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F40org

Bilderbuch - Corvette C6

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G1zM0
Geschrieben (bearbeitet)

Echt tolles Bild! Wär auch was für den Photocontest.

bearbeitet von F40org
F40org
Geschrieben

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F40org
Geschrieben

C6 im Renntrimm auf dem Hockenheimring

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G1zM0
Geschrieben (bearbeitet)

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bearbeitet von F40org
Roland T
Geschrieben

Die finde ich auch super !!

F40org
Geschrieben
F40org
Geschrieben

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F40org
Geschrieben
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ROCK 63
Geschrieben (bearbeitet)

....................xxx

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bearbeitet von F40org
Gast impact2000
Geschrieben

Corvette im Ferrarilook in Hockenheim im Oktober 2011

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pwo
Geschrieben

C6 Z06 'Green Hornet'

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Save The Wave

Peter

VetteZ06
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Peter,

sieht schön aus deine "Green Hornet"". Glückwunsch. Ähnlich wie mein Roter Teufel.

Stefan

bearbeitet von F40org
F40org
Geschrieben
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ROCK 63
Geschrieben
WOW Rattenscharf, haste noch mehr?

Hab ich............

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MischiMischi
Geschrieben (bearbeitet)

Die neue Front sieht Super aus. Ist euch echt gut gelungen. Ansonsten klasse Bilder von Frédéric :-))!

bearbeitet von F40org
F40org
Geschrieben
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Luimex
Geschrieben (bearbeitet)
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Die ist ja mal richtig schön..... würd ich auch gerne mal fahren.... :wink:

bearbeitet von F40org
C6-Baby
Geschrieben (bearbeitet)

Wir können ja mal tauschen, Werner, die Schöne gegen einen 458 Spider :-))!

Hier noch ein schönes GS Cabrio eines Freundes:

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bearbeitet von C6-Baby
Felix
Geschrieben

Tolle Fotos! Danke fürs teilen.

F40org
Geschrieben

Corvette C6 Z06 fotografiert von Lars Mahlberg

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OlDirty
Geschrieben

Sieht wirklich nicht schlecht aus, aber für meinen Geschmack einwenig zu viel Karostepp. Galt für Post #9 X-). Dafür noch ein Pics meines Wagens.

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F40org
Geschrieben
Warst du auch bei der DTM in Hockenheim?

Leider nein. Wurde mir von einem Bekannten geschickt und ich dachte, es gefällt Dir bestimmt.

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G1zM0
Geschrieben (bearbeitet)

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Da hat wohl jemand einen SLS für eine Corvette in Zahlung gegeben! O:-)

bearbeitet von F40org
F40org
Geschrieben
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      Fakt ist aber, dass der Cabrio-Umbau von Koenig (oder evtl. L&R) extrem aufwä(e?)ndig gewesen war. Computerberechnungen der Rohrrahmenstruktur. Dieser war durch die für den Umbau notwendigen Versteifungen wohl deutlich verwindungsfester als der Originalrahmen der geschlossenen Version. - Respekt!
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      Die letzte Zeit ist es sehr still um meine Vette geworden, der Grund dafür ist schnell erklärt - ich habe sie … "vertauscht".
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      Ich stand an der Tankstelle und ein sehr sympathischer Mann ca. Mitte 40 trat auf mich zu. Er schaute sich die Vette von allen Seiten an und grinste dabei über das ganze Gesicht. Nach einem kurzen "Hallo" sagte er "eine wunderschöne Corvette haben Sie da". Ich bedankte mich artig und er glänzte sofort mit echtem Fachwissen, wir kamen ins Gespräch. Ich erzählte ihm die Geschichte der Vette in Überschriften und öffnete auch die Motorhaube - seine Augen wurden immer größer und größer. Er ist ein echter Fan, soviel war mir sofort klar.
       
