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Hessenspotter

Fahrbericht BMW Z3 1,8

Empfohlene Beiträge

Hessenspotter   
Hessenspotter
Geschrieben

Also so langsam fängt der mich an zu ärgern, die letzten drei Verbäuche lagen über 10l/100km. OK der Autobahnanteil war immer gleich null. D.h. nur "Kurzstrecke" von maximal 16km und nur Landstraße und Stadt.

Heute ist er aus heiterem Himmel beim normalen Abbiegen einfach ausgebrochen :evil:, das sah von außen sicher 1A aus, Heck bricht aus und wird mit leichtem Gegensteuern und Gas geben korrigiert. Aber die ganzen Leute halten mich jetzt für nen Raudi :D. War aber recht spektakulär, und ich wiederhole, nicht gewollt und nicht durch übermäßige Gas provoziert.

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Toni_F355 CO   
Toni_F355
Geschrieben
Also so langsam fängt der mich an zu ärgern, die letzten drei Verbäuche lagen über 10l/100km. OK der Autobahnanteil war immer gleich null. D.h. nur "Kurzstrecke" von maximal 16km und nur Landstraße und Stadt.

10l bei absoluter Kurzstrecke? Bei nem Uralt-Motor?

Was erwartest du?? 4,3 Liter? :crazy:

Schon mal über einen Elektro-Auto nachgedacht?

Heute ist er aus heiterem Himmel beim normalen Abbiegen einfach ausgebrochen :evil:, das sah von außen sicher 1A aus, Heck bricht aus und wird mit leichtem Gegensteuern und Gas geben korrigiert. Aber die ganzen Leute halten mich jetzt für nen Raudi :D. War aber recht spektakulär, und ich wiederhole, nicht gewollt und nicht durch übermäßige Gas provoziert.

Jaja, kann ich mir schon vorstellen: so ein 1,8i ist schon ein Biest mit seinen 115 PS bei 1,3 to. Der will scho beherscht werden! :D :D :D

Es ist tatsächlich spektakulär wenn bei einem Z3 1,8i der Hintern kommt! Wobei, das passiert nur bei Glatteis, Schnee oder Nässe!

Sonst bekommst du den nie rum!

Echt goil, you made my day!! :-))! :-))!

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S.Schnuse CO   
S.Schnuse
Geschrieben
Es ist tatsächlich spektakulär wenn bei einem Z3 1,8i der Hintern kommt! Wobei, das passiert nur bei Glatteis, Schnee oder Nässe!

Sonst bekommst du den nie rum!

Ist halt die E30 Hinterachse... :-o:wink:

Aber mal im Ernst, Hessenspotter, bitte überleg doch mal ob das wirklich so beindruckend ist, das man es der ganzen Welt mitteilen muss? Ich hab das Gefühl das Du nicht merkst, dass Du eigentlich genau das Gegenteil von dem erreichst, was Du Dir hier eigentlich wünschst.

bmwracer   
bmwracer
Geschrieben
Ist halt die E30 Hinterachse... :-o:wink:

Aber mal im Ernst, Hessenspotter, bitte überleg doch mal ob das wirklich so beindruckend ist, das man es der ganzen Welt mitteilen muss? Ich hab das Gefühl das Du nicht merkst, dass Du eigentlich genau das Gegenteil von dem erreichst, was Du Dir hier eigentlich wünschst.

!!!

Ich schmunzel auch andauernd bei seinen Posts. Übrigends, wusstet Ihr: Heute ist Freitag ;-)

Hessenspotter   
Hessenspotter
Geschrieben

Ist ja gut O:-), demnächst verschone ich euch damit.

Das mit dem Verbrauch, naja also 16km sind ja an sich keine Kurzstrecke, gut die 5km jedes Mal Arbeiten schon. Also wenn ich regelmäßig zum Ring fahre liege ich bei 8,2-8,5 da ist aber net mehr als 130 auf der AB drin. Ab 140-150 fängt der an zu Saufen.

Trotzdem find ich es hart, das der mit 115PS 8,5L braucht (BMW Werksangabe 7,5L), ein M mit 321PS liegt im Mittel so bei 12-13L und naja der hat halt viel mehr Leistung und das doppelte an Hubraum.

