Jump to content
EUROPAS GROßE
SPORTWAGEN COMMUNITY
F40org

Oldtimerverbot in CH-Städten ab 2011?

Empfohlene Beiträge

F40org
Erster Beitrag:
Letzter Beitrag:

Diese Mail ging vom Zuger OSMT (Oldtimer Sunday Morning Treffen) raus:

Ich hoffe, es ist eine Ente. Aber es tönt leider realistisch. Ich schicke sofort ein Mail an das Bundesamt für Strassen und bitte die Schweizer Kollegen hier im Forum das Gleiche zu machen.

Liebe Oldtimer Enthusiasten – ihr müsst unbedingt alles liegen lassen und

euch heute Zeit nehmen, um diese Email weiterzuleiten und wichtig,

einen Brief ans UVEK – siehe unten – zu verfassen und abzusenden!

Das UVEK ist zurzeit dabei die Eidg. Rechtsgrundlagen zu erlassen, welche

die Einführung von Umweltzonen in den Städten bezwecken.

Dies bedeutet, dass sämtliche Städte in der Schweiz grossräumige Umweltzonen

einführen können/werden, welche nur noch mit besonders schadstoffarmen

Fahrzeugen befahren werden dürfen. Dies würde wohl auch Autobahnen betreffen,

welche durch die Städte hindurchführen.

Aus dem bereits im Internet stehenden Verordnungstext ist zu entnehmen,

dass ausnahmslos keine Automobile, die vor dem 01.10.1987 (bei Dieselfahrzeugen

sogar nicht älter als 01.01.2001) und keine Motorräder, welche vor

dem 01.07.2004 in Verkehr gesetzt worden sind, diese Umeltzonen

in den Städten befahren dürfen!

Im Gegensatz zu sämtlichen anderen Umweltzonen in Europa

sind für Veteranenfahrzeuge, sei es Auto oder Motorrad absichtlich

keine Ausnahmen vorgesehen !!. Dies bedeutet, dass nach Einführung

dieser Umweltzonen ausnahmslos kein vierrädiges Motorfahrzeug, welches

vor dem 01.10.1987 zugelassen wurde und kein Motorrad, welches

vor dem 01.07.2004 zugelassen wurde, die jeweiligen Städte samt

Agglomerationen mehr befahren darf.

Bundesrat Leuenberger hat diese Angelegenheit wenige Tage vor

seinem Amtsrücktritt auf Verordnungsstufe (damit kein

Gesetzesreferendum dagegen ergriffen werden kann) aufgegleist.

Die Eidg. Verordnungsgrundlagen werden voraussichtlich im

Frühling 2011 in Kraft gesetzt werden, so dass die ersten Umwelt-

zonen bereits im Herbst 2011 eingeführt werden können !!

Im Moment haben wir noch eine Chance, dass vielleicht für

Veteranenfahrzeuge doch noch eine Ausnahme gemacht

wird. Dazu müssen wir uns aber unbedingt rasch wehren.

Im Moment läuft noch eine Vernehmlassungsfrist in welcher sich alle

von diesen Vorschriften betroffene Parteien und Personen

zu Wort melden können und ihre Meinung und Argumente

vorlegen können.

In der Folge ersuche ich Sie/Dich nun dringend einen Brief/Mail zu schreiben

und möglichst viele Oldtimerfreunde, Geschäftspartner, Freunde, Kollegen,

Berufskontakte usw. dringend aufzuforderen, ebenfalls eine solche Stellungnahme

abzugeben.

Darin muss stehen, dass wir verlangen, dass Fahrzeuge, welche

den Vermerk "Veteranenfahrzeug" im Fahrzeugausweis

eingetragen haben, ebenfalls eine Vignette zum Befahren von

Umweltzonen bekommen.

Wichtig ist, dass wir dies mit möglichst vielen Argumenten

begründen: Kulturgut, Wirtschaftsfaktor, Sympathiebonus, Kategorie mit den

wenigsten Unfällen, Kategorie mit den wenigsten Geschwindigkeitsüberschreitungen,

Vernachlässigbar kleiner Beitrag an die Gesamtbelastung, auf dreitausend

Jahreskilometer beschränkte maximal Fahrstrecke, Fahrzeugkategorie mit den

niedrigsten Versicherungsprämien, nur einwandfreie und

originale Fahrzeuge erhalten den Eintrag, "Veteranefahrzeug", alle anderen

Städte in Europa haben selbstverständlich Ausnahmen für Veteranfahrzeuge

usw. usw. usw.

