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little_joe_e78

E36 M3 3.2 SMG Defekt - Tipps von euch?

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little_joe_e78
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Guten Tag

Also ich hab folgendes Problem: Seit Etwas über 3 Jahren fahre ich einen 1997er M3 mit SMG I. Ich hatte bis jetzt mit dem Getriebe keine Probleme die man nicht erklären konnte aber jetzt steht meine Beziehung mit der Karre am Scheideweg.

Kürzlich ging ich meine Freundin holen, da gabs etwas Stau. Plötzlich kam die Fehlermeldung E3, die Schaltzeiten wurden ewig lang, aber es lief noch alles. Am nächsten Morgen ging gar nichts mehr. In Stellung 0 wude der Gang nicht mehr rausgenommen, ergo konnte ich auch den Motor nicht starten. Der TCS-Mech und ich bastelten fast 2 Stunden rum, kein Erfolg. Also Auto aufladen und in die Garage. Die riefen schon am selben Nachmittag an, es gehe wieder alles, sei nur der Schalter in der Haube gewesen. Komisch, dachte ich, aber hei, die sind die Profis. Das Auto lief jetzt auch wieder perfekt - bis ich am nächsten Abend (!) vor dem Gubrist im Stau stand. Wieder Fehler E3, wieder lange Wechselzeiten. Bei der Ausfahrt Affoltern wollte ich raus und bemerkte, dass nur noch der 2te Gang ging. Es wurde nicht mehr geschaltet. Ich schleppte mich also im 2en bis zur Freundin. Wieder TCS, wieder Abtransport zur Garage.

Die sagen jetzt, dass es wahrscheinlich entweder die Aktuatoreinheit oder das Getriebe selbst sei. Kosten minimal 2000 Franken. Ich könnt mir eben auch ein elektronisch Problem vorstellen oder der Kabelbaum (Überhitzung im Stau?).

Hat jemand von euch einen Tipp? Ich hänge echt an dem Auto.

Danke im Voraus

Sam

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S.Schnuse
Geschrieben

Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten für Dich:

1. Fehlersuche:

Wird aufwendig und teuer. Rein ferndiagnostisch vermute ich mal, dass Dein Hydroaggregat das Zeitliche gesegnet hat. Das Ersatzteil allein kostet im Austausch 2375 EUR. Auf gebrauchte Ersatzteile kann man sich hier nicht verlassen.

OTA2ODlfcA==.png

Kupplungsbetatigung M-Getriebe - BMW Teilekatalog

oder

2. Umbau auf Handschaltung:

Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Für ungefähr 1.000 bis 1.500 € bekommt man bei ebay ein gebrauchtes 6-Gang Getriebe vom E36 M3. Die Pedalerie und Schaltungsteile gibts billig auf dem Schrott. Der Vorteil hier wäre, dass das SMG nicht mehr kaputt gehen kann (da nicht mehr vorhanden), und aus technischer Sicht kaum ein Risiko da wäre - da bewährte Technik.

Es ist sogar möglich das SMG Getriebe dahingehend zu modifizieren, dass es manuell geschaltet werden kann. Aber das geht zu weit, ich denke ein ebay Getriebe hilft da weiter.

little_joe_e78
Geschrieben

Erst mal danke für die Info und die Zeichnung.

Ich überlege mir ernsthaft, auf Manuell umzubauen. Problematisch ist dabei, dass ich das unmöglich selbst machen kann. Ich habe zwar einen befreundeten unabhängigen Mechaniker, aber ob er sich das zutraut ist schwer abzuschätzen. Die BMW-Garage wird sich wohl kaum damit befassen wohlen, die verkaufen mir lieber ein neues Auto.

Dann bleibt für mich folgende Frage übrig: Wer (in der Schweiz) kann das machen?

Sam

S.Schnuse
Geschrieben

Das ist wirklich keine große Sache und sollte jeder KFZ Mechaniker bewerkstelligen können. Das Getriebe selbst passt ohne Änderung der Aufhängungen, und die Pedalerie auszutauschen ist auch nicht schwer. Am einfachsten ist es, die Teile vom Schrott zu holen. Da sieht man dann gleich, wie es verbaut wurde.