S.Schnuse CO   
S.Schnuse
Geschrieben

Der S50B32 war damals der sparsamste Motor in seiner Leistungsklasse. Im Z3M verbraucht er aufgrund der kurzen Übersetzung und dem fehlenden 6. Gang am meisten. Meine M3 Limo begnügt sich im Schnitt mit 10,5 L/100 km - aber das ist meist Überland und Autobahn.

master_p   
master_p
Geschrieben

Momentan wird durch die kalten Temperaturen mehr Sprit eingespritzt und daher verbrauchen die Motoren in der Regel mehr. Meiner verbraucht bei 8km/Strecke momentan um die 15L und im Frühjahr so um die 13L (reiner Stadtverkehr).

Beim selben Fahrprofil wird ein M bestimmt auch nicht nur 1L mehr verbrauchen als Deiner. Kaltstart + Kurzstrecke + Stadtverkehr ist einfach Gift für den Verbrauch.

S.Schnuse CO   
S.Schnuse
Geschrieben

Ich kann da leider nur für die Monate von April bis Oktober sprechen, im Winter bin ich den M3 noch nie gefahren.

Graunase   
Graunase
Geschrieben
Also so langsam fängt der mich an zu ärgern, die letzten drei Verbäuche lagen über 10l/100km. OK der Autobahnanteil war immer gleich null. D.h. nur "Kurzstrecke" von maximal 16km und nur Landstraße und Stadt.

Kein Wunder, abgesehen vom Winter mit kälteren Temperaturen, fährst Du so einen kleinen Motor auch häufiger inm Vollastbereich. Das frißt. Mein altes 3,5l M30 Ungetüm fahre ich mit 11l. Allerdings dank Drehmoment auch nur mit max. 2500 - 3000 UpM...

Weiterer Grund: Du wirst langsam mutiger und nutzt die Leistung mehr, auf diese Idee bringt mich das nächste Zitat:

Heute ist er aus heiterem Himmel beim normalen Abbiegen einfach ausgebrochen :evil:, das sah von außen sicher 1A aus, Heck bricht aus und wird mit leichtem Gegensteuern und Gas geben korrigiert. Aber die ganzen Leute halten mich jetzt für nen Raudi :D. War aber recht spektakulär, und ich wiederhole, nicht gewollt und nicht durch übermäßige Gas provoziert.

Wie war denn das Wetter? Wenn es glatt war nehme ich alles zurück, aber normalerweise bricht so ein Heck nicht einfach aus! Das passiert nur wenn Du eklatant zu schnell warst und zusätzlich evtl. noch aufs Gas gestiegen bist..

Was man von Dir teilweise über die Fahrbarkeit eines Z3 im Winter bzw. bei Nässe hört, läßt mich regelmäßig wundern daß ich mit meiner nochmals 10-12 Jahre älteren Schleuder überhaupt noch lebe.

Denk mal drüber!

Hessenspotter   
Hessenspotter
Geschrieben

War schlüpfrig ;) ich bin aus der Phase raus, immer mehr Gas zu geben. Das mach ich nur noch auf der NOS oder wenns mal sein muss O:-).

Ja klar die Motoren verbauchen mehr als im Sommer. Auf der AB hat der Z3 immer noch den niedrigsten Verbauch. Landstraße brauch er knapp nen Liter mehr. Über Stadtverkehr, rede ich erst gar nicht.

Z3M kurzes Getriebe??? Das 5 Gang Getriebe geht doch Prima. Ein 6ter wäre schön, aber nicht nötig, der Verbauch ist bei unsere Nutzung auch nicht höher (gut über 140-150 wird der net auf der AB bewegt). Aber beim 1,8er hätte ich gerne einen 6ten. Damit ich bei 150 net bei 4300 U/min liege.

itf joegun   
itf joegun
Geschrieben

@Stefan

M3 im Winter ist einach genial! Hätte nicht gedacht, dass mir Schnee so viel Spaß machen kann :D

Meiner braucht bei täglich 2 x 6 Kilometer über Landstrasse und Ortschaften etwa 14,6 Liter. Sobald ich mal für 100 Kilometer auf die Autobahn gehe, geht der Verbrauch gleich runter. Ich bin sehr zufrieden...