Es müssen möglichst viele verschiedene Eingaben sein, mit möglichst

vielen verschiedenen Argumenten.

Jetzt das Unangenehme: Die Frist endet bereits am nächsten

Freitag, dem 26. November 2010!!

Brief- und Mailvorlagen hier:

www.o-io.ch/de/index.asp?w=4|24|0 (siehe Abschnitt 2)

• 01) + 02) Beispiele für Schreiben von Oldtimerclubs mit Bitte um Ausnahmeregelung für Code 180 (Veteran)

• 16) + 18 ) Schreiben von Markenclubs, mit vielen Mitgliedern ohne Code 180

Bei Schreiben von Einzelpersonen bspw. beginnen mit: „ Ich bin Mitglied bei … oder bspw.

ich fahre bereits seit Jahren meinen vom Vater vererbten Alvis Graber von 1952 notabene ein

Kunstwerk aus dem Hause des Schweizer Karosseriebauers Hermann Graber, Wichtrach/BE“

Von Seiten der Behörden wurde schlicht darauf verzichtet, die

Veteranenzene über die laufende Vernehmlassungsfrist

zu informieren, während andere Verbände (Pro Velo Schweiz,

Lungenliga Schweiz, Schweizerische Liga gegen den Lärm usw. usw.)

selbstverständlich explizt zu Ihrer Stellungnahme eingeladen wurden.

Die Stellungnahmen sind zu richten per Post an:

Bundesamt für Strassen

"Vernehmlassung Umweltzonen"

Postfach

3003 Bern

oder per E-Mail an:

svg@astra.admin.ch

und müssen per E-Mail bis Freitag, den 26. November 2010

(bei Postzustellung dürfte es der Poststempel sein)

abgeschickt sein.

Genauere Informationen findet Ihr noch einmal unter

www.admin.ch/ch/d/gg/pc/pendent.html#UVEK und dort herunterscrollen

bis zu der Überschrift "Schaffung der rechtlichen Grundlagen für die Einrichtung

von Umweltzonen". Dort sind bereits die gesamten Verordnungstexte inkl.

Bussenkatalog (!) ersichtlich.

ES IST ÄUSSERST WICHTIG, DASS SICH MÖGLICHST VIELE PERSONEN,

FIRMEN, VERBÄNDE UND VEREINE ÄUSSERN, NUR SO KÖNNEN WIR

VIELLEICHT WENIGSTENS FÜR DIE VETERANEN EINE AUSNAHME

ERWIRKEN !!!

Mit freundlichen Grüssen

Reinhard Schmidlin, Oldtimer Galerie Toffen

Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
Graunase
Geschrieben

Wunderbar, da übertreffen sich die Schweizer mal wieder selbst.

Gibts da auch etwas darüber wie ausländische Fahrzeuge behandelt werden?

Ansonsten sage ich mal lieber nichts dazu...:???:

me308
Geschrieben

Solange man in chinesischen Flüssen Filme und Fotos entwickeln kann, sind alle Massnahmen zur CO2/NOx Reduzierung durch Aussperrung von Oldtimern aus europäischen "Umweltzonen" völliger Unsinn...

Gruß aus MUC

Michael

ToniTanti
Geschrieben
Wunderbar, da übertreffen sich die Schweizer mal wieder selbst.

Gibts da auch etwas darüber wie ausländische Fahrzeuge behandelt werden?

Ansonsten sage ich mal lieber nichts dazu...:???:

Wenn die Umweltzonen so gehandthabt werden wie z.B. in Berlin, darf auch ein ausl. Fhrzeug diese Umweltzonen nicht befahren. Es dürfen nur die Fahrzeuge einfahren, die die o.g. Bedingungen erfüllen.

Der Berliner Senat erwartet z.B. von einem schottischen Reisebus, der den Weihnachtsmarkt besuchen will, sich vor der Fahrt in die Berliner Umweltzone sachkundig zu machen und eine grüne Plakette zu erwerben.....

