daß man sie wieder verwenden kann. Insofern sollte man sich hier gedanklich vorbereiten gleich neue zu bestellen. Ich fixiere die neuen Knebel dann übrigens nicht mehr mit diesen Klammern, sondern mit einer Heißklebe-Pistole, das hat den Vorteil, daß man sie später auch wieder lösen kann, ohne sie zu zerstören.

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Nun geht es an das waagerechte Mittelteil des Armaturenbretts, also den Teil, der sich von der linken bis zur rechten Mitteldüse erstreckt und als einzige Baugruppe geklebt werden muß. Dieses Element komplettiert die original Carbon-Ausstattung und macht meiner Meinung den Haupteindruck. Der Aufwand beträgt mit dem 2K Kleber ca. 1 Stunde.

Zum Kleben habe ich bei meinem turbo Patex-Montagekleber genommen, den kann man im Bauhaus in so Silicon-Katuschen kaufen. Das hat den Vorteil, daß man viel Zeit hat, um die Teile auszurichten und das man den Kleber einfach kaufen kann. Es hat aber auch den Nachteil, daß man die Teile teilweise recht umständlich fixieren muß, damit sie so in Ihrer Position bleiben, bis der Kleber hart ist.

Im Speedster habe ich 2K PU Kleber von Förch benutzt. Der ist innerhalb von 2 Minuten fest und der Einbau geht wesentlich schneller. Nachteil ist, daß man keine Möglichkeit mehr hat die Teile auszurichten, was speziell im Bereich der Airbag-Blenden bedacht sein will. Außerdem bekommt man diesen Kleber nicht "mal einfach so" und er ist recht teuer.

Wenn man Zugriff auf den 2K-Kleber und die benötigte Pistole von Förch hat, würde ich diesen empfehlen. Da man immer wieder Pausen machen muß, um die geklebten Teile fest zu halten, bis der Kleber angezogen hat, verbraucht man aber mindestens 5 Tüllen. Somit kostet dieser Kleber insgesamt schnell 25 Euro...

Ich fange mit der Blende links vom Lenkrad an. Um diese zu verkleben, müssen die Rosette des Zündschlosses, der Knebel der Tankdeckelentriegelung und der Knopf vom Lichtschalter ab.

Beim Lichtschalter entfernt man zunächst das Emblem in der Mitte, dieses ist nur in den Gummirand eingelegt, darunter sieht man nun die drei Nasen mit welcher der Knopf auf dem Sockel fest gehalten wird. Diese mit einem kleinen Schraubenzieher entriegeln und abziehen (ein bißchen fummelig). Die Rosette vom Zündschloß ist aufgeschraubt und kann entgegen dem Uhrzeigersinn abgeschraubt werden. Am Knebel der Tankentriegelung befindet sich ein Bowdenzug, der an der Tankklappe endet und dort mit einer Schraube gesichert ist, löst man diese Schraube, kann man den Seilzug einfach heraus ziehen.

Nun kann man die Blende hinter das Lenkrad stecken, wenn alles paßt, kann man die Blende auf der linken Hälfte verkleben. Auf der rechten Hälfte steckt die Blende einmal hinter dem Lenkrad und wird außerdem zusätzlich über die Rosette des Zündschlosses fixiert.

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So und nun das Finale, die Teile links vom Lenkrad.

Hier fängt man mit der Blende direkt rechts vom Lenkrad an, also dem Teil, welches die Klima-Bedienung und das Radio umschließt. Dafür müssen zunächst die Schalter für die heizbare Heckscheibe, die Nebelscheinwerfer, die Nebelschlussleuchten und der Zigaretten-Anzünder raus. Die drei Schalter werden gegen den Uhrzeigersinn raus geschraubt. Radio und Klima-Bedienteil können drin bleiben.