S.Schnuse CO   
S.Schnuse
Geschrieben
@Stefan

M3 im Winter ist einach genial! Hätte nicht gedacht, dass mir Schnee so viel Spaß machen kann :D

Ich hab ja den 323i mit 25% Sperre, der macht auch Spass. Auf Schnee und Eis ist es letzendlich wurst ob man 170 oder 321 PS hat.

Hessenspotter   
Hessenspotter
Geschrieben

Servus,

nun ist mein erster Trackday rum. ;) 37 Runden GP Strecke Nürburgring. Die Bremse hat es überlebt. Alles was neu verbaut war, hat es überlebt :D, besser als gedacht.

Ein paar Videos hier

http://www.youtube.com/user/Hessenspotter

Was gibts sonst noch zu sagen. Ach ja, ich habe am Samstag auf der Hinfahrt zum Ring nen neuen Rekord aufgestellt. 9,8L auf 100km, hört sich jetzt viel an, net aber dafür, das ich da wo es ging 180 und mehr gefahren bin ;), und auf der Landstraße war ich auch net lahm unterwegs.

Der Z3 fährt mit Super+ besser als mit Super. Er zieht besser aus dem Keller und dreht auch saubere hoch, verbraucht weniger (die oben genannten 9,8L z.B., mit Super 11-12L).

Jan

Gast Benni-348   
Gast Benni-348
Geschrieben

Den Unterschied zwischen Super+ und Super kannst Du nicht merken.

Du merkst auch nicht, ob Du 280 oder 300 PS unter der Haube hast.

Das ist einfach alles Einbildung!

gecko911 CO   
gecko911
Geschrieben
Den Unterschied zwischen Super+ und Super kannst Du nicht merken.

Du merkst auch nicht, ob Du 280 oder 300 PS unter der Haube hast.

Das ist einfach alles Einbildung!

Vor allem dann nicht, wenn das Auto gar nicht für Super+ ausgelegt ist.

Hessenspotter   
Hessenspotter
Geschrieben
:) Doch, der 1,8er erzeugt seine Maximal Leistung nur mit Super+. Der bessere Durchzug etc. sind nicht auf die zusätzliche Leistung zurück zu führen, sondern auf das bessere Verbrennen des Kraftstoffes (Stichwort Energiedichte/Oktan Zahl, Super hat 5% Bioethanol ;) )
gecko911 CO   
gecko911
Geschrieben

Das meinst du jetzt aber nicht ernst, oder????

Gast Benni-348   
Gast Benni-348
Geschrieben

Wenn ich das Wort "Stichwort" höre, dann muss ich immer an Dittsche denken. :D

Dein letztes Statement war auf jeden Fall Imbissverdächtig. O:-)

Felix   
Felix
Geschrieben
Das meinst du jetzt aber nicht ernst, oder????

Bestimmt! Die V-Power, Ultimate usw. Kraftstoffe gibt es doch nicht zum Spass an der Tanke. Für diese Produkte gibt es ernsthafte Kunden wie den Jan hier. Ist aber alles nichts neues, wie Klausi mit seinem verbleiten, tieferlegenden Sprit schon vor Jahren bewies.

Trotzdem wünsche ich allzeit gute Fahrt Jan, der Wagen ist als Anfänger ziemlich cool! Mach was draus. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich als erstes Auto einen total abgefahrenen Saab 9000 Turbo gehabt. Leider setzen sich meine Eltern durch und mein erstes Auto wurde ein vernünftiger blauer Passat Variant 1.8 mit undichtem Schiebedach :(

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Achim_F355 CO   
Achim_F355
Geschrieben

@hessenspotter - 180 km/h und mehr bist du auf dem GP-Kurs gefahren? :???: Bist wohl ein sehr risikofreudiger Fahrer, gibt ja da kaum mal die Möglichkeit so richtig "volle Pulle" zu fahren. :D:sensation:lol2:

hugoservatius   
hugoservatius
Geschrieben
Das meinst du jetzt aber nicht ernst, oder????

Wenn ich das Wort "Stichwort" höre, dann muss ich immer an Dittsche denken. :D

Dein letztes Statement war auf jeden Fall Imbissverdächtig. O:-)

@hessenspotter - 180 km/h und mehr bist du auf dem GP-Kurs gefahren? :???: Bist wohl ein sehr risikofreudiger Fahrer, gibt ja da kaum mal die Möglichkeit so richtig "volle Pulle" zu fahren. :D:sensation:lol2:

Oh Mann, nun laßt doch den Jan 'mal in Ruhe, er ist halt ziemlich jung, macht seine Erfahrungen und ist von seinem Z3 begeistert.

