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Ferrari Liebhaber

Ford Mustang vs Nissan 370Z vs Corvette C6

Empfohlene Beiträge

Ferrari Liebhaber
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Hallo Freunde des guten Geschmacks,

Mich würde eure Meinung / Erfahrung interessieren bezüglich des Unterhalts dieses Fahrzeuge. Wieviel die sich nehmen? Ich denke mal die Steuern sind relativ gleich und auch egal, da sie nur jährlich sind.

Ford Mustang V6 2006 oder 20010

Nissan 370Z

Corvette C6; die erste C6

Ich bin gespannt auf eure Meinung / Erfahrung und Ratschläge ;))

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sauber
Geschrieben

Aus sportlicher Sicht ganz klar die C6. :-))!

PoxiPower
Geschrieben
die Steuern sind relativ gleich und auch egal, da sie nur jährlich sind.

Den Satz kapiere ich jetzt nicht, aber egal.

Ein Fahrzeug passt auf jeden Fall nicht in die Auflistung: Die C6 spielt einfach in einer anderen Liga als der Nissan oder der Mustang - zumindest als V6 -. Ob die anderen jetzt im Unterhalt etwas billiger sind, kann ich Dir nicht sagen. Aber wenn die C6 etwas mehr kosten sollte, ist jeder Euro gut angelegtes Geld :-))!

Villani
Geschrieben

Na auch der V8 reisst die Wurst nicht vom Teller (im vergleich zur C6).. Da müsste schon der dicke Shelby ran.

Sportwagen: C6

Cruiser: Mustang

Mix: 370Z

Wobei ein 370Z wohl zur Zeit mindestens gleich teuer (wenn nicht sogar teurer) ist wie eine normale C6 mit 404 PS... Zudem die Vetten im Unterhalt wirklich günstig sind.

Sind halt 3 verschiedene Konzepte. Kann man nicht unbedingt vergleichen. Hilfreich wäre wenn du hinschreiben würdest, was du damit vor hast... :)

Ferrari Liebhaber
Geschrieben

Danke erstmal für eure Beiträge.

Das Auto wird ungefähr für 15.000-20.000km genutzt. Meine Frage an euch bezieht sich rein auf den Unterhalt. Wieviel die sich nehmen ob die gleich auf sind, oder ob die C6 deutlich teurer ist. Falls nicht würde es sich rein preis / leistungmäßig vom Unterhalt!! aufjedenfall lohnen. Wie gesagt es geht nur um die laufenden Kosten und nicht um den Anschaffungspreis oder die Leistung

@PoxiPower: War etwas undrücklich formuliert von mir. Ich wollte damit sagen, das ich die Steuern die man fürs Auto zahlt nicht zu den laufenden Betriebskosten zähle, da sie eh fast gleich sind. Irgendwas zwischen 150- 300 Euro und auch nur einmal im Jahr!

MischiMischi
Geschrieben

Falls du dich über den Nissan informieren willst, dann leg ich dir folgendes Forum ans Herz: www.my350z.info --> hier gibt es auch einen ausführlichen Teil für den 370er.

Ich persönlich würde bei deiner Auswahl wahrscheinlich eher bei der C6 landen.

Ferrari Liebhaber
Geschrieben

Ich würde mich über weitere Erfahrungen und Tipps von euch freuen, vorallem bezüglich dem Unterhalt der C6 ;)

*Push*

Felix
Geschrieben

Welchen Wagen unterhältst du denn aktuell? Ich glaube dann könnte man eher einschätzen was man für die von dir genannten Modelle 'mehr' einplanen müsste.

Viele Grüße, Felix

sto
Geschrieben

Ich fahre die C6 mit LS3 Motor, ist ein absolut unproblematisches Fahrzeug, Unterhalt und Kosten nicht viel mehr wie ein Audi A3:-))! Die gleiche Erfahrung hatte ich auch schon mit meiner EX Corvette C5.

Bedingungsloses Warmfahren des Motors vorausgesetzt.

Ferrari Liebhaber
Geschrieben

Einen Audi TT 8N; der erste TT also, der auch vom Unterhalt her günstig ist.