      "Darf ich so unverschämt sein und Sie bitten mit mir eine kleine Runde in diesem Auto zu drehen", fragte er weiter. Ich wollte sowieso nur spazieren fahren und willigte ein. Während ich die Tankrechnung bezahlte, ging er noch kurz zu seinem X5 und sprach mit seinem ca. 11 jährigen Sohn, setzte sich dann zu mir in die Vette und wir fuhren eine Runde. An diesem Tag lief die C3 wirklich hervorragend und zwischendurch auf der Landstraße habe ich meinem „Dragstertriebwerk“ ein paarmal richtig die Sporen gegeben, ein bisschen Marketing in eigener Sache muss hin und wieder schon sein. Es hat augenscheinlich bestens funktioniert - er war hin und weg. Zurück an der Tankstelle fragte er erneut - "darf ich Sie nochmals um etwas bitten"? "Klar", sagte ich und fragte mich was jetzt wohl noch kommen kann. "Würden Sie vielleicht auch meinen Sohn noch eine kleine Runde mitnehmen"? Ich musste grinsen und willigte natürlich gerne ein. Während der Junge und ich unterwegs waren, saß er ganz andächtig auf dem Beifahrersitz, machte keinen Mucks und hielt sich an den Seiten des Sitzpolsters fest. Er erinnerte mich dabei so unglaublich an mich selbst, als ich bei meinem Onkel 1969 in dessen roter Corvette mitfahren durfte – ein wenig wie eine kleine Zeitreise. Die Runde mit seinem Sohn wurde trotzdem deutlich kürzer und nach höchstens 10 Minuten war ich wieder an der Tanke. Als der Junior ausstieg sagte er zu seinem Paps, "boah Papa, die ist ja sooo cool, boah geht die geil"! Dabei glänzten seine Augen und sein breites Grinsen bedeckte das ganze Gesicht.
       
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      Ihr könnt Euch vorstellen, diese Frage traf mich völlig unerwartet. Aus meinen Kindheitserfahrungen heraus antwortete ich daher wohl eher mechanisch als mental gesteuert – „eigentlich nicht, aber es kommt wohl letzten Endes darauf an was Sie gegen meine Corvette eintauschen würden. Hans im Glück ist halt nicht so mein Ding“. Mit den Worten „besuchen Sie mich doch bitte einfach einmal“ gab er mir seine Visitenkarte auf die er handschriftlich eine zusätzliche Adresse notiert hatte und verabschiedete sich von mir. Mit der Karte in der Hand blieb ich nachdenklich zurück.
       
      Den ganzen restlichen Nachmittag dachte ich darüber nach was ich wohl tun sollte und kam irgendwann zu dem Entschluss – anschauen kostet nichts. Ich vereinbarte einen Termin und wir trafen uns bei ihm, irgendwo im absoluten Nirwana hinter Augsburg. Erst später erfuhr ich, dass er hier gar nicht wohnte und sich lediglich seine „Garage“ hier befindet.
       
      Dort angekommen stand ich vor, ja wie nennt man diese Gebäude eigentlich, einem „Kuhstall mit Scheune darüber“. Ihr kennt diese Bauten sicher, im Erdgeschoss ist ein Stall und darüber, von hinten mit einem Bulldog über eine Rampe direkt zu befahren, eine Scheune.
       

       
      Bereits zum Zeitpunkt der Terminvereinbarung bat er mich, das gesamte vorhandene Paperwork zur Vette mitzubringen. Direkt bei meiner Ankunft fragte er danach und ich legte die zwei vollen Ordner auf die Ladefläche seines X5. Aufmerksam studierte er all die Unterlagen, die Fotostory der Restauration, die einzelnen Lebensläufe der Vorbesitzer meiner C3 und die alten und haufenweise neuen Rechnungen, die ich teilweise in mühevollster Kleinarbeit und umfangreichen Recherchen zusammengetragen hatte. „Tatsächlich lückenlos und sogar von Amtswegen bestätigt“ bemerkte er nach einer ganzen Weile. Mit „Amtswegen“ meinte er wohl die Bestätigung von „ASTRA“, dem Amt für Straßen aus der Schweiz, die mir damals den Erstbesitzer bestätigten und gleichzeitig meine Corvette als eine von lediglich 16 Stück auswiesen, die 1969 in Bienne in der Schweiz CKD gefertigt und ausgeliefert wurden. Weiter schrieb ASTRA, dass lediglich dieses eine Exemplar noch gelistet wäre. Er klappte die Ordner zu und wirkte sehr zufrieden.
       