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  • Ähnliche Themen

    • F40
      Hallo,
      welches Preiswerte Auslesegerät oder Program für Laptop kann das SMG2 Getriebe auslesen anlernen und Istwerte ausgeben ?
      Gibt es einen Link / Download ?
      Viele Grüße
      Christian
       
    • Eno
      Mein heissgeliebter M3 E46 macht seit einiger Zeit komische Geräusche im Bereich der Hinterachse.

      Vor allem, wenn er im Warmen gestanden hat, klackerts da vor allem nach dem losfahren vor sich hin.
      Auch bei holprigem Asphalt klackerts. Dieses Klackern gabs schon in den letzten jahren aber eher im Sommer mal beim fahren nur ganz selten. Jetzt quasi kontinuierlich bei entsprechenden Strassen...
       
      Dazu kommt, dass es wenn man nach dem losfahren eine (langsame) engere Kurve fährt kurz zwei oder drei mal "wummert" als würde die Sperre unbeabsichtigt zumachen - geht das mechanisch überhaupt?
      Ein Ruckeln ist dabei aber nicht zu verspüren, also keine Abbremsung oder dergleichen.

      Geht mir das Diff kaputt? Sperre hinüber? Wer kennt sich aus und kann einen Kommentar machen?
       
      Gruß,
      Eno.
    • KennwortManager
      Hallo,
       
      könnt ihr mir sagen ob man im M4 tiefer sitz als im M3?
      Also sportlicher...
       
      Viele Grüße
    • Eno
      Hallo in die Runde,
       
      nach dem erschreckenden Bild bei meinem E46, wo ich den Lagerschalentausch bei 115k km hab machen lassen, hatte ich den E92 jetzt mit ~63k km (also eigentlich schon "sehr früh") für die gleiche Operation in der Werkstatt.

      Ich will nicht lang umherreden, hier die Bilder der alten Schalen (wieder komplett unsortiert aus der Tüte einfach hingelegt): (Jeweils klick aufs Bild für große Version.)
       
      Erstes Bild - Spuren deutlich erkennbar, aber noch kein "Kupfer" zu sehen:


      Zweites Bild:

      Hier gibts eine (5. von links), die in Blickrichtung oben schon "Kupfer" zeigt. Weiterhin hat diese Schale eine sichtbare und mit dem Fingernagel auch fühlbare "Rille" - hier hats anscheinend mal etwas mit durchgezogen...
      Eine ähnliche Rille ist auf dem ersten Bild in der oberen rechten - sehr verdächtig...

      Wie auch immer - neue Schalen sind drin, und ich werd mir bei ~150k km wieder einen Merker für den neuen Tausch machen. Bei aktueller Fahrleistung wird das so in 8-10 Jahren sein.