Die Vermutung die ich habe und von euch bestätigt haben möchte ist, das vllt eine Corvette C6 garnicht so viel teurer ist als z.b nen 5er bmw im unterhalt. Vllt vom Anschaffungspreis her, aber wenn man den mal zusammen das man die leistung relativ human unterhalten kann. Jetzt mal rein theoretisch gesehen den TT verkaufen das Geld für die C6 ansparen und dann vllt mit 500 euro mehr im monat ne corvette zu unterhalten. Ich hoffe ihr könnt mir folgen :wink:

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      Guten Morgen Gemeinde,
       
      viele von Euch haben ja meinen Thread ...
      https://www.carpassion.com/forum/thema/46497-am-ende-steht-die-freude-die-geschichte-meiner-c3/
      hier im Forum verfolgt.
       
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      Nachfolgend die Geschichte dazu:
       
      Ich stand an der Tankstelle und ein sehr sympathischer Mann ca. Mitte 40 trat auf mich zu. Er schaute sich die Vette von allen Seiten an und grinste dabei über das ganze Gesicht. Nach einem kurzen "Hallo" sagte er "eine wunderschöne Corvette haben Sie da". Ich bedankte mich artig und er glänzte sofort mit echtem Fachwissen, wir kamen ins Gespräch. Ich erzählte ihm die Geschichte der Vette in Überschriften und öffnete auch die Motorhaube - seine Augen wurden immer größer und größer. Er ist ein echter Fan, soviel war mir sofort klar.
       
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      Den ganzen restlichen Nachmittag dachte ich darüber nach was ich wohl tun sollte und kam irgendwann zu dem Entschluss – anschauen kostet nichts. Ich vereinbarte einen Termin und wir trafen uns bei ihm, irgendwo im absoluten Nirwana hinter Augsburg. Erst später erfuhr ich, dass er hier gar nicht wohnte und sich lediglich seine „Garage“ hier befindet.
       
      Dort angekommen stand ich vor, ja wie nennt man diese Gebäude eigentlich, einem „Kuhstall mit Scheune darüber“. Ihr kennt diese Bauten sicher, im Erdgeschoss ist ein Stall und darüber, von hinten mit einem Bulldog über eine Rampe direkt zu befahren, eine Scheune.
       

       
      Bereits zum Zeitpunkt der Terminvereinbarung bat er mich, das gesamte vorhandene Paperwork zur Vette mitzubringen. Direkt bei meiner Ankunft fragte er danach und ich legte die zwei vollen Ordner auf die Ladefläche seines X5. Aufmerksam studierte er all die Unterlagen, die Fotostory der Restauration, die einzelnen Lebensläufe der Vorbesitzer meiner C3 und die alten und haufenweise neuen Rechnungen, die ich teilweise in mühevollster Kleinarbeit und umfangreichen Recherchen zusammengetragen hatte. „Tatsächlich lückenlos und sogar von Amtswegen bestätigt“ bemerkte er nach einer ganzen Weile. Mit „Amtswegen“ meinte er wohl die Bestätigung von „ASTRA“, dem Amt für Straßen aus der Schweiz, die mir damals den Erstbesitzer bestätigten und gleichzeitig meine Corvette als eine von lediglich 16 Stück auswiesen, die 1969 in Bienne in der Schweiz CKD gefertigt und ausgeliefert wurden. Weiter schrieb ASTRA, dass lediglich dieses eine Exemplar noch gelistet wäre. Er klappte die Ordner zu und wirkte sehr zufrieden.
       
      Daraufhin gingen wir gemeinsam hinten herum die Rampe nach oben. Beim „nach oben gehen“ drückte er den Knopf einer Fernbedienung, ein breites weißes Segmenttor rollte sich lautlos auf und gab den Blick auf den dahinter liegenden Raum frei. Nun, von einer „Scheune“ war dieser riesige Raum wirklich weit entfernt. Der Boden war in einem spiegelnden Hellgrau versiegelt, die Wände weiß verputzt und der Dachstuhl, mittig bis auf eine Höhe von sicherlich fünf Metern, in schönstem, gehobeltem, hellem Holz ausgeführt. Auf jeder Seite des Tores standen gut und gerne 10 Oldtimer, am hinteren Ende des Raumes eine lederne Sitzgarnitur, die jedem englischen Herrenclub zur Ehre gereicht hätte.
       