Das ist alles purer Beamtenwahnsinn und basiert auf einem automobilfeindlichen Wahnsinn, der wahrscheinlich gepaart mit BSE und Schweingrippeeregern, solche Denkmuster hervorruft.

Und das absolut dreiste an dieser Kiste ist doch, daß die ganzen Stadfahrzeuge von Polizei, Feuerwerk, Stromversorger, Krankenhäuser und Busse davon ausgenommen sind - weil natürlich die Stadt Berlin keine Kohle hat, die Fahrzeugflotte auf GRÜN umzurüsten.

Was für eine verlogene Politik die einzig und allein der Generierung zusätzlicher Einnahmen dient.

Adios

AlexM
Geschrieben

@me308: Der Spruch war doch von Bodo Buschmann, Recht hat er!!

Grüsse

AlexM

Forex
Geschrieben

War an der Zeit, dass dieser Vollspast und Autohasser Leuenberger den "Dienst" quittiert hat. Der hat in den letzten 15 Jahren als Verkehrsminister ausschliesslich Mist produziert und jetzt geht die Sch*isse weiter, indem er als ultralinker VR in die grösste Baufirma eintritt. Korruption? Ne, haben wir in der CH nicht... :evil:

83pantera
Geschrieben

Mein bitterböses Mail an das UVEK betreffend Umweltzonen / Oldtimer ist heute Morgen raus! :evil:

Interessante Facts über das UVEK; ein richtiges Beamten-Eldorado... :

In den 15 Jahren unter Ex-Bundesrat Leuenberger blähte sich das UVEK von 674 Mitarbeitern und 6.3 Mia. Budget auf 1900 Mitarbeiter auf, die inzwischen 11.7 Mia. brauchen. Das UVEK ist inzwischen zu einen Selbstläufer und Profitcenter in eigener Sache geworden das sich laufend neue Aufgabengebiete aneignet.

:dagegen:

Der Gipfel der Unverschämtheit ist, dass (wie in D) die grössten Stinker von Staat, Kantonen und der Agrar / Baulobby (alte ÖV-Busse, Armeefahrzeuge, Baumaschinen, Traktoren etc.) davon ausgenommen sind!!

Graunase
Geschrieben

Ich habe noch nichts darüber herausgefunden, wie ausländische Stinker behandelt werde sollen. Jedoch hat das ganze im Vergleich zur (bereits) rigiden deutschen Reglung den entscheidenen Haken, daß es stur ans Alter des Fahrzeugs geheftet wird. In D kann ich wenigstens noch einen Kat nachrüsten, damit bekommt man viele auf grüne Plakette und das Problem ist gegessen. All' das scheint ja in der CH nicht möglich zu sein.

Meine Vermutung:Bemerken die Politiker langsam, daß durch die immer neuen Vorschriften und Steuern Autos zu teuer geworden sind und die Leute zunehmend auf die preisgünstigeren und im normalen Einstz unwesentlich schlechteren älteren AUtos zurückgreifen?

double-p
Geschrieben

Graunase: schau mal in die Verordnung, das haengt schon an Schadstoffklassen wie EURO1-5,

die "Baujahre" sind daraus abgeschrieben.

Wodo
Geschrieben

Hallo,

hier in D kann man ja mit einem H-Kennzeichen auch ohne Katalysator und grüner Plakette in eine Umweltzone einfahren, ich hoffe, dass bleibt auch so. Nicht, dass das Vorgehen in der Schweiz Vorbildcharakter bekommt...:???:

Atombender
Geschrieben

Mit "ausnahmslos" sind auch Kleinbetriebe mit einem Fuhrpark bestehend aus älteren Dieselfahrzeugen gemeint?

So langsam mausert sich die Schweiz zum unfreundlichsten Autoland Europas und einige Sesselpfurzer scheinen auch noch stolz darauf zu sein.

Mr.lambo
Geschrieben

Die Schweiz hat europaweit die neusten Autos. In der Stadt Zürich siehst Du selten ein älteres Fahrzeug...Oldtimer und Youngtimer sind äusserst selten. Ich finde da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen...

Und wenn man bedenkt das ein Airbus A380, der täglich von Zürich aus startet 330Tonnen Kerosin mit nimmt!!! wird mir übel......