       
      Gruß,
      Eno.
    • S.Schnuse
      Wer schon einmal seinen M3 aus der Inspektion geholt hat, staunte bestimmt nicht schlecht über den Rechnungsposten "Ventilspiel prüfen und ggf. einstellen". Dies ist zu jeder Inspektion, also I und II fällig.
      Wozu ist das nötig? Der E36 M3 hat aufgrund des Hochdrehzahlkonzepts im Gegensatz zu seinen Großserienbrüdern keine selbstnachstellenden Hydrostößel, sondern Tassenstößel. Beim aktuellen M3 ist das mittlerweile anders. Auf diesen befinden sich austauschbare Plättchen, welche es in den Stärken 2,00mm bis 4,25mm gibt. Mithilfe dieser Plättchen kann man den Abstand (also das Ventilspiel) zwischen Nockenwelle und Tassenstößel einstellen. Der Nocken muss dabei immer nach oben zeigen, man mißt also die Höhe des Luftspalts zwischen aufgestelltem Nocken und dem Ventilplättchen.
      Das Ventilspiel ist auf Einlass- und Auslassseite unterschiedlich groß. Auf dem Ventilkopf ist ein "E" und ein "A" eingegossen, damit man die Seiten nicht verwechseln kann. Das Ventilspiel sollte bei kaltem Motor folgendermaßen aussehen:
      Einlassventil: 0,18 – 0,23 mm
      Auslassventil: 0,28 – 0,33 mm
      Diese Plättchen sind übrigens identisch wie beim M635CSi oder im E30 M3 auch. Der erste M Motor mit Hydrostößeln ist der V10 des E60 M5 / E63 M6.
      Warum sind diese Werte für Einlass und Auslass unterschiedlich?
      Bei warmem Motor reduziert sich das Ventilspiel, da sich der Ventilschaft aufgrund der Hitze ausdehnt. Der Nocken soll ja nicht auf den Tassenstössel einhämmern, sondern rund auf ihm laufen bzw. gleiten. Auf der Auslassseite sind die Temperaturen natürlich ungleich höher, als auf der Einlassseite. Folglich ist die Ausdehnung des Ventilschafts größer, weshalb das Ventilspiel auslassseitig bei kaltem Motor um 0,1mm größer sein muss.
      Wie geht man nun also vor?
      Folgende Werkzeuge werden benötigt:
      - ein Messschieber, wesentlich besser ist eine Mikrometermessschraube
      - eine Fühlerlehre mit Messblättchen mit mind. 0,05mm Abständen
      - ein Hebel zum Runterdrücken der Tassenstößel (BMW Spezialwerkzeug 11 5 070)
      - eine Spezialnuss zum Drehen der Kurbelwelle (BMW Spezialwerkzeug 11 5 100), es geht aber auch gut ohne, dazu aber später.
      - eine Druckluftpistole
      Die original BMW Werkzeuge bekommt man mit diesen Nummern, wenn man mal freundlich fragt. Wenn nicht, Händler wechseln.
      Hier ein Bild meiner Werkzeuge:

      1. Arbeitsschritt:
      Zunächst muss man den Lüftungsschacht, die Zündspulen und die Zylinderkopfhaube abbauen. Dies ist eigentlich selbsterklärend, da man alle Schrauben gut sieht. Allerdings sollte man beim Wiederzusammenbau die Schrauben der Zylinderkopfhaube mit sehr viel Gefühl anziehen, am besten nur handfest. Die Aluminiumgewinde im Zylinderkopf sind sehr empfindlich. Es empfiehlt sich auch, gleich die Zylinderkopfhaubendichtungen gegen neue zu wechseln.
      Dazu die Teilenummern:
      - 1x 11 12 1 404 358
      - 2x 11 12 1 402 637
      2. Arbeitsschritt:
      Wenn man keinen Platz in der Garage hat, das Auto also nicht verschieben kann, empfiehlt es sich das oben erwähnte Spezialwerkzeug 11 5 100 zu verwenden. Dieses wird benötigt, um es unterhalb des Viskolüfters an der Kurbelwellennabe anzusetzen, und mit einer Ratsche den Motor zwecks Nockenwellenverstellung weiter zu drehen. Wesentlich einfach ist es, die Zündkerzen zu entfernen und das Auto mit eingelegtem 1. Gang etwas vor und zurück zu schieben. Dabei verstellen sich die Nockenwellen genauso und man muss nicht die ganzen Luftführungen und den Viskolüfter demontieren.
      3. Arbeitsschritt
      Nun geht die eigentliche Arbeit los. Beim Messen müssen die jeweiligen Nocken nach oben zeigen. Um das Ventilspiel zu messen, schiebt man die Fühlerleere zwischen den nach oben zeigenden Nocken und den Tassenstößel. Passt jetzt beispielsweise der 0,35er Messfühler auf der Auslassseite locker dazwischen, ist das Ventilspiel zu groß. In dem Fall dreht man den Tassenstößel mit der Nut nach innen, drückt mit dem Hebel den Tassenstößel nach unten, und bläst mit Druckluft in die Nut. Dadurch wird das Einstellplättchen herausgeblasen. Nun nimmt man ein Einstellplättchen, welches 0,05 dicker ist und setzt dieses mit der Markierung nach unten zeigend wieder ein. Die Markierung (also die mm Angabe auf dem neuen Plätchen) muss unbedingt nach unten zeigen, da die zwei Seiten der Plättchen unterschiedlich hart sind. Nun sollte das Ventilspiel 0,05mm geringer sein, also 0,30mm betragen und somit innerhalb des gewünschten Bereiches von 0,28 – 0,33 mm liegen. Das misst man am besten nach dem Einbau noch mal nach, der 0,35er Messfühler sollte nun nicht mehr passen, der 0,30er sollte dafür locker dazwischen gehen. Mit einer feiner abgestuften Fühlerlehre geht es natürlich besser zu messen.
      Jetzt hat sicher nicht jeder ein Sortiment an Einstellplättchen daheim liegen. Alle Sorten auf Vorrat zu kaufen macht aber bei einem Preis von über 5 € / Stück auch nicht viel Sinn. Es empfiehlt sich also, erstmal die vorhanden 24 Plättchen am Motor untereinander zu tauschen. Welche Maße man dann noch braucht, schreibt man sich am besten auf und kauft die entsprechenden Plättchen beim BMW Händler. Hier sind die Teilenummern:
      Stärke (mm) BMW Teilenummer
      2,00 11 34 1 404 878
      2,05 11 34 1 404 877
      2,10 11 34 1 404 876
      2,15 11 34 1 404 875
      2,20 11 34 1 404 874
      2,25 11 34 1 404 873
      2,30 11 34 1 404 872
      2,35 11 34 1 404 871
      2,40 11 34 1 401 427
      2,45 11 34 1 401 426
      2,50 11 34 1 401 425
      2,55 11 34 1 401 424
      2,60 11 34 1 401 423
      2,65 11 34 1 401 422
      2,70 11 34 1 401 420
      2,75 11 34 1 401 419
      2,80 11 34 1 401 418
      2,85 11 34 1 401 417
      2,90 11 34 1 401 416
      2,95 11 34 1 401 415
      3,00 11 32 1 308 204
      3,05 11 32 1 308 205
      3,10 11 32 1 308 206
      3,15 11 32 1 308 207
      3,20 11 32 1 308 208
      3,25 11 32 1 308 209
      3,30 11 32 1 308 210
      3,35 11 32 1 308 211
      3,40 11 32 1 308 212
      3,45 11 32 1 308 213
      3,50 11 32 1 308 214
      3,55 11 32 1 308 215
      3,60 11 32 1 308 216
      3,65 11 32 1 308 217
      3,70 11 32 1 308 218
      3,75 11 32 1 308 219
      3,80 11 32 1 308 220
      3,85 11 32 1 308 221
      3,90 11 32 1 308 222
      3,95 11 32 1 308 223
      4,00 11 32 1 308 224
      4,05 11 32 1 308 225
      4,10 11 32 1 308 226
      4,15 11 32 1 308 227
      4,20 11 32 1 308 228
      4,25 11 32 1 308 229
      Wenn man sich ein kleines Sortiment an Plättchen zulegen möchte, empfiehlt sich so ein Sortimentskasten aus dem Baumarkt. Da kann man die schön der Größe nach einsortieren. Auffällig war bei mir, dass ich aus 2 geschlachteten M3 Motoren 48 Plättchen mit einer Verteilung von 2,55 - 2,90 mm habe. Wahrscheinlich sind das die gängigen Größen beim S50B32 Motor.

      Mein Motor hatte 48.000 km gelaufen, ohne dass das Ventilspiel bis dahin eingestellt wurde. Bei gut der Hälfte der 24 Ventile musste ich rund 0,05 mm Spiel dazu tun. Die anschließende Probefahrt hat mich dann echt überrascht, der Motor vermittelt beim Beschleunigen einen merkbar ruhigeren Rundlauf. Außerdem muss das Spiel einfach stimmen, im Extremfall (bei zuviel Spiel) kann die Nockenwelle schneller verschleißen.
      Irgendwo habe ich noch Bilder von meiner Austauschaktion, die werde ich bei Gelegenheit mal uploaden.
      Bei allen anderen M Motoren (wie gesagt außer den aktuellen) ist die Vorgehensweise gleich, nur die Werte vom Ventilspiel sind anders.

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