      Daraufhin gingen wir gemeinsam hinten herum die Rampe nach oben. Beim „nach oben gehen“ drückte er den Knopf einer Fernbedienung, ein breites weißes Segmenttor rollte sich lautlos auf und gab den Blick auf den dahinter liegenden Raum frei. Nun, von einer „Scheune“ war dieser riesige Raum wirklich weit entfernt. Der Boden war in einem spiegelnden Hellgrau versiegelt, die Wände weiß verputzt und der Dachstuhl, mittig bis auf eine Höhe von sicherlich fünf Metern, in schönstem, gehobeltem, hellem Holz ausgeführt. Auf jeder Seite des Tores standen gut und gerne 10 Oldtimer, am hinteren Ende des Raumes eine lederne Sitzgarnitur, die jedem englischen Herrenclub zur Ehre gereicht hätte.
       
      „Diese Wägen fahre ich nicht“, sagte er, „die sind lediglich hier in meiner Sammlung. Nur die unten im alten Stall nutze ich eigentlich wirklich“. Später durfte ich den „alten Stall“ noch besichtigen. Also ich würde sofort meine Garage gegen seinen „alten Stall“ eintauschen. Dieser Komplex hatte dieselbe Grundfläche wie die Scheune, aber war natürlich niedriger. Kühe gab es hier schon lange nicht mehr, denn nicht einmal der Geruch erinnerte mehr daran. Der Boden war ebenfalls hellgrau versiegelt, die Wände in strahlendem Weiß. In einer Ecke war eine weiß geflieste Werkstatt eingerichtet, die wie ein Krankenhaus-OP auf mich wirkte. „Sie schrauben selbst“, fragte ich erstaunt, „nein“, meinte er, „wenn es etwas zu tun gibt, dann kommt es darauf an welches Fahrzeug aus meiner Sammlung es betrifft und dann lade ich mir den Spezialisten für diese Marke hierher ein. Ich fahre niemals in eine Werkstatt“. An dieser Stelle hatte ich dann keine weiteren Fragen mehr. Auch in diesem Raum befanden sich nochmals ca. 10 wundervolle Wägen, durch die Bank deutsche, italienische und englische Fabrikate.
       
      Aber zurück zum Obergeschoss. Wir betraten also die Halle und im Nachhinein betrachtet, ist mir wohl der Mund offen stehen geblieben. Ich habe vorher noch nie so eine private Sammlung live gesehen. Hier stand einfach (fast) alles was in der Vergangenheit einmal Automobilgeschichte geschrieben hat, auch eine Corvette C1 war darunter. „Wie sie sehen“, sagte er, „stehen hier schon ein paar Autos, meistens aus dem alten Europa. Mit meiner amerikanischen Sammlung beginne ich gerade. Originalität ist mir dabei gar nicht so wichtig, sondern eher eine besondere und vor allem lückenlos belegbare Historie des jeweiligen Fahrzeugs, quasi das Leben, das ein Fahrzeug so werden hat lassen, wie es heute dasteht“. „Jackpot“, dachte ich bei mir. Das war es also, was ihn an meiner Vette so fasziniert hat.
       
      Er deutete nacheinander auf drei Wägen, „den da, den da, oder den da, würde ich gegen ihre Corvette eintauschen. Beim ersten „den da“ zeigte er auf einen Alfa Romeo Spider, Serie 1 mit Rundheck, meines Erachtens also irgendwo Baujahr 66 bis 69, ein wirklich sehr schöner Wagen, aber ich blieb gefasst, das dritte „den da“ nahm ich nur noch am Rande wahr, es fiel auf einen englischen Vierkantboliden, ähnlich einem DeLorean. Da ich von diesem Wagen noch nicht einmal den Hersteller kannte und ich sowieso nicht auf „kantige Fahrzeuge“ stehe, war meine Entscheidung längst gefallen, denn das zweite „den da“ lies mein Herz nämlich bis in den Hals schlagen. Es war der E-Type. Da stand er, fast unscheinbar zwischen all den historischen Kollegen, Nummer sechs in der rechten Reihe, ein rot funkelndes Coupé, chromblitzend und mit beigem Leder.
       
      Kennt Ihr das, wenn plötzlich das Kopfkino anspringt und die großen Emotionen gestartet werden, die zur sofortigen Schnappatmung führen und einem eine mindestens 5 Zentimeter dicke rosarote Brille unwiderruflich auf die Nase wuchten? Das passierte in diesem Moment mit mir. Gott sein Dank nicht zum ersten Mal, denn genau dies ist mir bei meiner Corvette auch passiert und ich musste hinterher zig zehntausende Euros Lehrgeld bezahlen. „Diesmal nicht“! Ich biss mir auf meine Zunge und versuchte wieder Herr meiner Gedanken zu werden. Jetzt ist ein Pokerface angesagt, dachte ich bei mir.
       