Der Hammer ist ja , dass am Herr Leuenberger seine Gattin einen steinalten Fiat Ritmo ohne Kat fährt....Ist schon klar, dass Herr Leuenberger bei seinem Einkommen, seiner Gattin kein neues, umweltfreundliches Auto kaufen kann....

CP
Geschrieben

Leuenberger war gerade auf 3Sat im Fernsehen.

Er hat dort bedauert, dass die Schweiz nicht in der EU ist und dass er deswegen seinen Einfluß als (ehemaliger) Verkehrsminister nicht auf die gesamte EU ausdehnen konnte. O:-)

JayOne
Geschrieben

Dazu muss man ja auch wieder sagen, dass die autofahrer wirklich die kleinste Gruppe sind, was CO² etc. angeht. Jaja, ich weiß, jetzt wieder auf andere schieben :D.

Aber solang man in den chinesischen Flüssen noch Filme entwickeln kann, braucht man glaube ich, vor allem für Oldtimer, die ja ohnehin selten sind und wenig bewegt werden strengere Reglements einführen. Es wurde ja wissenschaftlich auch belegt, dass die globale Erwärmung eben nicht eindeutig auf den Mensch zurückzuführen ist und der temperaturanstieg absolut im Rahmen ist. Hinzu kommt ja noch, dass wie gesagt die autofahrer die kleinste Gruppe sind und gerade wir in Deutschland schon genug für die Umwelt tun. Bei uns ist das Benzin schon immer relativ teuer gewesen (wenn man mal bedenkt wieviel % davon nur Steuern sind....). Die Hauptverursacher sind eher in der Industrie auszumachen. Wenn man denen jedoch mit Auflagen zur filterung der Abgase in Industireanlagen kommt, drohen diese einfach mit der reduzierung der Arbeitskräfte um die finanziellen Mittel wieder einzusparen. Deswegen sind am Ende die Bürger wieder die Dummen. Aber macht ja nichts, der Deutsche schluckt die bittere Pille und denkt "ich kann ja eh nichts machen". So ist das halt bei uns. Und bitte versteht mich nicht falsch. Umweltschutz und Emissionsreduzierung sind gute, erstrebenswerte Ansätze, aber dann soll man auch mal die Kirche im Dorf lassen. Ist genau wie die Umweltpämie, bei der VW Lupos die noch super in Schuss waren verschrottet wurden, toll. Und selbst wenn wir alle neue Autos kaufen und so die Wirtschaft ankurbeln, glauben die Politiker allen Ernstes, dass die Autos, wenn Sie in Afrika, Polen oder sonstwo fahren weniger Schadstoffe emittieren?

Einfach nur noch lächerlich.

Just my 2 cents.

kkswiss
Geschrieben

Das Thema ist vom Tisch!

Insbesondere von den Kantonen, die für die Umsetzung verantwortlich wären, wurde die Vorlage mit großer Mehrheit verworfen. Ihre Begründung: ein Missverhältnis zwischen dem Aufwand und der beschränkten Wirksamkeit von Umweltzonen. Zitat aus der Pressemitteilung des Schweizer Parlaments: „Die Kommission sieht die Wirksamkeit der Maßnahme nicht gegeben und auch der Nutzen würde den Aufwand nicht rechtfertigen.“

Hier der ganze Text: Quelle "meinKlassiker.com"

Pach
Geschrieben

Der (lang erhoffte) Abgang von Leuenberger scheint die (lang erhofften) ersten Wirkungen zu zeigen.

Gruss

Graunase
Geschrieben

Meine Gratulation an die Schweizer!

Und ihr Geschenk an die Ministergattin O:-)

MARKFE
Geschrieben

pfew nochmal Glueck gehabt dass dieser Irrsin nicht durchgezogen wurde.

Dann muss ich meine Tour mit dem E9 doch nicht verschieben fuer den Sommer :-))!

Hoffentlich wird die Kiste bald mal fertig...

Ferrarinarr
Geschrieben
Meine Gratulation an die Schweizer!