      „Diese Wägen fahre ich nicht“, sagte er, „die sind lediglich hier in meiner Sammlung. Nur die unten im alten Stall nutze ich eigentlich wirklich“. Später durfte ich den „alten Stall“ noch besichtigen. Also ich würde sofort meine Garage gegen seinen „alten Stall“ eintauschen. Dieser Komplex hatte dieselbe Grundfläche wie die Scheune, aber war natürlich niedriger. Kühe gab es hier schon lange nicht mehr, denn nicht einmal der Geruch erinnerte mehr daran. Der Boden war ebenfalls hellgrau versiegelt, die Wände in strahlendem Weiß. In einer Ecke war eine weiß geflieste Werkstatt eingerichtet, die wie ein Krankenhaus-OP auf mich wirkte. „Sie schrauben selbst“, fragte ich erstaunt, „nein“, meinte er, „wenn es etwas zu tun gibt, dann kommt es darauf an welches Fahrzeug aus meiner Sammlung es betrifft und dann lade ich mir den Spezialisten für diese Marke hierher ein. Ich fahre niemals in eine Werkstatt“. An dieser Stelle hatte ich dann keine weiteren Fragen mehr. Auch in diesem Raum befanden sich nochmals ca. 10 wundervolle Wägen, durch die Bank deutsche, italienische und englische Fabrikate.
       
      Aber zurück zum Obergeschoss. Wir betraten also die Halle und im Nachhinein betrachtet, ist mir wohl der Mund offen stehen geblieben. Ich habe vorher noch nie so eine private Sammlung live gesehen. Hier stand einfach (fast) alles was in der Vergangenheit einmal Automobilgeschichte geschrieben hat, auch eine Corvette C1 war darunter. „Wie sie sehen“, sagte er, „stehen hier schon ein paar Autos, meistens aus dem alten Europa. Mit meiner amerikanischen Sammlung beginne ich gerade. Originalität ist mir dabei gar nicht so wichtig, sondern eher eine besondere und vor allem lückenlos belegbare Historie des jeweiligen Fahrzeugs, quasi das Leben, das ein Fahrzeug so werden hat lassen, wie es heute dasteht“. „Jackpot“, dachte ich bei mir. Das war es also, was ihn an meiner Vette so fasziniert hat.
       
      Er deutete nacheinander auf drei Wägen, „den da, den da, oder den da, würde ich gegen ihre Corvette eintauschen. Beim ersten „den da“ zeigte er auf einen Alfa Romeo Spider, Serie 1 mit Rundheck, meines Erachtens also irgendwo Baujahr 66 bis 69, ein wirklich sehr schöner Wagen, aber ich blieb gefasst, das dritte „den da“ nahm ich nur noch am Rande wahr, es fiel auf einen englischen Vierkantboliden, ähnlich einem DeLorean. Da ich von diesem Wagen noch nicht einmal den Hersteller kannte und ich sowieso nicht auf „kantige Fahrzeuge“ stehe, war meine Entscheidung längst gefallen, denn das zweite „den da“ lies mein Herz nämlich bis in den Hals schlagen. Es war der E-Type. Da stand er, fast unscheinbar zwischen all den historischen Kollegen, Nummer sechs in der rechten Reihe, ein rot funkelndes Coupé, chromblitzend und mit beigem Leder.
       
      Kennt Ihr das, wenn plötzlich das Kopfkino anspringt und die großen Emotionen gestartet werden, die zur sofortigen Schnappatmung führen und einem eine mindestens 5 Zentimeter dicke rosarote Brille unwiderruflich auf die Nase wuchten? Das passierte in diesem Moment mit mir. Gott sein Dank nicht zum ersten Mal, denn genau dies ist mir bei meiner Corvette auch passiert und ich musste hinterher zig zehntausende Euros Lehrgeld bezahlen. „Diesmal nicht“! Ich biss mir auf meine Zunge und versuchte wieder Herr meiner Gedanken zu werden. Jetzt ist ein Pokerface angesagt, dachte ich bei mir.
       