      Um äußerste Fassung bemüht sagte ich daher, „der E-Type wäre möglicherweise eine Option“. „Gut“, sagte der Sammler. „Natürlich möchte ich den Wagen vorher fahren“, setzte ich nach. „Selbstverständlich“, entgegnete er. Der E wurde auf vier Transportkatzen gestellt und aus der Reihe in den Mittelgang manövriert, dann wurde eine Gewebeplane unter dem Auspuff auf den Boden gelegt, damit der E den spiegelnden Boden beim Starten nicht „vollspucken“ konnte und das Fahrzeug wurde gestartet.
       

       
      Es dauerte ein wenig, aber der Motor sprang an. Spotzend und hustend rollte der E nach draußen und die Rampe hinunter. Wir ließen dem E Zeit sich im Standgas etwas zu sammeln. Nach und nach reduzierten wir den mechanischen Choke von Stufe drei auf zwei auf eins, dann stiegen wir ein und drehten eine Runde.
       
      Dieses erhabene Gefühl, zum ersten Mal in einem derartigen Klassiker zu sitzen und ihn selbst zu pilotieren, werde ich wohl nie wieder vergessen. Der Fahrspaß an sich, blieb dabei aber leider komplett aus. Der E nahm nur widerwillig Gas an, ruckelte wie verrückt, das Getriebe schaltete nicht zurück, sämtliche Anzeigen, die Auskunft über den Ladezustand der Batterie und noch viel schlimmer den Öldruck geben sollten, waren ausgefallen. Die Sitzposition war irgendwie „höckerartig“, das Lenkrad zu weit unten und völlig unhandlich. Alles war extrem merkwürdig im Vergleich zu meiner Vette. Nach kurzer Zeit stank es dann auch noch nach Benzin. Man merkte dem Fahrzeug die lange Standzeit in der Sammlung wirklich extrem stark an.
      Zurück an der Garage schaute ich mir den Wagen von allen Seiten an – der Karosseriezustand war wirklich hervorragend. Der E kam aus Kalifornien und wurde vom Vorbesitzer des Sammlers bis 2004 komplett restauriert. Die Karosse hatte kein einziges Reparaturblech erhalten. Ich wusste wie viel Geld ich in die Corvette geblasen hatte und diese Katze war vom Zustand her nochmal gut das Doppelte besser. In diesem Wagen steckte ein kleines Vermögen. Bevor der Vorbesitzer die Früchte der Restaurierung genießen konnte, ist er verstorben. Jahre später hatte die Witwe den Wagen an den Sammler verkauft. Möglich, dass der E nach der Restaurierung noch nie auf einer öffentlichen Straße bewegt wurde. Natürlich war auch der TÜV schon seit einer kleinen Ewigkeit abgelaufen.
       
      Für mich stand jetzt fest – das Problem war rein mechanischer Natur und speziell hier hatte ich einen Joker in der Hinterhand. Ein Freund von mir hat eine Oldtimerwerkstatt, schraubt an allem alten Blech und auch GFK, ist aber eigentlich spezialisiert auf alte Jaguare. Jetzt war es soweit diesen Trumpf auszuspielen.
       

       
      „Na ja, so toll war die Probefahrt ja jetzt nicht gerade“. „Da muss ich Ihnen Recht geben“, antwortete der Sammler. „Sind Sie trotzdem noch an dem Jaguar interessiert“? „Grundsätzlich Ja“, sagte ich, „wenn der Tausch wirklich zustande kommen soll, dann muss der Jaguar natürlich funktionieren, also der Motor muss vernünftig laufen, das Getriebe muss schalten und die Anzeigen müssen verlässliche Werte anzeigen“. „Das sehe ich genauso“, erwiderte er.
       
      „Ich möchte den Wagen von einem guten Freund in Augenschein nehmen lassen. Er hat eine Jaguarwerkstatt und kennt sich mit den Macken des E sehr gut aus. Er wird uns sagen können, was an dem Fahrzeug alles zu tun ist, dass er wieder vernünftig läuft“.
       