Und ihr Geschenk an die Ministergattin O:-)

Dieser Gratulation Graunases schließe ich mich von Herzen an! :-)

Viele Grüße ins schöne südliche Nachbarland,

Philipp alias Ferrarinarr

Schreibe eine Antwort

Du kannst jetzt einen Beitrag schreiben und dich dann später registrieren. Wenn du bereits einen Account hast, kannst du dich hier anmelden, um einen Beitrag zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Restore formatting

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorhergehender Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.


  • Ähnliche Themen

    • SE328
      Hallo Zusammen,
      meine lange und geduldige Suche hat nun ein glückliches Ende gefunden. Nachdem ich realisiert habe daß die US-Import Nummer zu viele Risiken birgt und Ihr mir hier im Forum das ja auch durch die Blume gesagt habt in meinem letzten Post, habe ich mich wieder in hiesigen Gefilden auf die Suche nach meinem Traumauto gemacht.
      Und jetzt bin ich tatsächlich in der Schweiz fündig geworden.
      Ein wunderschöner 328 GTS BJ 87 in rot mit Leder beige,  65.000KM auf dem Tacho, zwei Vorbesitzer und lückenlose Historie inkl. aller Rechnungen bis zurück zur Auslieferung.
      Verkauft vom Ferrarihändler Frey in Luzern im Kundenauftrag - inkl. kompletter Wartung mit Zahnriemen bei Auslieferung.
      Das Auto wurde vom Vorbesitzer noch im März komplett aufbereitet inkl. Lederreinigung.
      Als ich dort ankam und den Wagen sah dachte ich echt der kommt frisch aus der Fabrik......wirklich ein wunderschönes Auto. Seht selbst....
      Und am besten war der Preis - 77.000 CHF. Knapp 70.000 EUR. Bis vor kurzem stand der noch bei Autoscout für 95.000 CHF drin. Sogar im Laden war noch der alte Preis ausgeschrieben aber nachdem er solange keinen Käufer gefunden hat und den Platz braucht für ein neues Auto ist er vor zwei Wochen auf 80.000 runtergegangen. Und bei 77 haben wir uns geeinigt. Bin total happy - manchmal zahlt sich Geduld wirklich aus.
      Nächste Woche wird er geholt.
      Aber jetzt zu meinen Fragen:
       
      TÜV-Abnahme: Muss ich was beachten? Ist ja ein schweizer Modell und die Fahrzeugdaten hat mir der Händler vom Originalpapier von Ferrari abkopiert. Siehe Bilder. Zudem sind ja schon einige schweizer 328er in Deutschland zugelassen. Da wird ja hoffentlich keine Einzelabnahme nötig sein - oder?
       
      Versicherung: Könnt Ihr mir eine Versicherungsgesellschaft empfehlen? Und wie versichert man so einen Klassiker? Wiederbeschaffungspreis? Kaufpreis? Danke für Eure Tipps...
       
      Endschalldämpfer: Ja, ich weiß - es gab da schon mal ein paar Themen dazu aber so richtig schlau bin ich noch nicht geworden. Ich habe mir überlegt eventuell einen zuzulegen neben dem Originalen. Gibt es denn nun einen abnahmefähigen Sportendschalldämpfer für den 328 oder nicht? Hat da jemand Erfahrung? Oder kennt jemand einen Prüfer im Umkreis von München der es da nicht so genau nimmt? Es fahren ja doch einige mit ner Capristo-Anlage oder Superformance rum - wie machen die das?
       
      Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe und viele Grüße
       
      Stephan






    • Marc W.
      So, heute ist mein 993turbo endgültig in Deutschland angekommen, sprich er hat eine deutsche Zulassung! :bet:
      Ich hatte ja schon in dem Thread, wo ich das Auto gesucht hatte, angekündigt, daß ich sobald alles in trockenen Tüchern ist, einen alles umfassenden und detallierten Erfahrungsbericht erstelle. Damit sollen viele Fragen und Halbweißheiten, die im Raum stehen endgültig geklärt werden.
      Vorab möchte ich noch zwei Anmerkungen machen:
      Dieser Bericht ist hoffentlich komplett fehlerfrei, dennoch kann es sicherlich einige individuelle Abweichungen geben. Durch gesetzliche Veränderungen (Steuer/Zoll/TÜV/Zulassung) hat sich in den letzten Monaten einiges geändert. Mein Bericht dürfte momentan (Mai 2007) aktuell sein. Dennoch wäre es schön, wenn dieser Thread immer wieder mit neuen Erfahrungen gefüttert wird, damit er auch immer auf dem jeweils aktuellen Stand bleibt.  
      Nun gehts los:
       