      Um äußerste Fassung bemüht sagte ich daher, „der E-Type wäre möglicherweise eine Option“. „Gut“, sagte der Sammler. „Natürlich möchte ich den Wagen vorher fahren“, setzte ich nach. „Selbstverständlich“, entgegnete er. Der E wurde auf vier Transportkatzen gestellt und aus der Reihe in den Mittelgang manövriert, dann wurde eine Gewebeplane unter dem Auspuff auf den Boden gelegt, damit der E den spiegelnden Boden beim Starten nicht „vollspucken“ konnte und das Fahrzeug wurde gestartet.
       

       
      Es dauerte ein wenig, aber der Motor sprang an. Spotzend und hustend rollte der E nach draußen und die Rampe hinunter. Wir ließen dem E Zeit sich im Standgas etwas zu sammeln. Nach und nach reduzierten wir den mechanischen Choke von Stufe drei auf zwei auf eins, dann stiegen wir ein und drehten eine Runde.
       
      Dieses erhabene Gefühl, zum ersten Mal in einem derartigen Klassiker zu sitzen und ihn selbst zu pilotieren, werde ich wohl nie wieder vergessen. Der Fahrspaß an sich, blieb dabei aber leider komplett aus. Der E nahm nur widerwillig Gas an, ruckelte wie verrückt, das Getriebe schaltete nicht zurück, sämtliche Anzeigen, die Auskunft über den Ladezustand der Batterie und noch viel schlimmer den Öldruck geben sollten, waren ausgefallen. Die Sitzposition war irgendwie „höckerartig“, das Lenkrad zu weit unten und völlig unhandlich. Alles war extrem merkwürdig im Vergleich zu meiner Vette. Nach kurzer Zeit stank es dann auch noch nach Benzin. Man merkte dem Fahrzeug die lange Standzeit in der Sammlung wirklich extrem stark an.
      Zurück an der Garage schaute ich mir den Wagen von allen Seiten an – der Karosseriezustand war wirklich hervorragend. Der E kam aus Kalifornien und wurde vom Vorbesitzer des Sammlers bis 2004 komplett restauriert. Die Karosse hatte kein einziges Reparaturblech erhalten. Ich wusste wie viel Geld ich in die Corvette geblasen hatte und diese Katze war vom Zustand her nochmal gut das Doppelte besser. In diesem Wagen steckte ein kleines Vermögen. Bevor der Vorbesitzer die Früchte der Restaurierung genießen konnte, ist er verstorben. Jahre später hatte die Witwe den Wagen an den Sammler verkauft. Möglich, dass der E nach der Restaurierung noch nie auf einer öffentlichen Straße bewegt wurde. Natürlich war auch der TÜV schon seit einer kleinen Ewigkeit abgelaufen.
       
      Für mich stand jetzt fest – das Problem war rein mechanischer Natur und speziell hier hatte ich einen Joker in der Hinterhand. Ein Freund von mir hat eine Oldtimerwerkstatt, schraubt an allem alten Blech und auch GFK, ist aber eigentlich spezialisiert auf alte Jaguare. Jetzt war es soweit diesen Trumpf auszuspielen.
       

       
      „Na ja, so toll war die Probefahrt ja jetzt nicht gerade“. „Da muss ich Ihnen Recht geben“, antwortete der Sammler. „Sind Sie trotzdem noch an dem Jaguar interessiert“? „Grundsätzlich Ja“, sagte ich, „wenn der Tausch wirklich zustande kommen soll, dann muss der Jaguar natürlich funktionieren, also der Motor muss vernünftig laufen, das Getriebe muss schalten und die Anzeigen müssen verlässliche Werte anzeigen“. „Das sehe ich genauso“, erwiderte er.
       
      „Ich möchte den Wagen von einem guten Freund in Augenschein nehmen lassen. Er hat eine Jaguarwerkstatt und kennt sich mit den Macken des E sehr gut aus. Er wird uns sagen können, was an dem Fahrzeug alles zu tun ist, dass er wieder vernünftig läuft“.
       