Und ich weiß ja nicht, was Ihr als erste Autos für Modelle hattet, ich hatte (und habe immer noch) nur einen VW Käfer, zwar ladenneu, aber nicht gerade das richtige Auto für den Nürburgring.

Und ein Z3 als Einsteigerauto wäre vergleichbar mit einem Alfa Romeo 2000 Spider zu meiner Zeit. Davon konnte ich nicht 'mal träumen.

Also, laßt Jan 'mal seine Erfahrungen machen, macht ihn nicht alle 'runter, Ihr Ferrari-Helden und freut Euch doch, daß ein junger Kerl solchen Spaß an dem Hobby entwickelt, was uns alle eigentlich verbinden sollte.

Beste Grüße, Hugo.

P.S.

Ich habe auch immer den Eindruck, daß der Käfer mit Super+ spritziger ist. O:-)

Und definitiv ist der Verbrauch beim TT von Frau Servatius mit Super+ ca. einen Liter niedriger als mit normalem Super.

Achim_F355 CO   
Achim_F355
Geschrieben

Stimmt schon, wollte ja nur Spaß machen, wie meistens. :D Ich hatte übrigens nen Ford Escort - ich glaub der hatte satte 45 PS oder so - schnell wie der Blitz - Runde Nordschleife in ca. 30 min. aber nur bei trockenem Wetter. :D

Also Jan, hau rein - vielleicht sieht man sich ja mal im Pistenclub. :wink: is mir noch zu wenig Grip da oben, muss erst a bisserl wärmer werden. :wink:

Gast Benni-348   
Gast Benni-348
Geschrieben
was uns alle eigentlich verbinden sollte.

Also uns beide (Dich und mich) verbindet die Telekom, sonst nichts.

Und Autos schon mal überhaupt nicht.

hugoservatius   
hugoservatius
Geschrieben
Also uns beide (Dich und mich) verbindet die Telekom, sonst nichts.

Und Autos schon mal überhaupt nicht.

Stimmt, Du fährst ja auch Opel Vectra, oder?

Und bist sicher E-Plus-Kunde...

Gast Benni-348   
Gast Benni-348
Geschrieben
Stimmt, Du fährst ja auch Opel Vectra, oder?

Und bist sicher E-Plus-Kunde...

So schaut's aus. :-))!

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    • 806
      Zum Jahresanfang kann ich auch gleich was Neues beginnen – nämlich meinen nächsten „laaangen Dauertest“. Jetzt nicht mehr im großen Bereich „sonstige Fahrzeugmarken“, sondern im Sportwagen- und Luxusmarken-Forum …

      Seit 29.11.2013 ist das Dickschiff ersetzt durch einen A 45 AMG, der mir in den nächsten Jahren als Alltagsauto dienen wird. In loser Folge schreibe ich hier nieder, was auffällig oder unauffällig am Auto ist, was bei längerer Benutzung stört, sich bemerkbar macht oder auch erfreut, wie sich der Kleine hält und was an ihm auseinanderfällt.

      Anders als bei meinem im Avatar abgebildeten liebsten Hobbyauto von allen, wird es hier nicht um Verbesserungen/Umbauten/Ausbauten gehen, denn das habe ich nicht vor. Einfach wieder die Zusammenstellung von Erlebtem und Erfahrenem!


      Das Auto

      Also stelle ich Euch den neuen Kleinen erst einmal vor.

      Im Rahmen der Möglichkeiten unauffällig bis zur Unscheinbarkeit ist er zirrusweiß lackiert und emblemlos bis auf die „Sterne“. Selbst bei Benzens wußten sie nicht, daß mit Bestellcode 261 auch die Beschriftung der vorderen Kotflügel entfällt. Das Panormadach paßt zur Farbfamilie „schwarz-weiß“ genauso wie die 19“-Felgen von AMG. Unterstützt wird diese Idee vom "Night-Paket" mit schwarz abgesetzten Leisten und dunklen Heckscheiben.