      „Ich hätte vorgeschlagen den Jaguar in eine mir bekannte Werkstatt zu geben und dort fahrbereit machen zu lassen, aber so ist mir das natürlich noch viel lieber“, sagte der Sammler. Wir vereinbarten einen neuerlichen Besichtigungstermin und ich fuhr zurück nach Hause. Nein, eigentlich fuhr ich gar nicht nach Hause, sondern ich fuhr direkt zu Claus, meinem Freund mit der Werkstatt und erzählte ihm diese ganze unglaubliche Geschichte. Claus wurde neugierig und war sofort bereit mich zu dem anstehenden Besichtigungstermin zu begleiten, ich war beruhigt. Bereits am übernächsten Tag machten wir uns gemeinsam auf den Weg zu der Garage des Sammlers. Dort angekommen erwartete er uns bereits, der E stand schon bereit.
      Claus prüfte den E auf Herz und Nieren. Karosserie, Lackierung und Interieur entlockten ihm dabei ein bewunderndes Nicken in meine Richtung. Motor und Getriebe dagegen weniger. „Am wichtigsten ist, dass das Triebwerk Öldruck aufbaut, leider ist die Anzeige kaputt und wir müssen uns etwas einfallen lassen, um das zu kontrollieren“, sagte Claus. Natürlich hatte ich ihm im Vorfeld bereits erzählt, dass die Anzeigen nicht funktionierten und wir hatten uns daher aus einem alten Öldruckgeber und dem Instrument aus einem XJ eine „Hilfskrücke“ gebastelt. Kurzerhand holte er aus meinem Kofferraum diese etwas seltsam wirkende Apparatur sowie das notwendige Werkzeug und begann damit den Jaguar zu zerlegen. Da der Tausch des Öldruckgebers beim V12 keine große Sache ist, war der Austausch ruck zuck vollzogen. Nach dem Start des Triebwerks dasselbe Bild – kein Öldruck. Wir waren ratlos. Natürlich hatten wir unser „hochtechnisches Messinstrument“ getestet und es hatte problemlos funktioniert. Somit blieb nur der Schluss – der Motor hat keinen Öldruck. In diesem Moment zerplatzte meine Traumblase und ein Gefühl der absoluten Niedergeschlagenheit holte mich blitzartig von meiner wonnig, weichen, rosaroten Wolke Sieben. Dass ich schon wieder einem beachtlichen Realitätsverlust erlegen war, bemerkte ich erst in diesem Augenblick. In Gedanken war ich wohl bereits Besitzer des E-Type und da das jetzt gerade alles andere als zum Greifen nahe war, erschien mir diese Tatsache wie eine plötzliche, eiskalte Dusche.
       
      In unserer Ratlosigkeit kam uns der Besitzer des E zur Hilfe. Kurzerhand holte er aus seiner Werkstatt ein mobiles, manuelles Druckmessgerät. Mit dem entsprechenden Adapter war es schnell montiert und nach dem Start des Motors kam die so erhoffte Entwarnung – die Messuhr zeigte bei kaltem Motor 70+ psi, ein absoluter Traumwert!
       
      Als auch diese Hürde genommen war, geschah etwas wiederum Unerwartetes – „ich bin bereit mich mit 2.500 Euro an der Instandsetzung des E zu beteiligen“, sagte der Sammler. Ich sah Claus an und sagte „reicht das“? „Für die Arbeitszeit – Ja“, meinte Claus. Ich sah den Inhaber des E an und entgegnete fürchterlich aufgeregt, „gut, dann kommen wir ins Geschäft“. Der Sammler grinste. Claus grinste. Ich grinste. So soll ein Geschäft enden.
      Der Rest ist eigentlich schnell erzählt. Es folgte das unvermeidliche Paperwork und wir vereinbarten bei Claus in der Werkstatt einen Übergabetermin. Tags darauf erschien der Sammler mit einem Hänger bei Claus, lieferte den E, zahlte den vereinbarten Betrag und übernahm die Vette. Als er mit „seiner“ Vette abzog war es mir unendlich schwer ums Herz, fast als hätte ich ein geliebtes Familienmitglied verloren. Ich hatte einen richtigen Knödel im Hals stecken. Plötzlich war ich mir gar nicht mehr sicher wirklich das Richtige getan zu haben. Ich vermisste meine Vette jetzt schon und das blieb bis heute so.
       