      „Ich hätte vorgeschlagen den Jaguar in eine mir bekannte Werkstatt zu geben und dort fahrbereit machen zu lassen, aber so ist mir das natürlich noch viel lieber“, sagte der Sammler. Wir vereinbarten einen neuerlichen Besichtigungstermin und ich fuhr zurück nach Hause. Nein, eigentlich fuhr ich gar nicht nach Hause, sondern ich fuhr direkt zu Claus, meinem Freund mit der Werkstatt und erzählte ihm diese ganze unglaubliche Geschichte. Claus wurde neugierig und war sofort bereit mich zu dem anstehenden Besichtigungstermin zu begleiten, ich war beruhigt. Bereits am übernächsten Tag machten wir uns gemeinsam auf den Weg zu der Garage des Sammlers. Dort angekommen erwartete er uns bereits, der E stand schon bereit.
      Claus prüfte den E auf Herz und Nieren. Karosserie, Lackierung und Interieur entlockten ihm dabei ein bewunderndes Nicken in meine Richtung. Motor und Getriebe dagegen weniger. „Am wichtigsten ist, dass das Triebwerk Öldruck aufbaut, leider ist die Anzeige kaputt und wir müssen uns etwas einfallen lassen, um das zu kontrollieren“, sagte Claus. Natürlich hatte ich ihm im Vorfeld bereits erzählt, dass die Anzeigen nicht funktionierten und wir hatten uns daher aus einem alten Öldruckgeber und dem Instrument aus einem XJ eine „Hilfskrücke“ gebastelt. Kurzerhand holte er aus meinem Kofferraum diese etwas seltsam wirkende Apparatur sowie das notwendige Werkzeug und begann damit den Jaguar zu zerlegen. Da der Tausch des Öldruckgebers beim V12 keine große Sache ist, war der Austausch ruck zuck vollzogen. Nach dem Start des Triebwerks dasselbe Bild – kein Öldruck. Wir waren ratlos. Natürlich hatten wir unser „hochtechnisches Messinstrument“ getestet und es hatte problemlos funktioniert. Somit blieb nur der Schluss – der Motor hat keinen Öldruck. In diesem Moment zerplatzte meine Traumblase und ein Gefühl der absoluten Niedergeschlagenheit holte mich blitzartig von meiner wonnig, weichen, rosaroten Wolke Sieben. Dass ich schon wieder einem beachtlichen Realitätsverlust erlegen war, bemerkte ich erst in diesem Augenblick. In Gedanken war ich wohl bereits Besitzer des E-Type und da das jetzt gerade alles andere als zum Greifen nahe war, erschien mir diese Tatsache wie eine plötzliche, eiskalte Dusche.
       
      In unserer Ratlosigkeit kam uns der Besitzer des E zur Hilfe. Kurzerhand holte er aus seiner Werkstatt ein mobiles, manuelles Druckmessgerät. Mit dem entsprechenden Adapter war es schnell montiert und nach dem Start des Motors kam die so erhoffte Entwarnung – die Messuhr zeigte bei kaltem Motor 70+ psi, ein absoluter Traumwert!
       
      Als auch diese Hürde genommen war, geschah etwas wiederum Unerwartetes – „ich bin bereit mich mit 2.500 Euro an der Instandsetzung des E zu beteiligen“, sagte der Sammler. Ich sah Claus an und sagte „reicht das“? „Für die Arbeitszeit – Ja“, meinte Claus. Ich sah den Inhaber des E an und entgegnete fürchterlich aufgeregt, „gut, dann kommen wir ins Geschäft“. Der Sammler grinste. Claus grinste. Ich grinste. So soll ein Geschäft enden.
      Der Rest ist eigentlich schnell erzählt. Es folgte das unvermeidliche Paperwork und wir vereinbarten bei Claus in der Werkstatt einen Übergabetermin. Tags darauf erschien der Sammler mit einem Hänger bei Claus, lieferte den E, zahlte den vereinbarten Betrag und übernahm die Vette. Als er mit „seiner“ Vette abzog war es mir unendlich schwer ums Herz, fast als hätte ich ein geliebtes Familienmitglied verloren. Ich hatte einen richtigen Knödel im Hals stecken. Plötzlich war ich mir gar nicht mehr sicher wirklich das Richtige getan zu haben. Ich vermisste meine Vette jetzt schon und das blieb bis heute so.
       