      Sommers mit glanzgedrehtem Rand, winters in komplettem Schwarz wie „Edition1“.

      Intelligent Light System macht hell, Audio20 macht Musik und Becker MapPilot macht Wegweisung. Besondere Lautsprecher brauche ich nicht, Musik höre ich nur im Stau. Die Klimaautomatik nimmt sich der Temperierung an unterstützt von Sitzheizung vorne, Vergeßlichen hilft elektrische Sitzverstellung mit Memory vorne. Hinten hat er ein Auge (Rückfahrkamera), aber auf häßliche Löcher für Parkpiepser hatte ich keine Lust mehr. Dazu noch das Licht- und Sichtpaket, damit es innen nächstens nicht so trist aussieht und ein Ablagenpaket, damit die demnächst vorgeschriebenen Warnwesten ihren Platz unter den Vordersitzen finden und im Kofferraum eine Steckdose bereit ist. Den Luxus des Performance-Lenkrades habe ich mir der größeren Schaltpaddel wegen gegönnt, damit einher geht der knubbelige Schalthebel in der Mittelkonsole.

      Richtig: er hat KEINE roten Gurte, KEINE roten Bremssättel, KEINE noch lautere Auspuffanlage, KEINE zusätzlichen Spoiler und KEIN noch härteres Fahrwerk – das ist mir dauerhaft zu aufdringlich und damit lästig, außerdem kostet’s alles zusätzliches Geld, das ich dafür nicht ausgeben will.


      Das erste Drama


      Aus dem Datum der Erstzulassung ergibt sich schon das Problem der erforderlichen Winterbereifung. Als ich der Preisvorstellungen der Niederlassung Mannheim für Originalfelgen ansichtig wurde, schwanden mir schier die Sinne. 19“ Felgen als „Vielspeichen“ kosteten schon 3.600 €, dazu noch Reifen – das muß anders gehen. Nächster Vorschlag: 215er Reifen auf 18“-Felgen für komplett 3.500 €. Mickrige Größe, Schneeketten habe ich nicht, brauche ich nicht und kann ich nicht montieren. Selbst die Serienfelgen in 18“ kämen schon auf 3.000 €.

      Alle Tuner/Felgenhersteller abtelefoniert, mit Mails bombardiert und die Quintessenz erfahren: „Haben wir derzeit nicht, rechnen Sie nicht vor Frühjahr damit.“ Tolle Wurst – und bis dahin? Die Sommerreifen runter, Winterreifen drauf und im Frühjahr dasselbe wieder zurück ist mir zuwider, also weiter suchen. Erster Lichtblick: Das Autohaus Kunzmann in Aschaffenburg (ein großer Vertragshändler) unterhält einen Onlineshop und bietet auf einmal AMG-Vielspeichen in 19“ für nur 3000 € an. Gleich zum Hörer gegriffen und im Telefonat ein Vorschlag: „Nehmen Sie doch die 19“ von Lorinser in schwarz, die kosten nur 1700 €.“ Da fragt man nicht zweimal – hätte man aber sollen!

      Prompte Lieferung, freudestrahlend die Michelin PilotAlpin 4 (frei bis 270 km/h!) montieren lassen und gleich aufs jungfräuliche Auto montiert. Problem: Ab etwa Tempo 100 unerträgliche Vibrationen. Nachwuchten rundherum bringt nichts. Was ist denn da los? Einfache Analyse: Im TÜV-Gutachten steht, daß wegen Freigangs zum Bremssattel 3 mm Spurplatten verwendet werden müssen. Ist an sich schon Murks, aber am A 45 noch viel mehr! Benz verwendet wohl für alle „A“ dieselben Radaufnahmen. Durch die große Bremse vorne rückt alles mehr nach außen und die Zentrierhülse steht nur noch etwas mehr als 6 mm heraus, das Mindestmaß, das hiesige Prüfer für solche Gelegenheiten erwarten. Zieht man davon die Spurplatten ab, bleiben nur noch jämmerliche 3 mm (DREI MILLIMETER), die die Zentrierung der Felge sicherstellen sollen. Die hat auch noch einen gefasten Zentrierring, so daß faktisch die Mittenzentrierung verloren geht. So fährt er sich auch.