      1. Vorbereitung:
      Am 01. Mai 2007 habe ich hier über das Forum einen Kontakt in die Schweiz vermittelt bekommen. Nach kurzem Kontakt stellte sich heraus, daß das Auto für mich hoch interessant ist. Darauf hin habe ich mit dem Verkäufer per Fax eine Vereinbahrung getroffen, die folgenden Inhalt hatte:
      Unfallfreiheit Kilometerstand glaubhaftes Serviceheft event. Mängel Ausstattungsmerkmale Preis inkl. 7,6%-MwSt. als Verhandlungsbasis und Akzeptanz von Zahlung in EUR kein Zwischenverkauf bis 15:00 des Folgetages  
      2. Bargeld in die Schweiz:
      Als gelernter Steuerfachangestellter bin ich mir der Problematik sehr bewußt. Ursprünglich war meine Vorstellung, daß ich bei der Einreise in die Schweiz beim deutschen Zoll das Bargeld deklariere. Falls ich das Auto also nicht kaufen sollte, hätte ich damit den Nachweis, daß ich am selben Tag mit dem Bargeld in die Schweiz eingereist bin. Leider geht meine Idee aber nicht, weil es dafür keinen Paragraphen gibt und somit ein deutscher Beamter auch niemals etwas macht, was nicht schriftlich vorgesehen ist.
      Der Weg war dann viel banaler, die Service-Hotline hat mir empfohlen, Nachweis zu führen, wo das Geld herkommt (Abhebung bei der Bank) und wofür es benötigt wird (Autokauf, Korrespondenz mit dem Verkäufer). Außerdem muß man es logischer Weise deklarieren, wenn man am Zoll darauf angesprochen wird. Sprich, wenn ich ohne Autokauf mit dem Bargeld wieder nach Deutschland einreise, kann ich belegen, daß ich es am Tag zuvor in Deutschland abgehoben habe und das ich es zum Zweck eines Autokaufs mit in der Schweiz hatte.
       
      3. Kauf und Fahrzeugübernahme in der Schweiz:
      Wenn man sich nach der Besichtigung, einer Probefahrt und eventueller Nachverhandlung handelseinig wurde, kann man nun das Auto kaufen. Ähnlich wie in Deutschland beinhalten in der Schweiz nur Neuwagen und Firmenfahrzeuge die Mehrwertsteuer (7,6%), Privatfahrzeuge sind somit brutto=netto.
      In meinem Fall war es zum Glück ein Firmenfahrzeug mit ausweisbarer Mehrwertsteuer, entsprechend hatte ich die Möglichkeit - gemäß dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland - das Auto ohne die schweizer MwSt. netto zu kaufen!
       
      Wichtig ist, daß man den schweizer Fahrzeugausweis vom Verkäufer mitbekommt, diesen benötigt man für die Vollabnahme in Deutschalnd.
      In meinem Fall hatte ich deutsche, rote Nummern dabei. Damit bewegt man sich in der Schweiz im Graubereich, bis jetzt habe ich noch keine offiziellen Informationen gefunden, ob man damit in der Schweiz fahren darf, oder nicht. Auf Anfrage bei der schweizer Polizei wurde mir allerdings mündlich gesagt, daß es tolleriert wird, wenn man auf dem kürzesten Weg ausreist.
       