      Trotzdem, der Jaguar war da. Wir nahmen den Wagen auf die Bühne und begutachteten ihn eingehend von allen Seiten. Wir erstellten eine Liste der notwendigen Arbeiten, ich besorgte die notwendigen Teile und die Instandsetzung der Standschäden begann.
      Komplette Vergaserüberholung Tachowelle ersetzen Kick-Down Neutral Switch ersetzen Beide Außenspiegel erneuern Sämtliche Flüssigkeiten tauschen Motoröl mit Filter Automatikgetriebeöl mit Filter Bremsflüssigkeit Lenkflüssigkeit Kühlerflüssigkeit Geber Wassertemperatur tauschen Öldruckgeber tauschen Öldruckdose tauschen Sämtliche Wasserschläuche tauschen Sämtliche Heizungsschläuche tauschen Sämtliche Keilriemen tauschen Ventile einstellen USA Abgasrückführung extrahieren Motor/Vergaser auf GB umrüsten Zündung einstellen Vergaser (CO) einstellen Komplette Bordelektronik instandsetzen Zigarettenanzünder tauschen Luftfilter auf K&N umrüsten Kreuzgelenke Hinterachse tauschen Benzinfilter tauschen Sämtliche Benzinschläuche ersetzen Lenkrad ersetzen Radio ersetzen Kreuzgelenk Lenksäule unten tauschen Automatikschaltkulisse ersetzen Klimaanlage befüllen und auf Dichtheit prüfen Beide Schalter Klimaanlage ersetzen Bedienknöpfe Klimaanlage ersetzen Windfanghaken Motorhaube nachrüsten Lichtmaschine ersetzen Fußmatten nachrüsten Schalldämpfer von USA auf GB umrüsten Filter Vacuum Control Valve nachrüsten Fahrzeug komplett abschmieren USA Abgasrückführung extrahieren, Ventilspiel messen
       

       
      Die riesige Verteilerkappe des 12-Enders

       
      Montage der offenen K&N Filter (links)

       
      Montage der offenen K&N Filter (rechts)

       
      Die Vergaser mit den GB-Nadeln und den offenen Filtern einzustellen war eine wirkliche Herausforderung. Ich habe für 40 Euro getankt und nach 26 Kilometern ging plötzlich, während der Probefahrten, der Motor aus. Wir waren ratlos, bis wir feststellten, dass tatsächlich kein Sprit mehr im Tank war! Die Katze hat sich pro Kilometer einen Liter Super Plus genehmigt – der Horror! Nach unendlichen Stunden ist der Verbrauch derzeit auf 23 Liter regelrecht „minimiert“ worden. Zumindest schaffe ich jetzt die Entfernung zwischen zwei aufeinander folgenden Tankstellen
      Mit dem Verbau eines Radios, um das hässliche Loch zu verdecken und der Montage eines kleineren Lenkrads, um den Lenkkomfort zu verbessern, schlossen wir die Arbeiten ab. Ja, eigentlich gehört ein Lederlenkrad hinein, aber ich konnte einfach nicht widerstehen. Schrecklich, ich weiß.
       

       
      Nach 8 Wochen angestrengter Arbeit bekam der Jag eine neue TÜV-Plakette. Diese ziert nun mein Kennzeichen FFB-E 372 (E-Type, Serie 3, Baujahr 72).
      Das Kätzchen schnurrt seither wie eine Eins und somit konnte das, eigentlich bereits mit der Vette geplante, Fotoshooting endlich stattfinden. Der Fotograf meines absoluten Vertrauens ist Simon, den ich bereits letztes Jahr bei einem von mir organisierten C3 Fotoshooting kennen und schätzen gelernt habe. Hier zum Abschluss noch ein paar Impressionen von Simons außerordentlicher Leistung! Mein ganzer Respekt sowie meine Hochachtung gebühren ihm!
       
      Fotoshooting 2011 C3 Corvetten in Raisting an der Erdfunkstelle

       
      Fotoshooting BMW Gelände München-Freimann im Juli 2012

       

       

       

       

       

       

       
      Danke für Euer Interesse und dafür, dass Ihr so viel Zeit in das Lesen dieser Geschichte investiert habt!

      Beste Grüße
      Euer Thomas

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