      Nach kurzem aber heftigem Hin und Her mit Lorinser direkt („Wollen Sie wirklich, daß ich diese Lösung dem TÜV für die Einbaubescheinigung vorführe?“), die sich aber ernsthaft Mühe bei der Suche um schnelle Abhilfe gaben, nehmen sie die Felgen zurück.

      Geworden sind’s dann zähneknirschend die schwarzen Vielspeichen und jetzt läuft alles wieder „rund“. Ich bin mal gespannt, wie die anderen Hersteller dieses Problem in den Griff bekommen …






      Das Einfahren


      Aber nun zurück zum Auto selber: In Rastatt abgeholt und daher gleich mit den ersten Kilometern außerhalb des Werksgeländes „eingefahren“. Ach du liebe Zeit, was machen die Leute da ein Buhei drum – zusätzlich verängstigt durch relativ strikte Einfahranweisungen des Werks: Nicht über 4500/min, nicht schneller als 140 km/h, kein Kickdown.“ Klebt wie in seligen Zeiten sogar in der Windschutzscheibe.

      Dazu gibt es ja mehr Auffassungen, Ansichten und Anspielungen als Autos. Im Grunde genommen kann man’s nie richtig machen; zu „zahm“ ist nix, zu „scharf“ ist nix, zu „schnell“ ist nix? Wie sagt der Pfälzer dann? „Ach, steigt mer doch all‘ in die Tasch‘!“ Das Werk spendierte die erste Tankfüllung (voll!!) und daher schauen wir geschenkten Gäulen nicht zu lange ins Maul.

      Auf den ersten hundert Kilometern auf der Landstraße habe ich dem Motor im vierten Gang in schönem Rhythmus Anzug von 80 auf 120 beigebracht und ihn nach jeder Beschleunigung immer wieder ausrollen lassen. Ähnelt einem Parabelflug und ist ähnlich unspaßig. Dem Maschinchen wurde dabei sogar richtig warm, das Motoröl erreichte 105°. Das war’s dann aber auch, seitdem wird er einfach gefahren, wie ich ihn auch sonst fahren würde. Schön durchölen lassen nach dem Kaltstart, sanft warm fahren, sanft kalt fahren vor dem Abstellen, und sonst gefahren wie es ihm auch in der Zukunft bevorsteht (nach 500 km durften auch mal 5500/min mit wenig Gas anliegen, sonst macht ja eh die Automatik alles). Oh Wunder: Nichts ist undicht, geplatzt, abgerissen oder sonst was passiert.

      So ganz stimmt‘s nicht. In manchen Foren hieß es, daß er bis 1500 km ein Einfahrprogramm habe, das das Gemisch anfette und so den Einfahrvorgang unterstütze durch somit abgesenkte Brennraumtemperaturen. Hört sich komisch an, scheint aber tatsächlich zu existieren. Schlagartig ab diesem Kilometerstand sank der Durchschnittsverbrauch bei flotter Fahrt um 1 L/100 km. Bei 1200 km kamen frisches Motoröl und ein neuer Filter (nicht vorgeschrieben, aber mir ist es lieber so), seitdem läuft er immer besser.

      Da er anfangs etwas beim Anfahren mit seinen Kupplungen „rupfte“, was sich nach knapp 500 km völlig gelegt hat, werde ich ihm auch überobligatorisch einen Getriebe- und Differentialölwechsel gönnen, da hat sich scheinbar doch einiges tatsächlich „einlaufen“ müssen und mir ist dann einfach wohler, wenn alles gut versorgt ist. Manche glauben, ein Wechsel nach 3000 km sei „Vorschrift“, sind aber von der insoweit unklaren Betriebsanleitung im Stich gelassen. Nur AMGs mit Sperrdifferential müssen dann zum Wechsel, der A 45 hat keins, also muß er auch nicht. Meiner kriegt’s trotzdem, weil „wer einschenkt, muß auch nachschenken“.

      Inzwischen sind schon fast 3000 km voll, so daß ich auf freier Autobahn auch mal das Geschwindigkeitsmaxim ausgetestet habe. Im siebten Gang ist das etwas müde ab etwa 230, aber im sechsten geht es ab wie die Feuerwehr. Gefühlt dauert es zwei Wimpernschläge von 200 auf 230 und geht dann unvermindert weiter und weiter und weiter, ohne daß bei 250 km/h Schluß wäre. Tacho 260 standen ziemlich unangestrengt an, im siebten hält er das Tempo, legt aber kaum noch zu. Tachoabweichungen sind minimal, sagt mein zusätzlich bereitgehaltenes Navi.