      Trotzdem, der Jaguar war da. Wir nahmen den Wagen auf die Bühne und begutachteten ihn eingehend von allen Seiten. Wir erstellten eine Liste der notwendigen Arbeiten, ich besorgte die notwendigen Teile und die Instandsetzung der Standschäden begann.
      Komplette Vergaserüberholung Tachowelle ersetzen Kick-Down Neutral Switch ersetzen Beide Außenspiegel erneuern Sämtliche Flüssigkeiten tauschen Motoröl mit Filter Automatikgetriebeöl mit Filter Bremsflüssigkeit Lenkflüssigkeit Kühlerflüssigkeit Geber Wassertemperatur tauschen Öldruckgeber tauschen Öldruckdose tauschen Sämtliche Wasserschläuche tauschen Sämtliche Heizungsschläuche tauschen Sämtliche Keilriemen tauschen Ventile einstellen USA Abgasrückführung extrahieren Motor/Vergaser auf GB umrüsten Zündung einstellen Vergaser (CO) einstellen Komplette Bordelektronik instandsetzen Zigarettenanzünder tauschen Luftfilter auf K&N umrüsten Kreuzgelenke Hinterachse tauschen Benzinfilter tauschen Sämtliche Benzinschläuche ersetzen Lenkrad ersetzen Radio ersetzen Kreuzgelenk Lenksäule unten tauschen Automatikschaltkulisse ersetzen Klimaanlage befüllen und auf Dichtheit prüfen Beide Schalter Klimaanlage ersetzen Bedienknöpfe Klimaanlage ersetzen Windfanghaken Motorhaube nachrüsten Lichtmaschine ersetzen Fußmatten nachrüsten Schalldämpfer von USA auf GB umrüsten Filter Vacuum Control Valve nachrüsten Fahrzeug komplett abschmieren USA Abgasrückführung extrahieren, Ventilspiel messen
       

       
      Die riesige Verteilerkappe des 12-Enders

       
      Montage der offenen K&N Filter (links)

       
      Montage der offenen K&N Filter (rechts)

       
      Die Vergaser mit den GB-Nadeln und den offenen Filtern einzustellen war eine wirkliche Herausforderung. Ich habe für 40 Euro getankt und nach 26 Kilometern ging plötzlich, während der Probefahrten, der Motor aus. Wir waren ratlos, bis wir feststellten, dass tatsächlich kein Sprit mehr im Tank war! Die Katze hat sich pro Kilometer einen Liter Super Plus genehmigt – der Horror! Nach unendlichen Stunden ist der Verbrauch derzeit auf 23 Liter regelrecht „minimiert“ worden. Zumindest schaffe ich jetzt die Entfernung zwischen zwei aufeinander folgenden Tankstellen
      Mit dem Verbau eines Radios, um das hässliche Loch zu verdecken und der Montage eines kleineren Lenkrads, um den Lenkkomfort zu verbessern, schlossen wir die Arbeiten ab. Ja, eigentlich gehört ein Lederlenkrad hinein, aber ich konnte einfach nicht widerstehen. Schrecklich, ich weiß.
       

       
      Nach 8 Wochen angestrengter Arbeit bekam der Jag eine neue TÜV-Plakette. Diese ziert nun mein Kennzeichen FFB-E 372 (E-Type, Serie 3, Baujahr 72).
      Das Kätzchen schnurrt seither wie eine Eins und somit konnte das, eigentlich bereits mit der Vette geplante, Fotoshooting endlich stattfinden. Der Fotograf meines absoluten Vertrauens ist Simon, den ich bereits letztes Jahr bei einem von mir organisierten C3 Fotoshooting kennen und schätzen gelernt habe. Hier zum Abschluss noch ein paar Impressionen von Simons außerordentlicher Leistung! Mein ganzer Respekt sowie meine Hochachtung gebühren ihm!
       