Nun schiebt man die Blende auch wieder hinter das Lenkrad, wenn alles paßt kann man sie dann ankleben. Diese Blende ist relativ empfindlich, man muß sich keine Sorgen machen, daß sie beim Verbauen bricht, allerdings kann man sie sehr schnell beschädigen, wenn man später das Radio oder das Klima-Bedienteil raus zieht. Die Geräte können sich dann hinter dem Carbon verhaken, wodurch der Klarlack splittert. Dem kann man etwas vorbeugen, in dem man die Ecken besonders gründlich verklebt, dadurch kann das Carbon in dem Bereich schon mal nicht mehr federn. Außerdem sollte man zukünftig beim "Ziehen" der beiden Geräte noch etwas mehr Geduld aufbringen.

Ich empfehle außerdem beim Verkleben ein Messer mit etwas Küchenpapier bereit zu halten, falls der Kleber unter den recht dünnen Stegen herausquillt, kann man dies dann sofort entfernen.

Die erste nun verbaute Blende ist relativ einfach auszurichten, da man viele Reverenz-Punkte hat, außerdem ist da nicht viel Spielraum, in erster Linie orientiere ich mich an dem Steg zwischen Radio und Klima-Bedienteil, dieser muß mittig zwischen den beiden Geräten ausgerichtet werden.

Nun kommen die beiden Airbagblenden, zuerst die schmale obere und dann die breite untere. Hier muß man auf drei Dinge achten. Erstens sollte man die Blenden sehr gründlich verkleben, damit sie bei einem Unfall und dem Auslösen des Airbags nicht durch die Gegend fliegt. Zweitens muß man hier etwas mehr auf die umlaufenden Spaltmaße achten, erstens damit die Freigängigkeit des Airbags gegeben ist und zweitens damit es natürlich auch gut aussieht, gerade dieses Teil hat man optisch ja ständig vor der Nase. Drittens sind diese völlig geraden Teile im nicht verklebten Zustand meist etwas gebogen, hier hilft ein schnell anziehender Kleber deutlich, da hält man die Blende einfach so lange fest, bis sie plan am Untergrund haftet. Wenn man hier normalen Montage-Kleber benutzt, muß man sich vorher (!!!) eine Vorrichtung bauen, um die Blenden über mehrere Stunden anpressen zu können.

Abschließend verbleibt nur noch die kleine Blende über dem rechten Lüftungsaustritt, diese kann man dann recht einfach am Fugenbild der anderen schon festen Blenden ausrichten und fertig!

Ihr habt es geschafft und könnt Euch jetzt an einem tollen Carbon-Interior erfreuen! Den zeitliche Gesamtaufwand kann man an einem ruhigen Nachmittag komplett bewältigen. :wink:

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Super Bericht :-))! Da dauert das schreiben ja länger als der Einbau.

Ein Kunde von mir fertigt die Sitzschalen in Vollcarbon, Preis kann ich anfragen. Gerne PN bei Interesse.

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Meine sind "nur" bezogen. Ich sehe in beiden Möglichkeiten Vor- und Nachteile, technisch und vom Gewicht gesehen sind die aus Vollcarbon sicher "leckerer". Dem entgegen steht, daß ein TÜV-Prüfer das sicher problematisch sehen würde und man bei einem möglichen Unfall nicht weiß, wie das Sitzrückenteil sich verhält. Zugegeben, das ist nur hypothetisch, dennoch sollte man darüber nachdenken.

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Stimmt natürlich bezüglich TÜV. Aber von der Festigkeit her würde ich mir keine Sorgen machen.

Ich bin halt skeptisch was das Beziehen solcher Teile anbelangt. Oft kommt es zu delaminationen, sprich das Carbon löst sich vom Untergrund. Die Originalschalen sind aber aus PU und das ist zumindest vom Kleben her ein dankbares Material. Doch bei voller Sonne dehnt es sich recht stark aus im Gegensatz zum Carbon.

Wenns gut gemacht ist, vovon ich jetzt mal ausgehe denn den genannten Namen höre ich nicht zum ersten mal, ist es aber kein Problem.

Und optisch sehen bezogene Sachen für viele schöner aus da die Fasern nicht so stark kompaktiert sind so das dass Carbon an Tiefe gewinnt. Ist aber Geschmackssache.

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