      Drehzahlorgien sind eh nicht sein Ding, im sechsten sind dafür etwa 5300/min erforderlich, im siebten stehen etwa 4200/min auf dem Drehzahlmesser. „Heiß“ wird ihm dabei auch nicht, das Kühlwasser steht bei 93° und das Motoröl wird auch nicht wärmer.

      Weder ist er dann ungebührlich laut noch in irgendeiner Weise unruhig oder „leicht“, sondern einfach satt und souverän. Im echten Verkehr ist das kein vernünftiges Tempo, denn mit Gaswegnehmen wird das Tempo nicht schnell weniger, sondern der geringe Luftwiderstand läßt ihn im siebten lange schieben; zu Dauerbremserei habe ich keine Lust, das wird dann unrund und hektisch auf langen Strecken. Klar wird aber auch: alles bis 200 ist ratzfatz erreicht und für den Motor keine echte Anstrengung. Wieso da schon die wildesten „Tuningfreaks“ schon über 400+ PS mit Chippen nachdenken, erschließt sich mir beim besten Willen nicht.


      Bedienung


      Ein Kapitel, dem man heutzutage durchaus ein paar Worte widmen kann bzw. leider manchmal muß.

      Schon bei der Probefahrt störte der falsch positionierte Blinkerhebel. Jetzt stört das immer mehr, er sitzt schlicht zu hoch und läßt sich aus normaler Lenkradhaltung nicht intuitiv bedienen; der Tempomathebel hingegen ist bestens erreichbar und statt Blinken kommt er vor allem im Kreisverkehr zum Einsatz. Bei Regenfahrten nervt zudem, daß die schönen großen Schaltpaddel zu nah am Schalter für den Heckwischer sind und der am „Multifunktionshebel“ nur durch verrenktes Greifen bedienbar ist. Ich kann nicht deutlich genug machen, daß das unbrauchbarer Stuß ist!

      Genug geärgert, ansonsten ist die Handhabung des Fahrzeuges allenfalls noch durch den großen Wendekreis erschwert, wenn man sich an Benztypisches eh schon gewöhnt hat und mit einem gewissen Wohlwollen den neumodischen Bedienungsprofilen („Assistenten“, Menüführungen usw.) gegenübertritt.

      „Dunkel war’s, der Mond schien helle“ wäre das passende Motto für die Leuchtstärke des Hauptscheinwerfersystems. Tadellos gleichmäßig und weit hell, selbst der „Fernlichtassistent“ funktioniert in 99 % der Fälle gut. Kurvenlicht auch bei mehr als 110 km/h (Audi ...?). Moderne Lichtsysteme nehmen den Nachtfahrten nun wirklich endgültig den Schrecken.





      In diesen Tagen fällt auf, daß er sich besonders verdient macht mit gleichmäßiger, schnell ansprechender und gut wirkender Heizung – die Klimaautomatik muß nur der Temperatur wegen bedient werden, den Rest macht das System selbständig und beanstandungsfrei. Vor der Sitzheizung muß ich warnen: Die bollert bis in die Schulterbereiche auf der höchsten Stufe dermaßen los, daß es binnen Sekunden schon unangenehm wird. Allenfalls auf Stufe 2 kurz und dann für ein paar wenige Minuten auf Stufe 1, danach wird es schnell zu warm. Eiweiß gerinnt bei 67° …


      Beanstandungen?


      Die nationalen und internationalen Foristen beklagen ja schon seit längerem Verarbeitungsmängel der A-Klasse und manche Unzulänglichkeiten auch beim A 45. Liest man das als Unbefangener, könnte einen ja das Grausen überkommen.

      Bis dato ist der Zusammenbau gelungen, die Verarbeitung stimmt (für die Fahrzeugklasse), die Lackierqualität ist gut, nahezu alles funktioniert, wie es soll. Nahezu, weil das Radio bei Stummschaltung die Verkehrsfunkdurchsagen nicht laut genug stellt und sich nicht zu größerer Lautstärke überreden läßt. Das „Knistern“ aus dem Bereich der Mittelkonsole sind die Stellgeräusche der Klimaanlage beim Bedienen der Luftverteilungsklappen, an das heimelige Geräusch des sich kümmernden Elektronengehirns gewöhnt man sich schnell.