      Fotoshooting 2011 C3 Corvetten in Raisting an der Erdfunkstelle

       
      Fotoshooting BMW Gelände München-Freimann im Juli 2012

       

       

       

       

       

       

       
      Danke für Euer Interesse und dafür, dass Ihr so viel Zeit in das Lesen dieser Geschichte investiert habt!

      Beste Grüße
      Euer Thomas
    • SManuel
      Gibt es eigentlich auch Ford Streetka Personen hier im Forum ??
       
      Fahrzeug an sich ist gut und selten ich hab mir einer von 50 Stück aus Österreich gekauft und in Deutschland sind es noch 222 Stück die es angeblich geben soll.
       
      Würde mich auf gleichgesinnte frauen zum austausch.
    • F40org
      Es gibt - auch von den CP-Fotografen - teils sehr schöne Bilder vom "alten" Mustang und wenn man sich die einzelnen Mustang-Themen hier ansieht ist durchaus Interesse an diesen Autos vorhanden.
      Wie immer - ohne Signatur und wenig Worte.
    • F40org
      Hier kommen Bilder vom Ford GT rein.
    • vw-fahrer
      DIE FÜNFTE GENERATION
      1997 – C5
      9752 Fahrzeuge, nur Coupe
      LS1 350 V8 345 HP
      USD 37495,--
       
      1998 – C5
      31084 Fahrzeuge
      19235 Coupe + 11849 Cab
      LS1 350 V8 345 HP
      USD 37995,-- Coupe / 44425,-- Cab
       
      1999 – C5
      33270 Fahrzeuge
      18078 Coupe + 11161 Cab + 4031 Hardtop
      LS1 350 V8 345 HP
      USD 37171,-- Coupe / 45579,-- Cab. / 38777,-- Hardtop
       
      2000 – C5
      33682 Fahrzeuge
      18113 Coupe + 13479 Cab. + 2090 Hardtop
      LS1 350 V8 345 HP
      USD 39475,-- Coupe / 45900,-- Cab / 38900,-- Hardtop
       
      2001 – C5
      35627 Fahrzeuge
      15681 Coupe + 14173 Cab + 5773 Hardtop (Z06)
      LS1 350 V8 345 HP
      ZO6: LS6 350 V8 385 HP
      USD 40475,-- Coupe / 47000,-- Cab / 47500,-- Hardtop (Z06)
       
      2002 – C5
      35767 Fahrzeuge
      14760 Coupe + 12710 Cab + 8297 Hardtop (Z06)
      LS1 350 V8 345 HP
      ZO6: LS6 350 V8 405 HP
      USD 41450,-- Coupe / 47975,-- Cab / 50150,-- hardtop (Z06)
       
      2003 – C5
      35469 Fahrzeuge
      12812 Coupe + 14022 Cab + 8635 Hardtop (Z06)
      LS1 350 V8 345 HP
      ZO6: LS6 350 V8 405 HP
      USD 43895,-- Coupe / 50370,-- Cab. / 51155,-- Hardtop (Z06)
       
      2004 – C5
      34064 Fahrzeuge
      16165 Coupe + 12216 Cab + 5683 Hardtop (Z06)
      LS1 350 V8 345 HP
      ZO6: LS6 350 V8 405 HP
      USD 44535,-- Coupe / 51535,-- Cab / 52385,-- Hardtop (Z06)
       
      DIE SECHSTE GENERATIONEN (DETAILS FEHLEN)
      2005 – C6
      Coupe + Cab.
      400 HP
      USD 44245,-- Coupe / 52245,-- Cab.
       
      2006 – C6
      Coupe + Cab + Z06
      400 HP – C6
      505 HP – Z06
      USD 44490,-- Coupe / 52190,-- Cab / 65690,-- Z06
       
      2007 – C6
      Coupe + Cab. + Z06
      400 HP – C6
      505 HP – Z06
      USD 44995,-- / 53335,-- Cab / 70000,-- Z06

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