      4. Vorbereitung Export/Import:
      Hierfür benötigt man doch so einige Dokumente. Meine Empfehlung ist, sich hier auf Profis zu verlassen, die soetwas regelmäßig vorbereiten. In meinem Fall war das die Spedition Frederick & Stähli direkt am Grenzübergang in Kreuzlingen/Konstanz. Diese hat folgende Dokumente vorbereitet:
      Ausfuhrbescheinigung Einfuhrbescheinigung Warenverkehrsbescheinigung EUR 1 Unbedenklichkeitsbescheinigung  
      Für diese Vorbereitung sollte man ca. 1 Stunde einkalkulieren. Die Dienstleistung kostet EUR 90. Ein Doppel der Ausfuhrbescheinigung hat die Spedition direkt dem Verkäufer zugeschickt, damit er bei seinem schweizer Finanzamt einen Nachweis hat, warum er das Auto netto verkauft hat.
      Ein besonders Augenmerk gilt hier der Warenverkehrsbescheinigung, dies dient als Nachweis, daß der Ursprungsstaat auch gleich dem Bestimmungsstaat ist (in diesem Fall Deutschland). Nur mit dieser Bescheinigung und dem Nachweis, daß man ein deutsches Produkt wieder nach Deutschland einführt braucht man keinen Zoll (10%) bezahlen. Früher mußte man sich die Warenverkehrsbescheinigung von dem jeweiligen Hersteller besorgen (dauerte teilweise Wochen), inzwischen konnte die Spedition dies auch online und augenblicklich abfragen. Eine böse Falle ist z.B., wenn man sich einen Mercedes ML in der Schweiz kauft. Der ML ist zwar von einem deutschen Hersteller, wird aber in den USA produziert, ergo muß man 10% Zoll zahlen, weil man eben keine Warenverkehrsbescheinigung EUR 1 für dieses Auto bekommt.
       
      4. Export aus der Schweiz:
      Wenn man nun alle Dokumente zusammen hat, geht man in das Zoll-Abfertigungsgebäude. Dort gibt es schweizer Export-Schalter und Deutsche-Importschalter. Als erstes muß man das Auto logischer Weise exportieren. Das geht sehr schnell, dauert ca. 5 Minuten und ist unkompliziert.
       
      5. Import nach Deutschland:
      Hier sieht es noch mal ein bißchen anders aus. Wartezeit 30 Minuten, dann beim ersten Blick vom Zöllner festgestellt, das die Trackingnummer von der Spedition fehlt, also noch mal zur Spedition und noch mal 40 Minuten anstehen. Das Arbeitstempo - naja, möchte ich öffentlich kein Wort drüber verlieren. Für so Sonderfälle, wie den Import eines Porsches kam dann der Abteilungsleiter, um den Vorgang zu bearbeiten. Dieser hatte sich zuvor schon mit Hilfe des Internets informiert, ob der Kaufpreis einigermaßen dem Marktwert entspricht, damit man gar nicht in Versuchung kommt den Staat um einen Teil der EUSt. zu beschei...
       
      Der Abteilungsleiter hat dann auch höchstpersönlich die Fahrgestellnummer kontrolliert, noch ein paar Fragen gestellt und dann die Papiere fertig gemacht. Wichtig dabei ist, daß er ein Siegel auf die Unbedenklichkeitsbescheinigung setzt. Vergißt er dieses Siegel, kann man das nie mehr nachbessern und somit das Auto auch nie mehr zulassen! Sind die Papiere fertig, darf man zur Kasse gehen und vor Ort die 19% Einfuhrumsatzsteuer (= MwSt.) in bar entrichten, zzgl. einer Bearbeitungsgebühr von EUR 25. Neben dem oben genannten Siegel ist außerdem wichtig, daß man genügend Zeit mitbringt. Die Zollschalter haben nur bis 17:30 geöffnet, egal wie viele Leute noch vor dem Schalter stehen!!!
       
      Herzlich willkommen in Deutschland!
       
      6. Vorbereitungen für die Vollabnahme beim TÜV:
      Ein gebrauchtes Auto, welches noch nie in Deutschland zugelassen war, muß zur Vollabnahme, ein Neuwagen hat dafür sogenannte COC-Papiere, dann benötigt man keine Vollabnahme. War das Auto in den letzten 7 Jahren schon mal nachweislich in Deutschalnd zugelassen, reicht auch eine normale TÜV-Abnahme.
       
      In meinem Fall mußte es die Vollabnahme gem. §21 sein, hierfür sollte man sich vorbereiten und z.B. alle Gutachten für Besonderheiten (z.B. Abgasanlage) zur Hand haben, hatte ich aber auch nur in Kopie. Eigentlich gilt am besten, immer alle Unterlagen mit nehmen, die sich bislang gesammelt haben!
       