      Manche beklagen, daß er kalt sehr zäh Gas annehme. Das stimmt, scheint aber ein Schutzprogramm zu sein, solange nicht Grenztemperaturen des Getriebes erreicht sind. Ich helfe mir mit dem manuellen Schaltmodus und rolle ihn gemütlich bei niedrigen Drehzahlen warm, dann fällt’s nicht so auf. Anfangs dachte ich, das „angeschärfte“ Schaltprogramm „S“ funktioniere nicht, weil sich die Schaltcharakteristik von „C“ nicht unterschied. Ich bin ihm drauf gekommen: solange das Getriebe nicht wärmer als 40° ist, läßt er das schnellere Schalten nicht zu und hält die Drehzahlen zur Vermeidung zu großer Sprünge niedrig. Danach dreht er in „S“ weiter aus bis zum Hochschalten und schaltet auch deutlich früher zurück. Schön gelöst: er erkennt, wenn nicht mehr beschleunigt wird legt dann einen höheren Gang auch vor Erreichen der Schaltdrehzahl nach.

      Bei den ersten Handwäschen zeigte sich, daß er ein paar Dreckecken hat, die immer besonderer Zuwendung bedürfen. Das ist zum einen der gesamte Bereich entlang der Griffleiste der Heckklappe (um die Kennzeichenleuchten und den Griff), da sind Vertiefungen und Rähmchen, die man nur mühsam wieder sauber bekommt. Außerdem ist die Blechnaht nahezu rechtwinklig und mit einer nicht komplett durchgezogenen Abdichtung versehen, da sammelt sich nur mit einem Pinsel entfernbar Dreck.








      Gleiches gilt für die Türunterkanten, die unnötigerweise mit Höhenversprüngen aufgeführt sind, in denen sich hartnäckig Schmutz festsetzt.





      Der Bereich unter dem Dachspoiler“überhang“ wird in Waschanlagen sicher nicht gesäubert – da muß man leiden und nachwischen.

      Einsauen kann er sich eh wie ein Großer, die unteren Seitenflächen sind in Windeseile verdreckt. Erstaunlich: Motorhaube und Dach nicht, ebenso die Seitenscheiben. Wie früher bleiben sie auch bei starkem Regen sehr lange schmutzfrei und damit die Sicht in die großen Spiegel klar. Der Motorraum saut sich nahezu gar nicht ein auch bei langer Fahrt im strömendem Regen, das gefällt.

      Einmal mahnte er zum Nachfüllen des Kühlwassers bei scharfem Beschleunigen in größeren Gängen, aber weder stimmte der Pegel nicht noch kam diese Meldung erneut.


      Verbrauchswerte


      Im Moment – wir gewöhnen uns ja noch aneinander – gilt das alles noch nicht wirklich. Ich denke, daß da auch bei wärmeren Temperaturen noch der eine oder andere Liter weniger zu Buche stehen wird. Zwischen 7,5 und 15 L/100 km hatte ich alles schon zu verzeichnen. Ruhig herumgerollt im Mittelstreckenverkehr mit Tempomat reicht der kleinere Wert, bei forcierter Fahrt mit dauerhaft mehr als Tempo 180 der höhere, die Wahrheit liegt wie immer dazwischen und derzeit bei 10,7L/100 km.

      Motoröl fehlte ca. ein Drittelliter nach den ersten 500 km, seitdem ist nahezu Ruhe. Blöd ablesbarer Ölpeilstab und helles Motoröl machen das Messen nicht leichter. Die Betriebsanleitung ist da gelinde gesagt „unscharf“, denn sie empfiehlt Öl nach MB-Freigabe 229.51 (beschränkt auf entweder 0 oder 5 W 40), obwohl solches nach 229.5 gewünscht ist und die andere Freigabe für Diesel mit Partikelfilter gilt.


      Die Erwartungen werden alle erfüllt, ich fange an zu ahnen, was er im Zweifel könnte – jede Fahrt eine kleine Freude im Alltag!


      Markus

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