      7. Vollabnahme beim deutschen TÜV:
      Dies entspricht eigentlich einer normalen TÜV-Prüfung, mit dem Unterschied, daß ein besonderes Augenmerk auf die Fahrgestellnummer gelegt wird und der TÜV-Ing. ein Gutachten anfertigt, was wie in den Fahrzeugpapieren zu stehen hat. Wenn man gerade beim TÜV ist, sollte man auch gleich eine Abgas-Untersuchung (AU) machen lassen, die benötigt man nämlich logischer Wiese auch für die deutsche Zulassung.
       
      8. Zulassung bei der Zulassungsstelle:
      Auch hier gilt wieder, alles mit nehmen, was man inzwischen an Dokumenten gesammelt hat. Die Zulassungsstelle hat so ziemlich alles eingescannt, den schweizer Fahrzeugausweis, die Exportbescheinigung, die Importbescheinigung, die Quittung über die gezahlte EUSt., die Unbedenklichkeitsbescheinigung inkl. Siegel, das Gutachten des TÜVs und die AU-Bescheinigung.
      Früher mußte man für eine solche Zulassung beim Kraftfahrtbundesamt noch eine zweite Unbedenklichkeitsbescheinigung anfordern, die dazu dient, nachzuweisen, daß das Auto nicht als gestohlen gemeldet ist. Alleine dies hat teilweise Wochen gedauert. Seit 01. März 2007 kann zumindest unsere Zulassungsstelle dies online abfragen! Noch ein kleines Detail, ab dem 01. Mai 2007 kann man nur noch ein Auto zulassen, wenn man in das Lastschrifteinzugsverfahren für die Kfz-Steuer einwilligt!
       
      DAS WARS!!! Herzlichen Glückwunsch zum schweizer Porsche mit deutscher Zulassung!
    • Luimex
      Vom 27. bis 29. Juni trifft sich die internationale Oldtimer-Rallyeszene bereits zum 14. Mal in Ingolstadt das malerische Umland der zentralbayerischen Donaustadt unter die Räder zu nehmen. Erwartet wird ein automobiles Großaufgebot, das von Oldtimern aus den 1930er Jahren bis hin zu erlesenen Klassikern und Youngtimern des Baujahrs 1996 reicht.
       
      Über drei Tage führt das FahrerlebnisDONAU CLASSIC seine Teilnehmer durch die schönsten Winkel Zentralbayerns. Dabei stehen traditionell die Kulturlandschaften Donaumoos, Altmühltal und die Hallertau auf dem faszinierenden Fahrprogramm, umrahmt von regionalen Gaumenfreuden im Rahmen attraktiver Mittags- und Abendevents. Die Teilnehmer kommen regelmäßig aus dem gesamten Bundesgebiet, sowie dem benachbarten europäischen Ausland.
       
      Natürlich sind auch wir dieses Jahr wieder - als Vorausfahrzeug - mit der Startnummer 006 mit dabei............
       
      Hier aus Seite 24
       
      https://donau-classic.de/magazine/
       
      Bilder folgen natürlich.............
       
       
    • Luimex
      Zum 16. Mal richtet der ACM Automobil-Club München von 1903 e. V. im ADAC das traditionelle Oldtimer Treffen „Unter der Bavaria“ auf der Münchner Theresienwiese aus. ZahlreicheTeilnehmer von nah und fern, werden mit ihren historischen Autos und Motorrädern erwartet. Zugelassen sind in diesem Jahr Oldtimer bis Bj. 1989.
       
      Ab 10.00 Uhr können Oldtimerliebhaber bei der Einfahrt Esperantoplatz das Eintreffen der Besitzer auf und in ihren Fahrzeugen begleiten. Beim Großen Oldtimer-Corso ab 11.00 Uhr zeigen sich ausgewählte edle Schmuckstücke in Fahrt von ihrer besten Seite.
       
      Natürlich sind wir auch wieder mit dabei...... vielleicht sehen wir ins ja?
       

       
       
    • JoeFerrari
      Man mag nun dazu stehen wie man will... Cooles Upgrade für alte Stinker oder Frevel...Abnehmer dafür gibt es sicherlich
       
      https://www.trendsderzukunft.de/electrifi-dieser-irische-autobauer-stattet-wertvolle-oldtimer-mit-tesla-batterien-aus/
       
       

×
×
  • Neu erstellen...